Es hat sich einiges getan, seitdem der Mäggi im Hause war. Wir berichten.
Karla Kolumna-Krause: Ich berichte aus dem Hause Vlad, wo bekanntlich die Einschaltquoten am Sinken waren (irgendwo in der Ferne hört man den Grafen grummeln). Was hat sich seit dem Besuch der Mäggis getan? Neun Mäggis stellten bekanntlich den Laden auf den Kopf als Vlad griesgrämig festgestellt hat, dass es in keiner der Ligen Südafrika, Australien und Argentinien läuft. Daraufhin wurde einiges umgestellt: Software gekauft. Server für die Software gekauft. Personal rausgeschmissen. Rausgeschmissenes Personal in eine interne
Leasinggesellschaft mit schlechteren Tarifverträgen untergebracht und regelrecht demotiviert. Die Erfolge sind beeindruckend: Kaum war Vlad wieder zurück im Hause, machte er einige kurze Telefonate und ist nun begeistert. Was ist passiert? Für teures Geld hat er seine Anwälte beauftragt die für noch teureres Geld beauftragten Mäggis rauszuschmeißen und ist nun dabei wieder aufzuräumen.
Das wird ihm hoffentlich eine Lehre sein. Das Schreckgespenst Unternehmensberater ist nun für alle Zeit aus dem Hause Vlad verschwunden. Bis zur nächsten Krise. Bestimmt.
Herzlich willkommen in der wohl am besten frittierten, ähh, frisierten Stadt Argentiniens, Rosario.
Karla Kolumna-Krause: Hola, Senhor. Haben Sie mir was zu sagen? Graf Zahl: Senor schreibt man doch ohne h, Senorita Kolumna-Krause. Aber nein, sonst nichts. KKK: Wie immer eigentlich. Dann können wir’s eigentlich auch sein lassen. GZ: Taten wir das je? Es einfach so sein lassen? KKK: Nene, die 0,3 TK müssen hart interviewt werden. Aber sonst fällt Ihnen wirklich nichts auf? Nicht mal an mir? GZ: Hmm. Nicht wirklich. Außer, dass Sie die sinnlose Diskussion über… KKK: Sinkende Einschaltquoten, genau. GZ: Verdammt! Noch! Mal! Das! Ist! Ein! Zeitungsinterview! KKK: Nana, jetzt markieren Sie hier mal nicht den Eigenrauch. Also Sie nehmen keine Veränderung an mir
wahr? GZ: Nein, wirklich nicht. Haben Sie eine neue Brille auf? KKK: Ich trage keine Brillen. GZ: Das wiederum kann man in einem Zeitungsinterview nicht sehen, oder? ;-) KKK: Was soll jetzt dieser Smiley? GZ: Der geht bekanntlich nur in einem Presseartikel. KKK: Hombre. Also… ? GZ: Wirklich. Nichts. KKK: Ich war beim Friseur! GZ: Was haben Sie gemacht? KKK: Spitzen schneiden lassen. GZ: Aha. Das MUSS man natürlich gleich erkennen. KKK: NEXT! GZ: Was soll das jetzt sein? KKK: Die innovative Wendung in unserer Show, mit der wir jetzt jugendliche Follower gewinnen werden. Was denken Sie denn? Noch nie MTV geschaut? GZ: Ist das ein Witz? KKK: NEEEEXT! GZ: Das ist ja so was von out. Da hab ich mehr von Ihnen erwartet… KKK: NEXT! NEXT! NEEEEEXT!
Herzlich willkommen in der wohl… ähhh… Ist das euer Ernst? Wirklich? Ok. Herzlichen willkommen im na ja, Großstadtmief von Buenos Aires.
Karla Kolumna-Krause: Buenos dias, Senor Zahl. Graf Zahl: Buenos aires, Senorita Kolumna-Krause. Was zum Teufel suchen wir hier? KKK: Na ja, sie wissen ja. Die Einschaltquoten sinken… GZ: Zum Teufel nochmal! Das hier ist ein Zeitungsinterview. Die Quoten können doch gar nicht.. KKK: … und da kam meine Redaktion auf die Idee, dass wir ja jeden Spieltag eine andere Stadt eines Fußballvereins in Argentinien besuchen könnten. So Reiseformate sind immer sehr begehrt. GZ: Dann ist die Tour ja bald zu Ende. Außer Buenos Aires und La Plata gibt’s da ja
nicht mehr viel… KKK: Seien Sie doch nicht so negativ. Wie finden Sie es hier? GZ: Nicht gut. KKK: Das war’s schon? GZ: Ja. KKK: Sollen wir dem Interview nicht noch eine gesellschaftskritische, humoristische, zynische Note verpassen, damit der Artikel nicht ganz so sinnlos erscheint? GZ: Taten wir das je schon mal?
EILMELDUNG.
GZ: Senorita Kolumna-Krause, Moment! Ihre Mutter war für einen der vier "Awardos Argentinos" nominiert. Was sagen Sie dazu? KKK: Bueno. Das ist aber kein Grund damit aufzhören mir meinen Rücken einzuseifen, Senor "Trainer der Saison". GZ: Das ist aber auch nicht wirklich witzig. KKK: Mir ist heut nicht danach. Ich hab Migräne.
Willkommen in der wohl hippsten und humorreichsten Stadt Argentiniens. Rosario.
Karla Kolumna-Krause: Hola Senor Zahl! Graf Zahl: Hola Senorita Kolumna-Krause! Sie sehen heute so besorgt aus? Was gibt es denn? KKK: Es sieht schlecht aus. Wir müssen wirklich beginnen zu kämpfen. GZ: Ach was. Ist doch noch alles drin. Eins verloren, eins gewonnen. KKK: Ich rede nicht von Ihren lächerlich-kläglichen Versuchen die Meisterschaft zu erringen.
GZ: Sondern? KKK: Die Einschaltquoten sinken weiter. Was sollen wir tun? Hmm… GZ: Ist das hier wirklich kein Zeitungsinterview? KKK: … Ich hab’s! Machen wir Stand-Up! Das ist idiotensicher. GZ: Wenn Sie es sagen. KKK: Muy bueno. Erzählen Sie ein Witz. GZ: Der Weh will seinen Worten Taten folgen lassen. KKK: Und weiter? GZ: Das war schon der Witz. KKK: Okay, lassen wir das lieber mit Comedy…
Herzlich willkommen in der wohl hippsten und alternativsten Stadt Argentiniens, Rosario.
Karla Kolumna-Krause: Hola Senor, Graf. Graf Zahl: Hola Senorita Kolumna-Krause. KKK: Wie Sie wissen sind unsere Einschaltquoten im Sturzflug. Daher dachte ich mir, … GZ: Si? Ich dachte, dass hier sei ein Zeitungsinterview. KKK: … dass wir ein kleines Spielchen zur Abwechslung spielen. Sie kennen das Spiel sicherlich auch. Es geht folgendermaßen: Ich packe meinen Koffer… GZ: Si. Ich packe meinen Koffer und nehme mit eine Rolle Pampers-News. KKK: Ich packe meinen Koffer und nehme mit eine Rolle Pampers-News und ein 3-Pfund-Steak aus dem Hause Vinnie Jones. GZ: Ich packe meinen Koffer und nehme mit eine Rolle Pampers-News, ein 3-Pfund-Steak aus dem Hause Vinnie Jones und einen Peruaner zum Koffer schleppen. KKK: Nur einen? Ok. Fangen wir mal an: Ich packe meinen Koffer und nehme mit eine Rolle Pampers-News, ein 3-Pfund-Steak aus dem Hause Vinnie
Jones, einen Peruaner zum Koffer schleppen und eine Flachzange zum Nüsse knacken. GZ: Ich bräuchte übrigens auch mal eine Flachzange für den Rohrbruch auf meiner Ranch. Sei’s drum: Ich packe meinen Koffer und nehme mit eine Rolle Pampers-News, ein 3-Pfund-Steak aus dem Hause Vinnie Jones, einen Peruaner zum Koffer schleppen, eine Flachzange zum Nüsse knacken und ein Dutzend Klaus-Kinski-Filme. KKK: Ich packe meinen Koffer und nehme mit eine Rolle Pampers-News, ein 3-Pfund-Steak aus dem Hause Vinnie Jones, einen Peruaner zum Koffer schleppen, eine Flachzange zum Nüsse knacken und … ähm, ja. Ein Dutzend Klaus-Kinski-Filme UND 0,2 TK für den wohl schlechtesten Artikel zum Saisonbeginn. GZ: Aber, Senorita Kolumna-Krause! Es muss doch ganz klar heißen: Ich packe meinen Koffer und nehme Nullkomma-DREI TK für den wohl… KKK: Haha! Verloren. GZ: Mist. KKK: Haben Sie sonst noch etwas zu Ihrer Niederlage zu sagen? GZ: Si. Feliz Año Nuevo!
Willkommen in der wohl schönsten, besten, atemberaubendsten, ach, Rosario, du bist einfach nur geil.
Karla Kolumna-Krause: Da sind Sie ja endlich. Sind Sie es auch wirklich? Graf Zahl: Hmm, ja, ich denke schon. KKK: Ich freu mir. Erzählen Sie mal. Was haben Sie so erlebt? GZ: Ach. So viel und doch so wenig. Ich war einfach überall. In Ägypten beim Alchimisten, in Deutschland unter Lobbyisten und zwar nicht sieben Jahre aber immerhin eine geraume Zeit in Tibet beim Dalai. KKK: Interessant. Und haben Sie sich nun selbst gefunden? GZ: Meinen Sie das Geheimnis des Meisterwerdens? Nein, ich bin immer noch so dumm wie vorher. Aber darauf kommt es nicht mehr an. KKK: Ja? Das ist doch Ihr oberstes Ziel? GZ: Auf den Tag genau fünf Jahre ist es her, dass ich hier in Rosario angeheuert habe. Und ich
habe keine einzige Minute bereut. Das zählt mehr als jede Meisterschaft. KKK: Ach, das haben Sie jetzt aber schön gesagt. Warum machen Sie mir nicht solche Komplimente? GZ: Sie wollen das doch nicht hören? KKK: Sie müssen noch soooo viel über Frauen lernen. Zum Abschluss versuchen wir jetzt noch mal ganz schnell dieses Gespräch als Interview durchgehen zu lassen. Meine Zalando-Rechnungen zahlen sich nicht von alleine. Also… Fünf Jahre ist es her als ein minder talentierter Trainer einen mittelmäßigen argentinischen Fußballverein in der zweiten argentinischen Liga übernommen hat. Seitdem hat sich nur die Liga geändert. Sehen Sie sich gescheitert? GZ: Ach, wie habe ich Ihren scharfzüngigen, bösen Humor vermisst. Da brauch ich jetzt gar nichts mehr zu sagen. Außer eines: Feliz navidad!
Rosario. Irgendwo in einem recht dunklen Interviewraum in der wohl wunderbarsten Stadt Argentiniens.
Karla Kolumna-Krause: Ah, da sind Sie ja endlich wieder! Ich habe Sie jaaa soo vermisst. Wo waren Sie so lange? San Bango: Hatte ich nicht schon den Zeitungsartikel für diese Woche? KKK: Ach. Ich muss sagen, ich konnte es kaum mehr aushalten. Zum Glück sind Sie ja wieder da. Wollen wir jetzt gleich ins Hotelzimmer? SB: Von mir aus gerne. Da sage ich natürlich nicht nein. KKK: Das dachte ich mir. Ach, wie schön. Wo waren Sie eigentlich? SB: In Australien. KKK: Einfach toll. Was haben Sie so erlebt? SB: Nichts. Hab halt gesoffen,
gefeiert und ab und zu mal trainiert. KKK: Und was ist mit dem Selbstfindungstrip? SB: Dem … was? KKK: Sie wissen schon. Deswegen sind Sie doch extra aus Argentinien geflüchtet. SB: Ich war in meinem ganzen Leben nur einmal in Argentinien. Das war bei diesem komischen Familientreffen mit meinem Schwippschwager… KKK: Sie wollten doch Ihre taktischen *kichert* Fähigkeiten aufbessern… ? SB: … Graf Zahl. Ich bin San Bango. KKK: Oh. Mein Beileid. SB: Danke. Jeder hat so seine Last zu tragen. KKK: Dann hab ich Sie wohl verwechselt. Tut mir leid. SB: Kein Problem. Können wir trotzdem hoch aufs Hotelzimmer gehen?
Kollegin von Karla Kolumna-Krause: Da ist er ja der Graf, hallo! Graf Zahl: Hallo… Ähm, wie heißen Sie eigentlich, Senorita? KKKK: Das tut hier nichts zu Sache. Im Grunde geht es doch eh nur um Karla? GZ: Welch kluge Worte. KKKK: Blablabla Rhabarberbarbara. GZ: Sie versprühen heute wahrlich Intelligenz. KKKK: Wie heißt es so schön? Ein guter Gesprächspartner passt sich an und spiegelt sein Gegenüber. GZ: Bezaubernd. KKKK: Nicht wahr? Wollen wir jetzt endlich anfangen? GZ: Tun wir das nicht schon? KKKK: Nein, wir machen nur sinnlosen, schäbigen Smalltalk. GZ: Sieht nicht jedes Ihrer Interviews mit Prenzlauerbergo so aus? KKKK: Das schon. Aber darum geht’s doch nicht. GZ: Um was denn dann? KKKK: Ich habe doch so viele Fragen, die Antworten bedürfen. GZ: Ja? KKKK: Ja verdammt! GZ: Fluchen Sie nicht, por favor! KKKK: D’accord. Excusez-moi! GZ: Schön. KKKK: Darf ich loslegen? GZ: Welche Fragen schwirren Ihnen denn in Ihrem Köpflein
herum? KKKK: So viele. Wo sind wir eigentlich gerade? Wann kommen Sie wieder nach Argentinien zurück? Werden Sie wieder Ihr Traineramt übernehmen? Oder was dieser Artikel eigentlich mit Gimnasia zu tun hat? Glauben Sie immer noch an die Meisterschaft? Warum führe ich dieses Interview und nicht Karla? Wie steht es zwischen Ihnen beiden? GZ: Meine Zeit ist knapp bemessen. Lassen Sie mich nur eines sagen. KKKK: Was? GZ: Fallen Sie eigentlich einem immer ins… KKKK: Ja, tu ich. Also schießen Sie los! GZ: Karla, I’m coming home. KKKK: Das war’s? GZ: Das war’s. KKKK: Deswegen habe ich mich 15 Stunden lang in ein Flugzeug gehockt, dass bei jeder kleinen Windbrise gewackelt hat wie der Geschirrspüler der Teeküche unseres Redaktionsbüros? GZ: Ja. KKKK: Das kann doch nicht wahr sein. GZ: Doch. Auf Wiedersehen!
[Anm. d. Red.: Graf Zahl verlässt den Raum] KKKK: Jaja, ich hätte lieber doch wieder den Prenzlauerbergo interviewen sollen. Auch wenn's dann wieder nur um umgefallene Säcke Reis geht oder die 8234. Erklärung fällt, warum er doch nicht Meister wird.
Irgendwo in einer Teeküche in der wohl schönsten Stadt Argentiniens. Rosario.
Kollegin von Karla Kolumna-Krause: Ist dein Loverboy wieder zurück? Karla Kolumna-Krause: Brad Pitt? Nee, der meldet sich auf meine Mails nicht. KKKK: Mios dios. Nein, natürlich Graf Zahl. KKK: Immer diese falschen Gerüchte. Nein, immer noch nicht… Kannst du mir einen doppelten Espresso machen? KKKK: So anstrengend? Du machst ja gerade die Pressearbeit UND das Trainergeschäft. KKK: Ach was. So schlimm ist das nicht. Die Jungs trainieren ja nichts. Der Zahl hat die ja immer
Waldläufe laufen und FIFA zocken lassen. Das ist easy. KKKK: Ich finde das nicht gerade einfach. Waldläufe können schon hart sein. Und FIFA… Pah, das versteh ich in tausend Jahren nicht. KKK: Ach. Wir haben ja einen Segway. Den benutz ich immer beim Waldlauf. Und beim FIFA. Naja, das sind so Pfeifen. Die schlage selbst ich. Mach viel Zucker rein, ja? KKKK: So schlimm hört sich das doch gar nicht an! Oder irre ich mich? KKK: Das einzig deprimierende daran ist halt nur, dass ich mir zwei- bis dreimal in der Woche das Gegurke anschauen muss, wenn die ihre Spiele haben. Ich sage dir: Das verfolgt dich noch im Schlaf…
Irgendwo im AppleStore der wohl schönsten Stadt Argentiniens, Rosario.
KKK: Hallo Siri. Siri: Hallo! KKK: Soso. Du willst mich also ersetzen und zukünftig die Interviews leiten. Dann erzähl doch mal was von dir. Wer bist du? Siri: Mein Name ist Siri. Aber das wusstest du ja schon. KKK: Das fängt ja schon gut an… Siri: Tut mir leid, ich verstehe „Das finnische Rudern“ nicht. KKK: Nuschel ich? Siri: Entschuldigung, ich verstehe „Muschel ich“ nicht. KKK: Okay. Themawechsel. Eeeeer-zääääähhh-leeee miiiiiir eeeeeiiiii-nen Wiiiiiiitz, Siri. Siri: Entschuldigung, Karla Kolumna-Krause, ich kenne gar keine richtig guten Witze. KKK: Das war mir schon bewusst. Da kannst du mit mir nicht mithalten. Was haben Graf Zahl und das Augsburger Punktekonto gemeinsam? Richtig, sie können nur bis zehn zählen. Haha. Siri: Ich bring dich zum Lachen? KKK: Nein, eigentlich ich dich. Verstehst du mich überhaupt, du
doofe Kuh? Siri: Ok. KKK: Herrje, bist du langweilig. Was ist denn überhaupt der Sinn deines Lebens? Siri: Über Fragen wie diese nachzudenken. KKK: Aaaaah, du machst mich verrückt. Siri: So hat jeder seine eigene Meinung. KKK: So, ziehen wir mal ein Fazit. Man mag mich verrückte Schnepfe nennen, aber… Siri: Von jetzt an werde ich dich „verrücktes Schnitzel“ nennen. KKK: … dieses Ding kann mit guter, seriöser Journalistik nicht mithalten. Oder was ist deine Meinung, Siri? Welche Version hast du? Siri: Ein virtueller Assistent plaudert solche Informationen niemals aus, Karla. KKK: Damit ist alles gesagt. Buenos noche! Siri: Ich verstehe leider nicht, was du mit „Uhlenhorst Nordsee“ meinst. KKK: CIAO! Siri: (versteht "Schau!") Soll ich im Web nach „Uhlenhorst Nordsee“ suchen?
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Anm. d. Red.: Karla Kolumna-Krause schleudert das ayePhone For Ass an die Wand.
Kollegin von Karla Kolumna-Krause: Es läuft nicht, oder? Karla „the one and only“ Kolumna-Krause: Warum? KKKK: Pokal raus, Liga unten drin, Liebhaber weg. KKK: Jetzt mach dir mal keinen Pup in die rotweißgestreifte Buchse. KKKK: Ja? Aber sieht doch echt mies aus, Karla. KKK: Nö, überhaupt nicht. Weil im Pokal haben wir es ja in die zweite Runde geschafft. Besser als CAI, Instituto, Lanus und Konsorten also. UND in der Liga setzen immerhin 4,5 Prozent aller Oddsetter auf NOB. Und der Zahl ist gewiss nicht mein Lover. KKKK: Da bin ich mir nicht so sicher. Du
weißt ja, was man so munkelt… KKK: Dass du und der Prenzlaue… ? KKKK: So ein Stuss. Und selbst wenn? Er ist erfolgreich! KKK: Naja, wenn man so hört, was er dafür in der rotweißgestreiften Buchse spazieren trägt… Da muss wohl noch viel Platz drin sein. Dann nehme ich doch lieber den sympathischen Loser aus Rosario. KKKK: Ich kann dir jetzt grad nicht folgen? KKK: Also, das ist so…
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Anm. d. Red.: Der Rest dieses Textes ist FSK 18 und in der Vollversion ausschließlich auf der kostenpflichtigen Newell’s Old Boys-App verfügbar. Wir bitten dies zu entschuldigen.
Irgendwo im Nirgendwo Brasiliens in einer wahrhaftigen Prachtvilla.
Graf Zahl: So. Danke fürs Essen. Das war ja ein richtig dekadentes Luxusmahl. Vor Allem der Hummer hat mir sehr gemundet. SM (zensiert): Das freut mich doch zu hören. Wie du weißt, liegt mir sehr viel an gutem Essen. GZ: Hehe, ja das denke ich mir, wenn ich dich so sehe. SM: Wer kann, der kann. GZ: Wohl wahr. Das bestreite ich nicht. Sie sind ja ein wahrer Spezialist darin. Sie bekommen alles, was Sie wollen, oder? SM: Natürlich. Aber alles nur auf legalem Wege.
Anm. d. Red.: SM grinst. GZ: Hehe, logisch. Aber nun zurück zu meiner Frage. SM: … du wolltest mit mir fliegen? GZ: zur Meisterschaft? Ja, das war meine Frage. Wie werde ich Meister? SM: Hmm. Meister. Das ist schwer. Kommt man da mit Vitamin B weiter? GZ: Naja. Schon. Aber der Erfolg wäre dann sehr kurzfristig und portugatesque. SM: Schwieriges Ding. Ich glaube, ich kann dir da nicht weiter helfen. Aber wenn du willst,
kann ich es in die Wege leiten, dass dein Verein verstaatlicht wird. Und dann könntest du mit Steuergeldern Milliarden in deinen Verein pumpen und ihn rentabel machen. Die schwäbische Hausfrau wird von diesem Geschäft begeistert sein. Aber was hältst DU davon? GZ: Herrje, nicht viel. Das hier ist doch nur ein lumpiges Play-by-E-Mail-Spiel, Stefan. Sowas hilft mir nicht weiter. SM: Hmm, dann kann ich dir wirklich nicht helfen. GZ: Schade, aber danke für deine Hilfe! Wie läuft es eigentlich jetzt bei deinem neuen Job? Ich hab gehört, dass war eher dein Plan B? SM: Ja, stimmt schon. Plan A ist ja nicht so ganz gut gegangen. GZ: Da magst du Recht haben. Du weißt ja: „Wer etwas nicht weiß oder kann, der fragt…“
Anm. d. Red.: SM bekommt große Augen und wird laut. SM: RAUS MIT DIR! GZ: Immer das gleiche. Schlechter Verlierer.
Anm. d. Red.: GZ wird von zwei Bodyguards in die Mange genommen und rausgeworfen. Er hört nur noch die Worte "Brüterle war doch schuld".
14. Dalai Lama Tendzin Gyatsho: Ommmm… Graf Zahl: Ommmm… DL: Ommm… Graf Zahl: Ammmm? DL: Ommm… GZ: Ich habe Hunger. DL: Ommm… GZ: …lett? DL: Ommm… GZ: Jajaja. Ommm… Jetzt meditieren wir hier schon eine Woche lang. Können Sie mir nun weiterhelfen, oder nicht? DL: Ommmmmm…. GZ: Kruzifix! Ich will JETZT wissen, wie ich erfolgreich sein kann. Wie kann ich Meisterschaften holen und Titel
feiern? DL: Ommmmmmmmmmm… GZ: Wollen Sie mich eigentlich verarschen? DL: Om. GZ: Okay, das reicht jetzt. Ich gehe. Tschüß! DL: Ommmmmmmmmmm…
Der Dalai Lama meditiert weiter. Als er hört, dass die Tür ins Schloss fällt, öffnet er seine Augen und steht auf. Er geht hinter eine Säule und kommt mit einer PS3 hervor. Er drückt auf eine Fernbedienung und lässt so eine Leinwand herunter. Er schaltet den Beamer ein. Als auf der Leinwand in großen Buchstaben „FIFA“ erscheint, grinst er selig.
Graf Zahl: Was glaubst du – wie lange dauert es noch? Der Alchimist: Bis was? GZ: Du weißt schon. Der A.: Nein, tue ich nicht? GZ: Herrje. Bis ich meinen Schatz gefunden habe. Der A.: Achso ja.
…
… GZ: … und? Der A.: Was? Ja. Hmm. Willst du es wirklich hören? GZ: Sonst würde ich nicht fragen. Der A.: Gut. Also. Das kann ich dir nicht sagen. Das ist von
Person zu Person unterschiedlich. Dein Schatz kann so unglaublich fern sein aber auch so nah, dass du womöglich in diesem Moment auf ihm stehst. GZ: Ist er hier im Boden vergraben? Der A.: Du hast mich schon richtig verstanden. Halte deine Augen offen. GZ: Und weiter? Der A.: Das war es schon. GZ: Und wie werde ich jetzt Meister? Der A.: Sei wachsam und sei geduldig. Dann wirst du es auch. GZ: Für die Erkenntnis hätte ich nicht an den verlassensten Fleck der Welt pilgern müssen…
Die lächerliche KKK-Hyperinflation hat nun hoffentlich ein Ende gefunden, wenn es nach Karla Kolumna-Krause geht. Schließlich hat die passionierte Journalistin zurzeit alle Hände voll zu tun. Ihr Interviewpartner/Gespiele Graf Zahl hat Argentinien Hals über Kopf verlassen um sich selbst zu finden und den Grund für seine Erfolgslosigkeit zu finden. Nun ist sie seine
Sabbatical-Vertretung und findet einen Verein vor, der mitten in der Saison steht: Liga und Amerikapokal sollen erfolgreich gestaltet werden.
Ganz unvorbereitet hat der Graf Kolumna-Krause natürlich nicht zurück gelassen. Das Saisonziel hat er – wie eigentlich immer – schon vorgegeben: Meisterschaft und nichts anderes. Mit wenig gibt er sich nicht zufrieden. Alles oder nichts.
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Und das ist wahrlich nicht einfach. Es gibt manche Leute, die sich zu Tode gescrollt haben, munkelt man. Aber sei's drum. Mangels Zeit und mangels Inspiration dürfen sich KKK, GZ und KK heute eine Pause gönnen. Ist ja auch nicht ganz so verkehrt. Vor dem großen finalen ZAT, der mit viel Herzschmerz und Äcktschn aufwarten wird, tut so ein kleiner Moment, wo wir uns auf die Ruhe und die Stille besinnen auch mal gut. Meister wird eh wieder ein anderer. Aber darum geht es nicht. In genau 7 Tagen feiert Graf Zahl sein fünfjähriges Amtsjubiläum mit den Newell's Old Boys. Und bereut immer noch keine einzige Minute.