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COPA NEWS

90% schlechte Laune
Das Ausscheiden im internationalen Geschäft schmerzt immer noch, weder die Ayurveda-Behandlung der indischen Heilerin, die die Gäste anstelle eines Wimpels dagelassen haben, noch das 6:0 gegen den (noch) amtierenden Meister konnte etwas daran ändern. Andererseits… es ist schon ein schönes Gefühl, den Angstgegner so in die Schranken gewiesen zu haben. Uli Hoeness verließ das Stadion dann anschließend auch wieder einmal mit hochrotem

Kopf. Alles in allem muss man aber auch hier wieder zugeben, dass die Titelchancen durch den deutlich kräfteschonenderen Sieg des direkten Konkurrenten nicht eben gestiegen sind. Und zu allem Überfluß muss man nächste Woche wieder zurück auf die Nordwestinsel, zum bedeutungslosen Abschluss der zweiten und letzten AFC-Cup-Gruppenphase. 90% schlechte Laune also, bei nur 10% Genugtuung - deprimierend. Da bleibt kein Raum für redaktionelle Glanzlichter.
23.03.2010 18:49 - Florian Markert 4 - Napier City Rovers (Archiv)
Wenn Füchse zu Pferd auf Wombatjagd gehen...
Wie sieht so ein Fuchs eigentlich aus? Rot, mit weißer Brust und weißer Schwanzspitze? Nun, diese Art von Fuchs kennt man in Neuseeland nicht. Der neuseeländische Fuchs ist strahlend weiß – genau genommen trägt er eine weiße Weste ohne jeden Makel und hört in dieser denkwürdigen Woche auf den Namen Florian Markert. Genau jener Markert, der mit Siebenmeilenstiefeln in Richtung Grand Slam marschiert – die Rangers sind so blutleer aufgelaufen, dass man kaum noch von einer lebendigen Mannschaft sprechen kann, geschweige denn von einem echten Gegner. Und auch die beiden Auswärtssiege geben Grund zum Schwärmen. Eine wahrhaft perfekte Woche liegt hinter dem lange unter seinen Möglichkeiten gebliebenen Trainerstar, den seine Tätigkeit als Entwicklungshelfer offenbar doch stärker belastet hat, als allgemein angenommen. Von dieser Last befreit, die Nordwestinsulaner im internationalen Geschäft reihenweise zur Strecke bringend, entpuppt sich Markert nunmehr als herausragender Stratege. Dennoch reicht es nicht ganz zur Herbstmeisterschaft, und vom Titel will man in Napier ebenso wenig reden – jedenfalls vom nationalen. Den internationalen Titel hingegen beansprucht man natürlich für sich, kommt doch eigentlich kein Gegner aus dem asiatischen Ausland ernsthaft für wertvolle Trophäen in Frage. Wären da nicht die offensichtlich voreingenommenen Schiedsrichter, der neuseeländische Fußball hätte in den letzten Jahren ausnahmslos alle Trophäen abgeräumt. So muss man sich nun aber in Bescheidenheit präsentieren, zumindest international. Deshalb erscheint dieser Artikel auch nur in der nationalen Presse, man will ja keine schlafenden Hunde wecken – für einen Fuchs ohnehin keine empfehlenswerte Strategie.

Lachend hat Markert unterdessen die Aussagen von Vinnie

„Oberwombat“ Jones aufgenommen. „Die Australier können ganz schon lustig sein, wenn auch meist unfreiwillig“, amüsierte sich Markert. „Nichtsdestotrotz, selbst eine Wombat-Legende wie Vinnie wäre im echten Profifußball mit ziemlicher Sicherheit überfordert, hier sind andere Qualitäten verlangt als Unkraut auf dem Spielfeld zu jäten oder gar die Ernte von dort nach Hause zu schaffen, um die Kinder vorm Verhungern zu bewahren – das Leben auf der Nordwestinsel ist ja bekanntlich kein Zuckerschlecken“. Auf den bald wieder anstehenden Besuch in der dortigen Fußballbrache angesprochen, gab sich Markert dann jedoch weniger amüsiert: „Es ist schon frustrierend, dass es dort weder Hotels noch anständige Trainingsplätze gibt, nur Erdhöhlen, Zelte und Geröllfelder. Schon allein die Anreise zu Pferd, in Ermangelung befahrbarer Straßen, ist eine echte Zumutung. Wie man dann noch halbwegs anständigen Fußball spielen soll, gegen einen Gegner, der diese Zustände gewöhnt ist, ist mir schleierhaft. Selbst dann, wenn der Gegner ungefähr so gut Fußball spielt, wie Mexiko im alpinen Skisport glänzt.“ Dennoch rechnet Markert natürlich fest damit, dass seine Jungs die Gully-Kavaliere auch im Rückspiel wieder steinalt aussehen lassen. Doch bis dahin steht erstmal die Liga im Vordergrund: „Gegen zwei bärenstarke Gegner wird es nicht einfach, oben dran zu bleiben. Insbesondere Uli Hoeness ist als amtierender Meister nicht zu unterschätzen. Und Paul Oswald hat drüben im Känguruland viel gelernt, insbesondere, wie man aus völlig untalentierten Spielern das optimale rausholen kann. Das auf angehende Superstars zu übertragen, ist auch für ihn eine Herausforderung, doch wenn es gelingt, ist er ein echter Titelanwärter.
19.03.2010 04:53 - Florian Markert 4 - Napier City Rovers (Archiv)
Großmaul-Cappelinho vs. Meister Proper
Die Antwort aus Napier ließ nicht lange auf sich warten: "Den heißersehnten Heimdreier kann Cappelinho von mir aus im stillen Kämmerlein mit den Damen aus dem Rotlichtmilieu haben, wann immer und so oft er will!“, gab Markert grinsend zu Protokoll, um dann ernsthafter fortzufahren: „Aber vor dem Spiel gegen meine Mannschaft kann sich er solche Sprüche am besten gleich an die Backe schmieren, da ist nix zu holen!“ Auf Tauranga wartet schließlich niemand geringeres als die Rovers-Putzkolonne, die bereits im letzten Duell für

reichlich Sauberkeit auf Seiten des Gegners sorgte. Wenn schon der überlegene Tabellenführer gegen den Meister-Proper-Effekt des Rover’schen Sturmwirbels den Schwanz einzieht, darf man von Lautsprecher-Cappelinho wohl auch nichts mutigeres erwarten, zumindest nicht auf dem Spielfeld. Im Vorfeld des Partie ist Cappelinho wie immer in seinem Element, da wird die Klappe weiter aufgerissen als die Hand der dauerbettelnden Nordwestinsulaner auf der anderen Seite des Meeres. Um so stiller wird es dann meistens, wenn die 90 Minuten vorüber sind. Und so wird es auch diesmal wieder sein.
12.03.2010 17:11 - Florian Markert 4 - Napier City Rovers (Archiv)
Markert glänzt als Lehrmeister im Rahmen der Copa GOAL Intiative für benachteiligte Nationen und Regionen
Am Ende waren alle zufrieden. Die Zuschauer waren glücklich, denn ihre geliebten Red Sox hatten das Ligaspiel souverän gewonnen und drei tolle Tore geschossen. Der amtierende Meistertrainer war begeistert, denn seine Mannschaft hatte seine Taktik perfekt umgesetzt und zudem hatte er seinen Erzrivalen wieder einmal in die Schranken gewiesen. Und auch der Trainer der unterlegenen Mannschaft war vollauf zufrieden mit dem Spielverlauf, denn sein ehrgeiger Entwicklungshilfeplan war ebenfalls aufgegangen.

Auf der Anzeigetafel stand Red Sox - Rovers 3:0. Auf dem Fortschrittsplan des dreimaligen Meistertrainers Florian Markert stand: Lektion 3: Mit Anstand verlieren. Mit einem grünen Häkchen dahinter.

Während der erfolgreiche Lehrmeister zur Trainerbank des Siegers schritt, Uli Hoeness per Handschlag zum Sieg gratulierte und ankündigte, ihm bei der Spielanalyse am Abend einen ausgeben zu müssen, wichen drei absonderliche Gestalten nicht von Markerts Seite. Ihre Gesichtszüge waren denen eines Neandertalers ähnlich, der Blick stumpf und voller Dummheit - man könnte sich auch an Wayne Rooney erinnert fühlen, und ganz falsch liegt man damit nicht, wie im Folgenden noch erläutert werden wird. Es handelte sich um drei Nachwuchstrainer eines unterentwickelten Landes, denen im Laufe der nächsten Wochen im Rahmen der Copa GOAL Initiative die Grundlagen des Fussballs vermittelt werden sollen. Was würde da näher liegen, als diese jungen Männer bei einem der großen ihres Fachs in die Lehre zu schicken.

Auf Bitten des asia-ozeanischen Fussballverbandes (AFC) hatte sich schließlich die lebende Legende von der Seitenlinie der Napier City Rovers bereit erklärt, an dieser Aktion mitzuwirken. Zumal der Anreiseweg recht kurz war: Alle drei betreuten Herren (besser wäre es, von Kreaturen zu sprechen) kommen aus entlegenen Gebieten des neuseeländischen Staatsgebietes, genauer gesagt von der sogenannten Nordwestinsel, einem Gebiet, das einst als Terra australis in die Geschichtsbücher einging.

Dort hat der Fussball keine große Tradition, das Stehlen, Betrügen und Saufen dafür umso mehr. Denn ein Großteil der dortigen Inselbewohner sind Nachfahren einstigen britischen Abschaums, für den selbst die übelsten Gefängnisse des Vereinigten Königsreichs noch zu gut waren, und die daher so weit wie möglich weggeschafft wurden. Dort mischten sie sich unter die einheimische Urbevölkerung, die es in 10.000 Jahren Besiedlung zu keiner einzigen festen Behausung, geschweige denn zu Straßen oder gar einer erkennbaren Herrschaftsform gebracht hatte.

Diese wenig glanzvolle Geschichte wirkt bis heute in den jämmerlichen Versuchen nordwestinsulanischen Fussballs nach. Findet sich dort tatsächlich mal jemand, der von Besuchen in den zivilisierteren Landesteilen (Nordinsel, Südinsel, Cook-Inseln, Niue, etc.) einen halbwegs runden Ball mit nach Hause

gebracht hat, so ist die mehrheitlich arbeitslose Bevölkerung natürlich schnell mit dabei, um sich die reichlich vorhandene Zeit ein wenig zu vertreiben. Allerdings finden sich meistens weder Tore (und daher natürlich auch keine Torhüter) noch Schiedsrichter, die das Spiel in den internationalen Vorgaben entsprechende Bahnen lenken könnten. Regeln sind zwar bekannt, allerdings handelt es sich dabei insbesondere um Faustregeln und das Recht des Stärkeren. Wurde noch vor wenigen Jahren der beste Spieler des siegreichen Teams den Göttern geopfert, indem ihm bei lebendigem Leib das Herz herausgeschnitten und von den Mitspielern verspeist wurde, ist diese Praxis mittlerweile eingestellt worden (den fortschrittlichen neuseeländischen Gesetzen sei Dank). Doch noch immer haben sich nur wenige Orte etabliert, in denen Fussball nach internationalen Standards gelehrt und gespielt wird.

Einer davon ist Broken Hill. In der trostlosen Wüstensiedlung mit ca. 30 Menschen und 5.000 Termiten gibt es sogar einen richtigen Fussballplatz mit zwei Toren und per Stock in den roten Sand gezogenen Seitenlinien. Dort tragen sieben in der drittklassigen, regionalen Liga spielende Teams aus dem an der Küste gelegenen Dorf Sydney ihre Heimspiele aus, da Sydney selbst nicht über die nötige Infrastruktur verfügt. Das Austragen von Spielen auf unebenen, ungepflegten Sandstränden wurde vor einigen Jahren vom COPA-Weltverband untersagt, woraufhin insbesondere Mannschaft wie Manly United ihrer sportlichen Heimat beraubt wurden. Der Vereinsname („vereinigte Männlichkeit“) rührt übrigens von einem pseudo-religiösen, vielfach als perverse Entgleisung angesehenen Vereinigungsritus her, den die Spieler noch heute vor und nach dem Anpfiff praktizieren.

Um diesen außergewöhnlichen Bedingungen Rechnung zu tragen, hat Markert selbst eine Modifikation des GOAL-Lehrplans beantragt und durchgesetzt. Hier kann nichts vorausgesetzt werden, Lektionen wie „Abseitsregel“ und „Beidfüßigkeit“ wurden daher weit nach hinten geschoben und über Themen wie „Schiedsrichter-Leistungsreview“, „professionelles Freizeitverhalten“ und „Sicherheitsbestimmungen im Stadion“ wird bewusst geschwiegen, um keien unnötige Verwirrungen unter den drei „Auszubildenden“ zu stiften. Insbesondere die Lektion drei lag Markert von Anfang an am Herzen, ist das Thema „Mit Anstand verlieren“ doch eines, mit dem die Nordwestinsulaner aufgrund der Häufigkeit solcher Situationen in den demotivierenden Vergleichen mit „richtigen“ Fussballnationen am ehesten etwas anfangen könnten. Und um den größtmöglichen Wissenszuwachs zu erreichen, war dem Startrainer offenbar jedes Mittel recht. Sogar der Verzicht auf drei Punkte beim Meister durch Aufstellung einer chancenlosen B-Elf, um unter den Augen seiner Lehrlinge mit gutem Beispiel vorangehen zu können.
03.03.2010 16:45 - Florian Markert 4 - Napier City Rovers (Archiv)
Frühjahrsputz im neuseeländischen Spätsommer
Während sich der Sommer in Neuseeland langsam aber sicher seinem Ende zuneigt, hat sich der allen und jedem überlegene Startrainer der Napier City Rovers, der in gewissem Maße zum Größenwahn neigende GröTaZ Markert, einem neuen Hobby hingegeben: dem Frühjahrsputz. Der Auftakt fiel recht unspektakulär aus, schließlich war es lediglich der Chaosclub Waitakere City, der geputzt wurde. Damit aber nicht genug im Rovers’schen Reinheitswahn: Auch die Rangers mussten geputzt werden. Und diesmal war die Vorgehensweise gründlicher, als man sich das in Wellington in den fiesesten Alpträumen hätte vorstellen können.

Zu allem Überfluss (und davon hat der Markert reichlich) wurde dann auch noch Cappe dem Frühjahrsputz unterzogen. Der wehrte sich zwar nach Kräften, aber nachdem Markert sich mit dem Schiedsrichter verbündet hatte - wie auch immer das geschehen sein mag -, musste auch der Tauranga-Trainer das Stadion der Rovers blitzblank (und nicht nur sauber, sondern rein) verlassen. Nebenbei wurde die asiatische Elite auch noch schnell im Vorübergehen einer oberflächlichen Reinigung unterzogen, und in der nächsten Runde können sich bereits weitere NZ-Touristen auf ein Großreinemachen durch der Putzteufel Markert einstellen. Also dann auch weiterhin: Sauber bleiben, Jungs!
25.02.2010 16:23 - Florian Markert 4 - Napier City Rovers (Archiv)
Grand Slam, nächster Versuch
Wieder einmal geht es gegen die Rangers, wieder einmal sind die Rovers haushoher Favorit - eigentlich alles wie immer. Doch nach dem Mitleidsspiel vom Ende der letzten Saison, als man die abstiegsbedrohten Rivalen um jeden Preis in der Liga halten musste - das Volk will schließlich auch weiter (Zucker-)Brot und Spiele geboten bekommen - ist der seit langem heißersehnte Grand Slam wieder in weite Ferne gerückt. Vier Siege in vier Spielen: Was so einfach klingt, ist dennoch

bislang unerreicht. Dies gilt übrigens für beide Seiten, auch wenn nun wirklich niemand einen Grand Slam seitens der Rangers für möglich halten sollte. Schließlich hat das selbst Litti als Coach der talentfreien Thekentruppe aus Miramar nie geschafft, und Fenris ist um Klassen ahnungsloser als sein ebenfalls nicht gerade genialer Vorgänger. Insofern darf man wohl ein leichtes Spiel für die Rovers erwarten, selbst wenn man diesmal wieder auf des Gegners Platz ran muss.
19.02.2010 16:23 - Florian Markert 4 - Napier City Rovers (Archiv)
Meister besiegt, aber U19 verpasst Kontinentaltitel
Der amtierende Meister wurde lockerleicht aus dem Stadion gefegt, der Champions-League-Versager Uli H. (wie kann man denn bitte gegen die Koalas verlieren?) musste sich wieder einmal geschlagen geben. Und sowohl die nationale Auswärtspleite als auch die internationale Niederlage waren eingeplante Kollateralschäden auf dem Weg zu höheren Weihen. Dennoch war die Stimmung bei den Napier City Rovers gedrückt. Denn bei der OFC Champions League der U19-Junioren in Apia (Samoa) gab es für seine Mannschaft am Ende nur die silberne Versagerplakette.

Dabei war die Mannschaft in der Vorrunde ihrer Favoritenstellung noch vollauf gerecht geworden. Als am höchsten eingeschätzter der vier Neuseeland-Vertreter (neben dem Profiliga-Vertreter aus Napier, dem Nordwest-Amateurverbands-Vertreter aus Adelaide und dem Meister der Cook-Inseln war auch ein Teilnehmer aus Niue mit von der Partie, scheiterte aber denkbar knapp bereits in der Vorrunde) hatten die Rovers die Gruppe A klar gewonnen. In Gruppe B waren der Niue-Vertreter und der Champion des Gastgeberverbandes frühzeitig ausgeschieden, mit den übrigen beiden Teams sollte man in der K.O.-Runde noch Bekanntschaft machen. Zuvor gelang aber dem vierten NZ-Vertreter, dem äußerst schwach eingeschätzten Nordwestteam aus Adelaide, ein grandioser Achtungserfolg: Gegen die Black Roses aus Amerikanisch Samoa konnte das von Cheftrainer Skinny Norris betreute Team in "Bestbesetzung" einen Halbzeitrückstand noch in einen unerwarteten 3:2-Erfolg

umwandeln und damit immerhin Gruppenplatz drei belegen.
Das Halbfinale war ebenfalls eine klare Angelegenheit, auch wenn das Ergebnis nach einiger Spannung aussieht. Zur Halbzeit stand es jedoch bereits 4:0 für die Rovers und Juniorentrainer Kyi Wee gab den Bankdrückern die Gelegenheit, sich zu bewähren. Einziger Wermutstropfen bis hierher war der unberechtigte Platzverweis für den Spielführer der Mannschaft wegen einer angeblichen Tätlichkeit. So gehandicapt wurde das Finale zum befürchteten Zitterspiel. Gegen den innerneuseeländischen Lokalrivalen aus der autonomen Region der Cook-Inseln musste man von den Anfangsminuten an einem unglücklichen Rückstand hinterherlaufen. Und auch nach dem späten Ausgleich wurde das Spiel nicht flüssiger, der Champion des Rarotonga Round Cup hielt mit eisernem Willen dagegen. Nach einer torlosen Verlängerung musste schließlich eine Entscheidung im Elfmeterschießen fallen, und hier scheiterten die Rovers gleich zweimal am grandios reagierenden Torhüter von Nikao Sokattak. Einziger Trost: Der Titel bleibt in Neuseeland!

Die Rovers-Ergebnisse im Überblick:

VR: Napier City Rovers U19 – AS Vénus (Tahiti) 6:1
VR: Napier City Rovers U19 – Black Roses SC (Amerikanisch Samoa) 17:0
VR: Napier City Rovers U19 – Adelaide United (Nordwestinselchen/NZ) 53:0
HF: Napier City Rovers U19 – Tafea FC (Vanuatu) 4:2
Fi.: Napier City Rovers U19 – Nikao Sokattak (Cook-Inseln/NZ) 1:1 n.V., 6:7 n.E.
31.01.2010 04:37 - Florian Markert 4 - Napier City Rovers (Archiv)
Napier 100 endet ohne krönenden Abschluss - Rovers scheitern am Mitleid!
Während Litti schon fleißig Jadeschaaf-Urin als mögliches Dopingmittel testet, morgens gleich fünf Liter davon trinkt und den Rest des Tages mit Laktaktest verbringt, hat bei den Rovers die Saisonvorbereitung ihren Höhepunkt erreicht. Zum ersten Mal fand nämlich diesmal der hochspannende Wettbewerb statt, der als Napier 100 in die Fussballgeschichte eingehen wird – auch, wenn es dieses Jahr noch nicht ganz geklappt hat. Der Wettbewerb funktioniert folgendermaßen: Die Napier City Rovers treten gegen die Regionalauswahl der Nordwestinsel an (die immerhin unter dem Namen Australien an der WM-Qualifikation teilnehmen darf) an, und wer das 100. Tor für die Rovers erzielt, wird für ein ganzes Jahr von der Entwicklungshilfesteuer für die rückständigen

Nordwestinsulaner befreit. Leider wollte es mit dem Toreschießen diesmal aber nicht so ganz klappen, vor ausverkauftem Haus hieß es am Ende auf der Anzeigetafel: Rovers 82 – Nordwestinsel NULL. Dabei hatte man zur Halbzeit mit 53 Treffern noch auf Kurs gelegen, aber dann nahm das Mitleid mit dem Gegner überhand und man beschränkte sich auf das Nötigste. Diese Defizite werden derzeit noch mit Hilfe eines Psychologen behoben, schließlich ist es nicht das erste Mal, dass die Rovers an ihrer eigenen Empathiefähigkeit scheitern: Bereits die verspielte Chance auf den Grand Slam im letzten Duell mit den Rangers dürfte auf dieses Phänomen zurückzuführen sein. Umso wichtiger, dass dies nie wieder passiert. Schließlich bleibt der Grand Slam auch diesmal wieder das Saisonziel Nummer 1.
28.01.2010 04:13 - Florian Markert 4 - Napier City Rovers (Archiv)
Titelanwärter? Nein, danke!
„Titelkampf? Favorisierte Mannschaften? Ich verstehe einfach nicht, warum meine Mannschaft immer noch in diesem Zusammenhang genannt wird. Ich habe doch bereits offiziell als Titelaspirant abgedankt“, meckerte Rovers-Coach Markert über die Querschüsse der drei Titelanwärter, die den nur noch für ein letztes Adieu an der Tabellenspitze stehenden Rekordmeister aus Napier einfach wieder in ihren erlauchten Kreis aufnehmen wollen, ohne das Restprogramm ausreichend zu würdigen, bei dem die Rovers nur noch zwei –

noch dazu sauschwere – Heimspiele haben. Sogar die Teilnahme am internationalen Geschäft ist ernsthaft gefährdet, zu hoch ist die Überlegenheit, die Dunedin Technical derzeit ausstrahlt.

Dazu kommt die unnötige Niederlage gegen die Rangers, durch die der ersehnte Grand Slam wieder einmal kurz vor dem Ziel geplatzt ist. Nichts funktionierte an diesem schwarzen Tag, bei dem man alles tat, um dem Erzrivalen aus Wellington ein weiteres Erstligajahr auf dem Silbertablett zu servieren. Hoffentlich wird 2010 besser…
04.01.2010 20:31 - Florian Markert 4 - Napier City Rovers (Archiv)
Stunde der Wahrheit
Nach nervenaufreibenden letzten Wochen geht die 27. Copa-Saison nun ihrem Höhepunkt entgegen. Erstmals in der Geschichte der National League scheint der Grand Slam in Reichweite, ein einziger Sieg trennt die Napier City Rovers noch von der Unsterblichkeit. Für den Trainer der Rovers gibt es daher auch nur eine Marschroute: "Verteidigen! Wenn wir offen stehen, geht die ganze Sache 6:6 aus und der Grand

Slam ist futsch! Wir müssen also in erster Linie verhindern, dass wir das sechste Gegentor kassieren!" Ein kluger Mann, der Herr Markert - ob es zur Unsterblichkeit reichen wird, wird man schon bald wissen. Es wäre ein fantastischer Abschluss für das Kalenderjahr 2009 und damit ein ganzes Jahrzehnt voll mit Copa-Erfolgen noch und nöcher - ein würdiger Abschluss, dem nur noch Fenris im Wege steht!
27.12.2009 18:08 - Florian Markert 4 - Napier City Rovers (Archiv)
Aus den Augen, aus dem Sinn
Dort hinten am Horizont, kaum noch sichtbar, verglimmt sie soeben, die Hoffnung der Rovers auf die vierte Meisterschaft. Man hat offiziell die weiße Fahne gehisst, den Titel abgeschrieben (lineare Abschreibung bei 3 Jahren Nutzungsdauer, wie in Neuseeland vorgeschrieben), und kann sich nun voll und ganz der anderen, der einzig wahren Herausforderung widmen: Dem GRAND SLAM. Gegen die Miramar Rangers soll,

nein muss der vierte Sieg im vierten Spiel her. Bis dahin gilt es nun nur noch, locker herumzueiern, Kräfte zu schonen und keinesfalls durchblicken zu lassen, dass man bereits jetzt festgelegt hat, den größten Titel des Australasiatischen Raumes durch eine listige Auswärts-Eins nach Hause zu holen. Wenn Fenris das wüsste… ach was, dann hätte er wahrscheinlich trotzdem die Hosen voll!
22.12.2009 16:54 - Florian Markert 4 - Napier City Rovers (Archiv)
Markerts geniale Ziehharmonika-Taktik sichert Punktgewinn im Spiel des Jahres
Nach dem tapferen Verteidigungskampf der Helden von Napier gegen den übermächtigen Angreifer aus Waitakere City stellte sich wieder einmal heraus, dass Angriff eben doch immer noch immer die beste Verteidigung ist. Nachdem es Waikato zuvor trotz 5 Heimtreffern nicht gelungen war, dem haushohen Favoriten einen Punkte abzunehmen, machten es die Napier City Rovers dank der genialen Ziehharmonika-Taktik von Trainerlegende Florian Markert einen entscheidenden Tick besser. Nach jedem Angriff des Gegners, ganz gleich ob nach dem Abfangen der Angriffswelle oder im Anschluss an den Anstoß nach einem der (erwartungsgemäß) vielen Gegentore, ließen die Rovers einen pfeilschnellen Gegenangriff folgen, bei dem sich die Angriffswelle wie bei einer Ziehharmonika in die Länge in Richtung des

gegnerischen Tores und direkt wieder zusammen zog. Die Zuordnung in der Waitakere-Defensive ließ sich durch diesen Geniestreich entscheidend stören und sorgte für ein am Ende hochverdientes 6:6.
Der erste Punktverlust der Saison auf heimischem Geläuf könnte eine Initialzündung im Kampf um den Titel gewesen sein. Als nächstes kommen die Red Sox Manawatu nach Napier, wo Trainerwurst Uli Hoeness den Weihnachtsmann gibt – roter Kopf statt rotem Mantel, aber immerhin, schon der Versuch ist lobenswert. Für Punkte in Napier wird es für den Verfolger aber nicht reichen, denn auch Markert weiß: „Wenn wir hier drei Punkte holen, werden uns die Red Sox schonmal nicht mehr einholen. Dann können wir unseren Blick ganz beruhigt nach oben statt nach unten richten!“
11.12.2009 23:11 - Florian Markert 4 - Napier City Rovers (Archiv)
Vorbereitungen auf das erste „Dutzend“ der Saison laufen auf Hochtouren
Die Miramar Rangers sind erneut vernichtend geschlagen, zumindest die mentale Vorherrschaft der Rovers in der stärksten Liga der Welt ist gesichert, nachdem man den Erzrivalen bis zur Selbstaufgabe erniedrigt und zum dritten Mal binnen einer kaum mehr als halben Saison erzwungen hat. In Napier macht man sich daher nun langsam, aber sicher bereit für den nächsten Höhepunkt der Saison – den ersten doppelten Sechserpack in Neuseelands National League seit gut 20 Monaten Feuerpause. „It‘s only over, when it’s over“, ließ sich Trainerlegende Florian Markert zitieren, der keine Spur von Angst vor dem übermächtigen Verfolger Waitakere City zeigt: „Wir werden aus allen Rohren feuern, wenn es zum Gefecht kommt. Es liegt an Sergej, darauf eine Antwort zu finden!“ Und auch wenn jeder neutrale Beobachter die Meisterschaft längst für vergeben hält, so waren die beiden Auswärtstore des offensichtlich Statuen-geilen Rotlichthalters aus dem Tabellenkeller doch ein deutlich sichtbarer Beweis, dass der Rest der

Liga den Widerstand noch lange nicht für beendet erklärt hat. Die typisch australische Weinerlichkeit sucht man auf dieser Seite des Neuseeländischen Meeres vergeblich, hier wachsen echte Männer noch buchstäblich an den Bäumen, die hier nicht aus vertrocknetem Wüstengras und Termitenhügel bestehen, sondern starke Stämme und grüne Kronen haben. Lediglich der bemitleidenswerte Fenris lässt in den wenigen Momenten der Schwäche, die sich bei einer Niederlage wie der heutigen fast zwangsläufig einstellen, schon mal die Tränen kullern. Und zwar so gottserbärmlich, dass Markert schon fast bereit ist, zumindest das vierte Saisonspiel gegen die Rangers abzuschenken – aber auch nur fast, geht es doch beim Rovers-vs-Rangers-Grand-Slam um eine historische Leistung, die um ein Vielfaches wertvoller ist als jede Meisterschaft. Die würde man noch nicht einmal dann herschenken, wenn Fenris nicht so abstoßend häßlich, sondern ein wunderschönes junges Mädchen mit zarter Haut, großen dunklen Rehaugen und langen, glänzenden Haaren wäre.
01.12.2009 22:06 - Florian Markert 4 - Napier City Rovers (Archiv)
Den Tapferen winkt die Unsterblichkeit
Um die schrumpfenden Chancen auf die Meisterschaft am Leben zu erhalten, ist Waikatos ebenso ehrgeizigen wie listigen Trainer Stefan Hofa offenbar jedes Mittel recht. So soll er nun versprochen haben, jedem Trainer, der auswärts gegen Waitakere City gewinnt, eine Statue auf dem Vereinsgelände von Waikato FC zu errichten. Sergej Pilatschkin dürfte bei solchen Ankündigungen allerdings nur noch mit Lachkrämpfen zu kämpfen haben. Deutet man die letzten Äußerungen des TK-Monster-Trainers richtig, so hat nun auch er selbst jeden Zweifel am Titelgewinn abgelegt und wähnt sich bereits zur Halbzeit am Ziel. Dabei ist Neuseeland ja nicht irgendein Land, so mancher ist hier schon im Hagel der Auswärtssechsen kurz

vor Saisonende noch vom Kurs abgekommen. Und in einem Land mit wackeren Wurstbaronen wie Uli Hoeness, Frauenherzen brechenden Schönlingen wie Cappelinho, irren Knastausbrechern wie Raven, verschlagenen Taktikfüchsen wie Florian Markert, extrem untalentierten Tanzbär-Plagiaten wie Fenris, vielarmigen Tiefseekraken wie Dr. Octopus, ultracoolen Gitarrenhelden wie Roquatoni und dem unvergesslichen Rote-Laterne-Halter Claudio Ranieri wird sich doch ein tapferer Krieger finden, der Neuseelands Fahne hochhält, die Nordwestinsel vor Selbstmitleid im Boden versinken lässt und Waitakere City für die permante „Zuhause-die-eins“Taktik einen vor den Latz knallt - Statue hin oder her!
30.11.2009 22:27 - Florian Markert 4 - Napier City Rovers (Archiv)
Waitakere marschiert Richtung Tabellenspitze
Im vorentscheidenden Duell um die Rolle desjenigen, der Waikato zum Tanz um die Meisterschaft auffordern darf, haben die Napier City Rovers eine knappe, wenn auch nicht unerwartete Schlappe erlitten. Der von Litti bereits zum Meister ausgerufene Noch-Tabellenführer hat dank dieser Niederlage und des teuren, wenn auch bitter nötigen Siegen gegen die Elektriker aus Dunedin wohl alle Chancen auf den Titelgewinn verspielt und muss sich auf ein langsames und schmerzhaftes Abrutschen in der Tabelle einstellen. Rovers-Coach Markert ist dennoch zufrieden mit dem Saisonverlauf: „Mit dem Abstieg werden wir nix zu tun haben, die AFC-Cup-Teilnahme ist durchaus noch drin und am Saisonende

werden wir mindestens acht Punkte gegen die Rangers geholt haben - vielleicht sogar zwölf, das wäre wichtiger als jede Meisterschaft!“ Unterdessen hat Markert die während der Copa-Pause vorübergehend eingestellte Entwicklungshilfe für den Fussball auf der Nordwestinsel wieder aufgenommen. Einmal pro Woche fliegt er hinüber in die nahezu menschenleere Einöde, um dort Regelkunde, Stoppen und Passen zu lehren - von Schüssen auf das Tor will er jedoch noch nichts vermitteln: „Soweit sind die Jungs da drüben noch nicht, die bevorzugen Sportarten, bei denen sämtliche Auslinien beim Überschreiten als Punkt gezählt werden!“
23.11.2009 13:42 - Florian Markert 4 - Napier City Rovers (Archiv)
Was kommt über oben? Napier - ein Sommerrätsel
Der Blick nach oben verliert sich im Nebel. Der tabellarische Aufstieg wird zur Road to Nowhere. Ziele? Welche Ziele? Mehr als die Bewahrung des Status Quo ist nicht drin. Napier versinkt in einer Sinnkrise. Früh, viel zu früh, haben die Rovers die Tabellenspitze erobert. Taktisch unklug, erklingt es aus den Gassen…

Zustimmendes Nicken des Trainers ist die Antwort darauf, wenn auch leicht zerknirscht. Auch er weiß, dass man sich keinen Gefallen getan hat, sich selbst so früh in der Saison auf die Zielscheibe zu binden. Der Sieg bei den Rangers, eine reine Pflichtübung, freilich. Denn hätte man auch nicht vermeiden können, wenn man es ernsthaft versucht hätte, zu schwach war der Gegner und so groß der innere Drang danach, endlich die vier Siege in einer Saison wahrhaftig werden zu lassen. Aber die beiden Heimsiege, da beginnt der Trainer mit sich zu hadern. Warum waren die Gäste nicht willens, das Tor der Rovers anzusteuern? Kein Torschuss in 90 Minuten, gleich zweimal an

einem Wochenende, das wirft Fragen auf. Fragen, die Markert aller Erfahrung zum Trotz nicht beantworten kann.

Und doch weiß er, dass die Situation mehr als nur labil ist. Ein falsches Wort, ein Windhauch, der sich an einem herabfallenden Blatt ablenken lässt und eine Verwirbelung an unpassender Stelle erzeugt, kann die Wende herbeiführen. Schon am nächsten Spieltag kann der Super-GAU erfolgen, und bei Napier ist keiner vorbereitet. Schließlich wollte man doch, glaubt man internen Planspielen, keinesfalls vor dem 36. Spieltag die Spitze erklimmen.

Und nun dies. Höhenangst? Das Gipfelkreuz nicht nur vor Augen, sondern fest in den Händen haltend, flattern plötzlich die Nerven. Was nun? Wie geht es weiter? Der Weg ist beschritten, das Ziel erreicht, das erste nur, aber dennoch. Stillstand ist Tod, weiter nach oben ist nur dünne Luft, Träumerei, Fantasie - nun also Sterben? Zum Sterben zu schön, möchte man sagen. Gedankenspiele, mehr nicht. Was zählt, ist auf dem Platz.
16.11.2009 10:01 - Florian Markert 4 - Napier City Rovers (Archiv)


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