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COPA NEWS

Die Jubiläumsfeier - ein Rückblick anderer Art
Ja, die Jubiläumsfeier in Tunis anlässlich der 50. Ausgabe der tunesischen Kolumne "La chronique du Tunisie" - ein wahrer Grund zu feiern. Und die Kolume hat sich nicht lumpen lassen: Shakira und Beyonce hüllten ihre wohl geformten Körper in das bischen Stoff, das Bauchtänzerinnen nun mal tragen. Dabei betörten Sie insbesondere den Chefredakteur der Kolumne, Florian Eberle, zugleich auch Trainer von Espérance Sportive de Tunis. Als er dann von beiden von

seinem Canapé runtergezogen wurde und zum Mittanzen genötigt wurde, war wohl nicht ganz im Sinne des Erfinders. Doch wer gedacht hat, der Eberle würde sich blamieren, der hat falsch spekuliert: Nunmehr in der 7. Saison in Tunis angestellt, muss man Florian durchaus eine volle gesellschaftliche Integration attestieren; selbst das Bauchtanzen hat er gelernt. Das entsprechene Diplom hat er Christian S. Schmidt und dhalal cortez voll Stolz gezeigt - wer hätte das dem Chefredakteur zugetraut!
22.01.2013 00:43 - Christian S. Schmidt - US Monastir (0.3 TK)
 
Weiterhin Elfter in der Nationale A
Seit dem fünften Spieltag steht Union Sportive Monastirienne nunmehr auf Platz 11 in der Nationale A, der ersten tunesischen Liga. Trainer Christian J. Schmidt versucht nun seit sechs Spieltagen, ein paar Plätze gut zu machen, leider erfolglos. Immerhin sind die Mannschaften noch eng bei einander, lediglich Avenir Sportif Gabès liegt mit 9 Punkten abgeschlagen auf dem letzten Platz.
In der Gruppenphase des Coupe de Tunesie läuft es für die Mannschaft aus Monastir bisher gut: Von den bisherigen vier Spielen konnten drei gewonnen werden. Dank des besseren Torverhältnisses liegt Union Sportive Monastirienne auf dem

ersten Platz, punktgleich mit Stade Tunisien. Aller Voraussicht nach wird im Halbfinale Heimreicht haben und mit einem kleinen Vorteil in die KO-Phase gehen.
Auch beim Coupe du Magrheb spielte Union Sportive Monastirienne bisher erfolgreich auf: In der Gruppe C konnte sich Schmidts Team - zusammen mit dem zweiten tunesischen Vertreter Espérance Sportive de Tunis - erfolgreich gegen die marokkanischen Teams behaupten und sich sogar den Gruppensieg sichern. Im Achtelfinale, welches im KO-Modus ausgetragen wird, trifft Union Sportive Monastirienn nun auf den algerischen Vertreter MO Béjaia. Auch hier dürfte das Heimreicht von Vorteil sein.
13.01.2013 23:57 - Christian S. Schmidt - US Monastir (0.3 TK)
 
Tunesischer Fussballverband fordert bessere Öffentlichkeitsarbeit
Es ist ruhig geworden um Tunesiens Mannschaften der Nationale A. In der Vergangenheit veröffentlichten fast alle Vereine die neusten News rund um Ihre Teams oder um andere wissenswerte Themen. Doch es scheint, dass die Verantwortlichen bei den Vereinen kommunikationsmüde geworden sind. In der letzten Zeit haben lediglich El Makarem de Mahdia unter Trainer Don Hernàn und Union Sportive Monastirienne unter deren Trainer Christian S. Schmidt regelmäßig berichtet. Was ist die Ursache?
Seit dem Umsturz des Ben Alis-Regimes im Rahmen der Jasmin-Revolution hat sich in Tunesien vieles zum Negativen verändert. Die Menschen haben zwar mehr Freiheit und Unabhängigkeit gewonnen, doch Tunesien kämpft gegen die

Korruption sowie gegen die schwere Rezession an, letztere mit verherrenden Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt. Die ohnehin hohe Arbeitslosenquote in Tunesien (2010: geschätze 13 %) ist weiter stark angestiegen und dürfte vergangenes Jahr die 20%-Marke überschritten haben. Jeder zweite Erwachsene unter 25 Jahre ist arbeitslos. Tunesien gilt als Fussball begeistertes Land, doch angesichts der wirtschaftlichen Umstände fehlt es den Tunesien schlicht weg an Geld, um sich die Fussball-Nachrichten zu kaufen. Weiter sparen die Vereine lieber die mit der Veröffentlichung verbundenene Kosten. Es bleibt nur zu hoffen, dass mit einer Verbesserung der wirtschaftlichen Lage auch die Kommunikationsmüdigkeit der Fussballvereine wieder abnimmt.
05.01.2013 18:02 - Christian S. Schmidt - US Monastir (0.3 TK)
 
Die Versteigerung
Die Jasmin-Revolution hat den Sturz des Regimes Ben Alis in Tunesien gebracht. Der ehemalige Präsident, der sich im saudi-arabischen Exil befindet, wurde im Juni 2012 zu 35 Jahren Haft verurteilt. Nun kommen die Luxusgüter der Familie Ben Alis unter dem Hammer. 12.000 Stücke stehen zur Versteigerung an, darunter 39 Sportwagen wie ein Lamborghini Gallardo, Ferrari, Bentley Continental oder ein Maybach 62, aber auch Diamanten, Juwelen, Pelzmäntel und Handtaschen der Präsidentengattin.
Die Auktion ist die größte, die je in Tunesien organisiert wurde. Die neue Regierung hofft auf Einnahmen in Höhe von 10 Millionen €. Wer an der

Versteigerung teilnehmen will, muss 15 Euro Eintritt zahlen, auch wenn er nur die Exponate sehen will, die ersteigert werden können. Das haben sich die Verantwortlichen von Union Sportive Monastirienne nicht zweimal sagen lassen. Kurzfristig wurde ein Bus organisiert und alle Spieler, deren Frauen sowie den Trainerstab wurde zu einer Exkursion nach Gammarth eingeladen, einem noblen Vorort im Norden der Hauptstadt, in der die Auktion stattfindet. Auch wenn sich keiner diesen Prunk vorstellen, geschweige denn leisten kann, so möchte jeder einen Blick auf diesen materiellen Reichtum werfen, die die Familie Ben Alis während dessen Präsidentschaft angehäuft hat.
30.12.2012 00:54 - Christian S. Schmidt - US Monastir (0.3 TK)
 
Weihnachten in der Heimat
Weihnachten hat Christian S. Schmidt, Trainer von Union Sportive Monastirienne, mit seiner Familie fernab im nasskühlen Münsterland gefeiert. Heilig Abend gabs schlesische Weißwurst mit Sauerkraut und Kartoffelpüree und an beiden Weihnachtstagen Gans mit Rotkohl und Kartoffelklöße - lecker.
Doch am zweiten Weihnachtstag ging schon sein Flieger zurück vom Flughafen

Münster/Osnabrück nach Monastir, wo ihn der nächste Spieltag erwartet. Zuhause empfängt Schmidts Mannschaft erst El Makarem de Mahdia, die derzeit auf dem dritten Tabellenplatz stehen, und dann ist Union Sportive Monastirienne Gast beim amtierenden Meister AS Marsa. Durch den Trainerwechsel wird gerade das Auswärtsspiel unberechnenbar. Hat der neue Trainer seine Mannschaft im Griff, oder kann Schmidt Team kontern?
26.12.2012 21:50 - Christian S. Schmidt - US Monastir (0.3 TK)
 
Der Coupe de Tunisie - Infos zum Austragungsmodus
Auch wenn - neben der Mannschaft des Ausrichters - nur drei weitere Teams ihre Teilnahme am Ligapokal zugesagt haben, wird der Coupe de Tunesie auch in dieser, der 37. Saison, ausgetragen.
Die Regeln
Der Wettbewerb startet mit einer Gruppenphase, in der die Halbfinalpartien ermittelt werden. Sie wird über 3 ZAT ausgetragen. In der Gruppenphase spielt jeder gegen jeden. Jedes Team hat zu Beginn 12 TK. Die Tor-Boni betragen - wie im regulären Spielbetrieb - 0,2 TK pro Heim- und 0,3 pro Auswärtstor. Aber auch Unentschieden sind möglich. Sollte ein Trainer vergessen, seine Tipps bis zum Stichtag (Freitag 19 Uhr) abzugeben, wird das TK-Guthaben pro nicht gesetztes Spiel um 2 TK reduziert (gilt auch in der KO-Phase). Aus der Gruppenphase kann maximal 1,5 TK mitgenommen werden.
Anschließend wird das Halbfinale nach dem KO-System ausgespielt (ZAT 4 und 5). Der Tabellenerste trifft in 5 Spielen auf den Tabellenvierten, der Tabellenzweite auf den Tabellendritten. Die Heimmannschaft hat 10 TK , die Gastmannschaft startet mit 11 TK - jeweils zzgl. eines etwaigen Rest-TKs aus der Gruppenphase. Am

vierten ZAT finden die ersten beiden Spiele statt, am fünften ZAT die Spiele 3 bis 5. Es gelten die selben Regeln zu den Tor-Boni und zur TK-Mitnahme wie in der Gruppenphase. Im Falle eines Unentschiedens gewinnt aber immer das Auswärtsteam; das Siegtor kostet in diesem Fall kein TK und das Spiel bekommt den Zusatz n.V.
Die beiden Sieger des Best-of-Five-Modus treffen im Finale aufeinander. Abweichend vom Halbfinale haben beide Team nur 10 TK zzgl. etwaiges Rest-TK aus dem Halbfinale. Auch findet das fünfte Spiel auf neutralem Boden statt: Ein Tor kostet beiden Teams 1 TK, ein etwaiger Tor-Bonus in der 5. Partie beträgt 0,25 TK.
Teilnehmer und Termine
AS Marsa, Espérance Sportive de Tunis, Union Sportive Monastirienne und Stade Tunisien
Gruppenphase: ZAT 1: 04.01.12, ZAT 2: 11.01.13, ZAT 3: 18.01.13
Halbfinale: ZAT 4: 25.01.13, ZAT 5: 01.02.13
Finale: ZAT 6: 08.02.13, ZAT 7: 15.02.13
Weitere Infos
Den Spielplan und alles weitere über den Coupe de Tunesie könnt ihr im Forum an gewohnter Stelle nachlesen. Die Mails mit den Partien des 1. ZAT werden vor Weihnachten verschickt.
16.12.2012 00:14 - Christian S. Schmidt - US Monastir (0.3 TK)
 
Die Dolchstoßlegende
Wurde dem Coupe de Tunesie der Todesstoß versetzt? Heißt der Dolch, der von hinten den Rücken traf, Coupe du Maghreb? Diese berechtigten Fragen stehen angesichts von lediglich vier Anmeldungen bis zum letzten ZAT im Raum. Auf dem ersten Blick liegt die Anwort nahe: JA! Aber so einfach ist es im Leben und auch in der tunesischen Liga nicht:
Mit 14 Mannschaften ist die Nationale A vergleichsweise klein. Schon in der vergangenen Saison war es schwierig, genügend Anmeldungen zu bekommen. Letztendlich mussten zwei afrikanische Vereine als Gäste eingeladen werden, damit der Ligapokal stattfinden konnte. Neben der Größe der Liga selbst dürfte ein Grund für diese Pokalmüdigkeit die Tatsache sein, dass den tunesischen Vereinen sechs Startplätze für die

internationalen Wettbewerbe zu Verfügung stehen. Weiter sind die Rahmenbedingungen für den neuen Coupe du Magheb sicherlich besser als für den nationalen Pokal, denn nur so lässt sich die hohe Akzeptanz für diesen regionalen Pokal - bisher haben sich acht tunesische Mannschaften angemeldet - erklären.
Bedeutet das den Todesstoß für den Coupe de Tunisie? Nein. Bisher liegen - wie bereits erwähnt - vier Zusagen vor: von AS Masra, Espérance Sportive de Tunis, Stade Tunisien und Union Sportive Monastirienne. Sollte dabei bleiben, wird in einer Gruppenphase die Platzierungen für das Halbfinale ausgespielt, in dem im Best-of-Five-Modus dann der Tabellenerste auf den Tabellendritten und der Tabellenzweite auf den Tabellenvierten trifft. Die Sieger bestreiten dann dass Finale.
09.12.2012 13:29 - Christian S. Schmidt - US Monastir (0.3 TK)
 
Die Planungen laufen
Vor dem Start der neuen Saison hat sich Union Sportive Monastirienne und sein deutscher Trainer ins Trainingslager nach Nizza zurückgezogen. Dort trainiert man zusammen mit dem O.G.C. Nice und wird mehrere Freundschaftsspiele bestreiten. Inwiefern diese Rückschlüsse auf den Zustand der Mannschaft erlauben, bleibt abzuwarten.
In Monastir hat der Verein die Organisation des Coupe de Tunisie übernommen und bereits alle Vereine der Nationale A zur Teilnahme am Ligapokal eingeladen. Noch sind nicht alle Rückmeldungen eingegangen. Aufgrund der bisher spärlichen

Anzahl an positiven Antworten scheint es aber nicht ausgeschlossen zu sein, dass es dieses Jahr erstmals keinen Ligapokal gibt, was Christian S. Schmidt und Union Sportive Monastirienne sehr bedauern würden. Einen binationalen Pokal, z.B. unter Beteiligung ägyptischer Mannschaften, kommt für die Verantwortlichen nicht in Frage, zumal es mit dem Coupe du Maghreb erstmals einen multinationalen Ligapokal in Norafrika gibt. Doch noch ist nicht aller Tage Abend und Schmidt hofft weiter auf Zusagen, um bei hinreichendem Interesse dann den Austragungsmodus verkünden zu können.
02.12.2012 23:17 - Christian S. Schmidt - US Monastir (0.3 TK)
 
Obama besucht Monastir
Amerika hat gewählt: Der alte und neue Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika heißt Barack Obama! Doch der harte Wahlkampf hat Spuren hinterlassen, von denen sich der Präsident mit seiner Familie während eines Kurzurlaubs erholen will. Als die Air Force 1 in Washington abhob, war das Reiseziel der Presse noch unbekannt, doch das sollte nicht lange so bleiben. Denn als die Maschine den Flughafen von Monastir ansteuerte, wurde der tunesische Flugraum für alle anderen Flugzeuge gesperrt. Düsenjets der tunesischen Armee hoben vom Boden ab, um den Flugraum zu überwachen. Der CIA hatte zuvor Hinweise auf

mögliche Raketenangriffe auf die Air Force 1 an den tunesischen Geheimdienst übermittelt. Die Abschreckung verfehlte ihre Wirkung nicht und die Präsidentenmaschine konnte unbeschadet auf den Flughafen landen. Obama wurde vom Interimspräsident Moncef Marzouki sowie vom tunesischen Premier Hamadi Jebali mit militärischen Ehren empfangen. Nachdem er sich in das goldene Buch der Stadt eingetragen hatte, fuhr Obama mit seiner Familie in ein Luxushotel weiter, wo er eine Woche Urlaub machen wird. Das Hotel und der dazugehörige Strand wurden weiträumig abgesperrt. Monastir wünscht den Obamas einen erholsamen Urlaub!
11.11.2012 21:44 - Christian S. Schmidt - US Monastir (0.3 TK)
 
Alle Jahre wieder - das islamische Neujahrsfest
Wir schreiben das Jahr 1433 nach Hidschra, d.h. nach der Auswanderung des Propheten Muhammad von Mekka nach Medina. Am 15.11. nach christlicher Zeitrechnung beginnt mit dem Sonnenuntergang das neue Jahr 1434 n.H. und zwei Tage lang wird auch in Monastir das islamische Neujahrsfest gefeiert. Das neue Jahr wird traditionell mit großen, traditionellen Blasinstrumenten verkündet, die von den Mauern der alten Festung erschallen.

In jedem Haus werden auf dem Tisch der Frühling und die Hoffnung auf ein gutes Jahr mit sieben Symbolen dargestellt, die alle mit dem Buchstaben Sin beginnen: Senjed (Mehlbeere), Samanu (Süßgebäck), Sekeh (Münze), Sabzeh (grüne Weizentriebe), Siib oder Sif (Apfel), Serkeh (Essig) und Sir (Knoblauch). Sie bedeuten Glück, Gesundheit, Fruchtbarkeit und Wohlergehen. In diesem Sinne ... frohes neues Jahr!
04.11.2012 00:06 - Christian S. Schmidt - US Monastir (0.3 TK)
 
Glückwunsch an die Ivorer!
"Es hat halt nicht sollen sein!" Das war die erste Reaktion von Christian S. Schmidt, Trainer bei Union Sportive Monastirienne, nach der 1:4 Heimniederlage im vierten Spiel im Finale des Coupe de Tunisie gegen den ivorischen Vertreter ASEC Mimosas. "Nach dem 0:2 Rückstand war es wirklich schwer, gegen eine so stark aufspielende Mannschaft zu bestehen. Mein Glückwunsch an den derzeitigen nicht unverdienten Tabellenersten in der Elfenbeinküste und an seinen Trainer Cetshwayo. Ich wünsche dem Team und seinem Trainer

weiterhin viel Erfolg und Glück, damit es auch noch für die Meisterschaft reicht!"
Trotz der Niederlage im Pokalfinale kann die Mannschaft rund um den deutschen Trainer stolz auf das Erreichte sein. "Wir können uns nun voll auf das Saisonende konzentrieren. Die nächsten Spiele auswärts bei AS Marsa und bei CO Transports werden eine Herausforderung sein, der wir uns stellen werden. Ich kann nur hoffen, dass wir dort nicht untergehen und damit unsere berechtigten Chancen auf das internationale Geschäft verspielen."
27.10.2012 14:55 - Christian S. Schmidt - US Monastir (0.3 TK)
 
Ist das Ende des Coupe de Tunisie besiegelt?
Die tunesische Fussballwelt ist ins Wanken geraten: Der Ligapokal, der in dieser 36. Saison zum zweiten Mal ausgetragen wird, steht vermutlich vor dem Aus. Er soll durch den Maghreb Cup bzw. Coupe du Magrheb ersetzt werden, an dem auch Mannschaften aus Algerien, Marokko, Mauretanien und Lybien teilnehmen sollen. Hintergrund ist eine Anfrage der algerischen Mannschaft USM Annaba. Hierzu ein Interview der Zeitung "Le Temps" mit Christian S. Schmidt, dem Trainer des diesjährigen Finalteilnehmers Union Sportive Monastirienne:
Le Temps: M. Schmidt, was halten Sie von der Idee eines länderübergreifenden Pokalturnier der Maghreb-Staaten?
Schmidt: Die Idee ist grundsätzlich zu begrüßen. Sport und insbesondere Fussball ist ein integrierendes und verbindendes Element. Aufgrund des arabischen Frühlings, der in Libyen und in Tunesien zu radikalen Änderungen der politischen Struktur, in Marokko zu politischen Reformen und in Algerien zu mehr staatlichen Restriktionen geführt hat, dürfte ein solches Turnier helfen, zur Normalität zurückzugelangen. Weiter werden die sportlichen und kulturellen Verbindungen der Maghreb-Staaten gestärkt.
Le Temps: Beführworten Sie den neuen Pokal auch, wenn er das Ende des Coupe de Tunisie bedeuten würde?
Schmidt: Sollte der Coupe du Maghreb eingeführt werden und letztendlich dazu führen, dass der tunesische Ligapokal eingestellt wird, dann ist das auf die bescheidene Resonanz auf den Coupe de Tunisie selbst zurückzuführen. Immerhin haben dieses Jahr zwei Gastmannschaften teilgenommen: USM

Annaba - deren Trainer hat den Vorschlag zu diesem länderübergreifenden Pokal gemacht - und der ivorische Vertreter ASEC Mimosas - unser Gegner im Finale, der bereits 2:0 führt. Deren Teilnahme ist eine Bereicherung für den nationalen Pokal gewesen.
Le Temps: Was ist Ihrer Meinung nach die Ursache für die schlechte Akzeptanz des Ligapokals in Tunesien?
Schmidt: Da kann ich nur vermuten: Die erste tunesische Liga ist nur mit 14 Mannschaften besetzt, von denen vier Mannschaften international spielen und zwei weitere sich für internationale Wettbewerbe qualifizieren können. Ein internationaler Titel ist leider nunmal höher angesehen als ein Nationaler - sieht man von der Meisterschaft sebst einmal ab. Und mit der geringen Resonanz beim diesjährigen Coupe de Tunisie haben die Mannschaften vielleicht dem Ligapokal den Todesstoß versetzt.
Le Temps: M. Schmidt, vielen Dank für das spontane Interview. Bitte geben Sie uns zum Abschluss ein kurzes, persönliches Votum zum Coupe du Maghreb und zum Coupe de Tunesie ab.
Schmidt: Ich beführworte beide Pokalturniere, fände es aber schade, wenn der Coupe de Tunisie eingestellt wird. Wie sollen wir diesen verteiligen können, sollten wir widererwarend gewinnen?
Le Temps: Würden Sie einen der Pokale ausrichten wollen, damit beide nächste Saison stattfinden können?
Schmidt: Bisher bin ich nicht gefragt worden. Aber ich könnte es mir durchaus vorstellen, sofern das nicht dazu führt, das mein Team aus Monastir nicht teilnehmen kann.
Le Temps: Vielen Dank!
20.10.2012 21:46 - Christian S. Schmidt - US Monastir (0.3 TK)
 
Es ist wahr geworden
Das Finale im Coupe de Tunesien steht fest: Union Sportive Monastirienne trifft im Finale des Ligapokals auf den ivorischen Vertreters ASEC Mimosas. Ob dies eine schwere oder eine leichte Aufgabe ist, ist nicht von Bedeutung, denn ganz Tunesien erwartet von dem deutschen Trainer Christian S. Schmidt den Sieg und den Titelgewinn - ein nicht zu unterschätzender Druck für Spieler und Trainer. Dass Union Sportive Monastirenne das Zeug dazu hat, die Ivorer im Best of Five zu besiegen, steht außer Frage. Offen ist

lediglich, ob es Schmidt und seinem Co-Trainer gelingt, die Mannschaft optimal vorzuvereiten. Hierzu werden die Videoaufzeichnungen der letzten Spiele von ASEC Mimosas immer wieder vom Trainerstarb analysiert und mit den Spielern durchgegangen. Denn ein Patzer - und der Traum vom ersten Sieg im Coupe de Tunisien ist geplatzt. Aber auch der psychologischen Vorbereitung und Betreuung kommt eine wichtige Rolle zu. Ob Union Sportive Monastirienne dem Druck Stand hält und die Erwartungen erfüllen kann - wir werden es sehen.
15.10.2012 22:53 - Christian S. Schmidt - US Monastir (0.3 TK)
 
Die Last, die tunesische Fussballehre zu retten
Union Sportive Monastirienne unter Trainer Christian S. Schmidt liegt in der National A dank eines 1:0 Heimsiegs gegen Etoile Sportive du Sahelpunktgleich weiterhin auf dem dritten Tabellenplatz. Die Erst- und Zweitplatzierten, Club Sportif Sfaxien und Club Africain, haben ebenfalls 25 Punkte, aber ein besseres Torverhältnis.
Im Pokal steht Schmidts Team im Halbfinale und konnte dort die beiden Partien gegen Espérance

Sportive Zarzis mit 1:0 und 3:0 gewinnen. Die Chance, dank dieser 2:0-Führung das Finale zu erreichen, ist mehr als realistisch. Verbunden damit ist aber auch die Last, die tunesische Fussballehre zu retten und den Pokal zu gewinnen, damit dieser im Lande verbleibt. Denn der Finalgegner wird auf jeden Fall aus dem Ausland kommen: In der Partie des ivorischen Vertreters ASEC Mimosas gegen ASEC Mimosas aus Algerien steht es derzeit 1:1 (5:2, 0:2).
08.10.2012 12:17 - Christian S. Schmidt - US Monastir (0.3 TK)
 
"Wir werden angreifen!"
Mit Union Sportive Monastirienne unter Trainer Christian S. Schmidt muss in der Rückrunde und im Ligapokal gerechnet werden. Das zumindest ist das Fazit einer Pressemitteilung, die das Präsidium nach Abschluss der Hinrunde veröffentlichen ließ.
In der ersten Liga hat die Mannschaft aus Monastir die Hinrunde mit Platz 3 abgeschlossen. Der Rückstand auf den Herbtmeister Club Africain, dem man herzlich zu diesem Erfolg

gratuliert, beträgt drei Punkte. Zwei Punkte davon hatte man kürzlich im Heimspiel gegen CO Transports liegen lassen.
Im Coupe de Tunisien, dem Ligapokal, lief es für das Team von Trainer Schmidt sichtlich besser: Ein 6:0 Erfolg gegen USM Annaba sowie der 0:2 Auswärtssieg bei Etoile Beni Khalled am letzten ZAT bedeutete 12 Punkte und damit Platz 1 in der Gruppe A. Im Viertelfinale erwartet man nun Espérance Sportive Zarzis.
30.09.2012 02:42 - Christian S. Schmidt - US Monastir (0.3 TK)
 
Mohammed-Video führt zu landesweiten Ausschreitungen
Die arabische Welt ist schockiert: Der Prophet Mohammed wird in einem in den Vereinigten Staaten produzierten Video in einer nicht akzeptablen und alle Muslimen beleidigenden Art dargestellt, so dass überall in der islamischen Welt Tausende aufstehen, protestieren und randalieren - gegen diesen Schmähfilm und insbesondere gegen die USA, gegen Israel und deren Einrichtungen in islamischen Ländern. Denn Mohammed ist den Muslimen heilig und das Video somit Gotteslästerung.
Auch in Tunesien ist es zu gewalttätigen Ausschreitungen gekommen, die dazu führten, dass die Vereinigten Staaten von Amerika ihr Botschaftspersonal abgezogen haben. Weiter soll es Übergriffe auf andere westliche Botschaften und Staatsangehörige gegeben haben. Auch bei Fussballspielen in der tunesischen ersten Liga hat es Proteste gegen die ausländischen Trainer und nach den Spielen gewalttätige Ausschreitungen gegeben.
In einem gemeinsames Communiqué des tunesischen Fussballverbandes sowie der Vereine und der Trainer der Erstligamannschaften - unterschrieben vom Verbands- und von den Vereinspräsidenten sowie von allen, auch den

ausländischen Trainer der Nationale A - wurde das Mohammed-Video aufs Schärfste verurteilt. Zugleich wiesen der Verband und die Vereine ausdrücklich auf die Bedeutung des Fussballs für die internationale Verständigung und die wichtige Rolle der ausländischen Trainer für den tunesischen Fussball hin. Dieser Appell blieb nicht ohne Wirkung: Die Fanverantwortlichen der Vereine entschuldigten sich schriftlich bei den Vereinen und ihren Trainern für die Auschreitungen und Angriffe. Weiter wurden am letzten Spieltag von Fans entsprechende Transparente in den Stadion ausgerollt - in arabischer, englischer und deutscher Sprache.
Christian S. Schmidt, der Trainer von Union Sportive Monastirienne, zeigte nach der Partie gegen El Makarem de Mahdia, die man 5:4 gewinnen konnte, Verständnis für diese Proteste und Anerkennung für die Entschuldigung der Fans. Aufgrund der weiterhin angespannten Lage im Land verständigten sich alle Vereine aber darauf, ihren ausländischen Trainer b.a.w. Begleitschutz zu gewähren. Zwar bestünde seitens der Fans keine Gefahr, es verbleibe aber ein Restrisiko in Bezug auf radikale Kräfte.
24.09.2012 21:53 - Christian S. Schmidt - US Monastir (0.3 TK)
 


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