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COPA NEWS

Verkehrte Welt
Irgendwie laufen im Senegal die Uhren halt doch anderes, als im Rest der Welt. Auf der einen Seite sucht die Hälfte der Fußball-Trainer nach einem Kutscher, der allerdings nichts mit Pferden sondern viel eher mit Morden zu tun hat und auf der anderen Seite läuft das Fußballgeschehen weiter als wäre nichts passiert. Ganz nach dem Motto: "The Show must go on!"

Aber in

Ndiambour gefällt einem die Show im Moment ganz und gar nicht. Konnte die Mannschaft zwar mal einen knappen, aber dennoch verdienten Auswärtssieg einfahren, wurden die Spieler und die Trainer im nächsten Heimspiel direkt wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Kopfschüttelnd wurde festgestellt: "Erst gewinnen wir 4:3 auswärts und dann verlieren wir daheim 3:4. Verkehrte Welt!"
17.11.2009 09:49 - desaster - ASEC Ndiambour (Archiv)
Mies, mieser, wir...
Ziemlich viel war mies in dieser Woche in Ndiambour: Neben der Leistung der Mannschaft in den letzten beiden Spielen und der Stimmung von Fans und Trainergespann war auch noch das Wetter ausgesprochen mies. Es regnete. Auf den Trainer hagelte es im selben Moment. Vorwürfe.

Der Absturz auf den letzten Tabellenplatz kommt einem Fiasko beim erfolgsverwöhnten Team aus Ndiambour gleich. Aus dem Umfeld des Vereins bekommt

man immer wieder zu hören, dass man in der langen Pause vielleicht neben dem täglichen Sonnenbad und der Runde Poolbillard auch ein wenig Fußball hätte spielen lassen sollen. Aber hätte, wenn und aber sind nicht die richtigen Worte im Sport. Deswegen kann das Ziel der nächsten Spieltage nur heißen: möglichst viele Tore schießen, siegen und somit den Anschluss an das Hauptfeld wiedererlangen.
29.10.2009 17:21 - desaster - ASEC Ndiambour (Archiv)
Jubel und Tränen
Eine stark durchwachsene Woche gibt es zurzeit in Ndiambour zu vermelden. Zuerst herrschte nach dem ersten Saisonsieg und dem damit verbundenem ersten Tor gegen den ASC aus Dahra eine große Euphorie in der Stadt. Das Erntedankfest stand vor der Tür und überall auf den Straßen war eine hoffnungsfrohe und ausgelassene Stimmung erkennbar.
Doch fanden die Festvorbereitungen ein jähes Ende als der Tod des örtlichen Wasserträgers von der Polizei offiziell

bekannt gemacht wurde. Zwar gab es schon davor Gerüchte, allerdings hofften alle, dass sich dies wieder einmal nur als Gerede herausstellen würde.
Somit lag nach der Pressekonferenz eine bleierne Ruhe über der Stadt, Ausgangssperren wurden organisiert und die Bevölkerung vor einer unbekannten Frau unbestimmten Alters gewarnt.
Die Polizei fahndet und der Fußball rollt weiter. Wir sind gespannt, wo diese Woche die ersten Erfolgsmeldungen vorgebracht werden können.
27.10.2009 09:31 - desaster - ASEC Ndiambour (Archiv)
Erntedankfest
Nachdem am letzten Spieltagen in vielen sengalesischen Städten noch die Bananenernte im Vordergrund stand und der Fussball nur beiläufig verfolgt wurde, soll nun bei den nächsten Partien wieder auf die gesamte Mannschaft zurückgegriffen werden können.
Dies könnte bedeuten, dass auch endlich die Auswärtsmannschaften mit elf Spielern auflaufen können. Damit sollten die Chancen für die Fans steigen spannende Spiele sehen zu können.
Zumindest in Ndiambour sind die

Erntevorgänge abgeschlossen worden. Allerdings steht nun das große Erntedankfest an. Ob und mit wie vielen Spielern die Mannschaft nun also den kommenden Doppelspieltag bestreiten kann, steht demnach noch in den Sternen.
Demzufolge ist das Ziel des Trainers bescheiden: "Hauptsache mal ein Törchen schießen, dann schauen wir mal weiter... Wichtiger ist doch, dass wir alle gesund bleiben und zusammen Erntedank feiern können. Unser Wasserträger steht jetzt auf jeden Fall 24 Stunden am Tag unter Polizeischutz."
20.10.2009 11:08 - desaster - ASEC Ndiambour (Archiv)
Zurück in die Zukunft!
Das Comeback ist perfekt! Nach langen und zähen Verhandlungen konnte die Vereinsführung von Ndiambour den alten Trainer desaster überreden aus dem vorzeitigen Ruhestand in den Senegal zurückzukehren.
In und um die senegalesische Kleinstadt wird derzeit sogar gemunkelt, dass diese Vertragsgespräche der wahre Grund dafür waren, dass die Championnat National nun einige Zeit im Dornröschenschlaf versunken war. Aber nun ist alles wieder da. Große Zuversicht ist

allerorten zu erkennen, viele Hoffnungen sind am Wachsen und der Spaß am Fussball ist zurück im Senegal.
Nun also steht der erste Höhepunkt kurz vor der Tür und alle Fans warten sehnlichst auf den ersten Pfiff, das erste Tor und den ersten Sieg.
Prognosen sind vor der Saison allerdings schwieriger als jemals zuvor. Viele neue Trainer, viele neue Einflüsse. Der Senegal kann sich auf eine (hoffentlich) spannende, abwechslungsreiche Saison freuen und wir freuen uns mit.
10.10.2009 16:53 - desaster - ASEC Ndiambour (Archiv)
Drei Farben: Rot
Für Ndiambour ist die Farbe der letzten Woche Rot und zwar kein strahlendes, helles Rot, sondern ein dunkles, dreckiges Rot.

Überall ist Rot. Der Pfeil der Tabelle würde in roter Farbe nach unten zeigen, wenn man nicht schon ganz unten wäre. Und auch das Gesicht von Trainer desaster erschien den Reportern nach dem Spiel bei Espoirs Bignona ausgesprochen rot vor Wut zu sein.

Aber nicht nur in Ndiambour, sondern im ganzen Senegal herrscht Alarmstufe Rot und zwar nicht, weil in der Flagge des Landes ein Abschnitt leuchtend rot schimmmert, sondern, da es überall wieder neue Verdächtigungen und neue Morde gibt. Jeder beobachtet jeden, Vertrauen ist so nur schwer aufzubauen. Rot ist auch das Blut, das vergossen wird. Immer wieder Rot.
09.11.2009 22:52 - desaster - ASEC Ndiambour (Archiv)


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