Fast alle spanischen Vertreter im europäischen Copa-Fußball sind weiter. Nun können alle Fußballfans weiter Racing Santander, Sporting Gijón, Real Valladolid und Real Sociedad in der Europa League sowie Real Zaragoza und Deportivo in der Champions-League die Daumen drücken. Diese Erfolge dürften das Tabellenbild im Bezug auf die internationalen Plätze in der kommenden Saison besser werden lassen. Heute gibt es leider nur 3 internationale Startplätze für Spanien, auf einem davon steht seit dem letzten ZAT das Team aus La Coruña. "Dies ist nur eine Momentaufnahme, denn bereits am nächsten ZAT stehen gleich 2 Auswärtsspiele
für uns an und selbst das einzige Heimspiel gilt als super schwer gegen ein Trainer-Uhrgestein", so Boussati vor dem ZAT. Dennoch bleibt La Coruña-Trainer zuversichtlich, schließlich soll der fünfte Heimsieg in Folge her: "Wir haben unsere Fans in all unseren bisherigen Heimpartien mit zahlreichen Toren verwöhnt (mindesten 3 Treffer pro Spiel, Anm. d. Red.) und warum soll sich das ändern?!"
Boussati ist sich sicher, dass gerade beim amtierenden Meister die Konzentration sehr hoch gehalten werden müsste, denn "gegen uns gibt man gerne 120%. Nur wir dürfen niemanden unterschätzen", dafür will der Coach des Tabellendritten sorgen.
Trainer X verlässt FC Barcelona
FC Barcelona verpflichtet Trainer Y
Trainer Y will gar nicht
FC Barcelona entlässt Trainer Y
FC Barcelona verpflichtet Trainer Z
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"Ja, leck mich doch am ...", regte sich Boussati auf und fragt sich: "Was ist mit dieser verfluchten Liga los? Die besten und etablierten gehen und Neulinge, die noch nie zuvor eine Mannschaft trainiert haben, dürfen am gleichen Tag, wie sie den Trainerschein erlangt haben das Zepter schwingen." Nach nur 2
ZAT's gab es bereits 10 Neuverpflichtungen bei 7 Mannschaften und 4 neue Trainer haben sich erst am Tag der Vertragsunterzeichnung bei Copa angemeldet.
Ein weiteres Ereignis, das die Trainerkollegen um Boussati beschäftigt ist der Verbleib des Herrn Denker, Trainers von Zaragoza, der seit dem Auftritt seiner Mannschaft in der CL in Frankfurt als vermisst gemeldet wird. Er fehlte überraschend in den letzten zwei Heimpartien in Zaragoza. Real schaffte noch nicht mal einen Treffer zu erzielen ohne seinen Fußballlehrer.
Saisonauftakt verpatzt, dennoch gibt sich Meistercoach mit dem ungewohnten zwölften Platz zufrieden. Sein Team hat in beiden Partien hohes Tempo geboten und zahlreiche vielversprechende Torchancen kreiert, aber da diese nicht genutzt werden konnten, gab es nur einen schmeichelhaften Sieg in La Coruña und eine Niederlage auswärts. Die Situation in der Offensive ließ den Plan in La Coruña reifen, sich
nach einem Weltklasse-Stürmer umzuschauen. Heute meldete der Verein den Wechsel des Torschützenkönigs der letzten Saison aus Santander zum amtierenden Meister als perfekt. Der isländische Alt-Internationale Habmal Torgoschosson ist bereits am kommenden ZAT spielberichtig. Mit Kukau Fleda, wechselt auch noch der beste Keeper der Primera División von Real Zaragoza zum Spitzenclub. Er soll die Abwehr stabilisieren.
Nach der gewonnenen Meisterschaft plant La Coruña bereits die ersten Einkäufe für den nächstjährigen Kader. Nachdem die Jungs ihre alten Schienbeinschoner nun bestimmt 3-4 Jahre getragen haben, ist es mal wieder Zeit für etwas Neues neben dem großen « M » in Klammern. Trainer Boussati hat derzeit nicht alle Hände voll zu tun. Es wird keine großen
Veränderungen geben, denn "wir sind in der glücklichen Lage, in der gleichen Liga bleiben und den alten Vereinsnamen und das gleiche Logo behalten zu dürfen. Die Position der technischen Leitung ist geklärt: Hier besteht null Diskussionspotenzial!", so der Coach, der allen Sachverständigen in der Primera División viel Glück und eine gelungene 29. Copa Saison wünscht.
Zum 4. Mal in der Copa - Vereinsgeschichte sicherte sich Deportivo La Coruña den nationalen Titel.
Rund 80000 Galizier haben am Wochenende in der Provinz A Coruña den Meistertitel von Depor gefeiert. Die rauschende Party begann am Samstagabend und zog sich bis in den Sonntagnachmittag hinein. Für Trainer und Team war anschließend immer noch nicht Feierabend, denn alle waren zur ultimativen Weinprobe bei Trainerkollegen Kimball eingeladen. Viele Ligatrainer waren in die Bodega vom
Rekordmeister gekommen und der frischgebackene Meistercoach, dem zuweilen Abwanderungsgedanken unterstellt werden, nutzte die Gelegenheit, um sich bei jedem einzelnen zu bedanken für die vielen netten Glückwünsche. Boussati bekräftigte, dass er der Primera División eine weitere Saison erhalten bleibt und bedauerte den Abgang von Danfire und Visca el Barça.
Nach Manuel Diez (1-mal) und Frank Dill (2-mal), war Boussati an der Reihe, den Meisertitel mit La Coruña zu erringen.
"Ein Kompliment an meine Mannschaft! Wer hätte gedacht, dass sie noch so eindrucksvoll zurückschlägt!", so die Worte von Boussati nach dem erfolgreichen letzten ZAT, der La Coruña den zweiten Rang in der Tabelle beschert hat. Allerdings glaubt er nicht weiter an Titelgewinn angesichts des schweren Restprogramms: "Gerade, wenn ich mir den Auftritt von Elche daheim gegen Gijón betrachte, entsteht bei mir der Eindruck, dass der Aufsteiger aus Alicante nochmal Gas gibt in seinem Heimspiel gegen uns, um Gijón einen Bärendienst zu erweisen. Das kuriose 0:1 in Martínez Valero war schon ein großer Service für WP61, noch eine Klatsche für La Coruña in Elche und dieser ist vollkommen", befürchtet Boussati.
Sicher ist auch: Aus eigener Kraft schafft es La Coruña nicht mehr, "wir können nur auf Schützenhilfe von Santander in Gijón hoffen, dessen Trainer ich ein herzliches Dankeschön und Kompliment für sein professionelles
Verhalten und seine netten Worte zuletzt aussprechen möchte… Er ist eine Bereicherung für die Liga. Danke Kimball!", fügte Boussati an.
Nach dem komischen Verlauf der 28. Saison in Spanien müssen die Galizier ja froh sein, wenn sie den zweiten Platz in der Tabelle verteidigen könnten.
« El Classico » zum Abschluss der Saison
Ganz Spanien schaut nach « El Classico » zwischen dem FC Barcelona und Real Madrid, einem Duell, das die Massen elektrisiert. Danfire wird die Primera División Richtung Irland verlassen, doch der Abschied wird ihn nicht daran Hindern können, sich für die berühmte peinliche Pleite im Santiago Bernabeu aus der 27. Saison zu rächen, aber "Vorsicht, Herr Clouseau ist mit allen katalanischen Wassern gewaschen!", warnte Boussati - Es gibt sicherlich einen spannenden Saisonabschluss.
"Allen Trainerkollegen einen schönen Endspurt und viel Glück beim Erreichen der Saisonziele!", wünscht Boussati.
Samino (Trainer in Griechenland) zu Boussati: „Du hast es echt verbockt in Spanien!“
„Du aber auch in Griechenland!“, konterte der ältere von zwei Copa Süchtigen.
Am Freitagabend gab's für beide nichts zu lachen und für viele Trainerkollegen dürfte an diesem Wochenende gleiches gelten. In der Primera División sollen die vermeintlichen Elite-Trainer, die die Favoritenrolle sehr lange unter sich ausmachten, den sog. „Kleinen Kackern“, die niemand auf seiner Rechnung hatte, spätestens nach dem vergangenen ZAT, Respekt zollen. Diese mischen die Liga ganz schön auf.
Depor scheint zur Schießbude der Nation geworden zu sein, selbst Mannschaften ohne nennenswerte Kondition werden im Razior wiederaufgebaut und Herr Boussati kann sich so oft hinstellen und erzählen, dass er die Niederlage sportlich akzeptiert, doch das Schönreden alleine bringt es nicht. Nun Ernüchterung herrscht bei La Coruña nach der zweiten Heimpleite in Folge. Die Atmosphäre war nach dem 1:3 gegen den Tabellenführer Real Valladolid fast schon feindselig gegen den Trainer. Die Fans waren außer sich, als aus vielen tausend Kehlen der unverbesserlichen Galizier die schlichte wie unsinnige Lösung ausschallte: "Boussati raus."
Der Titel bleibt wohl ein Traum und das erklärte Saisonziel droht es auch zu werden. "Jetzt ist die Ruhe zu bewahren mehr als je. Zuerst kommen zwei
Vertreter der sog. Elite Gruppe zu uns, dann müssen wir gucken, dass wir das Gesicht - trotz zwei neuen Heimniederlagen – wahren. Man kann ja auch gegen Zaragoza und Santander verlieren, deshalb wollen wir uns nur auf das Spiel auf Augenhöhe gegen Murcia konzentrieren", so ein inzwischen bescheidener Coach von La Coruña, der einsieht: "Den Titel hat JC verdient, der zu meiner positiven Überraschung ein Riesen- und sehr mutiges Spiel in Santander abgeliefert hat, das hätte ich nicht mehr für möglich gehalten, deshalb: « Hut ab, Herr Clouseau! » Auch Kimball hat es verdient Meister zu werden, deshalb lassen wir Santander gegen uns gewinnen. Ich bin traurig, dass Zaragoza das sicher geglaubte Weiterkommen im EL-Halbfinale doch noch verspielt hat! TD hat großes für unsere Liga geleistet. Wir wollen ihm am Freitag, entsprechend seinen Restkräften, einen leichten Sieg schenken“, so ein plötzlich großzügiger Fußballehrer, der auch Danfire nicht vergessen hat: „Ich habe für Irland als neue Copa-Liga gevotet. Wir werden ihn vermissen!“
Aus der Traum! La Coruña war mit großen Zielen in das Meisterschaftsturnier gegangen und kommt leider mit tiefen Narben raus. „Leider habe ich das Engagement meiner Jungs, wie gegen Barca vermisst (6:0, Anm. d. Red.), nun haben wir diese Woche daran gearbeitet, die Mannschaft ihr Selbstvertrauen wieder gewinnen zu lassen“, verriet Boussati.
Dass die Gäste einiges im Razior investieren würden, war vor dem ZAT klar und La Coruña wollte deshalb nichts mehr zuhause riskieren. Allerdings hat man eher von Barca die größere Offensive erwartet und nicht von einer Truppe zweiter Klasse, wie Huelva. „Diese Niederlage hat uns richtig zurück geworfen und unsere Titelträume endgültig begraben. Sportlich akzeptieren wir sie, gratulieren Deus zu seinem Mut und hoffen, dass er diesen auch in weiteren Duellen gegen die Konkurrenz unter Beweis stellen wird“, meinte Boussati, der sich auch vom Auftritt seiner Mannschaft bei Real Madrid sichtlich enttäuscht war: "Wir waren alle überzeugt, dieses Spiel zu gewinnen und so haben wir auch gespielt - In den ersten zweieinhalb Minuten…"
„Wie geht’s weiter, jetzt wo der Titel futsch ist?“, wollten wir vom Fußballlehrer aus La Coruña wissen. "Wir müssen jetzt nach vorne schauen. Die Stimmung ist jetzt wie vor dem ZAT, mit dem minimalem Unterschied,
dass wir aus der äußerst großen Minimalchance eine etwas kleinere gemacht haben und nun minimaler geht's jetzt gar nicht mehr! Wir können den 2. Platz schaffen und uns für die CL qualifizieren und ich bin davon überzeugt, dass uns die Siege in den Heimspielen dieses Ziel sichern würden“, erklärte der Coach.
Boussati will sich nun „zurück lehnen" und bestimmte Partien, u.a. wie « Stander – Barca » , « Valladolid - Real Madrid » , « Barca – Zaragoza » oder « Huelva – Alavés » gemütlich beobachten.
Und auch nach der großen Offensiv Ansage von JC im letzten « Barca Echo » will er auf die Taktik des 84-Jährigen für das Spiel in Santander keineswegs gespannt sein: "Es wird wieder nix! Wenn wir ein Quiz machen würden unter allen Trainern, wer am meisten blufft und der beste kriegt den besten Club, dann wäre JC jetzt bei Real Madrid!"
Dass La Coruña in der Tabelle abrutschen wird, war allen vor dem ZAT klar, aber dass die Galizier einen Rang einbüssen würden und die Verfolgerrolle an Basti’s Überraschungsmannschaft abgeben müssten, obwohl die Schützlinge von Boussati endlich auswärts haben siegen können überrascht Einbisschen. Boussati bleibt trotzdem zuversichtlich, was die restlichen Spiele angeht, da fast alle Verfolger und der zähe Tabellenführer aus Zaragoza im Razior antreten müssen. „Das begünstigt unseren Plan einwenig, denn jetzt mehr als je gilt, seine Heimspiele zu gewinnen und bis zum letzten ZAT konzentriert bleiben“, verriet der Fußballlehrer aus La Coruña. Allerdings wird der Tabellen dritte höllisch aufpassen müssen, da die Zeit der Risikofreude für Zahlreiche Teams, wie Barca, die im Kampf um den Titel etwas reißen wollen, langsam aber sicher eingebrochen ist. Das scheint Boussati schon
längst mitbekommen zu haben und will eine duale Strategie am kommenden ZAT fahren: „Von Risikofreude spricht man in der Entscheidungstheorie bei einem Copa-Spiel, wenn das Sicherheitsäquivalent eines unsicheren Spielausganges größer als das erwartete Ergebnis sein darf“, so philosophierte Boussati vor den Begegnungen gegen Barcelona und Real Madrid und nahm billigend in Kauf, dass ihn niemand versteht. Dies soll soviel heißen wie: „Sollen wir die Punkte in unserer Heimpartie gegen Barca verlieren, weil JC mehr riskiert, als uns lieb ist, so wollen wir diese halt auswärts bei Danfire nachholen und spielen deshalb auch dort auf Sieg!“
Sollte La Coruña nicht lieber seine Kräfte für Recreativo Huelva aufheben? Schließlich hat es die Truppe von Deus auf sage und schreibe 14 Toren und 6 Zähler in der Fremde gebracht! „Diese Andalusier werden wir auf keinen Fall unterschätzen!“, stellte Boussati klar.
« Das war so etwas wie unser Telefonjoker, den wir zu früh verpulvert haben! », mit diesen Worten beendete Boussati die PK nach dem Gastspiel auf der deutschen Ballermann-Insel Mallorca. Eigentlich, war zu erwarten, dass sein Team in der Tabelle zurückfällt, da man zwei Auswärtsspiele bestreiten musste, doch La Coruña erkämpfte sich einen wichtigen Punkt im Duell gegen die Mannschaft eines Multiplayers Trainers, der unmittelbar nach dem Remis seinem Auftraggeber bekannt geben dürfte, dass er seinen Auftrag als erfüllt nicht erfüllt betrachtet und als erste Ratte, das sinkende Schiff verlässt. Boussati macht in einer heimischen Zeitung seinem Ärger Luft und schießt gegen den Top-Abstiegskandidaten: « Hut ab, er hat - zu Bewunderung aller - lange durchgehalten. Für mich war er ein komischer Vogel, der nur da war, um das Copa-Leben bestimmter Trainerkollegen schwer zu machen. Nach dem Punkt gegen uns,
war wohl seine Mission erfüllt. Ich hoffe, er taucht nicht unter einem anderen Namen wieder auf. Wir wollen eine saubere Liga und sie wird langsam aber sicher noch sauber. » Allerdings wird sich der Trainer des Tabellenzweiten vorwerfen lassen müssen, sich mit seinen Gegnern nicht intensiv auseinander gesetzt zu haben. Die Galizier standen gegen Real Sociedad völlig neben sich, sie haben keine Angriffe gestartet und nicht eine Torchance herausgespielt, da sie sich in die eigene Hälfte zurückzogen. Und gegen Mallorca hat man nicht nur seine starre Defensivtaktik gelockert, sondern auch einen „Hurra-Stil“ nach vorne riskiert. Die Quittung für ein unkontrolliertes Offensivspiel kam prompt: Ein mickriger Punkt hat sehr viel Kraft gekostet und La Coruña geht langsam die Luft aus. Es scheint aber wie ein "Hallo-Wach-Schlag" auf Boussati zu wirken, denn ab jetzt will sich La Coruña nur noch auf seine Heimspiele konzentrieren und nichts riskieren.
Ich traf mich heute mit SamiNo, der es in einer Rekordzeit geschafft hat, mich mit komischen Fragen zu nerven: „Wieso bedanken sich die Leute bei dir? Wofür hast du dich entschuldigt? Wer ist Lord?“ Hä? Was ist los? Nun habe ich wirklich mit Geduld versucht ihm zu erklären, entweder er kennt die ganze Vorgeschichte und liest noch dazu die letzten Zeitungsartikel in
Spanien, um zu erfahren, dass ich nicht derjenige war, der sich entschuldigt hat, oder er macht es einfach wie Möchte-Gerne-Mitschreiben, Alias „Lord“ und schreibt auch einen „Danke Boussati!“-Artikel, ganz im Stil des visionären Frührentners und Vordenkers Herbert Görgens, der immer Reporter Pastewka mit der Frage nervte: „Komm ich jetzt im Fernsehen?“.
Morgen Gurken-Barca und übermorgen der Grün-Insel-Flüchtling
« Was hat Boussati gegen Santander? », eine Frage, die man jüngst häufiger stellt!
« Ich habe nicht gesagt, dass Kimball der beste Trainer in Spanien sei, aber es gibt keinen besseren! Wir haben auf Santander lenken wollen und wir haben uns dieses Team nicht durch Zufall ausgesucht, sondern weil diese Truppe, angeführt von einem erfahrenen Fußballehrer, das Zeug besitzt, mit Bravour spanischer Meister zu werden. Allerdings tun wir das in erster Linie, um den Druck von meinen Jungs weg zu nehmen », erklärte der Trainer des Tabellenzweiten, denn das was die Galizier in den letzen Wochen und Monaten erlebt haben, hat nicht das Geringste mit Sport zu tun. Man war seit Mitte der Hinrunde mit großer Mehrheit zum ersten Titelkandidaten deklariert und seitdem spielten die Buchmacher bei jeder Niederlage von La Coruña verrückt.
« Einige unserer Spieler bekamen Drohbriefe und andere standen gar nach leichtfertig angenommenen Weihnachtgeschenken am Anfang von Erpressungen », meinte ein Sprecher des Königlichen Sportklubs.
Man will paranoisch erkannt haben, dass solange die Leute ihre Wette auf La Coruña platzieren, solange wird man bei Depor nicht in Ruhe arbeiten können, deshalb wollte man über seine Presseabteilung durch lautes Nachdenken über die wahren Titelchancen anderer Kandidaten entsprechend mehr Aufmerksamkeit in Bahnen der Konkurrenz lenken. « Wenn man sich die jetzige Oddset Quote anschaut - Kimball führt plötzlich mit 36,1 % (Anm. d. Red.), so stellt man fest, dass uns dies heute mit Santander sehr gut gelungen ist, morgen schielen wir auf den Gurkenliebhaber und übermorgen auf den Grün-Insel-Flüchtling. », so der Plan von Boussati.
« Ich bin mit der bisherigen Leistung meiner Mannschaft insgesamt sehr zufrieden », bilanzierte Boussati am Ende der ersten Hälfte der 28. Saison der Primera División. Doch Boussati will nicht zu sehr auf sein Team schauen, sondern eher auf Mannschaften, die aus dem « Hinterhalt » agieren, wie Santander, den Rekordmeister Spaniens, der sich unbemerkt Richtung Tabellenspitze schleicht. « Herr Kimball macht es sehr geschickt, er wird Meister und keiner hat es gemerkt », will sich Boussati sicher sein. Am nächsten Spieltag freut sich La Coruña zunächst auf den Besuch des amtierenden Meisters aus Valencia. Trainer Boussati wird sich wünschen, diese
Begegnung fände ein ZAT oder zwei früher statt, als das Team von El-Torno auf der Suche nach sich selbst war. Sie sind wieder erstarkt und man könnte meinen, sie haben ihre Kräfte extra für das Duell im Razior am nächsten Freitag geschont.
« In der Vergangenen Saison hat man uns mit sechs Buden vom Platz gefegt », erinnert sich nur ungern der Coach der Gastgeber, der sich allerdings in erster Linie mit der Gastpartie seiner Schützlinge in Málaga intensiver beschäftigt: « Angesicht der fetten Beute von Santander (zwei Auswärtsseige in Folge, Anm. d. Red.), müssen wir wohl in Málaga gewinnen, wenn wir da oben weiterhin mitmischen wollen! »
Für Boussati darf der kommende Spieltag weder ein ZAT der Wahrheit, noch will der Trainer von La Coruña einen Lügen-ZAT bringen. Während Zaragoza die Aufwendung des Viertels der Kraftreserven einer ganzen Saison in nur zwei Heimspielen für "Wahrheit" sieht, steht die zweite Variante wohl für Copa auf Sparflamme. Letzteres darf sich die Mannschaft von Boussati am nächsten Freitag nicht erlauben, denn mit Elche, dem Team mit dem noch eingeklammerten großen "N", kommt der beste Aufsteiger der laufenden Saison zum Heimspiel nach Razior. Elche hat bereits vier Zähler in der Fremde sammeln können und gilt alles andere als Kanonenfutter, im Gegenteil "da ist
größte Vorsicht geboten", warnte Boussati. Eine bessere Auswärtsbilanz weist der zweite Gast aus Alavés auf, mit zwei Siegen und sieben Punkten außerhalb von Mendizorroza. Ein unangenehmer Gegner, der bereits sechs Mal in einer Partie auf fremdem Platz traf! "Das ist mir auch nicht entgangen, aber ich bin nicht scharf auf einen Gurkenpreis und über Heimspiele lassen wir in diesem Jahr nicht mit uns reden, wenn es sein muss machen wir halt sieben Buden, damit alle drei Punkte in La Coruña bleiben", reagierte Boussati etwas verspannt angesichts der Weisheit, am Ende der Saison fegen die ZAT-Lügner die Befürworter der ZAT's der Wahrheit locker mit einem mickrigen Treffer vom Platz.
Drei Siege aber mit sehr viel Aufwand! „Das war nicht gut!“, meinte Boussati. „Spätestens jetzt werden unsere Gegner mindestens 120% im Razior geben und andere werden unsere Stürmer zu den Auswärtsspielen gar nicht erst einreisen lassen“, fügte der Coach noch an. Boussati will sich dringend mit seinem Team zusammen setzen und sich überlegen, wie La Coruña seine nächsten Aufgaben am besten bewältigen soll. Die Gallegos sollen vor allem wissen, dass mit Murcia und seinem Cheftrainer Doppelherz ein Aufsteiger zum nächsten Heimspiel kommt, der bereits vier Punkte auswärts geholt hat. "Das ist mir auch nicht entgangen, aber über Heimspiele lassen wir in diesem Jahr nicht mit
uns reden!", so ein selbstbewusster Fußballlehrer, der sich noch viel mehr Gedanken über sein Gastspiel beim kantabrischen Traditionsverein Santander macht, denn Kimball gilt für ihn als "der Topgeheimfavorit überhaupt": "Meister geworden ist er oft mit seinem Stammverein Santander - unter einem anderen Namen (Anm. der Red.) - und er ist bestimmt nicht zurück in die Primera División, um eine Nebenrolle zu spielen. Wenn wir ihn auf Distanz halten wollen, dürfen wir in El Sardinero nicht verlieren. Eigentlich haben wir keine Chance dort und die wollen wir nutzen". Na dann viel Glück Herr Boussati! Eigenartig nur, dass er über das Gipfelspiel in Zaragoza kein einziges Wort verloren hat.
Welch eine hässlich schwache Mannschaft von La Coruña, die zum Glück am vergangenen ZAT den ersten Platz hat abgeben müssen, denn sie stand unverdient da oben und nur weil Copa Mundial Fußballliga (CMFL) die Theken-Mannschaft eines Ahnungslosen Trainers gegenüber der Konkurrenz nicht unwesentlich bevorteilt hat: Die Galizier dürfen als erster die reguläre Anzahl an Heimspiele absolvieren. Und damit nicht genug: La Coruña darf sogar ein Heimspiel aus der zweiten Hälfte schon in der Hinrunde austragen! So hätte man eine Heimpartie weniger in der Rückrunde und so wird man unfairerweise als erster fertig. "Das kommt mir entgegen, denn dann widme ich meine Zeit dem Gurkengeschäft", meinte Boussati, dessen Trainerkollegen empört reagierten: "Skandal", ruft der eine, "was erlauben die CMFL", fügt der andere in kultiviertem Deutsch hinzu und ein glänzender Newbie Stratege grölte noch: "Das ist
Wettbewerbsverzerrung in höchster Potenz". Coach Boussati, der vor Saisonstart mit einem Wechsel nach Griechenland liebäugelte und mit den Verantwortlichen seines Lieblings Ex-Vereins offenbar bereits einig war, wenn ihm da nicht ein Mitglied seiner Familie zuvorkäme und ihm die Erdnussbutter in letzter Sekunde vom Toast herunter nahm, kann die Aufregung der Kollegen nachvollziehen: "11 Heimspiele von 19 in einer Hinrunde, das ist schon ein Nachteil" in einer Gurkenliga mit bereits 7 Neuverpflichtungen in der laufenden Saison. Manche vom ihnen, die wahrscheinlich die Saison in Spanien auch nicht zu Ende spielen würden freuen sich bereits über jeden nicht unaufwendigen Sieg gegen eine Mannschaft, die nach dem frühen Ausscheiden aus der CL nur noch ein Schatten ihrer selbst ist. "Wen juckt's? Das sind Möchtegerntrainer mit einer durchschnittlichen Engagement Zeit vergleichbar mit der Lebensdauer einer Ein-Tages-Fliege", so ein entspannter Boussati.