7:03Uhr:Der Wecker klingelt, es dringt komische Musik aus dem Radio, verdammt, wo bin ich überhaupt? 7:12UhrBei einem Blick aus dem Fenster sind freiluafende Serben zu sehen die im Dreck rumtollen. Ach du Kacke, stimmt, ich bin ja in die SM gewechselt. 9:13UhrVerschlafen, na toll. Schnell aus dem Bett. Naja, Bett ist guter - runter von der Strohmatratze rein in die Kutsche und über den Schotterweg zum Trainingsplatz. 10:30UhrAntreten zum ersten offiziellen Training, nachdem ich die PK schon verpennt habe. Aber wo ist meine Mannschaft? 11:30UhrDa sind sie ja endlich, aber Moment: ach du scheiße, DAS soll mein neues Team sein? Ganz schnell Ansprüche runterschrauben. 12:30UhrGanz toll, 5 humpelnde Spieler und 6 humpelnde Spieler, das ist also mein Team. Und
wie soll man mit 11 Mann eine ganze Saison durchstehen? Wens interessiert: die haben schon vor dem Training gehumpelt. 13:44UhrMittagessen. Das heißt hier: irgendein unidentifizierbares Fleisch- zumindest gehe ich davon aus, dass es Fleisch war und Reis. Danach eine Flasche Klaren, zum desinfizieren. 13:56UhrOhje, das Zeug macht mich müde! 18:34UhrNicht schon wieder! Den Nachholtermin für die PK auch verpennt, was solls, jetzt gehts zum Spiel. 20:45UhrYeah, der erste Sieg. Wenn man die Gegner so betrachtet muss ich sagen: es hätte mich auch schlimmer treffen können! 21:25UhrEins muss man den Serben lassen: feiern können sie. Aber Moment, ich bin ja in Montenegro! 23:05UhrNie wieder feier ich mit denen. Ich muss mich übergeben, dringend!
Er hats nicht ausgehalten und doch waren die Umstände der Verpflichtung von MiKu äußerst seltsam. Der zuletzt ins Unglück geratene Ex-Norweger-Schwede-Portugiese wollte eigentlich nur mit dem Auto von Kroatien nach Griechenland fahren, doch plötzlich hinderte ihn etwas. Ja, er hätte es wissen müssen, er war im berühmten serbischen Schlammloch stecken geblieben.
Auf der Suche nach einer Werkstatt oder einem Abschleppunternehmen marschierte er bis in des beschauliche Budva in Montenegro. Durch ein weiteres Missverständnis - wer baut ein Vereinsheim in eine Werkstatt? - landete er auf einer Pressekonferenz von Mogren Budva,
die gerade ihren neuen Trainer präsentierten - den guten alten Loddar. "I joy me very much are here in Serbien-Montenegro! And like I always say: I please me a limb!"
Als der gute Loddar allerdings nochmal einen genauen Blick auf das Gehalt warf, war er schneller weg, als man sein angesetztes Gehalt aussprechen kann. Verzweifelt rief der Präsident:"Ist denn hier niemand Trainer...Offizier...Dompteur...Kindergärtner?"
Lange zögerte MiKu, war seine Pause doch auf mindestens eine Saison angesetzt, doch was solls. Er sprang auf, unterschrieb und von seinem Gehalt kann er sich immerhin den Abschleppdienst leisten - zur Hälfte!
Nachdem es ganz schlecht aussieht für die Wiederöffnung der norwegischen Liga ist es nun amtlich. MiKu wird seine Karriere nach 3,5 Jahren und 7 Saisons als Trainer con HamKam, Gefle IF und Vitoria Setubal vorrübergehend auf Eis legen. Er sieht keine andere Möglichkeit, nachdem er regelmäßig massive Rückschläge erlitt.
Wo und wann er sein Traineramt wieder
aufnehmen wird ost noch ncht klar, steht also in den Sternen.
"Auf alle Fälle nicht Portugal, so viel steht fest, ich konnte hier nie Fuß fassen. Schweden wohl auch nicht, wenn Norwegen eröffnet, dann dort oder Finnland, aber wer weiß wo mich der Wind hinträgt."
Man darf also gespannt sein, Morgen wird er zumindest vorerst das letzte Mal auf der Trainerbank platznehmen.
Nach diesem Tiefpunkt, am vergangenen Wochenende, trat MiKu vor die versammelte Presse, die Wutrede von neulich wiederholte er nicht, man will die Journalisten ja nicht langweilen, stattdessen verkündete er in klaren Worten seinen Entschluss.
Er wird nächstes Jahr definitiv nicht mehr in Portugal trainieren, wird Vitoria Setubal also nach 2 Saisons wieder verlassen, immerhin hielt es ihn länger als bei Gefle, zudem
wird er wohl nächstes Jahr, nach 3 aktiven Jahren als Trainer eine kreative Pause einlegen. Die einizige Chance MiKu nächste Saison auf einer Trainerbank zu erleben wäre die Wiederbelebung von Norwegen. In allen anderen Fällen will er sich für mindestens 1 Saison aus dem aktiven Trainerdasein verabschieden. Seine drei engen Freunde in Asien, Afrika und Südamerika werden selbstverständlich weiter machen!
Es brodelt und donnert im Hintergrund, doch nicht nur dort, auch im Vordergrund geht es im Vorstand von Vitoria Setubal drunter und drüber. Man steht trotz Heimsieg auf der schlechtesten Position der laufenden Saison und auch die Frage warum man überhaupt an MiKu festhält stellt sich. Der konnte mit einem 8.Platz in Schweden und einem 10.Platz in der abgelaufenen Saison wenig überzeugen. Auch diese Saison steuert man zielstrebig in Richtung Langeweile und dass er Vitoria auf Platz 16 stehend übernahm gilt
demnächst auch nicht mehr als Ausrede.
Was ist also los? MiKu scheint eh Abwanderungswillig zu sein, nach seinem Ende in Norwegen nach der Ära Müller scheint er keinen festen Platz mehr zu finden. Es wird sogar von einer kreativen Pause gesprochen, legt MiKu nun also nach 3,5 Jahren Fußballtrainer-Dasein seine Karriere erstmal auf Eis?
Der Verlauf der Restsaison wird wohl einen großen Ausschlag geben, doch wenn das Saisonziel erneut verfehlt wird, sieht es ganz danach aus. Allein die Zeitungsartikel sagen alles!
"Es ist zum Mäuse kotzen! Da läuft eine Saison durchaus brillant, weit über unseren und meinen Erwartungen, da macht man sich Hoffnungen die Saison in guter Position, und gute Position wäre bei uns schon ab, sagen wir 8 aufwärts, zu beenden und dann wird man an einem Spieltag kaputt gebombt. Zurück auf den Boden der Tatsachen quasi. Kein Wunder, wir haben den besten Angriff der Liga, da hält man mit voller Wucht dagegen. Eigentlich könnte das auch abschreckend wirken, aber
bei uns irgendwie nicht. Ach, es ist doch jede Saison die selbe Sche*#§, warum mache ich das überhaupt noch? Sicher nicht, weil mir das ganze so noch Spaß macht. Nein ich bin nicht Amtsmüde, aber schauen sie sich die Situation mal an, seit dem Müllerschen Super GAU läuft es immer nach dem selben Muster bei mir! Und, falls sie darauf warten, nein, ich habe NICHT fertig!"
Und damit verließ der rote, ins violette gehende, MiKu die recht kurze, aber auch kurzweilige Pressekonferenz!
Hat man letzte Woche noch angekündigt, man würde sich eine schlitzohrige Taktik überlegen, steht man diese Woche 6 Plätze weiter vorne, auf dem fünften Rang. Vielleicht grüßt also dieses Jahr mal nicht das Murmeltier und MiKu wirft alle negativen Erfahrungen über Bord. Bisher gehörte er immer zur zahlenmäßig eindeutig überlegenen Armee der Verlierer (wer die Anspielung zum Titel erkennt, Hut ab!) doch nun blickt man augenreibend auf
die Tabelle und sieht einen verschwinden geringen Abstand zum Tabellenführer, ja sie haben richtig gelesen, der Abstand zum Platz an der viel zitierten Sonne beträgt lediglich 3 Punkte, während die imaginären Abstiegsränge in hoffentlich unerreichbare Ferne gerückt sind.
Zwar war das ausgegeben Ziel in den Reihen von Setubal die obere Tabellenhälfte, doch dass nun alles vom internationalen Geschäft träumt dürfte sich von selbst erkären.
Jetzt icht aufgeben heißt die Devise, die derzeit bie Vitoria Setubal vorherrscht, denn momentan trennen einen lediglich 2 lächerliche Punkte von einem internationalen Startplatz, trotz der derzeitigen elften Position in der Liga. Es ist eine einmalige Chance, die Abstiegsplätze sind schon weit hinter sich gelassen und der Trainer hat Spaß bei der Arbeit.
Dummerweise verlor MiKu
vergangene Woche seine kompletten Trainigsutensilien, sowie seine Taktikaufzeichnungen fürs Wochenende. Da wird er sich nun spontan etwas aus den Fingern saugen müssen, zu dumm für einen Mann, der eigentlich gerne alles geplant und genauestens durchdacht hat, aber das lässt wohl oder übel nicht mehr ändern.
Also: weiter, weiter! ud sich eine schlitzohrige Taktik überlegen!
Blickt man eine Saison zurück, nämlich zum 17.Spieltag der Vorsaison, könnte man eigentlich zufrieden sein, denn nun steht man mit 4 Punkten mehr und 10 Gegentoren weniger immerhin 8! Plätze besser da, statt 18 auf der 11. Doch dann ist da wie immer die andere Seite der Medaille. Eine 1:2 Heimniederlage katapultierte Vitoria Setubal heraus aus den internationalen Plätzen und somit raus aus den
großen Hoffnungen für diese Saison.
Es hätte alles so schön werden können, lange Zeit war man das Aushängeschild des "MiKu-Clans", jetzt bleibt doch wieder nur die Lachnummer und das Abrutschen in untere Tabellenregionen. Was jetzt kommt fragen sie? Abstiegskampf -> Langeweile beim Setzen -> Nichtabstieg und nächstes Jahr von vorn!
Oder etwa nicht? Es wäre zu hoffen.
Die Geschichte ist schnell und trotzdem, oder gerade deswegen, immer wieder erzählt. Nach den jüngsten Erfolgen bei Vitoria Setubal und Trainer MiKu sollte der Fall baldest möglich einsetzen. Allein schon aus traditionellen Gründen, doch auch am vergangenen Spieltag gabs zur, nach dieser Theorie erwartbaren, 1:3 Heimniederlage noch einen 3:0 Sieg gegen den FC Porto und somit liegt Vitoria weiterhin vorne mit dabei, sprich,
auf Platz sechs. Irgendwie scheint alles lockerer zu sein als sonst. Die Taktik ist kaum zu kritisieren, der Spaß am Spiel ist vorhanden und das Heimweh in Richtung Norwegen hält sich auch in Grenzen! Bestätigen Ausnahmen letztendlich doch die Regeln? Oder ist das immernoch nur die Ruhe vor dem Sturm? Wer Portugal einmal erlebt hat, der weiß, dass Gewitter blitzartig (welch ein Wunder) aufziehen können, also: Gemach!
Eigentlich kein Begriff, den man mit dem Gesicht von MiKu in Verbindung bringt. Sein Bart ist weder extrem lang, noch extrem kurz. Sein Haar trägt er so, wie man sich wohl eine herkömmliche Frisur vorstellt. Pfeife rauchend sieht man ihn im Fernsehen nicht und auch seine Karriere blieb mit Ausnahme des Aufstiegs in Norwegen von Aufregern verschont. Doch jetzt ist man zumindest in einem Punkt extrem, man hat die meisten Tore geschossen, zumindest
Auswärts, wo man gleichzeitig die meisten Gegentreffer kassierte, zudem verlor man trotz 6 Punkten an diesem Spieltag einen Tabellenplatz. Ziemlich aufregend, finden auch die Vitoria Fans, die seit dieser Woche erstmal mit über 50 Prozent der Meinung waren, dass der Norweger der Richtige Trainer für sie ist.
Nun strebt man zwar offiziell nur die obere Hälfte an, doch die temperamentvollen Portugiesen hoffen insgeheim natürlich auf mehr.
Bla bla bla, guter Platz, bla bla bla wie immer wird der Einsturz kommen bla...bla...blaaaa...
So einfach ist es dann doch nicht, denn mit einiger Überraschung blicken die Verantwortlichen von Vitoria Setubal derzeit auf die Tabelle. In dieser liegt man momentan auf einem extrem guten zweiten Platz, zwar trennen einen auch nur wenige Punkte vom hinteren Feld, doch heißt es nicht: "Genieße den
Augenblick"? Jetzt heißt es weiter dran bleiben, nachdem man zuletzt zweimal Auswärts traf will man an die guten Auswärtsreisen anknüpfen. MiKu gönnt sich derzeit ein wenig Urlaub, er leitet das Training per Skype und erholt sich von der sengenden Hitze Portugals in seiner Heimat Norwegen, darüber hinaus informierte er sich umgehend, wann denn der Spielbetrieb weder aufgenommen wird, noch ohne Rückmeldung.
Ist das wirklich gut gewesen, oder wars ein Rückschlag für die Elf von MiKu? Die Antwort lautet "Jein!". Zwar liegt man momentan mit 10 Punkten bei lediglich 2 Niederlagen gut in der Tabelle (Platz 5), doch war der Aufwand, mit dem man sich einen Punkt auswärts erspielte sehr groß. 5 Tore mußten her und am Ende wurde ein sichergeglaubter Sieg verspielt. Das relativ lockere 1:0 Zuhause entschädigte dann ein wenig für den
Kraftakt in der Fremde. Wenigstens liegt man in diesem Jahr nicht von Beginn an im Abstiegskampf, der eigentlich gar keiner ist. Will man die Saison also spannend gestalten für die Fans sollte man zumindest ein wenig Ambitionen nach oben hegen, wobei es dafür im Moment relativ gut aussieht. Doch wer MiKu kennt, der weiß ...jaja ich weiß ja jetzt, wir kennen inzwischen die stets selbe Leier um den Erfolg von Trainer MiKu, also wiederholen wir es mal nicht!
Man schwimmt momentan einfach mit, wie das letzte Woche bereits erwähnte Holzstück im Bohneneintopf. Setubal hat die obligatorischen sechs Punkte, liegt in der Mitte der Tabelle und nur MiKu hat dabei noch nicht die obligatorischen Probleme. Die tauchen wohl erst nach dem fast vorprogrammierten ersten Heimausrutscher aus, der nach alter MiKu Tradition nicht mehr lange auf sich warten lassen wird. Noch hofft man auf anderes im Lager der Abstiegsbedrohten
Westportugiesen, doch darauf haben schon viele gehofft und stets kam es wieder wie es kommen muss. Sollte dies nicht bald der Fall sein, sei den Fans von einem MiKu-Experten gesagt: Verkauft eure Dauerkarten nach der Hinrunde, denn die Rückrunde kann nach einer guten Hinserie nur versaut werden, so war es und so ist es und so wird es immer sein im Hause des Norwegers, dann tauchen wohl wieder die Heimwehattacken auf - und täglich grüßt das Murmeltier!
Wer MiKu für einen Langweiler hält, der hat dieser Tage wohl Recht, darauf kann sich die Überschrift dann wohl nicht beziehen. Wohl eher auf die Tabellensituation und die in Setubal eingekehrte Ruhe vor dem Sturm, zwar liegt man mit Platz 5 so gut wie noch nie, doch ist diese Tabellensituation in etwas so aussagekräftig wie ein Stück Holz in einem Bohneneintopf. Was macht denn dieses Stück Holz in diesem Bohneneintopf? Es schwimmt und schwimmt und wird irgendwann sinken. Also ist zwar Platz 5 nicht gerade
aussagekräfitg und der Schein trügt hier, doch erweist sich die willkürlich erdachte Metapher des Holzes im Bohneneintopf als wirksam, denn sie spiegelt gewissermaßen die Misere von Vitoria Setubal wieder, wer kümmert sich schon um ein solches Holz? Wer kommt überhaupt darauf und wie kommt es überhaupt da rauf, wenn es sinkt. Die Antwort lautet: wohl gar nicht, oder hat MiKu diesmal in das "Holz" Vitoria Setubal einen Entwässerungsgenerator gebaut, der es auf der Oberfläche der Bohnensuppe hält?
Er schlendert den Strand entlang, die Hände locker in den Hosentaschen, der Kopf weitgehend frei. Eigentlich sollte er nervös sein. Letzte Saison war ohne große Erwartungen in Setubal, am Ende wurde man Zehnter, doch dieses Jahr steigt der Erfolgsdruck - anscheinend nicht bei MiKu:" Ist doch jedes Jahr das Selbe, wir nehmen uns viel zu große Dinge vor, wir sind enttäuscht, obwohl es keinen
Anlass zum Ärger gibt, deswegen sag ich ihnen, wir gehen das Ganze einfach mal völlig befreit an. Ich teste junge Spieler, sicherlich, ich hab sie in der Vorbereitung nicht geschont, aber wichtig ist Erfahrung, nicht Siege!" Ist diese Alibi-Lockerheit der richtige Weg? Fakt ist, dass MiKu nun endlich mal wieder Erfolge feiern muss, wenn er nicht in die absolute Bedeutungslosigkeit der Trainerzunft absinken will!