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COPA NEWS

Neue Besen kehren gut
Als voller Erfolg stellt sich der Trainerwechsel bei Ramplas Juniors heraus: Seit der Amtsübernahme des neuen Coaches Prenzlauerbergo (von manchen Kollegen auch bezeichnet als 'der Unaussprechliche') hat das Team aus Montevideo eine unglaubliche Erfolgsserie hingelegt: 3 Spiele, 9 Punkte, von Platz 11 auf 3, dazu zwei Siege in der Copa Libertadores. Angesprochen auf das Erfolgsrezept, gab Präsident Jose Maria Ramplas freudestrahlend kund: "Ganz einfach, ohne Trainer klappts wie am Schnürchen. Der neue Coach ward bislang

noch nicht in der Nähe des Stadions gesehen - erst war er ja irrtümlich in Barcelona, dann an der Anfield Road und jedesmal haben wir mit erfrischendem Fussball ohne taktische Zwänge gewonnen. Unser Dolmetscher ist jetzt gerade dabei, ihm zu erklären, dass unser nächster Gegner Paysandu im tibetanischen Hochland angesiedelt ist. Gute Voraussetzungen also, um die Erfolgsserie fortzusetzen!"
03.03.2006 21:41 - Prenzlauerbergo - Rampla Juniors FC (Archiv)
Prenzlauerbergos Agent überfordert
Große Verwirrung besteht derzeit beim neu-uruguayischen Trainer Prenzlauerbergo. Zwar schaffte sein Team Ramplas Juniors mit einem 4:3-Auswärtssieg beim doch eher als leises Lüftchen auftretenden Huracán Buceo endlich die ersten Punkte der Saison, doch geschah dies ohne den neu aus Mexico verpflichteten Coach. Dieser wähnte seinen neuen Arbeitsplatz nicht in Urugay, sondern Katalonien. "Mein Agent hat mir doch was von den Ramblas und von Juniors erzählt - da dachte ich natürlich, ich wäre neuer F-Jugendtrainer beim FC Barcelona. Dass es auch einen Club namens Ramblas äh Ramplas Juniors gibt, konnte ich ja nicht

ahnen. Ich wusste ja bislang nichtmal, dass es ein Land namens Uruguay gibt!" Mittlerweile am Rio de la Plata eingetroffen, stellte sich die Lage auch nicht wirklich einfacher dar: Der Trainer ist schon wieder verschwunden, diesmal samt Mannschaft in Richtung England. "Na klar, weil wir spielen doch jetzt gegen den FC Liverpool!?" war der einzige Kommentar, der auf Höhe der Azoren über Satelliten-Telefon von Prenzlauerbergos Hochseeyacht empfangen werden konnte.
Wirklich warm mit Uruguay scheint der kauzige Coach also noch nicht geworden zu sein. Die Liga sollte sich schonmal Gedanken machen, wie viel Unterwanderung aus Mexico sie verträgt.
28.02.2006 16:37 - Prenzlauerbergo - Rampla Juniors FC (Archiv)
Adios Mexico
Das war zuviel: War Ex-Meister Santos Laguna schon zuvor in finsterste Tabellenregionen abgestürzt, platzte nach der peinlichen 1:2-Heimpleite gegen Cruz Azul dem Präsidenten endgültig der Kragen. "Ich will diese Pfeife hier nie mehr sehen!" waren die letzten Worte, die Coach Prenzlauerbergo von Torreon zu hören bekam, bevor er in einen Sack gesteckt und in den Gepäckraum eines Überlandbusses nach Uruguay gebracht wurde.

Zwar durfte er noch eine Presserklärung abgeben ("Ich bedanke mich bei allen Kollegen in Mexico für zwei unterhaltsame Jahre und wünsche allen viel Glück weiterhin. Ich gehe nicht gerne, aber ich hatte aber einfach ein Angebot von Ramplas Juniors, das ich nicht ausschlagen konnte."). Es dürfte aber klar sein, dass es sich bei diesem angeblichen Posten höchstens um die Platzwart- Assistentenstelle der Uruguayer handeln kann.
17.02.2006 17:10 - Prenzlauerbergo - Rampla Juniors FC (Archiv)
Entsetzen in Uruguay- Menotti durch Prenzlauerbergo ersetzt!
Blankes Entsetzen bestimmt die Straßen von Montevideo: Die Ramplas Juniors, amtierender Copa Libertadores-Sieger, sind ohne Punkt auf dem vorletzten Platz gelandet. Doch nicht das ist es, was zu Massendemonstrationen und rituellen Selbstkasteiungen auf den Plätzen der Hauptstadt Anlass gibt, sondern die überraschend schnelle Reaktion des Präsidiums auf den Absturz. Nach nur 2 Wochen im Amt wurde Coach Menotti entlassen und als Nachfolger der Trainer Prenzlauerbergo aus Mexico benannt. "Wir hatten Diego, dann Menotti - und jetzt Prenzlauerbergo! Wer um Himmels Willen hat sich das ausgedacht? Unser Präsidium muss unter entsetzlichen Drogen

stehen!" so ein entsetzter Fan.
In der Tat fragt man sich, warum ausgerechnet dieser Prenzlauerbergo ausgewählt wurde - der Trainer des Vereins, den man in der letztjährigen Copa Libertadores noch locker und ohne Gegenwehr ausschaltete. "Es kann nur zwei Gründe für diesen Wahnsinn geben", so ein Experte. "Ramplas ist pleite und kann sich keinen echten Trainer leisten, oder man hat halt jemanden gesucht (und gefunden), der sich in diesen für die Juniors unbekannten Tabellenregionen auskennt." In der Tat- die untere Tabellenhälfte ist Prenzlauerbergos Revier. Gute Nachrichten also zumindest für die Konkurrenz!
17.02.2006 17:05 - Prenzlauerbergo - Rampla Juniors FC (Archiv)
Wo ist Santos?
Ganz unten in der Tabelle lautet die korrekte Antwort- auch Coach Prenzlauerbergo musste erst längere Zeit suchen, um seine erfolgsverwöhnte Truppe in der Tabelle zu finden. "Und das nicht nur, weil ich ja Analphabet bin, sondern vor allem weil wir so weit unten stehen" gab er auf der ersten Pressekonferenz der Saison preis. Nach einer 1:4-Klatsche bei Pachuca und einem hingewürgten

1:0-Heimsieg gegen die Jaguares lautet jetzt in Torreon die Devise "nach oben arbeiten". Während Assistenztrainer Friedrichshaino daraufhin prompt ans Kopfballpendel bat, schaut Prenzlauerbergo bereits nach vorne: "Die fast-Absteiger Saltillo und Aufsteiger Cruz Azul kommen uns jetzt gerade recht um das gerade zu biegen. Mal sehen, ob die nicht eher mit dem roten Kreuz wieder heimfahren."
14.02.2006 21:00 - Prenzlauerbergo - Santos Laguna (Archiv)
Immer Ärger mit den Nordeuropäern!
Auch in Torreon dämmert langsam die 20. Saison herauf. Nach der um Längen verpassten Titelverteidigung musste diesmal, im Gegensatz zur letzten Saison, das Trainingsgelände nicht von tonnenweise Altglas und sonstigen Hinterlassenschaften wilder Gelage gereinigt werden, so dass der Trainingauftakt von Club Santos Laguna ausnahmsweise mal pünktlich begangen wurde. Lediglich die Europäischen Legionäre des Clubs fehlten wie üblich nach der Winterpause – „Zu heiss“ sei es in Mexico, ließen die skandinavischen Außenverteidiger

Smöre und Bröd übermitteln, und dass sie noch ein paar Tage unter der schwedischen Schneedecke verbringen müssten. Immer noch da ist trotz anderslautender Ankündigungen jedoch Coach Prenzlauerbergo, dessen angekündigter Wechsel zu einem „südamerikanischen Spitzenverein“ erwartungsgemäß eine Zeitungsente war. „Jetzt werde ich mich wieder zu 100% Santos Laguna widmen“, so der Coach kurz angebunden zu diesem Thema. Vermutlich ist genau das der Grund, warum einige Spieler es vorzogen, noch etwas dem Training fern zu bleiben.
07.02.2006 11:03 - Prenzlauerbergo - Santos Laguna (Archiv)


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