Miese Stimmung in Südafrikfa. Die einzige Nation des afrikanischen Kontinents mit sportlichem Niveau und einer zweiten Liga und nichts rührt sich in und um die Liga. Woran es liegt? Ist der umtriebige Santa daran beteiligt? Sicher, seit Wochen redet Santa unentwegt von sportlichen Erfolgen und nichts geht voran in der Witbank. Und nicht nur das: hat schon jemand mal daran gedacht, dass der Ausspruch Der Aufstieg ist unser!" überhaupt keinen
Sinn macht? Aber so einfach wird die Rechnung nicht sein. Ein Tierversteher wie Santa benötigt halt nur einen entsprechenden Widerpart. Keine phantasielosen(!) Omas, kein monoton berichtendes Kanonenfutter. Giraffenzüchter, Flohzirkusbesitzer, Hamsterdompteure oder auch Nilpferdmasseusen, das wären die passenden Wiederparte! So, und jetzt zurück zum Ligageschehen: 1x gewonnen 1xverloren, nächste Woche das selbe Spiel. Der Aufstieg ist unser!
Eine abermals tierische Woche beschäftigt die lokalle Presse in Südafrika. Nicht nur, dass Santa seine Mannen aus der Witbank dem lokalen Zoo zu Versuchszwecken zur Verfügung stellt, auch die allgemeine Stimmungslage nähert sich mehr und mehr dem Befinden der lokalen Tierwelt: gereizt und angriffslustig.
Nach jahrelangen Streit mit der lokalen Forschungsgesellschaft wurde endlich dem Ansinnen stattgegeben die tierischen Fähigkeiten mit denen gestandener Profifußballer abzugleichen. Weshalb hier die Wahl auf die Balck Aces fiel erscheint natürlich rätselhaft, doch ändert dies nichts an dem Vorliegen erster Ergebnisse in diesem neuen Bereich der Wissenschaft.
Strategisches Denken - Profifußballler vs. Wale:
Zielgenaue Ortung stellt entsprechend des Versuchaufbaus ein größers
Probleme für den Menschen mit Ball am Fuß dar. Wo der Wal zielsicher Gegenstände und Artgenossen oren kann, mangelt es dem Menschen oft schon an der punktgenauen Zustellung auf kleinstem Raum. Häufig müssen sich Zuschauer im angrenzenden Zuschauerberich als Passempfänger betätigen.
Kunst oder die B-Note- Profifußballler vs. Pfau:
So sehr sich der Pfau auch anstrengt, die Grazie eines soeben erfolgreichen Stürmers wird dieser nicht erreichen. Zwar ist die Zuschaustellung beim Tier einzig den weiblichen Artgenossen gewidmet, wohingegen dies beim Profifußballer häufig nur schwer einzuschätzen ist, doch Kreativität, zügellose Verhalten sind trotz allem hier eindeutig der Gattung Profifußballer zuzuordnen.
Unentschieden also bislang... Der Aufstieg ist unser!
Blaue Pillen, grüne Pillen... rote Pillen, rosa Pillen!
Die Naturheilkunde findet mehr und mehr Anhänger... in Europa. In Afrika versucht man endlich Abstand davon zu gewinnen, dass Beinbrüche durch Affenblut, Fieberanfälle durch Spinneneier und Impotenz durch Krokodilshoden zu heilen sind. Die Witbank und dessen Stolz, die Profis der Black Aces, versuchen deshalb, wie so oft, als gutes Vorbild voranzugehen. Eine Optimierung des Blutes führt der moderne Afrikaner dann halt doch durch Zuführung chemischer Hämmer, eine Steigerung der
Konzentrationsfähigkeit bewirkt eben doch die Einnahme grüner Pillen und eine Steigerung der Potenz wird nur durch die Einnahme blauer Pillen einen gewagten Giraffenritt erreicht.
Mit großen Erwartungen werden demnach auch die nächsten Aufgaben angegangen. Kein Wunder, plätschert die Saison der Aces doch eigentlich auch mehr oder weniger vor sich hin. Auswärtsniederlage, Heimsieg, Auswärtsniederlage, Heimsieg... Soll es so weitergehen? Der Aufstieg ist unser!
"Eine ruhige Saison soll es werden. Ein kontinuierlicher Weg zur Tabellenspitze." antwortet ein sichtlich zufriedener Santa nach den ersten Spielen der Saison. Unspektaktulär, nicht anders lässt sich das Spiel der Black Aces vom Wochenende beschreiben. Auswärts ist man mehr oder weniger mit einer Reservistentruppe angetreten. Einzig die Rückkehr des kasachischen Stareinkaufs nach überstandener Schönheits-OP am Haaransatz sowie der neue Ausgehpullover von Santa erzeigten Schlagzeilen. Die fünf Gegentore schienen eingeplant.
Zu Hause dann das übliche Programm mit rochierenden Außenstürmern, kopulierenden Innenverteidigern,
spielsüchtigen Sechsern und einem melancholischem Torhüter. Die Trainerbank wurde neben Santa von einem Medizinmann, drei Hebammen, dem örtlichen Finanzbeamten sowie dem(?) afrikanischen Zwergaffen bevölkert. Die Ehrentribüne, sonst üblicher Treffpunkt der lokalen Prominenz, sprich dem Kirchenvorstand sowie dem Ehrenpräsidenten des lokalen Sparclubs und seiner Entourage, wurde dieses mal bevölkert vom "Club der Ballistiker", hatten diese doch den sonst so schächelnden Torhüter das dringend notwenige Fachwissen zur Abwehr von Fernschüssen (>10 Meter) beigebracht. Alles in Allem also ein Sammelsurium mit Erfolgsgarantie. Der Aufstieg ist unser!
... und Santa, das scheint eine Verbindung für die Ewigkeit zu werden. Jahr um Jahr scheitert der ambitionierte Trainer am Vorhaben der ersten Liga näher zu kommen. Auch in dieser Saison befand sich das vom ehemals skandalträchigen Schreiblering trainierte Witbank Black Aces nicht mal in der Nähe der Plätze, die zum Träumen berechtigen. Unentschieden an Unentschieden reihte sich
zwischenzeiltich in die Erfolgsbilanz, so dass der Abstand stetig zunahm. Da half auch ein recht ansehlicher bisheriger Abschluss der Rückrunde nicht viel - mehr als das Legen der Grundlage einer guten Ausgangsbasis für die folgende Saison ist einfach nicht drin. In der kommenden Saision erhofft sich dann auch nicht nur das Präsidium der Black Aces eine stärkere Integration von Santa in das Ligageschehen.
Santa vor derm Absprung? Nein, nicht das nahende Weihnachstfest, sondern vielmehr die erschreckende sportliche Bilanz des Teams aus der Witbank lassen schlimmstes vermuten. Vier Versuche auf fremden Plätzen endeten viermal mit dem unbefriedigenden Ergebnis eines Unentschiedens. Der mitdenkende Leser schließt jetzt sicher auf eine recht einseitige Strategie des Trainertölpels aus der Witbank. Aber der Trainer brachte es vielmehr zustande fünf Unentschieden, ja auch in der Heimat gelang ein Unentschieden, mit
fünf verschienden Entständen zu produzieren. Wenn da mal nicht höhere Kräfte am Werke sind.
Dass Santa jetzt das Saisonziel der Erreichung der fehlenden Ergebnisse ausgibt ist wohl trotzdem nicht zu erwarten. Wenns trotzdem interessiert: ein 1-1 und ein 6-6 fehlen noch. Und ein Fehler hat sich auch in die Berichterstattung eingeschlichen. Einmal gelang sogar ein Auswärtssieg. Denn letzte Woche hatte man gar nicht erst versucht auf fremden Platz zu punkten, und wie lautete dann das Ergebnis: 0-0!
"Jetzt sind wir mit den restlichen Teams auf Augenhöhe", so ein sichtlich aufgekratzter Santa nach einem Wochenende, das es aus sportlicher Perspektive in sich hatte für die Spielsüchtigen aus der Witbank. Nicht nur, dass der Tabellenführer Alexandra sich als ein ebenbürtiger Gegner herausgestellt hatte, auch die bisher wenig erfolglosen Kicker des Nachbarvereins von Ajax Amsterdam
aus der Cape Town konnten auf fremden Platz nicht besiegt werden. Auf die private Zufriedenheit angesprochen kommt der Trainer auch schnell zum Punkt: "Sex habe ich auch genauso wenig, wie alle anderen, hier. Die Oma redet immer nur groß daher!" Viele Tore, keine Punkte, dicke Eier, wenig Liebe. Kein Wunder, dass Santa trotz baldigen Beginns der Sommerzeit derzeit wenig Spaß an seinem Beruf findet.
Da bietet man sich an und nichts passiert. "Ein Gefühl, als wäre man die einzige Dame in der Schwulensauna, oder aber Stürmer beim FC Bayern, oder, ja, SPD-Spitzenkandidatbei der Landtagswahl.", so beschreibt Santa seine Gefühle nach der zurückliegenden Woche. Nicht ein Verein in Südafrikas Unterhaus meldete sich auf das Angebot der freundschaftlichen
Unterstützung im Kampf um den Aufstieg in die Eliteklasse Afrikas. "Dann bleibt uns wohl nichst anderes übrig als unsere Kondition zu horten. Vielleicht können wir sie ja am Ende gegen Treuepunkte eim lokalen Freudenhaus einsetzen. Vielleicht, aber nur vielleicht, setzen wir sie aber auch ein, um den jetztigen Tabellenführer etwas zu ärgern. Schön wäre es ja schon."
"Nichts als Vorgeplänkel!", so schätzt Santa die zurückliegenden Spiele des südafrikanischen Unterhauses ein. Doch wie ist nun vorzugehen. Soll man sich Feinde machen, damit diese irrationale, unvernünftige Strategien wählen? Sind Verbündete zu suchen, die einem im Aufstiegskampf durch "freundschaftliche" Hilfe den nötigen Vorsprug besorgen?
"Wir bieten uns an.", erwidert der Trainer der Witbank Black Aces auf die Frage der Presse nach der eigenen Rolle. Die nicht wenig verduzte Presse wusste darauf nur wenig zu entgegnen außer einem tiefen Entsetzen über das geringe Selbstbewusstsein. Wo soll der Weg nun hinführen, da sämtliche Ambitionen auf einen Aufstieg in einer einzigen Passage negiert wurden.
Hummeln im Hintern. Nicht anders lässt sich der Zustand von Santa und seiner Truppe beschreiben."Auf zu neuen Abenteuern. Raus in die Wildbahn. Köpft die Giraffe!" schallt es über den Trainingsplatz der Black Aces. Wer hier ein grenzdebiles Verhalten vermutet liegt richtig. Die Saisonpause musste genutzt werden und so liegt neben kräftestärkenden Elefantenmilchbädern die Verköstigung sinneserweiternder Nahrungsmittel hinter der Elf aus der Witbank. Neben überreifen Afrikadatteln wurden Hoden und Euter verschiedener einheimischer Tiergattungen verzehrt. Welchen Nutzen die Aktionen bringen sollen ließ Santa offen, doch sein chronischer Pessimismums ist dahin: "Der Aufstieg ist unser!"
Wer kennt dieses Gefühl nach Nähe, nach körperlicher Geborgenheit, nach stillem Seelenverständnis nicht? ... "Ähm, ich..." Anerkennung, Gemeinschaftsgefühl, gegenseitiger Respekt, das sind doch wichtige Faktoren, die eine Mannschaft zusammenhalten... "Ähm, nein..." Den Spielern einen Plan vorgeben, ihnen aufzuzeigen, dass man sie braucht, ihnen ein positives Grundgefühl mitzugeben, sehen sie darin ihre Aufgaben? ... "Sicherlich nicht..." Sportlicher Erfolg ohne System, Motivation ohne Bestätigung, Mannschaftsgefühl ohne Gruppendynamik, wie soll das denn funktioniern... "Durch Angst! Nur durch Angst, wenn Sie das verstehen." So Trainer Santa im Interview mit seiner Tochter.
Wenig bleibt Santa derzeit erspart. Die Auswärtsschlappe gegen die Großkopferten aus dem Busch war erst der Anfang einer durch und durch misslungenen Woche. Am Montag nach dem enttäuschenden Wochenende musste der Trainer der Black Aces feststellen, dass nur drei Spieler seiner Mannschaft zum Training erscheinen konnnten, die afrikanische SpielGelbsucht hatte mal wieder zugeschlagen, am Dienstag offenbarte die Ehefrau, dass sie den ehelichen Pflichten nur noch
unter Protest, was auch immer das heißen mag, nachkommen wird, am Mittwoch beendete der lokale Pizzaservice die stete Belieferung von Bier, Wein und WeibPizzen und am Donnerstag mussten die Schulden beim persönlichen DrogenkurierSteueramt beglichen werden und wo kein Geld ist, da muss das eigene Auto als Zahlungsmittel dienen. Da stand er da, der ach so unglückliche Santa und flickte den Fahrradreifen seines schon lang nicht mehr benutzten Gazelle-Tretesels.
"Tiefenentspannt, konzentriert und entschlossen.", so beschreibt Santa seinen Gemütszustand nach den ersten Partien in Südafrikas Unterhaus nach langer Pause. "Qualität, Souveränität und die Aces-Taktik.", zeichnet die Mannschaft in ihrem Kampf um den Aufstieg aus, wobei dieses Jahr besonders große Hoffnung auf die Ausgewogenheit der Auswärtsbemühungen gelegt
wird. "Charakter, Stil und der Witbank-Effekt." unterscheidet die Mannschhaft von den anderen Clubs an der Südspitze des südafrikanischen Kontinents. Und wie sind nach Meinung des Trainers der Witblank Aces die Konkurrenten um den Aufstieg in die Castle Premiership zu charakterisieren: "Alte Fregatten, Marketingfutzis und Bela Rethy-Verschnitte!"
Nein, den Südafrikaner befällt so schnell nicht die algerische Lamoyanz und Unbeweglichkeit. Nur wenige Tage nach der Wiederbelebung des Ligensystems unter einem neuen Regenten tummeln sich altbekannte Gestalten rund um die Fußballplätze südafrikanischer Metropolen. Zudem sind Weitgereiste von der Strahlkraft der südfrikanischen Mentalität in Bann gezogen worden, so dass neben dem Geborgenheitsgefühl (ja, im ersten Südafrika-Artikel nach über einem Jahr muss auch mal die sensible Seite gezeigt werden)
auch die erfreute Ungewissheit das Seelenleben von Santa, dem Trainer der Witbank Black Aces, prägt. Santa, der Neotrainer der Saison 25, der in nur wenigen Monaten dem südafrikanischen Zweitligafußball zwar keinen sportlichen, doch aber einen kriminellen Stempel aufgedrückt hat, tat kund, dass er nun erstmal dem sportlichen Bereich seine volle Aufmerksamkeit schenken wird. Inwiefern solche Aussagen des umtriebigen Managers für bare Münze genommen werden können, bleibt dem Urteil eines jeden selbst überlassen.
"Zungentartar vom südafrikanischen Steppenkrokodil, Hirn vom Kreuzafffen sowie Insektenkokon", so lautet die Gangabfolge des Banketts anläßlich des Gastspiels der Witbank Black Aces bei Jomo Cosmos. Ungewöhnlich? Nein, vielmehr eine übliche Speisenfolge im Rahmen der Gastspiele der Elf von Santa im südafrikanischen Unterhaus. Allgemein werden die Kicker zudem noch von exotischen Tieren und Tänzern begleitet. Doch dieses mal erspart man sich solche Mühen, geht man doch von einem kurzen Aufeinandertreffen mit der lüsternen Oma und ihren Mannen aus. In der langen Frist zahlt sich halt doch nicht nur das Standvermögen, sondern auch die Zielstrebigkeit aus.