Trotz der 2 – 3 Niederlage der Red Diamonds gegen Oita Trinita sitzt Coach viwaldek weiterhin fest im Sattel. Allen Meldungen zum Trotz scheint somit der Dreierwechsel zu scheitern. Präsident Fuji Gutschi hat es wohl nicht geschafft seinen Neffen Nakata Gutschi bei Urawa ins Traineramt zu hieven. Weder viwaldek noch Fuji Gutschi konnten bisher zu einer Stellungsname bewegt
werden.
Nakata Gutschi dagegen äußerte sich kämpferisch: „Was interessieren mich diese ganzen Spekulationen. Der Shon Clan kann mir gestohlen bleiben. Ich werde Belmare dieses Jahr in die J1 führen und Hamma Shon wird weiterhin in der Zweitklassigkeit dümpeln. Yakuza hin, Yakuza her! Diese lächerlichen Zwerge vor dem Vereinsgelände werden uns nicht am Aufstieg hindern!“
Der Skandal den die Gaijin Times letzte Woche aufgedeckt hatte, weitet sich aus. Nicht nur das <b>Sehnma Shon</b> <i>(Familienoberhaupt des berüchtigten Shon-Clans Anm. d. Red.)</i> die Übernahmepläne Shonan Belmares indirekt bestätigte, nein, jetzt ist auch noch ein dritter Verein in diese Mafiageschäfte verwickelt: die Urawa Red Diamonds!
Mitten in diesem Skandal, Shonans Trainer <b>Nakata Gutschi</b>! Laut unserer Reporterin Rai Shimura steht der J2 ein munterer Besitzerwechsel bevor! Denn der Präsident Urawas hat nicht zufällig den Namen <b>Mitsunori Fuji Gutschi</b> (siehe Abbildung)!
Laut Insiderinformationen soll der Shon Clan Shonan Belmare übernehmen, mit <b>Hamma Shon</b> als neuen Trainer und <b>Nakata Gutschi</b> wechselt zu den Urawa Reds. Aber was geschieht mit deren bisherigen
Coach <b>Viwaldek</b>? Gibt es einen Verwandten von Ihm bei Sagan Tosu? Noch konnten wir <b>Viwaldek</b> zu keiner Stellungsname überreden!
Auch das abgeschenkte Heimspiel zwischen Shonan und den Reds deutet auf eine Absprache beider Vereine hin auch wenn <b>Nakata Gutschi</b> heftig dementiert: „Wir wollten uns lediglich für das Spiel gegen Vegalta Sendai schonen. Nachdem wir unsere Heimspiele bisher immer locker gewonnen hatten, haben wir einfach nicht mit so starker Gegenwehr gerechnet!“ Zu seinem bevorstehenden Wechsel nach Urawa wollte Gutschi allerdings keine Stellung beziehen!
Rei Shimura von der Gaijin Times kam einem Skandal sonders gleichen auf die Spur:
Der japanische J2 Club Shonan Belmare steht angeblich vor einer Übernahme durch den mächtigen chinesischen Shon-Clan. Nicht nur, dass er älteste Sohn Hamma Shon bereits in Japan als Trainer angeheuert hat, jetzt wurde auch noch der jüngste Spross Kennma Shon als Torwart in den Reihen Shonans gesichtet (siehe Abbildung).
Trainer Nakata Gutschi war zu keinem Statement bereit. Allerdings äußerte sich Shona Familienoberhaupt Sehnma Shon zu den Behauptungen: „Dieser Verein wurde, wie ja schon der Name sagt (Shon An – Anm. d. Red.), bereits vor fast hundert Jahren von meinem Urgroßvater gegründet, der hier nach Hiratsuka auswanderte. Seit der Übernahme des Clubs durch die Japaner im
Jahre 1960 geht es bergab. Diese Rückschritte werden wir zukünftig verhindern. Der Shon Clan steht inzwischen einem Abrahmovic, was die finanziellen Möglichkeiten angeht, in nichts nach. Hamma Shon hat sich zu einem erstklassigen Trainer entwickelt und Kennma Shon wird sich bald als die neue Nummer 1 von Belmare präsentieren. Jetzt müssen wir nur noch diesen Gutschi loswerden, dann steht dem Aufschwung nichts mehr im Wege!“
Nachdem sich in Hiratsuka die Ereignisse überschlagen, musste der geplante Bericht aus dem Pavillon für unsere Gäste aus Sendai leider verschoben werden.
Nakata Gutschi ist verunsichert. Vor dem Vereinsgelände treiben sich seit kurzer Zeit zwielichtige Typen herum, die eindeutig der Yakuza zuzuordnen sind. Aber was wollen diese Verbrecher vor den Toren Shonans?
Ein Reporter ließ Gutschi ein Foto zukommen, das er heimlich aus einem Dickicht heraus geschossen hatte. Die Spur scheint eindeutig zu einem gewissen chinesischen Trainer zu führen. Handelt es sich um einen gezielten Racheakt von Hamma Shon? Was plant der kleine Mann? Will er sich an den Geishas rächen, die ihn nicht ernst genommen hatten, oder hat das Ganze doch einen sportlichen Hintergrund? Gutschi hofft nur, dass seine Kauleiste, bzw. die seiner Geishas nicht bald genauso aussieht, wie die Shons. Denn
gerade die jungen Japanerinnen haben noch so einiges vor. Und auch Gutschi hat das Thema J1 noch nicht völlig zu den Akten gelegt.
Zumindest scheint sich die Lage um den Co-Trainer von Vegalta Sendai entspannt zu haben. Das dieser nur eine gewisse Dauerstarre in Vorfreude auf Gutschis Pavillon erlitten hat, kann man bei Shonan verstehen: „Wir haben für unsere Gäste aus Sendai auch bereits eine besondere Überraschung vorbereitet. Dabei geht es um das Thema Winter und …. Nein, das verraten wir erst nächste Woche!“
Was soll man dazu sagen? Da bemüht sich Gutschi-san nach allen Regeln der Kunst ein guter Gastgeber zu sein. Alle Gegner werden in seinen Gartenpavillon eingeladen, um den vielen Langnasen der Liga einen guten Einstieg in das fremde Japan zu geben, aber es kommt kein Dank zurück. Ja selbst eine Reaktion der Betroffenen bleibt aus!
Und das frustriert den sonst so liebenswürdigen und liebenswerten Nakata Gutschi doch gewaltig. Wer nicht will, der hat schon, oder wie der Japaner sagen würde: <b> „Die Menschen zu kennen ist wahrlich schwer, aber noch schwerer, als die Menschen zu kennen, ist es, um seine eigenen Fehler zu wissen.“ </b>
Ja, so sind sie die Japaner. Auch in Stunden des Undankes sucht er den Fehler bei sich selbst. Und so macht sich Gutschi auf und besucht einen Selbstkasteiungskurs, um seinen Gästen zukünftig doch noch ein besserer Gastgeber zu sein.
Ein Problem schwebt allerdings ungelöst über dem Pavillon. Was geschieht mit den Geishas, die nach dem Versuch einer Anbandelung von unserem <b> Zwergmenschen Shon </b> immer noch mit schwerem
Bauchmuskelkater außer Gefecht sind? Glücklicherweise muss Shonan ja diese Woche nicht zuhause gegen den sabbernden Präsidenten von <b> Vegalta Sendai </b> antreten. Aber was passiert mit den Gästen aus Tokushima: „<b> speedtwo </b>? Kenne ich nicht, der hat sich noch nicht einmal in der Presse zu Wort gemeldet. Da gönne ich meinen Konkubinen doch eine Woche Erholung!“
Und was sagt der Trainer zu dem Aufeinandertreffen mit Spitzenreiter <b> Kofu </b>: „Da bin gerade in meiner Selbsthilfegruppe. Nach den meinen ganzen gastgeberischen Verfehlungen, habe ich das einfach verdient. Vielleicht kann sich ja mein Co-Trainer um dieses Spiel kümmern, aber kommende Woche erwarten wir <b> Big Man </b>. Der ist schon einige Jahre in Japan. Da können wir uns nicht schon wieder blamieren!“
Nakata Gutschi ist zufrieden. Nicht wenn er auf die Tabelle sieht, denn da steht sein Verein abgeschlagen auf dem 11 Platz. Aber nicht nur sportliche Erfolge sind für einen Trainer Auslöser einer Stimmungshochs. Die Aktion „Gartenpavillon“ ist in seine zweite Phase getreten und diesmal zeigten die gewählten Aktionen erste Erfolge. Nachdem der erste Gast <b> alexder3 </b>, leider nach seinem Besuch nur noch über der Kloschüssel hing, ist Nakata in sich gegangen, bevor sich die Tore diesmal für <b> Chris </b> öffneten, um diesem einige japanische Kulturhighlights näher zu bringen.
Süßliche Düfte empfingen den Trainer aus Sapporo. Ein Hauch von Räucherkerzenaroma hing zusätzlich in der Luft. Zwei japanische Schönheiten, nur mit dem Hauch eines durchsichtigen Kimonos bekleidet, kamen ihm entgegen (diese Damen könnten gegebenenfalls durchaus auch einmal unserem kleinwüchsigen <b> Hamma Shon </b> ihre Dienste anbieten) und reichten ihm eine kleine Pfeife.
Gutschi hatte extra eine Kagura Vorführung für seinen Gast organisiert. Kagura ist eine Form des japanischen Tanztheaters, dessen Ursprung bereits auf das frühe 9 Jahrhundert zurückgeht. Mit Musik und Tänzen wird hier den Göttern gedankt und ihr Wohlwollen erbittet.
Derweilen hielt sich Gutschi im Hintergrund. Um wieder einen peinlichen Zwischenfall mit der Frische der Speisen zu vermeiden, hatte der Japaner nicht nur seinen Koch gefeuert, sondern er war sogar eigenhändig zum Einkaufen gegangen. Um <b> Chris </b> die Auswahl der Speisen zu erleichtern, wurde von jedem Gericht ein Modell ins Fenster gestellt. Denn die japanischen Schriftzeichen, machten ja wohl doch den meisten westlichen Besuchern zu schaffen.
Doch Gutschi hatte nicht den Hunger der Langnase bedacht, der sich sofort
auf die Modelle stürzte und diese verzehrte. Tja, was soll man sagen. Die Teller wurden bereits den Gästen während seines letzten Japan Aufenthalts vor vier Spielzeiten als Muster vorgesetzt und die Folgen für <b> Chris </b> waren unvermeidlich.
Da half nur noch eine Sake-Extrem-Kur. Und nach der fünften Flasche war der Mageninhalt wieder dort, wo er bereits bei <b> alexdem3 </b> gelandet war – in der Schüssel.
Für einen Japaner ist diese Geschichte ein wahrer Supergau. Sein Gesicht als Gastgeber zu verlieren, kommt einer Spezialschwitzkastenbehandlung mit einem Sumo-Ringer gleich! Jetzt war schnelle Wiedergutmachung angesagt und so mussten die beiden durchsichtigen Kimonoträgerinnen schnell einspringen. Die schienen ihre Sache durchaus zur Zufriedenheit seines Gastes zu erledigen, denn als Nakata aufbrach, um seine Mannschaft im Spiel gegen Sapporo zu betreuen, lag deren Trainer immer noch vielbeschäftigt im Gartenpavillon. Das Ergebnis ist bekannt. Shonan siegte mit 1 – 0.
Nichts desto trotz hofft Nakata Gutschi seinem westlichen Kollegen die japanische Kultur etwas näher gebracht zu haben. Und abschließend bleibt nur ein altes japanisches Sprichwort: <b> „Um es umsetzen zu können, musst Du es verstehen!“ </b> In diesem Sinne konnte Nakata Gutschi sich doch noch beruhigt zurück lehnen. Ende gut, alles gut!
Der erste Spieltag lief für die Kicker von Shonan Belmare alles andere als ideal. In Europa würde man von einem klassischen Fehlstart sprechen, oder einfach nur von einem sch…. Spiel, nicht aber so in Japan. Nakata Gutschi konnte so auch aus der Niederlage noch seine Lehren ziehen. Denn wie heißt es so schön: <b> „Wer nicht um das Leid weiß, kennt keine Freude“ </b>
Auch nachtragend ist Gutschi in keiner Weise und so erhielt <b>alexder3</b> gleich nach Spielende eine offizielle Einladung in Nakatas Gartenpavillon. Am nächsten Abend war es dann soweit und alex stand vor der Haustür. Sein Koch hatte in seinem Gefährt extra die bereits gerupften Hühner rausgeschmissen und ihn von Hiroshima nach Hiratsuka gefahren. Und es sollte sich für den Sanfrecce Coach lohnen, denn Gutschis Gastgeberqualitäten sind
legendär. Es wurde fleißig aufgetafelt: Miso-Suppe mit Mochi und Gemüse, Thunfisch, eingewickelt in süßen gekochten Kelp, gelierte Fischpaste, pürierte Süßkartoffeln mit Edelkastanien und gesüßte schwarze Bohnen.
Alles mundete alex vorzüglich, nur leider handelte es sich bei dem Essen um die Reste von Nakata Gutschis traditionellen Neujahrsgerichten, die über eine Woche in der Küche lagen. Die Folgen waren für den Trainer aus Hiroshima unübersehbar. Aber so hat auch er die japanische Weisheit verinnerlichen können: <b> „Wer nicht um das Leid weiß, kennt keine Freude“ </b>
Nach dieser alten japanischen Weisheit handelnd, kehrt Nakata Gutschi in seine Heimat zurück: „Wenn hier nur Japaner in der Liga wären, gäbe es ja kein Problem. Die wären nämlich so höflich und ehrerbietig, dass sie mir den Aufstieg schenken würden. Wenn man als amtierender vietnamesischer Meister zurückkehrt zu seinen Wurzeln, wäre dies für jeden Einheimischen eine Selbstverständlichkeit. Aber nachdem hierzulande immer noch die Langnasen in der Mehrheit sind, wird es wohl eine harte Saison.
Glücklicherweise ist mein altes Haus in Downtown Hiratsuka wieder in meinen Besitz gegangen und auch das Teepavillon wird bald wieder geöffnet. Jetzt werde ich allerdings erst einmal ins Badehaus gehen und mich frisch machen für die kommenden Feiertage. Liebe Kollegen, macht es wie ich, denn wie sagt man doch in Japan: <b>Wer stinkt merkt es selber nicht.</b> In diesem Sinne: frohe Weihnachten an alle Langnasen!“
Wir wissen es nicht, ob sich der kleine Chinese nach seiner demütigenden 5 – 0 Schlappe noch im Gartenpavillon Gutschis trösten durfte, denn der Japaner hatte nach den Spiel fluchtartig das Stadion verlassen und sich auf den Weg zu einem Kurztrip in die Berge gemacht. Ein bisschen im Pulverschnee wedeln, sollte ihn wieder stärken für die Aufgaben, die in den nächsten Wochen auf ihn zukommen werden. Und diese Stärke wird er brauchen können, denn der Saisonstart ist nicht gerade als prickelnd zu bezeichnen und immer noch hofft man bei Shonan bald wieder erstklassigen Fußball bieten zu können.
Wer hätte das gedacht, die Mitsustars haben es tatsächlich noch geschafft und den ersehnten Titel in die vietnamesische Hafenstadt geholt. Und besonders Nakata Gutschi ist glücklich und stolz. Nicht nur auf seine Mannschaft, sondern auch auf seinen Co-Trainer, der die letzten Spiele so hervorragend gearbeitet hat. Jetzt steht einer Rückkehr nach Japan nichts mehr im Wege, das Haus in Hiratsuka ist bereits gekauft, der Teepavillon wartet auf die Einweihungsfeier und Nakata Gutschi wird nach einer kurzen Siegesfeier in Vietnam bereits am Wochenende zurück in seiner Heimat erwartet.
Der indische Co-Trainer der Mitsustars Little Boy jubelte. Hatte er doch gerade 6 Punkte geholt und seine Mannschaft somit weiterhin an der Tabellenspitze gehalten. Auch Nakata Gutschi verfolgte das Spielgeschehen aus dem fernen Japan und sendete seiner treuen indischen Seele sofort ein Glückwunschtelegramm mit dem nachfolgenden Text: <b> „Das Alte hören wir vom Lehrer.
Das Neue erfahren wir aus der eigenen Erkenntnis. Haben wir Erkenntnis erlangt, liegt das, was wir lernen, in uns, und das den Menschen auf ihre Fragen zu Antwortende ist ohne Grenzen.</b> Die Erfahrung
als Cheftrainer kann Dir keiner mehr nehmen. Nehme sie kommende Saison mit nach Japan!“
Nach den zwei Siegen war sofort die Hai Phonger Gerüchteküche in vollen Zügen am brodeln. Angeblich sollte Präsident Pan Van Little Boy bereits ein Angebot als neuer Cheftrainer unterbreitet haben. Aber der kleine Inder lehnte umgehend ab: „Ich gehe mit meinem Meister nach Japan. Die zwei Siege waren nur Glück. <b> Gutes und böses Schicksal, Glück und Unglück sind wie ein zusammen gedrehtes Seil! </b> Zu schnelllebig ist die Trainerwelt.“
Einer zuverlässigen Quelle zur Folge, befindet sich Nakata Gutschi zur Zeit in Japan und steht dort wohl in konkreten Verhandlungen mit seinem ehemaligen Verein Shonan Belmare. Auf dem Trainingsgelände wurde jedenfalls in den letzten Tagen nur der indische Co-Trainer Little Boy gesichtet. Auswirkungen auf die Leistung der Mitsustars dürfte das allerdings nicht haben. Die Meisterschaft in Vietnam ist bereits entschieden und einen internationalen Platz sollten die Mannen aus Hai Phong auch ohne
ihren japanischen Trainer intus haben.
Einen Nachfolger scheint der Club jedenfalls noch nicht präsentieren zu können. Die Kandidaten die gewillt sind nach Vietnam zu wechseln scheinen jedenfalls gering. Was ja auch an zwei trainerlosen Clubs in der V-League deutlich abzulesen ist.
Aber woran liegt es? Das schwüle Klima, die geringe Pressebegeisterung, Vereinsnamen, die viele auch nach Jahren noch nicht fehlerfrei aussprechen können. Es scheint wohl ein Mix aus allem zu sein.
Der ACB mit Rekordpunktzahl zu ersten Meistertitel!
Da bleibt dem Japaner wohl nichts anderes übrig, als bereits 8 Spieltage vor Saisonende, der Lady Di unter den Trainern im benachbarten Hanoi zum ersten Titelgewinn zu gratulieren. Nach genauer Analyse des Restprogramms der Spitzengruppe wurde Nakata Gutschi klar: Diese Saison wird es wohl wieder maximal die Vizemeisterschaft. Schade, denn in seiner letzten Saison in Vietnam hatte sich der Coach der Mitsustars eigentlich mehr vorgenommen. Mit dem festen Vorsatz den Titel nach Hai Phong zu holen war man angetreten und ist nun
gescheitert. Das heißt für ihn und den Club – ein Neuanfang steht bevor. Nakata Gutschis Zukunft ist auf jeden Fall in Japan. Zurück zu den eigenen Wurzeln, auch wenn es wohl nur zu einem Zweitligaclub reichen wird: „Das wird mit Sicherheit keine Dauerlösung. Schließlich habe ich mit Shonan bereits einmal den Aufstieg geschafft.“ Ob sein alter Club noch bis zum Saisonbeginn ohne Trainer bleibt, ist allerdings fraglich, aber mit der Aufstockung der Liga sollte doch wohl ein interessanter Posten frei werden.
International rausgeflogen, Spitzenspiel in der Liga verloren. Nakata Gutschi befindet sich momentan in einer wahren Achterbahnfahrt der Gefühle. Gerade noch auf Wolke sieben, schon wieder abgestürzt ins Höllental der Realität. Und dazu noch die Meldung, dass sein Heimatverein Shonan Belmare zurzeit ohne Trainer ist! „Da kommt man schon schwer ins grübeln. Auch wenn mein alter Club momentan ein trostloses Dasein in der zweiten japanischen Liga fristet, sind die Verlockungen groß. Auf der anderen Seite möchte ich natürlich hier in Hai Phong etwas
erreichen und stolz erhobenen Hauptes zurück nach Japan gehen.“ Eines scheint auch jeden Fall festzustehen: der Japaner wird hier in Vietnam seine letzte Saison spielen. „Da geht es mir wie Lady Di. Die hohe Luftfeuchtigkeit, das scharfe Essen, die Sprache und vor allem diese Namen! Ich komme damit einfach nicht zurecht.“
Aber vielleicht gibt es ja auch noch eine andere Möglichkeit aus der Krise raus zu kommen und doch noch einen Titel zu holen? <b> Mach es wie der Fisch. </b> Vielleicht will ja Herr fubininho mit Herrn Gutschi den Verein tauschen?
Die Vorrunde ist beendet und wenn Nakata Gutschi nach dem Frühstück wieder einen Blick in die Zeitungen wirft, ist er weiterhin zufrieden. Die Mitsustars stehen dort, wo er seine Mannschaft sehen will – ganz oben! Aber er weiß genau, das ist hier nur eine Momentbetrachtung, die keine Gelegenheit bietet, sich entspannt zurückzulehnen. Das Rest-TK spricht klar für die Konkurrenz aus Hanoi und auch wenn die Lady Di unter den Fußballtrainern gerne Understatement betreibt, aus der Favoritenrolle kann er sich nicht mehr stehlen.
Nichts desto trotz ist man in Hai Phong nicht gewillt, hier freiwillig wieder nur den Vizemeistertitel anzupeilen. „Ich will endlich wieder in meine Heimat!“ so
Nakata Gutschi ganz offen, „Aber nicht ohne hier einen Titel geholt zu haben.“ Zwar hat man auch im AFC-Cup die nächste Runde erreicht, aber ein Blick auf die Kondition der Mitsustars, lässt doch die Vermutung nahe legen, dass ein Pokalgewinn wohl nicht zu schaffen ist.
Nachdem das Heimweh des Japaners inzwischen doch sehr groß ist, gibt es wohl nur eine Alternative!
Aber Vorsicht, denn wie sagt schon ein altes japanisches Sprichwort: <b> Eine gute Gelegenheit ist schwer erlangt und leicht versäumt. </b>
Vielleicht wird es ja doch noch etwas mit dem von Nakata Gutschi so ersehnten Titel. Hat doch Trainer fubinho vom Meisterschaftsfavoriten ACB klare Signale gesendet, den Verein verlassen zu wollen. Präsident Pan Van zu der Situation: „Wir stehen in konkreten Verhandlungen mit Hanoi. Sollte der Club die nötigen Ablösezahlungen leisten, können Sie die japanische Kröte gerne haben. Dann werde ich die Mitsustars höchst persönlich betreuen und die Meisterschaft nach Hai Phong holen.“
Eine angespannte Situation in der nordvietnamesischen Hafenstadt. Nur eines scheint sicher, der Japaner hat keine Zukunft mehr bei den Mitsustars!