So die ersten sechs Türchen vom Adventskalender sind geöffnet, der Nikolaus war heut auch da, dann kann es ja endlich bergauf gehen mit dem AS St.Etienne. Les Stéphanois, was waren da nicht für Hoffnungen da, doch jetzt will wohl Beat Uhse ganz kleine Brötchen backen, und an seinem vorgegebenen Saisonziel festhalten. "Internationaler Startplatz, das ist unsere Vorgabe, nicht weniger, doch insgeheim mehr. Das heisst wir wollen schon ab und zu dem einen oder anderen
richtig weh tun. Sonst werden wir dort vorne auf Dauer uns nicht halten können." So Beat Uhse auf einem kurzen Presseauftritt im Klubheim bei den Grünen. "Ach so, und wenn sie mich nach dem Meisterfavoriten fragen, die Antwort wissen Sie schon. Alles andere als Nili Nil wäre auch diese Saison eine echte Überraschung." Dann ging Beat locker pfeifend die Kickstiefel über die Schulter geworfen von der Pressetribüne herunter und zwinkerte den anwesenden Journalisten zu.
Ce devait être la saison de la reconquête ; une certaine désolation a persisté. Après le crash de la premiêre , l'équipe de AS St.Etienne est escortée des mêmes questions : pourquoi si peu de buts ? Pourquoi semble-t-elle incapable de se lâcher ? Pourquoi autant de signaux inquiétants et si peu de matches probants ? Beat Uhse a la réponse. Il l'a donnée dans le journal de copamundial avec une petite phrase : «C'est une équipe qui a des talents, mais ce n'est pas une équipe de talent». On comprend que si les Verts jouent avec le frein à main, c'est de la faute du sélectionneur qui ne parvient pas à faire «une équipe». Pas celle des joueurs, qui sont «des talents» confirmés. Sur les Verts, chacun dresse le même constat : ces joueurs-là sont moins bons, moins engagés, moins
relâchés en sélection qu'en club. La recherche des responsabilités a été le fil rouge de la saison dernière et il est assez étonnant de voir le patron de la ligue 1 charger indirectement le sélectionneur avec autant de retard. La défaite en Metz, il y a un an, où l'équipe était apparue comme sans repère, donnait bien l'impression que le sélectionneur avait perdu le fil de son action. Un revers comme celui de Olympique Lyon, il y a beaucoup de temps, confirmait aussi que les principes de jeu n'avaient pas changé, malgré la demande fédérale. Ce match avait donné en spectacle une équipe qui se brûlait les pieds au contact du ballon, obsédée par l'idée du replacement avant même d'avoir tenté quelque chose. Depuis, les choses ont un peu bougé...nous ésperons le mieux.
Nun im übertragenen Sinne, denn die Physiognomie der Spieler ist die gleiche geblieben im Stade Geoffroy-Guichard. Der AS St.Etienne geht wohl eher wieder schlechteren Zeiten entgegen. Und das kurz vor der Herbstmeisterschaft. Die Association sportive de
Saint-Étienne Loire unter ihre Präsidenten Bernard Caïazzo hat Gespräche mit dem ehemaligen Trainer Alain Perrin geführt und dies heimlich. Nach einer rasanten Fahrt an die Tabellenspitze am siebten Spieltag hat sich St. Etienne aber nun wieder auf dem
realistisch vom Trainer geschätzten sechsten Platz eingefunden. Auf die Frage, ob er schlimmeres befürchte, nachdem sich die "Klubleitung" mit Alain Perrin getroffen hat, meinte Beat Uhse "Ja. Schlechters Wetter." So leicht lässt sich das Schweizer Urgestein deshalb nicht beeindrucken, weil irgendwelche Präsidenten irgendwelche Ex-Trainer treffen. Jetzt warten wir mal die Herbstmeisterschaft ab und dann schauen wir, dass es ein paar Weihnachtsgeschenke gibt und dan wird alles schon wieder besser aussehen, so Uhse.
Das war die grosse Frage die sich Beat Uhse gestellt hat nach dem letzten Spieltag. Jede Menge Ablenkungsmanöver der auf dem ersten Platz der Wettanbieter geführten Mittrainer um die Meisterschaft in der Ligue 1, Herr Nili Nil, will partout irgendwelche Stadionprobleme hervorheben um seine Stärke zu kaschieren. Paris St.Germain dagegen darf man auch nicht aus den Augen lassen mit dem Kollegen Weinmann. Puessi sieht dagegn schon erste Verschwörungstheorien mit Absprachen zu einer monegassischen Meisterschaft, zu dem ich nur
sagen kann, ich will auch vorne mitreden. Gefährlich scheint Beat Uhse vor allem Olympique Marseilles donmh1 zu sein. Die treten sehr verhalten auf und warten nur bis sie zuschlagen können. Und sicherlich auch nicht aus den Augen lassen darf man Sochaux mit W.Power, der Bruder von M.Power mit dem sich wiederum Beat Uhses Cousin zweiten Grades in Peru um die Meisterschaft streitet. Beat sieht sich vor. Mit einer ganz gewievten taktik, die er einem Altmeister abgeschaut hat wird er in die nächsten Runden gehen. Cheerio, viva Grischa!
"Ehrlich gesagt kotzt mich das voll an. Ich habe der Mannschaft ausdrücklich gesagt, dass Sie vor den wichtigen Spielen kein Käse-Fondue essen soll, und jetzt das. Nicht mehr auf Platz 1 und das auch noch zu Recht. Die halbe Mannschaft ist mit totaler Magenverstimmung im Spieltief." Beat Uhse war ausser sich bei der letzten Pressekonferenz. "Wie kann man nur so dumm sein. Mitten hier im schönen Frankreich, mit unter Bauchweh klagenden Spielern zu sitzen und dann kein Arzt weit und breit. Beide
Teamärzte in Australien, Algerien und weiss der Kuckuck wo. WIe soll ich die Mannschaft bis zu den nächsten Spielen wieder fit kriegen?" "Könne die nicht was leicht verdauliches vor den matches einnehmen, wie einen Riz Casimir oder so was ähnliches. Ich hab keine Ahnung. Und ausserdem, ehrlich gesagt bin ich total müde , weil meine kleine Tochter mich Nacht für Nacht aus dem Schlaf holt und morgens um zwanzig vor sechs auf der Matte steht und mit mir spielen will. Ich geh jetzt schlafen. Bonne nuit."
Beat Uhse wurde ganz schwindelig nach dem er nach dem letzten Spieltag die Zeitung aufschlug und die Tabelle der Ligue 1 betrachtete um seine Mannschaft zu suchen, dachte er zuerst. "Scheisse, die haben uns vergessen. Kann nicht wahr sein, wir stehen nirgends, halt doch. Wir stehen ja ganz oben. Was soll denn der Quatsch? Warum spielen, denn die anderen nicht besser? Platz 1, ne, nicht wirklich. Na gut, wir hatten aber auch sehr viel Heimspiele und die Saison ist
noch verdammt lang. Da muss man schauen, dass einem nicht die Puste ausgeht. Nun, wenn wir schon oben stehen, dann ist es halt so." Dunkel erinnerte er sich an die Worte seines ersten Lehrers "Junge, wer oben steht kann nur runter fallen." Na dann versuchen wir eben weich zu fallen. Vielleicht mit ein paar A6 od. doch lieber mit ein paar A0s ? Die Zeiten der Taktikmeisterschaften scheinen nun zu beginnen. Und das Gros der Ligue ist nicht zu unterschätzen.
Beat überglücklich über seine beiden gewonnen Heimspiele mit 4:2 und 4:3 schmunzelte genüsslich in die Mikrofone der Presskonferenz. Wie er denn seine Jungs so gut einestellt hätte, dass sie die Spiele so knapp für sich entscheiden konnten. "Mit Konditionstraining und Älpler Magronen." "Mit bitte was?" "Na Konditionstraining werden sie kennen, aber das verbraucht ordentlich Energien, und diese Energien laden wir wieder auf mit Älpler Magronen." "Und was verbirgt sich hinter dem Begriff." "Also sie brauchen 2 Liter Wasser, 1 EL Salz, 400 g Kartoffeln, 250 g Makkaroni (eben Älplermagronen), 1 dl Milch, 2 dl Rahm (Sahne), 150 g geriebenen Käse, Salz und Pfeffer, 2 EL Butter, 3 Zwiebeln und Muskat. Die Zubereitung ist ganz einfach. Das Wasser aufkochen und mit Salz würzen. Die Kartoffeln
waschen, schälen, abspülen und in gleichmäßige Stücke schneiden. Die Kartoffeln ins kochende Wasser geben. Die Älplermagronen beifügen und auf kleiner Stufe 10 – 15 Minuten kochen. Gut abtropfen lassen. Milch, Sahne und Reibkäse aufkochen lassen und mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen. Die Kartoffeln und Magronen beifügen, sorgfältig mischen und erwärmen. Evtl. Reibkäse lagenweise mit den Älplermagronen anrichten. Die Bratbutter erhitzen. Die Zwiebeln in feine Streifen schneiden, zugeben und hellbraun rösten. Über die angerichteten Älplermagronen verteilen. Dazu isst man leckeres Apfelmus." Staunend verliessen die Reporter die Presskonferenz, zum Teil mit wässrigem Mund. Beat ist also nicht nur ein Taktikfuchs, sondern auch ein Bonvivant, der die Haut Cuisine de la Suisse vertritt. Bonne apettite!
Beat Uhse könnte eigentlich zufrieden sein mit dem ersten Spieltag. Ein wahres Feuerwerk brannten seine Jungs gegen Amiens ab, 5:0 stand es am Ende. Sicherlich hatte Beat damit gerechnet, dass der Interimstrainer aus Arsenal die Mannschaft von Amiens trainiert, doch in letzter Sekunde vor Saisonstart nahm das Trainerurgestein puessi sich der Amiens an. Doch anscheinend konnt er seine Jungs auch nicht mehr richtig einstellen. Geblendet von dem hohen Sieg fuhr man also ins Fürstentum zu Nili Nil und hatte grosses vor, doch es kam mal wieder anders. Anscheinen haben einige der Stéphanois-Spieler zu lang im Spielcasino gesessen oder sich berieseln lassen von alten
Grace-Kelly-Filmen, denn auf dem Platz ging nämlich gar nichts. Wieder einmal hat man dem alten Taktikfuchs Nili Nil zu viel Respekt gezollt und sich von seiner Mannschaft den Schneid abkaufen lassen. Der Blick geht nach vorn. Mit Lyon und Nantes kommen zwei Trainerneulinge nach St.Etienne, zwei Heimspiele, zwei Siege? Schauen wir wie Beat seine Jungs motiviert nach dem desaströsen Ausflug nach Monaco. Ihm bleibt immerhin in St.Etienne nach dem Spiel der Weg zu seiner Lieblingswürstelbude, eine österreichische Einrichtung, geführt von einem Deutschen mitten in Frankreich, wo er den in der Überschrift formulierten Satz loswerden kann. Bon appetite!
Gespannt war man auf die erste Pressekonferenz von Beat Uhse, dem neuen Schweizer Trainer des AS St.Etienne, der auf eine lange europäische Trainerstationenreise zurückblicken kann. Alles angefangen hatte es bei Cocordia Basel, dann ging es auf das Kleinfeld nach Kriens. Wo am Fusse des Pilatus der SC Kriens unter Beat Uhses Fittichen es immerhin in die europäischen Viertelfinals geschafft hatte, nach dem er eine Saison zuvor schier abgestiegen wäre. Dann der ominöse Zwischenaufenthalt beim spanischen Erstligisten CF Cadiz, welchen Uhse nur drei Spieltage, ebenfalls vor dem sicher geglaubten Abstieg rettete. Wohl zu Stande gekommen aufgrund der Nähe zu seinem besten Freund Yazid, dem Trainer des algerischen Erstligisten USM Annaba. Und jetzt also der Ruf der Stéphanois, im ehrwürdigen
Stade Geoffroy-Guichard, den bis heute erfolgreichsten Verein im französischen Profifussball zu übernehmen. "Ja, es stimmt, es war immer eine Herzensangelegenheit, diesen Club einmal trainieren zu dürfen. Wir sind gut vorbereitet, mit meinen Spielern war ich im Höhentrainingslager in den Schweizer Alpen, das hat uns eine hervorragende Kondition gebracht. Zu den ersten Spielen beziehungsweise unseren Gegnern kann ich sehr wenig und sehr viel sagen. Von Amiens weiss ich nur dass sie interimsmässig vom englischen Arsenal Co-Trainer betreut werden und von Nili Nil könnte ich mehrbändige Abhandlungen über seine Taktik schreiben, so gut kenne ich ihn. Das wird ein grosses Spiel in Monaco, wenn nicht das vorweggenommene Highlight der Saison für uns. Hier geht es um alles oder nichts. "