"Jaja, die Karnevalszeit ist schon scheiße. Überall hat man Verpflichtungen. Von Morgens bis Abends arbeiten danach noch saufen gehen und Morgens wieder raus. Das hält man nicht lange durch. Ich bin froh, wenn die Zeit vorbei ist und mein Leben wieder in geordneten Bahnen läuft. Ich komm zur Zeit gar nicht klar..."
Bei diesen Bedingungen fragt man sich, wie Huachipato derzeit überhaupt Erfolg haben will. Der Trainer scheint ja keine Zeit für das Team zu haben...
Herbster könnte kotzen: Am Anfang läuft es immer wie geschmiert, doch dann kommt Sand ins Getriebe. Zu Beginn der Saison an der Spitze, rutschte man stetig nach unten ab und nun ist sogar Reverend Eigenrauch vor ihm! Ein handfester Skandal! Wenn Huachipato den Fall nicht abfangen kann, könnte es sogar in die Regionen gehen, wo Scolari rumdümpelt - ach nein! So tief kann man ja gar nicht fallen...
Ziel ist es jetzt, die Heimspiele zu gewinnen und zunächst sichere Punkte zu holen, um nicht Gefahr zu laufen gegen den Abstieg kämpfen zu müssen.
Es ist wie jedes Jahr, Chile sucht sich eine Mannschaft raus, die schon nach wenigen Spielen zum Meister gemacht wird. In diesem Jahr ist es zufällig der amtierende Meister Universidad de Concepción. Alle sind zu feige und Don Solo selber spart sich reich.
"Es wird ihm viel zu leicht gemacht. Wir haben unsere Pflicht erfüllt und 5:0 gegen Concepción gewonnen. Wir wollen uns jetzt nach dem 3er Spieltag weiterhin im oberen Drittel halten. Das ist die Vorraussetzung für einen erfolgreichen Saisonverlauf. Wir geben Gas!" so Herbster.
4:5 ging Herbsters Elf bei Juan Jalapeno unter. Momentan steht leider nur der 5. Platz zu Buche, doch bei Huachipato ist man in dieser Saison geduldig. Solang Higgins und Huachipato vor Scolari (haha) und Reverend Eigenrauch stehen, ist alles in bester Ordnung! Und so schnell sollte diese Konstellation nicht gebrochen werden - eigentlich. Herbster ist zuversichtlich und setzt auf altbewährte Taktiken. "2 Siege wären optimal!" Wie er das gemeint haben soll, versteht nur leider niemand, denn ein Gegner ist sein bester Freund, Michél Platini!
Auch gegen Scolari's Ex-Club, den CD Cobreloa behielt Herbster die Oberhand. Mit 3:2 konnte das Heimspiel knapp gewonnen werden. Trotz des Sieges verlor man Platz 1 in der Liga, da CD Coquimbo Unido nun das bessere Torverhältnis aufweisen kann und nun den Platz an der Sonne geniesst. Herbster will nun im nächsten Auswärtsspiel versuchen, die Chillischote Juan Jalapeno vom Thron zu stossen. Damit dies sicher gelingt muss vor der Kür die Pflicht erfolgreich bestritten werden. Herbster's Ex-Ex-Club CF Universidad de Chile ist zu Gast in Huachipato.
Herbster hat untermauert, warum die Achse des Bösen zur Zeit allen Grund hat, zufrieden zu sein. 4:2 fegte er Reverend Eigenrauchs Club weg, bevor man dann auch noch Brillenträger Scolari mit 4:3 ins Verderben stürzte. Summa sumarum macht das Platz 1. Da würde Herbster natürlich gerne auch am Saisonende stehen. Doch war da nicht ein Mindestalter für Meistertrainer?
"Mir wäre auch egal, wenn Platini Meister wird, schliesslich wäre es in beiden Fällen ein Erfolg für die Achse des Bösen. Nur der Betbruder und die Brillenschlange dürfen nicht vor uns stehen!"
Sie hat sich mal wieder für codylein entschieden, den alten Greis aus der hintersten Ecke Chile's.
Es scheint so, als müsse man als Trainer erst ein gewisses Alter erreicht haben, damit man in Chile Meister werden kann. Schließlich ist es Michél Platini auch schon gelungen, der ja auch nicht mehr der Jüngste ist.
Sieht man sich nun die Statistik an, scheint sich der Verdacht zu bestätigen:
- Meister Saison 15: <b>Fitzcarraldo,</b> offizielles Alter <b>38.</b>
- Meister Saison 16: <b>Fitzcarraldo,</b> offizielles Alter <b>38.</b>
- Meister Saison 17:
<b>Michél Platini,</b> offizielles Alter <b>43.</b>
- Meister Saison 18: <b>codylein,</b> offizielles Alter <b>46.</b>
- Meister Saison 19: <b>Berliner,</b> offizielles Alter <b>bereits verschimmelt.</b>
- Meister Saison 20: <b>Su Eminencia el Cardenal Brainchild X,</b> offizielles Alter <b>39.</b>
- Meister Saison 21: <b>Diego A. Villareal,</b> offizielles Alter <b>40.</b>
Damit scheint es klar: Man muss also weit über 30 sein, um die Berechtigung zu haben, in Chile Meister zu werden. Dann braucht auch Reverend Eigenrauch wohl noch ein paar Jährchen. Herbster denkt in den nächsten 10 Jahren auch noch nicht an einen Titelgewinn.
Der Fluch bleibt Herbster treu. Noch immer konnte er in Chile keinen Titel holen. Viele andere haben es schon geschafft. Der Kardinal, sein bester Verbündeter Platini und leider auch codylein, der zum Glück am letzten Spieltag der Vorsaison noch abgefangen wurde. Damit wurde Chile vor einem GAU bewahrt. Unser Dank und die besten Glückwünsche zum Titelgewinn gehen damit an Universidad de Concepción unter Trainer Don Solo.
"In dieser Saison soll es wieder ein anderer sein", wünscht sich Herbster. Wenn es schon nicht er selber ist, dann wenigstens nicht codylein...
Na dann... so soll eben codylein Meister werden. Die Liga will es so und dann will auch Herbster dem ganzen nicht im Weg stehen.
"Der letzte Spieltag hat es ganz klar gezeigt. Die Liga steht hinter codylein und CD Concepción. Ich dachte, man könnte den Jungs in Chile mal die Augen öffnen aber es scheint ja nicht an dem zu sein. Im Zuge des Gruppenzwangs will ich mich dem Rest der Liga mal anschliessen und dem alten Mann auf dem Weg zu seiner 2. Meisterschaft keine Steine in den Weg werfen. NATÜRLICH hat er es verdient..."
Um "alles aus sich rauszuholen" konzentriert sich Herbster zur Zeit ganz auf sich selbst, lässt sich von nichts und niemandem aus der Ruhe bringen und ist sich selbst der Nächste. Seit neuestem plagen ihn doch derzeit morgendliche Krämpfe in der rechten Hand. Nach dem Aufwachen kann er seine Hand, die erstarrt ist als würde er irgendetwas festhalten, kaum bewegen. Erst einige Minuten später löst sich diese Verkrampfung. Dann muss er feststellen, dass seine Boxershort, in der er die Nächte verbringt gar nicht gut riecht und wechselt sie - wie jeden Tag. Den Grund dafür konnte er bisher jedoch nicht ausmachen. Vielleicht sollte er sich nicht so sehr auf sich selbst konzentrieren und auch mal die Gedanken an andere Dinge verschwenden..
Er surft, er startet eine Filmkarriere und nun avanciert er auch noch zu Chile's bekanntestem DJ! Die Rede ist von Diego A. Villareal, der sich bei Herbster, der im Übrigen vor ein paar Jahren zu den Vorzeige-DJs an Chiles Plattenteller gehörte, einige Ratschläge einholte. Villareal gibt nun am Freitag gleich 2 Gigs: Der 1. in der Heimatstadt seines Clubs und den 2. bei Antofagasta. Beide Events sind restlos ausverkauft. Da wird Herbster richtig neidisch, denn seine Vorstellungen waren nie ausverkauft. Wenn nur 150 Leute da waren, war das für ihn schon ein Erfolg. Nun überlegt er ernsthaft, wieder in das Geschäft einzusteigen um mit Villareal auf der Erfolgswelle mitzureiten - vielleicht arbeiten die beiden ja in Zukunft auch als DJ-Team?
Für Herbster ist die Marschroute klar: CD Concepción stoppen mit allen Mitteln die zulässig sind. "Es kann nicht angehen, dass codylein wieder auf dem Weg ist, Meister zu werden. Der mogelt sich sowieso jedes Jahr durch die Liga!"
Nach den 2 Siegen gegen CD Ovalle (man schlug den Gegner mit den eigenen Waffen: einem ovalen Ball) und bei Mr. Hinterficks "Santiago Guten Morgen" belegt Herbsters Chaostruppe Platz 5. Für die weiteren Spiele hat Herbster auch schon eine Forderung an sein Team: "Et gibt nur ein Gas - un dat is Vollgas!"
Nichts Neues aus Huachipato:
Zu Hause haut man jeden Gegner aus dem Stadion und auswärts gewinnt man keinen Blumenpott. Eigentlich hatte man in dieser Saison vor, daran ein bisschen was zu ändern aber scheinbar gelingt es Trainer Herbster auch dieses Mal nicht. Ein Blick in die Primera B lässt jedoch auch bei ihm Freude aufkommen. Sein guter Freund Michel Platini befindet sich auf dem besten Wege zurück ins Oberhaus und wenn es auch noch so kommen sollte, dass Herr Bleibcool ihm folgen würden, könnte sicherlich nicht nur er die Welt nicht mehr verstehen...
In Chile sagt man wahrscheinlich "deja wu", aber wir wollen mal beim deutschen "déjà vü" bleiben.
Ein déjà vu ist nämlich zur Zeit das, was Herbster, Trainer von CD Huachipato erlebt. Die Saison scheint exakt so zu verlaufen, wie die Vorige. Dort konnte man auch anfangs recht gut punkten, fiel danach jedoch ins Bodenlose - genau das gleiche wie jetzt. Platz 11 hört sich nicht gerade gut an,
ist es auch nicht. Herbster hat sogar schon seinen freiwilligen Rücktritt angeboten, wenn Huachipato sich nicht in den kommenden Spielen den Arsch aufreist.
"Wenn wir jede Saison gleich spielen, brauchen wir irgendwann gar nicht mehr anzutreten. Dann setzt der Verband uns am Ende auf den Platz, den wir immer nach einer Saison belegen und die anderen Vereine haben auch jeweils 2 Spiele weniger zu bestreiten. Langsam bin ich es leid!" so Herbster.
Luis Cesar Menotti von Herbster persönlich gefeuert
Das freut ihn selber wohl ganz persönlich: Nach dem 5:0 Heimsieg über ein schwaches Audax CS Italiano feuerten diese umgehend ihren bisherigen Übungsleiter Luis Cesar Menotti. Für Herbster persönlich ein Riesenerfolg:
"Ich konnte den Typ eh noch nie leiden. Ständig hat er rumgenölt wenn ihm was nicht gefallen hat! Nur wenn er oben stand und Erfolg hatte, merkte man dass seine Laune besser wurde. Er kann halt mit Mißerfolg oder Rückschlägen nicht umgehen! Deshalb freut es mich sehr, dass gerade die Niederlage gegen unser Team seinen Rauswurf bewirkt hat :)"
Ein Besuch bei Reverend Eigenrauch's Surfaktionen brachte Herbster auf eine kongenitale Idee: So geisteskrank wie der auf den Wellen reitet, sollte seine Mannschaft auch mal spielen. Gesagt, getan. Gegen den Meister CDF Arturo Fernández Vial lief man mit einer 1-2-7 Taktik auf und... gewann. "Einfach ein tolles Gefühl, ein neues effektives Spielsystem erfunden zu haben. So sollten wir immer spielen. Aber ich muss auch Herrn Eigenrausch für die Idee danken. So verrückt wie er ist, inspiriert er mich immer wieder! Hoffentlich will er keine Provision auf meinen Sieg..."