In der nationalen Meisterschaft lief es recht gut für CS Constantine. Gegen USM Annaba gab es einen klaren und ungefährdeten Sieg mit 5:0 Toren. Diese drei Punkte standen neben einem 0:1 auswärts am Ende da und somit verbessert sich Constantine über die Tordifferenz auf den elften Platz in der Tabelle. Im internationalen Wettbewerb ist dagegen bereits alles vorbei. Im Confederation Cup sah man gegen Renaisance Sportive de Settat trotz zweier Siege realistisch gesehen kein Land. Die Mannschaft von Jaromir Patrasz ist übrigens auch Titelverteidiger im Coupe du Maghreb. Ein Wettbwerb, in dem Constantine in dieser Saison noch etwas erreichen kann, nachdem man bereits im Achtelfinale mit 2:0 Siegen führt.
...aber nicht zufrieden mit der Leistung und der Punktausbeute. Einen mageren Zähler gab ee zu Hause gegen CA Bordj Bou Arréridj zu ernten. Auswärts gegen MC El Eulma hatte man sich von vorn herein nichts ausgerechnet. Obwohl dort etwas gegangen wäre. Die Niederlage fiel mit 0:1 denkbar knapp aus. So richtig ärgerte man sich bei CS Constantine jedoch über das 3:3 im Heimspiel. Damit rücken in die internationalen Plätze erstmal weit weg. Von der CAF Champions League gar nicht erst zu reden. Damit stellt sich die Frage, ob der Verein das Saisonziel noch einmal korrigieren wird oder nicht.
Wer als Fan von CS Constantine auf die Tabelle sieht, könnte meinen, dass die ersten beiden Spiele nicht nach Wunsch verlaufen sind. Trainer Wiel Coerver sieht das aber anders. "Gut, auswärts 0:5 verloren ist keine schöne Sache. Aber da hatten wir sowieso keine Chance. Da hat die Mannschaft dann clever Kräfte gespart!" Kräfte, die man im Heimspiel gegen SA Mohammadia auch besser verwenden konnte. "Ja, das 5:4 sieht vielleicht für einen Außenstehenden nicht gerade souverän aus, aber die Mannschaft hat genau das gezeigt, was ich als Trainer sehen will! Wir waren nicht besser als der Gegner, aber wir hatten den Schneid, das Spiel am Ende für uns zu entscheiden!", freute sich Coerver sichtlich.
Wiel Coerver hat nun die Chance, seine Mannschaft nach seinen Vorstellungen zu formen. Erstmal bestreiten beide gemeinsam eine komplette Vorbereitung. Die ist auch notwendig, um in der Liga und im internationalen Wettbewerb erfolgreich sein zu können. Die Doppelbelastung ist keine einfache Sache für so eine junge Mannschaft. Aber die holländische Trainerschule soll der Mannschaft die Stabilität bringen. Neben den offziellen Wettbewerben hat sich CS Constantine auch um die Teilnahme am Coupe du Maghreb beworben. Mal sehen, ob die Teilnahmebestätigung in den nächsten Tagen eingeht.
Nicht nur Gilles Ngomo will in der nächsten Saison international spielen, sondern alle. Der Spieler aus Kamerun ist der einzige Legionär in der Mannschaft von CS Constantine. Für ihn wäre es die große Chance, mal wieder in seiner Heimat Fußball zu spielen. In dieser Saison brachte das Los Constantine nicht mit einer Mannschaft aus Kamerun zusammen. Und mehr als eine Runde absolvierte der algerische Verein auch nicht. Je weiter man kommt, desto größer ist die Chance, auch auf eine Mannschaft aus Kamerun zu treffen. Aber vorher muss man sich erstmal überhaupt wieder für den Confederation Cup qualifizieren. Das wird mit zwei Auswärtsspielen nicht leicht.
Ein 6:0-Sieg gegen US Biskra bringt CS Constantine fünf Spieltage vor Schluss auf Platz fünf. Die letzten zwei Wochen müssen nun darüber entscheiden, ob der Verein Algerien in der nächsten Saison international vertreten darf oder nicht. Ganz leicht wird es nicht werden, da die Mannschaft von Wiel Coerver noch dreimal auswärts antreten muss und nur noch zwei Heimspiele hat. Trotzdem bleibt mindestens Platz sechs das absolute Ziel. Am nächsten Spieltag stehen die Spiele bei MC El Eulm und gegen Chabab Aurés Batna an. Mindestens drei Punkte sollten es werden.
Auch dieser Spieltag brachte keine Vorentscheidung in der algerischen Ligue Professionnelle 1. Für die Mannschaft von Wiel Coerver ist eine Teilnahme am afrikanischen internationalen Wettbewerb nach wie vor ein Thema. Auch wenn es für CS Constantine um einen Platz nach hinten ging, ist der sechste Platz nach wie vor machbar. Am nächsten Spieltag gibt es ein Heimspiel gegen US Biskra, welches gern gewonnen werden darf. Auswärtspiele sind wie immer Bonusspiele. Wenn wir da etwas holen, dann ist das prima. Wenn nicht, dann geht die Welt nicht unter.
Man darf mit Fug und Recht von einem guten Einstand für Wiel Coerver in Algerien bei CS Constantine sprechen. Mit einem 3:0-Heimsieg gegen USM Alger wurden gleich die erste drei Punkte eingesackt. Damit rückte man auf Platz sechs vor und hätte somit die große Chance, im nächsten Jahr international zu starten. Da fiel die Niederlage bei Chabab Riadhi Belouizdad vorerst nicht ins Gewicht. Jetzt gilt es, die nächsten Gegner gut zu analysieren, damit man den Platz möglichst verteidigen kann. Von Rang drei bis zur Abstiegszone ist aber noch alles möglich.
Die Groot Worldwide Football Ltd. war bisher nur in drei der vier großen Kontinentalverbände aktiv. Das änderte sich nun mit dem Engagement in Afrika. Für den Auftakt hat man sich die attraktive algerische Ligue Professionnelle 1 ausgesucht. Als weiterer Trainer konnte der renomierte Ausbilder Wiel Coerver gewonnen werden. Jetzt, da Heerenveen aus dem Europapokal ausgeschieden ist, hatte Henk Groot
ausreichend Zeit, um Einstellungsgespräche mit verschiedenen Kandidaten zu führen. "Gut, dass wir uns mit unserem absoluten Wunschkandidaten Wiel Coerver einig werden konnten. Wir haben nach seiner Verpflichtung den passenden Verein gesucht, um unsere Aktivitäten im richtigen Rahmen zu beginnen. Die Wahl fiel auf den ambitionierten algerischen Verein CS Constantine", so Groot gegenüber der niederländischen Sportpresse.