Einen Meistertitel zu erringen und einen Meistertitel zu verteidigen sind zwei verschiedene Paar Schuhe. Vor dieser Aufgabe steht der ASFA Dakar in dieser Saison nachdem man vor einigen Wochen den begehrten Pokal in die Hauptstadt Senegals brachte.
Die Zeit des Feierns ist aber längst vorbei, man steckt in der Endphase der Saisonvorbereitung. Der Traier heisst nach wie vor Domenique Schwestermann und auch allgemein blieb das Team mehr oder weniger das gleiche wie in der
letzten Saison. Man darf sicherlich auch gespannt sein wie Dakar mit der Doppelbelastung Meisterschaft und Champions League umgehen wird. In der vergangenen Spielzeit gelang dies sehr gut, denn im Confederation Cup kam man bis ins Halbfinale und die liga gewann man bekanntlich.
Auch vor sieben Jahren als man Champions League Sieger und Vizemeister wurde, hat man gezeigt, dass man mit dieser Situation umzugehen weiss. Man darf also gespant sein, wie Dakar in die Saison starten wird.
Wer nicht in Dakar war, kann unmöglich nachvollziehen was vergangenen Freitag in der Hauptstadt Senegals abgegangen war. König Fussball schrieb wieder einmal eine dieser unglaublichen Geschichten, als er den ASFA Dakar zum senegalischen Fussballmeister krönte. Es lief die 86. Spielminute im Spiel zwischen Dakar und dem CSS, die sonst so enthusiastischen ASFA-Anhänger waren völlig konsterniert, der Blick zur Anzeigetafel, die das Zwischenresultat ASFA Dakar 4:5 CSS widergab, war ein einziger Schmerz. Doch dann der schrille Pfiff und die Hand des Schiedsrichter zeigte zum Elfmeterpunkt, dies völlig zurecht, den ein CSS-Spieler blockierte den Ball mit der Hand. Diouf nahm Anlauf und glich in der 87. Minute zum 5:5 aus. Im Wissen, dass dieser eine Punkt noch nicht zum Titel reichen würde, schnappte er sich den Ball und lief im Eiltempo zur Mittellinie zurück.
Der Schiedsrichter gab das Spiel wieder frei und angetrieben vom fantastischen Publikum kam das Team von Trainer Domenique Schwestermann zu weiteren Chancen bis derselbe Diouf in der 91. Minute eine herrliche Flanke mit dem Kopf verwertete und die Zuschauer defintiv ins Delirium stürzte, das Spiel war gelaufen und Dakar holte sich mit einem Wahnsinnsendspurt doch noch den Titel. Die Party in der Stadt war voll lanciert und dauerte bis in die frühen Samstagsstunden an.
Neben dem Meisterschützen Diouf wurde auch der verlorene Sohn und Neo-Meistertrainer Domenique Schwestermann gefeiert, denn bereits in früheren Jahren hatte er mit dem ASFA Dakar einen Meistertitel feiern können. Mehrere Missverständnisse unterbrachen dann allerdings die Zusammenarbeit dieses Erfolgsduo, worauf Schwestermann in der letzten Saison beim ASC Police anheuerte und dort bekanntlicherweise auf Anhieb den Titel holte. Nun gelingt im dieses Kunststück gleich in der ersten Saison nach seiner Rückkehr in die Hauptstadt wieder.
"Es ist toll den Meisterpokal
zweimal in Folge in die Höhe stemmen zu können. Ich habe zwei turbulente Spielzeiten hinter mir, organisatorisch war es nicht immer ganz so einfach, dafür lief es sporltich hervorragend. Bereits beim ASC Police fand ich ein sehr gutes Umfeld vor, das dem Erfog alles unterordnete. Der Verein ist mir sehr ans Herz gewachsen und irgendwo tut es mir natürlich Leid, dass sie den diesjährigen Meistertitel wenige Sekunden vor Schluss noch aus den Händen geben mussten. Dennoch will ich Trainerkollege Skua gratulieren, er hat das Team noch einmal einen Schritt weiter gebracht und ich hoffe sehr, dass wir beide den Senegal nächstes Jahr erfolgreich in der Champions League vertreten können.
Nichtsdestotrotz bin ich überglücklich die Möglichkeit bekommen zu haben, zum ASFA Dakar zurückzukehren. Bei meiner Entlassung haben beide Parteien Fehler gemacht. Die Probleme konnten noch vor der Saison ausdiskutiert werden und das Vertrauen war überraschend schnell und unkompliziert wieder hergestellt.
Auch die Leute und insbesonders die fanatischen Fussballfans haben mich herzlich in Empfang genommen. Ich habe diese ehrlichen und emotionalen Leute schon immer geliebt und ich werde sie auch immer lieben. Nur dank ihrer Unterstützung war dieser Titel schlussendlich möglich.", so fasste Schwestermann eine ereignisreiche Saison zusammen. Auf die Frage ob er in der nächsten Saison den persönlichen Titelhattrick holen würde, antwortete er: "Den Meistertitel zu holen und den Meistertitel zu verteidigen sind zwei verschiedene Paar Schuhe. Ich hatte auch etwas Glück im richtigen Moment am richtigen Ort zu sein. Sowohl mit Police als auch mit Dakar habe ich optimale Voraussetzungen vorgefunden.
Diese Saison hat einmal mehr gezeigt wie hart die Konkurrenz in Senegal ist. Ich werde sicherlich alles daran setzen um mit dem ASFA wieder Erfolg zu haben, sowohl National als auch International."
Wer in Senegal den Überblick in der Tabelle in den vergangenen Wochen verloren hat, dürfte sich nicht sehr einsam fühlen, den auch beispielsweise ASFA Dakars Trainer Domenique Schwestermann versucht Ordnung ins kleine Chaos zu bringen: "Wir haben eine ziemlich erfolgreiche Saison gespielt, lange Zeit waren wir in einer sehr guten Ausgangslage um den Meistertitel im Senegal zu holen, dann fielen wir haben zu einem sehr ungünstigen Zeitpunkt in ein kleines Formtief, die gute Ausgangslage war dahin und man musste sogar bangen, dass man den Anschluss an die Topteams nicht völlig verliert. Nun haben wir die letzten zwei
Heimspiele gewonnen und einige unserer Konkurrenten haben für uns gespielt und schon hat sich das Blatt wieder gedreht. Wir sind Tabellenleader, aber der Anblick ist etwas scheintrügerisch, denn die ersten vier Teams sind nur durch einen Punkt von einander getrennt. Das 14.-platzierte CSS weist auch nur sieben Punkte Rückstand auf den ASFA Dakar auf. In den restlichen drei Spieltagen düfte die Tabelle also noch einmal mächtig durcheinander gewirbelt werden, im Stile eines Flipperkasten eben. Wir werden hart dafür kämpfen, dass wir auch nach diesen drei Spielen noch von zuoberst aus grüssen dürfen."
Eine äusserst verrückte Saison erleben wir zur Zeit in Senegal, denn in der vergangenen Woche kam es tabellenmässig zum grossen Zusammenschluss. Sechs Spieltag vor Schluss der Saison haben plötzlich wieder 12 Teams realistische Chancen auf den Meistertitel und auch Domenique Schwestermann relativiertseine Ambitionen wieder: "Das war eine schwierige und punktemässig schlechte Woche für uns. Wir haben unsere gute Ausgangslage total verspieltund alles ist nun wieder viel offener. Ein blick auf die Tabelle zeigt, dass auch die Qualifikation für einen international Wettbewerb gefährdet ist."
Im Kampf um den Meistertitel in Senegal hat sich defintiv ein Team mehr ins Spiel gebracht. Während die drei Spitzenteams Espoirs Bignona, ASC Thiès und der ASFA Dakar aus den letzten zwei Spieltagen nur drei Punkte einfahren konnte, hat ASEC Ndiambour mit deren sechs Zählern das Punktemaximum geholt und sich somit an die Tabellenspitze geschlichen.
Ein Blick aufs Restprogramm der Titelanwärter zeigt wiederum, dass es eigentlich gar kein Vier- sondern nur noch ein Zweikampf ist, den Espoirs Bignona und Dakar haben zwei Punkte und ein Heimspiel weniger ausstehen als Ndiambour und Thiès, die die Tabelle gemeinsam anführen.
Am 22. Spieltag tat der ASFA Dakar einen weiteren Schritt in Richtung Meistertitel, das Auswärtsspiel gegen SONACOS gewann man 4:3 und war damit zuversichtlich für das kommende Heimspiel gegen den ASC Dahra. Doch es sollte alles anders kommen. Dakars Heimserie, noch keine Niederlage vor heimischem Publikum in dieser Saison, riss in einem hochspektakulärem spiel gegen Dahra. Das Endskore lautete 5:6 für die
Gäste, wobei der Spielverlaauf beinahe im Minutentakt von einer Seite zu anderen wechselte. Schlussendlich konnte man die Enttäuschung in dakar sichtlich spüren, denn dies war ein vielleicht entscheidender Rückschlag im Meistershaftsrennen. Die Favortienrolle liegt nun klar beim Tabellenführer ASC Thiès, die ein Heimspiel mehr als Dakar und Espoirs in den restlichen Spieltagen austragen dürfen.
Nicht nur international, wo man in der vergangenen Woche den Sprung in die Viertelfinals des afrikanischen Confederation Cups schaftte, sonder auch national läuft es für den ASFA Dakar wunschgemäss.
Nachdem man den Anschluss zu Tabellenführer Espoirs Bignona im Direktduell herstellen konnte, ging es in den vergangenen zwei Spieltagen darum diesen Aufwärtstrend zu bestätigen. Dies geleng zumindest der Statistik zufolge, denn nach wie vor führt man mit Espoirs die Tabelle an, allerdings haben beide Teams nur ihre Heimspiele, nicht aber die Auswärtspartien gewonnen. Auf jeden Fall bleibt die Ausgangslage für die restlichen Spiele spannend.
Der ASFA Dakar hat eine sehr ergolgreiche Woche hinter sich. Nachdem die Formkurve bereits in den vergangenen Wochen deutlich aufwärts zeigte, konnte man am vergangenen Freitag nun den grossen Coup landen.
Das sonst eher auswärtsschwache Dakar gewann gegen den Tabellenführer Espoirs Bignona in einem torreichen Spiel mit 6:4. Dieser Sieg kam umso überraschender, da die Gastgeber die bisherigen Heimspiele allesamt souverän gewonnen haben.
Dank diesen Big Points konnte Dakar punktemässig zu Espoirs Bignona aufschliessen, die allerdings noch das bessere Torverhältnis aufweisen.
Nach der Hinrunde kann ein erstes Fazit bei Domenique Schwestermann und seinem Team ASFA Dakar gezogen werden. Nach einem ruppigen Sasonstart fand Dakar mit zunehmender Dauer der Saison immer besser den Tritt, allen voran die alt bekannte Heimstärke konnte je länger je mehr untermauert werden.
Während dem man zu Beginn noch einen unteren Tabellenplatz belegte, steht man nach Abschluss der Hinrunde immerhin schon auf dem fünften Tabellenplatz und die Formkurve zeigt national sowie international weiterhin nach oben, es is also noch vieles möglich.
Nachdem die vorletzte Wohe mit drei Siegen aus drei Spielen äusserst erfolgreich verlief, wurde der ASFA Dakar mit Trainer Domenique Schwestermann in dieser Woche quasi wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt und diese hat bei Dakar bekanntlicherweise zwei Seiten. Zum einen wäre da die Heimstärke, die man im Derby gegen Renaissance Dakar ausspielen konnte und so knapp mit 1:0 gewann. Zum anderen sind da aber auch die Auswärtsspiele, die vie Sorge bereiten. Sowohl gegen ASC Thiès und Niayes Pikine verlor man deutlich mit 0:3 und blieb dabei einmal mehr ohne Torerfolg.
Aus den ersten acht Spielen holte der ASFA Dakar mit Trainerrückkehrer Domenique Schwestermann magere zehn Punkte und stand damit nur knapp vor den bedrohlichen Abstiegsplätzen.
Auf diesen schlechten Saisonstart wurde reagiert und kurzerhand wurde ein Trainingslager in Kenia absolviert. Schwestermann betonte nach der Rückkehr aus diesem Camp, dass sein Team nun mit neuem Elan in die Meisterschaft zurückkehre und nun das Feld von hinten aufrollen möchte.
Dies gelang überraschend gut, in der vergangenen Woche gewann man alle drei terminierten Spiele und breschte somit i Windeseile auf den vierten Tabellenplatz vor.
Dem Tabellendritten aus der vergangenen Saison, dem ASFA Dakar läuft es weiterhin nicht wunschgemäss. Speziell in der Offensive tut man sich ungewohnt schwer. Gegen den amtiereden Meister und Domeinque Schwestermann's ehemaligen Verein gab es dennoch einen 1:0 Minimalsieg. "Dem ASC Police fehlt auch noch einiges um zur Höchstform aufzulaufen. Das Potential ist bei ihnen zweifelslos noch vorhanden. Sie stecken in einer ähnlich schwierigen Situation wie wir. Zu Beginn der Saison hätte man dieses Spiel wohl eher als Spitzenspiel erwartet, nun war es eher ein Kellerduell", so der Coach von Dakar.
...und auf einmal klappt es doch mit dem Tore schiessen
Nach vier Spieltagen hat der letztjährige Tabellendritte ASFA Dakar gerade mal zwei Tore geschossen. Die Stürmer gerieten wenig überraschend bereits in Kritik und wurden hinterfragt.
Das Team blieb ruhig und zeigte eine engagierte Trainingswoche. Die Mannschaft schien sich optimal auf den nächsten Gegner SONACOS einzustellen und tatsächlich lief es zum ersten mal in dieser Meisterschaftssaison nach Plan, gleich einen 5:2 Sieg konnte man dem Heimpublikum präsentieren. Eine Ernüchterung gab es wenige Tage später bei der klaren 0:4 Niederlage beim ASC Dahra.
Was ist bloss mit dem ASFA Dakar los, letzte Saison noch wacker um den Titel gespielt und diese Saison ist man den Abstiegsplätzen deutlich näher als einem Spitzenplatz.
Was fehlt sind eindeutig die Tore, in vier Meisterschaftsspielen brachte man gerade einmal deren zwei zu Stande, viel zu wenig um dick zu punkten. Nachdem dem ASFA Dakar ein Tor im ersten Saisonheimspiel noch zu drei Punkten reichte, gab es im zweiten Spiel vor heimischer Kulisse nur mehr ein 1:1 Remis. Ein Torverhältnis von 2:10 spricht Bände und eine Reaktion ist gefragt, ansonsten wird man den Anschluss schon früh in der Saison verlieren.
Der Rückkehrer Domenique Schwestermann ist mit seinem Team, dem ASFA Dakar mit einem Sieg in die senegalesische Championnat Nationa gestartet. In einem hart umkäkpften Spiel bezwang man zu Hause Espoirs Bigogna mit 1:0, entsprechend erleichtert gab sich der Trainer nach dem Spiel: "Es war ein Zitterspiel, die Gäste sind sehr couragiert aufgetreten und hätten sich hier eigentlich Punkte verdient gehabt. Wir nehmen diesen "Dreier" aber mit offenen Händen entgegen. Das Publikum war heute grossartig und auf diese Unterstützung können wir auch in Zukunft zählen, das stimmt mich optimistisch."
Domenique Schwestermann hat gleich nach seinem Titel mit dem ASC Police seien Wechsel bekannt gegeben. Der ehemalige Trainer des ASFA Dakar wird ab sofort wieder beim Tabellendritten an der Linie stehen.
Auf die Frage ob dies ein Rückschritt sei, antwortete er folgendes: "Es war damals unglücklich, dass wir und beim ASFA Dakar auf keinen neuen Vertrag einigen konnten. Ich habe Dakar immer geliebt und habe eine Rückkehr dementsprechend nicht ausgeschlossen. Nun bin ich also wieder da und meine Motivation ist gross um weiterhin mit diesem Team Titel zu gewinnen und erfolgreich zu spielen."