Der Skandal um Ex-Erfolgstrainer Vinnie Jones in Algerien schlägt mittlerweile Wellen bis Portugal. Nach unbestätigten Sportpresseberichten versuchte der SAM-Coach, nervlich am Ende angesichts des Presserummels um seine Person (und insbesondere seinen mit zwielichtigen Methoden zusammengehaltenen Harem), sich aus Algerien abzusetzen und in Portugal sowohl Anonymität wie auch einen neuen Job zu finden.
Ersteres wäre ein leichtes Unterfangen gewesen, kennt doch bekanntlich Algeriens Trainer außerhalb der nördlichen Sahelzone ohnehin keine Sau. Doch leider scheiterte die Einreise nach Portugal bereits an Formalitäten.
„Herr Jones kam, wie leider so viele Flüchtlinge aus Nordafrika, mit dem Boot nach Portugal“ so ein Sprecher der portugiesischen Küstenwache. „Und hat, wie in solchen Fällen üblich, nach dem Erreichen des Hafens von Lissabon umgehend Asyl beantragt.“
Dieser Antrag wurde jedoch abgelehnt, so der Pressesprecher: „Angesichts der weit bekannten Grausamkeit und Unzumutbarkeit des algerischen Fußballs wäre Jones’ Antrag durchaus wohlwollend geprüft worden. Aber es ist nunmal einfach etwas
kontraproduktiv und unüblich, als Bootsflüchtling mit einer 100-Meter-Jacht wie der „Abramovich2“ von Herrn Jones anzukommen. Auch Jones’ Einschätzung, er würde als Fußballtrainer jederzeit sofort einen Job in Portugal bekommen, musste aufgrund seiner Herkunft und Referenzen leider als jeder Grundlage entbehrend eingestuft werden: <i>‚Nichtmal als Hütchenaufsteller könnten wir den brauchen’</i> werden die pro Forma diesbezüglich angefragten portugiesischen Clubs zitiert. Besser sieht es da schon für Jones’ Harem aus, der bei einem anonym bleibenden Fußballclub aus Amadora Asyl gefunden hat- dem dortigen Trainer <i>’kommt es auf 100 Frauen mehr auch nicht mehr an’</i>, so dessen erfreuliche Aussage. Für Jones suchen wir also weiter nach einer Lösung, aber wir sind in guten Verhandlungen mit dem grönländischen Verband, der noch einen Platzwart für seine U16-Schneeschuhfußballauswahl sucht und außerdem genug Parkraum für Jones’ Jacht zur Verfügung stellen könnte. Eine Abschie…. Äh, erfolgreiche Vermittlung steht also kurz bevor.“
Estrela da Amadora, gestartet auf dem 18. Platz der Superliga, ist auf die Überholspur eingebogen und setzt zum Sturm auf die Tabellenspitze an. Diese wird zwar derzeit noch freundlicherweise warm gehalten vom Vizemeister SC Campomaiorense, doch die Übernahme von Position 1 ist laut Estrela-Coach Paulo33 angesichts des nun anstehenden Matches gegen die Jähnig-Truppe "nur noch Formsache. Dem Jähnig, und da kann sein Stadion noch so hell beleuchtet sein, geht doch jetzt schon der Arsch auf Grundeis" so Paulo33 nach den locker eingespielten Punkten gegen den FC Porto und Vitoria Setubal. "Die haben zwar bei Boavista
nochmal Glück gehabt, aber damit ist es jetzt endgültig vorbei" so der sichtlich gut gelaunte Estrela-Coach. "Wir schalten einfach kurz vor Anpfiff das Licht aus, und dann werden wir schon sehen, wie Jähnigs Idioten- äh, Diodentruppe sich im Jose Gomes zurechtfindet. Nämlich gar nicht! Die werden im Dunkeln dasselbe sehen bei uns wie seit Jahren schon- nämlich kein Land! Die können sich von ihren Meisterträumen schon jetzt verabschieden!"
SC Campomaiorense stellt neues Flutlichtkonzept vor!
SC Campomaiorense- Chef <i>Jähnig</i> ist innovationsmäßig immer ganz weit vorne dabei. Sein neuestes Projekt ist das Experimentieren mit Leuchtidioten, äh nein, Leuchtdioden. Hatte Jähnig bereits im häuslichen Bereich gute Erfahrungen mit dieser Illuminationstechnik gesammelt (die Presse berichtete ausführlich), ist nun der nächste Schritt geplant: Die Umstellung des Beleuchtungskonzeptes im "Estadio Capitão
César Correia Campo Maior" -des einzigen Stadions weltweit übrigens, das mehr Buchstaben im Namen als Zuschauerplätze hat- von den stromfressenden Flutlichtbirnen auf moderne Leuchtdioden. Dazu hat Jähnig bereits ein erstes, recht originalgetreues Modell angefertigt. So könnte es also aussehen, das neue, schick beleuchtete Stadion des SCC.
Die Hinrundenbilanz von Estrela da Amadora ist eigentlich recht positiv- man rangiert auf einem einstelligen Tabellenplatz, ja zum erstenmal seit Menschengedenken sogar wieder auf einem internationalen Startplatz (auch wenns nur der UI-Cup ist, aber auch das ist nach den letzten Leistungen bereits ein Erfolg), liegt deutlich vor den großen Lissabonner Lokalrivalen Benfica und Sporting, hat alle Heimspiele gegen die Meisterschaftsfavoriten locker gewonnen und ist im Laufe der Saison von 18 auf sieben geklettert.
Coach paulo33 ist dennoch gewohnt brummig und nörgelt an allem herum, was ihm in die Quere kommt: "Jaja, alles schön und gut, aber auf Statistik ist doch geschissen. Für mich zählen andere Werte."
- Aha, Sie sind nicht zufrieden mit der Art, wie Estrela spielt, wünschen sich schöneren Fußball, weniger Mauern, sondern Fallrückzieher, Hacke Spitze sechs zu fünf?
"Ach Blödsinn. Wer mich kennt, weiß, dass mir Schönheit im Fußball genauso unwichtig ist- würde ich sonst mit solchen Typen wie Jähnig oder Asmus in einer Liga spielen? Unser Saisonziel ist in Gefahr! darum geht es!"
- Was ist das denn? Die Meisterschaft? (<i>Gelächter im Hintergrund</i>)
"Natürlich nicht. Was sind denn schon Titel. Nein, wir haben letztes Jahr ganz knapp den Titel verpasst und sind immer noch hinter Campomaiorense."
-Den Titel? Sie waren Neunter...
"...den Titel der
Unentschiedenkönige, Sie Flachzange. Den mussten wir uns mit Nacional Madeira teilen und waren mit 8 immer noch himmelweit weg von den 14 remis des SCC aus der siebten Saison. Beides sollten wir diese Saison eigentlich angreifen. Aber was ist mit Unentschieden? Nichts. Null. meine Spieler haben meine Taktikvorgaben einfach ignoriert und wollten immer gewinnen. Jetzt haben wir noch 17 Spiele für 15 Remis. Da ist noch alles möglich, wenn man jetzt konsequent handelt. Ich habe also den Kader ausgemistet und 11 buddhistische Mönche verpflichtet. Die sind, wie man weiß, die ausgeglichensten Menschen der Welt. Damit könnte es noch klappen. Wir müssen endlich Campomaiorense hinter uns lassen! Und da die ja schon als Meister fest stehen, müssen wir es eben in der Unentschieden- Statistik schaffen. Außerdem haben wir mit den Neuverpflichtungen auch gleich noch einen neuen Trikotsponsor an Land gezogen, der uns mit einer extrem modernen und innovativen Kollektion ausgestattet hat. Da werden unsere Gegner Augen machen. Damit werden wir reichlich Elfmeter wegen Trikotzupfen bekommen und nie mehr getunnelt werden!"
Estrela da Amadora ist einer der beliebtesten Clubs der Superliga- neben der peinlichen Auswärtsbilanz, die die grün-violetten zu einem schon sprichwörtlich gern gesehenen Gast in den Stadien Portugals macht, zeugt davon auch die Tatsache, dass mit MagicHSV und Weedy schon wieder zwei Kollegen dem Estrela-Coach Paulo33 spontan die Hohe Fünf gegeben haben. "Zweimal Abklatschen und dann auch noch gleich zwei Klatschen an einem Wochenende, das ist doch eine tolle Bilanz" so Paulo33 euphorisch. ich freue mich sehr, so ein gutes Verhältnis zu meinen Kollegen zu haben. da macht es doch mal wieder
richtig Spass, in der super Superliga zu spielen."
Eine erstaunliche Aussage allerdings, wenn man in Betracht zieht, dass die Lissabonner Vorstädter immer noch im grauen Mittelfeld der Tabelle herumdümpeln- da hatte man früher mal höhere Ansprüche. Aber mittlerweile scheint sich Paulo33, weise geworden und mit sich selbst im reinen, nicht mehr dem ewigen Erfogsstreben unterlegen, mit der Anerkennung seiner Kollegen zufrieden zu geben. Die Anerkennung seines Präsidenten und der Estrela-Anhänger dürfte er damit jedoch auf eine gewisse Probe stellen, um es mal vorsichtig zu formulieren.
..an einem ZAT hat Estrela Amadora zu Gast: Die Promi-Teams von Uniao Leiria und SC Beira Mar geben sich im Estadio Jose Gomes die Klinken in die Hand. Ex-Meister sind das zwar genau genommen, doch nicht minder große Namen, die da in Lissabons grauer Vorstadt auftreten. Das verheißt nichts gutes für Estrela, die sich gerade erst von Rang 17 lösen konnte und nun schon wenigstens im Mittelfeld herumdümpelt. "Aber da kennen wir uns ja langsam aus" so Coach paulo33. "Dass das
Mittelmaß einmal meine Bestimmung sein würde, haben mir ja schon beizeiten meine Kindergärtnerin und meine Grund- und Baumschullehrer prophezeit. Insofern ist das keine echte Überraschung. Um im Rampenlicht zu stehen, würde da vielleicht höchstens noch helfen, wenn ich mir, wie gewisse Kollegen, leuchtendes Laminat verlege" <i>(Anm. d. Red: Das muss man jetzt nicht unbedingt verstehen)</i>. Aber das soll ja, wie man hört, sehr anstrengend sein. Also doch lieber graue Maus.
Estrela mit Sprung von 18 auf 17 - Ligaspitze zittert bereits
In Portugals Superliga bahnt sich eine Sensation an- Estrela Amadora, "etwas beschwerlich" (so Coach Paulo) aus den Startlöchern gekommen, rollt am 3. ZAT die Lusitanische Liga auf: Erst gabs ein hervorragendes 0:3 beim Trainer des Jahres, (Tor-)Schütze Jähnig vom SC Campomaiorense, danach wurde der nächste Gegner mit einem völlig übertriebenen 5:0 in alle Einzelteile zerlegt, und zwar in: B,o,a,v,i,s,t,a,P,o,r,t und o.
Macht alles zusammen einen unglaublichen Sprung von Platz 18 auf 17. "Ja gut" so Coach Paiulo, "auf den ersten Blick mag das wenig
erscheinen, so ein einziges Plätzchen. Aber 1. ist bald Weihnachten und die Nachfrage nach Plätzchen dann enorm groß, und 2. werden wir, wenn wir uns jetzt weiterhin jeden Spieltag nur um ein einziges, mickriges Plätzchen verbessern, auf Platz, äh.. naja, da muss ich jetzt an unsere IQ-Test-Könige verweisen.., naja, jedenfalls recht weit oben landen. Der Schampus kann also schonmal kalt gestellt werden."
Ja, schon. Die Frage ist nur, wo- ob in Lissabon, Porto oder Campo Maior, und ob nicht neben dem Schampus auch einfach Paulo demnächst mal kalt gestellt werden sollte.
.. und zwar dank zweier flockiger Heimsiege gegen die Tabellenstreber Beira Mar und Leiria von 11 auf 8. "Das war zwar noch nicht das gelbe vom Ei" so Coach Paulo33 gewohnt grummelig trotz sechs wichtiger Punkte "aber was sollte ich auch mit gelben Eiern? Das würde ja noch komischer Aussehen als wenn wir tatsächlich mal wieder einen Platz in der oberen Tabellenhälfte belegen würden!"
Immerhin zeicht die Formkurve der Lissabonner Vorstädter nun steil nach oben. "Das war ja auch der Grund, warum wir auf Platz 18 angefangen haben" so Paulo33 süffisant. "Vielleicht machen wir das zu Beginn der Rückrunde wieder genauso. Denn aufwärts ist doch schöner als abwärts".
... sieht leicht anders aus als das Urlaubsquartier von estrale-Amadora-Coach paulo33: Platz 18, ganz unten im tiefsten Keller der Superliga. "Das hab ich mir schon irgendwie anders vorgestellt" so der scheinbar untergetauchte Coach. "Aber jetzt gehts aufwaerts, jetzt kommt ja das leichteste Match der Saison, in Campomaiorense beim kommenden Vizemeister. Da wirds auch mein Assistenzcoach schaffen, 6 Punkte am naechsten ZAT zu holen. Und wenn ich wieder ausm Urlaub zurueck bin, wird richtig angegriffen. Schliesslich kanns ja nur aufwaerts gehen!"
Nicht zurück in die Zukunft, sondern „Zurück in die Vergangenheit“ hiess das Motto für Estrela Amadora in der vergangenen Saison. Nach 6 Saisons unter Coach paulo33 landete man wieder genau da, wo man einst mit dem Trainer angefangen hatte: Auf Platz 9 im grauen Mitelfeld. Immerhin konnte mit Aufbietung einiger fauler Tricks und einem 2:2 (!) gegen Absteiger (!) Nacional Madeira der totale Absturz auf einen zweistelligen Tabellenrang (noch) vermieden werden.
Stagnation ist selten gut im Fußball- vor allem für den Trainer. Paulo33’s Trainerstuhl wackelt also mal wieder bedenklich, und nur der Umstand, dass der Coach dank seines Charmes, Witzes, seiner Intelligenz und seines extrem guten Aussehens der einzige vermarktbare Werbeträger des Vereins ist (siehe Foto), verhilft ihm zu einer neuen Chance in seinem verflixten 7. Jahr in Lissabons Vorstadt.
Immerhin wurden ja trotz des miesen Abschneidens ein halbes (von Vier) Saisonziel erreicht – man blieb wenigstens vor dem großen Lokalrivalen Sporting. „Und dann sind wir ja sogar noch erster geworden!“ so paulo33 triumphierend. „In der Unentschieden-Wertung! Acht remis, dass muss uns erstmal einer nachmachen! Da streben wir natürlich als Steigerung einen zweistelligen Wert an nächste Saison! Vielleicht können wir sogar an der Rekordmarke von 14 des SCC kratzen!“
Man sieht, Estrela hat sich mit paulo33 mal wieder viel vorgenommen. „Aber jetzt mach ich zu Saisonbeginn erstmal Urlaub“ so der Coach. „Trainingslager und so, das ist mir viel zu anstrengend. Die Jungs müssen auch mal ohne mich klarkommen. Wie man an der letzten Runde gesehen hat, hört hier ja eigentlich sowieso keiner mehr auf mich. Da können sie gleich spielen wie sie wollen!“
Wie sehen also die Ziele für die 22. Saison aus, paulo33?
"Blöde Frage. Wie immer halt:
1. Vor Campomaiorense landen
2. Campomaiorense soll Vizemeister werden
Und dann haben wir uns noch ein spezielles Zuckerl aufgehoben. Nachdem wir letzte Saison schon einen unserer <i>"ich spiel auswärts gerne 3:3"</i>-Lieblingsgegner in die 2. Liga geschickt haben, wird diese Saison der nächste aufs Korn genommen. Wer das ist, wird natürlich nicht vor Saisonende verraten. Und auch dann nur, wenns geklappt hat. Also wahrscheinlich erstmal gar nicht. Aber lustig wär das schon".
...klang es letzte Woche aus der estrela-Kabine nach dem 6:6 gegen Uniao Leiria: Die Luft ist raus in Amadora, aller Chancen beraubt, taumelt man als Schlachtvieh dem letzten Spieltag und einer miesen Platzierung, schlechter als unter Coach Paulo33 jemals dagewesen, entgegen. Auch das Saisonziel, vor Campomaiorense zu landen, kann man sich bereits seit Wochen laut Coach paulo33 „sonstwohin schmieren. Naja, ein Gutes hat die Sache aber schon“ so der Coach mürrisch. „Immerhin ist die Saison jetzt dann zu Ende und wir können nicht mehr absteigen. Wenn noch mehr Spieltage wären und wir uns weiterhin so unglaublich blöd anstellen würden, hätte ich da durchaus Bedenken. Aber wir werden nächstes Jahr mit einem neuen Kader wieder voll angreifen. Und den ein oder anderen Kandidat, der uns hier die Saison versaut hat, hab ich mir schon notiert. Da sind noch ein paar Rechnungen
offen!“
Abgesehen davon zeigte sich paulo33 mit der Entwicklung der Liga hochzufrieden: „Auch wenn jetzt wieder en alter Kämpe wie barbarina gegangen ist –heimlich still und leise, wie sie sich ja all die Jahre gegeben hat-, denke ich, die Liga hat in letzter Zeit unglaublich an Qualität gewonnen. Auch wenn vielleicht, was gegen diese Theorie sprechen würde, der SCC Meister wird , ist sie mit Sicherheit eine der allerstärksten in Europa. Da kann man halt auch mal auf die Fresse kriegen, da werden keine Fehler verziehen. Da gibt’s auch andere Trainer, die davon ein Liedchen singen können, schauen sie nur mal rüber zu unserem großen Rivalen Benfica! Wenn die schon wieder nicht meister werden, brennt doch da der Baum!“
Ob solche leicht durchschaubaren Ablenkungsmanöver paulo33 auf Dauer weiter helfen werden? Oder gerät sein Trainerstuhl mal wieder ins Wackeln?
Die 'Karriere' von SC Campomaiorense-Coach Jähnig ist lang und reich an Höhen und Tiefen. Man war dreimal in Folge Vizemeister, stürzte ab, kam wieder hoch. Doch all dies verblaßt gegenüber der Skurrilität, die sich jetzt anbahnt: Der SCC steht möglicherweise vor seiner ersten Meisterschaft seit 20 Saisons, und der Trainer - feiert nicht, feilt nicht an der Taktik, macht keine Motivationsseminare, er nimmt nichtmal Laktatwerte oder beobachtet die letzten kommenden Gegner, nein, <b>er macht Urlaub</b>. Was soll man dazu noch sagen. Da bräuchte ihn seine Mannschaft, die ganze Region einmal im Leben wirklich dringend -einer muss schließlich die getauschten Wimpel in der Trainerkammer aufhängen- , und Jähnig läßt sichs irgendwo am Strand oder in einer schummrigen Kaschemme gut gehen.
"Naja" so Estrela-Coach Paulo33 dazu. "Wäre ja nicht das erstemal, dass Jähnig nichts
mitkriegt. Und es kann mir ja eigentlich wurscht sein. Wir bewegen uns ja in ganz anderen Tabellenregionen und sind eigentlich auch schon im Urlaub. Einige Mannschaftsteile waren das ja eigentlich schon die ganze Saison. Der Kollege Zeugeyeboahs behauptet ja,<i> 'Estrela ist sehr unzufrieden mit der bisherigen Saison'. </i> Das ist natürlich so nicht richtig, 'unzufrieden' ist ein ganz falscher Ausdruck. Ich würde es eher umschreiben mit 'Ich muss reihern, wenn ich die Tabelle sehe, wenn ich meine Abwehr anschaue kommt mir die Galle hoch, warum tu ich mir das eigentlich noch an, bin ich hier im Verein nur von Idioten umgeben, ich könnt mir die Haare einzeln ausreißen wann ist diese Saison endlich vorbei HHHRRRRNNNG #@+*&%§$'.
Mal sehen, was wir aus dieser verkorksten Saison noch machen können - im Besten Fall noch ein Beispiel für meine Enkel und Urenkel dafür, wie man <i>nicht</i> Copa spielt.
Der frühe Vogel kotzt vom Wurm: Amadora verspielt sämtliche Saisonziele schon am 24.Spieltag!
Platz 1-5, im UEFA-Cup was reißen, internationale Teilnahme, tonnenweise Hall of Fame-Punkte und natürlich insbesondere vor dem SC Campomaiorense, dessen Coach wir einen wunderschönen Urlaub wünschen. landen - so lauteten einst die Ziele von Estrela da Amadora für die 21. Saison.
Doch schon am 24./25. Spieltag war alles vorbei. Erst kam Weedy und stibitzte dem bald Ex-Ex-Meister mit 2:1 den (geschätzt) 65. Heimpunkt der Saison, und dann, als man dies mit einem wahren Sturmlauf beim Konkurrenten Maritimo Funchal wieder ausmerzen wollte, besaß der Senioreninselclub die Frechheit, der wackligen Estrela-Abwehr ebenso 6 Tore durch die Beine zu schieben wie man
der Inseltruppe einschenken konnte. Nun ist die Konditon fast aufgebraucht und man muss mal wieder kleinere Brötchen backen in Lissabons grauer Vorstadt Amadora. Nicht mal der UI-Cup ist noch ein Ziel für paulo33. "Jaja, der Cup der Verlierer. Wäre zwar diese Saison gerade das richtige für uns, aber so wie meine Jungs drauf sind, wird es wohl selbst damit nichts meh werden" so paulo33 zerknirscht. "Die Liga ist halt durch einige Neuzugänge noch stärker geworden als die letzten Jahre, da wird halt jeder fehler bestraft. Und wir haben heuer davon einen Riesen-Haufen gemacht. A propos riesen Haufen. Die 21. Saison? Drauf geschissen, würde ich sagen!"
Paulo33 reist mit Estrela da Amadora mal wieder nach Madeira - und zwar mit großen Hoffnungen. Diese beziehen sich jedoch weniger auf das Punketkonto als auf die persönliche Eitelkeit des Trainers. "NikNik ist im Urlaub, weit weg in der Südsee, das ist doch DIE Gelegenheit, endlich mal das Sportstudio zu kapern!" dachte der Coach - bis zur Ankunft auf dem Studiogelände allerdings nur. Was Paulo33 dort zu seinem Entsetzen vorfand, erinnerte ihn "leider eher weniger an meine Abwehr", trieb ihm aber umso mehr die Tränen ins Gesiicht: Das gesamte Madeira TV-Gelände
abgesperrt, eingezäunt und durch mit Teamgeist-Bällen bestückte Selbstschussanlagen gesichert. "Und alles nur, um ungestört Seniorengolf senden zu können anstatt mich endlich mal ins Fernsehen zu lassen!" so paulo33 erstaunt. "Da muss ichs wohl doch wieder mit der 0190er-Nummer versuchen! Solange ich in Portugal spiele, werde ichs jedenfalls jedes Jahr wieder versuchen. Und wenn ich mich in 30 Jahren zum Seniorengolf anmelden muss!"
Kein Stein steht mehr auf dem Anderen in Campo Maior, nachdem am letzten Freitag der Tornado "Estrela" mit der Stärke 5:0 über das Provinzstädtchen hinweggefegt ist. Da die heruntergekommene Ansiedlung Campo Maior aber über kein einziges Steinhaus verfügt, war dies allerdings auch nicht anders zu erwarten, und auch der Anblick nach dem Tornado birgt nur für den geübten Betrachter Unterschiede zum Bild davor. Jetzt muss der Bürgermeister (und in Personalunion Fußballcoach des örtlichen Clubs SCC) Jähnig
Aufräumarbeiten leisten- sowwohl in der Stadt als auch in seinem Strafraum sowie seinem mageren Punktekonto. Kein leichtes Unterfangen, wie er angesichts der kommenden Auswärtsstürme bereits richtig feststellte. Ob man trotzdem Estrela noch einholen kann? Es wäre bereits das <b>vierte jahr in Folge</b>, dass man hinter Amadora landet- ob das Coach Jähnigs wackliger Trainerstuhl aushalten würde?
.. dachte sich Estrela-Coach paulo33 im Zuge des Klinsmann- Gummiband- Offensivfußball- Wahns der letzten Wochen und kreierte promt seine ganz eigene Innovation: Die gemeinsame Betrachtung des Liga-Geschehens von Unten. "Das schweißt Team und Trainer ungemein zusammen, solche Grenzerfahrungen" so der Coach. "Daher haben wir uns entschlossen, das einfach mal durchzuziehen. den 18. Platz werden wir jetzt so lange nicht mehr hergeben, bis wir unseren gesamten Vorrat an Himbeerteamgeist ausgetrunken haben."