ein großer stein ist erstmal vom Herzen gefallen, dass man international in die Liga der aussergewöhnlichen Copa-Men aufsteigen darf.
In der Liga geht alles seinen Gang - offen gestanden ist das den ausgelaugten Trainer aber völlig egal. "So lange die Beschäftigungssituation ist mir so ein Meistertitel eh nicht so viel Wert. ständig diese Paten..."
Alles nur Ausrede, weil man nicht damit rechnet das es klappt, oder beginn zentralasiatischer Gleichgültigkeit?
Zulauf in Usbekistan - da freut man sich natürlich. Der namenhafte Mustafa von Fenerbahce (der schon denkwürdig komische Kolumnen verfasst hat) und sein Zweitaccount Mitstreiter Cebrasia heisst Schnippel, pünktlich zum Nawruz-Fest, herzlich willkommen.
"Nun sind wir ja beinahe wieder vollzählig", heisst es selbstironisch im Fussballzwergenland... doch das meckern und zetern hilft nicht, auch in solch einer Liga muss man erstmal bestehen.
Faustdick kommt es hier in knapp 1,5 Stunden. Meister und Vizemeister haben sich angekündigt - nach dem Punktlosen ersten Spieltag wird es Zeit, etwas für die Gage zu tun.
die lange Zeit des wartens hat nun ein Ende - voller Freude und erfolgshungrig tritt man gestärkt aus der Saisonpause hervor: und sucht verzweifelt nach den Kollegen. Zum Glück wurde die Liga gerade verkleinert, sonst würde es noch mehr auffallen, so sind immerhin mehr als die Hälfte besetzt... ein Blick auf die Vietnamesischen Kollegen wird uns jedenfalls nicht als Analysetool erspart bleiben.
International müssen wir versuchen, das unterdurchschnittliche Ergebnis letzter Saison auszugleichen, sonst könnten wir recht schnell 2 Plätze abstürzen. Viel Erfolg euch allen.
National sind zum Glück nach wie vor tolle Kollegen dabei. Den Gedanken, wegen der unbesetzten Teams zu wechseln, wurde schnell wieder verworfen.
schlau haben sie es gemacht, die Jungs vom FK Adijon. 1 und 1 zusammengezählt, dass Zwo´s Leute am letzten ZAT sowiso nicht über Unentschieden hinauskommen würden und deshalb alles auf eine Karte setzen würden, beim Titelfavourit zu Punkten.
Jetzt steht man da und läuft Gefahr, kurz vor Ende nochmal zu Nullen und die ganze schöne Saison zu verspielen.
Wie dem auch sei, die Premierensaison des asiatischen Wandervogels hat großen Spaß gemacht - es wird unabhängig vom Ergebnis weitergehen! Allen Trainern eine angenehme Saisonpause - möge die Macht mit euch sein.
Tja - davon war leider zu rechnen. Der Traktor-Meister pflügte ordentlich um im Strafraum von Shortanneftgaz. Möglicherweise spielten hier Rachegedanken aus dem Hinspiel eine kleine Rolle - wie dem auch sei: Zissou schoss den Liganeuling aus dem Meisterschaftsrennen, und sich selbst höchstwahrscheinlich aus den internalen Plätzen.
"Trotzdem sind wir stolz, vor allem weil wir (nun) hinter dem FA Andijon, unserem
kommenden Gegner, das erfolgreichste Heimteam der Liga sind. Wenn wir es schaffen, diesen Trend über die Saison zu retten, werden wir irgendwo oben mit dabei sein. Gewinnen werden wir die letzten 3 Heimpartien vielleicht nicht alle (TK der Gegner ist ja enorm), aber wir wollen den Zuschauern einen guten Abschluss bieten. Mit möglichst vielen Toren versteht sich, wenn das Rennen so eng ist wie jetzt gerade sind die ja besonders wichtig."
Sehr zufrieden waren alle Gesichter, des Trainers aber auch des Präsidiums: "verschlechtert hat man sich schonmal nicht", so die nüchterne erste Analyse. Nach dem 11. Platz war die Angst der Fans, dass der "Neue" den erfolgsverwöhnten Club nicht aus dem grauen Mittelfeld rausholen könnte...das ist zwar noch nicht sicher: aber einen einstelligen Tabellenplatz hat S_Zwo nun allen Anhängern versprochen!
Für
mehr reicht es aber nicht, dafür ist der Weg noch zu lang und zu Steinig. Nächstes Wochenende geht es nicht nur gegen den Meister und Master des Quizzes, sondern auswärts auch gegen die Männer von Samarkand. Bis zum Saisonende darf man dann auch noch gegen Heimmacht FK Adijon und, sowie gegen Namangan ran: 4 der letzten 7 Spiele gehen damit gegen die Vier heissesten Favouriten auf den Titel (laut Oddset). Spannender geht es eigentlich nicht.
Der erste Gedanke, als man sich an die nächsten Begegnungen anschaute war: "Hamma Shon, wär der des Namens wegen nicht perfekt beim Hatta Club aufgehoben?" - doch dann erkannte man den alten Mitstreiter aus Portugal, wo man als blutjunger Neuling mit Coimbra gegen die Legende vom FC Porto antreten musste. Das muss ca. 3 Jahre her sein - meine Güte ist das schon lange her.
Die WM2010 stand vor der Tür, die Berliner Hertha war hoffnungslos auf dem letzten Platz verloren (Beginn der
Fahrstuhlmentalität), und die Augsburger schafften die Relegation gegen Nürnberg nicht. Usbekistan gab es auf der Copa-Landkarte noch gar nicht...mann mann mann.
Doch im hier und jetzt angekommen steht natürlich zuerst die Frage, wie man mit dem klammen Kollegen umgehen soll. Nach den kräftesparenden Heimbegegnungen der Vergangenheit werden die Fans natürlich langsam ungeduldig, und wollen mal wieder ein Torespektakel, der Sparstrumpf hat dem Verein andererseits eine gute Ausgangslage für das Saisonfinale beschert.
aus dem, zuerst als Witz wahrgenommenen, FK Soʻgʻdiyona Jizzax wird langsam ein echtes Ärgernis für den Neu-Usbeken. Natürlich ist der Kräfteabstand so, dass der Trainerlose einholbar bleibt, verglichen mit bemühten Kollegen steht er aber viel zu gut dar.
Nehmen wir bspw. die Heimbilanz, so ist ist der Tabellenführer eins der 4 Teams, die bisher alle Spiele gewonnen haben, auch auswärts hat man respektabele Verhältnisse.
Die Angst wächst, dass es nicht mehr
lange dauert, bis sich ein wechselwütiger Teilzeitcopatador den Verein zu eigen macht, um dann in der nächsten Saison alle internationalen Einsätze zu verschlafen, um anschließend nach zahlreichen NMR gefeuert zu werden - und dem Verein als auch der Liga bleibenden Schaden hinterlässt.
Natürlich ist es eine unsichere Sache, gegen den Paten zu setzen: aber die Jizzax hat die drittwenigsten Gegentore der Liga: man könnte fast meinen, die Liga schreie nach führungsloser Führung.
Nach dem letzten Spieltag sah man schon die ersten Pappmeisterschaftspokale in den Händen der Fans, nach den beiden gut getimeten Siegen verkauften sich diese nochmal besser in den Fanshops. Doch Zwo will davon noch nichts wissen.
"Fast alle der kommenden Gegner haben mehr auf dem Konto als wir - auch wenn es derzeit ganz gut aussieht: mit 33 Punkten ist man in der jungen usbekischen Copageschichte immer auf einem Abstiegsplatz gelandet! Aufgrund der hohen Qualität meiner Mitstreiter und des knappen Vorsprungs ist noch alles offen - Eine unerwartete Niederlage, und wenns blöd läuft finden wir uns prompt auf dem achten Platz wieder!"
Nachdem die erste Saison halbdurch ist, zieht man im Präsidium Vergleiche. Der Topclub Usbekistans rümpfte mit dem fünften Platz schon etwas die Nase - da waren ja 4 besser. "3 - korrigierte Schnippel, der Herbstmeister ist ein Vollwaise". Insgesamt verschiebt man die Trainerdebatte aufs Ende der Saison, mit Wandervogel Schnippel ist es ja auch nie sicher. Platz 3 wird aber schon erwartet, denn bis auf die Abschlusssaison hat Roquo hier ja ordentlich vorgelegt.
Dem Trainer würde indes schon ein Platz unter den ersten Sechs genügen, und mit dem TK siehts ja gar nicht sooo übel aus - LaberRababer, die Saison ist noch extrem lange. Hauptsache Jizzax verschwindet da oben bald!
die erste Hinrunde in Usbekistan ist nun rum. Nun, an den extrem kalten Winter kann man sich nicht gewöhnen, an den Aufwärmwodka aber schon.
Sportlich hat man es eher mittelmäßig getroffen, und wird den vielen TK-Giganten früher oder später noch weichen müssen. Im Mittelfeld möchte man aber auch nur landen, und dafür sieht es gar nicht so schlecht aus.
Schaut man aber an die
Tabellenspitze kommt einen das ko... grauen - denn nicht mal als Herbstmeister hat irgendein Land einen Trainerlosen verdient. Komisch eigentlich, dass sich den nicht schon irgendjemand geschnappt hat, genügend Heuschrecken-Trainer (aus dem Nix auftauchen - Verein national und international ruinieren - NMR´s abwarten oder weiterziehen)... bleibt zu hoffen, das den Usbeken die Waldbad´s und Keuters erspart bleiben.
von wegen Charakter - alles Tagesform. Mal sitzte inner Bahn und denkt: "cool, ganz liberal hier, toll so frei zu sein", den nächsten Tag aber schon: "kann der seinen blöden Döner nicht woanders essen, das ganze abteil stinkt".
Bei Copa kommt Mao: denkste 1 - wie alle anderen auch bisher. Denkste später 5, weils ihm auch mal reichen wird, denkste 3, weil er verwalten will, denkste 6 um alles sicher zu machen, denkste 4 um bei
Zweitgenanntem wenigstens nen Pünktchen zu holen, nicht allzuviel zu verlieren.
Denkste Juden, denkste Opfer, denkste Palästina, denkste denskste. Denkste Obama, weisste Friedensnobelpreis, denkste weiter, weiter weiter weisste auch nicht.
Denkste an Griechenland, denkste an Euro. Denkste daran wie dankbar die sein müssten, denkste daran wie reich wir dadurch sind. Denkste an Austritt, denkste an Fiasko, denkste an Chancen, denkste an Früher.
normalerweise halte ich von dieser Wertung nichts weil ich da grundsätzlich schlecht abschneide. Der Start in Usbekistan verlief aber komplett anders. Jeder Heimtipp hat maximal optimal hingehauen - die Restsaison kann also kommen. Zu sehen, dass man zu manchen Vereinen schon einen Vorsprung von 9 TK erwirtschaftet hat beruhigt ungemein.
Auswärts ist man die ersten 3 ZATs relativ ruhig geblieben - zu groß war
die Angst, sich sofort ins Abseits zu schießen. "Eine ordentliche Grundlage" ist ja nicht nur beim Saufen, sondern auch beim Copa wichtig.
Mit Sorge betrachtet man nun die allgemeine Copa-Unlust, so auch beim kommenden Gegner. Noch ein Patenverein wäre schade, schließlich hat das ehemalige GUS-Land viel zu bieten, und steht ja auch international gut da. "Werbung machen, Werbung machen"... ja, jaaaaa.
Der Auftakt...nun, der Auftakt ist erwartungsgemäß verlaufen. Zu Hause lief es gut, kann man nicht anders sagen. Selbst das 1:0 hat geklappt (da hatte man ja etwas gezittert). Doch die Fans sind kritisch: denn trotz des sparsamen Auftakts ist der TK bestenfalls im Mittelfeld, der Tabellenplatz aber ganz mies.
Wird also Zeit, mal nach oben zu stoßen, und den TK bis aufs Vernunftsminimum zu beschränken: halt so wie es Vorgänger Roque gerne machte, und das auch sehr erfolgreich... das wäre ja irgendwie
Vereinstradition.
Aber insgesamt hat man sich toll eingelebt bei den Usbeken, muss man schon sagen. Die vorbeireitenden Nomaden verpflegt man inzwischen gerne mit Tee und Innereiensuppe, das 6 Hektar-große Grundstück bietet viel Platz für Tomaten und Minze, ein paar Khobe-Rinder hat man sich nun geholt und vertickt das, für einen Europäer eklige, Wibbelwabbel und Organe gewinnbringend an die Nachbarn. Wie sollte man auch sonst überleben, der Club ist nach Startrainer Roque absolut Pleite und zahlt den Mindestlohn.
etwas aufatmen gab es da am ersten Spieltag. Das überhaupt erste Aufeinandertreffen zwischen Schnippel_II und Bernd ging trotz Gegenwehr für den Neuusbeken aus. Im Auswärtsspiel ließ man aber unnötlig etwas TK, weil man auf einen NMR hoffte.
Auf den kommenden Spieltag freut man sich auch schon sehr. Es wird weltweit das erste Duell gegen den Forengott und
ER-Cup-Verantstalter geben, schon die zweite (für mich bedeutsame) Premiere am zweiten ZAT. Je mehr man sich in der Liga umschaut, wird dies auch nicht die letzte sein - eine tolle Herausforderung.
Auch international beobachtet man das die Usbekischen Asien-Fighter und drückt den beiden Vertretern fest die Daumen. Gerade in Begegnung 5 ging es beim FK Adijon ja ganz schön zur Sache!
Scheinbar ist es nun wirklich passiert: kaum sind die ersten 4 Spiele gemacht läuft man scheinbar gänzlich alleine durch die Zeitungslandschaft. Nur noch die Scrolling-Taste erinnert durch die 500-Zeichen-Kadaver an Zeitungsschreiber vergangener Tage.
Auch im Forum - seit dem 18.11. kein Eintrag, und selbst in diesem ging es "nur" um Glückwünsche. Skandale, Zweitliga-Forderungen, Dennis-Vermutungen: alles Fehlanzeige.
Dabei gibts doch über den usbekischen Fussball so tolles zu Berichten: zum Beispiel in der Qualifikation für die WM; Da steht man nämlich in Asiens Gruppe A auf dem ersten Platz, VOR Südkorea und dem designierten WM-Ausrichter Katar, Iran und dem Libanon. Es geht also Aufwärts!