Regelmäßig erschreckte der Blick auf die Tabelle der Veikkausliiga den Neuling Megabyteus. Das hätte er nicht gedacht, als er vom fernen China nach Finnland wechselte. Abonnement auf den letzten Tabellenplatz. Dabei bracht sich die die Abwehr gar nicht zu verstecken. Nur 29 Gegentore, davor musste man sich gar nicht erschrecken. Die geringe Anzahl an geschossenen Toren jedoch erschreckten regelmäßig die Zuschauer im Veritas Stadion. Bis hier hin wird alles schön regelmäßig gebeugt. Das transitive „jemanden erschrecken“ wird regelmäßig gebeugt. Beim intransitiven
„erschrecken“ ohne direktes Objekt muss unregelmäßig gebeugt werden. Viele erschraken wohl, als sie dies gelesen haben. Leichter ist´s beim reflexiven „sich selber erschrecken“. Da reicht bei manchen Leuten ein Blick in den Spiegel. Und weil man sich so sehr erschreckt/erschrocken hat, braucht man nicht über die Grammatik nachzudenken, sondern kann regelmäßig oder unregelmäßig beugen nach Lust und Laune. Archiebald M ist übrigens heftig erschrocken, als er gesehen hat, das 2006 Megabyteus für 14 Tage Trainer von Vaasan Palloseura war.
Dr. A. Moresmo
Was ist denn da los? Über die Hälfte der Saison ist bereits vorbei und einer der heißesten Kandidaten um die Meisterschaft ist ein Team ohne Trainer. Anscheinend will jedoch niemand diese aussichtsreich platzierte Mannschaft übernehmen. Scheinbar ist unsere Liga also uninteressant. Beide Sätze treffen voll und ganz zu und werfen dennoch kein schlechtes Licht auf unsere Liga. Denn die Begriffe „scheinbar“ und „anscheinend“ sind, entgegen dem umgangssprachlichen Gebrauch, nicht synonym sondern antonym zu verwenden.
Während „anscheinend“ eine Vermutung ausdrückt, die höchstwahrscheinlich wahr ist, drückt „scheinbar“ einen vorgetäuschten oder nur anglichen Vorgang aus. Unsere Liga ist nämlich höchst interessant. So interessant, dass Archiebald sich dem Anschein nach nie auf die internationalen Wettbewerbe konzentrieren kann. Anscheinend kann Archiebald M niemals über die Gruppenphase eines europäischen Wettbewerbes hinauskommen. Nur zum Schein interessiert ihn dieser Wettbewerb gar nicht.
Dr. A. Moresmo
So etwas hat selbst der Count noch nicht erlebt: Die optimalste Saison. Gibt’s nämlich auch nur im Märchen. Optimal ist eines der Absolutadjektive. Eine Steigerung ist nicht möglich, da die beschriebene Eigenschaft entweder ganz oder gar nicht zutrifft und nicht variieren kann. Weitere sehr beliebte Absolutadjektive sind einzig, voll und leer. „mojo jojo hat als einzigster noch kein einziges Gegentor zu Hause kassieren
müssen.“ „Archiebalds TK ist zurzeit am leersten.“ Doch sollte euch mal jemand dumm kommen, dass ihr einen solchen normalerweise regelwidrigen Hyperlativ benutzt habt, könnt ihr ein Zitat von Goethe entgegnen. Der alte Schwerenöter schreibt in einem Brief an eine gewisse Auguste: „Gute Nacht Engel. Einzigstes Einzigstes Mädgen – und ich kenne ihrer Viele“ Wie gesagt: Märchen.
Wer kennt sie nicht die Schifffahrt?! Der ein oder andere hat beim Schreiben dieses Wortes früher Schiffbruch erlitten und ist ins Rettungsboot bestürzt. Dreifachkonsonanten gab es früher nur vor einem weiteren Konsonanten. Die Sauerstoffflasche dient als gern herangezogenes Beispiel. Mit der Rechtschreibreform von 1996 wurden also die Rechte der sogenannten Konsonantencluster erweitert. Da stellt sich die Frage, wie groß der längste Konsonantencluster in der deutschen Sprache sein kann. Welcher Zeitungsschreiber schafft den längsten Cluster? Zu gewinnen gibt´s wie immer nichts
außer Ruhm und Ehre. Das leidige Thema der Weltmeisterschaftstrainer soll hierbei mit seinen fünf Konsonanten der Startpunkt sein. (Gerne hab ich mich von Andi berichtigen lassen, das heißt ja, dass die Artikel wenigstens gelesen werden. Um das Thema nun endgültig abzuschließen und auf die nächste Saison zu vertagen sei noch erwähnt, dass Frank, BigPopper und Stefan Cermak bei der ersten Copa-WM das Viertelfinale mit einem dänisch-finnischen Hybrid erreicht haben und dort an den USA gescheitert sind.)
Die WM wirft ihren Schatten voraus. Bei den letzten WMs (erfolgreicher Lernprozess) konnte Finnland nie die Gruppenphase überstehen (erfolgreicher Lernprozess noch nötig). Das soll nun anders werden. Dreimal wurde bisher in der Endrunde angetreten, dreimal in der Gruppenphase gescheitert. helmi, utz1, Daniel Lödl waren es bei der 5. WM. Pippo, Count van Lezz, Phil.Lehmann bei der 6. WM. Pippo, Count van Lezz, broTiger bei der 7. WM. Durchaus renomierte Namen des Copaversums. Demnächst startet also ein neuer Versuch. Pippo und der Graf wollen sich für die 8. WM ausgerechnet den Gruppenphasen-Versager schlechthin, Archiebald Mor, als dritten Trainer mit ins Boot holen.
Der macht gerne mit und wünscht schon mal den Gruppengegner viel Spaß im Achtelfinale. Doch halt, erst mal steht ja noch die Qualifikation an. Wenn wir uns anstrengen, können wir auch dort schon scheitern. Die obligatorische Bitte um kleine WM-Artikel an die Finnische Gemeinschaft bleibt natürlich jetzt noch aus, denn es dauert ja noch bis zur WM. Stattdessen thematisieren wir kurz ein Phänomen, das man bei dem vermehrten Schriftverkehr in den letzten Tagen sicherlich gut beobachten konnte. Das Komma hinter Grußformeln. Gern gesehen, gern gesetzt. Doch leider ist es da völlig deplatziert.
In diesem Sinne,
mit freundlichen Grüßen
Dr. A. Moresmo
Die Antwort steht in den Regeln. Dreizehn sind´s. Doch sind es ZAT oder ZATs. Definitiv falsch ist es, das Plural-S mit Apostroph zu bilden. Das ist übrigens beim Genitiv genauso falsch. Peter´s Pommesbude klingt zwar sehr vertraut, gibt es aber nicht. Aber zurück zu den ZAT(s). Jeder Trainer darf an einem ZAT so viele TKP setzen, wie er mag, bis zu 28,8 TKP sind theoretisch möglich (Das wäre Pippos Traum für den letzten ZAT). Jeder Trainer darf ihn aber auch nennen, wie er mag. Der Grund dafür ist, dass die Abkürzung ein maskulines Geschlecht aufweist: Der Zug-Abgabe-Termin. Männliche Abkürzungen
können im Plural mit S gebildet werden, müssen aber nicht. Demnach gibt es auf den Autobahnen sowohl LKW und LKWs. Ganz besonders viele davon, wenn man es eilig hat. Ganz im Gegensatz zu NMRs. Hier gibt es nicht nur im Abzug vom TK strenge Regeln, auch in der Bildung des Plurals. Bei der Non-Marked-Registration handelt es sich in der deutschen Bedeutung Registrierung wohl eindeutig um ein feminines Geschlecht. Weibliche Abkürzungen müssen im Plural das S tragen, auf Grund der Abgrenzung zur Singularform, die den gleichen Artikel trägt. Aber wer will sich da schon Gedanken drüber machen und mehr als eine NMR sammeln?!
Ist das nicht erfreulich, wenn sich die Saison dem Ende entgegen neigt und man das TK des Gegners am letzten ZAT dahinschwinden sieht? Manchmal wird es sogar negativ. Man braucht sich demnach für diese Partie keine Gedanken mehr zu machen, wie viele Tore gesetzt werden sollten. Gedanken passen auch überhaupt nicht zu einem Minuszeichen. Denn ein Minuszeichen ist typografisch ein Viertelgeviertstrich und kein Halbgeviertstrich, welcher als Gedankenstrich verwendet wird. Gedankenstriche sind demnach doppelt so lang wie Minuszeichen. Ob das ein Seitenhieb auf die lange Leitung manch eines Kollegen ist, wenn er sich
Gedanken um sein Setzverhalten macht? Aber es geht ja um den Viertelgeviertstrich, der gerne viel zu exzessiv Verwendung findet. Der folgende Satz ist jedoch nicht nur auf Grund der Verwendung der Viertelgeviertstriche richtig: Der 31-jährige NMR-Versager verursachte eine 0:2-Heimniederlage bei einer 64,29%igen ZAT-Beteiligung. Man beachte, dass die Angabe von 64,29% ohne Bindestrich 100-prozentig richtig ist.
Wer sich den dahingegen den Halbgeviertstrich mit nach Hause nehmen möchte, dem sei in Windows-Systemen die Tasten-Kombination „Alt+0150“ ans Herz gelegt. – -
Dr. A. Moresmo
Es gibt in der Geschichte der Bundesrepublik (leider) erst 10 Bundespräsidenten. Aber dreizehn Zeitungsartikel in einer Copa-Saison. Reicht also nicht ganz. Bei der derzeitigen Rücktrittsgeschwindigkeit ist jedoch damit zu rechnen, dass spätestens zu Saison 36 die Bundespräsidenten thematisiert werden. Freuen wir uns also jetzt schon auf solch illustre Persönlichkeiten wie Vlard von Lezzäcker oder Seman Herzola. Für letzteren bestehen jedoch weiterhin ungeklärte orthographische Fragen bezüglich des Vorhandenseins und der Position der Buchstabens H und N. Diese und weitere spannende Fragen, die deutsche Grammatik betreffend, werden in dieser saisonalen Thematik behandelt.
Mit dieser Thematik begibt sich der Autor natürlich auf sehr dünnes Eis, denn jeder Fehler dürfte ihm daumendick aufs Brot gestrichen und mit Zwiebelfisch-Ringen serviert werden. Aber das gibt selbst Leuten wie Herrn Poison vielleicht ein zukünftiges Thema in der schönen finnischen Zeitung, und Herr Mojo kann seine Rechte
Schreibung beisteuern.
Die erste Beschwerde wird von manchem unter Umständen schon jetzt im Kopf formuliert. „10 Bundespräsidenten und dreizehn Artikel? Man schreibt doch Zahlen bis einschließlich zwölf aus.“ Ja, das ist in der Tat gängige Praxis. Aber eine Grammatik-Regel dafür existiert nicht. Es ist eher eine stille Übereinkunft, die vermutlich darin begründet ist, dass ab der Zahl 13 die ausgeschriebenen Wörter schnell an Länge und Komplexität zunehmen. Autoren sollten jedoch überlegen, ob eher harte Fakten in wissenschaftlichen Veröffentlichungen oder Prosa in Romanen im Vordergrund steht. Bei Verwendung von Abkürzungen für Einheiten gilt, dass man zwar die Wahl zwischen 6 Heimtoren und sechs Heimtoren hat, nicht jedoch sechs HT setzen darf. Beim Setzen von 1 Heimtor ist doppelte Vorsicht geboten. Zum einen droht eine Heimniederlage, zum anderen sind Zahlen nicht deklinierbar. Mit einem Heimtor ist man zumindest grammatikalisch auf der sicheren Seite.
Nein. Es gibt jetzt keinen Karl Jojodor zu Guttenberg und auch keine Silvana Koch-Mojon. Diesen Vergleich kann man den beiden Politikern nicht antun. Beide haber immerhin nur einmal plagiatiert. Derjenige, der ganz offensichtlich hier gemeint ist, hat dies nicht nur einmal getan, sondern eigentlich immer. Wie man schön auf seinem Profil nachlesen kann, hat er sogar zweimal hintereinander den gleichen Wikipedia-Artikel kopiert. Einen wissenschaftlichen
Anspruch kann man ihm dabei aber nicht absprechen, da er zumindest aufgezeigt hat, dass in der Zeit vom 25.11.2011 um 19:26 Uhr bis zum 06.12.2011 um 00:59 Uhr keine neuen Erkenntnisse Fußball betreffend in Wikipedia veröffentlicht worden sind. Es werden jedoch noch Wetten angenommen, welches Topic sich Herr jojo für seinen nächsten Artikel aussuchen wird. Ich tippe auf eine exakte Beschreibung der Ausmaße des Spielfeldes und der Tore.
Vlamp Meistula – Meister Lampe (Rovaniemi Palloseura) – Vlad Dracula - Dracula, Bram Stoker Dr. Sewon – Semon Lehtola (HJK Helsinki) – Dr. John Seward – Dracula, Bram Stoker Slavy – Factoryslave (Kuopion Palloseura) - Lucy Westenra – Dracula, Bram Stoker Mikathan Hansker – Mike Hansen (FC Kiffen 08) – Jonathan Harker – Dracula, Bram Stoker Torstincey P. Morris – Torstinho (ehemals FC Inter Turku) - Quincey P. Morris – Dracula, Bram Stoker Minaal – Marcool (FC Lahti) - Wilhelmina 'Mina' Harker (geb. Murray) – Dracula, Bram Stoker Hansi/Rüdiger von Müllerstein – Hansi Müller (FC Atlantis Helsinki) – Rüdiger von Schlotterstein – Der kleine Vampir, Angela Sommer-Bodenburg Ach
Wärichschon - Anders Quälixson (ehemals FC Inter Turku) – Andreas Möller Dr. Pippierstein – Pippo (Allianssi Vantaa) – Dr. Abraham Sapirstein - Rosemaries Baby, Roman Polanski (Romanvorlage Ira Levin) Ehepaar Countelezz – Count van Lezz (AC Oulu) – Ehepaar Castevet - Rosemaries Baby, Roman Polanski (Romanvorlage Ira Levin) Poicon Frost – Poison (FC Hämeenlinna) - Deacon Frost – Blade, Stephen Norrington (Comicvorlage Marvel) Elieta Andi Hansker – Andi von Hideta (Tampere United) – Eli – So finster die Nacht, Tomas Alfredson (Romanvorlage John Ajvide) Petra Planlos – PeterPlanlos (Myllykosken Pallo -47) – keine literarische Entsprechung Lezztat de Zerocount – Count van Lezz (AC Oulu) - Lestat de Lioncourt – Interview mit einem Vampir, Neil Jordan (Romanvorlage Anne Rice)
Mein Testament und letzter Wille
Wenn Ihr dies in Euren Händen haltet und meine letzten Worte lest, dann werde ich, Vlamp Meistula, vom Angesicht dieser Erde verschwunden sein. Und Ihr, der dieses Pergament gefunden habt und nun in Euren Händen haltet, seid mein Nachfolger. Denkt, nicht, dass ich nicht weiß, wer Ihr seid. Ich habe sehr wohl alle Vorgänge dieser Saison verfolgt. Und alles lief nach Plan. Ihr, Mikathan Hansker seid mein auserwählter Erbe. Als ich Euch bereits in der vorangegangen Saison zu mir in mein Schloss bestellt hatte, um angeblich Grund und Boden in England zu erwerben, geschah dies nur, um Euch zu testen, ob Ihr der Aufgabe würdig sein werdet, mein Vermächtnis anzutreten. Ich musste Euch zunächst in den Tiefen der Abstiegsplätze weggesperrt halten,
damit ich im Exil meine Pläne in die Tat umsetzen konnte. Denn in dieser Saison konnte nur ein Mann die Macht an sich reißen, der genau dies nie wollte. So musste Eure Frau Minaal meinen Nachkommen austragen, welcher Euch dann langsam und unbemerkt auf diese dunkle Seite der Evolution gebracht hat. Mikathan, Ihr seid der neue Meister von Transfinnanien!
Es sei denn, mein geschwächtes Kind Elieta Andi schlägt sich kurz vor dem Ende noch auf die Seite meines alten Widersachers Lezztat de Zerocount und pflockt Euch sechs Auswärtstore in Euer Herz.
Dann, und nur dann, würde ich mit meinen letzten Worten jetzt eben diesen Lezztat als Herrscher über Transfinnanien begrüßen. Dies mögen alle Mächte der Finsternis jedoch zu verhindern wissen.
Das Schicksal von Transfinnanien liegt nun in Euren Händen!
Papa und dieser blöde fremde Mann sind weg. Gestern hat mich Papa Mikathan noch mit einem Gute-Nacht-Kuss ins Bett gebracht und heute Morgen bin ich ganz alleine zu Hause aufgewacht. Der fremde Mann, der immer nachts um unser Haus geschlichen ist, hat mir immer Angst gemacht. Doch mein Papa hat es geschafft, dass ich seit ein paar Wochen nachts schlafen kann und tagsüber wach sein kann. Dafür saß er immer nachts wach an meinem Bett und hat bei Sonnenschein geschlafen. Er wurde auch immer
blasser und hat nur noch dickflüssigen roten Saft getrunken. Danke Papa, dass ich wegen dir ein normales Leben führen kann ohne dass ich Angst haben muss, nachts doch noch die Meisterschaft zu gewinnen. Aber wo bist du jetzt, Papa. Der fremde Mann hat dir bestimmt aufgelauert und dich mitgenommen. Du hast gesagt, er hieße Lezztat. Jetzt kämpfst du bestimmt gegen ihn. Und er hat keine Chance, denn du bist stark. Das weiß ich. Denn du hast das, was ich in mir hatte, jetzt in dir. Und das ist dunkel. Und stark. Aber auch unkontrollierbar.
Papa, komm zurück!
Immer noch bin ich unerkannt. Immer noch stehe ich im Dunkeln. Es zahlt sich aus, dass ich die ganze Saison über nicht unter den Top 3 stand. Sie dachten alle, der große Transfinne Lezztat de Zerocount gehöre zum alten Eisen, er würde sich nur noch auf die große Bühne in Portugal und in Großbritannien rumtreiben und keine Gefahr mehr darstellen. Doch weit gefehlt meine transfinnanischen Kollegen! Der Plan ging auf. Heimtückisches Heranpirschen von den Abstiegsrängen heraus und beharrliches Beobachten auf Platz vier verweilend haben mir wertvolle Informationen zuteil kommen lassen. Dieses Kind, Elieta Andi, welches Mikathan Hansker jetzt ständig mit sich an der Tabellenspitze herumgeschleppt hat, ist doch tatsächlich ein echter Blutsspross vom alten Meistula. Er hat seine Brut also bereits auf der Erde verteilt und seine Nachfolge gesichert. Das wird auch endlich Zeit, dümpelt der Vlamp doch bereits seit geraumer Zeit nur noch in den Niederungen der Tabelle umher. Eine Revolution in Tranfinnanien kann er ohne Hilfe nicht überleben. Doch von seiner Tochter scheint er keine Hilfe mehr erwarten zu können. Sie dürfte zwar bereits in einem Jahr so schnell erwachsen geworden sein, dass sie zu einer stattlichen Frau herangewachsen ist. Doch Mikathan scheint gegen ihre Kräfte immun zu sein. Ja mehr noch, er saugt ihre Kräfte regelrecht
in sich auf. Wo doch eigentlich nur unsere Art die Kunst des Saugens beherrscht. Liegt das daran, dass er ihre Mutter abgöttisch geliebt hat. Oder an diesem grünlichen Tetrahydrocannabinol-Kräutertrunk, den er sie jeden Morgen trinken lässt und auch selber zu sich nimmt. Ihre Kräfte übertragen sich mit jedem Tag mehr und mehr auf Mikathan. Elieta wird schwächer und taumelt vom einstigen Meisterschaftsfavoriten dem Niemandsland der Tabelle entgegen. Mein großer Vorteil ist, dass Mikathan noch immer nicht weiß, was er da für eine Höllenbrut in seinem Haus behütet und welche Kräfte ihm zuteil werden. Seine verbesserten Nachtsicht-Fähigkeiten und die erhöhte Lichtempfindlichkeit schiebt er sicherlich nur auf den Kräutertrunk zurück. Deswegen kommt jetzt meine Zeit. Ich werde ihn mit seinen eigenen Waffen schlagen und die tägliche Dosis des Tetrahydrocannabinol-Kräutertrunks mit meinem Roggen-Destillat versetzen. So wandern letztendlich die Kräfte dieser seltsamen Vater-Tochter-Familie zu mir. Und endlich werde ich so stark sein, wie ich es verdiene. Ich, der große Lezztat, der schon vor Äonen die Trainer der Welt zu Tranfinnen gemacht hat, werde endlich einen mir würdigen Platz in der Geschichte einnehmen! Nicht Elieta und auch nicht Mikathan werden die Revolution in Transfinnanien zerschlagen und die Herrschaft übernehmen. Das gebührt mir. Nur mir!
Lezztat de Zerocount! Muahaha!
Brief von Hansi (Rüdiger) von Müllerstein an Poicon Frost – 18. November 1897
Poicon, du kämpfst mit aller Macht für die Gerechtigkeit und die Revolution in Transfinnanien. Doch man hört hier Gerüchte, dass sich deine Kräfte zu schnell verbrauchen. Trotz vollem Einsatz hast du in entscheidenden Spielen keinen Sieg vom Schlachtfeld davon tragen können sondern nur zwei Unentschieden. Du musst aufpassen, dass sich deine Mitstreiter nicht von dir abwenden und sich zu sehr vor der Ankunft des Erben von Vlamp Meistula fürchten. Denn ich sage dir, sie steht bevor. Der Erbe ist niedergekommen. Sie heißt Elieta Andi und entwickelt sich mehr als viermal so schnell wie Exemplare der menschlichen Rasse. Auch wenn es ein Mädchen ist so legt sie bereits in diesem Kindesalter eine Skrupellosigkeit an den Tag, die ihres Vaters würdig ist. Während der Schwangerschaft hat sie sich vom Blut der Mutter Minaal ernährt, so dass diese kurz nach der Geburt dahinschied. Und kaum hatte ihr Vater Mikathan Hansker sie im Arm, so grub sie ihre Zähne direkt in seinen Hals und machte ihn zu ihrem willigen Untertan. Hier wächst eine Brut heran, die das Volk der transfinnanischen Schattengesellschaft wieder beherrschen will und die
alleine Macht an sich reißen wird. Sie dich vor! Mit jedem Spieltag wird Elieta Andi stärker und mit einer größeren Macht von Elieta nimmt auch die Stärke ihres hörigen Sklaven Mikathan Hansker zu, der zudem auch noch emotional an sie gebunden scheint. Klar, er muss ja denken, er wäre ihr Vater und sie wäre das einzige, was ihm noch geblieben wäre. Ich werde nicht nach Transfinnanien reisen und dich unterstützen. Ich verweile hier und beobachte diese machtwillige Elieta und Mikathan, der zu diesem Kinde gekommen ist wie zur Tabellenführung. Außerdem schleicht immer wieder eine absonderliche und in Lumpen gehüllte Gestalt um das Anwesen der Hanskers umher. Mir scheint, er wird von der Aura des kleinen Mädchens angezogen. Ist er nur ein heruntergekommener Landstreicher oder gehört er gar zu deinesgleichen? Denn ich kann ihn nur des Nachts erspähen. Mir scheint, ich kenne ihn. Es könnte Lezztat sein, der vor einiger Zeit auch im Bolton Asylum untergebracht war. Hat er etwas mit dieser Geschichte zu tun? Oder ist er nur beleidigt, dass er bisher nicht darin vorkam und beschreibt deshalb in seinem Artikel das Blutsaugen als eine seiner liebsten Eigenschaften?
Mit besten Grüßen verbleibe ich, Rüdiger von Müllerstein
Geburtsturkunde Elieta Andi Hansker, Victoria Hospital, Bolton – 10.November 1897
Am 10. November um 15:30 Uhr wurde Elieta Andi Hansker im Victoria Hospital zu Bolton entbunden.
Gewicht: 5.817 g
Größe: 62.3 cm
Kopfumfang: 41.5 cm
Handschriftliche Notiz der Hebamme Petra Planlos: Es kam zu Komplikationen während der Geburt des kleinen Mädchens Elieta. Ihre Mutter Minaal machte bereits in den Vorgesprächen einen sehr verwirrten Eindruck. Stets behauptete sie, das Kind käme viel zu früh, und das Kind wäre erst elf Spieltage zuvor noch auf dem letzten Tabellenplatz gewesen. Doch es war offensichtlich, dass das Kind bereits in den nächsten Tagen geboren werden würde und auf dem ersten Platz landen würde, wenn nicht sogar noch früher. Wir behielten Minaal hier im Victoria Hospital. Und wie erwartet, setzten die Wehen bereits in der ersten Nacht ein, wir schickten sofort nach dem Vater Mikathan Hansker. Die Mutter hatte starke Schmerzen, wir mussten sie an das Krankenbett
fesseln, denn wir konnten ihr keine Schmerzmittel verabreichen, da dies das Leben des Kindes gefährdet hätte. Die Geburt verlief sehr schnell. Wirklich sehr schnell. Das Kind kam fast von alleine. Ein Mädchen. Ein ungewöhnlich großes und schweres Mädchen. Sehr aktiv. Mit seinen Händchen griff es nach der Nabelschnur und wollte darauf herumkauen, fast so als ob es sie zerbeißen wollte. Beim Wiegen blieb sie nicht ruhig liegen, so dass es fast den Anschein hatte, als ob die Waage ständig höhere Werte anzeigen würde. Die Freude über ein neugeborenes Leben wich jedoch schnell als wir sahen, dass die Mutter ins Koma und die Niederungen der Tabelle gefallen war. Wir konnten sie nicht wieder aufwecken. Seitdem liegt sie in unserer Beobachtungsstation. Als einige Stunden später der Vater eintraf. War er hin und hergerissen vor Freude und Trauer. Er blieb lange am Bett der Mutter sitzen, mit dem Kind auf dem Arm, ihr kleines Köpfchen gegen seinen Hals gelegt. Schließlich brach er schweren Herzens auf. Wir wünschen Vater und Tochter alles erdenklich Gute und hoffen alle, dass Minaal bald wieder aufwacht.
8 Konsonanten im Kluster oder eben 10 mit dem vokalisch ausgesprochenen Ypsilon. Herr Lampe hat sich das goldene Schulterklopfen der deutschen Orthographie redlich ergooglet. Glückwunsch an Herr L.(.)?
Da ist also direkt das nächste Problem: Sind doppelte Punkte am Ende eines Satzes erlaubt? Bescheuert würde es zumindest schon mal aussehen. Und Sie werden auch nicht gesetzt. Das ist bei Abkürzungen der Fall, wie z.B. bei z.B. Was darf man überhaupt doppelt setzen? Zweimal ein Heimspiel, wie Tampere an diesem Spieltag, und zwei Klammern (obwohl das auch recht blöd aussieht (deswegen sollte man es auch vermeiden)).
Dr. A. Moresmo