Es war traurig mitanzusehen, wie aus dem ehemaligen französischen Meister En Avant de Guingamp in den vergangenen Saisonen selbst in der zweiten Liga ein hoffnungsloser Underdog wurde. In kurzer Zeit wurden vier Trainer verschlissen und unter keinem konnte auch nur annnähernd an den Aufstiegsplätzen geschnuppert werden. Der Tiefpunkt wurde dann aber erst in der zurückliegenden Spielzeit erreicht: Abgeschlagen und ohne Coach rangierte der Klub am
Tabellenende der Ligue 2. Mit dem Finnen Semon Lehtola aus der estnischen Trainerschmiede im ägyptischen Exil ergreift ein neuer Mann das Ruder bei En Avant und soll den Verein langfristig zu alter Stärke verhelfen. Dabei verfolgt man jedoch einen Weg der kleinen Schritte. Erstmal raus aus dem Tabellenkeller heißt es deshalb in der kommenden Saison.
So richtig aufwärts ging es bei den Bretonen aus Guingamp diese Saison noch nicht, obgleich man sich auch keine der vorderen Platzierungen ausgerechnet hatte. Aber der zu Buche stehende 17. Tabellenplatz wirkt nicht nur auf die Fans etwas sehr mager und so stehen die Mannen um Trainer Semon Lehtola zur Mitte der Hinrunde bereits unter einigem Zugzwang. Bis Hinrundenende möchte man sich jetzt bis zur Tabellenmitte hochkämpfen, um die eigentliche Saisonzielvorgabe nicht frühzeitig verspielt zu haben.