Amadora - Die Welt nimmt Abschied von einem ganz Großen Sportler. Vom besten portugiesischen Fußballer aller Zeiten (da kann sich der Gockel von Real Madrid noch so abmühen): Eusebio. Nun hat la Pantera Negra sein letztes Spiel verloren, und Portugal ist in Trauer.
Auch in Amadora, wenngleich nur ein hässlicher Vorort seiner Benfica-Metropole Lissabon, wie alle portugiesischen Kicker im Vergleich zu ihm nur hässliche Vororte sind, wurden die Fahnen am Estadio Jose Gomes auf Halbmast gesetzt. Auch im
Estrela-Stüberl ruht der Betrieb ebenso (nachdem sich der Wirt nicht damit durchsetzen konnte, wenigstens nur dunkles Bier und Portwein auszuschenken) wie auf dem Trainingsplatz. So einen wie ihn könnte Estrela Amadora heute gut gebrauchen, doch wer, fragt man sich, könnte das nicht?
In diesem Sinne: Adeus, Pantera Negra!
Hättest Du übrigens 1966 im Finale das Wembley-Tor erzielt, Dir hätten wir den Titel gegönnt und nicht jahrelang darauf rumgeritten, dass der Pokal eigentlich uns zugestanden hätte.
Amadora - Frohes neues Jahr aus Amadora! Das reimt sich sogar- naja, mit einm bisschen gutem Willen zumindest. Diesen guten Willen wird man auch in Amadora gut brauchen können in 2014, zum Beispiel bereits Anfang Februar, wenn die Aufgabe anstehen wird, die 40. Saison zu einer erfolgreichen Spielzeit zu erklären.
Das dürfte, deutet man die bisherigen Anzeichen (Platz 10 in der Tabelle, bereits gefühlt
mehr Auswärtstore vergeudet als in Berlin Silvesterverletzte gezählt wurden), ein eher anspruchsvolles Unterfangen werden. Bis dahin begnügt man sich mit der Tatsache, dass die Band Starship in Portugal in aller Munde ist- und dass Starship auf portugiesisch Navio da Estrela heißt. Zumindest, wenn einem die Korrektheit der Übersetzung wurst ist. Aber darüber schreibt natürlich mal wieder keiner.
Amadora - Passender hätte diese verkorkste Hinrunde von Estrela Amadora nicht abgeschlossen werden können als mit einer 2:3 + 0:1 -Auswärtskombination, garniert mit einem um 4 Tore zu hoch ausgefallenen Heimsieg. Na dann: Frohes Fest.
Was die Rückrunde wohl bringt? Zunächst eine Begegnung mit dem allseits beliebten FC Porto, die gerne noch ein paar Spieltage hätte warten dürfen. Anschließend 16 weitere
Spiele, in die man mit eher wenig TK-Resten, dafür mehr Auswärtsspielen geht. Es sieht so aus, als ob man sich in Amadora in der kommenden Saison eine Menge Reisekosten wird sparen können. Wenigstens sollte man es aber schaffen, die Saison vor den leider immer noch / wieder zahlreichen trainerlosen Teams abzuschließen.
Estrela Amadora wünscht allen noch anwesenden Trainerkollegen der Superliga schöne Weihnachten!
Amadora - In der deutschen Bundesluga gibt es wirklich tolle Mannschaften. Als da beispielsweise wären: Der FC Bayern München, der.. ääh... oder vielleicht noch... hmpf. Na gut, wie auch immer, die Frage der Woche aus Amadora lautet: Wenn es in der Bundesliga soviele tolle Mannschaften gibt, warum bekommen wir dann immer nur die 17 anderen unsympathischen Clubs als Patengegner?
Diese Woche beispielsweise ist es mal wieder XXXXXXX (zensiert bzw. ohnehin unausprechlich). Da hat man einen nicht unbedeutenden Wettbewerbsnachteil,
da man sich mental nicht in der Lage sieht, länger als unbedingt notwendig (d.h.: als einmal auf den Monitor zu spucken) auf der Vereinsseite dieses Paten zu verweilen und somit keine Gelegenheit hat, diesen so ausführlich wie notwendig zu analysieren. Bzw. man denkt sich "ach, diese Pfeife muss man doch nicht analysieren, der setzt doch eh immer nur die XX, der kann doch nix anderes". Was manchmal zutrifft, erfahrungsgemäß jedoch selten, wenn man ihn als Paten zugeordnet hat. Man ahnt also schon, wie die Sache heute abend ausgeht.
... ich dachte bislang immer, es hieße "My pony plays the mamba". Was auch nicht viel mehr Sinn macht. Aber damals konnte man sowas noch nicht googlen, sondern nur einmal die Woche am Freitag auf Cassette aufnehmen, ohne dass ein Moderator reingequatscht hat. Nun, jetzt ist endlich auch das geklärt!
Amadora - In Amadora gibt es leider keine Pommesbude wie auf Madeira. Was insbesondere darin begründet sein könnte, dass die Stadtverwaltung die Ausgabe von (Campo)Maio(rense) bei Androhung härtester Strafen untersagt hat.
Doch warum gibt es nicht wenigstens eine Pommesbude mit Ketchup, an der Estrela-Coach Paulo nach getaner Arbeit mit befreundeten Kollegen lehnen könnte, ähnlich wie im Kölner Tatort? Nun, auch das ist relativ einfach zu beantworten. Welche Freunde nochmal sollen das sein? Eben. Also keine Imbissbude für Amadora. Keine philosophischen Gespräche über Gott und die Copawelt bei Nierenschaschlik und Rindsbratwurst. Kennen Sie Rudi Löhlein?
Amadora - Nach dem vielbeachteten Erscheinen des ersten Asterix-Bandes unter neuer Regie, "Asterix bei den Pikten", hat der Verlag nun die nächste Ausgabe des Comic-Klassikers in Auftrag gegeben. Er wird heißen: Asterix bei den Portugiesen. Ein Maulwurf in der Redaktion hat den Plot an die Presse durchgesteckt.
Wie üblich spielt die Geschichte demnach in einem kleinen Dorf am Meer, das sich auf sympathische Weise gegen fiese, übermächtige Gegner wehrt - in Amadora. Doch die Idylle ist bedroht durch den fiesen Hinterwäldler Vize Jähnix, der sich anschickt, das hübsche Dorf anzugreifen und davon träumt, auch in der ewigen Wildschweintabelle seinen geliebten Vizeplatz zu erobern. Unterstützt wird er von
einer, nunja, beeindruckenden Streitmacht: Sie besteht unter anderem aus dem dementen Schriftsteller A Bolix, der andauernd sein Alter (197) vergisst, dem verwirrten Matadorix, der (Saison-)Anfang und Ende sowie ZAT und NMR nicht unterscheiden kann, dem schlauen Tobias Denknix sowie diversen anonymen gotischen Legionären.
Wird es dieser Streitmacht gelingen, das wehrhafte Amadora einzunehmen? Und welche Rollen spielen der Driude Manson Daswirdwiedernix, der finstere Häuptling picknix und der Vorsitzende des Ältestenrats, Al Caponix in dieser Geschichte? Und wer ist eigentlich in den Eimer mit Zaubertrank gefallen, und wann werden die Römer verprügelt?
Amadora - Einen herben Rückschlag auf dem Weg zur Meisterschaft musste der SC Campomaiorense hinnehmen. Schon am fünften Spieltag mussten die Kicker aus dem Hinterland die ersten Gegentore der Saison hinnehmen.
Und als wäre das nicht genug, hatte scheinbar gleich noch der Farense SC, nächster Gegner des SCC, nichts von dem vor der Saison beschlossenen Stillhalteabkommen aller Superligatrainer zugunsten des SCC gehört und brachte den knuddeligen Hinterwäldlern Trainer Jähnigs prompt ohne viel
nachzudenkern auch noch die erste Saisonniederlage bei. Typisch Algarvekicker halt, halten sich an keine Konventionen (nicht einmal die Genfer Konventionen, wenn man sich mal das vom Gefahrpotenzial knapp hinter der Wasserstoffbombe rangierende Wappen ansieht - aber das ist eine andere Geschichte).
Warum wir das alles erzählen, wo es doch mit Estrela Amadora so gar nichts zu tun hat? Um von der traurigen Realität in Lissabons hässlichster Vorstadt abzulenken. Aber darüber schreibt natürlich wieder keiner.
Amadora - "Estrela Amadora verbessert sich um 9 Plätze, von 16 rauf auf 7". Dank eines, naja, mäßig effizienten 5:2-Auswärtssiegs und einer Heimschisser 2 gegen den Meister aus Portimao, wo auch eine lässige 1 gereicht hätte.
Gut, letzteres hätte jetzt nicht unbedingt dastehen müssen, aber dass auch der erste Satz trotz des doch großen Satzes von Estrela in der Superligatabelle (sozusagen ein Super- Ligaatabellen- Satz) keine Erwähnung in der offiziellen Statistik findet, ist natürlich schade. Und
ausschließlich den ganzen ********n zu verdanken, die den SC Campomaiorense gegentorlos zur Meisterschaft durchwinken, und dem Kollegen Manson: Der alte Streber muss natürlich einen noch größeren Satz hinlegen und sich um 10 Plätze verbessern, von 14 auf 4. Immerhin hat man trotz allem in Amadora (erstmal) die beruhigende Gewissheit, dass man sich nicht nochmal um 10 Plätze verbessern kann. Wobei selbst dann der Jähning vermutlich noch vor einem stehen würde. Und, nicht zu vergessen- sich um 10 Plätze verschlechtern kann man jederzeit.
Amadora- Damit hatten nur die kühnsten Optimisten gerechnet, doch es ist tatsächlich eingetreten: Estrela Amadora hat den besten Saisonstart aller Zeiten hingelegt.
Eine großartige Sache für alle Beteiligten, lediglich vielleicht bei genauem Hinsehen mit dem ganz klitzekleinen Wermutstropfen, dass es sich um den besten Saisonstart aller Zeiten nicht in rein sportlicher Hinsicht, sondern in der Kategorie "Pleiten, Pech und
Pannen" handelt. Zuhause 5:6, auswärts 2:3, das nennt man wohl eine Punktladung- warum das so heißt, erschließt sich dem Betrachter allerdings nicht so ganz, denn Punkte gibts dafür natürlich keine, sondern im Gegenteil Tabellenplatz 17. Die Saison ist also schon nach dem ersten ZAT gelaufen, und man kann sich auf... na, auf irgendwas anderes konzentrieren, da wird Coach Paulo schon was einfallen, Stiere für Stierkämpfe trainieren, zum Beispiel.
Amadora - Die 40. Saison hata schon gut angefangen, mit einem Zeitungsartikel der von einem kurzzeitigen Serverausfall verschluckt wurde. "Service is not available, please try again later", stand da auf weißem Bildschirm anstelle des unglaublich witzigen, ultralangen und unterhaltsamen Saisonstartartikels aus Amadora.
Und dabei wollte man doch einen Artikel platzieren und keinen Tennisaufschlag sehen. Wie auch immer, nun muss man es halt later nochmal tryen, aber was klar ist, dass man kein zweites Mal einen so "super super super Artikel" (Paulo
Guardiola) verfassen wird können wie z.B. der, die oder das, geschweige denn wie den in den unendlichen Neulandweiten des Internets verschwundenen. Was eine ganz hervorragende Überleitung schafft zur neuen Saison, denn eine solche wie die vergangene möchte man trotz eines letztlich erreichten 4. Platzes nicht ein zweites mal erleben- Unentschieden en masse, und vor allem hinter Portimonense, Campomaiorense und Leiriensea gelandet! Gegen diese Schmach waren Waterloo und Barcelona `99 lockere Kantersiege. Also hoffen wir das Beste (und dass das Beste nicht gerade ein 15. Platz sein möge).
Amadora - Mal wieder betrüblich, dass am Ende des TK noch soviel Saison übrig ist. Vor allem eine Saison wie die aktuelle. Mag sich zugegebenermaßen komisch anhören angesichts der Tatsache, dass Estrela die meiste Zeit oben mitgespielt hat und nur 3 Spieltage vor Schluss auf Rang 3 steht, und doch ist die Saisson irgendwie unbefriedigend gelaufen.
Reihenweise fabrizierte man Unentschieden oder dumme Niederlagen mit hohem TK-Verbrauch, besonders bitter nach
einem glücklichen Start mit 6 Punkten, der eigentlich alle Möglichkeiten eröffnete. Alle Möglichkeiten eröffnet nun auch der letzte ZAT, an dem man mangels Masse zweimal Schlachtvieh sein wird. Leider wird man damit hinter sämtlichen Erzrivalen landen, und die Frage ist, ob man das nächste Saison wieder anders gestalten kann, da man ja die Hälfte der Spielzeit (und des TK) damit zubringen wird, es denen heimzuzahlen, die einem die aktuelle Saison versaut haben.
Amadora - Noch ist alles möglich, keine Entscheidung gefallen. Das Rennen um den Titel in Portugal ist nach wie vor offen, fest steht nur, dass es zwischen zwei Teams entschieden wird: Maritimo Funchal und Estrela Amadora. Brisanter als am 30. Spieltag, wenn das direkte Duell der beiden verbliebenen Anwärte für den Titel "Seuchensaison des Jahres" ansteht, geht es nicht.
Bislang liegt Maritimo dank seines 10. Tabellenrangs noch vorne, doch Estrela hat mit dem 4:4 bei CD das Aves, bereits dem vierten Unentschieden diese Saison, nochmal mächtig aufgeholt und zudem als Titelverteidiger die größere Fallhöhe aufzuweisen und als großes As im Ärmel nur noch zwei Heimspiele. Maritimo-Coach Horst Manson hat sich allerdings nur einmal kurz geschüttelt und sofort ein lässiges 6:6
gegen den Paten von Sporting Lissabon nachgelegt, wofür es dank des geringen TKs des Hauptstadtclubs noch ordentlich Aufschlag in der B-Wertung geben dürfte.
Dennoch sind die Experten der Meinung, dass Estrela leicht die Nase vorn hat: Schließlich hat man dank des Heimrechts im direkten Duell die besseren Chancen auf ein enttäuschendes Ergebnis- schon ein peinliches 1:2 würde reichen, um Maritimos Saisonendspurt zu retten und Manson aus dem Titelrennen zu katapultieren. Doch ob der erfahrene Gästetrainer sich so leicht überrumpeln lässt? Und was haben Manson und Paulo für den entscheidenden letzten ZAT, an dem man bekanntlich sehr leicht noch eine ganze Saison ruinieren kann (falls man es bis dahin in 13 Versuchen überraschend noch nicht geschafft haben sollte), noch an Varianten im Köcher?
Amadora - Seltsam geht es zu in der Super(bundes)liga. War nicht der Portimonense SC schon als Meister festgestanden, mit 27 Punkten Vorsprung? Warum sitzt jetzt plötzlich Campomaiorense wieder den Algarvekickern im Nacken? Warum liegen auch Boavista und Leiria vor Amadora? Warum liegt Maritimo hinter Amadora und nicht auf Madeira? Und wo ist eigentlich der Favoritenschuh?
Dass Portimao plötzlich schwächelt, kann nur mit ihren neuen Trikots zusammenhängen, die sich Coach Picknick von einem offenbar doch nicht
ganz so geneigten Kollegen hat besorgen lassen. Schwer wie Blei scheinen sie an den Algarvekickern zu hängen. Oder liegt es garnicht an Portimao, sondern Kollege Jähnig ist in einen Eimer mit Zaubermayonnaise gefallen? Wie auch immer, dem Noch-Titelverteidger aus Amadora schmeckt das alles gar nicht. Nun könnte man einwenden, dass verhexte Trikots mit Mayonnaise auch nicht unbedingt schmecken müssen, doch ginge dieser bescheuerte Einwand am Kern der Sache vorbei.
Aber darüber schreibt natürlich mal wieder keiner.
Amadora - Den Schalter umlegen sollte man bei Gelegenheit mal in Amadora. Dann wird es vielleicht ein bisschen heller, schließlich leidet man ähnlich wie Kollege Manson unter der tabellarischen Dunkelheit im Schatten der Überflieger aus Portimao. Und natürlich der Tiefflieger aus Campo Maior.
Nichtsdestotrotz erscheint der aktuelle Platz 4 gar nicht übel in Anbetracht dessen was man sich in Amadora diese Saison bereits an
Slapstickergebnissen geleistet hat: Vom 5:5 bis zum 4:5 ist es zwar kein weiter Weg, aber es war halt alles schon dabei. na gut, fast alles. Insofern bietet beispielsweise die anstehende Begegnung gegen den Lokalrivalen Belenenses, respektive dessen deutschen Paten, Grund zur berechtigten Hoffnung, dass die fehlenden Puzzleteile rechtzeitig vor Saisonende noch ergänzt werden.
Aber darüber, man ahnt es bereits, schreibt natürlich wieder keiner.
...Scheiße am Fuß hat? Das war die Frage, über der Estrela Amadora-Coach Paulo die ganze letzte Woche brütete. Beim Copa-Opa lassen die grauen Zellen nicht nur allmählich nach, da kann man sich schonmal ein paar Tage mit einem vergessenen Weltmeisterzitat rumschlagen.
Doch rechtzeitig zum Wochenende ist es ihm wieder eingefallen: Natürlich, man hat Scheiße am Fuß! Der Dank für die Erinnerung geht nach Boavista. 11:11 Tore, jeweils 2 Punkte, super Quote. So kanns weitergehen- wenn man in zwei Spieltagen ohne TK und jenseits aller bunten Plätze landen will, zumindest.