Dass der Topstürmer der 2. belgischen Liga, Karim Rezzi, von einem englischen Premier League Klub umworben wird, da sich sein Vertrag nach der laufenden Saison dem Ende entgegenneigt, ist inzwischen kein Geheimnis mehr. Um welchen englischen Klub es sich dabei handelt, wird der Presse jedoch nach wie vor verschwiegen.
Karim Rezzi erklärte unter der Woche, er werde vor Saisonende jedoch keine Gespräche mit anderen Klubs führen, da er mit dem KSC Lokeren den Aufstieg meistern möchte. Am Samstag Abend (12.08.2006) überraschte Rezzis Berater die Medien mit der Nachricht, Rezzi werde auf keinen Fall zum englischen Interessenten
wechseln. Damit sei nicht gesagt, Rezzi bleibe bei Lokeren, jedoch wurde dem Premier League Klub die Absage des Spielers mitgeteilt. Grund sei das hartnäckige Nachhaken des nicht bekannten Vereins. Rezzi hatte ausdrücklich erklärt, seine Konzentration dem Aufstiegskampf zu widmen, was der englische Verein nicht zu tolerieren wusste. Von einem Wechsel zu einem solch unprofessionell auftretendem Verein riet man Rezzi daher ab, der diesem daher heute eine Absage erteilte.
Welcher Verein Interesse bekundet hatte, wird nach dieser Pressemitteilung wohl für immer im Verborgenen bleiben. Rezzi selbst wollte sich bisher nicht äußern!
In den vergangenen Wochen versuchte Trainermanager Denker des KSC Lokeren die Euphorie in Lokeren abzuschwächen. Immer wieder nahm er Druck von der Mannschaft, indem er auf das gesteckte Ziel hinwies, das niemals Aufstieg hieß.
Nun standen wieder 3 schwere Aufgaben bevor. Zunächst das Heimspiel gegen den Aufstiegsaspiranten RFC Liègeois. Vor ausverkauftem Haus lieferte man eine bis zum Schlusspfiff konzentrierte, klasse Leistung ab. Ein Doppelschlag kurz vor der Halbzeit war der verdiente Lohn: Mit 2:0 ging es in die Kabine. Die souveräne Vorstellung sowie sichere Führung verleitete Denker sogar dazu, Topstürmer Karim Rezzi vom Platz zu nehmen, um ihn für die nächsten schweren Spiele zu schonen. Heute blieb er torlos. In der 82.Minute führte ein Eigentor zum verdienten 3:0 Endstand.
Das nächste Spiel verlief kurios. Erneut war der Gegner ein Aufstiegskonkurrent: VC Eendracht Aalst! Nach 5 Minuten stand es bereits 1:1. Das Lokerentor bereitete Rezzi in gewohnter Manier spektakulär mit einem Hackentrick vor. In der 17.Minute ließ er es sich dann nicht nehmen, schoss zum 3. Mal bereits aufs Tor und traf. Ohrenbeteubender Jubel im Auswärtsblock war die Folge. Nach dem Gang in die Kabinen dominierte
Lokeren weiterhin - Rezzi ließ in der 55.Minute gleich 4 Gegenspieler stehen und erzielte das 3:1, auf das ca. 20 Minuten später noch das 4:1 folgte, an dem Rezzi allerdings nicht entscheidend beteiligt war. In der Nachspielzeit (93. und 94.Minute) verkürzte Aalst noch auf 3:4, da die Lokerenverteidigung in Gedanken wohl schon an der Sektflasche zugange war. Dennoch war dies ein riesen Erfolg!
Das Spiel gegen Royal Antwerp war weniger torreich, aber dennoch spannend bis zum Schlusspfiff. Am Ende stand es 1:0 (71.Minute) für Lokeren durch ein Tor durch Karim Rezzi mal wieder, dem die Torjägerkrone wohl nicht mehr zu nehmen ist.
3 Siege und Platz 1 stehen nun erst einmal auf dem Zettel. Es sieht sehr gut für den KSC Lokeren aus und Denker bekennt sich nun zu den Aufstiegsambitionen seines Teams: "Es wäre lächerlich, wenn wir als Tabellenführer nach wie vor auf unseren bisherigen Zielen bestünden. Jeder erkennt, dass wir in einer guten Lage sind und nun auch den Aufstieg wollen. Meine Jungs brennen auf Liga 1! Dennoch dürfen wir nicht vergessen, dass die Tabelle viele Aufstiegskandidaten aufweist. Wir haben gute Chancen, haben aber keinen Druck, da wir nie vom Aufstieg ausgegangen waren. In 14 Tagen sind wir schlauer!"
Seit langem gibt es Gerüchte, Rezzi werde nach der Saison den KSC Lokeren verlassen. Unter der Woche schienen sich diese Gerüchte zu verfestigen. Es soll eine Anfrage aus Englands Premier League geben! In Lokeren versucht man (nachvollziehbar) die Lage zu beruhigen, damit die Spieler sich auf die Schlussphase der Saison konzentrieren können - es geht um den Aufstieg!
Trainermanager Denker kommentierte die Anfrage aus England: "Ich weiß nicht, ob eine Anfrage vorliegt. Die Presse berichtet dies. Unser Präsident wird der erste sein, der davon erfährt, wenn eine Anfrage vorliegen sollte. Bisher hat er mir noch nichts berichtet. Sollte eine Anfrage vorliegen, fänd ich das nicht gut. Ich weiß, es ist normal in unserer heutigen Zeit, aber dennoch ist und bleibt es unmöglich, in der Schlussphase bei Spielern anzuklopfen. Meine Jungs müssen sich auf
die Spiele konzentrieren und sollen sich jetzt nicht die Köpfe über solche Meldungen zerbrechen!"
Heute stellte sich Karim Rezzi, Topstürmer des KSC Lokeren, zu den Meldungen: "Es ist richtig, dass ein Verein aus der Premier League angefragt hat. Über Zahlen und weitere Fakten werde ich an dieser Stelle nicht berichten. Ich fühle mich wohl in Lokeren und werde mir meinen Kopf über das Angebot nach der Saison zerbrechen. Ich werde mich nun erstmal auf die verbleibenden Spiele konzentrieren und versuchen, meinen Teil zum Auftsieg beizutragen. Und nach der Saison schaue ich, was die Verhandlungen bringen. Aber nochmals möchte ich betonen, dass ich mich sehr wohl in Belgien fühle und es sicherlich nicht leicht sein wird, mich vom KSC Lokeren loszureißen. Bis zum Saisonende werde ich allerdings keine Gespräche mit anderen Vereinen aufnehmen."
Er ist DER Star der 2. belgischen Liga. Seit Amtsantritt des Trainermanagers Denker ist er im Kader und seine beeindruckende Entwicklung nicht mehr zu stoppen. Im Schnitt erzielt er 0,9 (gerundet) Tore pro Spiel - besser als jeder andere in Belgiens Liga 2. Hinzu kommen mehrere Torvorlagen und ein Grad an Einsatz und Spielfreude wie man ihn nur selten sieht. Viele Experten schätzen, dass Lokeren ohne Rezzi nicht in der Aufstiegsregion stehen würde.
Doch nun sorgt ein Klub aus der Premier League für Schlagzeilen: Auch in England
hält man die Augen offen und hat schon längst von Karim Rezzi gehört. Laut der britischen Tageszeitung "Daily Bild" soll beim KSC Lokeren nun eine Anfrage nach Rezzi eingegangen sein. Um welchen Klub es sich genau handelt, sei nicht bekannt. Fakt ist, dass Rezzi das Zeug hätte, sich in der Premier League zu behaupten. Die Frage ist, ob Lokeren ihn ziehen lässt und wie sehr diese Schlagzeilen das Team beeinflussen. Ist die Konzentration auf die nun so entscheidenen Spiele in der Schlussphase noch gewährleistet?
Derzeit kommt ganz Lokeren nicht mehr aus dem Feiern heraus. Alle Heimspiele der Rückrunde waren restlos ausverkauft und die Schwarzmarktpreise stiegen blitzartig. Es ist eine Euphorie entstanden, die nicht mehr zu stoppen zu sein scheint.
Getragen von dieser Euphorie spielen sich die Spieler von Woche zu Woche in einen Rausch und begeistern ihre Fans. Auf Rang 13 übernahm Tobias Denker das Traineramt und übte zugleich eine Managerrolle aus. Diese Doppelbelastung führt aber keineswegs dazu, dass die Arbeit nicht konzentriert ausgeführt wird. Eher scheint es Denker zu motivieren! Der KSC Lokeren, der zum Zeitpunkt des Amtsantritts noch frei von jeglichen Aufstiegsambitionen war, ist inzwischen der Topfavorit auf Rang 3 und somit auf Aufstiegskurs. Dieses Mal standen 2 schwere Aufgaben auf dem Zettel. Der KRC Genk (ebenso letzte Saison abgestiegen) war zu Gast in Lokeren und anschließend ging es zu den heimstarken Männern des KVK Tienen. Das Heimspiel wurde sensationell mit 5:4 gewonnen. Genk hielt sehr gut mit und bereitete Lokeren einige Probleme. Doch nicht zuletzt dank Wunderstürmer Rezzi rieß Lokeren das Ruder noch herum und siegte verdient. Das Auswärtsspiel wurde aufgrund vieler Verletzungen und Wehwehchen
glanzlos verloren. Dennoch bleibt Lokeren Favorit auf Platz 3: Es ist nur noch 1 Punkt Rückstand! Denker antwortete auf die Aufstiegsfrage: "Der Aufstieg steht nicht zur Debatte. Unser Saisonziel stand vor Rückrundenstart, dieses werden wir wohl ohne Probleme meistern. Wenn am Ende sogar noch der Aufstieg hinzukommt, ist das schön, aber wir schauen von Spiel zu Spiel und lassen uns unsere Konzentration nicht durch irgendwelche plötzlichen, spontanen Hoffnungen nehmen. Meine Jungs und ich würden uns riesig freuen, aber es sind noch weitere starke Teams im Rennen um Platz 3 dabei. Deshalb machen wir uns da noch keine Gedanken."
Gefeiert wurde dennoch nach dem 5:4 Heimerfolg. Abends wurde eine kleine Fete veranstaltet. Es wurde zum einen gefeiert, dass gleich zwei Spieler Lokerens Geburtstag hatten und zudem, dass der neue Trainingsplatz bereits fertig ist. Der 5:4-Erfolg war natürlich ein netter Beigeschmack .
Interview mit Trainermanager Denker des belgischen Zweitligisten KSC Lokeren
Herr Denker, es läuft derzeit sehr gut mit ihrem Klub. Wie haben Sie diesen Umschwung geschafft? Immerhin ist der Klub seit Ihrem Amtsantritt in der Tabelle nach oben geklettert und zudem sind es nur noch 2 Punkte bis zu einem Aufstiegsplatz.
Antwort: Das ist richtig. Das ganze Umfeld hat sich zuletzt einfach prima entwickelt. Ich bin bei einem tollen Team gelandet, das einfach neue Ideen und Konzepte brauchte. Diese habe ich versucht einzubinden und an vielen Fehlern der Vergangenheit wurde gearbeitet. Es ist wirklich beeindruckend, wie hier gearbeitet wird. Vom Balljungen bis hin zum Präsidenten ist ein hoher Grad an Engagement zu erkennen. Der Erfolg ist nur die logische Konsequenz!
Herr Denker - wie ich eben schon ansprach sind es nur noch 2 Punkte bis zu einem Aufstiegsplatz. Was erwarten Sie in dieser Saison noch von Ihrem Team? Ich frage Sie einfach direkt - glauben Sie an den Aufstieg?
Antwort (leicht schmunzelnd): Herr Becker, das Saisonziel wurde vor der Rückrunde bekanntgegeben und daran wird nicht mehr gefeilt. Es läuft derzeit alles perfekt; aber es kann jederzeit wieder bergab gehen. Der Druck nimmt stetig zu und zudem ist Verletzungspech nicht
auszuschließen. Ich habe meinen Jungs gesagt, dass wir versuchen wollen, das Ziel zu erreichen und erst wenn dieses erreicht ist, schauen wir weiter nach oben in der Tabelle.
Herr Denker,ich weiß die Zeit drängt, aber eine abschließende Frage hätte ich noch: Ihr Stürmer Rezzi ist in einer hervorragenden Form, trifft fast jedes Spiel. Wie sehr hängt seine Entwicklung mit Ihrem Tun zusammen? Und denken Sie, dass Sie ihn halten können, wenn der KSC Lokeren zweitklassig bleiben sollte?
Antwort: Das müssen Sie ihn fragen. (zwinkernd) Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, warum mein Vorgänger Rezzi nicht schon aufgestellt hat. Ich habe mit ihm 30 Minuten trainiert und wusste sofort, dass dieser Junge ein Stammspieler bei mir wird. Es freut mich sehr, welchen Erfolg und Ruf er derzeit genießt. Ich werde alles daran setzen, ihn zu halten. Ich weiß, dass das schwer wird, da bereits sehr große Vereine angefragt haben, aber ich werde alles versuchen. Er fühlt sich in Lokeren sehr wohl und er hat hier einen gewissen Status, den ihm keiner mehr nehmen wird. Diesen muss er sich in anderen Vereinen erst erarbeiten. Was er letztlich macht, ist seine Entscheidung. Fakt ist, dass sein Vertrag nach dieser Saison ausläuft und dann wird es interessant.
Lokeren - Nach der guten Entwicklung des KSC Lokeren in den letzten Wochen stieg die Erwartungshaltung im Umfeld. Das Saisonziel wurde kurz vor Rückrundenstart noch nach oben korrigiert, doch nun sollten 2 schwierige Spiele folgen. Der KSC Lokeren spielte zu Hause vor ausverkauftem Haus gegen den FC Denderleeuw und sollte dann auswärts beim RAEC Mons zeigen, wie konkurrenzfähig man ist.
Und siehe da: Dank eines genailen taktischen Schachzuges von Trainermanager Denker (von Viererkette auf Viererkette plus Libero umschalten) kombinierte der KSC Lokeren souverän von hinten heraus. In der 74. Minute folgte der verdiente Lohn - das 1:0! Dieses Resultat konnte bis zum Abpfiff gehalten werden.
Noch weit schwieriger schien das kommende Spiel bei Mons. Auswärts tat sich der KSC Lokeren ohnehin nicht leicht. Doch dieses Mal wirkte die Mannschaft auf den Punkte konzentriert und selbstsicher. Schnell führte man mit 2:0 (nach 25 Minuten). Aufgrund eines großen Fehlers folgte der Anschlusstreffer noch vor
der Halbzeit. Dennoch spielte der KSC Lokeren weiter souverän bis zur 72. Minute, in der der Ausgleichstreffer fiel.
Doch statt Verunsicherung war ein "Jetzt erst recht"-Gefühl zu spüren. Der KSC Lokeren spielte alles oder nichts nach vorne, erspielte sich noch 4 Großchancen und ging in der 83. Minute hochverdient wieder in Führung. Dieses Resultat ließ sich der KSC nicht mehr nehmen; hätte sogar noch das 4:2 erzielen können.
Die Fans kennen nun kein Halten mehr. In der Tabelle geht es weiter nach oben - Platz 7 nun und nur noch 2 Punkte Rückstand auf einen Aufstiegsplatz! Die 2.400 mitgereisten Fans sorgten für eine gute Unterstützung und sind nun gespannt, was die Mannschaft noch alles reißen kann.
Der KSC Lokeren entwickelt sich weiterhin positiv. In den letzten Wochen ging es in der Tabelle nach oben, das Saisonziel wurde dementsprechend verbessert und nun gelingt es dem Team sogar, Platz 8 zu verteidigen und zu festigen.
Am 20. Spieltag wurde ein Verfolger zu Hause geschlagen. Die Partie gegen Royal Excelsior Virton endete nach 94 Minuten purem Kampf um jeden Meter mit 3:2. Der KSC Lokeren lag zur Halbzeit mit 0:1 zurück, konnte jedoch früh in der 2. Halbzeit ausgleichen und in der 63. Minute sogar das 2:1 markieren. Fader Beigeschmack beim Führungstreffer war die gelb-rote Karte für den seit Wochen in Topform spielenden Karim Rezzi, von dem diese Zeitung vor kurzem erst zu berichten wusste. Er zog sich nach seinem Treffer das Trikot aus und sah dafür die gelb-rote Karte.
Dennoch wehrte sich der KSC Lokeren mit allen Mitteln,
wusste den Ausgleichstreffer in der 84. Minute dennoch nicht zu verhindern. Nach einer tollen Kombination gelang im direkten Gegenzug vom Anstoß weg das 3:2, was auch in der spannenden Schlussphase verteidigt werden konnte.
Am 21. Spieltag unterlag man dann allerdings erneut auswärts. Diesmal gab es ein 0:2 beim KFC Lommel SK (Platz 5 derzeit). Der KSC Lokeren spielte lange Zeit gut mit bis die Mannen des KFC Lommel zu Beginn der 2. Halbzeit Lokeren mit 2 Toren ausknockten. Grund zur Aufregung war diese Niederlage dennoch nicht, da neben Rezzi noch 2 weitere Stammspieler und absolute Leistungsträger fehlten.
Alles in allem entwickelt sich der KSC Lokeren nach wie vor gut und wird - wenn es so weitergeht - sicherlich in 1,2 Jahren wieder erstklassig spielen!
Es sind nun ganze 3 Punkte auf Platz 9 und ein besseres Torverhältnis zudem.
Die gute Entwicklung des KSC Lokeren unter der Leitung von Trainermanager Denker hält an. Das belgische Zweitligateam schlug zu Hause den KSV Roeselare mit 1:0 bevor es den ersten Auswärtssieg in der Ära Denker feiern konnte. 3:0 siegte man hochverdient und überdeutlich beim Tabellenschlusslicht KMSK Deinze! Überragender Mann war wieder einmal Karim Rezzi, der mit 2 Toren seine sensationellen Leistungen unter dem neuen Trainermanager bestätigte.
Nach der Kritik vor einer Woche hagelte es
dieses Mal lob von Denker: "Das waren 2 sehr erfolgreiche Spiele. Mein Team hat die Kritik angenommen und wir haben unter der Woche sehr diszipliniert und konzentriert gearbeitet. Die Belohnung haben wir nun in Form von 6 Punkten und Tabellenplatz 8 bekommen. Es freut mich sehr, wie meine Jungs mit der Kritik umgegangen sind. Daher habe ich das Saisonziel vor diesen beiden Spielen auch nach oben korrigiert. Wir müssen nun nur noch an diesen Leistungen anknüpfen; aber in dieser Hinsicht bin ich sehr zuversichtlich!"
Viele Fragen sich, wo all die Trainer von Lokeren geblieben sind. Bis zum Amtsantritt von Tobias Denker wies die Historie des KSC Lokeren 7 verschiedene Trainer mit unterschiedlichem Erfolg auf.
Blickt man nun auf den Werdegang der Trainer oder Trainermanager, fällt auf, dass 6 der 7 Trainer derzeit vereinslos sind. Da fragt man sich doch, woher manch Einer noch den Mut fasst, den KSC Lokeren dennoch zu trainieren .
Trotz der zufriedenstellenden Leistungen des KSC Lokeren unter der Leitung des neuen Trainermanagers übte dieser knallharte Kritik am Team. Heute überraschte Tobias Denker Fans, Presse und Verantwortliche mit dem Korrigieren des Saisonziels. Von nun an werden Plätze 6-10 angestrebt - die Ansprüche wurden also erhöht, obwohl die Mannschaft vom Trainermanager so kritisch gesehen wurde.
Er kommentierte die heutige Maßnahme: "Die Mannschaft hat unter der Woche sehr gut trainiert; zudem haben wir das Bon Jovi Konzert in Brüssel besucht - das hat zusammengeschweißt und war eine Ablenkung. Nun werden wir uns voll auf den Fussball konzentrieren und ich traue meinen Jungs eine Menge zu. Das Potential ist ja schließlich vorhanden!"
Die nächsten 3 Spiele unter der Leitung Tobias Denker sind gespielt. Nachdem es zunächst aufwärts in der Tabelle ging, stagnierte der KSC Lokeren und befindet sich nach wie vor auf Platz 9 der 2. belgischen Liga.
Die Meinungen über den neuen Verantwortlichen Denker stimmen weitesgehend überein: Der Mann bringt frischen Wind, strotzt vor Engagement sowie Ehrgeiz und macht alles in allem einen sehr guten Eindruck. Nach 6 Spielen unter seiner Leitung kommen allmählig auch die Fans zurück ins Stadion - der Klub bekommt durch den hohen Grad an Engagement viel mehr Aufmerksamkeit als zuvor.
Dieser Beurteilung, mit der sich auch der Präsident des Klubs anfreunden kann, zur Folge müsste der besagte Herr eigentlich guter Dinge und zurfrieden sein. Dennoch überraschte der Trainermanager nach dem Heimspiel gegen Royal Excelsior Moeskroen mit folgendem Statement: "4 Punkte aus den letzten 3 Spielen sind an sich okay. Gegen den KSK Ronse hat mir mein Team gut gefallen - es war ein nahezu perfektes Spiel. Was ich anschließend jedoch bei der 0:2-Auswärtsniederlage gesehen habe, wünsche ich meinem schlimmsten Feind nicht. Der Gegner spielte nicht wirklich gut, doch meine Mannschaft nutzte dies nicht aus. Im Gegenteil!
Die beiden Gegentore waren Geschenke und das Mittelfeld hat es nicht fertigbringen können, auch nur einen vernünftigen Pass in die Spitze zu spielen. Das 3:3 zu Hause gegen Moeskroen war ebenfalls ein Rückschlag. Im eigenen Stadion haben meine Jungs bisher klasse gespielt, aber gegen den 14. Platz erwarte ich doch mehr! Die Abwehr wirkte zudem unkonzentriert - und wozu ich eine Taktikbesprechung überhaupt mache, weiß ich nicht. Da lief ja streckenweise jeder rum, wie er wollte. Also so geht das nicht!"
Klare Kritik an der Mannschaft, die der Präsident jedoch lachend abwertet: "Sicherlich sind die Punkte, die unser Trainermanager anführt, vollkommen richtig. Ich sehe das alles ein wenig lockerer. Das mag vielleicht daran liegen, dass ich die Jungs nicht trainieren muss und nicht auf der Trainerbank sitze, mich somit auch nicht so sehr durch Emotionen mitreißen lasse. Es freut mich, dass wir einen so engagierten Trainermanager haben. Die Kritik ist absolut okay . jeder weiß ja, wie ehrgeizig Tobias Denker ist. Das kann langfristig nur gut für diesen Verein sein. Aber nochmals: Ich sehe das alles etwas lockerer. Herr Denker ist schließlich noch nicht lange im Amt und konnte daher noch nicht so viel bewegen."
Nach 4 Monaten der totalen Isolation kehrte Franz Kappermann am 03.07.2006 zurück zum Mannschaftstraining des belgischen Zweitligisten KSC Lokeren. 115 Tage lang wussten weder Fans, noch Verantworliche oder Presse, wo sich der jamaikanische Ersatztorwart aufhielt.
Der mit seiner Rückkehr bekannt gegebene Grund für seine Abwesenheit: Der 26jährige hatte ein Online-Spiel entdeckt und kam davon nicht mehr los. In den Ranglisten kletterte er schnell auf Rang 1. Im Durchschnitt investierte Kappermann 17 Stunden pro Tag in das Spiel, bei dem man eine Armee aufbauen muss und das Ziel der Weltherrschaft verfolgt; die anderen 7
Stunden schlief er.
Mit der gestern in Kraft getretenden Indizierung des Spiels endete seine Isolation. Aufgrund des schlechten Trainingszustandes wurde Kappermann jedoch noch heute mitgeteilt, dass der KSC Lokeren in Zukunft auf ihn verzichten könne. Der Ersatztorhüter ist allerdings dennoch zuversichtlich, sich schon bald mit einem neuen Verein einig werden zu können.
Ersatz für Kappermann wurde bereits vor 37 Tagen mit der Verpflichtung Karim Looks gefunden!
Der neue Trainermanager des KSC Lokeren Tobias Denker, der noch nicht einmal 7 Tage im Amt ist, setzt seinen Terminmarathon fort. Nach einem Asienaufenthalt mit dem Ziel der Talentsichtung, einem Besuch in England, mehreren Trainingseinheiten, ständiger Rücksprache mit Verantwortlichen und Spielern und einer Fülle an Formalitäten, fand der Hoffnungsträger des belgischen Zweitligisten nun sogar noch Zeit, sich mit mehreren, namentlich nicht bekannten Menschen in Saudi-Arabien zu treffen. Ursache ist der Plan, ein neues Stadion in Lokeren entstehen zu lassen. Tobias Denker begründet das Vorhaben: "Wie jeder Fachmann weiß und immer wieder betont, ist es wichtig, zu Hause keine Punkte zu verschenken. Ein großes Stadion birgt Risiken, das ist uns bewusst. Nicht nur finanzielle, sondern ebenso wird der Druck auf die Spieler bei dem Gedanken, 50.000 Zuschauer anstelle von 10.000 zufriedenstellen zu müssen,
erhöht. Aber dennoch kann solch eine Kulisse auch beflügeln. Dies ist in den meisten Beispielen der Fall gewesen. Und darüber hinaus bin ich zuversichtlich, den Spielern einen gewissen Druck nehmen zu können. Wenn wir vorankommen, in den nächsten Jahren den Aufstieg schaffen und dann in der Jupiler League mithalten wollen, brauchen wir schlicht und ergreifend ein neues Stadion!"
Meldungen, dass es sich bei den Vertragspartnern um mehrere Milliardäre aus Saudi-Arabien gehandelt habe, die im Gegenzug für den Stadionbau Teile des Klubs aufkaufen wollen, wies der Trainermanager jedoch zurück: "Natürlich habe ich mich mit Personen getroffen, für die es kein großes Problem darstellt, Millionenbeträge für einen solchen Bau auszugeben. Aber Anteile des Klubs würde ich niemals verkaufen und dazu bin ich auch nicht in der Lage. Es gibt schließlich auch andere Mittel ."
Erst herrscht Totenstille beim KSC Lokeren und im Umland der Stadt, doch mit der Amtsübernahme des Trainermanagers Tobias Denker änderte sich alles schlagartig. Die Neuigkeiten überschlagen sich. Diesmal ist es jedoch negativ für den Klub. Auf Anweisung von Tobias Denker wurde das Training heute von Amateur-Trainer Reinhold Hacke geleitet. Die Anweisung war klar: Die Mannschaft fordern und das Tempo erhöhen, um die bisher mäßige Saison (mäßig vor allem vor Amtsantritt von Tobias Denker) positiv enden zu lassen.
Für Abwehrchef Franz-Josef O´Knight war dies wohl zu viel - er sank ohne Fremdeinwirkung im Abschlussspiel zu Boden und hielt sich das Knie. Ein Bänderschaden konnte jedoch nicht festgestellt werden und der Einsatz in den nächsten Spielen wird von der medizinischen Abteilung zumindest nicht komplett ausgeschlossen. Die Prognose lautet: "O´Knight wird mit 80%iger Sicherheit nicht spielen!"
Lokeren wieder in den Schlagzeilen! Stefan Äffenberg, Mittelfeldmotor des belgischen Zweitligisten, wurde auf offener Straße von Thomas McStrunz (AJ Auxerre) attackiert. Nach Berichten einiger Passanten, die den Kampf zu schlichten versuchten, habe Thomas McStrunz seinen ehemaligen Teamkollegen (spielten 4 Jahre zusammen in München) zunächst vor dessen Wohnung aufgelauert, ihn dann lautstark beleidigt und anschließend mehrere Schläge ins Gesicht folgen lassen. Die Boulevardzeitungen sind sich in der Auslegung der Ursachen bereits einig: Stefan Äffenberg, der Thomas McStrunz bereits zu Münchener Zeiten einmal die Frau ausspannte, hat erneut zugeschlagen. Vor 14 Tagen trafen die beiden Fussballprofis bei einem Benefizspiel aufeinander, das mit einem abendlichen, gemeinschaftlichen Essen mit allen beteiligten Akteuren gekrönt wurde. Thomas McStrunz zog sich eine Magenschleimhautentzündung zu, woraufhin er das Mahl vorzeitig abbrechen und nach Hause zurückkehren musste. Seine Gattin, die sich unterdessen lebhaft mit Stefan Äffenberg
unterhielt, weigerte sich, ihren Mann zu begleiten und blieb dem Event erhalten. Auf die Frage, ob Stefan Äffenberg und Frau McStrunz später zusammen den Heimweg aufsuchten, reagierten die befragten Teilnehmer des Abendessens unterschiedlich. Für die Boulevardblätter ist jetzt jedoch klar: Stefan Äffenberg hat wieder zugeschlagen!
Die Kriminalpolizei ermittelt inzwischen, ob die Magenschleimhautentzündung von McStrunz durch eine Säure im Essen hervorgerufen wurde. Ein Verfahren gegen Äffenberg wurde jedoch aufgrund mangelnder Beweise noch nicht eingeleitet. Stefan Äffenberg habe um 11.30 Uhr Strafanzeige wegen Körperverletzung gegen Thomas McStrunz bei der örtlichen Polizeiwache in Lokeren erstattet. Thomas McStrunz droht nun ein beträchtliches Bußgeld.