Kaum ist Hadschi Halef aus dem schönen Helsinki zurück, hat er es endlich geschafft, einen Ladenhüter loszuwerden. Diesmal kein totes Pferd, sondern einen sambanasischen Sonderling, den die SM-Mafia zur besonderen Verwendung erhalten hat. Dabei hatte Hadschi schon Angst sich selbst um diesen schlaksigen Typen mit dem Zahnstocherkörper kümmern zu müssen. Doch nun ist der Lutscher endlich raus aus Hadschis Kamelstall, wo er zwischengelagert wurde. Die Kamele fingen schon langsam an nervös zu werden. Hatte der Lutscher die Tiere etwa mit der unbefriedigten serbischen Durchschnittsfrau verwechselt? Die Nasen- und Körperbehaarung kann einen da schon mal in die Irre führen. Ersteigert wurde er von fenris. Von wem sonst? Wenn sich einer für komische Figuren interessiert, dann wohl der Komischste von allen! Fenris hat den Lutscher auch gleich standesgemäß eingekleidet und
mit auf Tour genommen. Leider gab es auch bereits einige Neider in der ehrenwerten SM-Gesellschaft. TC zum Beispiel fürchtet sich, dass er nicht mehr mit fenris das Bett teilen und mit dessen Puschel spielen darf. Und auch schnicks ist leicht verärgert. Ist er/sie/es doch nicht mehr das einzig undefinierbare Etwas im serbischen Fußballgeschehen (Anm: Eigentlich hat der Lutscher ja nichts mit Fußball am Hut. Aber angeblich kann er zumindest super blasen! Also spart sich fenris die Ballpumpe!) Welche Aufgaben hält fenris in den nächsten Wochen noch für den Lutscher bereit? Hoffentlich einiges, da er ihn ja nur für eine bestimmte Zeit ersteigert hat. Denn schließlich wollen ja noch andere mit dem neuesten Spielzeug der SM ihren Spaß haben.
P.S. Was ist mit dem Versteigerungserlös geschehen? Von dem hat sich der Auktionator einen Kaugummi und 2 Wurstsemmeln gekauft.
Da Hadschi Halef in Belgrad bereits alles abgegrast hat – oder vielmehr seine Kamele – hat er sich entschlossen, im hohen Norden nach neuen Weidegründen zu suchen. Da er aufgrund einiger Vorfälle in Stockholmer Nacktklubs Einreiseverbot in Schweden hat – dabei hat er sich nur wie daheim in Serbien benommen – hat es ihn nach Finnland ins triste Helsinki verschlagen. Hier ist es wie in einem
kleinen, rückständigen Schweden. Die Fußballmannschaften sind noch schlechter, die Stadt noch kleiner, die Temperaturen noch niedriger, weniger hübsche Frauen in kurzen Röcken und noch teurerer Alkohol. Ob sich das wirklich für eine Kamelzucht eignet? Wahrscheinlich nicht. Aber vielleicht sollte er den Lutscher als Kamelhirten mitnehmen und irgendwo in der lappländischen tundra aussetzen.
Eigentlich sollte diese Woche über die gorße Lutscherverlosung berichtet werden. Mangels Interesse musste diese aber auf nächste Woche verschoben werden. Dann werden alle Trainer gezwungen teilzunehmen. Und der Verlier…äh Gewinner darf den Lutscher dann eine Woche lang betreuen – ihm seine Medikamente verabreichen, auspeitschen etc.
Daher wird die Zeit genutzt, um sich bei TC zu bedanken, dass er so nette, verhaltenskreative Mitspieler angeworben hat. Leider
hat Hadschi Halef nicht dazu gelernt und konnte daher am Saisonanfang bereits die ersten Heimpunkte im Klo runterspülen. Dank der gelungenen Auswärts-ich hab das Spiel einfach nicht verstanden-3 von Zeta Golubovic. Hadschi wusste ja schon immer, warum er diesen Klub nicht leiden kann. Immerhin konnte der Angriff des Zottelmonsters gekonnt abgewehrt werden. Und so befindet sich Zeleznik endlich auf dem Platz, wo sie eigentlich hingehören. Knapp vor Golubovcici auf einem Abstiegsrang.
Belgad – Es hätte ein gemütliches Belgrader Stadtparkfest werden sollen. Alles war arrangiert – Nutten, Drogen, Romas zum Verprügeln, Schlammlöcher zum Herumplantschen. Doch leider wurde das Fest von einem Eklat überschattet.
Wie allgemein bekannt ist, hatte sich die SM-Mafia in einem wohlüberlegten Anfall von Großzügigkeit dazu hinreißen lassen, in einer afrikanischen Zwergenliga zu intervenieren und dort für die Öffnung einer zweiten Liga zu sorgen. Ausgehandelt wurde der Deal von Chefunterhändler fenris. Allerdings war fenris von einer ziemlich merkwürdigen Oma dermaßen abgelenkt, dass er etwas über den Tisch gezogen wurde. Nachdem ihn die Oma gebraucht und wieder über den Tisch zurückgeschoben hatte, war er beim Verhandeln leider nicht mehr ganz so leistungsfähig. Neben Geld und dem obligatorischen Offenen Gefallen bekam die SM eine kleine blonde Figur im Matrosenanzug zur Gebrauchsüberlassung für diese Saison mit Option auf eine weitere. Mit etwas Verspätung traf dieser „Lutscher“ dann auch am Belgrader Flughafen ein und fiel
gleich die Treppe runter als von einem Indianer und einem Kameltreiber begrüßt wurde. Das konnte vielleicht auch daran liegen, dass die Treppe bereits wieder weggezogen wurde, da die sambanasische Fluglinie ihre Landegebühren nicht bezahlt hatte.
Zur Begrüßung wurde der Lutscher jedenfalls gleich mal hinten auf ein Kamel geschnallt (natürlich Kopf nach unten) und in den Stadtpark gebracht. Nachdem er sich eine Zeit lang mit Kindern um einen Lutscher geprügelt hatte, versuchte er sein Glück in der aufblasbaren Strenge Kammer. Dort wurde er aber von einem älteren Herrn im Rollstuhl namens Stepanovic Haukingic überfahren. Und daraufhin ging der Maßentumult los. Schließlich konnte man doch die neue Attraktion des Belgrader Zoos (den Lutscher, nicht den Alten) nicht so behandeln. Der Lutscher wurde jedenfalls kurzerhand in den Rollstuhl verfrachtet und Richtung Ausgang geschoben. Dabei fasselte er: „ Nach Hause telefonieren! Negersklaven! Tippen!“ Also ob sich die SM damit einen guten Dienst erwiesen hat, wird sich noch zeigen. Diese Woche wird ausgelost, wer sich als Erster mit dem Lutscher beschäftigen darf.
Cacak – Eine eilig anberaumte Pressekonferenz findet derzeit im Stall neben dem Cacaker Fußballacker statt. Ursprünglich wurde kein Grund für diese Pressekonferenz genannt. Umso größer war die Überraschung, als fenris die Bühne betrat und folgendes Statement verlas: „Ich bin gar kein ehemaliger Meisterasstrainer der Herzen. Ich habe diesen Titel nur visualisiert!“
Wie es dazu kommen konnte, dass er sich trotz schlechterer Tabellenplätze als Meisterasstrainer bezeichnet, erklärte der ehemalige cacakische Ziegenhirt damit, dass er sich seit Jahren mit Visualisierungsprozessen beschäftige: "Man sieht Bilder, die nicht der Realität entsprechen - das kann auch gefährlich werden." Er habe sich in "einem tranceartigen Zustand befunden" und geglaubt, er sei "an der Tabellenspitze" gewesen. Dazu seien "körperliche Existenzangst" sowie "extreme Angst vorm Versagen" gekommen - "ähnlich wie bei einem Burn-Out". Reue oder Bedauern zeigte fenris aber keines. Nur er selbst tat sich leid.
"Die Aktion tut mir für mich selbst am meisten leid. Es ist für niemanden ein Schaden entstanden, den größten Schaden habe ich mir selbst zugefügt." Warum fenris allerdings nicht gemerkt hat, dass er weder genügend Meisterschaftssterne noch Champions League Teilnahmen vorzuweisen hat, konnte aber nicht beantwortet werden.
Auch warum fenris trotz eindeutiger Statistiken immer noch vom Gegentorrekord spricht, war ein Thema. „Die Tabellen hätten ja von jedem manipuliert worden sein können. Ich hatte immer nur meine eigene Tabelle vor Augen.“
Ob er jemals wieder Meister werden und als kompetenter Fußballtrainer auftreten würde, lies fenris offen. „Ich werde jetzt ein Buch schreiben und etwas schaffen, das einem Kunstwerk ähnelt!“
Allerdings kann es noch dicker für fenris kommen. Angeblich hat er nicht nur seine unzähligen Meistertitel und Gegentore erträumt, sondern auch seinen Ziegenstall nie für eine Trainerausbildung verlassen. Es wurden in der Nähe vergrabene Pornohefte mit dem betreffenden Datum sowie benutzte Schafe gefunden.
SM aufgepasst! Da sich die Saison dem Ende nähert und Hadschi Halef nichts mehr zu tun hat, hat er sich etwas neues ausgedacht, um allfällige säumige Schuldner seines Kamelverleihs zum Zahlen zu bewegen. Bei säumigen Schuldnern bleibt einem ja nur die Wahl zwischen geduldigem Zuwarten und leichter Druckausübung. Diese wiederum reicht von penetrantem Mahnschreiben - was nicht allzu viel bringt, da der Großteil der SM-Trainer sowieso nicht richtig lesen kann - bis hin zu einschlägiger Kniescheibenbehandlung – was den weiteren Geschäftsbeziehungen und dem Kamelreitvermögen ziemlich abträglich ist. In einem
Telefonat mit einem entfernten Onkel des Bruders der Schwester des Schafhirten aus dem Nachbarort bekam Hadschi eine neue Anregung. Er wird es in Zukunft mit schwedischen Transsexuellen versuchen – das Geldeintreiben natürlich! Diese Transgenderbeamten werden auch in Pakistan von der Steuerverwaltung eingesetzt, um säumige Steuerzahler zum Bezahlen zu bewegen. Anstatt seine Schuldner in zukunft mit körperlicher Gewalt zu bedrohen, wird ihnen Hadschi einfach diese Spezialeinheit vor die Haustüre stellen. Und wenn nötig werden diese dann auch noch singen! Einige der Allsevenskan-Trainer haben schon ihre Bewerbungsschreiben, leider mit foto, abgegeben.
Belgrad – Uns zugespielten Unterlagen zufolge soll die Staatsanwaltschaft Belgrad (nicht lachen, so etwas gibt es dort wirklich) seit geraumer Zeit mit Untersuchungen gegen einige SM-Trainer begonnen haben. Es geht dabei um einen Millionenskandal. Sie stüzt sich dabei angeblich auf ein Tagebuch, dass ein gewisser Zoran F. geführt hatte.
Der Hauptverdächtige in diesem Fall ist barisic, der Trainer von Obilic Belgrad, Mitglied der berüchtigten Belgrader Popschi-Buberl-Partie. Er soll sich über die Jahre hinweg ein Vermögen von Sage und Schreibe 5.000.000.000.000.000 Dinar – umgerechnet ca 45 Millionen Euro – auf die Seite geschafft und auch gleich wieder verspekuliert, verspielt und verschönheitsoperiert haben. Doch wo stammt das Geld her? Wie konnte er unbemerkt so ein Vermögen anhäufen? Und vor allem: Warum ist er dann noch immer Trainer beim unbeliebtesten Verein Belgrads? Einige Hinweise darauf finden sich in den zugespielten Tagebuchseiten. Zoran F. schrieb darin in seiner schönsten Handschrift: „Ich traf barisic heute zum Abendessen. Wir waren wieder einmal beim Schnitzelwirt unseres Vertrauens. Er hatte Surschnitzel, ich hatte den Schweinslungenbraten. Beides war sehr gut; eh wie immer. Leider war der Mayonaisesalat schon aus, als wir hingekommen sind.
Daher musste ich normalen Erdäfpelsalat nehmen. Das tat barisic auch. Und dann plauderten wir über Gott und die SM. Dabei erwähnte er, dass er heute zahlt. Schließlich könne er sich das leisten.“
Doch auch andere Trainer der SM werden im Tagebuch genannt und sind laut Zoran F. Mitwisser und Bettnässer. Z.B. „Eine weitere interessante Info betrifft H. H. O. Der soll ordentlich in der Schlammlochaffäre stecken und am Verkauf des Meistertitels an fenris kräftig mitverdient haben. Das wäre an sich in Serbien nichts schlimmes, aber die Herkunft des Geldes macht mir Sorgen. Schließlich hat barisic das Geld von seiner letzten Nordkoreareise mitgebracht. Natürlich in einem Koffer. Und H.H.O. hat es dann in Teppiche gewickelt in den Irak geschleust. Und damit wurden dann Massenvernichtungswaffen gekauft. Und etwas Kryptonit.“
Leider konnte Barisic noch nicht von der Staatsanwaltschaft einvernommen werden, da sein Aufenthaltsort unbekannt ist. Letzten Zeitungsberichten zufolge befindet er sich bei der Familie Z. im Kosovo, wo er angeblich der Tochter mit den Rehaugen den Hof macht, um diese mittels Heirat wieder nach Belgrad zurückholen zu können. Andere Gerüchte vermuten ihn in der Schweiz, wo er zusammen mit Hannibal G. ein Dienstmädchen zusammengeschlagen haben soll.
Auch diese Saison gibt es wieder die beliebte Rubrik „Fragen Sie Frau Dragica!“. Und auch diesmal wollten wieder einige SM-Trainer Rat und seelische Unterstützung von Frau Dragica haben.
„Liebe Dragica! Lange habe ich nicht mehr an Dich gedacht, aber unsere letzte gemeinsame Nacht geht mir nicht mehr aus dem Kopf. Deswegen auch diese kurze Bitte: kannst Du mir sagen, wo ich mein Ei jetzt schon wieder liegen gelassen habe? Dein Teppichsultan aus 1000 und 1 Nacht, Hadschi.
Lieber Hadschi, das ist aber nett mal wieder von Dir zu hören. Auch ich muss noch oft daran zurückdenken. Du schuldest mir übrigens noch Geld für den Gummibaum, den dein Kamel gefressen hat. Leider weiß ich auch nicht, wo Dein Ei ist. Du hast es das letzte Mal wieder mitgenommen, zumindest war das Gurkenglas voll. Ich hoffe, Du kommst mal wieder vorbei, Deine Dragica!“
„Hugh! Squaw Dragica, ich habe eine Frage. Wenn ich diese Saison mal wieder nicht Meister werde, soll ich meine Winnetou-Phase dann fortführen, oder soll ich wieder schweigen. Immerhin habe ich mir diese ganzen tollen Indianerkleider gekauft und trage sogar meine Haare etwas länger – alle 5! XXX (Häuptling Bernd, der ruhige Wolf)
Lieber Wolf, wenn Du nicht Meister werden solltest, dann gräm dich nicht zu sehr. Du kannst ja immer noch die
Kärtner Wirtschaft unterstützen und im Gurktal bei den Karl-May-Feststpielen auftreten. Die suchen immer Indianer, die ganz toll vom Pferd fallen können. Vielleicht können wir ja mal zusammen Friedenspfeife rauchen, Deine Indianderbraut Dragica (die sich den Wolf nicht rasiert)“
„Hallo Dragica! Was sagst Du dazu, dass ich vielleicht Meister werden kann. Damit hat doch vor der Saison keiner gerechnet. Ich werde nur regelmäßig als Eissalon und Mineralwasser verspottet. Dafür war ich gut genug. Hoffentlich nehmen sie mich nach der Saison endlich ernst. Sonst macht der Titel ja nur halb so viel Spaß. Aber was soll ich machen, wenn ich weiterhin nur ausgelacht werde? Hochachtungsvoll, der Nicht mehr Neue, Pellegrini.
Sg Hr Pellegrini! Wer sind Sie nochmal schnell? Sind Sie sicher, dass Sie in der SM spielen? Nie gehört ihren Namen - gibt’s da nicht in der Innenstadt einen Italiener? Leider kann ich Ihnen da auch nicht weiter helfen. Aber wenn Sie Hilfe in regelmäßiger Selbstüberschätzung und Eigenlob brauchen, dann kann ich Ihnen Zoran F. empfehlen. Seine Nummer finden Sie in den Kleinanzeigen des SM-Studios. Vielleicht hört man ja doch mal was von Ihnen. Gez. Dragica!“
„Jebem Ti, Dragica! Soll ich wieder mitspielen oder nicht?
Bitte nicht! Lg Dragica!“
Und wieder einmal muss sich die SM-Trainergemeinde zu einer Gruppentherapie treffen. Der Grund dafür ist diesmal, dass einige der Trainer Dinge verloren haben, die ihnen lieb und teuer sind. Also wurde mit Dr. Kleptmoanic ein erfahrener Taschendieb und Therapeut engagiert, der etwas gegen die gedrückte Stimmung unternehmen soll. Dem Therapeuten wurde also eine Liste der verlorenen bzw entwendeten Dinge übergeben. An erster Stelle steht HHOBHAAIHDAG, der immer noch sein goldenes Ei vermisst. Hatte er es eigntlich nicht
schon wiedergefunden? Weiters vermisst der „gefährliche“ Outlaw Olschara seine beiden goldenen Colts. Dafür hat er ein totes Pferd zu viel. Indianerposer Bernd von Rote Haut Belgrad hat seinen Pfeil und Bogen verlegt. Vielleicht spielt barisic damit Cowboy und Indianer. Fenris hat (endlich) seine Unschuld verloren. Und Qbat ist überrascht ohne Zottelbart aufgewacht. Auf den Therapeuten wartet also ein ganzes Stück Arbeit, wenn er die Trainer der härtesten Liga der Welt wieder auf Vordermann bringen will.
Nun hat auch die SM ihren Spionageskandal. Wie sich herausstellte, sind einige der Trainer nicht das, was sie zu sein scheinen. So ist Olschara gar kein Fußballtrainer, sondern eigentlich Laiendarsteller bei den Karl-May-Festspielen in Sutjeska (Anm der Redaktion: nicht zu verwechseln mit den schauspielerisch hochwertigen Darstellungen von Hadschi Halef, für die er manchmal angefragt wird); Barisic ist eigentlich Lederunterhosenmodell und Qbat ist nicht einmal ein Mensch, sondern vielmehr das fehlende Bindeglied – zwischen was auch immer. Doch diese
Enthüllungen sind gar nichts im Vergleich zu folgenden Entdeckungen. Zwei bekannte Trainer der SM, die hier noch nicht namentlich genannt werden dürfen, stehen im Verdacht, für ein ausländisches Fußballentwicklungsland aus dem Norden spioniert zu haben. Es wurde schon lange vermutet, jetzt scheinen endlich genug Beweise gesammelt worden zu sein. Die beiden versuchten schon seit Jahren, den serbischen Fußball zu diskreditieren, entwickelten Alter Egos und bauten Schlammlöcher. Doch wie kam es eigentlich zu der Aufeckung des Spionagerings?
Trainerstar Hadschi Halef Omar ist zurück. Und auch der Reporter hat es geschafft, die Kamelherde wieder zurückzubringen. Doch wo war Hadschi? Dazu schweigt er eisern. Er will keine Details preisgeben. Und auf die Frage nach Körperöffnungssonden reagiert er ziemlich gereizt. Doch nun wieder zum sportlichen. Der verhaltenskreative Trainer von Rad Beograd hat leider viel zu früh gelernt, dass man zu Hause keine 4
Tore setzt. Ärgerlich, aber wenigstens steigt der eh wieder ab. Und auch den anderen Trainern scheint die Sonne nicht allzu gut zu bekommen. Olschara beschwert sich doch tatsächlich überhaupt nicht, über sein neues Pferd, Bernd, der Barfußindianer vergnügt sich mit Seesternen am Strand und Fenris zählt die braunen Striche in der Unterhose, um seine Tore vorherzusehen – also einen ganzen Haufen voll.
Die üblichen Durchhalteparolen werden ausgegeben: Diese Saison wird alles besser! Letzte Saison einfach abhaken. Verhaltenskreative sind diesmal eh keine dabei. Es haben sich halt alle gegen mich verschworen. Schuld ist sowieso der fenris!... Eine deutliche Verbesserung im Vergleich zur letzten Saison muss für Partizan Belgrad her. Und wenn das nicht gelingt, dann will man zumindest Bernd und fenris reinsch…. Oder einem anderen. Denn noch eine komplett verlorene Saison darf es nicht geben. Als Eröffnungsgegner kommt da eine Damenmannschaft wie Obilic Belgrad natürlich gerade richtig! Da kann man sich für die Saison einschießen. Oder einsch…
Leider gibt es immer noch keine genaueren erkenntnisse, wo sich
Hadschi Halef Omar Ben Hadschi Abul Abbas Ibn Hadschi Dawuhd al Gossarah
derzeit befindet. Den Reporter hat es jedenfalls nicht mehr interessiert, am Flughafen zu warten. Deswegen hat er Hadschis Kamele vor einen 57er Chevi gespannt und sie quer durch das Land getrieben. Derzeit lässt er sie gerade an irgendwelchen Wasserfällen grasen. Niagara nennt sich das ganze. Dabei würde es ein Gartenschlauch doch auch tun. Er wird die Kamele dann aber wieder satteln und Richtung Süden treiben. Mal schauen, was sich dort so tut.
Das ist wieder mal typisch für diese QPs. So ein Möchtegern Outlaw dieser Olschara. Steht mit seinen Pistolen in der Hand da und beginnt auf einmal wie wild zu zittern. Da kann er ja nichts treffen. Sogar der volltrunkenen Sheriff Paolo hätte da besser getroffen. Zum Glück hat Hadschi ihm über die Schulter geschaut, sonst hätte er bei der unruhigen Hand noch um sein Leben fürchten müssen. Aber die Chance ist eh schon vorbei. Fenris und Bernd haben sich ins gegenüberliegende Lokal verzogen. Der Schuppen ist sogar noch runtergekommener als dieser hier! Mal überlegen, ob man diesen Olschara vielleicht doch noch mal auf die beiden ansetzen kann. Das könnte ziemlich lustig werden. Hadschi begann sich nachdenklich am Sack zu kratzen und griff dann in seine Tasche. „Es gibt
nichts besseres als getrockneten Kameldung, wenn man seinen Durst bekämpfen will. Ein altes arabisches Geheimnis, also sags nicht weiter. Willst du auch mal kosten?“ fragte er und hielt Olschara eine Hand voll hin. Nachdem dieser mit Übergeben fertig war, begann Hadschi auf ihn einzureden. „ Willst du jetzt die Jaqui kaufen? Kaum gebraucht! Die kannst du nicht zu Tode reiten. Ich schwöre! Und die beiden da drüben kannst du dir auch immer noch kaufen. Du musst nur reistürmen und losknallen. Da sitzen nur Flaschen drüben. So wie der Pelegrini, der trinkt immer nur Mineralwasser, irgend so ein Puritaner. Oder der BigGeez, auch so ein Halbblut. Hab ich aber schon länger nicht gesehen. Und die Show macht angeblich Schnicks, so eine Transe. Aber nochmal zur Jaqui,……“
Hadschi kam aus dem Staunen nicht heraus. Was bildet sich dieser olle Olschara eigentlich ein? Nimmt der doch glatt den Turban, um sich seinen Mund abzuwischen. Das wird noch Rache geben! „Mir fällt da auch schon was ein, wenn ich mich nicht irre“, grinste Hadschi. Just als er seinen Plan in die Tat umsetzen wollte, donnerte ein besoffener Sheriff Paolo von außen gegen die Schwingtür. „Wieder mal einer der nicht lesen kann!“ seufzte der Wirt. Als Paolo endlich durch die Tür war, schrie er „Indiana“ und begann Fensterscheiben einzuschlagen. Schreiend liefen Barisic und Qbat von der Bühne und versuchten, ihre Spitzenhöschen nicht feucht zu machen.
Bei näherem Hinsehen stellte sich heraus, dass es nur Bernd und Fenris waren. Bernd, der sich den Wolf getanz hat, war in letzter Zeit sowieso nur noch als Indianer verkleidet. Neu ist allerdings, dass er in einer Eisenbahnattrappe sitzend von seinem Pferd durch den Ort gezogen wird. Jetzt
scheint es endgültig mit ihm vorbei zu sein. Einen noch viel interessanteren Anblick bot aber Fenris. Der selbsternannte Danny Crane der SM hat anscheinend über den Stiletto-Vorfall mit Bernd und den Rauswurf von Big Geez, seinem Zechenkaslieferanten, wie sein Idol vollends den Verstand verloren. Er war von Kopf bis Fuß mit Schlamm bespritzt und mit Federn bedeckt. Er hatte wohl einen Hühnerstall mit seiner Wohnung verwechselt. Oder war das etwa Absicht und er wollte mal wieder den bösen Wolf bzw Fuchs spielen? Olscharatätärätätä wollte indes diese Chance nutzen. Die letzten beiden Meistermacher als Indiander auf der Straße! Das kann sich ein so gefährlicher Outlaw wie er einfach nicht entgehen lassen. Kein anderer hatte so vielen Kindern den Lutscher weggenommen wie er. Wenn er nur lange genug andere Trainer abknallte, würde er vielleicht auch mal Meister. Und außerdem, wenns der Sheriff so macht, warum sollte er dann nicht auch….
Aufgrund einer kleinen Schwierigkeit bei der Einreise kann sich Hadschi Halef Omar leider nicht aus dem Urlaub bei seinen trainerkollegen melden. Denn allem Anschein nach sieht er einem Topterroristen ziemlich ähnlich, der beschuldigt wird, an den Wirbelstürmen in den USA schuld zu sein. Die Beschreibung des Terroristen: zwischen 18 und 65, Kameltreiber, eventuell Turban, vermutlich will er in die USA einreisen.
Das letzte Mal wurde Hadschi gesehen, als er mit einigen nicht sehr symphatisch wirkenden Männern in ein hinterzimmer zu einem Gespräch ging. Über Neuigkeiten wird topaktuell berichtet. Im Moment ist der Reporter damit beschäftigt, auf die Kamele von HHOBHAAIHDAG aufzupassen.