Als amtierender Pokalsieger nach dem 3:1 ueber das andere (abgestiegene) Chabab geht Chabab Aures Batna als klarer Meisterschaftfavorit in die neue Saison, nicht zuletzt, da in der Sommerpause massiv aufgeruestet wurde. Neben Ultraleichtkettenhemden sollen auch Rasierklingen anstelle von Gumminoppen unter den Schuhsohlen sowie spezielle hautfarbene Titanschoner die Spieler vor der zuletzt ueberhand nehmenden Brutalospielweise der Gegner schuetzen und ihnen die
Moeglichkeit verschaffen, zum Gegenschlag auszuholen. Sollte das alles nicht reichen, wurden auch Nebelmaschinen am Spielfeldrand postiert, um eine glueckliche Fuehrung mit Hilfe dieser "Vernebelungstaktik" leichter ueber die Zeit retten zu koennen. Bei CSS und ESM wird jetzt schon gezittert - zu recht. Doch wirklich Angst haben muessen andere. Denn neben den bereits erwaehnten Features soll Markert auch noch die eine oder andere Geheimwaffe als Ass im Aermel bereithalten.
Kaum hat sich der Skandal um Windel-Vinnie ein wenig beruhigt, kommen erneut schockierende Nachrichten an die Öffentlichkeit. So verkündet Vinnies wesentlich erfolgreicher Kontrapart in der algerischen Liga, der viermalige Meistertrainer Florian Markert, Vinnie plane Ungeheuerliches in, man höre und staune – Malaysia! Will Windel-Vinnie nach all den beunuhigenden Details aus seinem Privatleben etwa abtauchen und im Exil auf das in solchen Fällen übliche Vergessen warten? Weit gefehlt, auch wenn zunächst alles darauf hindeutete. Moment, was macht Markert eigentlich in Malaysia? So richtig weiß das eigentlich niemand, es kursieren allerdings Gerüchte, wonach sich Markert nach seinem Entwicklungshilfeaufenthalt bei den hoffnungslos rückständigen Trainerkollegen aus Singapur auf einen Geheimtrip in die Stadt der weltweit höchsten Zwillingstürme begeben haben soll. Ground Zero, NY? Nichts da, Kuala Lumpur war das Ziel der Reise; eine der faszinierendsten Städte Südostasiens. Und auf der Sky Bridge der Petronas Twin Towers fand es dann statt, das erste völlig ungeplante Aufeinandertreffen der beiden Startrainer fernab der Heimat. Vinnie soll mit einem Glasschneider versucht haben, einen Anschlag auf die Zwillingstürme zu verüben. Soweit jedenfalls die vorläufige offizielle Version der algerischen Medien. Während große Teile der Bevölkerung schlicht und einfach von einem Selbstmordversuch ausgehen, steckt laut “Special Agent” Markert mehr dahinter. Und wer weiß, ob die Welt noch dieselbe wäre, wenn nicht
eine spezielle anschlagsichere UV- und Crash-Schutzfolie den Versuch Windel-Vinnies vereitelt hätte. In Markerts Bericht ist jedenfalls davon die Rede, dass Jones versucht haben soll, einen “geheimen” (ähem, frei sichtbar vom zentralen Blickfang der Hauptattraktion einer Millionenstadt, geht es auch noch unauffälliger?, Anm.d.Red.) begehbaren Tunnel ins malaysische Nationalstadion durch die smogverdunkelte Luft des Stadtzentrums zu verlegen, um somit seine Darstellerinnen an den staatlichen Kontrollen vorbei einzuschleusen und so pornografische Handlungen in den Halbzeitpausen zu ermöglichen, die wiederum zahlreiche zahlungskräftige und -willige Fans und Sponsoren anziehen und so Malaysias Fussball zur Nummer eins im Weltfussball machen sollen. Unbestätigten Angaben zufolge soll sogar der dortige Frauenfussball noch den Männerfussball Brasiliens an Sogwirkung und Faszination überbieten – und das alles nur durch die Verwendung transparenter Trikots! Hat Jones jetzt völlig den Verstand verloren? Nun ja, zumindest die unbefangene Touristenmasche kauft ihm jetzt keiner mehr ab, seit er die Nummer auf der Fahndungsliste der malaysischen Religions- und Geheimpolizei ist.
Die Schlinge um den Hals von (Noch-)SAM-Skandaltrainer <b>Vinnie The Chauvi No.1 Jones</b> zieht sich immer enger zu. Nach vernichtenden Zeugenaussagen aus etlichen Ländern und der höchst fundierten Recherche der <i>Le Monde Béjaïa</i> klingen die verzweifelten Unschuldsbeteuerungen des skrupellosen Gewalttäters Jones wie Hohn in den Ohren seiner zahlreichen Opfer. Und damit nicht genug, neue Vorwürfe treten an die Oberfläche. So verweist Jones auf die einwöchigen Saufgelage in seiner walisischen Heimat und trifft damit den Nagel voll auf den Kopf. Eine Woche wird dort nur gesoffen, und zwar in einem Maßstab, der das von der LMB veröffentlichte Foto noch deutlich in den Schatten stellt. Doch damit nicht genug, aus Schweden kamen Klagen von bei solchen Gelagen mißbrauchten Frauen auf, die bereits einen Aufenthalt im höchst begehrten goldenen Schloss <i>Markert Manor</i> nahe Göteborg sicher hatten, dann lediglich aus Höflichkeit die Einladung zum Umtrunk mit Herrn Jones annahmen und sich letztlich gegen ihren erklärten Willen und gegen ihren eisernen Widerstand um ihre
Unschuld und somit auch um den Aufenthalt im als „Jungfrauenpalast“ bekannten Markertschen Lustschloss gebracht sahen. Schadensersatzklagen und strafrechtliche Verfolgungen dieser Taten vor britischen Gerichten scheiterten jedoch stets daran, dass Vinnie Jones aufgrund des extrem hohen Daueralkoholpegels als strafunmündig eingestuft wurde. Die Reaktion aus Schweden ließ jedenfalls nicht lange auf sich warten. <b>Florian Markert</b>, selbst nicht gerade als Kostverächter bekannt, sieht sich von Jones um sein Vergnügen gebracht und will nun trotz längerem Auslandsaufenthalt alles in die Wege leiten, um den einstigen Freund und treuen Wegbegleiter auf dem langen Weg zu einer „männergerechten Emanzipation“ zur Rechenschaft zu ziehen und zur Wiedergutmachung zu zwingen. Wie eine solche Wiedergutmachung aussehen könnte, darüber existieren die wildesten Gerüchte, sicher ist nur, dass jemand wie Markert, der über beste Beziehungen zu Unterweltgrößen aus über 100 Nationen verfügen soll, Mittel und Wege finden wird, Jones zum Nachdenken über eine etwaige Entschädigung anzuregen.
Nach Jahren des Niedergangs ist man bei Chabab Aurés Batna händeringend auf der Suche nach einem Wundermittel, um zurück in die gewohnten Sphären weit oberhalb des zweiten Tabellenplatzes zu gelangen. Neuester Coup der Vereinsleitung: Ein Hüpfkissen, um den Höhenflug zu beschleunigen und die kopfballstarken Stürmer in eine neue Umlaufbahn zu katapultieren. Nachdem erste Experimente mit den berühmt-berüchtigten Vinnie-Windeln nicht zum gewünschten Erfolg führten und lediglich einen Flughöhengewinn von 16,3 Zentimetern mit sich brachten, was das vereinseigene Hightech-Labor gefragt. Beflügelt von guten Kritikern im wie immer vorzüglichen Algier-Kurier tat auch die Presseabteilung ihr Bestes und machte sich auf die Suche nach unorthodoxen Kalapulten. Leider erwies sich die versoffene Matschbirne von Adam L. als ebenfalls ungeeignet, das Material gab bei ersten Tests viel zu schnell nach und förderte größere Mengen von halbverdautem Bier zutage. Ekelhaft, zumal das Erbrochene bedenklich nach Abstieg roch!
Schließlich ging man im Vereinslabor zu Tierversuchen über und
erkannte, dass Löffel über exzellente Beschleunigungseigenschaften verfügen (siehe Foto). Doch als man die Erkenntnisse auf Menschen übertragen wollte, stieß auch diese Methode an ihre Grenzen. Die Löffel verbogen sich viel zu schnell, ganz gleich, welches Material man verwendete. Letztlich lieferte aber die Kantinenbelegschaft den entscheidenden Tipp: Delfinknochen, einst häufiger Abfall in den Mülleimern der Küchencrew, seien extrem widerstandsfähig und außerordentlich schwer zu verbiegen. Gesagt, getan: Der Speiseplan wurde erneut umgestellt, Delfin steht wieder ganz oben auf der Zutatenliste. Viele Köche verderben den Brei? Mag sein, aber gegen viele Kopfballtreffer und einen sportlichen Höhenflug der eigenen Mannschaft dürfte in Batna wohl niemand etwas einzuwenden haben. Da muss der Tierschutz eben zurückstecken..
Bei Chabab Aurés Batna kehrt einfach keine Ruhe ein, durch die Pleite gegen SA Mohammadia hat man erneut an Boden verloren und muss sich jetzt wohl nach unten orientieren. Eine weitere Saison ohne Teilnahme am Confederation Cup könnte aber auch für den Trainer eine gewisse Brisanz beinhalten. Gerüchten zufolge enthält sein Vertrag eine Klausel, wonach man ihn in diesem Fall ohne Abfindung vor die Tür setzen könnte. Aber noch ist ja nichts verloren,
der Trainer selbst ist jedenfalls zuversichtlich: „Wir schießen den Bomber am Freitag endgültig in die Division 2, ist zwar schade um Gerd, aber darauf kann ich in dieser Situation keine Rücksicht nehmen!“ Allerdings würde man damit den eigenen Gegentorrekord in eine bedrohliche Lage versetzen - Rekordjagd oder internationale Ambitionen, Markert sieht sich zurecht irgendwo zwischen den Stühlen und wird eine schwierige Entscheidung treffen müssen.
Der Skandal schlug hohe Wellen, stundenlang soll Batna-Coach Florian Markert von der algerischen Geheimpolizei verhört worden sein. Der Vorwurf: Versuchte Vergiftung des geschätzten Kollegen „Windel-Vinnie“ Jones. Der so in die vermeintliche Giftfalle gelockte Waliser und Wahl-Algerier konnte den Büffelkot in seinem Trog (jaja, Vinnie hat es nicht so mit „Menschen“-Geschirr auf dem Esstisch, britische Tischsitten halt, Anm.d.Red.) allerdings noch rechtzeitig als solchen erkennen und die Polizei informieren. Dumm für Herrn Markert, dass in Algerien niemand anderer als er selbst diese hochwertige Büffelart sein eigen nennt. Auch wenn die Polizei – gerüchteweise gegen Zahlung eines beträchtlichen Schmiergeldes – das Markertsche Gut letztlich ergebnislos verlassen musste, soll der Batna-Trainer noch bis tief in die Nacht getobt haben, offenbar vor Ärger über den eigens engagierten Killer, der zu dämlich gewesen war, sich irgendwo einen Eimer Kamelscheisse zu besorgen und sich stattdessen, offenbar um die zusätzliche Wegstrecke zu sparen, gleich nach dem Erhalt des Auftrags noch auf dem Büffelhof Batna das benötigte Gift beschafft hatte.
Die Gerüchte, wonach Windel-Winnie an chronischer Diarrhö leide, verwies dieser ebenfalls ins Reich der Fabel. Doch die Beweisfotos standen dem entgegen. Einige Stunden war die algerische
Öffentlichkeit hin- und hergerissen, wem sie glauben sollte, dann konnte endlich Entwarnung gegeben werden. Bei der Person auf dem Beweisfoto, dem armen Diarrhö-Opfer, handelt es sich nicht um „Windel-Vinnie“, sondern um dessen Ehegattin, Frau Jones! Nun ja, über Geschmack lässt sich bekanntlich hervorragend streiten, aber der Geruch, der auch von etlichen unabhängigen Augen- oder treffender ausgedrückt „Nasenzeugen“ bestätigt wurde, steht demnach offenbar außerhalb jeder berechtigten Diskussion. Wie lange hält „Windel-Vinnie“ das wohl noch aus, ohne dem Wahnsinn anheim zu fallen. Experten sehen bereits schwarz für den sympathiaschen SAM-Trainer. In Algerien soll nun eine Benefizgala von den anderen Trainern ins Leben gerufen werden, um dort Geld für Vinnie und dessen vermutlich recht kostspielige Scheidung zu sammeln, um das Leben oder zumindest die geistige Unversehrheit eines geschätzten Kollegen zu retten. Lediglich zwei Trainer äußerten sich kritisch zu dieser lobenswerten Initiative: Zum einen – wenig überraschend – Florian Markert, der Vinnie der Falschaussage und Verleugnung beschuldigte und jede Hilfe verweigerte; und zum anderen „Windel-Vinnie“ selbst, der nach eigener Aussage über alle Maßen in den „fantastischen Körpergeruch“ seiner geschätzten Ehefrau verknallt ist.
Es ist wieder einmal so weit, die Division 1 sorgt endlich nochmal für Schlagzeilen, nachdem es lange Zeit ruhig war – zu ruhig, wenn man Vinnie Jones Glauben schenken möchte. Und eben dieser kauzige, aber im Grunde seines Herzens doch sympathische Trainer ist es auch, der für den nächsten Pressebericht aus Batna den Gesprächsstoff geliefert hat. Genaugenommen waren es allerdings die hygienischen Bedingungen in Mohammadia.. um es kurz zu machen: Vinnie leider seit geraumer Zeit unter chronischer Diarrhö, auch als Durchfall bekannt und offenbar durch fauliges Wasser und noch fauligereres Kamelfleisch verursacht. Die Krankheit will offenbar kein Ende nehmen, und so hat Vinnie nun endlich reagiert und seinen persönlichen Kleidungsstil den Lebensumständen angepasst (siehe Foto). Sein neuer Spitzname („Windel-Vinnie“, Anm.d.Red.) ist demnach wenig überraschend.
Überraschender ist hingegen die Auswirkung, die dieser zweckbezogene Stilwechsel auf die algerische Modewelt hatte. Vor allem in
Algerien lebende Ausländer überschlagen sich geradezu vor Begeisterung, insbesondere HBCL’s Trainer Chris soll mehrmals täglich bei Windel-Vinnie angerufen und nach mehr und immer kreativer designten Windeln gefragt haben. Der zunächst so arme Vinnie hat nun aus der Not eine Tugend gemacht und vermarktet die Windeln im großen Stil. Seine Frau sitzt Tag für Tag in der Küche und bemalt aus Europa importierte Riesenwindeln in bunten Farben und mit kindlichen Motiven und trifft damit offenbar den Nerv so mancher Trainerkoriphäe. Das Geschäft brummt und die Errichtung von Filialen in Algier, Béjaïa und Biskra ist bereits in vollem Gange. Das bekommt das geflügelte Wort vom „Gold scheißen“ eine völlig neue Bedeutung!
Der Friedensgipfel auf dem in großen Teil des friedlichen algerischen Volkes als „Gipfel des Friedens“ bekannten Friedensgipfel, einem der höchsten Berge Algerien, ist mit Frieden auf dem Gipfel zu Ende gegangen. Gipfelzwerg Müller hat sich zwar noch nicht geäußert, doch Gipfelzwerg Jones und Gipfelzwerg Markert haben bereits zu Protokoll gegeben, dass das Gipfeltreffen mit einer versöhnlichen Einigung zuende gegangen ist. Allerdings soll El Fluppe beim Abstieg vom Gipfel auf einer Fluppe ausgerutscht sein und sich dabei den Knöchel verstaucht haben. Wütend fluchte er anschließend: „Rauchen beim
Friedensgipfel auf dem Gipfel des Friedens, das ist ja wohl der Gipfel der Unverschämtheit“. Seine Schimpfkanonade gipfelte schließlich in der Äußerung: „Da war wohl vor uns schon ein Südafrikaner auf dem Gipfel, wo der Friedensgipfel stattgefunden hat. Thank you for smoking.“ Die Interessenvertretung der Filmbranche wertete dies übrigens als kommerziellen Akt und zog gleich eine horrende Gebühr wegen Verwendung von Filmnamen zur persönlichen Bereicherung von El Fluppe ein, was dieser erneut als Gipfel… aber lassen wir das, das Wort “Gipfel” kam in diesem Artikel nun wirklich oft genug vor!
Markert setzt auf Kamelrennen und Kontakte nach Södertälje (SWE)
Um nach Jahren der Abstinenz von sportlichen Erfolgen wieder auf die internationale Bühne zurückzukehren (von der man sich im übrigen mit einer Finalteilnahme verabschiedet hatte, was doch eigentlich für CAB spricht), plant Markert eine Aufstockung des ohnehin schon üppigen Etats. Das dafür nötige Kleingeld soll mit Hilfe von erfolgreichen Wetten auf Kamelrennen gewonnen werden. Klar, dazu braucht man Sachverstand, und deshalb nutzt Markert erstmals die engen Kontakte seines in Schweden aktiven Zwillingsbruders zum freundschaftlich verbundenen Assyriska Föreningen zum eigenen Vorteil, nachdem Göteborgs AIS den kleinen Stockholmer Vorortclub zuvor mit der Abstellung von GAIS-Ergänzungsspielern bis zum Aufstieg gepusht hatte. Bei dem Verein von Dr.
P. Pacult spielen, wie der Name schon sagt, zahlreiche Einwanderer aus dem arabischen Raum, hauptsächlich Iraker und Syrer. Diese sollen nun mit ihrem Knowhow beiden Markertschen Mannschaften, in erster Linie aber dem Krisenteam aus Batna, zur Rückkehr in die Welt der Schönen und Erfolgreichen verhelfen. Die ersten Wetterfolge haben sich bereits eingestellt, zwei neue Offensivspieler sollen in den nächsten Wochen zur Mannschaft stoßen. Und pünktlich zur Rückrunde soll auch die dann dringend benötige Top-Verstärkung für die Defensive finanzierbar sein.
Aus dem fernen Sydney (Neuseeland, kleine Nordwestinsel) kam dieser Stunden das spaete Eingestaendnis: "Wir haben ein Problem!", hiess es da aus dem Mund des Mannes, der bis zum heutigen Tage immer nur vom Erreichen des Confed-Cups gesprochen hatte. Doch die Niederlage gegen ES Mostaganem scheint tiefe Loecher in das Selbstbewusstsein der CAB-Verantwortlichen gerissen zu haben. Und selbst Gerd Mueller muss jetzt zittern - sogar dann, wenn er es schafft, mehr als 83 Gegentreffer auf sich zu vereinen (unwahrscheinlich), muss er noch befuerchten, vom alten Rekordhalter ueberfluegelt zu werden! Keine guten Aussichten, dennoch, fuer beide Teams. Es darf gezittert werden.
Nachdem die Pressestelle in Batna zwischenzeitlich aufgrund einer Bombendrohung außer Betrieb war, ist nun wieder der Normalzustand zurückgekehrt, sämtliche Mitarbeiter sind wieder an ihren Arbeitsplätzen angekommen und es kann endlich weitergehen mit der Berichterstattung über Algeriens beliebtesten Fussballclub, Chabab Aurés Batna. In dieser Saison muss es endlich mal wieder was werden mit einem internationalen Startplatz, da sind sich Trainer, Vorstand, Mannschaft und Fans einig. Und man ist auf einem guten Weg. Sollte heute auch noch Biskra weggeputzt werden, kann man getrost von einem Traumstart sprechen.
Weniger als zwei Stunden vor dem Ablauf des finalen Ultimatums ist es Florian Markert gelungen, einen drohenden Streik der Redakteure von Batna zu verhindern, nachdem diese bereits seit langem ünber zu geringe Löhne geklagt hatten und nun die ersten Redakteurskinder wegen Unterernährung ins Krankenhaus mussten. Markert, bekannt für seinen nicht allzu schmalen Geldbeutel, hat daraufhin alle ortsansässigen Verlage aufgekauft, einer
wohltätigen Stiftung übereignet und dabei allen Mitarbeitern einen mehr als ausreichenden Lohn für die nächsten zehn Jahre garantiert, zusätzlich jede Woche ein halbes Kilo feinstes Büffelfleisch pro Redakteursfamilie. Sollte es Markert jetzt auch noch gelingen, die seit Jahren andauernde sportliche Krise seines Vereins zu bewältigen, dann müsste man ernsthaft darüber nachdenken, ihm in Batna ein Denkmal zu setzen.
In Batna herrscht ein rauer Wind. Scirocco heißt er und wirbelt VW-Logos durch die Luft. Nur gut, dass es keine Trainerstühle sind. Denn auch diese – eigentlich ist es nur einer – sind bedrohlich ins Wackeln geraten. Im Pokalfinale hat sich ein Zweitligist überraschend als deutlich zu stark erwiesen, in der Meisterschaft hat es gerade einmal zum Klassenerhalt gereicht. Erfolge sehen anders aus. Um in der neuen Saison endlich wieder mit ausreichenden konditionellen Grundlagen anzutreten und so auch die Rückrunde ohne massiven Leistungseinbruch zu überstehen, hat der beinahe schon legendäre Trainer-Halbgott Florian Markert seine Vorgehensweise grundlegend überarbeitet. Kamelrennen sollen die Wende bringen, bevorzugt über die Langdistanz. Der Unterschied zu der arabischen
Variante ist dabei nur ein kleiner, aber durchaus zweckdienlicher. Denn anstelle sich tragen zu lassen, sind es die CAB-Spieler, welche die Kamele im Eiltempo durch die algerische Wüste tragen sollen – und das möglichst, ohne die wertvollen Tiere dabei aus ihrem wohlverdienten Schönheitsschlaf zu reißen. Immerhin gibt es einen Ansporn. Die Gewinner der Wüstenrennen dürfen sich am frischgegrillten Büffelsteak laben. Auf die Verlierer wartet hingegen ein besonderer Genuss: Fässer, frisch importiert aus Schottland und von sambischen Piraten auf dem Weg nach Griechenland abgefangen. Die Aufschrift „GR“ sollte dabei eigentlich keinen Verdacht wecken, doch die CAB-Spieler wissen Bescheid. Für die entsprechende Fitness in einer langen Saison sollte damit eigentlich gesorgt sein!
Für Chabab Aurés Batna hat sich die zweite Saisonhälfte wieder einmal zum Totengräber für alle Träume entwickelt. Anstatt, wie von den Oddset-Tippern erwartet, um den Titel mitzuspielen, steht CAB auch fünf Spiele vor dem Saisonende auf einem Abstiegsplatz und muss ernsthaft um seinen Platz in der Division 1 zittern. Mittlerweile ist auch der einstige Meistermacher nicht mehr unumstritten, der Stuhl von Trainerlegende Florian Markert wackelt bedenklich. Nichtsdestotrotz hält der Coach weiterhin an seiner Linie fest, auf den Verzehr von Delfinfleisch zu verzichten. Ob ihm dies etwas nützen wird, steht indes auf einem ganz anderen Blatt.
Der Absturz seines hochgelobten Titelanwärters – zumindest laut der Oddset-Quote – bis hinunter auf einen Abstiegsplatz hat bei CAB-Coach Florian Markert eine schwere persönliche Krise ausgelöst. Völlig unmotiviert soll er einem Reporter gestanden haben, er werde ASO Chlef aus Mitleid und mangelndem Siegeswillen den Sieg schenken, beim Heimspiel gegen KABA werde man ähnlich verfahren. Droht Batna nun die zweite Liga? Vielleicht, aber dann bleibt der Trainer dem Kontinent wohl nicht länger erhalten, denn die zweite Liga Algeriens war nicht einmal für den mittlerweile nach Nigeria emigrierten emaec des Bleibens wert.
Batna könnte in diesem Jahr zum Zünglein an der Waage werden. Trotz miserabler Rückrunde sind die konditionellen Reserven noch stattlich und die Gegner zittern bereits vor den anstehenden Duellen mit der Markertschen Büffelfleischfresser-Truppe. Etliche Abstiegsanwärter sind in Batnas Restprogramm zu finden, darunter so klangvolle Namen wie JSM Béjaia, ASO Chlef, US Biskra und GC Mascara. Bislang steht wohl nur US Chaouia als Absteiger fest – auch gegen diese Mannschaft muss Batna noch ran – alle anderen hoffen noch auf die Gnade ihres Kontrahenten. Doch Markert muss wohl für gleich zwei dieser Mannschaft alle Träume zum Zerplatzen bringen. Oder erwischt es doch noch einen der <i>Zufallsspieler</i>??