Pressekonferenzen für die Ewigkeit I: COPA-BIER - Erste Verleihung im März 2010!
Journalistenpreise sind Auszeichnungen für exzellente journalistische (Sparten-) Arbeiten in dem von der Ausschreibung erfassten Zeitraum, der gewöhnlich ein oder zwei Jahre umfasst. (Quelle: wikipedia.de)
An die versammelte Presselandschaft: “Ich freue mich sie alle versammelt begrüßen zu dürfen. Heute möchte ich auf die Pressearbeit im Copa-Universum eingehen. Wir haben viele gute Journalisten unter uns, doch wenig wurden diese bisher gewürdigt. In einer internationalen Kooperation haben wir uns deshalb entschieden diese Arbeit gesondert herauszustellen. Üblich ist eine jährliche Auszeichnung besonderer Erzeugnisse, doch Copa geht wie immer andere Wege: der COPA-Bleistift in Ehren, kurz Copa-BIER, wird jeden Monat für den besten Zeitungsartikel des Monats vergeben.“
Die Nachricht schlägt ein wie eine Bombe. Raunen geht durch den Pressesaal. Die Nachfrage erfolgt sofort: „Ab wann tritt das in
Kraft? Ab Sofort?"
Weiterhin überzeugend:“Ja ab sofort. Jeder kann nominieren und eineauserwählte Jurz wirdfünf Artikel zum Ende des Monats zur Wahl stellen. Hierzu sind die Jurz-Mitglieder einfach zu kontaktieren oder das lokale Forum zu besuchen. Und schon kann man sich ein COPA-Bier in die Vitrine stellen! Oder wenn es mal ganz gut läuft einen OUZO.“
Wiederum verdutzte Blicke im Auditorium. Gibt es etwa doch Einschränkungen im demokratischen Verfahren. „Nein, nein. Aber ein paar Privilegien möchten wir uns auch noch erhalten. Für besondere Ereignisse überreichen wir, die Jurz, den OUZO, den OhhhUnglaublicherZeitungsOrden!“
Neue Ehrungen sind, so hat die Erfahrung gezeigt, stets ein freudiges Ereignis für den Copatador! Weitere Informationen finden sich in der lokalen Presse, im Forum oder auf Nachfrage bei der Jurz (Skinny Norris, Graf Zahl, Dugarry, Roque, Chrille)!
Das Leben ist nicht einfach im langezogenen Chile. Aufgrund der Topographie würde sich das Land wie kein anderes anbieten, um eine Schnellzugtrasse zu installieren, doch weiterhin ist das schnellste Fortbewegunsmittel das Auto. So werden auch heute die 500km zu CD Nublense wieder in Kolonnenfahrweise vorgenommen. Vorne das Maskottchen und hinten der stest zeternde Trainer Roquo! Wenig geht nach dessen Meinung voran im Projekt Titelverteidigung, das tatsächlich schon den ein oder anderen Dämpfer erlitten hat, so dass er das heutige Spiel zum
Enthscheidungsspiel ernannt hat: "Schafft es CD Nublense heute gegen uns zugewinnen, dann können sie unser Maskottchen behalten, ein ausgiebiges Entspannungsbad nehmen und, ach ja, Meister können sie von mir aus auch werden!"
Sonstige Neuigkeiten aus Orsono: Ein liebstolles Lama hat die lokale Weinprinzessin bestürmt und zu Fall gebracht. Der heraneilende Platzwart des ansässigen Fußballvereins ergriff das Lama, scherte es und hat hierbei einen neuen Weg der Isolation von Regendächern entdeckt! Konsequenzen? Keine!
... oder so ähnlich. Konequent schlecht gelaunt und trotzdem frohen Mutes für die kommenden Aufgabe sein, dies gelingt nur den wenigsten. "Sch*** Wetter, sch*** Spieler, blinde Schiedsrichter und völlig inkompetente Zuschauer. Das erwarte ich vom Wochenende.", so Roquo auf Anfrage der anweseden Zeitungspraktikanten. Mit welchem Spiel verbindet er solche Erwartungen: "Zunächst einmal mit unserem, da läuft ja zur Zeit grundsätzlich alles schief. Dann aber auch bei Universidad de
Concepción, CD Nublense, CD Colo-Colo, San Luis Quillota und CD Universidad Católica. Der Rest wird schon was vernünftiges zeigen." Wer vor und wer hinter Deportes Osorno steht, lässt sich halt doch immer wieder leicht aus den Aussagen des eingebildeten Meinungsmachers ablesen. Eine Meinung zu Kuren, die hat der Trainer aus Osorno natürlich auch. "Ein von unserem Geld bezahlter Ego-Trip. Außer Sexualpraktiken und Gruppentherapeutischen Fähigkeiten lernt man dort nichts!"
"Der Schnee muss weg!" - Die eindeutige Forderung Roquos zu Beginn der wöchentlichen Pressekonferenz löste nicht nur Verwunderung bei der heimischen Presse aus. Schon lange wurde gemunkelt, dass der charismatische Trainer dem Wahnsinn manchmal näher stehtals der Vernunft. Die Forderung nach dem Ende des Winter im südamerikanischen Sommer war so aber auch nur eine Randnotiz in den Zeitungen des nächsten Tages wert.
Was sonst in der Presse stand? Die üblichen Schmonzetten, Skandale und Tatsachenberichte. Tatsächlich hatte sich eine ältere Dame in Osorno am Marktplatz in Windeseile entblättert, skandalös war daraufhin das Verhalten
des lokalen Kioskbesitzers: er erhöhte die Preise für Sonnenbrillen, doch entwickelte sich daraufhin glücklicherweise eine größere Romanze zwischen dem Kioskbesitzer und der Buchhändlerin, gründeten sie doch gleich ein Oligopol für Brillengestelle. Eine Kartellbehörde war in Osorno schließlich noch nie gesehen.
Welche Bedeutung dies alles fürs Fußballgeschäft hat? Warten Sie es nur ab, der Tag der sonnenbrillentragenden Oma wird als einer der größten in der bisher von Erfolgen nur wenig gesegneten Geschichte Osornos eingehen. Erfolge, ja die sind vergänglich und in Osorno noch vielmehr als in anderen Orten!
Lektion 1 für Titelverteidiger: Wie lenke ich von einem misslungenen Auftakt ab?
"International müssen wir <es sind die jeweiligen Landsleute einzusetzen: hier: Chilenen> eindeutig mehr zeigen die nächsten Wochen. Wie will man die Attraktivität der Liga erhöhen, wenn man zukünftig als eine der größten Ligen des südamerikanischen Kontinents eventuell nur eine geringe Anzahl an internationalen Startplätzen hat. Siege, Punkte, Tore müssen auf dem internationalen Parkett her!"
Lektion 2 für Titelverteidiger: Wie bringe ich die Konkurrenz dazu zukünftig die Stürmer in ihrem Bestreben etwas zu zügeln?
"Mann, ich hab kein TK mehr. <es muss der selbstgewählte Spitzname der Ligakonkurrenz eingesetzt werden: hier:
Muchachos>, ich richte die Saison doch eh nichts mehr aus. Spart eure Kondition für wen anders.Tiefstapeln? Wir? Niemals.
Lektion 3 für Titelverteidiger: Wie bringe ich unter, dass ICH der Titelverteidiger bin?
"Wisst hier wie knapp das letzte Saison war, wir hatten gerade mal <es muss der Punkte-Vorsprung von letzter Saison eingesetzt werden: hier: 1> Punkt Vorsprung! Nein, da kann man nicht erwarten, dass wir den Titel verteidigen. Sicher wir waren schon nach der Hinrunde <es muss der Tabellenstand nach der letzeten Hinrunde eingesetzt werden: hier: Erster>, aber das heißt doch gar nichts. Erst am <heiße ich Perdito, schreibe ich hier: am vorletzten> letzten Spieltag wurden wir Meister. Eine knappe Kiste war das, das sage ich euch!"
"Viel zu kurz!", war nach Meinungs Roquos die Saisonpause. Kein Wunder, wurde doch in einem mitreißenden Saisonfinale die Meisterschaft von Deportes Osorno errungen. Der neutrale Beobachter würde auf Basis der Feierlichkeiten dann auch attestieren, dass der Chilene etwas vom Feiern versteht. Anders sehen dies jedoch die Einheimischen. So merkte man alsbald der Truppe um Roquo an, dass der Titel
nicht nur positive Gefühle ausgelöst hat. Der Druck den Erfolg zu bestätigen, die Ehre Chiles auf internationalem Parkett hochzuhalten lastet schwer auf den Schultern der Sensationstruppe. Gehalts- oder Erfolgsdiskussionen stehen deshalb auch nicht im Mittelpunkt der Saisonvorbereitung von Deportes Osorno. Vielmehr sollen die Spieler weiter ihren unbefreiten Stil fortführen und nicht an das Morgen denken!
Whiskey für Huachipato, Rinderhälften für Universidad und Hostessen für Quillota
Zum Greifen nah ist der zweite Meistertitel in der Vereinsgeschichte von Deportes Osorno. Wäre da nur nicht das Problem der Abhängigkeit von der Konkurrenz. Läuft alles halbwegs normal, ja dann sollte... aber aussprechen, nein das macht man nicht. Noch liegt man drei Punkte hinter Spitzenreiter Nublense und diese drei Punkte können mathematisch nur aufgeholt werden, wenn zumindest ein Sieg mehr errungen wird. Das Training läuft gut in Osorno, die Ablenkungen sind wie gehabt nur gering in der Provinz. Doch nicht anders wird vermutlich auch die Entwicklung in Nublense sein, nur dass hier im Gegensatz zu Osorno das Spiel gegen
den vermeintlich schächsten Gegener auf heimischen Platz stattfindet. Doch Nublense, das hat die Saison gezeigt, ist immer zu überraschenden Attacken bereit.
In Osorno ist man allerdings auf alles vorbereitet, hat entsprechend südamerikanischer Tradition schon den Gegnern von Nublense ausreichend Belohnungen in Aussicht gestellt, die Straßen geschmückt, das Fernsehen eingeladen und das Stierblut dargestellt. Denn wenn die Stiere aus Osorno tatsächlich kommenden Dienstag den ersten Meistertitel im Trainerdaseins Roquo erringen werden, dann wird nicht nur in Chile die Fiesta eingeläutet. Der Preis ist heiß!
Viele Vorwürfe kann man dem Trainer von Deportes Osorno im Umfeld des Jahreswechsels machen (u.a. unsachgemäße Behandlung von Feuerwerkskörpern, untreueähnliches Verhallten, übermäßiger Alkoholkonsum, respektlose Kommuniaktion mit Wesen des anderen Geschlechts) doch sicherlich nicht den Vorwurf der sportlichen Inkompetenz. Doch nichts anderes geschieht derzeit im an sich so beschaulichen Osorno. Verwöhnt von den Erfolgen der letzten Wochen nahm die lokale Presse den Verlust der Tabellenführung zum Anlass den Trainer auf voller Breitseite zu kritisieren. Insbesondere
wurde der Vorwurf erhoben, sich nicht mehr mit dem Gegner zu beschäftigen, sondern die eigene Taktik auf Biegen und Brechen durchzuziehen. Abermals konnten so Mannschaften auf heimischen Platz leichte Punkte gegen die Elf aus Osorno einfahren."Ja, den Ski zieh ich mir nicht an. Ber am Ende der Saison werden wir mit Sicherheit unter den ersten zwei stehen und mein Denkmal könnt ihr dann direkt vor euerem Pressezentrum, der Strohütte halt, aufstellen.", blaffte Roquo die Presse an und verließ den Trainingsplatz fluchtartig. Die Silversternacht hatte wohl doch ihre Spuren hinterlassen.
"Selten habe ich eine so einsame Weihnachtszit erlebt.", antwortete ein merklicher erschöpfter Roquo auf die Frage nach seinen Gefühlen. Ja, die Pressekonferenzen in der Mitte Chiles weisen auch weiterhin eine emotionale Komponente auf. Doch was erwartet der, entsprechend historischer Angaben, Trainernovize in Chile. Gastgeschenke, freundliche Hinnahme der sportlichen Erfolge Osornos? "Nein, nur ein wenig mehr Verständis." Heikles Thema heutzutage denkt sich da der Sportjournalist und lenkt das Gespräch auf die Zukunftsbene. Wie wird denn Silvester gefeiert werden? "Allein. Keiner da, der mich auch nur ansatzweise versteht und da hab ich dann
auch keine Lust auf das neue Jahr neue Jahr anzustoßen." Kein Wunder, dass bei solch bedrückter Stimmung die erstmalig angereisten Journalisten aus der Haupstadt, auch in Chile gibt es einen Erfolgsjournalismus, den Raum fluchtartig verlassen. Reichlich komisch dieser Trainer aus der Provinz - wird es am nächsten Tag in der Landeszeitung heißen. Doch der lokale Journalist hört der ganzen Sache mit einem wissenden Lächeln zu. Weiß er doch, dass Roquo wie immer der Gast mit dem längsten Steh- und Trinkvermögen sein wird. Ein wenig Melancholie und Depressivität gehört einfach auch zum Gemüt des Chilenen bzw. Wahl-Chilenen.
"Irgendwie und sowieso.", lautete die Antwort von Roquo, Trainer des Tabellenführers Deportes Osorno, auf die Frage nach seinen Gefühlen über die Entwicklungen in der chilenischen Liga. "Irgendwie war mir klar, dass bei Erfolg Nachahmer erscheinen, und so wundert es micht nicht, dass ein Namensvetter Neutrainer in Chile ist. Sowieso muss ich und meine Mannschaft stets alles geben und, meine Güte,
dann gibt es halt man einen richtigen Toreknaller auf heimischen Rasen, ich hab keine Bedenken vor dem nächsten Spieltag." Und zum Schluss verfällt der Übungsleiter aus Osorno dann auch noch tatsächlich in die bayerische Mundart: "Eiso lang schau i ma des nima o!-Muasd ja ned,isja imma schnei vorbei! (Also lang schau ich mir das nicht mehr an! - Musst auch nicht, ist ja eh immer schnell vorbei.)
Ungläubig schaut der neutrale Beobachter auf die derzeitigen Entwicklungen beim Tabellenführer Deportes Osorno. Es macht ganz den Anschein als sei sich das Trainerteam um Roquo seiner Sache zu sicher. Nur drei Trainingseinheiten, davon eine rein aus Fußballtennis bestehend, keine Beobachtungen der zukünftigen Gegner sowie eine Anreise und Pressekonferenz kurz vor Spieltagsbeginn.
"Was soll auch diese
Überproblematisierung des Fußballs.", so Roquo auf neugierige Nachfragen der zunehmenden Journalistenanzahl am Trainingsplatz des Sensationsteams. Will da gar einer durch übertriebene Gegenargumentation in die Fußstapfen großer Fußballphilosophen treten? Der Abschlusskommentar wirkt diesem Eindruck zumindest entgegen: "Und wissen's was sieben Bier machen auch einen Schnitzel. In diesem Sinne, Guten Appetit!"
Jawohl, eine gemähte Wiese oder, wie der gemeine Bayer sagen würde, a gmaade Wiesn ist das Aufeinandertreffen mit CD Colo Colo für den aktuellen Tabellenführer aus Osorno. Noch in keiner Saison wurde gegen den Hauptstadtverein nicht mindestens ein Spiel gewonnen und gerade jetzt wo der Verein aus der Mitte Chiles auf einer Erfolgswelle schwimmt wäre eine Niederlage mehr als verwunderlich. Sicher die Truppe von
Evo Lucion ist alles anderer als ein Punktelieferant, doch mit der notwendigen Härte im Zweikampf, der ausreichenden Standfestigkeit, wie auch immer das gemeint ist, und dem Osorno-Stierblut sollte ein ungefährdeter Sieg eingefahren werden. Wird wider Erwarten der Spieltag doch nicht von der Verteidigung der Tabellenführung bestimmt, dann widmet man sich der eigentlichen Übersetzung des Sprichwortes, dem Rasen mähen.
Da stehen zwei Spitzenduelle in Osorno an und scheinbar niemand stört sich daran. Der eine versteift sich in seine Schuhphantasien, der andere nimmts mit allen auf, nur nicht mit seinem ärgsten Verfolger. Und das oft zitierte Oddset hat noch nicht mal wahrgenommenen, dass da ein ernsthafter Titelkandidat in Orsono entstanden ist. Die spielen ruhig ihren Stiefel runter und kümmern sich weder um den Haarwuchs noch das Trinkverhalten der Konkurrenten. Und das schönste an der ganzen Sache ist: einer großen Anstrengung bedarf es nicht einmal um den Herbstmeistertitle einzufahren. Und dann ... ja dann geht die Rückrunde los. Und der Rükrunde war Osorno schon immer stark. Warum? Weil es halt so ist.
Ein langer Weg, ein kurzes Ziel. Große Errungenschaften, niedrige Stolpersteine. Riesige Euphorie, kleine Erfolgserlebnisse. Nicht anders lässt sich derzeit die Situation des Teams um Roquo aus dem Herzen Chiles beschreiben. Man könnte sich der Sehnsucht der Öffentlichkeit nach einem neunen Tabellenführer hingeben, man könnte dem Wunsch des derzeitigen Tabellenführers nach Übernahme der Last nachkommen, man könnte die Euphorie ins Unermessliche steigen lassen. "Früher oder später wird es so kommen, doch zunächst lasst uns die Tage des Donners und der Melone begehen", so ein wenig gesprächiger Roquo. Wenn da mal nicht die Verschleierungstaktik zum Erfolg führen soll.
An sich könnte man meinen, dass Roquo(Roque) mit dem derzeitigem sportlichen Erfolg ohne Sehnsüchte und Träume in südamerikanischen Freudentempeln seinen neuen Ruhm genießt. Doch mit dem Wort Ruhm verbindet der emotionale Trainingsleiter mehr als das derzeitige Erfolgshoch. Bei der letzten Weltmeisterschaft führte er Chile mit einem Zwei-Mann-Team durch die mühselige Qualifikation und erreicht dann beim Endturnier trotz massiver Konditionsnachteile das Achtelfinale. Qualifiziert hatte er sich
für diesen Posten durch einen ungefährdeten Aufstieg in die chilenische Eliteliga. Doch die Geschichtsschreiber negieren die Vergangenheit, vielmehr wird sogar die frühere Existenz des Mannes aus Osorno gesamt geleugnet. Wer auch immer das "verbrochen" hat oder welcher Verein auch immer mit dieser Person in der Vergangenheit zu tun hatte, "Sein ganzes Leben lang soll er kein Glück mehr haben" (O-Ton Toni Polster). Ach ja - gut, dass es am kommenden ZAT gegen CD O Higgins geht. Nur so... :)
Trostlos fühlt sich dieser November mal wieder an. Unsäglich kurz werden die Tage, unsäglich lange die Zeit hinter verschlossen Türen. Gut, dass der südamerikanische Kontinent hier den notwendigen Kontrast zur zentraleuropäischen Tristesse bietet. Der Fühling erwacht, die Vegetation beginnt, die Tage werden länger. Bringen wir es auf einen Punkt: das Verlangen nach mehr ist einfach wieder vorhanden.
Gut, dass
da die ersten entscheidenden Woche der chilenischen Eliteliga vor uns liegen. Ein letztes Mal sind nur zwei Partien an einem Wochenende zu spielen, bevordas Sandwich-Dasein seinen Lauf nimmt. Ein Heimspiel umscheicheichelt von zwei Auswärtsppielen oder aber ein Auswärtsppiel malträtiert von zwei Heimspielen, so lautet dann das Programm der Teams aus dem Westen Südamerikas. Wehe dem, der schon früher zu großen Taten ansetzt.