KKK: Ah, haben eure Hochherrlichkeit heute mal ein bisschen Zeit für einen Plausch mit dem Pöbel von der Journalie gefunden? GZ: Ach, Senorita Kolumna-Krause. Es tut mir so unendlich leid. Aber ich habe einfach keine Zeit. KKK: Mein armes Gräflein. Ich fühle wirklich mit. GZ: Wie großmütig sie doch sind. KKK: Immer doch. Aber wir sollten wirklich mehr Interviews wieder haben. Meine Kollegin, die das Exklusivinterviewrecht mit dem Prenzl‘ hat, läuft mir langsam in Sachen Witzigkeit und Kontinuität den Rang ab, wissen
Sie. Vor Allem darf die auch mit einem wirklichen Spitzentrainer und Meisterschaftsgewinner sprechen. Da können Sie natürlich nicht mithalten. GZ: Sie sind schon arm dran. KKK: Oja. Was sollen wir bloß tun? GZ: Wissen Sie, meine Old Boys haben ein Testspiel in Las Vegas. Da könnten Sie ja mitkommen und über den überragenden Fußball in unserem Freundschaftsspiel berichten. KKK: Sehr schön, da wollte ich schon immer mal hin. GZ: Nicht USA, por favor. Honduras. KKK: Sehr schön, da wollte ich noch nie hin.
Es ist wie jede Saison. Zum Ende der Hinrunde rutschen die Los Leprosos nah an die farbig markierte Zone, haben ein recht gutes manchmal auch durchschnittliches TK und haben auch nicht zu viele Heimspiele. Eigentlich müsste man dann nur noch alles brav runterspielen und der Busfahrer des Vereinsbusses hätte endlich mal wieder einen Grund die Amerikakarte von 1978 durch eine neuere zu ersetzen. Auch würde endlich mal die Reisekostenabrechnung von Karla Kolumna-Krause einen Sinn geben und sie
müsste sich nicht für etwaige Trips ins amerikanische Ausland rechtfertigen. Es kommt aber eben jedes Mal nicht so. Seit gut einem Jahr wartet Rosario auf das Comeback auf die internationale Bühne. Doch nach dem Ausscheiden gegen Colo-Colo aus Chile, die man nach heutigem Regelwerk wohl bezwungen hätte, wartet man weiter auf die Rückkehr der Old Boys, deren internationale Geschichte mit dem Finaleinzug in der allerersten Ausgabe der Copa Libertadores in Saison 4 eigentlich verheißungsvoll begonnen hat.
Graf Zahl verlässt nicht Newell’s Old Boys. Mehr noch, er schwört seinem Verein (mal wieder) die ewige Treue. Wenn dies bei ihnen Brechreiz und den Drang aufs Klo zu rennen auslöst, ist bei ihnen wohl alles in Ordnung und sie dürfen sich in bester Gesundheit wissen. Genauso wie Graf Zahl in unserer aller Lieblingsstadt Rosario, der sich offenbar über seine wieder erlangte Gesundheit freut.
GZ: Warum bin ich so fröhlich, so fröhlich, so fröhlich? KKK: Warum sind Sie so dämlich, so dämlich, so dämlich? GZ: Immer wieder schön von Ihnen zu hören, Senorita Kolumna-Krause. KKK: Die Freude ist ganz ihrerseits, werter Freiherr von und zu Rosario. Wie geht es Ihnen und Ihrem EHEC? Sind sie schon Freunde geworden? GZ: Mitnichten! Ich bin wieder über dem Darm. Haha.
[Anm. d. Red.: Graf
Zahl kriegt sich nicht ein und ist lhaorofl, für die ältere, nicht internet-affine Generation (hallo, Paulo): er lacht.] KKK: Oh. Sehr witzig. Hat der Kalauerkönig wieder zugeschlagen? GZ: Ich bin einfach nur froh, dass ich kein Keramik-Echo mehr habe. Sie wissen gar nicht, wie schmerzhaft das ist. KKK: Wirklich seeeeehr interessant. Meine Leser wollen sicherlich noch viel mehr nicht darüber erfahren. GZ: Da waren ein paar fiese Drängler dabei, sodass ich danach immer einen Ring of Fire hatten. KKK: Boah, Eure Klofürstigkeit, können wir bitte das Thema wechseln? GZ: und dann erst immer die Sprühwürste… Nicht gut, nicht gut. KKK:Ich seh’s schon. Das ganze Interview ist mal wieder im A…. Nächste Woche erfahren Sie mehr von den Abenteuern des unahmnachbaren Graf Flatulas…
Aber noch ist ja nicht aller Tage Ende. Wir kommen wieder keine Frage.
Da musste sich das misserfolgsverwöhnte Völkchen aus Rosario aber gehörig die Augen reiben. Schließlich stehen zum Abschluss der Hinrunde die Old Boys auf einem prächtigen dritten Tabellenrang. Grund zum Feiern? Nein, denn der Schein trügt. Zum ersten ist das ambitionierte Saisonziel Meisterschaft schon mal verfehlt. Zum zweiten haben die Old Boys nicht mehr so viele Heimspiele in der Rückrunde wie in der Hinrunde. Und zum dritten befinden wir uns in Argentinien. Ergo Tabellenplatz 10 plus minus Standardabweichung von 3. Wollen wir wetten?
Willkommen in der wohl schönsten Stadt Argentiniens, Rosario. Nicht alle sehen dies im Moment genauso. Für einen sieht die Welt heute jedoch besonders trübe aus. Aber um den Erfolg nicht zu gefährden greift er zu ungewöhnlichen Methoden.
KKK: Soooo, jetzt mal schön den Mund aufmachen und es mir brav nachmachen: „AAAAAAH“ GZ: BBBBBBB KKK: Sehr witzig. Ihren miesen Humor haben Sie wohl noch nicht verloren, werter Durchlaucht? GZ: Mir geht es soooooo elend, Senorita Kolumna-Krause. Und daran sind Sie schuld! KKK: Bitte? Ich habe den Gurkensalat ja nicht gegessen, oder? GZ: Sie haben ihn mir aber zubereitet! Und jetzt haben wir den Salat. Selbst der stumme Weh hat seine Stimme wieder gefunden und macht sich über mich lustig. KKK: Armes Gräflein. Bald sind Sie doch wieder übern Damm, oder? GZ: Darm? Das Wort will ich nie wieder
hören! KKK: Damm. GZ: Ach stimmt. Ja. EHEC schlägt aufs Gehör, wissen Sie? Zum Glück konnte ich mich noch an das Hausmittelchen von Großmutter Zahl gegen EHEC erinnern. Ein paar Tage und ich bin wieder fit. Und dabei ist es ganz einfach: Ein paar Tropfen Salbei, dazu noch… KKK: … Jaja, das interessiert hier keinen. Geben Sie uns doch lieber einen kleinen Einblick in Ihre Taktik, Her Royal Highness. GZ: Da liegt ja das Problem. Ich kann diesen Freitag unmöglich auf der Trainerbank Platz nehmen. KKK: Oh Weh, welch großer Verlust! GZ: Genau. Und da kommen Sie ins Spiel. Vertreten Sie mich? KKK: Klar, warum nicht? Aber das trauen Sie mir zu? GZ: Na ja, eigentlich nicht, aber sonst will’s ja keiner machen. Also passen Sie auf: Legen Sie besonderen Wert auf das Spiel gegen Los Andes. Meines Erachtens sollten wir folgendermaßen setzen: …
Willkommen in Rosario, der wohl schönsten Stadt Argentiniens mit den wohl bezauberndsten Interviewpartnern seit Speedy Gonzales und Periodista.
KKK: Hallo und einen wunderschönen guten Tag, werter Hochwürden. Wie lebt es sich so im Mittelfeld? GZ: (schaut nicht auf, hält ein Handy in der Hand und tippt darauf rum) … KKK: Werter Durchlaucht? GZ: Jaja. Stadtmeister... Meister... Weltherrschaft… KKK: Herr Graf, können sie mal ihr Handy weglegen? GZ: (sichtlich erzürnt) Ich bitte Sie, Senorita Kolumna-Krause! Das ist nicht irgendein Handy! Das ist ein Aye-Phone 4 GS(Anm. d. Red.: Produktname zensiert.)! Nigelnagelneu! Stärkerer Prozessor. Skype-fähig! Mit Facebook-Flat! KKK: Schön, schön. Können wir
endlich anfangen mit dem Interview?! GZ: (murmelt vor sich hin) Lionel Messi? Gefällt mir! KKK: Seit wann kann man sich eigentlich als Trainer der Old Boys ein Aye-Phone leisten? GZ: (nuschelt vor sich hin) Shakira pimpert mitm Pique rum? Als Webvideo? Das mal gleich dem ollen Floberle auf die Pinnwand posten. Hehe. KKK: Jetzt hören Sie mal zu, werter Graf! Gleich poste ich Ihnen was. Und zwar nicht Beifall oder einen Kommentar. Wir haben hier ein Interview! GZ: Oh. Farmville. Das Gurkenfeld ist kurz vorm Vertrocknen. Das muss ich schnell bewässern. KKK: Spanische Gurken? GZ: (schaut auf) Ja, wieso? In Argentinien wird Spanisch gesprochen? KKK: (rollt die Augen) Genau. Und dann am besten alle ernten, einen schönen Gurkensalat machen und ihn ganz aufessen!
Wenn das nicht mal höhere Mathematik ist: Die vier Gewinner des letzten Spieltags haben allesamt ein Kunststück vorgeführt, dass wohl nie wieder zu erreichen ist! Wir reden hier an dieser Stelle von Argebra, weil diese neue Rechenkunst schon öfters in der argentinischen Kolumne aufgetaucht ist. Um was handelt es sich?
Die vier Superbrains (Thomas Magnum, Skua, Fenris, Marcel) haben ein wahres Rechenwunder vollbracht! Um dieses einzigartige Ereignis näher erklären zu können, vorab eine Erklärung der Rahmenbedingungen: Letzte
Woche am Freitag gab es den zweiten ZAT der argentinischen Primera División, der zwei Spiele umfasst. Zwei Spiele bedeutet maximal Siege. Klingt einfach? Ist es auch! Umso erstaunlicher also, dass es den vier genannten Trainern gelungen ist an jenem besagten ZAT drei Siege und eine Niederlage zu holen! Wow. Wie ging das? Wir wissen es nicht. Wir sind aber einfach nur begeistert. Mit Argebra geht einfach Alles! Nächste Woche dann ein Beweis von Graf Zahl, dass a² + b² = c³ ergibt. Gibt es nicht? Natürlich, hier in Argentinien ist einfach alles möglich.
… und mit der kleinen Kurbel ganz nach oben dreh’n.
Da erscheint sofort ein Pfeil
und da drücken Sie dann drauf.
Und schon geht das Torekonto auf.
Die Old Boys sind mal wieder da, wo sie die halbe Liga haben will: Auf einem Abstiegsplatz. Aber wenn es diese Saison soweit sein soll, tja, dann nehmen wir doch noch gerne ein paar mit. Zum Beispiel den doofen Rückrundenauswärtssechsvinnie, was fällt dem auch ein? Oder den einen Hampel von Rosario. Wer da trainiert, muss wieder zurück in die
zweite Liga. Oder den Kreuzbergo. Meister müssen hier endlich mal abgestiegen werden. Oder den Kolumnisten, der sich so sicher wie das Amen in der Kirche wieder über unser Saisonziel lustig machen wird sowie den Heimfünffenris. Verdammt, lasse mich doch einfach mal irgendwann mal 1-2 gewinnen! Und und und. Aber leider gibt es eben nur drei Abstiegsplätze neben uns. Oder wir halten überraschenderweise die Klasse und schicken vier runter. Und wenn man schon vor vier Teams ist, kann man auch vor 19 sein. Meisterschaft 2011? LÄUFT!
Lange musste Graf Zahl darauf warten, dass endlich wieder ein Verein aus Rosario in der ersten Liga sich mit seinen Newell’s Old Boys duelliert. Sehr lange musste er warten. Doch der Tag kam und mit ihm die Gunst der Stunde auch wieder auf dem sportlichen Weg Stadtmeister von Rosario zu werden.
So kam es auch an diesem fünften Spieltag, an dem die Los Leprosos mal wieder ihr wahres Können aufblitzen lassen haben und den großen Rivalen aus Rosario vernichtend geschlagen haben. Dieser Sieg muss gefeiert werden. Denn allzu oft wird Rosario Central wohl nicht die Klingen mit den Old Boys in der Primera Division kreuzen können. Vor Allem dank der Vorstellung der Old Boys am Freitag. Sei’s drum. Derbysieger, Derbysieger, hey, hey, hey!
Was? Schon die zehnte Saison hier? Und schon so viel wenig erreicht?
Er kann’s immer noch nicht so recht fassen. Einiges durfte der Zahlendreher schon in Argentinien mitbekommen. Es gab einige Highs und ein paar wenige Downs. Aufsteiger, zweimal fürs internationale Geschäft qualifiziert, Finalist beim Copa-Mini-Cup, bestes amerikanisches Team in der Copa-Pausenliga, Viertelfinalist der Copa Americana (als es noch Schwarz-Weiß-Fernsehen gab) und sechsfacher Stadtmeister von Rosario. Nur der ganz große Erfolg blieb aus. Aber darum geht’s hier schon lange nicht mehr. Und eben darum unterschrieb Graf Zahl einen neuen Zehnjahresvertrag. Einmal NOB, immer NOB!
Auch an dieser Stelle nochmal ein großes Dankeschön und einen herzlichen Glückwunsch zum verdienten Gewinn des BIERs im Monat Februar. Offenbar fühlten sich mehr von den Wahrnehmungsstörungen der Copa-Droge angesprochen, als es wohl uns allen lieb ist. ;-) Wie es nun sei, nur wenige dürfen sich mit diesem Preis auszeichnen, klar, umso exquisiter die Trophäe.
Der BIER ist ein monatlicher Preis, der in Copa für den besten Artikel ausgelobt wird. Jeder kann Artikel bei der Jurz (Vlad,
Glücksbärchi, Roque, Dugarry und Chrille) einreichen, die dann über die Artikel abstimmt und fünf zur Endabstimmung freigibt. Diese ist über das Umfragenmenü zugänglich.
Wie kannst du helfen?
- Schreib einen lesenswerten, interessanten, witzigen Artikel :-)
- Reiche lesenswerte, interessante, witzige Artikel ein
- Stimme über lesenswerte, interessante, witzige Artikel ab ;-)
Die wohl schönste Stadt Argentiniens mit den wohl schönsten Menschen Argentiniens und dem wohl schönsten Fußball Argentiniens – richtig, wir befinden uns in Rosario! Hier ein Auszug aus der heutigen Pressekonferenz vor dem Spiel (nur eine Person war anwesend).
Graf Zahl: Schön, dass Sie Zeit für dieses Interview gefunden haben, Ihre Hochwürden, Graf Zahl. Ich weiß, Sie sind ein viel beschäftigter Mann mit vielen spannenden, herausfordernden Aufgaben.
Graf Zahl: Das haben Sie richtig erkannt. Trainer des besten Klubs von Rosario, den Newell’s Old Boys zu sein, ist ein Fulltime-Job, ohne Frage. Aber ich nehme mir natürlich immer gerne die Zeit für die Medien. Vor Allem dann, wenn Sie keine Zeit für MICH haben.
GZ: Das mediale Interesse an dem Spitzensport in dieser Region war
schon immer nicht einfach. Dennoch ist es eine der Hauptaufgaben des Trainers hier Pressearbeit zu leisten. Dem komme ich nach!
GZ: Sowieso! Und wenn nicht mal diese Schülerzeitungsreporterin für uns Zeit hat – tja, das kümmert uns einen Feuchten. Wir machen weiter!
GZ: Richtig! Senorita Kolumna-Krause kann dort bleiben, wo der Pfeffer wächst. Wo ist sie heut überhaupt?
GZ: In Australien, habe ich mir sagen lassen. Bei irgendso einem Halunken zu Besuch. Was weiß ich. Hier geht es nicht um irgendwelche Schreiberlinge. Hier geht es um NOB! Hier geht es um die Meisterschaft!
GZ: Richtig! Wie sehen Sie die Chancen?
GZ: Exzellent! Was sonst? War’s das.
GZ: Natürlich. Viel Glück!
GZ: Glück brauch ich hier nicht. Erfolg ist das was zählt!
Die Himmelsstürmer aus Rosario sind wie einst Ikarus der Sonne zu nahe gewesen und wurden dafür bestraft. Eine weitere Saison im grauen Mittelmaß winkt. Hat sich Graf Zahl etwa verzählt bei der Suche nach einem Ghostwriter?
s die großen Newell’s Old Boys mal wieder dem grauen Mittelfeld näher sind als jedem internationalen Wettbewerb? GZ: Aber Senorita Kolumna-Krause! Wie können Sie sowas nur sagen? Es sind noch stille Reserven vorhanden, die wird jetzt aufdecken werden! Noch ist der Restbuchwert größer denn Null! KKK: Ah stimmt. Sie befassen sich ja zurzeit mit dem einer Doktorarbeit würdigen Thema ob und wie eine Meisterschaft abgeschrieben werden kann. Gibt es neue Erkenntnisse? Also, nicht dass es mich interessiert. Aber irgendein Nerd wird das hier sicherlich interessant finden… GZ: Mein blaublütiger Kollege aus Deutschland, der anonym bleiben will, hat mir ja letzte Woche einen geistigen Schreiber vermitteln können… KKK: Sie meinen einen Ghostwriter? GZ: Warum immer diese Anglizismen! Wir sind hier in Deutschland! KKK: Rosario liegt in Argentinien, werter Geo-Graf… GZ: Sei’s
drum. Auf jeden Fall kamen wir bzw. mein geistiger Schreiber und ich zu der Erkenntnis, dass zu allererst Meisterschaften als Bestandteil des Anlagevermögens gelten müssen um dann abgeschrieben werden zu können. Gemäß den GoB verbietet sich das allerdings. Meisterschaften können erst bilanziert werden, wenn sie auch realisiert werden. KKK: Also nie. GZ: Abwarten! Wir sind der Lösung schon auf der Spur. Aber davor habe ich ein weiteres Problem entdeckt. KKK: Das da wäre? GZ: Ich muss erst Junggeselle sein, damit ich eine Doktorarbeit in der BWL schreiben kann. Dafür muss ich aber eine Junggesellenthese schreiben. Dafür brauche ich allerdings einen weiteren geistigen Schreiber, da mein jetziger sich nur auf Doktorarbeiten spezialisiert hat. KKK: Meinen Sie mit Junggesellenthese Bachelor-Thesis? Können Sie eigentlich gar kein Englisch, werter Analphawürden? GZ: That I don’t laugh!My English is excellent as always. Even my real school teacher told me I am the king of the one eyes in a room of blinds! KKK: Heißt also ich hab Sie noch eine Weile an der Backe. Mit dem Englisch kriegen Sie nirgendwo noch einen Job... Nicht mal bei CAI...
Der Knaller der letzten Woche ist der Knaller dieser Woche. Denn Graf Zahl steht vor einem schwierigen Problem.
KKK: Prenzlauerbergo hat gesagt, Sie hätten die Meisterschaft abgeschrieben. Was sagen Sie dazu, werter Hochwürden? GZ: Ich hab keine Ahnung, was zu tun ist. Ich kenne mich da doch nicht so aus… KKK: Mit der Meisterschaft? Ja, das stimmt… GZ: Nene, mit der Abschreibung der Meisterschaft. Ich habe keine AfA-Tabelle dafür gefunden. Wie lang ist die Nutzungsdauer? 14 ZATs? Und wie wird sie abgeschrieben? Planmäßig oder außerplanmäßig? Und wenn planmäßig, dann degressiv oder linear? Vielleicht sogar progressiv? Wo ist ein Controller, wenn man ihn mal braucht! KKK:
Ganz ehrlich, das ist mir jetzt zu blöd. Brechen wir das Interview lieber ab…
Zum Glück gibt es für solche Zwecke Ghostwriter mit Fokus auf BWL. Mit deren Hilfe kann man sich schnell und sicher einen Doktortitel der Wirtschaftswissenschaften beschaffen. Mit dem Kauf von Titeln kennt sich der Graf ja aus und so nach kurzem Telefonat mit einem weiteren Adelsangehörigen, der in der Politik vertreten ist aber anonym bleiben will, bekam er einen kompetenten Ghostwriter empfohlen. Mit Selbigem hat er sich schon in Kontakt gesetzt und wird nächste Woche seinen Doktortitel per Fax erhalten. Der Graf ist schon gespannt und freut sich darauf. Schließlich kann er dann endlich die Abschreibungsfrage beantworten und ab und an mit Karla Kolumna-Krause Doktorspiele spielen.
Na, so ein Mist. Als man schon nach einigen Spieltagen in Rosario gemerkt hat, dass es wieder mal nicht für die Erstligameisterschaft reichen wird, wurde Plan B anvisiert: Eine gute Grundlage für die Meisterschaft in einer Liga schaffen. Egal welche Liga. Das ist nun versaut. Da kann sich der Graf aufn Kopf stellen und meckern wie er will, es sieht mies aus. Der Rückstand auf den nächsten wichtigen Platz 17 ist einfach viel zu groß, als dass er noch aufgeholt werden kann. Na toll. Zum leben zu wenig und zum sterben zu viel. Und zu allem Übel könnten beide Stadtrivalen noch aufsteigen. Schnell abhaken die Saison. Ganz schnell.