Amadora - Hervorragende Idee des Kollegen Jähnig, ein bisschen informative Landeskunde in die Copazeitung einzustreuen. Nun also Teil 2 der Portraits der wichtigsten Copastädte, die bekanntlich allesamt im schönen Portgal beheimatet sind: Amadora.
Amadora schmückt sich mit dem Titel "hässlichste aller Lissabonner Vorstädte" und ist -Überraschung- eine Vorstadt der portugiesischen Hauptstadt Lissabon. Viele Pendler leben hier, die meisten fahren täglich zum Arbeiten nach Lissabon (bzw., um dort im Park abzuhängen und auf die neuesten Ratingagenturberichte anzustoßen), einer jedoch auch nach Manchester (dazu später mehr). Die meisten Pendler fahren mit der Metro in die Hauptstadt ("Was ist das beste an Amadora? - Die U-Bahn nach Lissabon").
Amadora hat ca. 180.000 Einwohner und ist damit nach Einwohnern eine der größte, flächenmäßig aber eine der kleinsten Städte des Pleitelandes Portugal - dafür jedoch die dichtbesiedeltste. Auch der am allerdichtesten besiedelte Landesteil liegt her, nämlich der gegnerische Strafraum im Estadio Jose Gomes, wenn der SC Campomaiorense(-> Vizemeister) zu Gast ist.
Der kommunale Haushalt wird bei den üblichen Ratingagenturen mit Zzz99 bewertet. In einer
ähnlichen Größenordnung bewegen sich die Chancen, die dem lokalen Fußballverein Estrela Amadora auf den Meistertitel eingeräumt werden. Diese Quote wird unterboten nur noch durch die Wette, dass Estrela irgendwann einmal die Vorrunde eines internationalen Wettbewerbs überstehen könnte.
Amadora ist laut englischer Wikipedia-Seite dennoch keine graue Maus, sondern durchaus berühmt: Und zwar für seine zahlreichen Staus. Außerdem liegt die Kriminalitätsrate weit über dem Landesdurchschnitt - wozu im letzten Jahr maßgeblich angebliche Spielabsprachen beigetragen haben sollen, wie man hört.
Auch Architektonisch hat Amadora einige maßstabsetzende Highlights zu bieten (http://en.wikipedia.org/wiki/Amadora -> "A typical example of architecture of the municipality"). Das Symbol der Stadt ist hingegen ein Granatapfel. Der Bezug zur stets granatenmäßig aufspielenden Mannschaft von Estrela da Amadora sticht sofort ins Auge. Aus dem Fußball stammt übrigens auch der einzige berühmte Sohn der Stadt: Luís Carlos Almeida da Cunha, auch bekannt als Nani, wohnt in Amadora. Wie er es (-> Pendler) von hier jeden Tag (->Staus) pünktlich ins Training von Manchester United schafft, ist jedoch unklar.
Amadora - Huii, da hat der Kollege von der Insel aber tief ins Glas geschaut. In die Kristallkugel, besser gesagt, um Fehlinterpetationen und etwaigen Verleumdungsklagen gleich vorzugreifen. So weit in die Zukunft kann Estrela-Amadora-Coach Paulo nicht blicken, der Copa-Opa weiß ja nichtmal, ob er die 38. Saison noch erleben wird.
Aber bis zum Ende der aktuellen Saison sei mal ein Ausblick gewagt: Wie üblich legt Paulo sich fest: Meister
wird ... nein, das sagt er nicht, denn zu dünn ist hier möglicherweise der Grat zum Manipulationsvorwurf. Doch wer auf die Tabelle blickt, auf die Oddsetwertung und auf die Historie kann sich dazu ohnehin eine fundierte Meinung bilden. Oder kommt es doch anders als man denkt? Paulo denkt erstmal nur an die Lissabonner Stadtwertung, und da wird man natürlich auf jeden Fall vor Sporting einlaufen. Ob auch vor Belenenses, wird sich an diesem Freitag zeigen.
Amadora - Ein Grieche ist wieder auf dem Dampfer, wenn man den jüngsten Pressemiteilungen aus dem Pleiteland Glauben schenken mag. Nun, ein Grieche auf einem Dampfer, das hat im Land der Kykladen-, Kakerlaken- und sonstigen Inseln ja erstmal den Sensationswert von "Engländer stochern im Nebel" oder "In China Fahrräder umgefallen" (was auch nicht mehr ganz so aktuell ist, es sei denn, die Fahrräder sind unter eine Kolonne aus süddeutschen Luxusschlitten
geraten).
Interessant ist diese Meldung für Estrela Amadora-Coach Paulo aber dennoch aus zweierlei Gründen: Erstens handelt es sich beim Urheber um den Trainer eines Lokalrivalen, wenn auch eines mit ausgesprochen magerer sportlicher Bilanz. Und zweitens ist da die Frage, die sich der Leser berechtigterweise stallt: Theodorakis auf dem Dampfer, schön und gut - und je weiter der Kahn fährt, umso besser: Aber ist es denn auch der richtige Dampfer? Daran werden nicht nur in Fachkreisen berechtigte Zweifel geäußert.
Amadora - Kopfschmerzen sind angesagt im Amadora-Stüberl (kein Steinhaus im Übrigen, sondern eine Bretterbude Marke Favela XL). Estrela-Coach Paulo wankt von einer Migränenattacke in die nächste. Der Stress im Abstiegskampf, Phantomschmerz ohne die heißgeliebten internationalen Spiele, Trauer über den Verlust von picknick, van de Pilsbar und Barney Geröllheimer? Verständlich wärs.
Doch nichts von alldem: Schuld ist
eine Ladung Wein, die der stets klamme Alcoach aus Lissabons hässlichster Vorstadt von einem Kollegen zugeschustert bekommen hat. "Ein Spitzenwein, und so günstig. Wir haben Ausverkauf, alles muss raus! Wir machen den Laden dicht!" hatte der Kerl gessagt und Paulo gleich eine Wagenladung angedreht. "Sirtaki Pleiteberg" heißt der edle Tropfen, dessen Herkunft der Verkäufer leider nicht preisgeben wollte. Naja, Hauptsache es schmeckt.
Amadora - "Endlich ist er weg" - der Reaktion des Kollegen J. (Name der Redaktion bekannt) auf den Abgang des Uniao-Leiria- Trainers (Name ebenfalls bekannt) kann man in Amadora nur beipflichten, allerdings mit dem kleinen Zusatz "allerdings zwei Wochen zu spät".
Schade ist dabei natürlich auch, dass man die bereits ausschweifend gestalteten Träume von einem 6:5-Triumph im Rückspiel samt
anschließender Polonaise durch Leirias Vereinsheim nun ad acta legen und sich anderen Phantasien widmen muss. Doch da man nach Ansicht nicht nur einiger Kollegen im Abstiegskampf angekommen ist, sollte man sich in Lissabons hässlichster Vorstadt vielleicht ohnehin mit anderen Themen beschäftigen als mit persönlichen Fehden und Rachegelüsten. Oder ist auch schon alles egal? Die nächsten ZATs werden es zeigen.
Amadora - Estrela auf Platz 17. Kommt einem ja irgendwie bekannt vor. Ist denn die Saison schon wieder rum? Hat die nicht gerade erst angefangen? Was hat denn der "Immer-Ärger-mit"- Paulo diesmal angestellt? Und wo ist eigentlich der Nachbar Cafu?
Nein, diesmal ist alles ein bisschen anders. Naja, ... der Auslöser des Absturzes war jedenfalls diesmal der alte Rivale Uniao Leiria, der locker-flockig die ehemalige Festung Estadio Jose Gomes stürmte und Estrela in den Keller schickte. Es läuft nicht wirklich rund in Portugatel für Paulo in letzter Zeit. Aber da hilft kein Jammern, man muss zusehen, wie man da wieder rauskommt.
Amadora - Das erste Derby der Saison steht an für Estrela Amadora: Sporting Lissabon heißt der Gegner. Kann bereits hier der Grundstein für den angestrebten Sieg in der Hauptstadtwertung gelegt werden? Und seit wann ist ein portugiesisch- griechisches Duell eigentlich ein Lokalderby?
Doch das ist nicht die entscheidende Frage. Was Estrela-Coach Paulo viel mehr bewegt ist, dass der seit Jahren von Pepeke 'Schuldenfalle' Theodorakis versprochene NMR, wie bei Zusagen aus Griechenland allgemein nicht ganz untypisch, vermutlich wieder nicht geliefert wird. Ist das jetzt Diskriminierung? Oder gar Absprache? Wir werden es spätestens nach dem letzten ZAT an der Tabelle ablesen können.
Amadora - Da hat er ausnahmsweise mal unrecht, der Kollege Jähnig: Dass der Sturz des SC Campomaionayse vom ersten auf den (früher) angestammten Vizemeisterplatz Paulos Stimmung aufgehellt hätte, ist leider falsch. Das jährliche, mal langsame, mal beschleunigte Absacken des SCC lockt in Amadora keinen mehr hinter dem schon lange ausgangenen Ofen hervor.
Mit Interesse wird jedoch die Pressearbeit des Provinzclubs aus Campo
Maior beäugt. Ob die "Huii, der SCC ist Tabellenerster / zweiter..." - Schlagzeilen der ersten Spieltage so konsequent fortgesetzt werden? Da könnte ja ein Großteil der Presse der nächsten Wochen bereits auf Vorrat gedruckct werden. ("Huii, der SCC ist Oddsettführender / Tabellensechster / Gegentorrekordhalter/ Tabellensiebzehnter / abgestiegen / trainerlos...". Wir sind schon sehr gespannt, wie das weitergeht!
Amadora - Nach wie vor ist die Superliga geprägt von großem Gejammer allerorten. Alles was vorbeikommt, wird ins Feld geführt, um miese Stimmung zu machen: Portugate, geflohene Teilzeitmeister, miese Stimmung, ausgefallene picknicks, internationale Übe(nm)rforderung, und als Krone des Ganzen: Ein Jähnig an der Tabellenspitze. Doch das muss nicht sein! Das Leben ist doch schön!
"Ich verstehe die schlechte Stimmung mancher Kollegen nicht" so Paulo. "Ist doch alles super hier. Ich mein, der Picknick war doch eh überbewertet.
Hat alles händisch gemacht, also bitte. Hat so ein Amateur denn etwas in unserer Checkerliga verloren? Eben. Zumal wir mit Sota Arveladze einen Ersatz bekommen haben, dessen Namen dem Vernehmen nach auf georgisch 'Essen auf einer karierten Decke im Grünen' bedeutet. Gäbe es einen besseren Eratz? Auch ein NMR in der Champions League ist doch kein Beinbruch, da die Pokalplätze hier sowieso nicht so begehrt sind. Das einzige, was auf die Stimmung drückt, ist der SCC auf Platz 1. Aber das legt sich erfahrungsgemäß auch schnell wieder."
Amadora - Nun startet sie also doch endlich, die 32. Copasaison. Überraschenderweise nach wie vor mit Estrela Amadora samt Coach Paulo an der Seitenlinie, auch mit einem Meister wider Willen aus Aves, aber dafür ohne picknick und den zwischenzeitlichen Meistertrainer van de Baydar, ja selbst -Stichwort Kollateralschaden- ohne den Frosch, der mal wieder weitergehüpft ist, diesmal immerhin zu einem passenderweisen grünen, nach Fisch müffelnden Verein im Sumpfgebiet des norddeutschen Tieflands. Kurz gesagt: Die Superliga läuft mit reichlich Ballast auf vielen Seiten in ihre 32.
Saison aus.
Man darf gespannt sein, wie sich das auswirkt. So chaotisch geht es zu, dass es fast nichtmal mehr verwundern würde, wenn am Ende der Saison der SC Campomaiorense ganz oben stünde. Immerhin konnte dank Portugate der internationale Super-Gau verhindert und anstelle der traditionellen Pokaldeppen aus Amadora mit Academica Coimbra ein Vertreter mit reichlich internationaler Erfahrung ("AC/DC heute in der Mehrzweckhalle Kleindumsdorf") rekrutiert werden. Dennoch hofft Paulo mit allen Superligatrainern auf eine gute Saison. Mal sehen, ob der Spielspaß wiederkommt!
Amadora / Funchal - so sehr Estrela Amadora - coach paulo und sein insulanerkollege horst manson auch in manchen Dingen auseinander liegen mögen, was die bewertung der abgelaufenen Saison angeht (für amadora ist sie tatsächlich schon zu ende auch wenn noch ein unbedeutender Spieltag ansteht), so einigt sie doch eines: ihre träume. Genaugenommen folgender Traum: gemütlich fährt Horst auf der Autobahn 5 seinem ziel entgegen. plötzlich brettert aus dem Hintergrund ein Opa im Rollstuhl, nur mit einem fc bayern Trikot bekleidet heran und setzt zum überholen an. Traum oder Realität? und wie wird es ausgehen?
Amadora - Starke Worte schallen von der Rentnerinsel Madeira aufs Festland. Nach Ansicht des ortsansässigen Trainers soll Tabellenführer CD des Aves bevorteilt worden sein. Viel schlimmer aber noch: Estrela Amadora- Coach Paulo wurde als Bausparkassenangestellter verunglimpft!
"Das kann ich nicht auf mir sitzen lassen" so Paulo. "Ich trage definitiv keine lustigen Mickymauskrawatten. Das muss ich ganz entschieden dementieren. Und wenn ich jemandem Finanzprodukte andrehen würde, dann ganz bestimmt keine langweiligen Bausparverträge, sondern hochwertige Zertifikate, Derivate oder Swaps. Da ist doch der Nervenkitzel viel größer."
A propos Nervenkitzel. Wenn der Kollege Manson einen zweiten Blick auf die
Superligahistory und das Estrela-Restprogramm würfe, werden ihm vielleicht auch ein paar andere Gründe auffallen für die "taktisch hochwertige" (Paulo) A-6 von Estrela Amadora auf der Insel. Vielleicht tuts auch ein Blick in die Bibliothek. "Die Titelverteidigung als Nachweis der strukturellen Strukturschwäche einer Copaliga" "Warum sich 3x Capo nie wiederholen darf", oder "Tabellenspitze wechsle Dich"
wären da einschlägige Standardwerke, ebenso wie "Rechtzeitig TK Abwerfen für Fortgeschrittene" oder Algorithmus der stringenten Riskoanalyse der A-6 in progressiver Kohärenz zum heranrückenden Saisonende ".
Amadora - Zweimal die Klappe weit aufgerissen, zweimal ist nix passiert: So die Bilanz der großspurig als Rachefeldzug für in der Vorrunde begangene Unverschämtheiten der Kollegen cafu und Solo angekündigten letzten Auswärtsspiele von Estrela.
Damit hat man nicht auf peinliche Art und Weise nur der schleimigen Kröte (übrigens: Bald beginnt wieder die Zeit der Amphibienwanderung über Fernstraßen) den grünen Arsch im virtuellen Abstiegskampf gerettet, sondern auch der grauen Maus cafu die Tür zum unverdienten
Titel unverantwortlich weit aufgestoßen. Selbst dümpelt man dafür im Mittelfeld herum, nur einen Platz vom erbärmlichen Boavista-Revolutionsführer paulruts entfernt. Mehr graues Mittelfeld geht nicht.
Groß angekündigte Revanche misslungen, keine Chance auf irgendwelche Titel, altersstarrsinniger und arroganter Trainer, das kennt man doch irgendwoher. Ist Estrelas Präsident eigentlich Wurstfabrikant? Sollte Paulo dringend mal recherchieren, wenn er wissen sill, ob er auch nächste Saison noch im Estadio Jose Gomes tätg sein wird.
Amadora - Portugal wird Weltmeister! Mit einer taktisch "ausgefeilten" Leistung wurden die Amateure aus Sambia erwartungsgemäß vom Platz gefegt. Nun steht man schon im Viertelfinale, wo... äh, ein weiterer Gegner wartet, zur Schlachtbank geführt zu werden.
Gut, man muss wohl mit Blick auf das TK-Konto wie auch bei den WMs 1-6 einschränken: Weltmeister wird man dann wohl eher bei der nächsten Copa-WM. Dann ist vielleicht auch Paulo wieder dabei. Wenn er sich angesichts des Mittelmaßes, in das er Estrela agestützt hat, überhaupt noch qualifizeren kann. Andererseits, wie
schon Kollege Jähnkg konstatierte: Eine Saison kann gar nicht so schlecht laufen, dass man hinter dem SCC landen würde.
Damit kommen wir auch schon zum angeblichen Thema des Artikels: Warum Des Aves nicht Meister wird. Weil sie heute eine Heimklatsche gegen Amadoraa bekommen? Nun, auch dieses Spiel, so munkelt man, wird eher ausgehen wie andere hochgejazzte Duelle in letzter Zeit. Oder doch nicht? Haut Paulo nochmal einen raus, um das Mittelmaß wenigstens mit einem Pau(lo)kenschlag zu festigen? Wie auch immer, Cafu wirds auch sonst schaffen, rechtzeitig wieder abzukacken und Paulo im Mittelmaß Gesellschaft zu leisten.
Amadora - Das war knapp! Nicht nur Traineropa Paulo hatte die Seleccao schon als ausgeschieden abgeschrieben bei der WM, bevor ein unfähiger Gruppengegner doch noch den Weg in die KO-Runde ebnete. Glückwunsch auch aus Amadora zu dieser tollentaktisch hochwertigen glücklichen Leistung!
Mit soviel Glück an den (Favoriten-?) Schuhen hat das hochklassige Trainertrio natürlich so banale Hilfsmittel wie TK-Bonusunterstützung durch einen Zeitungsartikel nicht nötig. Andererseits hat sich gezeigt, dass Artikel von nicht bei der WM engagierten Kollegen durchaus heiß begehrte Mangelware sind.
Daher bietet Paulo nun die ihm als
WM-mäßig ungebundenen TV-Experten ("Paulo-Kalli Feldkamp") zur Verfügung stehenden 0,4 TK bis zum Finale auf dem freien Markt an. "Die Regeln sind ganz einfach" so Paulo. Interessierte WM-Teilnehmer schreiben gute Gründe auf, warum ich ausgerechnet ihnen meinen Bonus anvertrauen sollte. Wer die besten Gründe hat (bzw. wer am besten rumschleimt) bekommt den Zuschlag. Natürlich könnten -nur so als Idee- im Tausch, bei zufälliger gemeinsamer Ligazugehörigkeit, auch 0:1- Heimniederlagen gegen Amadora, Manly & Co. oder A6en gegen unliebsame Konkurrenten von CAI, Lusaka Dynamos etc. vereinbart werden. Da bin ich für alles offen."