Siena konnte den Angriff der SChinken aus Parma gerade noch abwehren. In einem hart umkämften Spiel trennte man sich mehr oder weniger gerecht 4:4. Siena hätte das Spiel gewinnen müssen, aber nach den anstrengenden Spielen gegen Napoli in der Europaleague war das Team unkonzentriert und daher leicht verwundbar. Gegen Venedig war dann wieder alles beim Alten, man lederte die Lagunenstädter mit 4:0 ab und feirte dann erst einmal. Denn trotz des Ausscheidens aus der EL
ist man mit dem Erreichten zufrieden. Auf der Pressekonferenz hieß es: "Wir wünschen Napoli alles Gute und hoffen, dass sie die Copa nach Italien holen. Genua, Neapel und wir haben viel für Italien herausgeholt, und zusammen mit den anderen Teams, die international unterwegs waren, ist Italien die beste europäische Nation in der UEFA-Wertung. Und wir haben noch zwei Eisen im Feuer. So haben wir demnächst mehr Startplätze für das große Geld. "
Für Siena gab es am letzetn ZAT nix, aber auch gar nix zu holen. Zuerst fertigte der Titelaspirant Bologna die Sienesen mit 5:0 ab, danach brachtd auch der AUsflug in die Modemetropole Mailand keinen neuen Anzug sondern zerflederte Wäsche. Chancenlos und ohne jeden Biss ließ sich Siena mit 3:0 nach Hause schicken. Die desaströsen Leistungen führten dazu , das man auf den achten Platz abrutschte. Der Präsident gab sich frustriert: "Es zeigt sich, dass wir Ende der Hinrunde nur so weit oben waren, weil wir mehr
Heimspiele hatten. Nun wird die Tabelle für uns korrigiert und wer finden uns dort wieder, wo wir aktuell hingehoren: Im Mittelfeld. Aber wir haben dei Kampf um einen internationalen Platz noch nicht aufgegeben. Vielleicht können wir uns aber auch als Titeleteidiger qualifizieren, dafür muss nur erst einmal Napoli aus dem Weg geräumt werden. Da lohnt ein Blick auf die Europaleague, wo sich zwei der besten italienischen Teams gegenseitig zerschießen müssen. Schade, beide hätten das Zeug, um den Cup zu holen."
Für Siena ging die inrunde sehr gut zuende. Mit zwei Siegen gelang noch der Sprung auf den dritten Tabellenplatz. Der Trainer auf der Pressekonferenz: "Wir können nach dem verpatzten Start sehr zufrieden sein. Insgesamt ist die Liga mal wieder sehr ausgeglichen und es ist nicht vorhersehbar, wer am Ende die Nase bzw. Stiefelspitze vorn haben wird. Ich rechne noch mit einigen
Überraschungen, bin aber sicher, dass wir genügend Potenital haben, um im oberen Tabellendrittel landen zu können. Unser Hauptaugenmerk liegt derzeit auf den internationalen Spielen. Mit Neapel sammeln wir in der Europa-League Punkte für Italien. Jedes Spiel mehr dort bringt uns Einnahmen, die sofort in neue Spieler investiert werden können. Das ist für unsern kleinen Verein lebenswichtig."
Sienas Trainer war nach langer Zeit mal wieder ans Mikrophn gegangen. Die Presse nahm es mit Vergnügen auf, ihn wieder reden zu hören:"War ganz schlechte Spiel in Verona. Habbe gespielt wie schlechte Tenor in Arena, viele falsche Töne. Abba habbe gemacht Mannschaft Musik in Hintern. War auch in Kabine nix gute Tenor. Nun wisse, wie solle spiele, habbe gezeigt gegen Meister. Könne alle sehen, das nix habbe verlernt in Siena. Nur habbe vergessen zu nehem mit auf fremden Platz. Abba in Sinea Schatten von Dom ist lang und Schatten von Trainer ist noch mehr lang. Werde machen Sondertraining, dann nix mehr vergesse, wie spiele bei Gegner.
Nicht nur bei Siena sehnt man sich nach der Pause, die nach der Hinserie zu erwarten ist. "Manche Spieler sind am persönlichen Limit angekommen. Sie haben Gutes geleistet, nun müssen sie noch einmal zeigen, dass sie drei Spiele ohne Einbruch überstehen können. Dann gibt es auch ein Leckerlie," kündigte Der Retter an. Der als harter Hund bekannte Trainer war über die zuletzt gezeigten Leistungen milde gestimmt und hat auf jeden Fall den Sonntagmorgen trainingsfrei gegeben. "Da sollen die Spieler mal mit der Familie in die Kirche gehen." Zuvor aber müssen sie unter dem Sieneser Dom Tabellennachbar Udinese und Hellas Verona empfangen. Zum Spiel bei Napoli werden 30.000 Siena-Fans erwartet, hoffenlich sehen sie etwas für's Geld.
Na also, die Jungs haben begriffen, dass der Peitschengriff locker in der Hand des Trainers liegt. Ließen sie beim Auswärtsspiel in Bari den Willen noch in der Kabine und wurden daraufhin von den Süditalienern mit 4:0 abgewatscht - was eine deutliche Tracht Prügel nach sich zog, hatten sie in den Heimspielen gegen Cagliari und Perugia Calcio ihre Lekton gelernt. Der letztjährige sardische (Fast-)meister wurde mit einer satten 5:1 Klatsche auf die Insel geschickt und auch Perugia musste anerkennen, das in Siena schwer zu gewinnen ist. Der Retter zeigte sich denn auch milde gestimmt und versprach, in den näcchsten Spielen wieder verträglichere Motivationstechniken zu nutzen.
Wein hin, Peitsche her. Der Retter ist über die Auftritte seines Teams sauer wie ein Moselwein. Und Wein gibt es erst einmal nicht mehr, dafür lässt der Retter auaf dem Trainingsplatz die Peitsche knallen. In Turin setzte es eine klare Niederlage. Der Versuch einer Wiedergutmachung gelang gegen Juventus, doch war es weniger Sieneser Stärke als die Schwäche der alte Dame, die zum Erfolg führte. Wie instabil die toskanische Abwehr ist, zeigte sich danach bei Brescia, wo man erneut unterging. Nun kommen Spiele gegen die starken Sarden aus Cagliari und Perugia. Zum Auswärtsspiel will man erst gar nicht anreisen und die Punkte per Post schicken, das spart einfach Geld, so dass man sich dann endlich in der Abwehr verstärken kann.
Das ist für Siena gerade noch mal gut gegangen. Nach dem berauschenden Sieg gegen die Schinkenklopfer aus Parma durfte das Team wieder in den Weinkeller. Doch diesmal übertrieben die Jungs, sie waren im Spiel bei Venezia noch nicht wieder ansprechbar und verloren mit 0:3. Dass es nicht schlimmer wurde, durften sie dem Keeper verdanken, der weltmeisterlich hielt - wahrscheinlich, weil er nicht mit im Keller
war. Selbst zwei Tage später gegen Messina waren eininge noch nicht wieder im vollen Besitz ihrer Kräfte und so war es sehr glücklich, dass in der 78, Minute der Siegtreffer gelang. Der Retter fand das dann auch nicht so lustig und hat das Weinlimit eingeführt: Wer betrunken ist, muss aufhören, auch wenn er noch etwas in sich hinein bekäm. Mal schauen, ob das die Motivation beeinträchtigt.
Sienas Trainer kam aus dem Lachen nicht heraus: Gerade hatte Bolognas Kandara nach der 0:4 Klatsche mit wohlfeilen Worten die Leistung Sienas über den grünen Klee gelobt. "Lehrstunde der Extraklasse", Taktik perfekt in die Realität umsetzen"... u.s.w.. Der Retter fand für dies nur ein Wort: Quatsch!. Wir haben ein anderes Trainings- und Spielsystem. Im Training lasse ich die Spieler weitgehend eigenverantwortlich arbeiten. Mein Co und ich probieren derweil die leckersten Weine der Region. Meine Spieler
wissen das natürlich und könnten sich einen schönen Tag machen. Tun sie aber nicht, denn sie konnen die Motivationsbombe: Wir schicken sie mit den Worten ins Stadion: Wenn ihr den Gegner weghaut, dürft ihr jeder einen Tag an die Weinleitung und trinken, bis es aus den Ohren herauskommt. Das klappt nicht immer, aber die meisten im Team stehen dermaßen auf dem Brunello, dass sie sich ein Bein ausreißen, um wieder einen Tag im Weinkeller verbringen zu dürfen. Das ist das eigentliche Geheimnis unserse Erfolgs.
Der Retter mit Fieber und grippe im Bett, der Co-Trainer mit Hexenschuss daheim und sechs Spieler krank. Da wunderte es beim AC Siena eigentlich nur, dass man nicht in den beiden ersten Spielen unterging. Zwar wurde es ein kapitaler Fehlstart, aber zumindest gelangen sechs Tore. Der Trainer fühlte sich bestätigt, dass Siena vor einer ganz schweren Saison steht. Nun folgen zwei Heimspiele, gegen den Überaschungsstarter Bologna und den AC Milan. Die Spieler hoffen auf die Genesung des Trainergespanns und der Mitspieler. Dann glauben alle an den ersten Sieg.
Die letzte Saison wurde furios beendet. Zwölf Spiele ungeschlagen und fast noch Meister geworden, da wurde in Siena wieder gefeiert. Doch der Trainer bremste noch beim vierten oder fünfzehnten Glas Chianti die Euphorie. Er zeigte deutlich auf, dass die Serie insgesamt schwach war. Meister wurde Genua mit einer Punktzahl, die ein Jahr zuvor gerade zum vierten Platz gereicht hätte. Damit wurde auch die eigene Leistung relativiert: Wie waren nicht gut, alle waren schlecht. Und dass der Verein kaum Geld in Verstärkungen investiert hat, ist kein gutes Ohmen. Darum müssen wir in der neuen Saison hoffen, dass wir unter den ersten fünf landen. Das wäre ein sensationelles Ergebnis. Und dafür heißt es kämpfen, kämpfen, kämpfen.
Für Siena nahm die Serie ein unerwartet gutes Ende. Hinter dem Überraschungsmeister Sampdoria, der sich still und heimlich nach oben geschlichen hat, gelang eine glückliche Vizemeisterschaft. Glückwunsch nach Genua, wer so gut taktiert hat den Titel verdient. Schade für die Sardinen, aber wer sein Pulver zu früh verschießt..., doch die Jagd war zum Schluss auch gnadenlos. Insgesamt wieder eine spannende Saison mit vielen Überraschungen. Hoffentlich wirds nächstes Jahr wieder genau so gut. Allen schönen Weihnachtsurlaub.
Pressekonferenz in Sienas altehrwürdigem Rathaus. Alle hatten kritische Fragen der Journalisten erwartet, doch Der Retter überraschte mal wieder seine Zuhörer:
„Oh, mama mia, musse uns beißen in das wo sitzen drauf. Mannschaft ist in Superform und Saison ist schon finito. Nun wir mache Serie von Siegen und könnte werde Meister, abba leider habe verschlafen Beginn von Rückrunde. Sindi sechs Punkte von erste beide Spiele, die fehle für Verteidigung scudetto. Abba Siena wird spiele in Europa auch in nächst Saison. Wir sind so stark, dass wir werde hauen weck alle Gegner. Arme Roma, arme Meister von die Herzen (Cagliari) und arme Venezia. Beste Team von Toscana heiße Siena.“
Man merkt, es geht dem Ende zu. Immer mehr Spiele enden 6:6, so auch beim hart umkämpften Spiel der alten Dame Juve gegen den alt aussehenden (Noch-)Meister Siena. Für Siena war nach dem trostlosen Heimspiel gegen Hellas Verona, das auch unentschieden endete (3:3), der zweite Teilerfolg. Im dritten Spiel bei Bari gelang dann das Kunststück, ohne einmal aufs Tor geschossen zu haben, nicht mit leeren Händen nach Hause zu fahren: 0:0. aber alle internationalen Ambitionen sind für die Toscanesen ab diesem Spieltag passé. Zu viele Punkte wurden liegen gelassen, und das Restprogramm erlaubt auch nicht gerade Optimismus. So schaut Siena aus der (Tabellen)Ferne, wie das sardische Schiff untergeht. Denn der Meister kommt sicher wieder vom Festland.
Der Retter war in seinem Element. Soeben hatte Siena drei Spiele gewonnen und dabei die Gegner deklassiert. "Habbe wir gesehen alle ganze tolle Fußball. Meine Jungs habbe angeworfen Maschine von Tor. Leider kommte alles ein bissele zu spät für verteidigen den Meister. Aber vielleicht wir könne noch schaffen eine Platz in Europa. Uns sonst auch egal. Dann wir spiele für Zuschauer und für König von Torschützen. Hauptsache Siena ist Heimat von beste Sturm und dafür fege weg alle Gegner aus unser Stadion. Alles möglich zwische vierte und zehnte Platz. Aber nix schlechter als neunte."
"Der Retter steht für kein Interview zur Verfügung, bitte wenden Sie sich an die Gechäftsstelle des Vereins." So lapidar tönt es aus dem Telefon, wenn man derzeit versucht, Sienas Trainer zum Gespräch zu bitten. Die Mitarbeiter auf der Geschäftsstelle drucksten herum, gaben dann aber doch zu, dass der Trainaer so sauer über das Verteidigungsverhalten seiner Abwehr sei (besonders Torhüter Fangio Delenghino), dass er auf einem Nebenplatz ein Trainig brutale
absolvieren ließ: alle Stürmer würden auf den armen Torhüter mit eisenverstärkten Fußbällen schießen, damit dieser keine Angst mehr habe, sich dem normalen Ball in den Weg zu werfen. Delenghino hatte am letzten ZAt satte elf Tore kassiert und dabei sehr ängstlich ausgesehen. Die Abwehr über derweil die Blutgrätsche auf dem Betonplatz vor dem Stadion. Wer ohne Asphaltflechte unter die Dusche wolle, würde vonm Trainer persönlich wieder vor das Stadion gezerrt.