KKK: … und das bin verdammt nochmal ich! Nämlich ich, Karla Kolumna-Krause! Das muss mal gesagt sein! Alles andere sind billige Imitate! KKK: Da hast du natürlich schon recht. Aber ist das nicht eine gewisse Ehre? KKK: Wie kommst du darauf? Billige Plagiate von sich herumlaufen zu sehen ist überhaupt nicht cool! KKK: Na ja, seh’s mal so: Was Erfolg hat, wird nachgemacht. KKK: Wie meinen? Ich kann dir nicht ganz folgen? KKK: Natürlich kannst du das. Du willst es nur nochmal hören… ;-) KKK: Tja, so kann man das natürlich auch
sehen… Also – ich höre! KKK: Erstmals prämiert als Zeitungsschreiber der Saison zusammen mit deiner Kollegin Kollegin von Karla Kolumna-Krause, die es ohne dich gar nicht gegeben hätte. Und dann bist du natürlich momentan Trainerin eines argentinischen Erstligavereins! KKK: Noch Erstligist… KKK: Darum geht’s nicht. Das sind Erfolge. Das muss erstmal jemand nach machen. KKK: Auch wieder wahr. Aber fürs Erste wäre ich schon dankbar, wenn Graf Zahl wieder zurück kommen würde. Selbstgespräche sind auf die Dauer auch nicht das Wahre…
+++ kein kein Kommentar zu Karla Kolumna-Krause und Kollegin von Karla Kolumna-Krause. +++
KKK: Von wegen kein Kommentar. So leicht kommen Sie mir nicht davon. Wie läuft’s denn übrigens in der Quali zur Copa Libertadores? KKKK: Aha. Kaum hat Ihr Partner Erfolg, mit dem Sie, so munkelt man es zumindest in der Teeküche, nicht nur rein beruflich auf journalistischer Basis verkehren… KKK: Wie bitte? Das habe ich jetzt aber überhört! KKKK: Okay, dann noch mal ganz langsam: Der Graf zählt wohl gerne an Ihnen herum, stimmt’s? KKK: Das verbitte ich mir. So nötig habe ich es sicherlich nicht. Schließlich war ich nicht diejenige, die an der Weihnachtsfeier mit dem jungen Volontär im Kopierraum verschwunden ist und erst ein halbes Stündchen später wieder mit verrutschter Frisur aufgetaucht ist… KKKK: Tja. Ich habe die heißen, knackigen Studenten, Sie haben den, na ja, Sie haben halt den
Graf. Apropos verrutscht, ähh, verschwunden. Wo steckt der eigentlich? KKK: Seitdem der aus dem Fenster seiner Ponderosa Ranch gesprungen ist und davon geritten ist, ist er unauffindbar. KKKK: Woran lag’s? Was war so zum weglaufen? Ist ihm endlich seine Erfolgslosigkeit aufgefallen? KKK: Sie haben es erfasst.
Anm. d. Red.: Wie zwei Hyänen bekommen die beiden Journalistinnen einen Lachflash. KKKK: Sehr lustig. Da muss ich mir die Tränen aus den Augen reiben. Aber jetzt mal im Ernst, wer trainiert das Team? KKK: Ich leite das Team. Ich bin anscheinend nach dem Grafen die einzige Person im Vereinsumfeld die auch nur den blassesten Schimmer von Fußball hat. KKKK: Aha. Testen wir Ihr Wissen doch gleich mal. Welcher Fußballer hat in den letzten acht Jahren acht Meisterschaften in Folge gewonnen? KKK: Lukas Podolski? KKKK: Genau, Prinz Poldi. Dem ist absolut nichts mehr hinzu zu fügen. Viel Spass als Trainingsleiderin.
KKK: Oh, sehr schön. Buenos Dias, Senor Zahl! Danke für die Einladung auf Ihre Ponderosa Ranch! GZ: Buenos Aires, Senorita Kolumna-Krause! Es freut mich, dass Sie Zeit gefunden haben für diesen besonderen Event. KKK: Warum? Wollen Sie mir etwa wieder Freude strahlend wie ein übergewichtiges Kind, dass den Schlüssel zum Süßigkeitenschrank gefunden hat, berichten, dass sie ganz unerwartet Stadtmeister von Rosario geworden sind? GZ: Das ist natürlich allein schon ein Grund für ein Sonderinterview auf der ersten Seite Ihrer Zeitung. Aber nein, ich wollte Sie meiner Verwandtschaft vorstellen. KKK: Verdammt noch mal, Eure Durchgeknalltheit. Wie oft muss ich das noch wiederholen? Das war NUR ein One-Night-Stand unter Alkoholeinfluss. Gewaltigem Alkoholeinfluss. Hören Sie auf mit dem Mist. Ich will Ihre Familie nicht kennen lernen.
[Anm. d. Red.: San Bango tritt ein.] SB: Ganz wie ich Sie in Erinnerung hatte. G’day mate! KKK: Oh, nein. Sie auch noch Pappnase. Wie erging es Ihnen eigentlich? Haben Sie die sichere Meisterschaft als Aufsteiger noch verpatzt? SB: Mitnichten! Ich wurde sensationell Meister und durfte diese Saison the cherry on the top auf meiner fabolous Karriere erleben. KKK: Den Abstieg? SB: Oh, Miss Kolumna-Krause. Ich stand im Finale der asiatischen Champions League! CvL: … und ich das Halbfinale des
europäischen Pendants als finnischer Meister, was natürlich eine viel bessere Leistung ist!
[Anm. d. Red.: Count van Lezz betritt die Bühne.] KKK: Hört, hört. Wenn jetzt noch der Massai um die Ecke…
[Anm. d. Red.: Massai Uno, der vierte im Bunde, tritt auf.] KKK: Wenn man vom Teufel spricht. Irgendwo muss ein Nest sein. Na ja, wie dem auch sei. Wie war ihre letzte Saison? MU: Nichts besonderes… KKK: Dachte ich es mir doch… MU: … außer, dass ich mit sechs Punkten Vorsprung souverän Meister in Sambia geworden bin.
[Anm. d. Red.: KKK fällt die Kinnlade herunter.] KKK: Ok, ok, ok. Ich bin offensichtlich im falschen Land unterwegs. Schon sehr seltsam, Graf, dass ausgerechnet Ihre Verwandtschaft, die NIE die Meisterschaft als Ziel ausgegeben hat, nun allesamt Erfolge und Titel feiert? GZ: Mag sein. KKK: Wie fühlt man sich eigentlich, wenn man das schwarze Schaf der Familie ist? Der Pickel am glatten Babypopo? Der Schandfleck im Familienalbum? Der Herpes auf den Botoxlippen, das Weh…
[Anm. d. Red.: Graf Zahl reißt entnervt und vor Zorn sein Hemd entzwei. Zur Erscheinung tritt das Kostüm des Don Zahlote. Unter den verblüfften Blicken seiner Verwandtschaft und einer immer noch weiter plappernden KKK springt er aus dem Fenster und landet auf seiner treuen, untergebenen Petzlaunante. Er reitet in den Sonnenuntergang davon.] KKK: Tja, wenigstens seine Showeinlagen sind meisterlich…
KKK: Sie strahlen ja schlimmer als japanisches Sushi, werter Hochwürden. GZ: Oja, Sie wissen ja gar nicht, was ich getan habe. KKK: Hmm. Haben Sie mir vorhin Roofies ins Wasser geschmissen? Wenn ich an Vegas sooo denke, ist das die einzig logische Erklärung. GZ: Por favor, Senorita Kolumna-Krause! Das war das Fuego zwischen uns! KKK: Fleißig am Spanisch lernen? Na gut, was soll’s. Rücken Sie’s schon raus. Was
lässt sie dreckiger grinsen als ein Honigkuchenpferd auf Dope? GZ: Ich bin Meister. KKK: Der Witz hat sooo einen alten Bart, eure inzestuöse Blaublütigkeit. Sie sind Stadtmeister. Haha. Meister werden Sie ja heuer bei dem TK offenbar nicht. Mit Glück reicht’s wie es meine verehrten Kollegen von der Pampers News schon gesagt haben für einen Qualifikationsplatz für die Copa Americana. GZ: Ach, Sie sind schon eine richtige Spaßbremse…
Wir befinden uns in der tiefsten Provinz Argentinien. Wenn man seinen Blick schweifen lässt, sieht man durch das Bild fliegende Dornenbälle, brach liegendes Weideland, ein paar Lamas, ein paar heruntergekommene Hütten und einen verwahrlost ausschauenden Fußballplatz auf dem ein paar demotivierend wirkende, unterernährte Fußballer einen Ball hin und her kicken, der aus mehr Dreck als Leder besteht. Der Kenner weiß spätestens seit der Erwähnung von Lamas schon, wo wir uns befinden: San Salvador de Jujuy! Bekannt für den hiesigen Fußballverein und Ex-Meister CA Gimnasia Esgrima de Jujuy (und das lieber Herr Kolumnist, sind die einzigen Jojos der Liga). Sie werden seit über zehn Saisons von einem gewissen skua81b trainiert. Ein wahres Idol! Er ist Gimnasia, Gimnasia ist skua. Eine einfache Gleichung.
Aber eben diese Gleichung wird nicht mehr Bestand haben. Bei der Lektüre
der Vereinszeitung in den USA ist mir folgender Satz aus dem Zeitungsbericht von Columbus Crew (http://copamundial.eu/stadion/zeitung.php?auswahl=28&artikel=23812) untergekommen: „Nach sechs Saison wird sich Mr. Nukular eine neue Aufgabe suchen und die Crew hofft mit einem neuen Trainer wieder den Sprung in die erste Liga zu schaffen.“ Der dortige Trainer Mr. Nukular wird durch einen anderen Trainer ersetzt. Doch durch wen? Schaut man auf das Vereinsprofil wird es offensichtlich: Niemand Geringeres als die lebende Gimnasia-Legende skua81b soll Columbus Crew endlich wieder in die erste Liga führen. Einhergehend damit wird er seinen Verein in Argentinien verlassen. Wie bitte? Skua verlässt die Jojos?! Und dann ausgerechnet ein Absteiger als Nachfolger? Mir fehlen die Worte. Sind wir zu stark, bist du zu schwach. Argentinien verlässt man nicht einfach so, es verlässt dich. Jojo = Skua.
Zehn Uhr morgens. In einem Hotelzimmer in Las Vegas (ja, gut, nur Honduras) liegen noch schlafend zwei Gestalten von einer großen Bettdecke umhüllt. Es liegen mehrere Flaschen Alkohol auf dem Boden. Ein Whiskeyglas liegt zerbrochen vor dem Badezimmer, in dem sich ein Tiger versteckt. Das Sonnenlicht strahlt in das Zimmer und scheint auf eine attraktive Frau. Sie wird geblendet und blinzelt. Sie wacht allmählich auf. Ein lauter Seufzer entfleucht ihr. Es war eine harte Nacht. Sie kann sich an nichts mehr erinnern. Sie bemerkt die Gestalt, die neben ihr im Bett liegt nicht. Sie macht Anstalten und versucht aufzustehen, dabei rutscht sie auf etwas aus, dass sich später als pinker Plastikflamingo herausstellen sollte und stürzt dabei auf die Gestalt im Bett. Mit Schrecken stellt sie fest, wer die Person ist.
KKK: Was zum Geier suchen SIE hier? GZ: Die Frage wollte ich Ihnen gerade stellen. KKK: Oh mein Gott. Schauen Sie mich nicht so an! Ich bin nackt!
Anm. d. Red.: GZ schaut sie erst jetzt richtig an.
GZ: Stimmt.
Anm. d. Red.: KKK wickelt sich die Bettdecke um ihren Körper und muss feststellen, dass auch GZ nackt ist.
KKK: Das darf doch nicht wahr sein. Ist das
wirklich passiert? Um Himmels willen. So tief bin ich noch nie gesunken. GZ: Anscheinend waren wir zusammen in der Kiste. War ich gut? KKK: Woher soll ich das denn wissen? Ich kann mich an NICHTS erinnern. Und um Himmels willen, eure Kleinlichkeit, ziehen Sie sich doch was an!
Anm. d. Red.: GZ zuckt mit den Schultern, zieht ein Taschentuch aus der Box von der Anrichte und bedeckt damit seine Blöße.
KKK:Oh mein Gott. Karla, das ist wirklich dein absoluter Tiefpunkt. GZ: Jetzt tun Sie doch nicht so. Muss doch wohl eine geile Nacht gewesen sein. Das muss ich gleich mal twittern. KKK: Unterstehen Sie es sich! GZ: Schade. Tut’s auch Facebook? KKK: NEIN! GZ: Senorita Kolumna-Krause, Sie sind eine echte Spaßbremse. Obwohl. Letzte Nacht waren Sie es offenbar ja nicht. KKK: Das darf nicht wahr sein. Womit habe ich das verdient? Du reitest dich doch immer wieder aufs Neue in die Scheiße rein, Karla. Am besten ab jetzt alles leugnen. Dem Zahl glaubt doch eh…
Anm. d. Red.: KKK bemerkt nicht, wie GZ leise, kaum hörbar zu sich selbst murmelt „Von Google+ hat sie aber nichts gesagt. Hehe.“ und beginnt in sein AyePhone zu tippen.
KKK: Buenos Dias, Senor Zahl. Mit welcher unglaublichen Neuigkeit wollen Sie uns heute beglücken? GZ: Buenos Aires, Senorita Kolumna-Krause. Die Saison muss abgebrochen werden! KKK: Warum denn das? KKK: Nu Tacheles. GZ: Ich bin Tabellenführer. KKK: (gähnt) Ist klar. GZ: Ne, wirklich. Schauen Sie mal! KKK: (reibt sich die größer werdende Augen) In der Tat! Wie haben Sie denn das geschafft? GZ: Mein Können angewandt… KKK: (lacht laut auf)
Natürlich. GZ: Die Chancen sind hervorragend! KKK: Für den Klassenerhalt? Wenn ich mir Ihr TK so anschaue… GZ: Egal. Jetzt wird erstmal gefeiert! Sind Sie dabei? KKK: Ach nö, ich muss doch eigentlich mit meinem Goldfisch spazieren gehen. GZ: (reicht ihr ein Glas Hochprozentiges) Auf geht’s! Wir sind in Vegas, Baby! Da wird nicht lang gefackelt! KKK: (trinkt es angewidert herunter) Wir sind in Honduras. Im falschen Las Vegas. Na ja, was soll’s. Die Redaktion bezahlt ja die Spesen. GZ: Dos cervezas, por favor!
KKK: Ah, haben eure Hochherrlichkeit heute mal ein bisschen Zeit für einen Plausch mit dem Pöbel von der Journalie gefunden? GZ: Ach, Senorita Kolumna-Krause. Es tut mir so unendlich leid. Aber ich habe einfach keine Zeit. KKK: Mein armes Gräflein. Ich fühle wirklich mit. GZ: Wie großmütig sie doch sind. KKK: Immer doch. Aber wir sollten wirklich mehr Interviews wieder haben. Meine Kollegin, die das Exklusivinterviewrecht mit dem Prenzl‘ hat, läuft mir langsam in Sachen Witzigkeit und Kontinuität den Rang ab, wissen
Sie. Vor Allem darf die auch mit einem wirklichen Spitzentrainer und Meisterschaftsgewinner sprechen. Da können Sie natürlich nicht mithalten. GZ: Sie sind schon arm dran. KKK: Oja. Was sollen wir bloß tun? GZ: Wissen Sie, meine Old Boys haben ein Testspiel in Las Vegas. Da könnten Sie ja mitkommen und über den überragenden Fußball in unserem Freundschaftsspiel berichten. KKK: Sehr schön, da wollte ich schon immer mal hin. GZ: Nicht USA, por favor. Honduras. KKK: Sehr schön, da wollte ich noch nie hin.
Ene mene muh und raus aus der Meisterschaft ist der Prenzlauerbergo. Für Graf Zahl und seine Old Boys gleicht der letzte ZAT der 32. Saison einem einzigen Zählreim. Die Qualifikation ist allen Pamperschen Unkenrufen zum Trotz beinahe sicher – nun gilt es den fünften Platz wenn nicht sogar den vierten Platz, der zur Qualifikation für die Copa Libertadores berechtigt, noch zu verteidigen. Doch wo holt man sich die letzten drei Punkte? Welcher Sieg scheint am sichersten? Der Heimsieg gegen Jujuy? Unerwartete Auswärtssiege (die jetzt wohl nicht mehr ganz so unerwartet sind) bei den beiden Traditionsteams Boca und River? Zählen wir doch einfach nochmal durch…
Aber noch ist ja nicht aller Tage Ende. Wir kommen wieder keine Frage.
Da musste sich das misserfolgsverwöhnte Völkchen aus Rosario aber gehörig die Augen reiben. Schließlich stehen zum Abschluss der Hinrunde die Old Boys auf einem prächtigen dritten Tabellenrang. Grund zum Feiern? Nein, denn der Schein trügt. Zum ersten ist das ambitionierte Saisonziel Meisterschaft schon mal verfehlt. Zum zweiten haben die Old Boys nicht mehr so viele Heimspiele in der Rückrunde wie in der Hinrunde. Und zum dritten befinden wir uns in Argentinien. Ergo Tabellenplatz 10 plus minus Standardabweichung von 3. Wollen wir wetten?
Es ist wie jede Saison. Zum Ende der Hinrunde rutschen die Los Leprosos nah an die farbig markierte Zone, haben ein recht gutes manchmal auch durchschnittliches TK und haben auch nicht zu viele Heimspiele. Eigentlich müsste man dann nur noch alles brav runterspielen und der Busfahrer des Vereinsbusses hätte endlich mal wieder einen Grund die Amerikakarte von 1978 durch eine neuere zu ersetzen. Auch würde endlich mal die Reisekostenabrechnung von Karla Kolumna-Krause einen Sinn geben und sie
müsste sich nicht für etwaige Trips ins amerikanische Ausland rechtfertigen. Es kommt aber eben jedes Mal nicht so. Seit gut einem Jahr wartet Rosario auf das Comeback auf die internationale Bühne. Doch nach dem Ausscheiden gegen Colo-Colo aus Chile, die man nach heutigem Regelwerk wohl bezwungen hätte, wartet man weiter auf die Rückkehr der Old Boys, deren internationale Geschichte mit dem Finaleinzug in der allerersten Ausgabe der Copa Libertadores in Saison 4 eigentlich verheißungsvoll begonnen hat.
Graf Zahl verlässt nicht Newell’s Old Boys. Mehr noch, er schwört seinem Verein (mal wieder) die ewige Treue. Wenn dies bei ihnen Brechreiz und den Drang aufs Klo zu rennen auslöst, ist bei ihnen wohl alles in Ordnung und sie dürfen sich in bester Gesundheit wissen. Genauso wie Graf Zahl in unserer aller Lieblingsstadt Rosario, der sich offenbar über seine wieder erlangte Gesundheit freut.
GZ: Warum bin ich so fröhlich, so fröhlich, so fröhlich? KKK: Warum sind Sie so dämlich, so dämlich, so dämlich? GZ: Immer wieder schön von Ihnen zu hören, Senorita Kolumna-Krause. KKK: Die Freude ist ganz ihrerseits, werter Freiherr von und zu Rosario. Wie geht es Ihnen und Ihrem EHEC? Sind sie schon Freunde geworden? GZ: Mitnichten! Ich bin wieder über dem Darm. Haha.
[Anm. d. Red.: Graf
Zahl kriegt sich nicht ein und ist lhaorofl, für die ältere, nicht internet-affine Generation (hallo, Paulo): er lacht.] KKK: Oh. Sehr witzig. Hat der Kalauerkönig wieder zugeschlagen? GZ: Ich bin einfach nur froh, dass ich kein Keramik-Echo mehr habe. Sie wissen gar nicht, wie schmerzhaft das ist. KKK: Wirklich seeeeehr interessant. Meine Leser wollen sicherlich noch viel mehr nicht darüber erfahren. GZ: Da waren ein paar fiese Drängler dabei, sodass ich danach immer einen Ring of Fire hatten. KKK: Boah, Eure Klofürstigkeit, können wir bitte das Thema wechseln? GZ: und dann erst immer die Sprühwürste… Nicht gut, nicht gut. KKK:Ich seh’s schon. Das ganze Interview ist mal wieder im A…. Nächste Woche erfahren Sie mehr von den Abenteuern des unahmnachbaren Graf Flatulas…
Willkommen in der wohl schönsten Stadt Argentiniens, Rosario. Nicht alle sehen dies im Moment genauso. Für einen sieht die Welt heute jedoch besonders trübe aus. Aber um den Erfolg nicht zu gefährden greift er zu ungewöhnlichen Methoden.
KKK: Soooo, jetzt mal schön den Mund aufmachen und es mir brav nachmachen: „AAAAAAH“ GZ: BBBBBBB KKK: Sehr witzig. Ihren miesen Humor haben Sie wohl noch nicht verloren, werter Durchlaucht? GZ: Mir geht es soooooo elend, Senorita Kolumna-Krause. Und daran sind Sie schuld! KKK: Bitte? Ich habe den Gurkensalat ja nicht gegessen, oder? GZ: Sie haben ihn mir aber zubereitet! Und jetzt haben wir den Salat. Selbst der stumme Weh hat seine Stimme wieder gefunden und macht sich über mich lustig. KKK: Armes Gräflein. Bald sind Sie doch wieder übern Damm, oder? GZ: Darm? Das Wort will ich nie wieder
hören! KKK: Damm. GZ: Ach stimmt. Ja. EHEC schlägt aufs Gehör, wissen Sie? Zum Glück konnte ich mich noch an das Hausmittelchen von Großmutter Zahl gegen EHEC erinnern. Ein paar Tage und ich bin wieder fit. Und dabei ist es ganz einfach: Ein paar Tropfen Salbei, dazu noch… KKK: … Jaja, das interessiert hier keinen. Geben Sie uns doch lieber einen kleinen Einblick in Ihre Taktik, Her Royal Highness. GZ: Da liegt ja das Problem. Ich kann diesen Freitag unmöglich auf der Trainerbank Platz nehmen. KKK: Oh Weh, welch großer Verlust! GZ: Genau. Und da kommen Sie ins Spiel. Vertreten Sie mich? KKK: Klar, warum nicht? Aber das trauen Sie mir zu? GZ: Na ja, eigentlich nicht, aber sonst will’s ja keiner machen. Also passen Sie auf: Legen Sie besonderen Wert auf das Spiel gegen Los Andes. Meines Erachtens sollten wir folgendermaßen setzen: …
Willkommen in Rosario, der wohl schönsten Stadt Argentiniens mit den wohl bezauberndsten Interviewpartnern seit Speedy Gonzales und Periodista.
KKK: Hallo und einen wunderschönen guten Tag, werter Hochwürden. Wie lebt es sich so im Mittelfeld? GZ: (schaut nicht auf, hält ein Handy in der Hand und tippt darauf rum) … KKK: Werter Durchlaucht? GZ: Jaja. Stadtmeister... Meister... Weltherrschaft… KKK: Herr Graf, können sie mal ihr Handy weglegen? GZ: (sichtlich erzürnt) Ich bitte Sie, Senorita Kolumna-Krause! Das ist nicht irgendein Handy! Das ist ein Aye-Phone 4 GS(Anm. d. Red.: Produktname zensiert.)! Nigelnagelneu! Stärkerer Prozessor. Skype-fähig! Mit Facebook-Flat! KKK: Schön, schön. Können wir
endlich anfangen mit dem Interview?! GZ: (murmelt vor sich hin) Lionel Messi? Gefällt mir! KKK: Seit wann kann man sich eigentlich als Trainer der Old Boys ein Aye-Phone leisten? GZ: (nuschelt vor sich hin) Shakira pimpert mitm Pique rum? Als Webvideo? Das mal gleich dem ollen Floberle auf die Pinnwand posten. Hehe. KKK: Jetzt hören Sie mal zu, werter Graf! Gleich poste ich Ihnen was. Und zwar nicht Beifall oder einen Kommentar. Wir haben hier ein Interview! GZ: Oh. Farmville. Das Gurkenfeld ist kurz vorm Vertrocknen. Das muss ich schnell bewässern. KKK: Spanische Gurken? GZ: (schaut auf) Ja, wieso? In Argentinien wird Spanisch gesprochen? KKK: (rollt die Augen) Genau. Und dann am besten alle ernten, einen schönen Gurkensalat machen und ihn ganz aufessen!
Lange musste Graf Zahl darauf warten, dass endlich wieder ein Verein aus Rosario in der ersten Liga sich mit seinen Newell’s Old Boys duelliert. Sehr lange musste er warten. Doch der Tag kam und mit ihm die Gunst der Stunde auch wieder auf dem sportlichen Weg Stadtmeister von Rosario zu werden.
So kam es auch an diesem fünften Spieltag, an dem die Los Leprosos mal wieder ihr wahres Können aufblitzen lassen haben und den großen Rivalen aus Rosario vernichtend geschlagen haben. Dieser Sieg muss gefeiert werden. Denn allzu oft wird Rosario Central wohl nicht die Klingen mit den Old Boys in der Primera Division kreuzen können. Vor Allem dank der Vorstellung der Old Boys am Freitag. Sei’s drum. Derbysieger, Derbysieger, hey, hey, hey!