Was für eine verlorene Saison. Mit hoher Wahrscheinlichkeit reiht sich Massai Uno zu seinem Einstand mit seiner Endplatzierung in die schlechten Ergebnisse der letzten zwei Jahre mit ein. Alle guten Vorsätze – wie weggespült. Nein, eher wie verarbeitet in der neuen Veganmettwurst der Non-Meat-Metzgerei. Probieren Sie es jetzt aus! Mettwurst „Broken Dreams“! Jetzt zum WSV-Preis 2,99 mit 30 Prozent Nachlass, wenn Sie uns beweisen können, dass es selbst für Uno möglich ist, hier noch Meister zu werden…
Noch zwanzig Stunden bis zum nächsten ZAT. Hier in Südafrika kann es ja noch um so vieles gehen. Meisterschaft, Champions League. CAF Cup. Abstieg. Alles dabei. Wenn man nicht Trainer von SuperSport United Football Club wäre. Tja, dann wäre noch ein bisschen Spannung da. So aber müssen wir uns damit zufrieden geben, dass eine weitere mittelmäßige Saison bald ihr Ende gefunden hat. In dem Sinne: Noch 692 Stunden bis zum nächsten ZAT, wo es dann hoffentlich endlich wieder um was für SSU geht. Achja, und die 500 Zeichen sind auch schon erreicht worden. Toll.
Das zweite Standbein von Massai Uno, die Veganmetzgerei, entwickelt sich prächtig. Das ist auch gut so, denn er befindet sich mit dem anderen Bein schon fast in der National First Division. Daher greift er nun zur neuen Methoden um das florierende Geschäft weiter anzutreiben.
Der Metzgermeister klöppelt rhythmisch mit dem Fleischerbeil auf den Fleischklops vor ihm ein, die Fleischereifachverkäuferin ihres Vertrauens auf Teilzeitbasis lässt lasziv ihre mehr als nur
ausladenden Hüften kreisen und die Fliegen surren Kreise ziehend um das leicht müffelnde Grünkerndinkelhackfleisch. Das Leben kann so einfach sein, schmeiß ‘ne Platte rein, hör gute Mucke und bewege dich zum Beat. Willkommen in der wohl hippsten In-Metzgerei NMR! Jetzt neu mit drei Floors zum Abdäääääncen. Hier bist du genau richtig zu Alkoholfreibierwurst und Tofuteewurst! Hier ist der Puls der Zeit! Wer braucht noch Fußball wenn er eine Metzgerei zum Tanzen hat?
Während der Jones an der Spitze langsam fast schon behutsam vom Regen auf Feder in die Traufe getragen wird, kotzt der dämliche Uno weiter Dreck im tiefen Abstiegssumpf. Und das liegt, meine werten Herren, beileibe nicht an den deliziösen Leckerbissen seiner Non-Food-Metzgerei.
Hoffnungslos. Orientierungslos. Aussichtlos. Otto, wo bist du? Der Abstiegskampf spitzt sich für SSU
weiter zu. Die Schlinge zieht sich immer fester zu. Schließlich ist noch ein Platz neben Ajax zu vergeben. Aber irgendwie wollen die anderen Teams ihn nicht einnehmen. Es erscheint wahrscheinlich, dass Vegan-Fleischer Massai Uno mit seinen SuperSportlern den vakanten zweiten Platz einnehmen wird im Eilzug zurück in die Mvela. Aber dann bitte mit Gegentorrekord. 41 Gegentore sollten doch noch machbar sein…
Ähnlich wie Chris tanzt Uno zurzeit in seiner Veganmetzgerei zu Deichkind zu Tracks wie „Leider fleisch“ oder „Illegale Steaks“. Aber das war’s auch schon mit den Gemeinsamkeiten. Mehr haben die beiden sich eigentlich nicht zu sagen. Vor allem wenn man den Blick in das Land von Unos Schwippschwager Bango und Chris’ Onkel, der zeitgleich auch sein Bruder ist, Australien wirft. Hier geht es noch richtig um die Wurst. Hier in Südafrika sieht die Sachlage dagegen anders aus. SSU und Celtic sind weder Fisch noch Fleisch. Ein Platz im grauen Mittelfeld droht. Und das ist sogar – angesichts des langen, zermürbenden Abstiegskampfs von SSU – leider geil.
Der Verein des Monats Februar 2012, SuperSport United F.C steht mit eindreiviertel Beinen in der National First Division. Abermals droht der Abstieg. Muss man sich im Loftus Versfield nun statt Dynamos, Arcadia und Kaizer Chiefs auf Katlehong, Orlando und Mpumalanga einstellen?
Das hat man sich ganz anders vorgestellt, als Massai Uno das Amt wieder übernommen hat. Schließlich wurde er Meister in Sambia. Wie viel Stellenwert dieser Titel offensichtlich haben muss, wird nun besonders deutlich. Hier werden die echten Meister Afrikas gemacht. Die Fleischtheke ist angerichtet. Das Frischfl…, ähh, Frischtofu kann kommen! Jetzt werden auch heilige Kühe geschlachtet! SSU bleibt erstklassig!
Friede, Freude, Dinkelkerneierkuchen. Die Metzgerei NMR gleicht immer mehr einer einzigartigen Erfolgsstory. Auszeichnungen über Auszeichnungen für den doch so unerfahrenen Hobbyveganmetzger aus Pretoria.
Vlad: Herzlichen Glückwunsch, du bist Trainer des Vereins des Monats Februar 2012. Massai Uno: Oh, vielen Dank. Es ist mir eine absolute Ehre. Vlad: Das hast du dir aber auch verdient! Massai Uno: Jop, ich habe ja auch so viel beigetragen zu der ruhmreichen Historie SSUs! Vlad: Und wie. Aber hey, ich hab da noch ne Auszeichnung in der
Hinterhand. Hier. Du bist auch Metzger des Monats Februar 2012! Massai Uno: Wow danke! Einfach genial.
Abseits der Szene unterhalten sich eine Kundin und die Fleischereifachverkäuferin ihres Vertrauens auf Teilzeitbasis miteinander.
Kundin: Macht er das immer? Redet er immer mit der Haferkleiestreichwurst in der Theke? Fleischereifachverkäuferin ihres Vertrauens auf Teilzeitbasis: Ja. Am besten nicht beachten. Sie müssen ihn mal erleben, wenn ich frisch zubereiteten Wurstsalat in die Theke lege. Da beginnt er plötzlich vom Bambi für Integration zu faseln…
Ist es ein Hilfeschrei? Das letzte Mal Luftholen bevor die schweren Wassermassen einen für immer erdrücken? Man weiß es nicht. Fakt ist nur eines: Mit einem UB kann es nur nach vorne gehen. Die ganze Hoffnung des Dreiviertelvladclans liegt in McKinsey.
Der McKi-y (auf schwäbisch: Mäggi) wäre natürlich nicht ein Mäggi, wenn er nicht als Rudeltier anzutreffen wäre. Neun Mäggis begeben sich also zurzeit im Hause Vlad und stellen jede Internetsuchmaschine, jedes Excelsheet, jeden Abakus, jede Kaffeetasse auf
den Kopf; eben alles Notwendige um ein erfolgreicher Copatrainer zu sein. Und sie sind richtig schnell. Auf den ersten Blick war schon klar, was zu tun ist: Personal rausschmeißen, Software von SAP kaufen, Server, die diese Softwareleistung bringen können leasen und generell absofort nur noch mit Powerpoint arbeiten. Darauf kommt’s an. Die ersten Resultate sehen Sie hier schon jetzt: Statt drei Tippsen wird nur noch eine überbezahlte, mies gelaunte Kolumna-Krause mit befristetem Arbeitsvertrag eingestellt.
Was ein Jones kann, das kann ein Uno erst recht. Damit meint das arme Würstchen gewiss nicht, dass es eine doppelte Meisterschaft in Südafrika anpeilt, sondern, dass Uno auch eine Metzgerei in Südafrika eröffnen will. Der Markt vertrage sicherlich zwei Anbieter, so Uno. Doch er geht als Vollveganer einen anderen Weg. Schließlich verbiete es ihm seine Massai-Religion, dass er etwas isst, was in einer Legebatterie einen Schatten auf eine tote Henne geworfen hat oder glückliche Kühe, die auf einem glücklichen Biobauernhof mit glücklichen Schweinen gefüttert werden. Es sei zwar hart, aber das müsse er
akzeptieren. Und seine Kunden auch.
Darum eröffnet Massai Uno jetzt die erste Non-Meat-Metzgerei (kurz NMR) Südafrikas. Wenn nicht sogar der Welt. Statt Blutwurst gibt es Gründinkelkernwurst, statt Fleischsalat Paprikasalat mit Fleischgeschmack, Sojasalami oder für die ganz Exquisiten eine Roulade, die aus Analogkäse und Imitatwurst besteht. Wir wünschen ihm ganz herzlich Erfolg. Denn Uno braucht schleunigst ein zweites Standbein. Mit der Trainertätigkeit lässt sich kein Blumentopf mehr gewinnen. Aber zumindest ist aus dem armen Würstchen jetzt schon mal ein armes Sojawürstchen geworden. Immerhin.
Kaum sind die ersten großen Töne verklungen, die ersten Duftmarken gesetzt, die ersten Reviere markiert, lässt sich schon ein Abziehbild der noch so jungen 34. Saison erkennen: Für SSU wird alles beim Alten bleiben.
Gescheiterter Traineremporkömmling Uno: „Wissen Sie, ich bin wahrscheinlich der einzige, der 16 Erstligatrainer, der sich nicht darüber freuen kann. Einst in Sambia, Sie wissen schon, diese degenerierte, einst florierende Copanation. Tja, da durfte ich um Meisterschaften
mitkämpfen. Hier bin ich ja leider recht schnell wieder auf mein eigentliches Maß zurechtgestutzt. Hier wird es die kommenden 28 Spieltage nur noch darum gehen, sich möglichst weit von der Abstiegszone zu entfernen. Für diese frühe Erkenntnis sollten, nein müssten wir uns ja eigentlich bei Herbstar bedanken! Es ist wichtig so früh wie möglich seine eigenen realistischen Ziele zu wissen…“ Fleischereifachverkäuferin Jones: „Jaja, ist ja schon gut. Wollen Sie jetzt die grobe oder nicht?“
Da ist er wieder. Das eitrige Geschwulst Afrikas, der letzte übrig gebliebene Kartoffelkloß vom Weihnachtsfestmahl, die ranzige Blutwurst im hinteren Eck der Glastheke der Vinnie Jones Metzgerei, der kalte Angstschweiß auf Moreno Deus behaarten Schultern, der Mann im Tweedanzug auf dem FKK-Strand am Darß, kurzum: Massai Uno ist wieder da.
Nach drei turbulent-langweiligen Saisons im schnöden Sambia kehrt Massai Uno zurück in das große Land, in das er sich schon damals ganz zu Beginn seiner Trainerkarriere so unsterblich verliebt hat. Doch warum verließ er dieses dann? „Um
Sambia herunterzuwirtschaften!“, so die kurze, prägnante Antwort des streitbaren Aus-Ein-Zurückwanderers. Schließlich hat er dieses einst stolze, aufstrebende Land mit seinen blühenden Landschaften verbrannt und zerstört zurück gelassen. Er blamierte es (Sambia Premier League Saison 32), riss es nieder (CL-Saison vorige Saison, Gruppenphase 1, Gruppe D) und trampelte schließlich darauf herum (eintöniger 08/15-Artikelbrei). Doch jetzt soll anders werden. Die Mission ist erfüllt, der blaue Stern haftet unwiderruflich an seinem Profil und, hach, es ist einfach Weihnachten, reicht das nicht?
Ein Mann sitzt im Dunkeln auf einem Stuhl. Er stöhnt. Hat er was gehört? Wenn er doch nur die Fesseln lockern könnte… Doch da war was… Ein schwach leuchtendes, flackerndes Licht geht plötzlich an. Ist das ein Schatten? Ja. Plötzlich kommt ein untersetzter, leicht wahnsinnig wirkender weißer Mann in seltsamer afrikanischer Stammesverkleidung, der wohl eher bei den Village People mitmachen könnte, aus dem Schatten hervor.
Lügnav: WAS? Uno? Du bist es? Massai Uno: Ja, richtig. Massai Uno. Lügnav: Warum hast du mich hier gefangen genommen und Tage lang hier im Verlies eingesperrt? Kaum Wasser, nichts zu essen, ich musste in meinem eigenen Popi schlafen, und hier ist die Heizung gerade mal auf lauwarm. Was soll das? Massai Uno: Ich bin hier um mir das zu holen, was ich verdient habe. Lügnav: Den Abstieg? Der ist leider nicht mehr möglich. Massai Uno: Nein, mein Meisterinterview. Lügnav: Sag mal spinnst du? Deswegen hast du mich unter Anderem auch gefoltert? Massai Uno: Ja. Es steht mir einfach zu. Lügnav: Hallo? Geht’s noch? Du hast hier zwei Tage lang das Best-of-Album von Sarah Connor laufen lassen. Ich kenne jeden Song jetzt auswendig. Du hast mir die Zeitungsartikel von Andi von Hideta vorgelesen. Jeden verdammten einzelnen! Ich kann nicht mehr schlafen. Massai Uno: Fang einfach an.
Massai Uno legt ihm einen Notizblock auf den Schoss, auf dem einige Fragen notiert sind. Lügnav liest sie sich durch und schüttelt fast schon resigniert den Kopf.
Lügnav: Willst du es nicht verstehen? Du bist einfach nur langweilig. Massai Uno: Nein, gar nicht wahr. Los, fang an. Lügnav: Ich weigere mich. Diese durchschnittlichen Fragen sind unter meiner journalistischen Würde.
Massai Uno drückt auf einen Knopf. Laut ertönt eine „Melodie“ mit Frauenstimme: „Froooom Saraaaah with loooove“. Lügnav schreckt zusammen.
Lügnav: Jaja, schon gut! Mach das bloß aus! Alsooo. Wie fühlt es sich an Meister zu sein? Massai Uno: Toll. Einfach nur toll. Lügnav: Mehr hast du
nicht hinzuzufügen? Massai Uno: Nö. Lügnav rollt mit den Augen: Seh’s doch ein Uno. Du bist langweiliger Durchschnitt. Niemand will was von dir lesen. Massai Uno: Mach weiter. Lügnav: Ich weigere mich.
Massai Uno beginnt von einem Zettel etwas abzulesen: "doch leider kamen die Mannen um Startrainer Andi von Hideta nie so richtig in..."
Lügnav schreit: Das ist ja nicht auszuhalten. Hör auf! Massai Uno: Dann mach weiter. Lügnav: Ok, ok. Was sagst du zu deinem Auftreten in der Champions League? Massai Uno: Die Konkurrenz war verdammt hart. Da war einfach nicht mehr drin gewesen. Lügnav: Komm schon. Ein bisschen mehr kannst du schon noch sagen. Geht’s vielleicht nicht noch ne Ecke kreativer oder witziger? Auch wenn das für dich schwer ist? Massai Uno: Willst du etwa sagen, dass ich nicht witzig bin? Lügnav: Ach was. Du bist so witzig wie Guttenberg bescheiden ist. Massai Uno: Also. Was haben ein Eichhörnchen und ein Toaster gemeinsam? Lügnav: Nichts? Massai Uno: Ja, verdammt. Woher wusstest du das? Lügnav flüstert: Oh mein Gott, warum tust du mir das an? Erlöse mich von den Qualen… Massai Uno: Also weiter geht’s! Lügnav: Rechnest du in der Folgesaison mit Gegenwehr? … Mein Gott, Uno, das ist wirklich mies. Massai Uno hört nicht zu: Ja natürlich. Als Meister ist es wirklich nicht einfach. Lügnav: War’s das jetzt? Kann ich gehen? Massai Uno: Nein, du bleibst nochmal eine Woche hier. Vielleicht finde ich noch Verwendung für dich. Lügnav: Warum das denn? Das reicht doch für ein Interview völlig aus? Massai Uno: Les die letzte Frage, die du vergessen hast, vor. Da findest du dann eine Antwort auf deine Frage. Lügnav: Glaubst du an die Titelverteidigung… Sag mal, ist das ein Witz? Du willst doch nicht behaupten, dass…
Das Licht geht aus. Lügnav hört Schritte die sich entfernen. Er schreit, will sich befreien. Doch es hilft nichts. Er bleibt im Verlies gefangen.
Für den sympathischen Titelverteidiger der Premier League geht es nun in den Endspurt. Im Gegensatz zur letzten Saison ist City of Lusaka dagegen nicht der Verfolgte. Oder doch? Schließlich sind die Citizens mit dem Tabellenersten punktgleich…
… wie drei weitere Teams. Wird der Titel unter diesen fünf Teams also ausgemacht? Diese Frage stellt sich ja eigentlich nicht, wenn man den Blick nördlich von City wandern lässt: Kafue, Dynamos, Chilanga… Von demher stellen wir die Frage auch nicht. Aus fünf
mach eins. Bedenkt man dabei, dass Nkwazi und Eagle mit Verlaub eh nur das Ziel Vizemeisterschaft in die Augen gesetzt haben, wird das Ding nur noch zwischen Indeni, ZNS und City ausgemacht. Das TK spricht hier vor Allem gegen ZNS trotz guter Torbilanz. Gegen City spricht die schlechte Heimbilanz. So wird man nicht (wieder) Meister. Und dieses Mal ist es doch recht unwahrscheinlich, dass die obligatorische Indeni-A-6 fruchtet. Wer bleibt also noch übrig?
…
Keiner?
…
Hmm…
…
Einigen wir uns doch einfach auf den Markert.
Loosaka (WC-Man sei dir des Witzes bewusst!). Massai Uno, seines Zeichens Noch-Meister Sambias kocht weiter an seinem Einheitsbrei herum und gibt sich wirklich viel Mühe damit ihn so eintönig und fad wie möglich zu halten. Doch es gelingt ihm nicht ganz. Ein kleines Pfefferkörnchen Brisanz ist ihm wohl in den Brei gefallen.
Der Meister bekommt langsam die von den Ligakollegen (selbige, die eben jene nicht erbringen, stimmt’s Abenteuer?) erwünschte Gegenwehr zu spüren. Mit dem 4:3
daheim gegen Aufabsteiger Lusaka City Council fielen im Stadion der Citizens die Heimgegentore 16, 17 und 18. Zum vergleichbaren Zeitpunkt in der letzten Saison waren es nur 2; die ganze Saison sogar nur 15. Ungewohnte Gegenwehr für Uno, der sich erleichtert zeigt, dass die Schwemme an qualitativ hochwertigen, kreativen, witzigen Zeitungsartikeln ein abruptes Ende gefunden hat. Dennoch ist ihm schon der einzig witzige Artikel (nämlich der von Riegel Gutendorf) schon zu witzig genug. Seine Zeit in Sambia neigt sich dem Ende entgegen.
Ein durchwachsenes Spielwochenende für den Meister City of Lusaka. Müssen die Citizens damit die Meisterschaftsträume ad acta legen?
In einem spannenden Spiel der beiden CAF Champions League-Totalversager konnte der Meister die Klasse früherer Tage ein erneutes Mal aufblitzen lassen und gewann abermals 4:1 bei dem dreifachen Ex-Meister unter der Ägide von Andi von Hideta II. Donnerlittchen, war das spannend. Im zweiten atemberaubenden
Spiel musste das Team von Massai Uno sehr viel Gegenwehr erleiden und sah sich zwischenzeitlich einem wahren Sturmlauf daheim entgegen. Indeni FC spielte wie befreit und sicherte sich letztlich mit einem fantastischen 6:3 in Lusaka die Punkte und brachte den Meister immer mehr in Bedrängnis. Bedeutet die zweite Heimniederlage der Saison nun das endgültige Aus der Titelträume? Es sieht ganz so aus. Aber mehr Erkenntnis werden definitiv die nächsten elf Spiele bringen.
Der Meister kommt immer besser in Fahrt. Am vergangenen ZAT gelangen den Hauptstädtern zwei enorm wichtige Siege gegen die Power Dynamos und die Forest Rangers. Der Sieg gegen die Forest Rangers war gleichzeitig auch eine kleine Wiedergutmachung für das 1:2 in der Hinrunde. Man merke: Der Massai Uno vergisst nie (außer das Erstrunden-KO in der CAF Champions League. Das sei gar nie geschehen, so Uno.) Es geht also weiter. Vielleicht gelingt ja sogar das unmögliche: Klassenerhalt trotz den viertmeisten Gegentoren der Liga. Es ist wahrlich nicht einfach als Meister. Aber vom Himmel runterfallen will man ja eigentlich auch nicht.