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COPA NEWS

"Ich wünschte, er würde auf den Schienen bleiben"

Soweit der Kommentar Bernd W.'s zu dem gekauften Führerschein von Erz-Eisenbahner qbat.

In Anlehnung an die RoLa (Rollende Landstrasse), wo der Verkehr von der Strasse auf die Schiene verlegt wird, meinte W.: Was soll das denn für eine Scheisse sein: Verlagerung des Schienenverkehrs auf die Strasse, genannt QBAT? Querulierende BahnTrasse oder was?
Er sollte das Autofahren andern überlassen und auf seiner Draisine weiterhin die hechelnden Auf-und Abbewegungen machen, die ihn berühmt gemacht hatten. Ich will ihm jedenfalls auf der Straße nicht

begegnen."

Auch zeigte sich W. besorgt um Serbien: "In einem Land, wo einer mit 32 schon den Führerschein "machen" darf, ist eine Rebellion nicht mehr weit. Ich sage, es riecht nach Umstrurz, wenn Qbat in seinem Smart-Cabrio mit "Jesus Liebt Dich"-Pickerl vorfährt. Ich rechne in absehbarer Zeit mit einem Zusammenbruch der alten Ordnung, wie sie seit Saisonen Bestand hatte. Bereiten Sie sich auf das Schlimmste vor!"
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Der Don war besorgt. Sein Neffe hatte die Wahrheit gesprochen: Kein Stein bleibt auf dem anderen zum Ende dieser Saison...
02.12.2010 17:38 - Bernd - Roter Stern Belgrad (0.3 TK)
 
Roter Stern-Quelle STILL

W. geht in sich. Irgendetwas ist tatsächlich falsch gelaufen in den letzten Wochen. “Heisst wie ein Eissalon” ist vom Indianer-Nebendarsteller zum Marktführer-Mineralwasser geworden, während Häuptling “Ruhiger Wolf” zu einem abgestandenen Glas “Roter Stern STILL” geworden ist. Das stösst auf wie ein Doppelliter Jugopterol CON GAS.

Etwas eingefallen und depressiv von zu wenig Alkohol sitzt der ehemals aufgedrehte W. also in einer heruntergekommenen Bar in Novi Beograd und denkt nach, wie’s weitergehen soll. Beim Don zu Kreuze kriechen nur wegen der Druga-Liga? Nein, er hat immerhin seinen Stolz. Er war Meister, Serienmeister, Vizemeister, Pausenligameister, Championsleague-Finalist und was sonst noch alles. Der Don kann doch nicht glauben, dass W. einer von seinen

Bütteln ist. Der Arschkriecher von Consigliere, der Typ von der Partizanenfamilie, der plötzlich einen auf freundlich macht, oder gar der schmalzige Turbo-Folk-Sänger, der dauernd auf Fishing for Thank-You’s unterwegs ist?

Nein, der W. wird es allen zeigen, dass er es noch immer drauf hat. Anscheissen werden sie sich wieder vor ihm. Und “Super W., du bist echt der Grösste!” werden sie wieder zu ihm sagen. Und dann werden sie mit ihm wieder auf ein Schnitzel gehen wollen. Aber dann wird der W. schon in…
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Epilog:

Wir lassen es uns nicht nehmen, darauf hinzuweisen, dass pellegrini in Wirklichkeit San Pellegrino heisst. Und wer schon einmal das Etikett von San Pellegrino gesehen hat, der weiss, was vorne drauf ist...also: Roter Stern wird Meister !
24.11.2010 15:33 - Bernd - Roter Stern Belgrad (0.3 TK)
 
Glückwunsch, Barisic !
Bernd W. weiss nicht, warum der unsägliche Trainer von Obilic ihn dauernd mit seiner Dankes-Erwartungshaltung stalkt. Wofür soll sich Bernd bedanken bei Barisic: vielleicht für die unmotivierte Auswärts-6 in der letzten Saison, die dem Roten Stern fast den Titel gekostet hat? Oder etwa für den grossen weissen Spritzwein, zu dem Barisic W. nicht eingeladen hat? Oder etwa

dafür, dass Barisic letztens seine Schnitzlreste (heisst panierte Fettrandeln) dem W. als Dessert angeboten hat?
Nein, einen Dank wird Barisic von W. nicht erfahren. Aber eine Gratulation darf Barisic von W. entgegennehmen: Wie man über 2 Ecken erfahren hat, darf der Barisic seit kurzem elterliche Pflichten übernehmen. Dazu Herzliche Glückwünsche vom Roten Stern !
18.11.2010 17:53 - Bernd - Roter Stern Belgrad (0.0 TK)
 
Die zweithärteste Liga der Welt
Während sich pellegrini und Jan Age im HTML-Formattieren üben, Barisic wieder einmal eine gute Ausgangsposition verscheisst, und sich geerotto mit ganzen 37 Gegentoren über den sicheren Nichtabstieg freuen kann, lasst uns doch einen Blick über die Grenzen werfen. Ziel unseres Rundumschweifens ist ein Land, in dem der Name Bernd W. noch von einem gewissen Glanz umgeben ist, wo fenris einen Traditionsverein trainiert, und wo TC Cupsieger ist (ohne Scheiß!). Wir spechen vom Land am Rio de la Plata: Argentinien.

Man möchte es nicht glauben, aber im Land von Diego Maradona und Evita Peron, hat sich die alte serbische Ordnung erhalten - sie wurde quasi über den grossen Teich gerettet. Denn während zu Hause am Balkan Bernd W. ein Loser geworden ist, der in einem Atemzug mit qbat genannt wird, hat sich in Argentinien ein Hauch von dem Serbien erhalten, das W. so liebt: er darf vorne mitspielen und sein ärgster Widersacher ist der schiache fenris. Nur ein Punktelieferant wie z.B. "Partizan Buenos Aires" fehlt irgendwie als Aufputz…

Ja, Argentinien war schon immer ein Einwanderungsland, und von

Mafiosi über Kommunisten bis hin zu Nationalsozialisten waren dort schon immer alle willkommen. Also, warum nicht auch Serben?

Kann W. also die serbische Realität verdrängen, die da heisst: “die Drugs – sie warten nur auf dich, mit einem Lächeln im Gesicht… “ und in Gedanken nach Südamerika abschweifen, um sich wie ein Sieger vorzukommen?
Kann W. gar seinen hässlichen Kopf noch aus der vielzitierten Schlinge ziehen?
Oder muss W. den Gang in die Druga antreten. Druga: das heisst kaputte Typen wie Java Jim, Big Geez, oder lauterntom, die dort schon auf den Arsch von W. warten. Von Hannes Hackstock oder Padding Lutscher ganz zu schweigen...
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Der Consigliere hoffte, dass der Don den Scheissdreck liest, den der Neffe schon wieder veröffentlicht hatte: Selbstbeweihräucherung in höchstem Ausmaße. Statt demütig seine Niederlage anzuerkennen, musste dieser Vollidiot seinen Drang, sich zu produzieren, immer wieder ausleben.
"Wie erbärmlich er doch ist" , dachte der Consigliere bei sich. Und zugleich wusste er, dass genau diese Erbärmlichkeit von W. seine eigene Chance war.
17.11.2010 22:19 - Bernd - Roter Stern Belgrad (0.3 TK)
 
Gli Amici del W.

"Wer war das?" fragte der Consigliere den Doppelgänger des Don.
"Einer von einer anderen Familie, der sich das Wohlwollen des Don erschleichen wollte. Es scheint, er wolle den Platz von W. einnehmen. Möchte, dass der Don ihn nächstes Jahr, während W. in der Druga schmachtet, zum Meister, Championsleaguesieger, und Awardgewinner macht."
"Frechheit" meinte der Consigliere, "und noch dazu weiß der Typ gar nicht, was für ein Glück er hatte. Wenn er dem

echten Don gegenüber gesessen wäre, hätte dieser mit ihm kurzen Prozeß gemacht".

Dann öffneten der Doppelgänger des Don und der Consigliere eine Flasche Nero d'Avola und aßen dazu das Kamelschnitzel, das der Typ von der anderen Familie gebracht hatte. Und während Sie schmatzten und einander zuprosteten, dachten sie beide dasselbe: "Wer weiß, ob der Idiot W. jemals wieder zurück kommt. Vielleicht sollte besser ich selbst das Team des Don übernehmen."
11.11.2010 21:59 - Bernd - Roter Stern Belgrad (0.3 TK)
 
geerotto schlaeft
W. ist locker. Geerotto meldet sich nicht. keine Antwort per Telefon, kein Antwort-SMS, keine Lesebestätigung seiner emails. Auf Urlaub ist er auch nicht, sofern man den letzten Meldungen des Eisenbahners trauen darf, Das alles kan also nur eines heissen: geerotto schläft, verschläft das Neue Jahr, verschläft die neue Saison, verschläft sein Spiel gegen Roter Stern Belgrad. Und diese copaeske Ignoranz des Stahlkochers kommt dem W. ganz gelegen. Denn W. weiss, was er zu tun hat. Billig, elegant, schön, ausgekocht, listig, man kann es nennen, wie man will, es wird ein Saisonstart so schön wie schon lange nicht. IN diesem Sinne einen Guten Rutschovic an die gesamte Belegschaft der ehrenwerten Gesellschaft der Prva Savezna.
31.12.2010 15:02 - Bernd - Roter Stern Belgrad (0.3 TK)
 
Schwierige Zeiten
UNglaublich schwierigen Zeiten sieht sich Bernd W. entgegen. Diese Woche steht Meister und Abstiegskandidat Nummer 1, wenn man Umfragen trauen kann, zwei schwierigen Gegnern gegenüber: Obilic Belgrad, das Team, das momentan den besten Fussball spielt, dessen Trainer aber immer erst per SMS von seinem Freund fenris erinnert werden muss, dass er doch auf der Bank Platz nimmt. Und Buducnost Prodgorica, Angstgegner des Roten Sterns, da W. noch nie das Strandbrunzorakel von Mitsch Bukkake richtig deuten konnte.

[ i] Was für eine blamable Presseaussendung. W. will wohl wirklich, dass er vor aller Welt sein Gesicht verliert. Der Don war mittlerweile nicht mehr verärgert darüber, denn er würde seinen Neffen wieder unter seine Fittiche nehmen.
05.11.2010 12:43 - Bernd - Roter Stern Belgrad (0.3 TK)
 
Drug (serb.): der Freund
“Sie haben W. angeschossen!” Der Consigliere war selbst mehr als aufgebracht, als er die Nachricht dem Don überbrachte.
“Wer schießt auf meinen Neffen?” fragte der Don, und der Consigliere gab ihm den Namen des Schützen: Es war ein Niemand, ein Belangloser. Einer, dessen Dasein sich in Wurschtigkeit manifestiert hatte. Ein Mittelständler, dessen Name für den Titelkampf zu schwach, und für den Abstiegskampf zu unwichtig ist.

Die ganze Sache kam dem Don gelegen. Denn tief in seinem Innersten hatte er seinem Neffen bereits verziehen. Doch so sehr ihn der Don auch liebte, sollte der undankbare Neffe seiner Bestrafung nicht so ohne Weiteres entkommen. Er würde W. helfen. Einige

Zeit abseits vom Schußfeld würden den Kleinen wieder zur Besinnung bringen. Die “Liga der Freunde” wäre dafür genau das Richtige. “Ich wette, ihm schlottern schon so richtig die Knie beim Gedanken an die Druga” dachte der Don bei sich, seine Lippen von einem grausamen Lächeln umspielt. Und damit es nicht ganz so schlimm wird für W., würde ihm der Don den Championsleague-Titel zum Abstieg schenken. Doch das würde der Don davon abhängig machen, wie sich W. die nächste Zeit verhält.

Und was geschah mit dem Schützen? Der Don liess nicht durchblicken, was er mit ihm vor hatte, aber er wird wohl am eigenen Leib erfahren, wie sich ein wirklicher Patenzug anfühlt.
25.10.2010 10:23 - Bernd - Roter Stern Belgrad (0.3 TK)
 
“Ein Typ wie Barisic würde bei Roter Stern die Bälle aufpumpen”

Eine Respektlosigkeit ungeahnten Ausmasses fand kürzlich in einer nicht näher bezeichneten Runde von SM-Granden statt. Wer bei dieser Entgleisung zugegen war, worum es genau ging und wo sie stattfand (angeblich spricht man von einem simplen email-Verkehr), ist nicht bekannt. Böse Zungen behaupten, der belanglose Trainer Barisic, in einschlägigen Zirkeln nur “Maierhofer” genannt, hätte als zufälliger Tabellenführer eine ihm nicht

zustehende Ehrerbierung verlangt. Offenbar hat der erste Tabellenplatz bei Barisic, der in der SM noch NICHTS GELEISTET hat, eine Art Grössenwahn verursacht hat. Sein Pech war nur, dass er sich diese Unglaublichkeit in Gegenwart von fünf SM-Meistern geleistet hat.

Was Barisic nun erwartet, weiß man nicht, doch die Redaktion vermutet, er wird erstmals die drei Pfeiler der SM neu erlernen müssen: Respekt. Schweigepflicht. Rache (gibt es nicht).
19.10.2010 10:42 - Bernd - Roter Stern Belgrad (0.3 TK)
 
Versteckspiel

Roter Stern Belgrad hat als Meister der serbisch-montenegrinischen Liga bisher enttäuscht futschleckn. Seit dem ersten Spieltag befinden sich die Belgrader am letzten Platz der Tabelle oaschfickn und Spieltag für Spieltag konnten sich die Belgrader nicht steigern beidllutschen. Nun, am letzten Spieltag ficken konnte Roter Stern die rote Laterne endlich an Hajduk kurac Belgrad abgeben. Die Rückrunde verspricht spannend zu werden saubeidl, sowohl was den Abstiegskampf, sowie den Kampf um die Meisterschale betrifft

sauhua. Prognosen sind schwierig futkanister, es wird empfohlen, auf das Wachstum der Radieschen zu achten. Daraus konnte man schon viel lernen hurnkinda in der Zeit der Herbstmeisterschaften.

“Ihr Neffe ist vom letzten Platz weggekommen” wollte der Consigliere den Don besänftigen. Doch er wusste sofort, dass er einen Fehler gemacht hatte, den Namen des in Ungnade gefallenen zu nennen. Der Don war seit Wochen unansprechbar, der Consigliere war ratlos. Immerhin war W. der verdammte Lieblingsneffe…
13.10.2010 17:12 - Bernd - Roter Stern Belgrad (0.3 TK)
 
Bernd W. besucht den Borac Cacak-Fanshop und geht dann speiben

W. war in der Provinz gelandet, denn das Pflaster in der Hauptstadt war ihm zu heiss geworden. Hier sollte W. sicher sein, plante er doch, sich wie die Einheimischen zu kleiden. Also wollte er sich ein für die Gegend typisches Kapuzengewand kaufen. So würden ihn die Häscher des Don niemals finden.
W. trat also ein in einen Shop, von dem er dachte, hier sei er richtig. Doch der Schwerpunkt des Sortiments war hier offensichtlich anders gelagert. W. sah sich erst mal um:


Fenris-Biographie: „Mei potschertes Leb’n“: Verlag Cacker, 600 Seiten, gebunden

Fenris-Biographie: „Meine grössten Erfolge“ : Verlag Cacker, erhältlich auf einem Post-It.

Kondom „Fenris“ : Designed nach dem realen Vorbild des Namensgebers. Leider ausverkauft, da die gesamte Charge nach China und Japan exportiert und dort ein grosser Verkaufsschlager war.

Pager „Obilic“ : sendet Erinnerungs-Nachricht „Zugabgabe nicht vergessen“ an 12 von 14 ZATs an deinen

befreundeten Trainerkollegen.

Computerspiel „Red Dead Redemption“ : Indianerabschiessen in der virtuellen Welt, wenn’s in der realen nicht funktionert hat.

Heckstrahler „Rote Laterne“ : momentan ausverkauft. Restposten noch bei der Konkurrenz erhältlich (z.B. Roter-Stern-Butik)

Schlammpackung „Borac“: Leidest du an Verspannung, weil du wieder mal den 1. Platz verpasst hast? Löse deine Probleme mit einem Moorbad! Einfach die ganze Schlammpackung in eine Badewanne leeren und dann den Konkurrenten reinstossen. Packungsgrösse reicht für eine Saison.

Blauer Stern Modell „Roter Stern“ : Gibt es hier nicht, hat es hier nie gegeben, wird es hier auch nie geben.
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Angesichts solcher Geschmacklosigkeiten wandte sich W. mit Grausen ab und beschloss, wieder nach Belgrad zurückzukehren. Die ganze Scheiße, die ihn zu Hause erwarten sollte war ihm allemal noch lieber als das verabscheuungswürdige Hinterwäldlertum hier draussen in der Provinz von Cacak.
02.10.2010 10:28 - Bernd - Roter Stern Belgrad (0.3 TK)
 
Die Liebe in Zeiten der Roten Laterne
W. war untergetaucht. Die Caporegimi des Don hatten schon ihre Häscher ausgeschickt. Wie konnte ihm das bloss passieren? Er, der Lieblingsneffe, der der Familie ihren Namen wieder gegeben hatte, indem er mit dem Roten Stern alles gewann, was es zu gewinnen gab, sollte verspielt haben? Wie konnte der Don so kleinlich sein, wegen eines läppischen Interviews? Alle geben heutzutage Interviews und reden Mist im TV. W’s Interview war wenigstens profund und von fussballerischem Fachwissen. Mannchmal war der Don wirklich ein altmodischer “Moustache-Pete”...
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Dragica wollte ihr Etablissment gerade schliessen, es war halb sieben Uhr morgens, als er da stand: hässliches Gesicht, beginnende Glatze

und olivgrüne Crocs. Dem eingetrockneten Grind um seinen Mund nach zu schliessen hatte er als letztes wohl Topfenpalatschinken gegessen.
Dragica wollte den kaputten Typen mit freundlichen, aber klaren Worten (“Schleich di, Oida!”) wegstampern, als sie in sein Gesicht blickte: Sie schaute ihn eine halbe Minute lang an, bis sie endlich sagte:
“Du jetzt wach i auf: Der Stoffl,
der zehn Häuser weiterg'wohnt hat in der Gassen!”
Dann zwinkerte sie ihm zu wie vor 15 Jahr',
sie sagt: “Na, wie geht's da, mei Stoffl, nach Jahr,
du hast a schon lang nix mehr vo dir hör’n lassen…”

F. nickte nur, ja sehr lang, ja viel zu lang...
29.09.2010 11:09 - Bernd - Roter Stern Belgrad (0.3 TK)
 
Der erste volle Erfolg

Nach einem unglücklichen Saisonstart konnte der Meister der serbisch-montenegrinischen Liga, Roter Stern Belgrad, an diesem ZAT endlich den ersten vollen Erfolg einfahren: 5:2 gegen Buducnost Podgorica.

Trainer Bernd W. im Interview nach dem Spiel:
“Ich bin überglücklich über diesen Erfolg. Der total missratene Saisonstart hat an unser aller Nerven gezerrt. Gut, dass es gegen Vizemeister und den Dritten schwer würde, haben wir gewusst. Und das 6:6 im ersten Spiel war eingeplant, doch die totale Pleite gegen den Vierten und Fünften hat uns schon sehr zurück geworfen. Aber es zeigt einfach nur, wie stark die Liga in Wirklichkeit ist. Wir haben das immer gewusst, nur ist uns dieses Wissen in einem kurzen Moment des Überfliegerseinwollens abhanden gekommen. Aber wir haben uns in die Berge zurückgezogen und mit der Mannschaft, vor allem den jungen Spielern, Teambuilding betrieben. Die Ruhe haben wir gebraucht, um zu erkennen: Da hat sich eine gewisse Überheblichkeit eingeschlichen in die Mannschaft und wir haben geglaubt, es läuft sowieso alles für uns. Das ist nicht gut und da nehme ich mich selbst nicht aus. Aber seien Sie mal ehrlich, wer kann es den Jungs nach vier in Serie gewonnenen Meisterschaften verdenken, dass sie glaubten, unbesiegbar zu sein? Vor allem junge Spieler werden da zu Möchtegern-Überfliegern. Aber wir haben das eindringlich besprochen, und glauben Sie mir: der Dämpfer kam zur richtigen Zeit. Dass es nun gleich im ersten Spiel nach der Kasernierung geklappt hat, nehme ich als ein gutes Zeichen, nicht mehr und nicht weniger. Wir wissen,

dass nur beständiges Weiterarbeiten uns zum Ziel führen kann. Danke.”
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Das Gesicht des Don war weiss geworden vor Zorn. Und auch sein Consigliere war diesmal ratlos, zugleich war er sich der Gefahr der Situation bewusst:

Ausgerechnet sein Lieblingsneffe hat den Don verraten, und das in aller Öffentlichkeit: Ein Bruch der Omertá- Allerweltsgeschwafel in der Zeitung - die schlimmste Sünde der SM und ein Gesichtsverlust für die ganze Familie . Die Hände des Dons begannen zu zittern und sein Herz verspürte einen Stich bei dem Gedanken, was er für W. alles getan hatte.

Hatte dieser undankbare Bastard etwa vergessen, dass es der Don war, der ihn vor dem Abstieg in Schottland gerettet hat, indem er ihn nach Serbien geschleust hat? Dass er dem als Nichtsnutz geltenden W. sein Vertrauen geschenkt hat und ihm den schillerndsten Verein des ganzen Balkans verschafft hat, damit er den Namen der Familie wieder ins rechte Licht rückt?

Vizemeister, Dritter, Pausenligameister, drei Mal Erster, Championsleaguefinale, Copa-Awards,…alles hat der Don für W. gemacht, alles…das einzige Missgeschick war die Sache mit dem Schlammloch, doch dafür hatte der alte Consigliere bezahlt...

Zum ersten Mal in seinem Leben wusste der Don nicht, was er tun sollte, denn die Liebe zu seinem Neffen hinderte ihn noch daran, das Notwendige, das übliche in so einem Fall, anzuordnen. Und auch der Consigliere hielt sich zurück, wusste er doch, dass das einzig richtige diesmal das falsche sein könnte. Für W., und auch für ihn selbst…

22.09.2010 12:57 - Bernd - Roter Stern Belgrad (0.3 TK)
 
Der SM-Runner


Diesen peinlichen Beinamen hat er sich gegeben. Und während er selbst sich immer mit seinem selbst gegebenen Attribut bezeichnet, erntet er hinter seinem Rücken nur Hohn und Spott. Er will die Gipfel in Rekordschnelle stürmen, und noch bevor er ganz oben ist, schiesst er Gipfelfotos von sich selbst. Nur leider im entlarvenden Winkel, ganz in Sky-Runner-Manier eines Christian Stangl. Doch in seiner Mammut-Jacke fühlt er sich unbezwingbar. Und sein Orange-Handy ist das Fenster zu seiner visualisierten Welt. Die „16-Summits“ der Prva Savezna will er als erster bezwingen mangels anderer Herausforderungen, denen er sich stellen kann, oder vielmehr: die er erreichen

könnte. Daher muss er sich neue Ziele erfinden, mit denen er sich schmücken kann: „Gegentorrekord“, „Liebling der Götter“, oder eben die „16-Summits der Prva Savezna“. Wie peinlich das Ganze ist, wird ihm von seinem Personal-Coach ausgeredet. Er schwärmt von längst vergangenen Erfolgen, von Frauen, die er niemals hatte, und vom K2, den er ganz allein und über die lebensgefährlich verschlammte Südwand, bezwungen haben will. Seine Welt hat er sich visualisiert. Das hat er in einem Selbstfindungs-Seminar mit Andreas Berger und Bernhard Kohl gelernt. Die haben ihm auch eingeredet, er bräuchte diesen bescheuerten Markennamen.
11.09.2010 08:25 - Bernd - Roter Stern Belgrad (0.3 TK)
 
Willkommen

Er war froh, wieder zu Hause zu sein. Er ist einfach kein Urlaubs-Mensch. Sonne, Sand und Meer, das ist einfach nicht seine Welt. Er ist zu Hause in der Halbwelt, da wo sich kleine Ganoven wegen einer verlorenen Pokerpartie das Messer in die Seite rammen, dort wo manchmal auch 17+5 ein Black Jack ist, wenn es dir das Leben rettet. Seine Freundin weiss von all dem nichts, und das soll auch so bleiben, denn er will, dass sie glückich ist. Nein, er ist kein schlechter Mensch, er kann nur bei dem "normalen Leben" der anderen nicht mitmachen. Und dazu zählt auch „Urlaubmachen“. Aber jetzt war er wieder

zu Hause, saß noch in seinem Wagen, um die Quoten für’s Wochenende zu checken, während seine Freundin das Gepäck hinauftrug. Plötzlich ein schriller Schrei aus dem Stiegenhaus. Er sprang auf, zückte sein Messer und stürmte ins Haus. Dort stand sie, kreidebleich, und ihr Blick haftete auf der Fussmatte. Und was dort zu sehen war, kam einem Horrorfilm gleich: Dort lag der abgehackte Kopf eines Zebras, in seinen Augen steckten zwei Bleistiftstümpfe, und das eingetrocknete Blut hatte die Worte „Willkommen“ unlesbar gemacht.
Er wusste, er war wieder zu Hause.

08.09.2010 09:52 - Bernd - Roter Stern Belgrad (0.3 TK)
 
Unsere Sache

Java Jim war verzweifelt. Seine nordische Bande, von der er gedacht hatte, sie sei wie eine Familie für ihn, hatte ihm übel mitgespielt. Von Rufmord und übler Nachrede war da die Rede. Doch Java Jims Verzweiflung währte nur kurz. Er war schon zu lange im Geschäft, um einer untreu gewordenen Bande seine Ehre zu erbieten. Er wusste, was zu tun war, an wen er sich wenden würde: Er würde die ehrenwerte Gesellschaft der Prva Savezna, die SM, um Aufnahme bitten...
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Die ehrenwerte Gesellschaft der Prva Savezna ist keine Liga im eigentlichen Sinn.Hier geht es um mehr, als bloss einen Titel zu erringen. In der SM zu sein heisst, dass Du Dir in jedem Moment deines Lebens bewusst bist, dass du SMler bist.
Ob du in der Prva Savezna spielst oder in der Druga Liga, die SM ist deine Familie. Wenn du international spielst, spielst du für die SM. Wenn du einen Satz in der Zeitung schreibst, schreibt ihn auch immer die Familie mit. Ob du am Abend alleine dein Bier trinkst oder mit Freunden durch die Strassen ziehst, du wirst immer ein SMler sein und dich danach verhalten. Wenn du isst, wenn du trinkst, wenn du schläfst, ja sogar wenn du mit einer Frau ins Bett gehst, wirst du stets die SM im Kopf haben.
Denn wenn du in der SM spielst, ist dir eines bewusst: das ist Unsere Sache.

Die SM begründet sich auf drei Pfeilern, die ihre ehrenwerten Mitglieder im Blut haben: Rispetto, Omertá, Vendetta - oder auf serbisch:
Respektovic – Omertácevic – Vendettac.

Der erste und wichtigste Pfeiler der SM ist der Respekt. Sie SM verlangt Respekt vor deinem Gegner, vor der Liga und vor dir selbst. Der gegenseitige Respekt ist der Schlüssel für den Erfolg der SM - dafür, dass es keine dubiosen Mitspieler, Wendehälse, oder Verräter gibt. Wer keinen Respekt hat, der ist schnell wieder weg und sollte besser nie wieder kommen.
Eine Chance wird jedem gegeben, eine zweite nicht. Und auch ein Fehler wird jedem verziehen, ein zweiter nicht.

Der zweite Pfeiler der SM ist die Schweigepflicht - die Omertá:
Die Schweigeplicht der SM bezieht sich auf deine Ergebnisse: Vermeide, darüber zu sprechen oder - noch schlimmer - zu schreiben. Wenn du einen Gegner

auswärts 1:2 oder 3:4 besiegt hast, dann prahle nicht in der Zeitung damit herum. Erweise dem Besiegten den Respekt, den er verdient. Jeder wird das Ergebnis lesen und dich dafür respektieren oder dir sogar seine Aufwartung machen, doch wenn du deinen Mund nicht halten kannst wie ein Waschweib, verlierst du als erstes deinen Respekt und am Ende alles.
Weiters sollst du schweigen darüber, gegen wen du spielst oder gespielt hast, über Mannschaftsaufstellungen, Trainingseinheiten, Taktiken, Stadionausbauten und all diesen Schwachsinn. Nur der Capo-Kolumnista schreibt in der SM über diese Dinge. Ein altes Sprichwort aus der SM besagt: Wer schreibt und dabei schweigt, wird Meister - und was noch viel wichtiger ist: er lebt hundert Saisonen lang in Frieden.

Der dritte Pfeiler der SM ist die Vendetta - die Rache. Über sie ist zu sagen: ES GIBT SIE NICHT. Rache ist unvereinbar mit dem ersten Pfeiler des gegenseitigen Respekts. Rache in der SM gibt es nur in Verbindung mit Respekt: in deiner Vergeltung musst du dem Gegner den Respekt erweisen, den er verdient, oder unterlasse es, dich zu rächen. Ein Gegner verdient nur dann keinen Respekt, wenn er der SM gegenüber den Respekt versagt hat.

Wenn du diese drei Pfeiler berücksichtigst und danach lebst, bist du ein ehrenwertes Mitglied der SM-Gesellschaft und Deine Sache ist auch Unsere Sache. Es mögen dies altmodische Werte sein, die in der heutigen, nur auf schnellen Profit ausgerichteten Zeit merkwürdig klingen. Viele können vielleicht auch gar nicht verstehen, was damit gemeint ist, doch die halten sich der SM ohnehin besser fern. Denn wir, die wir Unserer Sache sicher sind, wissen, dass es diese drei Pfeiler sind, die garantieren, dass die SM überdauern wird.
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Java Jim fühlte sich gut. Er wurde in der SM aufgenommen. Der Empfang war sogar, ganz gegen seine Erwartungen - Alter Schwede ! - äusserst herzlich ausgefallen. Gleich fünf Capi (und nicht irgendwelche) hiessen ihn spontan willkommen und selbst der Capo-Kolumnista liess es sichnicht nehmen, im SM-Studio eine Willkommensnachricht zu verlautbaren. Natürlich startet Jimmy als Capo der Drugisten von Rad, so wie es sich gehört. Es scheint, der Junge hat begriffen, worum es geht…
02.09.2010 10:55 - Bernd - Roter Stern Belgrad (0.3 TK)
 


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