nach den bisherigen saisonleistungen, welche der trainer kurz und knapp als "sensationell" bezeichnete, darf sich kallithea diese woche auf ein dreitägiges trainingslager begeben. per boot gehts nach kreta. der trainer will damit einerseits seine spieler belohnen, andererseits möchte er damit einen kleinen tapetenwechsel für seine mannschaft. der erhoffte effekt soll das sammeln neuer kräfte sein. und auch eine weitere stärkung des ohnehin schon guten teamgeistes. wie man hört, freuen sich die spieler schon auf den kurzurlaub. und der kretische wein soll ja auch nicht schlecht sein.
eigentlich war der trainer ja skeptisch was die nächsten spiele seiner mannschaft anbelangt. wir erinnern uns: zunächst der griechische wein, dem seine spieler über gebühr fröhnten. dann die hitzebedingte einstellung des trainingsbetriebes. keine gute vorzeichen für erfolgreiche spiele - dachte zumindest der übungsleiter. doch es kam anders als befürchtet, nämlich ganz anders: zur verblüffung aller experten spielte das team von kalithea groß auf, schoss gleich fünf tore in zwei spielen. das reichte für zwei siege und für den zweiten tabellenplatz.
nachdem sich die mannschaft von kalithea von den auswirkungen des griechischen weins so halbwegs erholt hatte droht nun schon der nächste rückschlag für den trainer: das wetter. oder besser gesagt: die hitzewelle, die zur zeit in griechenland vorherrscht. 40 grad und mehr im schatten sind zwar am pelepones nichts ungewöhnliches. doch dies bereits anfang juni - das ist doch bemerkenswert. und darunter leiden auch die spieler, ohnehin noch leicht verkatert, und beantragten bei ihrem trainer, das training auszusetzen. um die stimmung der mannschaft hoch zu halten kam dieser der forderung auch nach und gab seinem team hitzefrei.
Ein Grund zur Besorgnis ist für den neuen Manager von Kalithea der Umstand, dass eben dieser Ort in einem Weinbaugebiet liegt. In keinem schlechten sogar. Und das wissen natürlich auch die Spieler. Entsprechend der griechischen Lebensart sind seine Profis nicht abgeneigt, den Nektar der Reben in geselligen Runden zu verkosten. Hoffentlich ist der Kater bei den nächsten Spielen wieder verflogen. Es warten schließlich anstrengende Begegnungen.