Lusaka - Nach wie vor herrscht die Finsternis über den WC-Bereich des Nassbereichmoglus von Lusaka. Zwar war es schon immer der heimliche Wunsch von Mandelator, eines Tages einen Darkroom zu betreiben, aber den hatte man sich etwas anders vorgestellt als eine versiffte Herrentoilette einer ranzigen Bar am Rande des Universums.
A propos Boxen (Achtung, Transferleistung benötigt!). Im Nahkampf um die begehrten Spitzenplätze kommen die
Lusaka Dynamos nicht so recht bzw. eigentlich gar nicht vom Fleck. Erst einmal in der ganzen Saison konnte man einen für den Confed-Cup berechtigenden Platz belegen, und den ist man nun auch schon wieder los. Betrachtet man sich die internationalen "Leistungen" der LuDos, sicher nicht zu unrecht. Andererseits müssten die Plätze, wenn es danach ginge, unbesetzt bleiben und die Liga erst mit Rang 6 beginnen. Da wäre man immerhin Tabellenführer.
Lusaka - Noch stehen die Lusaka Dynamos auf einem Platz, der zur Teilnahme an den internationalen Pokalwettbewerben berechtigt, auch TK-mäßig sieht es ganz gut aus. Sollte man Rang fünf halten können, dürfte man wieder Sambias Farben in Afrika vertreten. Oder?
Ganz sicher ist das nicht. Angesichts des Desasters, das vor allem die hochgelobten Champions
League-Teilnehmer in der CAF-Wertung angerichtet haben, ist davon auszugehen, dass noch während der laufenden Saison der ein oder andere Platz für nächstes Jahr gestrichen wird. A propos streichen. Gestrichen wurden auch die Spültasten im LuLo-WC-Bereich. Da die Keramikabteilung immer noch in Dunkelheit verharrt, muss man den Weg zu den Erleichterungseinrichtungen wenigstens erschnuppern können.
Lusaka - Endlich ist sie vorbei, die anstrengende Confetticup-Tour durch die zahlreichen Abgründe des schwarzen Kontinents. Der algerisch-schwäbisch-südarikanischen Wettmafia sei dank, konnte man den sinnlosen Kampf gegen die Windmühlen der CAF-Wertung rechtzeitig einstellen und darf sich nun wieder auf die Aufgaben zuhause im langweiligen beschaulichen Sambia konzentrieren.
Aufgabe 1 dabei heißt natürlich, "den Hohn und Spott der Kollegen über das peinliche Zweitrundenausscheiden" wie ein echter Mann zu nehmen. Nun, bedenkt man, dass es sich bei der überwiegenden Anzahl dieser Kollegen um Trainer handelt, die bereits in Runde 1 in einer Sechsergruppe als
kollektiv Letzte ausgeschieden sind, sollte das kein Problem darstellen.
Schon schwieriger wird da Aufgabe 2: "Licht ins Dunkel bringen" - nämlich in den WC-Bereich der Lutschers Lounge. Anspruchsvoller insofern, als der Hausherr erst die Stromrechnung nicht bezahlt und dann auch noch die Sicherungen sachfremden Zwecken zugeführt (oder war es eingeführt? ...ach, lassen wir das mal lieber) hat. Nachdem nun wochenlang, während Mandelator in der weiten Welt die Ehre Sambias beschmutzte verteidigte, Nilpferde, Markerts und Reachers, ganz zu schweigen vom Vermieter herself, unbewacht im abgedunkelten Nassbereich ihr Unheil treiben durften, möchte man das Licht ja lieber auslassen.
Lusaka - Kollege Massai Graf San Zahl Uno wirft uns ja gerne vor, ihn kontinentübergreifend zu kopieren. Dabei ist das gar nicht möglich, wie soll man denn diesen AHDS-Patienten auf einem Kopierer zum Stillsitzen bringen. Aber das ist schon wieder ein anderes Thema. Wie auch immer, also machen wir es andersrum: Langweilige Überschrift, witzger Artikel. Naja, wir versuchen es zumindest.
Ähm... welche Themen hätten wir denn zur Auswahl. Spott
über das Nicht-Erscheinen der einstmals so hochgelobten Kolumne? Geht eigentlich immer. Lustige Darstellung der eigenen internationalen Leistung Harakiri, wozu sich wohl zum letzten Mal diese Saison die Möglichkeit bietet? Sollte eigentlich die Kolumne machen, aber... siehe oben. Sich auslasssen über das Abstiegsgejammer des Kollegen Florian M.? Klappt ja am Ende doch wieder nicht.
Schade, schon über 500 Zeichen, aber vielleicht wirds nächste Woche wieder witzig.
Lusaka - Das Projekt "Hilf den Dynamos, dann hilfst Du Dir selbst", groß vom Zambezi Inqusitor angeleiert, läuft bislang recht schleppend. Um nicht zu sagen, es ist ein Rohrkrepierer, wie alle Initiativen des Inquisitors.
Bislang ist jedenfalls kein einziger Tipp bei Mandelator eingegangen, wie er denn nun Sambias Ehre auf internationaler Ebene retten
könnte. Könnte natürlich auch damit zusammenhängen, dass a) den Inqusitor einfach keiner liest, b) Mandelator auch mit gutgemeinten Tipps nicht zugetraut wird, noch ein paar Punkte für Sambia zu holen, oder c) dass ganz Sambia nur darauf wartet, dass Mandelator endlich von den lästigen Pokalspielen befreit wird, damit er endlich das Klo in Lutschers Darkroom mal wieder putzen kann.
Lusaka - Das Schicksal Sambias liegt, wie man der knallhart– unseriös – unregelmäßig erscheinenden Klatschpresse entnehmen kann, seit letztem Freitag in der Hand des WC-Moguls Mandelator. Der war eigentlich einst in das Land am Zambezi gekommen, weil hier die sportliche Perspektive attraktiv erschien. Und nun sowas.
Denn die Abhängigkeit besteht nicht wie zu erwarten in hygienischer (da ist nach sambischen Standards alles in Butter bzw. Urin), sondern in sportlicher Hinsicht: Die Betriebsmannschaft der Lutschers-Lounge-Sanitär- und Wellness Ltd., die Lusaka Dynamos, sind das letzte und einzige Eisen im Feuer eines doch recht schnell (und unkoordiniert, was Herr Kolumnist? ;-)) verglühten internationalen
Sextetts. Somit droht laut Inquisitor Sambia der Abstieg in die Bedeutungslosigkeit mit nur noch vielleicht drei Pokalplätzen, wenn die Dynamos nicht mindestens den Confetticup gewinnen. (Die Bedeutungslosigkeit hat konsequenterweise schonmal die Leiter für den Abstieg hingestellt).
Doch möchte Mandelator Sambia überhaupt retten? "Kommt drauf an" so der WC-Mogul. "Aber das wird nicht billig. Die Konditionen werde ich zu gegebener Zeit mitteilen." Dem Spülungsguru scheint seine Exlusivrolle "etwas" zu Kopf zu steigen- angesichts seiner herausragenden sportlichen Leistungen (Viertletzter Platz in der Liga, international dank eines gegnerischen NMR weitergekommen) nicht zu unrecht. Es kommen schwere Zeiten auf Sambia zu.
Lusaka – Ein erstaunliches Duell steht an in Sambia am nächsten Spieltag. Lobanowskis Lusaka Dynamos gegen die Eagle Stars mit –angeblich- Coach Daniel Abenteuer. Ein lockerer Heimsieg für die Dynamos, meinte man bislang, denn der gegnerische Trainer ist seit Jahren verschollen.
Doch ausgerechnet jetzt taucht er wieder auf. Abenteuer, in grauer Vorzeit ein (mäßig) erfolgreicher Kolumnist, war seit Monaten vermisst…. na ja, besser gesagt: verschwunden. Was bislang allerdings nicht weiter aufgefallen ist. Wie man am aktuellen Umfrageergebnis (zu dem
Mandelator selbstredend nichts beigetragen hat) sieht. Wird A. also die Konsequenzen ziehen, und werden die Eagle Stars nicht antreten, die Punkte brav bei den Dynamos lassen? Macht das überhaupt einen Unterschied, ob sie doch mit Abenteuer oder ohne Trainer antreten? Was hat der Abenteuer eigentlich die ganze Zeit gemacht, Urlaub mit einem Topmodel (Claudiaschiffrieren), Burn-Out oder etwa Scouting in der zweiten Liga? Und würde er in diesem Fall Lobanowski seine Erkenntnisse überlassen? Wie man hört, wäre der Dynamos-Trainer daran aus aktuellem Anlass durchaus interessiert.
Lusaka - "Freitag ab Eins macht jeder Seins" - diese goldene Regel des öffentlichen Dienstes scheint nicht bei der Stadtverwaltung von Lusaka zu gelten. Wie sonst hätte sich die Betriebsmannschaft des City Council am Freitag um 19:00h, sage und schreibe 8 Stunden nach Einläuten des Wochenendes, zu einer Kraftanstrengung von 5 Auswärtstoren verleiten lassen?
Leidtragender dieser außertariflichen Aktion ist der Lokalrivale Dynamos, dessen Coach Mandelator
damit auch den 96. Anlauf, auf dem schwarzen Kontinent mal meisterschaftsmäßig ins Schwarze zu treffen, bereits wieder am 2. ZAT zu den Akten legen kann. Das nur fürs Protokoll. Dass diese Aktion eine Dienstaufsichtsbeschwerde nach sich ziehen wird, dürfte klar sein. Vielleicht eine Petition an den Präsidenten. Wobei dessen wenig hilfreiche Antwort schon vorher klar sein dürfte ("Pettingtion? Klar, da bin ich dabei!"). Da wird man sich wohl selber helfen müssen.
Lusaka - Lusaka Dynamos-Coach Mandelator war nicht zu bremsen: "Eine solche Unverschämtheit! Was bildet der sich ein, dieser zugewanderte Kameltreiber! Copyright ist für den wohl ein Fremdwort. Ist es ja auch, besonders für einen Araber. Was könnte ich mich aufregen!"
Der Grund für Mandelators Zorn ist beim Blick auf die Ergebnistafel leicht zu finden: Das 5:4 der Power
Dynamos gegen Chambishi. "Das ist MEIN recht ganz alleine, dem Reacher ein 5:4 überzuhelfen. Ich sag noch, pass auf den 11. Spieltag auf, und was macht dieser...? Verwechselt 11 mit 1, und der Markert hat nix bessere zu tun, als das schamlos auszunutzen! Was könnte ich mich... andererseits: Lustig ist es ja schon, und das muss ja nicht heißen, dass es am 11. Spieltag nicht wieder genauso ausgeht!"
Lusaka - Die Sambische Premier League hat im Lauf der Zeit einige seltsame bis skurrile Rituale entwickelt: Skurrile Meister küren (schon mindestens 5 Saisons in Folge), sich anderswo unvermittelbare Trainerimporte ans Bein binden (alle außer Mandelator), eine Kolumne zu haben und doch keine, und so weiter.
Die Lieblingstradition von Lusaka Dynamos- Coach ist auch leicht zu erraten. Nein, es ist weder "verpassen eines internationalen Startplatzes" noch
"frühzetiges Ausscheiden, wenn einem dann doch mal einer in den Schoß gefallen ist". Mandelators liebstes Ritual ist selbstverständlich das alljährliche 5:4 gegen den Exilkiwi aus Chambishi, das er auch in Saison 32 nicht missen möchte. Leider ist es in Copa noch nicht möglich, Kollegen einen Termin in den Kalender einzutragen. Daher auf diesem Wege: Herr Reacher, schonmal an Spieltag 11 per Urlaubszug die A4 platzieren, damit da nichts schief geht.
Lusaka - Als wäre er immer noch weggewesen, wurde die Showtruppe des Eagle-Stars- Trainerimitators D. Abenteuer von den Lusaka Dynamos demontiert und mit einer saftigen Klatsche nach hause geschickt. Da blieb dem doch so wortgewandten Stars-Trainer glatt die Kolumne im Hals stecken.
Vermutlich, weil bereits das ein oder andere Zambezi ebendort wieder seinen Weg nach oben ans Tageslicht suchte. In der Tabelle hat den Dynamos der erwartet leichte Sieg allerdings nicht sonderlich weitergeholfen- noch immer rangiert man zwar vor dem Meister und Chambishi, aber dennoch -diese Konstellation lässt es bereits erahnen- mitten im Abstiegssumpf. An dieser Stelle schöne Grüße nach Villingen-Schwenningen.
... damit Mandelator wenigstens auf diesem Wege mal einen blauen Stern in Afrika holt. Und sich nicht doppelt grün und blau ärgert, dass die Arcadia Shepherds unter Platzhaltertrainer und Exilalgerier Vinnie Jones dieses Kuntstück schon zum zweitenmal vollbringen, während Mandelator sich im fernen Sambia mit abagebrannten Knepien, abgebrannten Kneipenbesitzern, Burn-Out-Syndromgeplagten Kolumnisten und Präsidenten und entzogenen WC-Lizenzen rumschlägt.
Trotz allem aber: Schön hier! Aber leider nur noch einen Spieltag lang, denn wie könnte es in einem Land schön sein, in dem Massai Uno Meister wird? Ähnliches hatte man zugegebenermaßen allerdings auch schon in den Vorjahren gedacht.
Lusaka - "Alles muss raus" - im Stile eines Orientteppichhändlers bestritten die Lusaka Dynamos die letzten Auswärtsspiele mit einer ausgefeilten "Doppelsechs"-Taktik, dank derer sie bis auf Platz 2 gespült wurden. Doch was ist dieser Erfolg wert? Nicht viel, da sind sich die Experten einig.
Zum einen wird er dadurch entwertet, dass man trotz Platz 2 immer noch hinter Massai Uno liegt. Also kann es kein Erfolg sein. Zum
anderen wird nichtmal dieser Platz 2 von Dauer sein, denn nun kommen die Rüffelmen ins Dynamos-Stadion. Und die wissen mal wieder nicht wohin mit ihrem angesparten TK. Was Rechenkünstler Lutscher damit anzustellen gedenkt, ist sonnenklar. Mandelator denkt noch über die Beantragung einer Regeländerung nach, dass Rest-TK in die nächste Saison mitgenommen werden kann. Sollte das nicht per Eilentscheid durchgehen, sieht es duster aus für die Dynamos.
Lusaka - Stolz wie Oskar tritt Lusaka Dymanos- Coach Mandelator vor die Mikrofone der Welt... naja, der Reporter der lokalen Schülerzeitungen. "Alles richtig gemacht" so sein Fazit des letzten Spieltags. "Wir haben den Meister enttrohnt! Wie in Sambia üblich, haben wir ihm eine ordentliche A6 eingeschenkt. Das wars mit der Titelverteidigung der Eagle Stars. Wäre ja auch noch schöner."
Leise Unruhe im Publikum und im Stab des Dynamos-Trainers, dessen Assistentin ihm unauffällig etwas ins Ohr zu flüstern versucht.
"Oh, äh...hihi, ich höre gerade, dass die Eagle Stars
angeblich gar nicht der amtierende Meister sind?" so Mandelator daraufhin leicht betreten (aber nichtsdestotrotz mit festgemeißeltem Grinsen über beide Ohren). "Also das tut mir jetzt wirklich leid, das war dann eine dumme Verwechslung. Die Eagle Stars waren schon so lange an der Tabellenspitze, dass ich dachte, das reicht bis in die vergangene Saison zurück. Ähm... naja, Kollateralschäden gibts halt immer wieder mal, wo gehobelt wird, fallen Späne und überhaupt: Hauptsache wir stehen auf Platz 3. Dem Abenteuer schicke ich als Trost sechs Flaschen Portwein, dann ist das auch bestimmt wieder gut."
Lusaka - Alles Scheiße in Sambia? Hört man sich im Land so um, hört man nicht viel, wie der geschätzte Kollege Massai Due richtig feststellt. Präsident, Titelverteidiger, VIP-Lounge-Adabeis, Kolumnisten: Alle sind untergetaucht. Doch nur wo? Im WC-Bereich der Lutschers Lounge sind sie jedenfalls nicht.
Dort sitzt nämlich der Namensgeber Lutscher mit seinem, nicht nur entfernt an eine rosa Elefantendame erinnernden,
Allerwertesten und blockiert sowohl die Schüsseln als auch Mandelators Geschäft mit seinen Geschäften. Fällt auch Mandelator eigentlich nichts anderes mehr ein, als auf die Fäkaldrüse zu drücken, um kurz vor Feierabend noch schäbige 0,3 TK zu erschummeln, die er sowieso nicht sinnvoll einsetzt? Tief ist es gefallen, das ehemals stolze Sambia. Wird Zeit, über einen Tapetenwechsel nachzudenken. Ein Wurstmuster wäre doch mal schön.
Lusaka- Eine große Müdigkeit greift um sich in Sambia. Unter dem tatenlosen Präsidenten Kim Jong Il-Grabowski, der sich schweigend in seinem Palast verschanzt, ist das soziale Leben im einstigen Renommierland Afrikas zum Stillstand gekommen. Doch wie sollte es auch anders sein in einem Land, in dem nacheinander Extreme Enigma und Jack Reacher Meistertitel einfahren.
Oder hat das beredte Schweigen andere Gründe? Man munkelt, die Ratingagenturen wären schuld, sie hätten dem Land die Müdigkeit gebracht, mittels der CC-Fliege. Auch Lusaka Dynamos-Coach Mandelator ist des Kämpfens um seinen angestammten Platz an der Kassentheke des WC-Bereichs der Ex-Lulo müde. Nur schnell 500 Zeichen und danachchhrrrrr...