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COPA NEWS

Alles nur schöner Schein
Bis auf einen Punkt ist Silvan Leibnits mit seinem Team an den Tabellenführer Assiout Petroleum herangerückt, der zumindest diese Woche noch die Doppelbelastung des Confederation Cups stemmen muss. Doch beim genaueren Hinsehen entpuppt sich die gute Ausgangsposition Gounas im Titelkampf als eine Fata Morgana, konnten die Mittelägypter schließlich nur Dank ihres siebten Sieges im nun schon achten Heimspiel auf den zweiten Tabellenplatz klettern. Im Rücken des Keksbarons lauern dagegen Mannschaften, die schon ein oder zwei Partien mehr in der Fremde hinter sich gebracht

haben. In einer bereinigten Tabellen würde dem derzeitigen Führungsduo vor allem Al-Rabat Wa Al-Alanwar gefährlich nahe rücken, profitierte dieses Team vergangene Woche in Aswan doch schon zum zweiten Mal in dieser Saison von der Absage seines Gastgebers. Dabei hatte die ägyptische FA Anfang des Jahres noch große Hoffnungen gehegt, dass die Vodafone Premiership endlich mal von derartigen Wettbewerbsverzerrungen verschont bleiben würde. Und auch am Roten Meer wünscht man sich nach unzähligen Enttäuschungen endlich ein sportlich faires Meisterschaftsrennen.
25.03.2010 18:48 - Silvan Leibnits - El Gouna FC (Archiv)
Der Druck ist da
Die Hälfte aller am Oddset-Tippspiel beteiligten Trainer Afrikas sehen doch tatsächlich in Gouna den zukünftigen Meister der Vodafone Premiership, eine Quote, über die sich Trainer Silvan Leibnits nicht so richtig zu freuen scheint. Durchaus verständlich, wenn man bedenkt, dass der mittelägyptische Retortenklub nicht zum ersten Mal mit einer guten Ausgangspositionen in die zweite Saisonhälfte geht, am Ende dann jedoch nie mehr als der dritte Platz zu Buche stand.

Nichtsdestotrotz haben der

Keksbaron und seine Mannschaft von allen Spitzenteams des letzten Jahres die Umbrüche der aktuellen Spielzeit am unbeschadetsten überstanden. So schmerzte die deutliche Niederlage beim direkten Tabellennachbarn Alexandria auch nur den stolzen Trainer, der nach eigenem Bekunden aus vergangenen Tagen "nicht nur eine Rechnung" mit seinem Gegenüber Kunta Kinte offen hat. Aber diese Schuld lässt sich ja auch noch an einem hoffentlich meisterlichen letzten ZAT begleichen. Nicht wenige afrikanische Kollegen fieber mit ihm.
19.03.2010 15:40 - Silvan Leibnits - El Gouna FC (Archiv)
Kinte im Visier des Keksbarons
Zweieinhalb Jahre dürfte es nun her sein, dass sich Bootsmann Leibnits und Kombüsenjunge Kinte in einem Duell auf einem herausgeputzten Premiership-Dampfer unter Kapitän Capo zum Duell gegenüberstanden. Vieles hat sich seither getan und der Kutter befindet sich unter neuem Kommando in weniger glanzvollem Zustand.

Nichtsdestotrotz steht das kommende Aufeinandertreffen der beiden langgedienten Kontrahenten unter besonderen Vorzeichen: In einem wahren Rausch hat sich Ittihad Alexandria nach der Rückkehr seines Möchtegern-Messias an die Tabellenspitze

gespielt und diese lange gegen die im Rücken herannahende Konkurrenz verteidigt. Als erster Meisterschaftskandidat hat ausgerechnet sein alter Widersacher mit Gouna den Anschluss herstellen können.

Auch wenn die Tabellenführung mit dem überraschend starken Assiout Petroleum keiner der beiden Routiniers inne hat, steht das Duell Zweiter gegen Dritter als Spitzenspiel unter besonderer Beobachtung der ägyptischen Öffentlichkeit. In einer Rückschau wird sich dann kommende Woche auch endlich wieder die GIZEH Gazette mit dieser Partie beschäftigen.
11.03.2010 12:31 - Silvan Leibnits - El Gouna FC (Archiv)
Keksbaron in Zeitnöten
Gouna - Trainer Silvan Leibnits scheint nach dem zunächst blitzsauberen Start seines Teams in die Premiership-Saison die letzten Wochen nicht mehr ganz bei der Sache zu sein. Nach den katastrophalen Vorstellungen gegen Assiout und ENPPI konnte neunten Spieltag zwar der erhoffte Sieg eingefahren und der Anschluss zur schwachbrüstigen Spitzengruppe gewahrt bleiben, doch im eigenen Rücken hat sich Vorjahresmeister Mokawloon al-Arab nun wieder in Position gebracht: Nurmehr drei Punkte bei ähnlichen Reserven trennen die beiden Teams.

Wenn man auch den amtierenden Vizemeister Zamalek in Gouna nicht vorschnell abschreiben will, tut van Basten zur Zeit alles dafür, Liebling der Buchmacher zu werden und

frühzeitig eine ganze Menge Oddset-Tipps zu versenken. Für eine Überraschung im positiven Sinne sorgen in der Hinrunde bisher ganz andere: Neben dem national wie international auftrumpfenden Assiout und Kunta Kintes Flucht nach vorne, beeindrucken auch einige Vorjahres-Underdogs in der oberen Tabellenhälfte.

Erst auf Rang Fünf folgt mit Gouna die erste Mannschaft aus dem Favoritenkreis, womit Sawiris Steckenpferd immerhin in den Wettbüros ganz oben gehandelt wird. Um dieser Rolle gerecht zu werden, müsste nun auch Trainer Leibnits zu altem Elan zurückfinden. Dass er sich derzeit lieber dem süßen Leben eines Milliardär-Protegés hingibt, wer mag ihm das verdenken?
05.03.2010 13:09 - Silvan Leibnits - El Gouna FC (Archiv)
Vom Superfux zum Oberschaf
Der große Verlierer des letzten ZATs war nach einhelliger Meinung aller Prem-Experten der bisherige Tabellenzweite Gouna, der durch zwei dumme Niederlagen bis auf Rang Sechs durchgereicht wurde und seine ausgezeichnete Ausgangsposition im Titelkampf mit einem Mal verspielt hat. Den ohnehin schlechten Gesamteindruck trübte darüberhinaus das erwartete, aber unglückliche Ausscheiden im Confederation Cup. Immerhin konnte mit Ziegenhirte Markert als Vertreter der vorzugsweise von sich selbst überschätzten Algerier hinter sich gelassen werden.

Die Stimmung wollte dieser Prestigeerfolg wenig aufhellen. Obgleich Trainer Leibnits selbst auf einen Durchhänger seines Teams kalkuliert hatte, präsentierte er sich im Anschluss an die Spiele bei Assiout Petroleum und ENPPI Cairo sichtlich angefressen: "Damit sollte dieser Hype um mein Team endgültig passé sein, das war ja nicht mehr auszuhalten.

Dennoch hätte der Ausrutscher für meinen Geschmack etwas kleiner ausfallen können, die Spieler waren nach dem Besuch meines geschätzten Kollegen doch sehr verunsichert. Ich habe für Sergej jetzt vorläufig auch ein Einreiseverbot erwirkt, der soll erstmal vor der eigenen Haustüre kehren."

Auch Dank des doppelten Fauxpas der Mittelägypter ist das Ligafeld in der vergangenen Woche wieder näher zusammengerückt. So bleiben Gouna weiterhin alle Chancen erhalten, doch wächst zugleich der Druck durch die wiedererstarkte Konkurrenz aus Kairo.
Ein ausgemachter Titelaspirant hat sich derweil wortlos aus der Premiership verabschiedet: Nach einem schwachen Saisonstart und wiederholten Undiszipliniertheiten zog der Vorjahresvierte Aswan die Reißleine und schickte Nubierhäuptling Thomas Pilz buchstäblich in die Wüste. Die Präsentation eines Nachfolger steht derweil noch aus.
25.02.2010 12:05 - Silvan Leibnits - El Gouna FC (Archiv)
Mahnende Worte aus Upper Down Under
Die Konkurrenten in der ägyptischen Premiership zeigen sich gerade schwer beeindruckt vom Saisonstart des Titelmitfavoriten Gouna, das als einziges Spitzenteam der vergangenen Saison mit dem Anfangstempo des unter Kunta Kinte aufgeblühten Ittihad Alexandria Schritt halten konnte. Offensichtlich genügt eine sicherlich ansehnliche, aber angesichts dreier Heimspiele nicht furchterregende Bilanz von vier Siegen aus fünf Spielen, um erste Ligarivalen in Bündnissen gegen sich zu vereinen.

Die Kunde von Gounas fulminanten Auftritten hat derweil schon die exotischsten Gefilde erreicht: Trainer Leibnits erhielt unter der Woche einen Anruf seines geschätzten Freundes aus gemeinsamen Lehrgang-Tagen Sergej Pilatschkin, der mittlerweile den

neuseeländischen Erstligisten Waitakere City betreut. Dieser riet ihm für die verbleibende Hinrunde zu mehr Zurückhaltung, da er selbst in der zweiten Saisonhälfte der vergangenen Spielzeit überaus schlechte Erfahrungen mit der Favoritenrolle gemacht habe. Eine scheinbar vorteilhafte Ausgangslage wiegle oft nur die gesamte scheinheilige Konkurrenz gegen das eigene Team auf und entpuppe sich dann vielmehr als Hypothek.

Silvan Leibnits versprach sich diesen Ratschlag seines Kollegen dankbar zu Herzen zu nehmen und in der Premiership für die nächste Zeit etwas leiser zu treten. Schließlich hat das Schicksal Waitakere Citys nur allzu deutlich bewiesen, dass zu erfolgreiche Mannschaften in der eigenen Liga auf wenig Gegenliebe stoßen.
19.02.2010 14:40 - Silvan Leibnits - El Gouna FC (Archiv)
Geistiger Griff unter die Gürtellinie
Gouna - Abseits seines allwöchentlichen Pflichtprogamm musste sich Samih Sawiris, seines Zeichens einer der bedeutendsten Investoren Ägyptens und Schöpfer Gounas, am heutigen Abend in seiner Funktion als Präsident des eigenen Fußballklubs den Fragen ausgewählter Sportjournalisten des Landes stellen.
Auf seinen ausdrücklichen Wunsch hin, war dabei den Nicht den Vertretern der Kairoer Abendzeitung und der Nubian Sun aus Aswan die Teilnahme an der Pressekonferenz verwehrt worden. Schließlich waren es diese beiden Schundblätter gewesen, die sich von der (un-) sportlichen Konkurrenz Gounas für eine schamlose Hetzkampagne gegen dessen Erfolgstrainer Silvan Leibnits haben instrumentalisieren lassen.

Sawiris betonte zunächst, dass sein Aufenthalt in Andermatt ausschließlich der Verfolgung geschäftlicher Interessen bezüglich seines neuen Ferienresorts diente, er aber zugleich die penetrante Anwesenheit des mittelmäßigen Zamalek-Trainers van Basten amüsiert zu Kenntnis genommen hat. Dieser sei dabei auch wiederholt an ihn herangetreten und habe ausdrücklich um eine Anstellung im Nachwuchsbereich des El Gouna FC ersucht. Diesem Wunsch habe Sawiris mit Verweis auf ein negatives Sozialgutachten van Bastens aus Kamerun natürlich nicht entsprechen können:

"Bei aller gebotenen Diskretion, aber Marcos psychologisches Profil schließt ihn leider kategorisch für die Arbeit mit männlichen Heranwachsenden aus."

Womit die Überleitung zu den infamen Vorwürfen nicht schwer fiel, die Anfang der Wochen aus dem vorlauten Aswan zu vernehmen waren. Der talentfreie Fußballproktologe Thomas Pils, seit einigen Tagen der unrechtmäßigen Aneignung des Leibnits'schen Schluss-S verdächtig, versuchte in der der Nubian Sun mit gefälschtem Bild und Interview-Material eine beispiellose Verleumdungs-Kampagne gegen seinen gefürchteten Widersacher vom Roten Meer loszutreten. Dessen Arbeitgeber Sawiris zeigte sich in Kenntnis der wahren Umstände von den haltlosen Beschuldigungen unbeeindruckt: "Dieses Prozedere wurde mit dem Trainer und allen Verantwortlichen im Vorfeld abgesprochen. Nachdem wir den Spielerfrauen während des Trainingslagers den Zutritt zu den Schlafgemächern der Sportler verweigert haben, stellte in Abwesenheit des Vereinsarztes das Trainerteam selbst die Einhaltung des Verbots mittels der Überprüfung des Samendrucks sicher. Wir halten diese Methode weiterhin für angemessener und der Fitness unserer Spieler dienlicher als die in Aswan praktizierte viertelstündlich erzwungenen Ejakulation."
04.02.2010 21:59 - Silvan Leibnits - El Gouna FC (Archiv)
Aus Alt mach Neu
Gouna - Auch im sechsten Anlauf in der Vodafone Premiership blieb Samih Sawiris Unterfangen, mit seiner Fußballmannschaft aus dem eigens dafür angelegten Städtlein Gouna den ägyptischen Meistertitel zu erringen. Ein dritter Platz stellt selbst in der erfolgsverwöhnten Vereinschronik zwar ein überaus respektables Saisonergebnis dar, doch das hindert den koptischen Multimilliardär nicht daran, insgeheim den Druck auf seinen vertrauten Trainer Leibnits zu erhöhen: Sein Team soll sich im Meisterschaftsrennen nicht noch einmal so düpieren lassen, wie von jolebeaus Mokawloon al-Arab in der vergangenen Rückrunde.

Die ärgsten Widersacher im Titelkampf scheinen auch in der neuen Spielzeit die selben zu bleiben: Dazu zählen neben dem amtierenden Meister der

scharfzüngige Tulpenzüchter van Basten und ein wieder ambitionierter auftretender Nubierhäuptling Pilz. Darüber sollte man das übrige Ligafeld nach dem dortigen Stühlerücken jedoch nie aus den Augen verlieren, wie die letzte Saison eindrucksvoll und für Gouna schmerzhaft bewiesen hat.

Besonders gespannt erwartet man in Gouna den ersten Auftritt des nach langem Hin und Her zu Ittihad Alexandria zurückgekehrten verlorenen Sohn Kunta Kinte. Am Anfang mag nach dem letzten Katastrophenjahr jeder zählbare Fortschritt die Gemüter der hitzköpfigen Großstädter beruhigen können. Doch auf Dauer wird auch Kinte seine Schützlinge in die Spitzengruppe hieven müssen, um seinem in seiner Abwesenheit verklärten Ruf als Heilsbringer gerecht zu werden.
28.01.2010 19:01 - Silvan Leibnits - El Gouna FC (Archiv)
Jolebeaus Meisterstück
Die Meisterfrage in der Vodafone Premiership ist so gut wie beantwortet: Mokawloon al-Arab konnte sich mit seinem dritten Auswärtserfolg der Saison noch vor dem leichten Restprogramm an die Tabellenspitze manövrieren und braucht von seinen Verfolgern keine ernsthaften Angriffe mehr zu fürchten.

Für den schon vor dem letzten ZAT aus dem Titelrennen geschiedenen El Gouna FC geht es nur im Optimalfall noch um die Teilnahme an der CAF Championsleague, das

heißt die Vizemeisterschaft. Diese verteidigt derzeit noch van Bastens Zamalek Sporting Club mit fünf Punkten Vorsprung auf die Bahlsen-Boys und dreien auf das glücklose Aswan.
In jedem Fall sollte Keksbaron Leibnits sein zu Saisonbeginn gestecktes Saisonziel erreichen und Gouna für einen internationalen Wettbewerb qualifizieren. Damit ließe es sich dann auch beruhigter in die neue Spielzeit zu einem weiteren Anlauf in Richtung Meisterschaft starten.
03.01.2010 14:14 - Silvan Leibnits - El Gouna FC (Archiv)
Im verfluchten Titelrennen ausgeschieden
Das ägyptische Urgestein... äh, die Mumie der Vodafone Premiership Silvan Leibnits sieht seine Meisterschaftschancen ein weiteres Mal aus den eigenen Händen gleiten. Der in dieser Saison erste Punktverlust Gounas vor heimischer Kulisse beim 3:3 gegen Goldy Fayoom (über Sinn und Unsinn der Auswärts-Drei siehe die Essays von PD Dr. C. van Lezz) brachen den schon in den Vorwochen geschwundenen Hoffnungen des Keksbarons endgültig das Genick.

Der lange überfällige und längst verdiente Meistertitel bleibt dem Pechvögeln vom Roten Meer also erneut verwehrt und fast möchte man in Gouna ob der nächsten Chance in der kommenden Spielzeit schon resigniert abwinken: Im entscheidenden Moment war ihnen das Glück noch immer abspenstig geblieben. Der Fluch der Pharaonen scheint auf den Bemühungen des Kleinstadtvereins zu liegen.

Ganz anders beim fast schon ausgemachten Meister Mokawloon al-Arab, der den Dusel

in dieser Rückrunde gepachtet zu haben scheint. In den letzten Saisonspielen scheint man mit dieser Woche endgültig mit keinerlei Gegenwehr auf dem Weg zum Titel rechnen zu müssen. Und Punktegeschenke gibt es in aller Regelmäßigkeit auch noch dazu, jüngst beim Gastspiel in Port Said.

Von solchem Entgegenkommen können die Konkurrenten bei Zamalek, in Aswan oder eben Gouna dagegen nur träumen, ihre nurmehr bescheidenen Chancen mussten sie sich gerade in den vergangenen Wochen oftmals teuer erkaufen.

Abschätzig macht nun unter den Fans dieser Klubs das Gerede vom geschenkten Titel die Runde, aber Meisterschaft bleibt Meisterschaft und weder van Basten, noch Pilz oder Leibnits möchten ihrem Kollegen den errungenen Erfolg allzu schlecht reden, schließlich steht das Ansehen der Vodafone Premiership auf dem Spiel. Ein fader Beigeschmack wird dem ungleichen Wettkampf beim internationalen Publikum dennoch anhaften.
27.12.2009 23:56 - Silvan Leibnits - El Gouna FC (Archiv)
Gouna ist sich selbst der Nächste
Zamalek sprintet mit hohem Tempo aber schwindenden Kraftreserven vorneweg, in Mokawloon al-Arab kämpft sich ein Unbekannter in die Favoritenrolle, den noch vor wenigen Wochen niemand auf der Rechnung hatte, und die Verfolger Aswan und Gouna treffen nun am 20. Spieltag fast schon in einem Ausscheidungsspiel aufeinander. Mit diesem Duell und dem Aufkommen Mokawloons scheint das stillschweigende Abkommen der Trainer Pilz und Leibnits über ein Hinauszögern des

Titelkampfs an sein Ende gelangt.

Jetzt gilt es, nicht nur am wiedergenesenen van Basten, sondern vor allem an Mitbewerber jolebeau Anschluss zu halten. Bedauerlichweise für seine beiden Kontrahenten und das Gleichgewicht der Liga profitieren dieser und andere gegen Ende der Saison nämlich vom trainer- und TK-losen El Mansoura, das Aswan und Gouna noch einiges abverlangen konnte. Ein Umstand, der sich in der nächsten Saison dann hoffentlich vermeiden lässt.
22.12.2009 11:08 - Silvan Leibnits - El Gouna FC (Archiv)
Van Basten auf Kur geschickt
Von der lange behaupteten Tabellenführung musste sich Gouna nach dem missglückten Start in die Rückrunde vergangene Woche fürs Erste verabschieden. In diese Genuss kommt nun Teilzeit-Nubier van Basten, um dessen irrwitzige Kamerun-Pläne es durch einen Auswärtserfolg im Stadtderby gegen Al Ahly Osiris sei Dank wieder ruhig geworden ist. Selbst einem so anerkannten Kosmopoliten und Adoptiv-Ägypter wie Kunta Kinte wären derartige Hirngespinste, wie sie von Zamalek aus in den letzten Wochen

durch die Gazetten geisterten, nur schwer verziehen worden.

Schon aus diesem Grund ist Gouna Trainer Leibnits durchaus gewillt, seinem von schizophrenen Anwandlungen geplagten, kleinwüchsigen Kollegen aus Kairo die Spitzenposition noch für den ein oder anderen ZAT auszuleihen. Denn gerade die dortige Höhenluft scheint seine Leiden spürbar zu lindern und gibt der entnervten Ligakonkurrenz damit die Gelegenheit, unbehelligt zum großen Schlag gegen den Möchtegern-Putschisten auszuholen.
08.12.2009 16:39 - Silvan Leibnits - El Gouna FC (Archiv)
Auch am Nil hält wieder Farbe Einzug
Endlich, die Vereinswappen sind da! Damit hält in die Ligazeitung nun endlich etwas mehr Farbe Einzug, ein weiterer Schritt zum alten Copafeeling. Auch in der Vodafone Premiership gibt diese Maßnahme den Gegner wieder so etwas wie ein Gesicht, stiften doch die Klubembleme wie sonst nur der Vereinsnahme eine besondere Identität. Allein Goldy Fayoom und Al-Rabat Wa Al-Alanwar müssen zumindest vorerst noch ohne diese Schmuckwerk auskommen.

Am Roten Meer hat man sich nach der eineinhalbjährigen Verschnaufpause in

dieser Hinsicht umzustellen, ziert doch ein neues, deutlich weniger an den Neckermann-Reisekatalog erinnerndes Wappen den mittlerweile auch in der Realität Erstklassigen El Gouna FC. Unter dem neuen Banner konnte man vergangene Woche nun schonmal die Herbstmeisterschaft feiern, doch liegt noch ein hartes Stück Arbeit vor dem Keksbaron und seinen dicht auf von Zamalek und Aswan verfolgten Bahlsen-Boys.

Die vierte Ausgabe der Gizeh Gazette anlässlich des Endes der Hinrunde musste leider auf kommende Woche verschoben werden.
30.11.2009 12:22 - Silvan Leibnits - El Gouna FC (Archiv)
Der Kurze träumt mal wieder
Schon Napoleon hat es bewiesen: Größenwahn paart sich allzu gern mit zwergenhafter Gestalt. Neuerdings lässt sich dies auch in der Vodafone Premiership beobachten, wo ein sportlich und anderswo zu klein geratener Zentralafrikaner seinen Urwald-Stamm nun in einer Personalunion mit der jahrtausende alten (Fußball-)Hochkultur am Nil vereinen möchte.

Dagegen stemmt sich nicht nur der gesunde Mennschenverstand, sondern alle mit einem solchen gesegneten, wie Ligakonkurrent Leibnits: "Das einzig erwähnenswerte, das Kamerun in den vielen Jahren seiner bescheidenen Copa-Existenz

hervorgebracht hat, war und ist Kunta Kinte. Und der ist nach zwei Jahren in der dortigen Dschungelhölle nicht umsonst zum Wandervogel geworden. Kamerun und Ägypten unter einem Dach? Das ist ja wie Zamalek und die Meisterschaft... da passen Kreuzberg und Hoyerswerda besser zueinander!"

Nein, soweit ist die Sinnkrise des ägyptischen Fußballs nach dem betrugsmäßigen Ausscheiden aus dem Kampf um den WM-Titel noch nicht gereift, dass sich die bildhübsche Braut vom Nil einfach so dem nächstbesten bzw. -kürzesten Freier an den Hals werfen würde!
24.11.2009 18:26 - Silvan Leibnits - El Gouna FC (Archiv)
Zwei Prinzessinen und gedemütigte Algerier
Die sich jüngst immer ähnlicher werdenden Ausfälligkeiten der Trainer von Aswan und Zamalek und die überraschende Übereinstimmung ihres, sagen wir "außergewöhnlichen" Frauengeschmacks haben mittlerweile das Interesse des Genealogischen Insituts der Universität Kairo geweckt. Eine Gruppe junger Wissenschaftler stieß bei ihren Nachforschungen über die Vergangenheit der Familien Pilz und Van Basten auf eine sensationelle Verbindung dieser beiden Exzentriker:
Im Grunde handelt es sich bei diesen nämlich um Abkömmlinge einer kamerunischen Pygmäen-Dynastie mit dem eigentümlichen Brauch, dem zu Folge sich der soziale Status des Mannes nach der Häßlichkeit der ihm Angetrauten und der

ähem... "Überschaubarkeit" seines Gemächts richtet. Die zu Beratungen hinzugezogenen Ethnologen deuteten die redaktionellen Anfeindungen der beiden Prinzen deshalb als Rangstreitigkeiten, was für die kommenden Wochen noch weiteres kompromittierendes Bildmaterial in der Ligazeitung erwarten lässt.

Weniger erstaunlich sind die in Kairo, Aswan und anderen Städten Ägyptens getroffenen Vorbereitungen zu den landesweiten Feierlichkeiten anlässlich der morgigen Qualifikation der Nationalmannschaft für die Weltmeisterschaft in Südafrika. Mit großer Genugtuung blickt auch die gesamte Vodafone Premiership auf die Erniedrigung des algerischen Abschaums und brennt darauf es möglichst bald der Landesauswahl gleichzutun.
17.11.2009 18:10 - Silvan Leibnits - El Gouna FC (Archiv)
Gouna zieht einsam seine Bahnen
Noch fehlt der Vodafone Premiership nach dem Copa-Neustart das Feuer alter Tage und am Horizont kündigen sich statt der Rückkehr namhafter Exil-Pharaonen erneute Trainerentlassungen an. Diese vielleicht obligatorischen Kinderkrankheiten werfen auch auf den mit einem perfekten dritten ZAT veredelten Saisonstart El Gounas einen Schatten und aufgrund eines fiebrigen Kekses muss nun sogar die Kolumne ein zweites Mal in Folge entfallen.

In seinem Rücklicht nimmt der Keksbaron derweil amüsiert die zaghaften, aber erheiternden Zeitungs-Geplänkel seiner Verfolger wahr. Aus Rücksicht auf die trinkfeste Kairoer und ausbeuterische Aswaner Kundschaft seines Arbeitgebers

Sawiri enthält sich Silvan Leibnits, Trainer des Tabellenführers, derzeit noch jeglicher Seitenhiebe auf die nimmermüde Konkurrenz.
Doch liegt einigen oberägyptischen Medien wohl kompromittierendes Material über eine geistesgeschichtliche Verbindung des Keksbarons zum proto-kommunistischen Obermotz vor, die weit über das gemeinsame Engagement der beiden Cousins siebzehnten bzw. zweiundzwanzigsten Grades Jyväskylä und Lehtola in der Veikkausliiga hinausgehen.
Besorgt um jeden Verdacht möglicher Wettbewerbsverzerrung versprach die unbändig-abhängige Ligakolumne GIZEH GAZETTE, in der kommenden Ausgabe auf die Vorwürfe einzugehen.
02.11.2009 17:16 - Silvan Leibnits - El Gouna FC (Archiv)


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