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COPA NEWS

Alletsee entführt!
Die neuesten Nachrichten bezüglich der von AO Veria konstruierten Zeitmaschine bringen den Skandal in völlig neue Dimensionen. Verias Vereinspräsident Bratensos bestätigte gegenüber Pressevertretern, dass der Trainer des Vereins entführt worden sei. „Nach unseren Erkenntnissen wurde Alletsee gekidnappt, als er sich nach dem Sieg gegen Apollo auf den Weg in die Kabine machte. Irgendwo in den Katakomben muss man ihm aufgelauert haben, er kam nie in der Kabine an. Es war uns klar, dass die Situation während des Spiels kritisch sein würde, aber dass Apollo mit solch harten Bandagen kämpft, hätten wir nicht gedacht“, berichtete der

Restaurantkettenbesitzer Bratensos. Vermutlich habe man die auf den Tag nach dem Spiel angesetzte Zeitreise verhindern wollen, so Bratensos. Es kursieren Gerüchte, dass der israelische Geheimdienst Mossad hinter der Aktion stecke. „Wir hoffen, dass ihm nichts geschieht“, erklärte Bratensos weiter, „er hat hier viel bewirkt und gezeigt, dass er der Richtige für die Mannschaft ist. Zuletzt fand er auch wieder den Weg zurück auf die Erfolgsspur. Sein Verschwinden trifft uns hart, taktisch wie menschlich.“
Über den Verbleib Alletsees kann nur spekuliert werden. Bei Veria wird vorerst der Co-Trainer das operative Geschäft übernehmen.
15.07.2006 13:10 - Max Alletsee - AO Veria (Archiv)
Wie Veria an Apollos Informationen kam
In der vergangenen Woche gab es einigen Trubel bezüglich der Zeitmaschine, die Apollo Athen und AO Veria für sich beanspruchten, während die Idee von Panathinaikos als Kinderei abgetan wurde.
Doch an diesem Wochenende konnte Alletsee freudestrahlend vor die Presse treten: „Wir haben sie!“, rief er breit grinsend in die Mikrofone. Gemeint war natürlich die Zeitmaschine, von der sich mehrere griechische Erstligisten den lange ersehnten Durchbruch erhoffen.
„Die Klofrau haben

wir geschmiert“, publizierte Alletsee, „sie hat uns die Pläne von Apollo kopiert und die Originale vernichtet. Gestern während des Spiels haben unsere Ingenieure dann die Zeitmaschine fertig gestellt. Schon morgen werde ich in die Zukunft reisen und den nächsten Zidane suchen.„
Während sich vor allem manuel wünscht, dass Alletsee nicht mehr von seiner Reise in die Zukunft zurückkehrt, wünschen sich vor allem die Medienvertreter einen interessanten Ausgang ebendieser.
09.07.2006 10:01 - Max Alletsee - AO Veria (Archiv)
…und dann kam auch noch Pech dazu
Groß war die Klage an diesem Wochenende im Vereinsheim von AO Veria. Beim amtierenden griechischen Meister herrscht alles andere als Feierlaune, hinter den Kulissen ging es geschäftig zu. Dennoch konnten dem verantwortlichen Trainer Max Alletsee ein paar Sätze entlockt werden. „Wir haben es wieder einmal erwischt, das Pech. Zwei Mal vier Gegentore sprechen eine klare Sprache, wir sind außerdem im Moment der Verein mit den drittmeisten Gegentoren. Aber wir haben schon mehrere Strategien in der Tasche. Wir wollen einen Expertenstab aufbauen, die Koryphäen der Fußballwelt sollen hier in Veria ihr Gehalt beziehen.“ Die Frage, ob er denn schon konkrete Namen im Hinterkopf habe, konnte der Trainer bejahen. „Sepp Herberger zum Beispiel. Die Verhandlungen sind weit fortgeschritten“, erklärte er zur

Überraschung der Reporter. „Aber Herr Alletsee, Sepp Herberger ist nun beinahe 30 Jahre tot!“ Ein süffisantes Grinsen huschte über das Gesicht des Meistertrainers: „Sie glauben doch nicht im Ernst, dass nur Apollo Athen Wind von Der Zeitmaschine bekommen hat? Freuen Sie sich auf den jungen Franz Beckenbauer, den jungen Gerd Müller, Helmut Rahn, die Walter-Brüder. George Best wird für uns auflaufen, Uwe Seeler ebenfalls. Freuen Sie sich auf diese Helden der Vergangenheit!“
Ist Alletsee ebenso wie manuel ein Fall für den Psycho-Therapeuten oder ist den beiden Trainern ein Coup geglückt? Wird der griechische Fußballverband diese Maßnahmen erlauben? Wird die Zeitmaschine - wenn es sie denn gibt - funktionieren? Was ist mit den anderen Vereinen? Lesen Sie nächste Woche mehr.
01.07.2006 13:00 - Max Alletsee - AO Veria (Archiv)
Ärgerlich
Mit einem überragenden Sieg und einer knappen Niederlage konnte Veria an diesem Wochenende zumindest von sich behaupten, nicht abgeschlagen zu enden. „Die Abstände in der Tabelle sind sehr, sehr gering“, erklärte Max Alletsee, der Trainer von Veria. „Wir haben noch genug Zeit, um uns da unten raus zu bewegen. Nur: Irgendwann müssen wir die sich bietende Chance nutzen! Ein Glück, das ich mit Olympiakos Piräus jahrelang Erfahrung darin habe, so tief unten in der Tabelle zu stehen. Ich werde die Mannschaft flottmachen, das Training wird härter.“
24.06.2006 09:05 - Max Alletsee - AO Veria (Archiv)
Die Nationalmannschaft braucht eure Hilfe
In einer der Besprechungspausen des Beraterstabs diktierte das „zweite Drittel“ des lettischen Nationaltrainertrios Max Alletsee den Reportern eine Meldung an die lettischen Liga-Trainer in den Block:
„Wir brauchen eure Unterstützung! Wenn ihr zwei Artikel für die lettische Nationalmannschaft im WM-Bereich verfasst, dann können wir das Weiterkommen fast garantieren, im Moment können wir dies nicht tun. Wir benötigen also dringend zwei Artikel, um uns gegen Irland und Bulgarien angemessen wehren und Lettland würdig bei der Weltmeisterschaft vertreten zu können. Sollte es Fragen oder Probleme geben, kann man mich erreichen, indem man mir eine Nachricht schickt (die Möglichkeit dazu gibt es im Profil).“
17.06.2006 11:06 - Max Alletsee - AO Veria (Archiv)
Die Nationalmannschaft braucht eure Hilfe
In einer der Besprechungspausen des Beraterstabs diktierte das „zweite Drittel“ des lettischen Nationaltrainertrios Max Alletsee den Reportern eine Meldung an die lettischen Liga-Trainer in den Block:
„Wir brauchen eure Unterstützung! Wenn ihr zwei Artikel für die lettische Nationalmannschaft im WM-Bereich verfasst, dann können wir das Weiterkommen fast garantieren, im Moment können wir dies nicht tun. Wir benötigen also dringend zwei Artikel, um uns gegen Irland und Bulgarien angemessen wehren und Lettland würdig bei der Weltmeisterschaft vertreten zu können. Sollte es Fragen oder Probleme geben, kann man mich erreichen, indem man mir eine Nachricht schickt (die Möglichkeit dazu gibt es im Profil).“
17.06.2006 11:06 - Max Alletsee - AO Veria (Archiv)
Veria glücklos
In der Liga sind die Nordgriechen auf den letzten Platz zurückgefallen und auch in der Champions League läuft es schlecht. Zwar konnte in der 4:1-Niederlage ein TRor erzielt werden, jedoch gelang dies im Spiel darauf gegen München nicht (zum Glück ging es den Deutschen ebenso), sodass in Verias Champions League-Bilanz vorerst nur ein Punkt zu finden ist. „In den kommenden Spielen muss es besser werden“, erklärte Veria-Coach Max Alletsee, „sowohl in der Liga als auch international. Wir müssen AO Veria als den amtierenden griechischen Meister würdig vertreten!“ Die kommenden Wochen werden zeigen, ob der „Queen of the North“ dies gelingt.
16.06.2006 22:29 - Max Alletsee - AO Veria (Archiv)
Schlappe gegen Olympiakos
Die Frage, wie er sich nach dieser knappen Niederlage fühle, beantwortete AO-Veria-Trainer Max Alletsee nicht. Der sonst so kommunikationsfreudige (Spötter sagen: geschwätzige) Fußballlehrer ließ Blicke sprechen und bedachte den fragenden Reporter mit einem ebensolchen. Anscheinend hatte das Duell mit seinem Ex-Verein Alletsee doch mehr beschäftigt, als dies im Vorfeld der Fall zu sein schien. „Mit Herrn Ginola“, erklärte er schließlich, „hat Olympiakos einen sehr guten Trainer gefunden. Unglaublich, was er bislang vollbracht hat.“
09.06.2006 21:22 - Max Alletsee - AO Veria (Archiv)
Ohne Fortune
Desaströs war der Zustand von AO Veria in den letzten beiden Spielen. Anstatt wie angekündigt und erhofft in der Traingswoche die kleineren noch vorhandenen Fehler auszumerzen, wurde alles nur verschlimmbessert.
Desorientiert trabte die Alletsee-Elf über den Platz, verlor 1:0 und 2:1. „Das ist inakzeptabel“, brachte der Trainer seinen Unmut auf eine einfache Formel, „jetzt stehen wir ganu unten, als Meister! Wir müssen jetzt erst einmal Ordnung in den Laden kriegen, sonst können wir unsere Ambitionen sofort begraben.“
Die Stimmung bei der „Queen of the North“ könnte gereizter kaum sein. Ungewöhnlich ist vor allem der Zeitpunkt, nach dem Gewinn der Meisterschaft und vor den ersten Spielen der Champions League.
02.06.2006 20:28 - Max Alletsee - AO Veria (Archiv)
Diffiziler Auftakt
Zwei Unentschieden, eines reich an Toren, eines komplett ohne. So sieht es beim amtierenden Meister AO Veria nach den ersten beiden Spielen aus. „Gegen Apollo Athen hätten wir gewinnen müssen, so viele Tore wie wir geschossen haben!“, dikitierte ein geschockter Max Alletsee in die Blöcke der Journalisten. „Es ist unfassbar, einmal halten wir hinten komplett dicht und kriegen vorne nichts über die Linie, einmal

schießen wir Tore am Fließband und sind hinten offen wie ein Scheunentor!“
In den nächsten Spielen geht es gegen die Traditionsvereine Ethnikos Asteras, dem man zuletzt den Rekordmeister-Titel gestohlen hatte, und Iraklis Saloniki, das erneut einen Blitzstart hinlegt. Für diese Spiele wurde ein anderes Auftreten Verias angekündigt: „Wir werden in der Woche das in der Sommerpause Verpasste nachholen.“
26.05.2006 20:24 - Max Alletsee - AO Veria (Archiv)
<b>Meistertrainer Alletsee im Gespräch: „Mir war es wichtig, Konstanz hineinzubringen.“</b>
Sommerpause. Für die Trainer der Alpha Ethniki ist dies teilweise eine strapaziöse Zeit. Transfers werden getätigt, Spieler beobachtet, die eigene Mannschaft auf Vordermann gebracht. Die Spiele fehlen, die Nervosität ist umso größer. Es ist wie die Platzierung der Flotte beim Spiel „Schiffe versenken“. Man versucht, es so gut wie möglich zu machen, doch am Ende ist alles Blindflug. Blindflug waren bei AO Veria auch die letzten drei Spieltage der abgelaufenen Saison, der zwanzigsten seit dem Bestehen der Alpha Ethniki, einer historischen Spielzeit für Veria.
Wir konnten den Veria-Trainer Max Alletsee für ein ausführliches Interview gewinnen, um über all diese für Veria bedeutsamen Themen zu parlieren.
Der Fußballlehrer ist schlank, trägt Polohemd und Jeans. Wir treffen uns mit ihm in einem Café in Verias Innenstadt.
<b>Herr Alletsee, guten Tag. Zuerst einmal natürlich herzlichen Glückwunsch zum Meistertitel!</b>
Hallo und dankeschön.
<b>Haben Sie es denn mittlerweile realisiert? Als Sie Radio Hellas im Stadion anrief, waren Sie ja alles andere als gefasst..</b>
In der Tat. Wir waren nicht über die Spielstände in den anderen Partien informiert, unsere Informanten haben keine Karten mehr bekommen. Ich hatte die Maßnahme eigentlich für unnötig erachtet. Es war zwar eng, aber dass wir tatsächlich noch nach oben kämen, das habe ich nicht gedacht.
Mittlerweile habe ich es aber realisiert. Zwei Tage später war mir es vollkommen bewusst. Ich konnte mich einfach nicht lange damit aufhalten, musste ja schließlich die Mannschaft für die nächste Saison fit machen.
<b>Ihr Saisonziel war ja, den AO Veria zu retten. Der Vorstand wollte unter die ersten fünf kommen. Im Nachhinein hatten sowohl Sie als auch Ihr Chef ziemlich tief gestapelt.</b>
Naja, es war ja zu keinem Zeitpunkt klar, dass wir Meister werden würden. Drei Spiele vor Schluss standen wir auf dem zehnten Platz, da macht man sich keine Gedanken um die Meisterschale.
<b>Sie haben also gar nicht damit gerechnet?</b>
Nein, das von mir ausformulierte Saisonziel war von Grund auf ehrlich gemeint. Mir ging es zuallererst um den Nichtabstieg, danach wollten wir weitersehen. Wir kamen aber nie ganz aus der bedrohten Zone heraus, erst kurz vor Schluss war klar, dass wir wohl nicht in die Beta Ethniki gehen müssten. Dann war es für mich nur logisch, mit meiner Mannschaft die internationalen Wettbewerbe anzustreben. Der UI Cup war im Bereich des Realistischen, wir dachten auch noch an den UEFA Cup, das hätte man erreichen können, wenn uns die Konkurrenz in die Karten spielt.
<b>Wann war für Sie der Punkt da, wo Sie gesagt haben: Wir wollen den Pott!</b>
Nie. Nicht einmal im letzten, den alles entscheidenden Spiel. Ich war mir sicher, dass meine Elf die letzten drei Spiele gewinnt. Das war mein Ziel, damit war man so gut wie sicher auf den internationalen Plätzen, mit einiger Wahrscheinlichkeit sogar im UEFA Cup. Darauf habe ich mein Augenmerk gelegt. Alles andere war Bonus, Kür. Ich war wie gesagt auf den UEFA Cup fixiert, ebenso die Mannschaft. Wir wollten alles aus uns herausholen, weil klar war, dass wir während der Saison einiges verpasst hatten. Um ein Haar wäre ja Olympiakos Volou Meister geworden, aber die sind in letzter Sekunde gestrauchelt und so konnten wir vorbeiziehen. Wir hatten dafür aber nichts vorbereitet und standen dann allesamt ziemlich blöd da. Klar haben wir uns gefreut, doch es gab keine Aktion vom Verein und auch nicht von den Fans, weil es einfach niemand gedacht hatte. In drei Spielen von Platz 10 auf Platz 1 zu kommen ist schon etwas Besonderes, das werde ich nicht vergessen.
<b>Wie haben Sie dann gefeiert?</b>
Für die offizielle Feier einen Tag später haben wir Bergbier einfliegen lassen. Das sollte es eigentlich erst später, zur Erlanger Bergkirchweih geben. Ich habe noch ein letztes Fläschchen gerettet, das möchte ich Ihnen schenken.
<i>Alletsee überreicht die Flasche Bier</i>
Das ist noch aus den Beständen der Feier. Drei Flaschen haben es überlebt. Eine ist bei mir daheim, sie wird das Erinnerungsstück an diesen Triumph sein, eine steht im Pokalzimmer des Vereins gleich neben der Meisterschale und die dritte und letzte haben jetzt Sie.
<b>Vielen Dank, die wird bestimmt einen ganz besonderen Platz in der Redaktion finden. Herr Alletsee, man sagte Ihnen lange nach, dass Sie in der Liga nicht angekommen seien. Sind Sie es nun?</b>
Ich bin der Meinung, dass ich schon bald mit dem Kopf in Griechenland angekommen war, schon während meiner Zeit bei Olympiakos Piräus. Was fehlte, waren die Erfolge, die Positionen, die Titel. Was das betrifft bin ich jetzt erst angekommen, das stimmt, aber von der persönlichen Einstellung her hat sich nicht viel geändert.
<b>AO Veria ist nun mit fünf Meistertiteln aus 20 Spielzeiten der alleinige Rekordmeister, musste sich diesen Titel zuvor mit Ethnikos Asteras teilen. Ist es für Sie etwas Besonderes, nun alleine an der Spitze zu stehen?</b>
Also ich stehe nicht morgens auf und sage: „Ich hab's geschafft! Veria ist Rekordmeister!“ Es war ein schöner Nebeneffekt, auf den man natürlich auch sehr stolz sein kann. Aber es gehen ja nur ein Fünftel der Titel auf meine Kappe, der ganze Rest entstand unter Gerrik Darben – also kann bestenfalls Gerrik stolz auf sich sein.
<b>Wenn wir schon beim Thema sind: Gerrik Darben ist ja, wie allgemein bekannt ist, Anfang der Saison zurückgetreten. Eigentlich sollte manuel einspringen, aber der war als es darauf ankam doch nicht bereit, also wurden es Sie. Aus welchem Grund kam man auf Sie, Ihre Ergebnisse in Piräus waren ja nicht gerade eine gute Visitenkarte..</b>
Ich war selbst überrascht. Als Gerrik zurückgetreten war, stand es für mich im Vordergrund, Veria Strapazen zu ersparen. Häufige Trainerwechsel strapazieren einen Verein. Wenn ein Trainer kommt und zwei Wochen danach wieder weg ist, weil er seine Termine nicht einhalten konnte, dann ist das traurig. Es wäre sehr schade für Veria gewesen, die Kontinuität, die unter Gerrik herrschte, zu verlieren. Ich habe also angerufen und gesagt: „Passt auf, bevor ihr einen jungen, unerfahrenen Trainer, für dessen Nachfolger ihr in zwei Wochen wieder sorgen dürft, nehmt, nehmt lieber mich.“ Es war von Anfang an klar, dass manuel den Verein bekommen hätte, wenn er nur gewollt

hätte, das ging auch schon aus diesem ersten Telefonat hervor. Man sagte mir, dass es bereits einen Interessenten gebe, aber wenn dieser abspränge, könne es gut sein, dass man mit mir einen Vertrag unterschreiben wolle. Schon bald kam ein Anruf aus Veria, dass manuel abgesagt hätte und dass ich so der nächste Kandidat auf der Liste sei. Ich habe gefragt, wer noch auf der Liste sei und es stellte sich heraus, dass ich allein die Liste war. Der Vorstand von Veria war sehr großzügig bei meinem Vertrag und so war ziemlich schnell alles klar.
<b>Wie fühlte es sich damals an, Trainer eines großen Vereins geworden zu sein?</b>
Es ging mir nicht um die Größe. AO Veria war zu diesem Zeitpunkt nicht groß, die Erfolge aus der neunzehnten Saison eher ein positiver Ausreißer auf der ansonsten eher mauen Bilanz. Da stachen eben die vier Meistertitel hervor, aber ansonsten war dieser Verein Gerrik Darbens Werk. Und da dieser fort war, konnte man ihn auch nicht als großen Verein bezeichnen. Gerrik war Verias Konstante, die für Kontinuität sorgte. Umgekehrt war auch die Konstante bei Gerrik der AO Veria. Es war einfach undenkbar, dass er das Handtuch wirft. Mir war mit der Unterschrift des Vertrags klar, dass ich diese Konstanz von Gerrik imitieren musste.
Aber um auf die eigentliche Frage zurückzukommen, wie es mir ging: Es war keine einfache Zeit. Ein bekannter Verein bedeutet auch Verantwortung. Zuvor hatte ich mit Olympiakos keine allzu guten Positionierungen erreicht. Veria aber brauchte mehr, ich war mir nicht sicher, ob ich mehr geben konnte. Meine Zeit in Piräus war rückblickend gesehen ein einziger großer Kampf gegen den Abstieg. Veria wollte ich das nicht zumuten. Ich habe noch härter gearbeitet als sonst, aber immer nach einem Vorsatz: Keine Experimente. Veria ist zu wertvoll, um es auf eine Karte zu setzen. Es ging verhalten los, aber es funktionierte. Wir krabbelten in der Tabelle langsam nach oben. Unsere Strategie zu diesem Zeitpunkt war, möglichst konstant zu spielen, um mit dem Abstieg nichts zu tun zu haben. Es funktionierte meistens, aber eben nicht immer. Wir waren lange Zeit noch nicht aus dem Schneider, mussten damit rechnen, dass es für uns noch einmal brenzlig werden konnte. Uns war von vornherein klar, dass wir uns nicht zu früh verausgaben sollten. War die Mannschaft ausgepumpt und es würde erst dann hart auf hart kommen, wären wir wahrscheinlich nicht auf der Gewinnerseite gewesen. Aber man hat gemerkt, dass eine Last von uns abgefallen ist, als der Abstieg für uns unrealistisch wurde. Da haben wir gesagt: „Wir bleiben in der Liga, jetzt wollen wir mal zeigen, was wir noch draufhaben.“ Mit dieser Einstellung sind wir in die letzten Spiele gegangen.
<b>Das ist ja alles schön und gut, doch wie haben Sie sich am Anfang gefühlt?</b>
Ich war sehr unsicher. Wie gesagt, das Credo lautete „Keine Experimente!“, denn es stand zu viel auf dem Spiel. Ich wäre aber mit Veria auch in die zweite Liga gegangen, das war für mich nie ein Thema. Mir war es wichtig, Konstanz hineinzubringen. Das hätte auch die zweite Liga beinhaltet. Ich war nervös, wie die Taktik ankommen, was man mit ihr erreichen würde. Der Gedanke an den Misserfolg, an den Abstieg stand ganz klar im Vordergrund.
<b>Und wie fühlen Sie sich jetzt?</b>
Natürlich bin ich erst einmal froh, diese Saison mit Veria so überraschend gut über die Bühne gebracht zu haben. Allerdings bin ich mir gleichzeitig bewusst, dass es ebenso schnell abwärts gehen kann. Unser Saisonziel muss – so kurios es klingt – der Nichtabstieg sein. Veria muss erstklassig bleiben.
<b>Apollo Athen stand ja lange Zeit an der Spitze. Was sagen Sie dazu, dass manuel es am Ende wieder nicht geschafft hat?</b>
Es war einfach unglaubliches Pech. Der Nimbus des „ewigen Zweiten“ verfolgt Apollo Athen anscheinend tatsächlich. Aber ich bin mir sicher, dass manuel früher oder später mit Apollo Meister werden wird.
<b>In der kommenden Saison wird Veria ja auch in der Champions League zu finden sein. Wie ambitioniert sind Sie? Wie wollen Sie möglichst weit kommen?</b>
Angesichts der UEFA-5-Jahres-Wertung und Griechenlands sich verschlechternder Stellung darin können wir nicht sagen, dass es uns egal ist. Wir können uns nicht nur auf die Liga konzentrieren, sondern müssen gleichzeitig auch Augenmerk auf die Champions League legen. Lieber wäre es mir jedoch, nur die Liga im Auge behalten zu müssen.
Natürlich wollen wir möglichst weit kommen, doch nicht mit brachialer Gewalt. Dank meiner zwei Siege im Copa-Mini-Cup habe ich auch schon ein wenig Pokalerfahrung sammeln können. Mal sehen, ob es reicht, um über die Gruppenphase hinauszukommen.
<b>Na dann viel Erfolg, in Champions League und auch in der Liga!</b>
Dankeschön.
21.05.2006 17:12 - Max Alletsee - AO Veria (Archiv)
Ein kurzer Schluss-Sprint
„Das war wirklich bitter nötig“, war der erste Kommentar, den man Max Alletsee, Chef-Trainer von AO Veria, zu den beiden Spielen entlocken konnte. Mit zehn Toren in zwei Spielen und nur einem Gegentreffer drehten die Nordgriechen richtig auf, holten erwartungsgemäß sechs Punkte und haben durchaus gute Chancen, noch in den internationalen Wettbewerb vorzustoßen. Nur ein Punkt trennt die Verianer vom UI-Cup, zwei vom UEFA-Cup und wenn man drei Punkte mehr holt als die besser platzierten Mannschaften könnte man sogar noch in die Champions League beziehungsweise deren Qualifikation

vorstoßen. Bei absolut optimalem Ausgang könnte Veria rein rechnerisch gar noch Meister werden. „Aber das wäre Augenwischerei, wenn man nach dieser Saison sagt, dass man Meister werden will“, beschwichtigte Alletsee sofort die euphorisierten Fans, „zuerst einmal müssen wir unsere Spiele gewinnen, da bin ich aber zuversichtlich. Aigaleo wird bestimmt noch Boden verlieren, Iraklis und Proodeftiki auch, eventuell auch noch Skoda Xanthi. Außerdem ist kaum zu erwarten, dass die Vereine da oben alle Spiele gewinnen. Unsere Chancen stehen also gut, noch auf die internationalen Plätze zu kommen!“
05.05.2006 18:15 - Max Alletsee - AO Veria (Archiv)
Kräfte für den Schlussspurt?
Es scheint, als wäre AO Veria dabei sich zu stabilisieren. In den letzten Spieltagen pendelten die Nordgriechen stets in der Mitte der Tabelle herum. Waren die Wellen (und ihre Täler) zu Beginn höher, so verflacht langsam die Kurve.
„Ich hoffe“, erklärte Max Alletsee im Interview, „dass wir im Schlussspurt noch ein paar Plätze gewinnen können. Das gesteckte Saisonziel unter den ersten Fünf zu landen, können wir sowieso vergessen. Mit etwas Glück können wir uns noch in den UI-Cup retten, aber wenn das nicht klappt, ist es auch kein Beinbruch. Wir müssen

zufrieden mit dem sein, was wir haben. Für Veria ist es wieder eine schwierige Saison mit Gerrik Darbens Abgang und den traditionell zahlreichen Gegentoren. Ich hoffe, in der nächsten Saison, wenn ich erstmals größere Entscheidungen über den Kader treffen kann, eine Verbesserung erreichen kann, um vielleicht wieder in Reichweite von Gerriks Wirken in der letzten Saison zu kommen, bin mir aber durchaus bewusst, dass dies auch schief gehen kann. Es steht viel auf dem Spiel für den Verein, und wir alle werden unser Bestes geben, um in Veria endlich einmal wieder zählbare Erfolge feiern zu können.“
22.04.2006 13:40 - Max Alletsee - AO Veria (Archiv)
Aus den Augen..
Der am vergangenen Doppelspieltag konstatierte Abwärtstrend bei AO Veria konnte vorerst gestoppt werden. Trotz einer 4:2-Schlappe bei Panathinaikos FC konnte sich die Mannschaft motivieren, um im folgenden Spiel Paniliakos Pyrgos knapp, aber eindeutig verdient mit 1:0 zu schlagen.
„Gegen Panathinaikos standen wir hinten zu unsicher“, erkannte Veria-Trainer Max Alletsee, „da müssen wir dran arbeiten, um auch gegen Spitzenmannschaften über eine geordnete Defensive zu verfügen. Panathinaikos war vorne sehr aktiv, hier zeigt sich vor allem, dass das Mittelfeld nicht energisch genug mitgeholfen hat. Eventuell ist hier auch eine Neuverpflichtung erforderlich, um das Umschalten zwischen Verteidigung und Angriff besser klappen zu lassen.“
Auf die Frage, ob es dazu konkrete Planungen bei der „Königin des Nordens“ gebe, hielt sich Alletsee zurück. Mit einem süffisanten Grinsen verkündete er, dass man darüber nachdenke, jedoch noch nicht sicher sei, ob man wirklich so jemanden brauche. Auch in den Jugendmannschaften gebe es herausragende Spieler, die für diese Zwecke eingesetzt werden könnten, so Alletsee.
Im weiteren Verlauf der Pressekonferenz äußerte sich der Franke auch zu den eigentlich gesteckten Saisonzielen: „Natürlich haben wir gesagt, dass wir

unter die ersten Fünf kommen wollen, das will ich gar nicht verheimlichen. Allerdings war mir von Beginn an sehr unwohl bei der Sache. Wenn man sich ansieht, was Gerrik Darben in seiner letzten Saison hier geleistet hat, das ist einfach unglaublich. Ich hatte es nicht für möglich gehalten, dass er Veria noch einmal so weit nach oben bringt. Wenn man sich hingegen anschaut, was für gewöhnlich meine Platzierungen mit Olympiakos Piräus waren, dann wird man schnell bemerken, dass da Welten zwischen Gerriks drittem Platz und meinem Abstiegskampf lagen. Ich wurde hierher geholt, weil ich Erfahrung darin habe, auf ein konkretes Ziel - dort der Nichtabstieg, hier das internationale Geschäft - hinzuarbeiten und dazu alle verfügbaren Mittel einsetze. Man hat gehofft, dass ich der Mannschaft einen neuen Kampfgeist einflößen kann, dass die Elf die Schönspielerei aus der Darben-Ära mit einem modernen aggressiven Fußball verbindet. So etwas geschieht nicht von heute auf morgen, da ist noch viel Arbeit nötig. Aber um wieder auf die eigentliche Frage zurückzukommen, wie ich denn das gesteckte Saisonziel zu erreichen gedenke: Noch haben wir Zeit, noch können wir alles probieren. Ich kann nicht garantieren, dass wir das Ziel erreichen werden, ich kann nur versprechen, alles mir mögliche dafür zu tun.“
14.04.2006 19:07 - Max Alletsee - AO Veria (Archiv)
Bereit für den Schlussspurt
Auch wenn es diese Woche noch nicht so recht klappen wollte mit den Punkten, in Veria ist man zuversichtlich bezüglich der letzten fünf Spiele der Saison. „Es ist verrückt! Gegen Ethnikos schießen wir nur ein Tor und gewinnen, gegen Panserraikos schießen wir drei und verlieren 6:3! Aber dank unserer Kräfte sparenden Spielweise gegen Ethnikos sind wir in der Lage, jetzt richtig anzuziehen. Unsere Gegner können sich auf etwas gefasst machen!“, erklärte Veria-Trainer Alletsee gegenüber Pressevertretern. „Jetzt ist die Zeit für Veria gekommen, jetzt können wir zeigen, was wir drauf haben.“
29.04.2006 11:29 - Max Alletsee - AO Veria (Archiv)
Erneuter kleiner Rückschlag
Zum zweiten Mal in der Amtszeit Max Alletsees musste AO Veria einen minimalen Rückschlag hinnehmen. Drei Plätze verlor die "Königin des Nordens" nach einer desaströsen 5:0-Niederlage und einem katastrophalen 3:3-Unentschieden gegen Proodeftiki Nikea.
"An diesem Spieltag lief es gar nicht rund für uns", erklärte Alletsee den nicht sonderlich überraschten Medienvertretern, "die Niederlage war bereits einkalkuliert, stattdessen wollten wir die Punkte gegen Proodeftiki holen. Aber es sind ja noch elf Spiele Zeit, bis auch diese Saison vorüber ist und ich kann Ihnen versprechen: Wir werden noch einmal angreifen."
Es bleibt anzumerken, dass Veria auch diese Saison die Mannschaft mit den meisten Gegentoren ist.
08.04.2006 15:17 - Max Alletsee - AO Veria (Archiv)


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