Eine unglaubliche Siegesserie fand ihr Ende: Nachdem UD Salamanca 8 Spiele in Serie gewonnen hatte und sich bis auf Platz 4 vorgearbeitet hatte, war das Spiel beim Meisterschaftsfavoriten Real Murcia der Höhepunkt des letzen ZAT. Beide Teams schenkten sich nichts, die Stürmer waren in Superform und keiner der Zuschauer konnte bis zum Ende sagen, wer tatsächlich gewinnen würde. Letztlich entschied die
größere Erfahrung und Murcia gewann 6:5. "Das war es für uns, die Träume vom Aufstieg sind beendet," war Slamancas Trainer etwas enttäuscht. Aber die Spieler haben eine tolle Entwicklung gemacht und wir werden nun sehen, dass wir den angestrebten einstelligen Platz halten. Dazu müssen wir unsere Heimspiele gewinnen, dafür reicht die Kraft sicher aus. An Murcia schon einmal Glückwunsch zum Aufstieg."
"Wir haben keine Chance mehr auf den Aufstieg, aber ein einstelliger Tabellenplatz ist drin. Wir wollen mit einem torreichen Heimsieg die Saison beenden und unseren treuen Fans etwas bieten. Nächste Serie werden wir früher ins Geschehen eingreifen und dann hoffentlich mit einer stärkeren Mannschaft ernsthaft um den Aufstieg mitspielen können. Meinem alten Verein Murcia wünsche ich viel Erfolg in der ersten Liga." Der Retter verabschiedet sich von seinen Fans.
Das waren ganz wichtige Punkte, die UD Salamanca am lezten ZAT holte. Durch drei Siege gelang der Sprung aus dem Tabellenkeller. Trainer Der Retter war hochzufrieden: "Der Auswärtserfolg bei Extremadura war enorm wichtig. Es bringt nicht viel, gegen Meisterschaftskandidaten zu punkten, entscheidend ist, gegen direkte Konkurrenten zu siegen. So haben wir die Chance. uns von den Plätzen, die den Gang in die dritte Liga bedeuten, abzusetzen und vielleicht noch einen Mittelfeldplatz zu ergattern. Aber die Spiele haben Kraft gekostet, mal schauen, ob alle Spieler zum nächsten Match fit sind."
Finanziell schwer angeschlagen, sportlich am Boden. In dieser Situation fand der neue Trainer des spanischen Zweitligisten UD Salamanca bei der Pressekonferenz noch viel positive Worte.
Frage: Sie sind Trainerneuling. Und nun übernahmen Sie den schlechtesten spanischen Profiverein. Was sind Ihre Ziele?
Der Retter: Die Einschätzung, dass Salamanca der schlechteste spanische Verein ist, ist völlig daneben. Salamanca steht auf dem letzten Platz der Segunda Division. Poptential hat die Mannschaft aber reichlich. Mein Nahziel ist es, ein paar Plätze zu
klettern. Für die Saison gilt es, einen einstelligen Platz zu erreichen. Und als Fernziel wolen wir in drei Jahren erstklassig sein.
Frage: Ist das nicht zu vollmundig, angesichts der finanziellen Situation?
DR: Salamanca ist nicht pleite, wie manche Medien gemeldet haben. Der Verein hat Liquidationsprobleme, aber da helfen nur sportliche Erfolge, um dann Sponsoren zu gewinnen. Ich bin sicher, in einigen Wochen sieht es besser aus in Spaniens schönster Stadt.
Werden die Spieler ihr Gehalt erhalten?
DR: Natürlich, zur Not verzichte ich auf meins.
Salamancas Zeitungen zeigten sich begeister vom neuen Fußballtrainer: Überschwenglich lobte man Der Retters Start und sah in ihm den künftigen Meistertrainer. Der Retter selbst war völlig überrascht: Wir haben zwei Spiele gewonnen, nicht mehr und nicht weniger. Nun haben wir etwas Luft nach unten und eine Menge Luft nach oben. Ich muss das Team erst einmal richtig kennenlernen. In der Abwehr brauchen wir noch Verstärkung und einzelne Spieler sind mir nicht diszipliniert genug. Mit Hurrafußball werden wir es nicht schaffen, auf einen einstelligen Tabellenplatz zu kommen; und das ist unser Ziel.