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COPA NEWS

Die Talsohle ist durchschritten?
Sollte Max Alletsee doch recht behalten, als er entgegen aller Unkenrufe versicherte, AO Veria wieder aus der Krise zu führen. Vor einer Woche noch sah sich der Fußballlehrer genötigt, die Treue zu AO Veria auch für den Fall des Abrutschens in die Zweitklassigkeit zu versichern. Und heute, eine Woche nach diesen Äußerungen, steht die „Queen of the North“ auf einem Nichtabstiegsplatz und gleichzeitig in der KO-Phase des UEFA-Pokals. „Ich habe ja gesagt, dass auch wieder bessere Zeiten kommen werden“, grinste Alletsee, um dann sogleich einzuschränken: „Aber vor allem in der Liga konnten wir unser Potenzial nicht ausschöpfen. Wir müssen noch mehr drücken, noch mehr in die Offensive gehen. Die Alpha Ethniki ist jedes Jahr eng, da kann man immer noch einiges bewegen, nach oben <i>und</i> nach unten. Mir müssen uns nach oben bewegen und

unsere ganze Energie in den kommenden Wochen darauf verwenden, dass unsere Ansprüche in der Liga nicht nur leeres Gerede bleiben.“

Pippos Ankündigung, Olympiakos Volou in Richtung Finnland verlassen zu wollen, nahm Alletsee mit Bestürzen auf: „Ich war lange genug dort Trainer, um sagen zu können, dass es wesentlich angenehmer ist - für beide Seiten! - wenn Pippo hier bliebe. Er tut sich damit keinen Gefallen und der Alpha Ethniki erst recht nicht. Die Gründe für seinen Wechselwillen sind mir schleierhaft, bei mir ging der Transfer in die entgegengesetzte Richtung und ich habe es nie bereut. Sollte Pippo tatsächlich ernst machen, wünsche ich ihm in Skandinavien viel Erfolg. Würdige Gegner für ihn hält aber eher die Alpha Ethniki bereit, in die er meiner Ansicht nach perfekt hineinpasst. Ein Wechsel Pippos würde mich sehr traurig machen.“
03.11.2006 18:08 - Max Alletsee - AO Veria (Archiv)
Weiter im Pokal
„Ich habe doch gesagt, alles Täuschung für die Pokalgegner!“, rief AO-Veria-Trainer Max Alletsee in die Runde, als endlich feststand, dass die „Queen of the North“ die Finalrunde des UEFA Cups erreichen würde. „Wir wollten mit einem Sieg gegen die Löwen unser Weiterkommen sichern und das haben wir geschafft“, analysierte Alletsee. Nun wolle man auch in der Liga Gas geben, nachdem das Minimalziel in den Europäischen Wettbewerben erreicht sei. „Es ist eine Tatsache,

dass wir seit geraumer Zeit auf einem Abstiegsplatz stehen. Aber es wird auch eine Tatsache sein, dass wir am Ende der Saison besser platziert sind. Wir wollen mindestens zwei Mannschaften hinter uns lassen, je mehr desto besser“, so Alletsee, der bereits während seiner Zeit bei Olympiakos Piräus reichlich Erfahrung im Abstiegskampf sammeln konnte. „Ich kenne mich da unten aus und bis jetzt hat es immer gereicht. Und auch heuer wird es wieder reichen, da bin ich mir hundertprozentig sicher“, meinte der Franke.
20.10.2006 20:39 - Max Alletsee - AO Veria (Archiv)
Entzug? Pah!
Hinter vorgehaltener Hand, so wollte man es bei Panathinaikos wissen, spreche man von Entzugserscheinungen bei den Spielern von AO Veria. Anlass zur Sorge gab die Position des Vereins in der Alpha Ethniki, wo die „Queen of the North“ sich bereits häuslich einrichtete. Fehlten Alletsees Spielern tatsächlich der Nachschub an Pillen, der sie schneller laufen, genauer schießen und vor allem besser treffen ließ?
„Alles Humbug!“, quäkte ein sichtlich erfreuter Max Alletsee nach Abpfiff der beiden UEFA-Cup-Partien in die

bereitstehenden Mikrofone. „Wir haben absichtlich schlecht gespielt, um unsere internationalen Gegner über unsere wahre Stärke im Unklaren zu lassen. Wir haben uns für die griechische UEFA-Fünfjahreswertung quasi geopfert, jetzt erwarten wir natürlich auch, dass die Liga das zu würdigen weiß. Immerhin haben wir drei unserer vier internationalen Spiele gewonnen, haben drei Punkte Vorsprung. Und zum Glück ist gestern unsere neue Lieferung aus Kolumbien eingetroffen, jetzt geht's auch wieder in der Liga aufwärts..“
13.10.2006 17:55 - Max Alletsee - AO Veria (Archiv)
Kokain
„Wir beantragen eine Haarprobe“, war die erste Reaktion des Veria-Trainers Max Alletsee, als bekannt wurde, dass es sich bei den ausbgebufften Dopingtricks der Konkurrenz um Kokain handeln solle. „Sollte Pippo seine Erfolge tatsächlich durch geistige Ausritte auf Drogen erreicht haben, muss die natürlich sofort aberkannt werden. Wir fordern, dass AO Veria zum amtierenden Meister erkannt

wird.“
Auf die Frage, wieso Veria als letztjähriger Tabellendritter nachträglich zum Meister gekürt werden solle, war Alletsee ganz pragmatisch: „Aus traditionellen Gründen. Schließlich waren wir im Jahr vorher auch Meister.“
Und wieso eigentlich nicht der letztjährige Tabellenzweite? „Die haben doch auch gekokst. Das tricksen wir schon irgendwie hin..“
06.10.2006 18:58 - Max Alletsee - AO Veria (Archiv)
Ein Bunsenberenner macht noch keinen Chemiker
„Da müssen wir natürlich mitziehen“, das war für AO Veria sofort klar, als bekannt wurde, dass Olympiakos Volou und PAE Aigaleo Chemiker in ihren Reihen haben. Gerüchten zufolge sollen diese die eigene Mannschaft zum Sieg und den Gegner zur Niederlage gepanscht zu haben. Vor allem der Meistertitel von Volou erscheint ab jetzt in einem ganz anderen Licht.
„Jetzt kann ich mir auch die merkwürdigen Muskelprobleme erklären, die wir zu Beginn der Saison hatten. Olympiakos wollte uns ausschalten!“, äußerte sich

Veria-Coach Max Alletsee.

AO Veria will nun auch mit chemischen Mitteln versuchen, das Maximum aus den Spielern herauszuholen. Experten jedoch halten die Chemie-Equipe von Veria durchaus noch für ausbaufähig. Die ersten Versuche, durch Morphium das Leistungsmaximum aus den Spielern zu kitzeln, schlugen jedenfalls gründlich fehl. Und auch das der Abteilungsleiter ein Glas, in dem entgegen der Beschriftung kein Kupferoxid mehr zu finden war, mit <i>„farbloses Gas“</i> beschriftete, sorgte doch für einiges Kopfschütteln.
29.09.2006 16:44 - Max Alletsee - AO Veria (Archiv)
Hellseher Karlsson
„3:0 geht es aus. Hunderprozentig!“ Mit diesen markigen Aussagen hatte Panathinaikos-Chefcoach Kent Karlsson unter der Woche für Aufsehen gesorgt. Das Ergebnis bezog sich auf die an diesem Woche über die Bühne gegangene Partie AO Veria gegen Apollo Athen. Im Vorfeld des Spiels hatte es bereits einen oralen Schlagabtausch der beiden Kontrahenten gegeben, an dessen Ende eines fest stand: zwölf Tore sollten in der Partie fallen – mindestens!
Doch am Ende sollte Karlsson recht behalten: Drei zu Null lautete der Endstand, Gastgeber Veria konnte den zweiten Saisonsieg verbuchen – und Karlsson hatte mit seiner Prognose voll ins Schwarze getroffen!
Augenblicklich richten

sich alle Augen auf den Skandinavier, der vom plötzlichen Ruhm ganz überfordert zu sein scheint.
Erste Gerüchte machen die Runde: Gibt es in der ach so ehrbaren Alpha Ethniki Spielabsprachen, die Karlsson tölpelhafterweise ausplauderte? Verfügt der Panathinaikos-Trainer eventuell über eine Zeitmaschine, die in der Vergangenheit ja oft Apollo Athen und AO Veria für sich beanspruchten, und konnte das Spiel vorab sehen? Tanzt sogar die ganze Liga nach der Panathinaikos-Pfeife?

Fragen über Fragen, Skandale scheinen im Anflug zu sein, die Boulevardpresse rüstet auf, konzentriert sich auf Karlsson. Der schweigt. Und ist mit Panathinaikos selbst mitten im Abstiegskampf.
22.09.2006 16:48 - Max Alletsee - AO Veria (Archiv)
Doch wieder Abstiegskampf?
Ordentlich hatte die Saison begonnen, doch in den zwei Spielen nach dem Auftakt lief es definitiv nicht rund für AO Veria. Ein Punkt aus zwei Partien - da muss mehr drin sein, das findet auch Trainer Max Alletsee: „So dürfen wir keinesfalls weitermachen. Ich kenne das aus Piräus, das ging das mit Olympiakos jedes Jahr so. Wir müssen wieder hoch, Abstand gewinnen. Die Saison ist noch jung und die Abstände

klein, da kann sich zum Glück noch viel bewegen. Dennoch dürfen wir uns keinesfalls ausruhen und darauf vertrauen, dass wir im entscheidenden Moment schon alles reißen werden. Wir müssen <i>jetzt</i> arbeiten, um <i>in der Zukunft</i> die Lorbeeren ernten zu können, nicht umgekehrt. Der Kraftraum wartet schon auf die Jungs, genauso wie der längste Waldlauf der Vereinsgeschichte!“
16.09.2006 17:57 - Max Alletsee - AO Veria (Archiv)
Für Veria wird es enger
Seit geraumer Zeit steht AO Veria nun schon in der Alpha Ethniki auf einem Abstiegsplatz. Die <i>Queen of the North</i> hat sich in den Niederungen der Tabelle festgesetzt und es aller Kampfansagen zum Trotz bislang noch nicht geschafft, sich daraus zu befreien.
„Die nächsten Wochen sind entscheidend“, wusste Veria-Trainer Max Alletsee. „Jetzt muss die Trendwende kommen. Wenn sie jetzt nicht kommt, dann kommt sie nie. Das habe ich den Spielern erklärt und sie haben es hoffentlich verstanden.“

Alletsee will Veria aber notfalls auch in der zweiten Liga treu bleiben, wenn es denn so weit komme.
29.10.2006 08:19 - Max Alletsee - AO Veria (Archiv)
Passabel
Ganz zufrieden zeigte sich AO Veria-Cheftrainer Max Alletsee nach den ersten beiden Spielen der Saison, die er allerdings nicht live im Stadion verfolgen konnte. Der Fußballlehrer weilte zu Spielerbeobachtungen in Südtirol, konnte aber beide Spiele am Fernseher verfolgen. „Ich bin ganz zufrieden&lduqo;, erklärte er telefonisch, als er bei der Pressekonferenz zugeschaltet wurde. Drei Punkte aus zwei Spielen sei ordentlich und man sei erleichtert, dass man nicht von Anfang an hinten drin hänge. „Jetzt ist es erstmal wichtig, den Rhythmus zu finden und dann im Laufe der Saison immer stärker zu werden.“
10.09.2006 10:02 - Max Alletsee - AO Veria (Archiv)
„Ich denke, dass es auch in Zukunft noch laufen wird“
Die zweite Saison, so sagt man zumindest, sei immer die schwerste. Wenn dies zutrifft, kann AO Veria froh auf seinen Gerrik-Darben-Nachfolger Max Alletsee sein. Zum Einstand holte der die Meisterschale nach Nordgriechenland, in seiner zweiten Saison in Diensten der „Queen of the North“ wurde der Klub dritter. Kann es jetzt nur noch aufwärts gehen? Ein Gespräch mit Max Alletsee.

<i>Georgios Grammatikakis:</i> Herr Alletsee, schön Sie hier zu haben. Sie sind ja schon seit geraumer Zeit in Griechenland tätig, aber bei Olympiakos Piräus wollte es einfach nicht klappen. Bei AO Veria hingegen funktioniert es wie geschmiert. Was ist der Unterschied?
<i>Max Alletsee:</i> Das stimmt, ich gehe jetzt ja schon in meine achte Saison von Beginn an in Griechenland. Fünf Jahre und sechs zusätzliche Spiele für Olympiakos Piräus, mein drittes Jahr bei Veria. Aber auch während meiner Zeit bei Piräus war alles nicht nur schlecht. Wir sind in den UI-Cup gekommen, gleich in meiner ersten Saison. Allgemein muss ich Ihnen aber Recht geben, bei Olympiakos hing ich öfter hin drin und hatte schwer zu kämpfen, nicht auf den letzten zwei oder drei Plätzen der Tabelle zu landen. Bei Veria ist einfach ganz anderes Spielermaterial vorhanden. Ich will jetzt Piräus nicht im Nachhinein schlecht machen, es ist eine gute Mannschaft und mein Nachfolger D. Ginola hat gezeigt, was mit dieser Mannschaft möglich ist – oder er hat gezeigt, was möglich war, ich bin überzeugt, dass er noch viel mehr schaffen kann. Aber Gerrik Darben hatte ganz einfach andere Methoden. Sein Verfahren der Spielersichtung wird auf Jahre hin unerreichbar bleiben, er hatte den Blick für die Spieler. Und er hatte einen ausgezeichneten Trainerstab, mit dem er das wohl beste Training weltweit halten konnte. Auf dieses Fundament konnte ich bauen, ich habe versucht es zu erhalten und teilweise auch noch zu verfeinern, was mir meiner Meinung nach ganz gut gelungen ist. Natürlich sind wir nicht am Ziel, das werden wir auch nie sein, aber ich bin zufrieden mit den Fortschritten, die wir machen.

<i>GG:</i> Es wäre im Rennen um die Meisterschale noch einmal enger geworden, wenn Sie am letzten Spieltag gegen den späteren Champion Olympiakos Volou nicht 6:5 verloren hätten. Was sagen Sie zu diesem Spiel?
<i>MA:</i> Ich hatte mich vor dem Spiel ausgiebig mit der Situation befasst. Wir waren uns vollkommen im Klaren darüber, dass Volou stark sein würde. Man hat schon in den Spielen zuvor gemerkt: Die wollen die Schale. Die kämpfen, die beißen, die treten für ihren Traum. Wir wollten dem entgegen treten, ohne aber gleichzeitig unsere anderen Spiele abzuschenken. Wir haben versucht, eine Mischung aus Sicherheit und Risiko zu finden, was uns, das denke ich auch im Nachhinein, ganz gut gelungen ist. Gegen AO Kerkyra war ein Sieg sowieso Pflicht, das andere Spiel hätte noch einmal eng werden können. Hier wollten wir unbedingt drei Punkte haben. Unser Anspruch an uns selbst waren vier Tore, was wir auch geschafft haben. Wir haben uns im Vorfeld gesagt: Bei vier Toren muss sich der Gegner gehörig anstrengen, wenn er seine drei Punkte haben will. Außerdem waren wir seit Wochen in bestechender Form und haben damit sicherlich für einen gewissen Respekt beim Gegner gesorgt. Mit den vier Toren hat es ja dann auch geklappt, es gab praktisch keine Gegenwehr und wir gewannen vier zu null. Dann kam das entscheidende Volou-Spiel. Wir wollten uns hier nicht vollkommen verzetteln. Wie gesagt, wir waren uns sicher, dass es sehr schwer werden würde. Aber es lief nicht unbedingt schlecht, wir konnten unsere Chancen verwerten, auch wenn der Olympiakos-Sturm in Bestform auflief. Ich habe mir lange überlegt, ob ich noch einen weiteren Stürmer einwechsele, aber es war mir zu riskant. Dann macht Volou kurz vor Schluss das sechste Tor und alles ist entschieden.

<i>GG:</i> Am Ende wurde es ein für einen Vorjahresmeister respektabler dritter Platz. Sie sind zufrieden?
<i>MA:</i> Mit dieser Saison? Sehr. Wir hingen lange unten drin, teilweise sogar auf den Abstiegsplätzen. Mir war aber klar, dass das ein Tiefpunkt sein würde, der auch wieder vorübergeht. Auch im Jahr der Meisterschaft sind wir erst gegen Ende der Saison nach oben geklettert, der letzte Spieltag war der allererste, an dem wir ganz oben standen. Auch diesmal haben wir uns Zeit gelassen, bis wir durchgestartet sind. Es ist keine Mannschaft, die die Tabelle von oben herab regieren will. Wir verbreiten Angst und Schrecken, indem wir plötzlich emporsteigen. Vorher hatte uns niemand auf der Rechnung, das war letztes Jahr so, das war heuer so. Das ist unsere Stärke, darauf können wir bauen.

<i>GG:</i> Sie waren ja vergangenes Jahr als Meister für die Champions League qualifiziert, schieden aber bereits in der Gruppenphase unrühmlich als Letzter aus, kamen auch nicht in den UEFA Cup. Dieses Jahr ist AO Veria für den UEFA Cup qualifiziert. Wollen Sie diesmal mehr reißen? Wird mehr Augenmerk auf den internationalen Wettbewerb gelegt?
<i>MA:</i> Die Zeiten, in denen die Alpha Ethniki unangefochten an der Spitze der Ligen in Europa stand, sind ja leider schon lange vorbei. Ich konnte sie noch miterleben und es war eine grandiose Zeit. Inzwischen hat sich der Schwerpunkt verlagert. Schottland hat namhafte Vereine, die Klubs aus Portugal sind sehr gut aufgestellt. Inzwischen mischt auch die Türkei ganz weit vorne mit, aber auch viele osteuropäische Länder. Man muss hier aber unterscheiden zwischen Eintagsfliegen und dauerhaften Garanten für guten Fußball in Europa. Bei vielen Osteuropäern bin ich mir sehr sicher, dass sie nur eine eher kurzfristige Erscheinung sein werden. Die Trainer werden früher oder später abwandern, in den Westen. Die Türkei hat die Chance, in die Spitzengruppe vorzustoßen. Griechenland ist, wenn man die Trainer betrachtet, auf jeden Fall Teil dieser Spitzengruppe. Es muss also unser aller Ziel sein, diesen Anspruch – diesen gerechtfertigten Anspruch! – umzusetzen. Für Lospech kann man natürlich nichts, das ist klar. Aber wir alle müssen unser Augenmerk auch auf die europäischen Wettbewerbe richten. Wir haben bei Veria beschlossen, dies zu berücksichtigen. Wir werden analytisch an die Situation herangehen, werden uns bemühen, möglichst weit zu kommen. Natürlich soll der

Wettbewerb in der heimischen Liga darüber nicht vergessen werden, aber wir wollen den UEFA Cup ernst nehmen.

<i>GG:</i> Das hat ja letztes Jahr bei der Champions League nicht geklappt. Sie wurden – wie bereits erwähnt – Letzter in Ihrer Gruppe.
<i>MA:</i> Letztes Jahr sind wir sehr locker an die Sache herangegangen. Es war meine erste Saison bei Veria, wir waren gerade Meister geworden. Wir hatten in den letzten Spielen der Saison gezeigt, was wir mit vereinten Kräften erreichen können. Wir haben in drei Spielen zehn Plätze gut gemacht. Das gibt Selbstbewusstsein, natürlich. Entsprechend entspannt haben wir auf die Champions League geblickt. Doch dann kam der Liga-Trott, dann kam die Alltäglichkeit. Wir haben es im entscheidenden Moment – nämlich in den drei mal neunzig Minuten in der Champions League – nicht geschafft, uns auf das Wesentliche zu konzentrieren. Das war unser großer Fehler und wir werden ihn nicht noch einmal machen.

<i>GG:</i> Was wollen Sie also ändern?
<i>MA:</i> Im Endeffekt ist Fußball ja sehr, sehr einfach. Laufen, passen, schießen, wobei die zwei letzten Dinge sich einander sehr ähneln. Ich habe versucht, den Fußball in Veria wieder auf eine direktere Bahn zu lenken. Keine großartigen Spielereien, sondern einfacher, ehrlicher, gerader Fußball. Und ich rede hier nicht nur vom Spiel nach vorne, sondern auch von der Defensivarbeit. Wir haben noch einmal bei den Grundlagen angefangen: Laufen und sich freilaufen. Was bisher unterbewusst und routiniert geschah, wollen wir nun wieder in den Vordergrund rücken, ganz bewusst tun. Wohin laufe ich? Wo steht der Gegner? Wie stehe ich zum Gegner? Wohin soll der Ball gespielt werden? Wann beginne ich zu sprinten? Wann warte ich noch etwas ab? Diese Fragen laufen natürlich zumeist routiniert ab, aber genau darin liegt auch das Problem. Bei vielen Spielern gibt es hier kleinere Mängel, die nur sehr schwer zu beseitigen sind. Wir haben versucht, alle diese Mängel bei unseren Spielern herauszufinden und natürlich auch auszumerzen. Als nächste Lektion steht das Passspiel an, das aber zum größten Teil auf Übersicht beruht. Wo ist der freie Mann? Wer muss sich freilaufen? Wer ist in der aussichtsreichsten Position? Wohin muss ich gehen? Wie scharf muss der Pass kommen? Wo ist der freie Raum, in den ich zu passen habe? Diese grundlegenden Fertigkeiten werden heute viel zu sehr vernachlässigt, man ist der Meinung, dass die Spieler dies schon in den untersten Jugendmannschaften gelernt haben. Natürlich wurde das alles schon einmal zu vermitteln gesucht, aber gerade als Profifußballer sollte man sich über die grundlegenden Dinge des Spiels absolut im Klaren sein.

<i>GG:</i> Kurz, sie wollen einfacheren Fußball.
<i>MA:</i> Nicht einfacher, aber elementarer. Die Jungs dürfen natürlich weiterhin tricksen, aber sie müssen vorher das Spiel gelesen und ihre Lösung als die einzig richtige erkannt haben. Es geht nicht um einfach oder kompliziert – es geht um Eleganz. Wir sind der Meinung, durch ein eleganteres Spiel auch gleichzeitig erfolgreicher sein zu können. Durch ein schnelles Passspiel sind wir auch gegen hart in die Zweikämpfe gehende Gegner gut vorbereitet. Laufen und passen – mit diesen beiden Grundzutaten kann man das Spiel gewinnen. Das fasziniert mich und es wird nie aufhören mich zu faszinieren.

<i>GG:</i> Damit gehen Sie ein Risiko ein – und das wissen Sie. Was wird geschehen, wenn Sie damit nicht erfolgreich sein sollten?
<i>MA:</i> Im schlimmsten Fall wird der Trainer ausgetauscht, das ist ganz eindeutig. Ich denke aber nicht, dass es so weit kommen muss. Ich gehe mit Veria auch in die zweite Liga. In der letzten Saison begann es ja auch mit schlechten Platzierungen, trotzdem finden wir uns jetzt als Tabellendritter wieder. Ich bin davon überzeugt, dass es eben keine Verkettung glücklicher Zufälle war. Gerade deswegen gehe ich auch das Risiko der eleganteren Spielweise ein. Wenn ich nicht wüsste, dass wir auch Krisen gut wegstecken können, dann würde ich das nie ausprobieren, das wäre für einen Trainer der Selbstmord, wenn er zu experimentieren beginnt ohne sich über die Folgen Gedanken zu machen. Ich habe mir meine Gedanken gemacht, ich habe einen Plan B in der Tasche, wenn es doch nichts werden sollte. Ich denke nicht, dass man mich entlassen muss. Auch wenn es zuerst vielleicht nicht funktionieren mag, der Erfolg wird zurückkommen, dessen bin ich mir absolut sicher – es ist nur eine Frage der Zeit. Notfalls – ich betone: notfalls! – werden wir eben in der zweiten Liga unsere Lektion lernen, analysieren und das Vergangene kritisch betrachten. Aber so weit muss es nicht kommen.

<i>GG:</i> Acht Jahre Griechenland – wann hat man die Schnauze voll?
<i>MA:</i> Bislang habe ich es hier als die Offenbarung erlebt. Die Lehrjahre bei Olympiakos waren nicht unbedingt einfach, aber wir haben den Abstieg ein ums andere Mal verhindert. Wir sind einmal in den UI Cup vorgestoßen, das war das Maximum. Mit Veria begann eine neue Ära für mich: eine an den Erfolg gewöhnte Mannschaft, eine überragende Geschichte, hohe Ansprüche. Umso besser, dass ich diese Bürde schultern konnte und mehr als ich mir jemals hätte träumen können herausgeholt habe. Wenn mir jemand erzählt hätte, dass ich in meiner ersten Saison bei Veria griechischer Meister werde, dann hätte ich ihm noch einen Ouzo spendiert und herzlich gelacht – und ich hätte dies auch noch drei Spiele vor Ende der Saison getan. Die Zielsetzung des Präsidiums war das Erreichen der Plätze eins bis fünf. Wir standen drei Spiele vor Schluss auf zehn. Am Ende auf eins. Es war wie im Traum! In der nächsten Spielzeit bekamen wir zu spüren, dass wir gerade Meister geworden waren – es hagelte Gegentore und schlechte Platzierungen. Dennoch konnten wir unsere Linie durchziehen und haben die Saison am Ende mit einem exzellenten dritten Platz beendet. Auch das hatte ich nicht erwartet. Ich habe gemerkt, dass es bei Veria einfach läuft. Und ich denke, dass es auch in Zukunft noch laufen wird.

<i>GG:</i> Vielen Dank für Ihre Antworten und viel Glück bei den Spielen, vor allem im UEFA Cup!
<i>MA:</i> Dankeschön.
01.09.2006 13:14 - Max Alletsee - AO Veria (Archiv)
Kochsalzdoping? Nein, nein!
„Man muss den Detektor schon einschalten!“, war die erste Reaktion von AO Verias Trainer Max Alletsee, als Apollo-Coach manuel behauptete, mithilfe eines Lügendetektors den Wahrheitsgehalt seiner Aussagen untermauert zu haben. „Und dass Kochsalz zu keiner Leistungssteigerung führt, wusste ich längst. Warum denken Sie wohl, habe ich die Spritzen ausgetuascht, sodass sich ihre Jungs besagtes Kochsalz in die Adern

pumpten und meine Mannen in den restlichen drei Spielen topfit sind?“
Ungewöhnlich in diesem Kontext erschien vor allem die Leistungsexplosion der Verianer, die in den beiden Spielen dieses Wochenendes beide Gegner klar vom vom Platz fegten. Auf die Frage, was diesen Schub verursacht hätte, antwortete Alletsee nur mit einem schelmischen Grinsen: „Zaubertrank. Und in der Sommerpause werfen wir alle Spieler in ihn hinein.“
18.08.2006 20:57 - Max Alletsee - AO Veria (Archiv)
Doping bei Apollo?
Dass es sich bei den Zeitreise-Spekulationen rund um Apollo Athen nur um eine faule Ausrede für Doping handeln könnte, den Verdacht hatten einige ja schon lange. Doch Veria-Trainer Max Alletsee war der Erste, der es öffentlich aussprach: „Wie soll denn das gehen, die alten langweiligen Gesichter als frische, gute Mannschaft? Nein, nein, nein, ich sage nur eines: die sind vollgepumpt bis obenhin. Meine Entführer haben mich in den Lagerraum für das Zeug gesperrt, da standen sogar die Namen der Spieler auf den Spritzen. Aber das wird kräftig in die Hose gehen, wenn die sich ihre

Ladung Kochsalz in die Adern jagen. Meine Hände waren nämlich nicht gefesselt…“
Schließlich kam der Fußballlehrer dann doch noch auf die aktuelle Situation zu sprechen: „Mich freut es sehr, dass wir noch gegen AO Kerkyra ran müssen, das können wir entspannt angehen. Letztes Mal sind wir am letzten Spieltag von 10 auf 1 geklettert und wir hätten nichts dagegen, wenn uns das noch einmal passiert.“
Da war es wieder, das Glitzern in den Augen, das man bei Alletsee so unmittelbar nach dem Gewinn der Meisterschaft im letzten Jahr feststellen konnte.
12.08.2006 21:53 - Max Alletsee - AO Veria (Archiv)
Alletsee aufgetaucht
Rechtzeitig zu dem richtungsweisenden Spiel gegen Panathinaikos war der Trainer von AO Veria, Max Alletsee, plötzlich wieder da. Einige Zaungäste beim Training wechselten befremdete Blicke, nachdem es nach dem Verschwinden des Fußballlehrers fußballerisch bei dem zuvor abstiegsbedrohten Verein aufwärts ging. „Ob das gegen Panathinaikos was wird, jetzt wo der wieder da ist“, äüßerte sich ein Fan skeptisch.
Doch Alletsee zeigte, dass Veria auch mit ihm gewinnen kann. Am Ende stand für die „Queen of the North“ ein 4:5-Auswärtssieg zu

Buche. Alletsee stand in gewohnter Manier am Spielfeldrand, dirigierte, ruderte, schrie, zeterte, lobte selten, vor allem nicht die anfällige Abwehr, deren zuletzt sichereres Auftreten sich als Fata Morgana erwies.
Zu seinem Verschwinden wollte der Trainer nichts sagen. Auch über die Striemen an seinen Handgelenken schwieg er sich aus.
Grund zur Freude hatten obendrein auch noch die Wettbüros: Der junge Franz Beckenbauer zeigte sich nicht in Veria, ganz im Gegensatz zum Kollegen Müller in der vergangenen Woche. Natürlich ist dies auch kein Beweis für sein Fernbleiben…
04.08.2006 19:13 - Max Alletsee - AO Veria (Archiv)
Gerd Müller in Veria gesichtet…
Weiterhin fehlt von eigentlichen Veria-Trainer Max Alletsee jede Spur. Die Behauptungen der letzten Woche, dass man den ungefähren Aufenthaltsort des Meistertrainers kenne, erwiesen sich als falsch. „Wir haben letzte Woche gedacht, wir wüssten wo er steckt, aber unser Informant hat uns gefälschte Unterlagen zukommen lassen. Natürlich setzen wir im Moment alles daran, unseren Cheftrainer wieder zu bekommen, doch angesichts der Erfolge in den letzten Spielen würde es uns auch nicht weiter schmerzen, wenn Alletsee erst nach dem gesicherten Klassenerhalt zurückkehrt.“

Inzwischen mehren sich jedoch die Gerüchte, dass die Entführung gar keine solche ist. Die These, die Entführung sei lediglich eine Erklärung für die Presse und tatsächlich befinde sich Alletsee auf Zeitreise, um nach Verstärkungen für die nächste Saison zu suchen, konnte man in der letzten Woche immer häufiger auf den Straßen Verias

hören. Zusätzlich angeheizt wurden sie durch ein in der lokalen Zeitung veröffentlichtes Foto, auf der ein frappierend Gerd Müller ähnelnder junger Mann zu sehen ist, wie er das Vereinsgelände der <i>„Queen of the North“</i> betritt. Alletsee betitelte Müller stets als einen seiner Wunsch-Neueinkäufe, falls ihm die Zeitreise gelingen sollte. Befürworter der Zeitreisen-These halten bereits Ausschau nach anderen in der Vergangenheit prominenten Spielern. In den örtlichen Wettbüros kann darauf gesetzt werden, welcher ehemalige Weltstar als nächstes in Veria abgelichtet werden wird. Favorit bei den Buchmachern ist Franz Beckenbauer, da sich die AO-Abwehr zuletzt als sehr schwankend präsentierte, einmal offen wie ein Scheunentor und schon bald darauf absolut spuverän. Beckenbauer soll Kontinuität in die Viererkette bringen, aber auch in seiner bekannten Spielweise als Libero für Akzente in der Offensive sorgen.
28.07.2006 21:11 - Max Alletsee - AO Veria (Archiv)
Gerd Müller in Veria gesichtet…
Weiterhin fehlt von eigentlichen Veria-Trainer Max Alletsee jede Spur. Die Behauptungen der letzten Woche, dass man den ungefähren Aufenthaltsort des Meistertrainers kenne, erwiesen sich als falsch. „Wir haben letzte Woche gedacht, wir wüssten wo er steckt, aber unser Informant hat uns gefälschte Unterlagen zukommen lassen. Natürlich setzen wir im Moment alles daran, unseren Cheftrainer wieder zu bekommen, doch angesichts der Erfolge in den letzten Spielen würde es uns auch nicht weiter schmerzen, wenn Alletsee erst nach dem gesicherten Klassenerhalt zurückkehrt.“

Inzwischen mehren sich jedoch die Gerüchte, dass die Entführung gar keine solche ist. Die These, die Entführung sei lediglich eine Erklärung für die Presse und tatsächlich befinde sich Alletsee auf Zeitreise, um nach Verstärkungen für die nächste Saison zu suchen, konnte man in der letzten Woche immer häufiger auf den Straßen Verias

hören. Zusätzlich angeheizt wurden sie durch ein in der lokalen Zeitung veröffentlichtes Foto, auf der ein frappierend Gerd Müller ähnelnder junger Mann zu sehen ist, wie er das Vereinsgelände der <i>„Queen of the North“</i> betritt. Alletsee betitelte Müller stets als einen seiner Wunsch-Neueinkäufe, falls ihm die Zeitreise gelingen sollte. Befürworter der Zeitreisen-These halten bereits Ausschau nach anderen in der Vergangenheit prominenten Spielern. In den örtlichen Wettbüros kann darauf gesetzt werden, welcher ehemalige Weltstar als nächstes in Veria abgelichtet werden wird. Favorit bei den Buchmachern ist Franz Beckenbauer, da sich die AO-Abwehr zuletzt als sehr schwankend präsentierte, einmal offen wie ein Scheunentor und schon bald darauf absolut spuverän. Beckenbauer soll Kontinuität in die Viererkette bringen, aber auch in seiner bekannten Spielweise als Libero für Akzente in der Offensive sorgen.
28.07.2006 21:11 - Max Alletsee - AO Veria (Archiv)
Werden sie geköpft?
Nachdem unter der Woche auch Apollo Athens Trainer marios spurlos verschwunden war, scheint es nun neue Anzeichen über den Aufenthaltsort der beiden Trainer zu geben. Momentan befinde sich der seit einer Woche in der Gewalt seiner Entführer befindliche Veria-Trainer Alletsee im Grenzgebiet zwischen Syrien und Libanon. „Wir haben einen Agenten geschmiert und kennen so seinen Aufenthaltsort“, äußerte sich der Veria-Vereinspräsident

gegenüber der Presse, „schon in naher Zukunft könnte er hier bei uns wieder für schlechte Stimmung und grottige Spiele sorgen.“
Auch über marios' Aufenthaltsort zeigte man sich in Veria informiert: „Mich würde es nicht wundern, wenn marios die manipulierten Pläne der Zeitmaschine zur Anwendung hat bringen lassen und gerade dabei ist, den am besten für seinen Verein geeignetsten Homo erectus zu finden…“
22.07.2006 18:43 - Max Alletsee - AO Veria (Archiv)


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