Der Dauerregen war nicht sonderlich hilfreich für Hadschi Halef. Während er versuchte, seinen durchnässten Turban wieder in eine ansehnliche Form zu bringen, fluchte er leise vor sich hin. Denn sein Ziel war es, den Outlaw Olscharatätärätätä zu finden und ihm das verendete Pferd vom Silbersee zu verkaufen. Und wenn er genug Geld locker macht, kriegt er ein paar Lastkamele auch noch! Anfangs war die Spurensuche leicht, so hatte Olscharatä…. Deutliche Fußspuren mit seinem Steckenpferd hinterlassen. Doch in diesem Wolkenbruch waren sogar diese Spuren nicht mehr zu entdecken. Also beschloss Hadschi Halef, einfach wieder nach Hause zu reiten und abzuwarten, was kommt. Mit einem kräftigen „Inshalla“ trieb er sein Kamel zurück Richtung belgrad. Die bettelnden Gestalten zwischendurch beachtete er nicht weiter. Sollen sich die Deppen doch wo unterstellen. Der eine schaut überhaupt aus wie ein georgischer Teppichhändler! Ist die SM-Welt zu hart für dich, bist du zu schwach, lieber Freund! Und Hadschi hat
echte Perserteppiche, da braucht er keine Fälschungen.
Als Hadschi Belgrad City betrat, fiel ihm vor dem schlechtesten Saloon Belgrads ein Steckenpferd auf. Sollte ihm das Glück doch noch hold sein? Wieviel sollte er von Olschara verlangen? Mindestens einen seiner beiden goldenen Colts! Der würde sich gut neben Hadschis goldenem Ei machen. Als er eintrat, bot sich ihm ein wirklich grausames Bild. Die „fettigsten CanCan-Tänzerinnen des Landes“ hüpften auf der Bühne herum, Betrunkene lagen in ihrem eigenen Erbrochenen (vielleicht haben sie sich auch nur aufgrund des Anblicks auf der Bühne erbrochen), und der Barkeeper versuchte gerade, den italienisch stämmigen Sheriff Paolo Maldini davon abzuhalten, die Bar zu plündern. Gerade als die Vorstellung aus war, sah Hadschi Halef Olschara in der ersten Reihe sitzen und eine ziemlich ekelhaft aussehenden Burger essen. „Ich hab dir ein Geschäft vorzuschlagen!“ wollte Hadschi eigentlich sagen. Doch dann fiel sein Blick auf die neueste Attraktion in diesem Saloon…..
Belgrad, Silbersee – Es war ein imposantes Bild, dass sich TC bot, während er seinen Rotschimmel Zora von hinten bestieg.
„Diese verfluchten Idioten! Sollen die sich doch die Köpfe einschlagen, das ist mir doch egal. Aber einfach diesem blöden Gaul den Zettel mit meiner Taktik für diese Saison zu fressen geben, das geht doch nicht! Ersticken soll der dran! Deswegen hab ich sogar gegen Schnicks nur unentschieden gespielt.“ Hadschi Halef war am Boden zerstört und versuchte, Jaquy Lugner, dem von fenris und Bernd mißbrauchten Pferd, den Zettel wieder aus der Kehle zu holen. Doch alles, was er zu fassen bekam, war ein Brocken verschleimtes Gras. Vielleicht kann
Hadschi den blöden Gaul noch an Olscharatätärätätä verkaufen. Der kauft doch alle Huftiere, die nicht mehr ganz fit sind. Und besser als das Steckenpferd, auf dem er grad Richtung Belgrad vorbeigehüpft ist, ist es allemal.
Währenddessen stritten sich Bernd und fenris mal wieder gewaltig. Bernd hatte doch tatsächlich gewagt, fenris seine High Heels zu stehlen und damit 2 Monate herumzulaufen. Und da Bernd ca doppelt so schwer ist wie fenris, hat dies den Schuhen nicht allzu gut getan. Seit Bernd von sich behauptet, ein Indianer zu sein, wird er immer merkwürdiger!
Hadschi machte sich kopfschüttelnd zu seinem Kamel auf und lies die beiden Spinner steitend zurück.
Hadschi Halef ist verwundert. Anscheinend geht es Bernd, formally known as W., ehemals Brot, oder auch der große Schweiger, immer noch nicht gut. Denn er hält sich jetzt für einen Indianer namens Ruhiger Wolf. Dabei weiß doch jeder in der SM, dass der einzige Indianer, den es in der SM geben darf, der Kamelpfleger von Hadschi Halef ist. Doch das ist nicht die einzige Neuerung in der SM. Es gibt schon wieder drei
Neue, die sich aus der Druga Liga raufwagen. Einer davon ist ein Glory Hopper namens Sota Irgendwas – auch bekannt als der Quotennigga. Ob dieser wirklich eine Bereicherung ist, wird sich zeigen. Erste Berichte deuten aber darauf hin. Die weiteren Neuen sind ein Hans Wurst, der den Kultklub Proleter Zrenjanin in die Erste führte, und der Buchstabierer, der einen weiteren Hauptstadtklub mit dem Rad nach oben brachte.
Eine der spannendsten Saisonen in der härtesten Liga der Welt näher sich dem Ende. Spannend deshalb, weil einfach jeder zumindest einmal Sch… gebaut hat. Daran ist ja prinzipiell nichts verwerfliches, wenn nicht durch die Unfähigkeit der Trainerschaft solche Kellerkinder wie Fenris oder schweigende Schlammlochfetischisten wie Bernd auf einmal die besten Meisterschaftschancen haben. Und auch das Barisic so weit oben zu finden ist, kann sich kein vernünftiger Mensch erklären. Dagegen muss HHOBHAAIHDAG was machen. Aber das geht natürlich erst
nächste Saison. Denn diese Saison hat er wieder mal in den Sand gesetzt. Teilweise durch eigenes Unvermögen – eine Heimniederlage gegen Fönris- teilweise durch übermäßige Gewaltanwendung der anderen Trainerkollegen. Es kann daher nur besser werden in der nächsten Saison. Auch wenn nächste Saison wieder in paar unberechenbare Neulinge aufgestiegen sein werden. Und da sind ja immer in paar verhaltenskreative Exmplare dabei. Zumindest die Saisonpause wird Hadschi genießen. Vielleicht findet sich ja ein Arzt, der das verlorene Ei wieder einsetzen kann.
Und wieder einmal sorgt die härteste Liga der Welt für Schlagzeilen. Wie heute Mittag bekannt wurde, gibt es Ungereimtheiten betreffend die letzten Spieltage der diesjährigen Meisterschaft. Einem aufmerksamen Trainer namens Hatschi (Name von der Redaktion geändert) ist bei Durchsicht aller Statistiken eine kleine Auffälligkeit am letzten ZAT aufgefallen. Bereits 2,08% aller Spieler haben gesetzt. Dies ist natürlich nach rein statistischen Normalverteilungskurven nicht möglich. 6,25% das ist die Zahl, die erreicht sein müsste. Dem aufmerksamen Beobachter werden gleich Parallelen zu den letzjährigen Schlammlochskandal auffallen. Nicht nur, dass 4,8 minus 4,8 nicht gleich Null
ist, nein, in der SM ist auch eine Zugabgabe mit 6,25% nicht gleich 6,25%.
Auf Nachfrage im FIFA-Hauptquartier bei Andre the Computergiant gab es mehr Reaktion als zuerst erwartet wurde. Der Chef persönlich nimmt sich dieser kleinen statistischen Auffälligkeit an. Genauere Informationen waren aber nicht zu bekommen. Es steht aber wieder in Betrugsverdacht im Raum, der vielleicht wieder die Meisteschaft entscheidet. Namen wurden natürlich keine genannt. Die üblichen Verdächtigen schwirren aber im Raum: Fenris, Bernd, wuip. Es verspricht also wieder ein heißes Finale zu werden. Wer Meister wird, ist wieder mal Nebensache. Hauptsache ist, dass die SM wieder mal ihrem Namen alle Ehre macht!
Irgendwie ist Hadschi Halef langsam aber sicher ausgelaugt. Die Saison ist schon ziemlich lange und auch die Eiersuche und der Osterstress haben ihre Spuren hinterlassen. Außerdem sollte man nicht glauben, wieviele Zusendungen Hadschi Halef wegen seines Eierporblems bekommen hat. Einerseits mitleidende Männer (zB Zoran F.: Lieber Hadschi, sei froh, dass du wenigstens noch ein Ei in der Hose hast! Ich hab gar keine Eier in der Hose und alle nennen mich deswegen einen Schweden!); andererseits auch Frauen, die unbedingt austesten wollten, ob
auch mit einem Ei alles noch funktioniert (Vielleicht fühlt sich Hadschi deswegen auch so ausgelaugt).
Außerdem ist er immer wieder erstaunt, wie leicht es manchen Kollegen gemacht wird, in der Tabelle nach oben zu kommen. Pellegrini glaubt, nur weil er ein Neuling ist und schön brav tut, kriegt er nicht die wahre SM zu spüren. Und Bernd versucht aus seinem Frustabtauchen gleichzeitig auch eine Unsichtbarkeit für die Konkurrenz zu machen. Noch gibt die Tabelle den beiden Recht, aber Hadschi hofft auf die wahre SM!
Ein überraschender Tabellenführer nach dem ersten ZAT. Der FK Sartid steht dort, wo er ganz sicher nicht hingehört. Noch überraschender ist der zweite Platz. Dort findet man den Aufsteiger aus wo auch immer, der überaus aggressiv in die Saison gestartet ist. Vielleicht hofft man, sich auf diese Weise einen Namen zu machen und etwas mehr Bekanntheitsgrad zu erreichen. Hadschi Halef hat sich zu diesem Zweck jedenfalls schon einen neuen Plan von Serbien und Montenegro gekauft, damit er den Quotennigga auch auf der Karte findet. Außerdem sind da manche Klubs markiert, die schon lange nicht mehr in der SM spielen. Die beiden Hajduks zum Beispiel. Oder Cacak – zumindest ab nächster Saison.
Ja was ist denn das? Ein neuer Tabellenführer – wie von Hadschi vorausgesagt- noch dazu ein Aufsteiger! Dahinter TC, der sich etwas übernommen hat und von schimi ein paar auf die Finger bekommen hat. Und auf Platz drei hat sich Barisic vorgeschlichen. Wie geht denn das? Ist die SM wirklich schon so weich geworden? Aber zum Glück kann man das diese Woche ja wieder schnell ändern. Interessant wird es auch für Hadschi selber. Taucht der Franzi auf oder nicht. Denn zuletzt wurde er gesehen, als er sich mit Big Geez in einer Käsefabrik getroffen hat. Big Geez ist ja bekantlich nachher wieder aufgetaucht, Franzi allerdings ist noch verschwunden. Wenn das ganze eine Wurstfabrik gewesen wäre, müssten wir uns wirklich Sorgen machen.
Belgrad – Das Osterfest naht mit grossen Schritten. Alle Menschen freuen sich darauf. Leider gibt es auch ein paar Menschen, die vom Osterfest traumatisiert sind und sich deswegen in Behandlung begeben müssen.
Ein verwirrter, bis auf den Turban nackter Mann wurde in Belgrad vor dem Stadion von Partizan aufgegriffen. Er wurde für diese Woche unter Beobachtung gestellt, da er die ganze Zeit Sätze wie: „Ostern! Ich hasse das! Da werden immer Eier versteckt!“ „Finger weg von meinen Eiern!“ „Mein Schatz!“ rezitierte. Als ihn die Ärzte mit einem Osternest konfrontierten und die darin befindlichen Süßigkeiten und Eier verstecken wollten, kam es endgültig zum Eklat. Der Mann, der sich später
als stadtbekannter Kamelzüchter und Fußballtrainer herausstellte, schnappte sich die Eier und versuchte diese am Stück runter zu schlucken, damit „sie ihm nie wieder jemand wegnehmen kann!“ Eine Röngtenuntersuchung ergab, dass sich im Magen des Patienten bereits ein Ei befand – allem Anschein nach aus Gold. Die Ärzte sind sich aber sicher, dass man ihn nach Ostern auf jeden Fall wieder entlassen kann. Dazu Dr. Sommer: „Hier sieht man wieder, wie wichtig es ist, seine Eier immer zu kratzen und sie dabei zu zählen. Sollte es zum Verlust eines Eies kommen, kann das durchaus traumatisierende Auswirkungen haben. Auch scheinbar so zwanglose heidnische Feste wie Ostern können dann schreckliche Auswirkungen haben.“
Leider gehen Hadschi diese Woche schon die guten Ideen aus. Seine kaum vorhandene kreativität hat er schon im dieswöchigen Kolumnovic ausgelebt und Fenris dadurch wieder mal Anerkennung als kolumnenschreiber gebracht. Viel mehr Anerkennung wird’s diese Saison für Fenris ja auch nicht mehr geben. Wenigstens kann sich Hadschi jetzt wieder mehr aufs sportliche konzentrieren. Und das ist dringend nötig, denn Partizan Belgrad steckt im Mittelfeld fest –
mit Luft nach oben und ziemlich schlechten Atem der Verfolger im Nacken. Nächster Gegner ist der Qpaolo, der immer noch auf Platz zwei zu finden ist. Wird diese Saison gar die Saison der QPs? Nicht, wenns nach der Wiener Connection geht. Aber leider sind die Animositäten zwischen diesen relativ schwer zu überbrücken. Und keiner konzentriert sich auf die wichtigen Aufgaben – QP bashen. Hadschi wird damit diese Woche anfangen oder es zumindest probieren.
Cacak – Es wird immer noch weiter gefahndet. Wie berichtet hatte sich letzte Woche folgender Skandal ereignet. Ein ehemaliger Meisterasstrainer der Herzen wurde von seinem Wecker 4 Stunden zu früh geweckt. Schon um 9 Uhr morgens! Von den Tätern, die seinen Wecker manipuliert hatten, fehlt weiter jede Spur.
Dazu das Opfer: „Es war schrecklich! Ich wusste nicht, wo ich war. Ich habe durch diese gemeingefährliche Attacke 4 Stunden Schlaf verloren. Die kann ich nie wieder aufholen! Und außerdem habe ich natürlich nur deswegen meinen Meistertitel noch nicht schon lange verteidigt!“ Auch die Nachbarn des Opfers waren schockiert: „So früh am Morgen dieses versoffenen Gfriß zu sehen. Meine Frau begann sofort zu weinen. Und der Hund hat seither Angst vor dem Briefträger. Normalerweise haben wir schon einen halben Tag und zwei Mahlzeiten hinter uns. Aber um diese
Uhrzeit war uns der Anblick einfach zu viel!“ Die Polizei tappt bei der Fahndung weiterhin im Dunkeln. Die üblichen Verdächtigen wurden bereits einvernommen; aber leider ohne Ergebnis. Bernd W. verweigerte strickt die Aussage. Qbat und Olschara konnten sich das Lachen nicht verkneifen, hatten aufgrund eines gemeinsamen Saunabesuchs aber ein Alibi. Paolo M. und Hadschi Halef konnten glaubhaft machen, dass sie zu solch einer technischen Rafinesse nicht fähig sind. Lediglich TC machte sich etwas verdächtig, da er die ganze Zeit über etwas von Mäusen, die die SM übernehmen wollen, fasselte. Auch eine Spurensuche am Tatort war bisher erfolglos. Eine derartige Fülle von Körperflüssigkeiten, Gerüchen und noch nicht identifizierten Rückständen wie in diesem Schlafzimmer ist der Polizei bislang noch nicht untergekommen. Es wurde sogar extra CSI, CIS und Aktenzeichen XY eingeschaltet.
Ein Tag im Leben des Hadschi Halef Omar Ben Hadschi Abul Abbas Ibn Hadschi Dawuhd al Gossarah
Um alle an seinem überaus spannenden Leben teilhaben zu lassen, darf ein Reporter den Startrainer von Partizan Belgrad, Hadschi Halef Omar, einen Tag lang begleiten. 6:00 Der Wecker ruft zum Morgengebet. Hadschi Halef fällt schwerfällig aus dem Bett auf den Teppich. Das muss genügen. 7:30 Nach einem reichlichen Frühstück folgt der morgendliche Stuhlgang. Dabei werden alle Sportzeitschriften der Stadt durchgelesen. Trotz Aufforderung nimmt der Reporter daran nicht teil. 9:00 Die Sitzung ist beendet. Ein Blick in den Spiegel, der Turban sitzt. 9:30 Hadschi Halef trifft sich mit der Mannschaft zum Training. Aufgrund des strengen Regiments, das der Trainer führt, sind alle pünktlich und hoch motiviert. Ein paar kurze Anweisungen und das Training kann losgehen. Weitere Details durfte der Reporter leider nicht sehen. Ihm wird stattdessen eine Führung durch die Titelsammlung des Hadschi Halef gewährt. Durch einige Spiegeltricks sieht die eine Meisterschale wie zehn aus. 12:00 Mittagessen. Döner macht schöner. 13:00 Die Spieler dürfen wieder trainieren,
während Hadschi halef beschlossen hat, seinen Kamelen einen Besuch abzustatten. Alle Kamele werden einzeln versorgt und gefüttert. 15:00 Die Spieler dürfen sich auf den Heimweg machen. Da diese Woche ein schweres Spiel gegen Sartid ansteht, gibt’s natürlich Sexverbot. Also wer sich mit Geerotto erwischen lässt, ist gefeuert! 16:00 Hadschi besucht Bernd W, der zur Zeit in Pflegefall ist und sich weigert, zu sprechen. Es ist ein interessanter Gedankenaustausch. 17:00 Die Post ist auch noch zu erledigen. Haufenweise Fanbriefe. Da werden rasch ein paar Autogrammkarten in die frankierten Rückkuverts gesteckt, ein paar Rechnungen übersehen und ein Brief von einem gewissen Zoran F. aufgemacht. Was sollten bloß die toten Mäuse? 18:00 Abendessen im edlen Belgrader Innenstadtpuff. Der Reporter ist eingeladen. Einige andere SM-Trainer sind ebenfalls vor Ort und lassen es sich gut gehen. Nach einigen Flaschen was auch immer lässt sich Barisic zu einem Schleiertanz hinreissen. Einfach grauen… äh himmlisch! 2:00 Sichtlich beruhigt und betrunken macht sich Hadschi Halef auf den Heimweg.
In der SM bleibt wirklich kein Stein auf dem anderen. Die Tabelle wird doch glatt von Paolo Maldini angeführt. Und das mittlerweile mit beträchtlichem Vorsprung. Wie kanns denn das geben? Zum Glück ist auf Paolo Verlass und wir werden ihn bald wieder auf seinem angestammten zweistelligen Platz sehen. Ihm folgt der alte Hase TC, der anscheinend seinen zwanzigsten Frühling erlebt. Wie oft hat man das schon bei Skiübertragungen gehört. Aber irgendwann war der Frühling dann nur noch ein laues Darmlüfterl. Aber
wo sind die Mannschaften, die letzte Saison mehr oder weniger erfolgreich waren? Fenris ist weiter dort wo er hin gehört, Bernd schweigt, bis er platzt und Qbatl ist auch am unteren Ende der Tabelle zu finden. Leider läufts für Partizan auch (noch) nicht viel besser. Aber das kann sich in den nächsten Partien schlagartig ändern. Oder Hadschi darf schon für die Druga Liga planen. Aber wie hat schon der gute alte Kaiser Franz Josef gesagt: „Wenn wir schon zugrunde gehen, dann wenigstens anständig!“
Fenris im Interview: "Ich bin nicht extrem korrupt!"
Cacak, Belgrad – Ex-Meisterasstrainer der Herzen und Schiedsrichterlieblingsschwiegersohn Nummer eins Fenris meldet sich zu den immer wieder auftauchenden Gerüchten zu Wort, er sei eigentlich gar kein Fussballtrainer und alle seine Spiele seinen geschobene Partien. Partizan News: Fenris, wie kommt es, dass gerade Sie so oft ins Gerede kommen? Fenris: Das ist eigentlich nur verständlich. Viel Feind, viel Ehr, sag ich immer. Und außerdem sind eh nur alle neidisch auf mich, weil ich der Schönste und Beste bin! Partizan News: Aber wie kommt es dazu, dass so viele ihrer Spiele, sagen wir mal, äußerst knapp und fragwürdig entschieden werden. Auch auf die Gefahr hin, das Thema zu überreizen, denken sie doch nur an die letztjährige Meisterschaftsentscheidung. Das berühmte serbische Schlammloch. Bernd W. hat sich bei der Nachstellung dieses Schlammlochs dermaßen verausgabt, dass er immer noch keine Interviews geben kann. Oder auch der Auswärtserfolg gegen Partizan. Fenris (sichtlich amusiert): Ja, der Bernd. Der verkraftet halt immer noch nicht, dass ich viel schöner bin als er. Und was das Schlammloch angeht: Schauen sie sich die Fernsehbilder des Cacakischen Senders doch noch mal genau an. Da sieht man eindeutig einen schwarzen Fleck zwischen den Torstangen. Das ist besonders gut zu erkennen, da das cakakische Fernsehen ja immer noch in Schwarz-Weiß sendet! Und was den kleinen Hadschi betrifft, der hat halt bekommen was er verdient. Und das schon vor dem Match! Partizan News: Das klingt ja fast so, als ob die bereits vor diesen Skandalen
verwendete Bezeichnung Günstling der serbischen Wettmafia vollends zutrifft. Und wiederholt wurden sie in Begleitung des Präsidenten der serbischen Schiedsrichtervereinigung gesehen. Das wirft doch ein schiefes Bild auf die Unabhängigkeit der Schiedsrichter. Fenris: Ach so! Ja klar ist das vereinbar. Der Präsident ist objektiv betrachtet ein großartiger Kartenspieler – nicht nur mit roten und gelben Karten, wenn Sie verstehen, was ich mein. Und da ich da ja selbst ziemlich bewandert bin, hab ich ihm ein paar „Freunde“ vorgestellt. Sein Talent habe ich halt als einer der Ersten erkannt. Und iergendwo muss er sein Geld ja her haben! Partizan News: Und dann auf einmal trifft er ganz fragwürdige Entscheidungen am grünen Tisch. Mit Mont-Blanc Kugelschreiber und Armanianzug! Fenris: Jetzt machen Sie aber mal einen Punkt! Ich weiß worauf Sie hinaus wollen, aber dafür kann ich nichts. Ich bin nicht extrem korrupt. Es ist eben nur ein blöder Zufall. Partizan News: Eine Ehtikdiskussion mit Ihnen zu führen, wäre eigentlich total sinnlos. Also lassen wir das. Vielleicht noch ein paar abschließende Worte zur bisherigen Saison. Fenris: Sch.. auf die Ethik! Die kann eh nicht kicken. Und die bisherige Saiosn gehört ganz klar zu meinem Masterplan. Zuerst den Gegnern genügend Vorsprung geben und dann das Feld von hinten weiter beobachten.. Und des Interview schickens meiner Sekretärin zum Korrekturlesen – wegen der Grammatik.
Und nächste Woche lesen Sie: „TC im Interview: Warum mich meine Frau Tom Turbo nennt!“
Zum Glück gibts diese vorbereiteten Artikel. Denn bald gehts ab in die Heimat und keine Ahnung, wie späts eigentlich dort ist.
Auch wenn immer noch nicht geklärt werden konnte, was genau
Hadschi Halef Omar in Dehli vor hat, so konnte wenigstens ein Statusbericht aus
Indien übermittelt werden. Denn mit großem finanziellen Einsatz von 1000 Rupien
(ca 15€) konnten 32 Waisenkinder engagiert werden, um auf Fahrrädern den
Strom
zu erzeugen, der das einzige Indernetcafe im Umkreis von 250 Kilometern antreibt. Anscheinend
ist Olschara nicht so schlecht mit seiner Vermutung gelegen. Zumindest hat
Hadschi Halef einen Elefanten getestet. Aber er hat auch eine Yogaschule
besucht. Vermutlich um sich neue Trainingsmethoden anzuschauen. Und beim
Einkaufen wurde er auch gesehen. Er hat extra einen Sari mit einem Roten Stern
besticken lassen. Wen er damit wohl einwickeln will?
Belgrad, Dehli – Aus geheimer Quelle war zu erfahren, dass der Startrainer von Partzian Belgrad, Hadschi Halef Omar, der indischen Hauptstadt einen Besuch abstatten will. Der Grund seines Indientrips wurde aber nicht bekannt gegeben. Es darf alsoo fleissig spekuliert werden. Eine Quickieumfrage unter den übrigen SM-Trainern brachte folgende Ergebnisse: Fenris: „Ach der ist nicht da? Dabei spiel ich doch gegen ihn! Ich werd ihn aber natürlich ein paar SMS und Nachrichten schicken.“ Bernd: “…“ Qbat: “…“ TC: „Der will sicher noch was im Kamasutra lernen, die alte Sau! Das kenn ich schon. Hab ich am Häusl liegen.
Damit kann ich mich stundenlang beschäftigen.“ Barisic: „Samba! Ole! Lei Lei!“ Misch Bjukenon: „Von wegen Indientrip! Wohl eher Indientripper! Eine Variante des Bangkogtrippers. Äußerst lästig. Kenn ich aus Erfahrung!“ Jan Age: „Gut zu wissen. Ich werde mich mal in den Flugzeugcomputer hacken und die Maschine nach Sibirien umleiten.“ Olschara: „Der will sich sicher ein paar Elefanten kaufen. Seine Kamele sind ja auch nicht mehr das, was sie mal waren. Meines hatte nur ein Ei!“
Was hat Hadschi wirklich in Indien vor? Man darf gespannt sein. Seine Rückkehr wird auf jeden Fall schon sehnsüchtig erwartet.