Erst in seiner zweiten Saison, faehrt Troublemaker Xerez nun auch den arrivierten Kraeften Chiles an den Karren. Eine A6 zum Saisonauftakt - wenigstens der unsaeglichen Langeweile der Primera División fuer einen Moment entflohen; kurzum: der Kraefteverschleiss hat sich gelohnt.
Wie der Rueckrunden-auftakt aussieht, kann sich der neutrale Beobachter nun also selbst ausmalen. Xerez hat seinen Schlachtplan jedenfalls schon vor sich liegen.
Es geht also weiter mit freudigem Appetitfussball gegen einen Trainerlosen Wonneproppenverein, als auch gegen Fledermaeuse im Vereinswappen.
Ob sich jemand wohl wundert, das Xerez keine Taktik mehr hat?
Da bleibt der Xerez der Revanche willen in Chile, doch nun stehen die ExilItaliener trainerlos in der oberen Tabellehaelfte, doch sehr verloren dreinschauend, waehrend Zainello sich seiner selbst in Argentinien erfreut.
Doch gut, die Primera División ist dennoch stark besetzt und fuer Xerez wird es in erster Linie darum gehen, seine Mittelfeldsaison zu bestaetigen. Ob dies klappen wird ist natuerlich eine andere Frage.
Die Trainingsmethoden sind kaum geaendert worden; hoechstens mehr Ballsport als Ausgleich wurde den Spieler aufoktroyiert. Was damit gemeint ist, scheint jeder selbst ausmachen zu muessen. Manche Spielerfrau laesst jedenfalls Xerez' Telefonlinie heisslaufen in letzter Zeit...
So ist also die Ausgangslage in Temuco. Nachdem man anfangs der Saison gute Ansaetze gezeigt hat, um auch in Chile bestehen zu koennen, wurde man gegen Ende der Hinrunde zu uebermuetig. Statt sich aufs "Core Business" zu konzentrieren, bevorzugte Xerez vor allem Sticheleien und Intriegen gegen andere Trainerkollegen.
(Insgeheim ist ja der wahre Grund von Pepekes Wechsel, dass Xerez seine Einladung zum Dinner ausgeschlagen hat. Doch Huevos de Toro vermoegen unserem Gourmet nun mal beileibe kein Laecheln aufs Gesicht zu zaubern; A.d.R.)
Nun steht man trotz dieser Hassles (¿oder warens nur getarnte Hustles?), auf sicherem Grund im Mittelfeld der Tabelle.
Viel moeglich ist nicht mehr, denn man weiss nicht,
welchen Gegner man eher kitzeln sollte. Sowohl gegen den amtierenden Meister, als auch gegen CDF Arturo Fernández Vial, hatte man in der Hinrunde ja auesserst ungluecklich agiert und denkbar knapp verloren. Dieses Mal sollte eher ein Offensivspektakel garantiert sein, rechnet man in Temuco doch mit einem versoehnlichen Saisonabschluss, wo nochmals 10 Tore ausgeschenkt werden duerfen.
Das Saisonziel wird man hoffentlich erreichen koennen, damit die leidige Geschichte Chiles doch noch ein Ende ohne Schrecken beinhalten koennte. Doch wo Xerez naechste Saison seine Zelte aufschlagen wird, steht in den Sternen. Eine Vertragsverlaengerung in Temuco hat er bisher ausgeschlagen. Vermutlich pokert er einfach mal wieder zu hoch...
Anders ists nicht zu beschreiben, was Xerez momentan in Chile abliefert. Doch scheint wenigstens etwas sicher zu sein. Man wird in der Tabellenlage besser dastehen als letzte Saison. Ein Erfolg fuer den verschlafenen Klub aus Temuco also.
Dennoch schaut sich Xerez nach einem interessantern Klub fuer die naechste Saison um. In Chile ist er nie richtig angekommen und auch das Taktische Gespuer laesst zu wuenschen uebrig.
Wie kann es sein, das an einem Spieltag kurz vor Ende der Saison alle Auswaertsteams eine 0 setzen.
Fragen ueber Fragen, mit welchen sich Xerez in Zukunft nicht mehr beschaeftigen moechte. Doch man hat ja noch einen Auftrag hier in Chile, der zum Bleiben bewegt: Die H6 gegen den (M)...
Doch wozu fuehrt diese Oednis? Doch nicht etwa in den Abgrund? Obschon, moeglich waers allemal. Doch die Oednis ist ja auch ein steter Begleiter im chilenischen Niemandsland (gemeint ist hier - achtung; Wink mit dem Zaunpfahl - ebenso die Tabellenlage).
Doch woher ruehrt dieses unbaendiges Interesse fuer den chilenischen Fussball?
Ist es der Abgrund der Tabelle? Die ruhige Zeitungslandschaft? Oder der erhabe Sinn fuers Wesentliche, welchem vor allem seit einiger Zeit laediter Trainer erlegen. Dies ist nachvollziehbar, sonst wuerde sie sich nicht mit minimalem Aufwand in den vorderen Positionen der Tabelle halten. Xerez hat noch viel zu lernen. Zeit hat er ja, in der Oednis
Anders kann mans nicht beschreiben. 8 Gegentore in 2 Spielen, und dennoch 4 Punkte geholt. Soll man da zufrieden sein? Ein heikles Thema, vor allem als Neuling in einer solch kompetitiven Liga. Als Neuling haette man wohl auch wissen sollen, das man chilenischer Trainer anfangs Juli mal einen ZAT pausiert um danach seinen Kollege wiederum vor den Bug zu schiessen.
Wahrlich keine konfortable
Ausgangslage fuer Xerez. Nun stehen auch noch harte Spiele bevor. Dennoch kann man zufrieden sein, denn der Luncheon in Brasilien war ein sehr angenehmer Ausgleich zum doch recht rueden Alltag in Chile. Ein saftiges Rindssteak war genau, was Xerez in solch einer Situation Milde stimmen konnte. Obs eine solch Staerkung jedoch reicht um nun auch noch in der Meisterschaft fuer ein bisschen Furore zu sorgen?
Man nähert sich in der Tabelle wieder dort, wo man begonnen. Den hinteren Plätzen nämlch. Xerez hat sich also sichtlich übernommen, wenn er anfangs Saison auf den vorderen Plätzen rumhüpfte und so unnötig Energie verpufft. Ob die Abwärtsspirale aufgehalten werden kann ist zu bezweifeln. Das Programm präsentiert sich unübersichtlich und auch die Kräfte der Gegner lassen nicht nach. Eine äusserst schwierige Angelegenheit also.
"Ja gut, wir dürfen uns
einfach nicht verrückt werden machen lassen. Dass nun schon wieder nun vermutlich gegen einen Paten spielen, macht die Sache natürlich nicht leichter, aber wir werden versuchen unsern besten Fussball auszupacken. Vielleicht spielt uns ja in die Hände, dass wir uns nicht zum Dinner angemeldet hatten und auf leere Teller glotzen mussten."
Xerez sprachs und liess sich per Privatjet nach Brasilien bringen um mit einem alten Schlachtgefährten in einer Churrascaría ein wahres Mahl zu geniessen.
Die geballte Ladung. Nicht zu knapp. Eine eiskalte Brise weht nun Xerez im chilenischen Niemandsland entgegen. Auf Vorsicht bauen, statt Beef in die Runde zu schicken soll nun also seine künftige Devise sein. Retourkutschen, welche also immerwährend über den Platz geistern, nehmen also auf in Chile an Fahrt auf.
"Nun gut. Ich lass mich dadurch nicht entmutigen, nehmen es dennoch wohlwollend zu Kenntnis. Ciao.", so ein salopper Xerez zum Nachwuchsreporter der italienischen Kolonie Chiles. Der Ball ist rund, das Rad ist rund, der Boomerang kommt zurück. Wo soll das denn ein Ende nehmen?
Hier erkennt man die rot schimmernden Pausbäcken des chilenischen Frischlings. A por todo!
Jaja, zu schön wärs gewesen, doch Trainerfuchs Zainello liess sich nicht überlisten. Nun reiht er Siege aneinander, als wärs das einfachste der Welt. Xerez bläst hingegen eine steife Brise ins Gesicht. Und die Rückrunde lässt nichts Gutes erahnen. Zuerst gegen Nublense, dass starken Aufwärtstrend zeigt, und dann gegen die potenten Herren aus Cobreloa. Man darf sich also nicht auf Rosen gebettet fühlen.
Die Gesetze in Chile scheinen wie in Stein gemeisselt zu sein. Schwirig, wenn man als einziger (!) Neuankömmlig sogleich Empfangsgeschenke erhofft. Diese Blauäugigkeit sollte während der Rückrunde abgelegt werden, sonst wird die Saison dort enden, wo sie vor einiger Zeit begonnen hatte.
Diese Frage beschäftigt seit langem die chilenischen Gazetten. Ob die Auswirkungen der Vulkanasche auch die Tintenschwärze der Blätter beeinträchtigen bleibt jedoch ungewiss.Eine andere These soll hier erleuchtet werden: Wie kann die tranzendentale Heimstärke in Chiles Primera División durch aufmüpfiges Gestänke durchbrochen werden?
Als Neuling in diesem Andenbollwerk eine gar schwierige Aufgabe;
so schwinden auch die TK Reserven von Temuco unausweichlich, da er sich einfach nicht getraut, den 1er zu Hause zu setzen. Ob dies nun am Ende der Hinrunde der Fall sein wird? Oder wird der Höhenflug durch einen läppischen Auftritt zur Saisonhälfte getübt, worduch der saisonal bedingte Rückfall in der Tabelle, den Universitätskickern gleich, eingeläutet wird. Ein spannender Hinrundenausklang steht bevor. Vamos!
Nun also doch. Der Wind hat gedreht und die Gegner sind merklich heftiger gegen Xerez am Werke, als er es sich erhofft hatte. Nun gut, Herbster hatte sicherlich die Erinnerungen an die warme Luft der Zeitungsartikel, welche auch in den Emiraten immer wieder für Unruhe sorgen. Nun steht also Xerez für einmal Abseite! Doch nicht genug. Nun ist auch noch der Tabellenführer zu Gast. "Ein Schelm, wer Böses denkt, aber ich denke kaum, dass diese Studententruppe
berechenbar ist. Man kann sich höchstens aufs Schlimmste vorbereiten und hoffen, dass das Stadion ganz bleibt, sollte die johlenden Horden aus Santiago anreisen.", meinte Xerez läppisch.
Dass das Semester auch eben gerade zu Ende gegangen ist in Chile ist kaum hilfreich, sind doch die Anhänger des Hauptstadtklubs als Schreihälse bekannt. So bleibt fast kaum Zeit, eine Taktik gegen die anderen beiden gegner zu entwicklen. Lassen wir uns also überraschen.
Oder so ähnlich kann das Schelmenstück von Xerez beschrieben werden. Der Krösus wurde abserviert, mit einer Raffinesse, welche manchen eher aus Rousseaus "Lettre sur le Valais" bekannt sein möge.
Doch genug prosaisches Geplänkel, ein harter nächster ZAT steht bevor, wo es unter anderem gegen Tabellennachber Herbster geht. Mit Gitarre und Purros unterm Ärmel zieht Xerez nun von dannen, in Gedanken an die lange Saison, sein lädiertes TK, Don Solos Ukulele und
verstaubte Gesänge aus miefenden Talleres in Temuco.
Sei nicht traurig, der Nebel naht, Es ist ja kein Essig, der in deinem Magen labt.
Auf ein weiteres marginal wichtiges Ereignis, wird an dieser Stelle vielleicht nächste Woche berichtet. In Temuco gibts jedenfalls schon ab Mittwoch nur mehr Terremotos in den Gaststuben, wo sich manch einer ob der obsolethen Fresken an den Mosaikwänden ergötzt haben soll. Der Stimmung sei dies diametral entgegengewirkt haben. Con limón y sal..
Obschon Temuco diesen Spieltag einen beachtlichen Sprung nach vorne in der Tabelle gemacht hat, darf man diesen selbstredend nicht überbewerten. Vermeitlich leichte Gegner waren bis nun auf dem Menu, doch diese Woche kommt es nun knüppeldick: Zuerst gegen den Routinier der Unión San Felipe und gleich im Anschluss hat man den Ligakrösus aus Osorno zu Gast, vor dem ganz Lateinamerika zittert, falls er die Muskeln spielen lässt. Xerez hat schon ein spezilles Trainingsprogramm entwickelt, welches helfen soll, sich maximal auf diese schwierige Aufgabe vorbereiten zu können. Dies ist auch bitter nötig, will man nicht in entgegengesetzte Richtung fallen, womit sich die 2 Siege als Strohfeuer entpuppern würden. Warten auf Freitag!
Neben prosaischen Selbstinszenierungen und mauen Spieltagen, findet Xerez wenigstens auch Zeit mit Lamas durch die Anden zu trekken. Es ist offensichtlich, dass die Spielkultur in Chile sich eher des Piscos erwärmt, denn des Spiels des runden Balles. Wohl sind einige Solisten nicht nur technisch, sondern auch im Rumlümmeln mit Papier und Feder ziemlich versiert, doch obs auch nützen wird...
Lasziv steckt Xerez sein Hütchen zum Fenster raus und steigt beschwingt auch seinen Balkon um sich für einmal in LYRIK zu versuchen; Ach weit gereister Solist/ der lokal verkümmert ist/ scheint mit Welt noch zu hadern / lasse lieber folgen Taten.
Hoffen wir die taktischen Überlegung aus Temuco werden etwas erspriesslicheres zu Tage bringen. Obwohl..
Er scheint ganz froh zu sein in Temuco gelandet zu sein. "Genüsslich, welch Husarenstücke schon in der ersten Runde hier in Chile zu beobachten sind. Nicht im Traum hätte ich gedacht, dass ich in so einem Tollhaus noch einmal tätig sein würde.", meinte Xerez, der sich trotz zahlloser Ideen, Einfälle und Taten eher Durchfälle gewönht ist und
dementsprechend sitzend seinen Trainerdasein zu fristen pflegt.
Ein wild durchmischtes Tabellenbild ist nun Tatsache. Den Überblick gilt es weder zu gewinnen noch zu verlieren, aber dennoch muss davon ausgegangen werden das auf dem universitären Campus zu viel gesoffen wurde. Eventuell wird sich ja der Übermut auch noch in den nächsten paar Runden bewahrheiten. Wir dürfen gespannt sein!
Wie das schöne Sprichwort impliziert, sollte dies eigentlich reichen für den beschwerlichen Weg nach oben in der Tabelle. Dennoch scheint Xerez ein anderes Medium zum Erfolg gefunden zu haben. "Gebietet doch bitte Einhalt mit solchen Binsenweisheiten. Jeder weiss doch, dass meine Spieler nach vino y mujeres trachten, denn trochnes Brot im stillen Wässerchen dünken möchten."
Ob diese innovativen "Trainings"methoden jedoch gut ankommen in Temuco wird sich noch zeigen müssen. Statistisch gesehen, ist Xerez trotz aller Wirren höchstwahrscheinlich am richtigen Ort gelandet, gilt doch Temuco als Hochburg der Hochstapler.
In diesem Sinne: Freut euch auf ein Torfestival!