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Haushaltsumfrage in Schweden – (Auswertung, 1.Teil)
Obwohl noch nicht alle 40000 Rückantworten in Södertälje eingetroffen sind, so ist der Einsendeschluß doch verstrichen und die Auswertung kann, ja muß sogar beginnen. 93% aller verschickten Fragebögen sind ausgefüllt wieder zurück gekommen, die restlichen 7 % werden nun Abend für Abend angerufen und nach befragt.
Da man nicht alle 100 Fragen und alle 500 Antwortmöglichkeiten hier aufführen kann, möchte ich an dieser Stelle nur eine Auswahl, der meistgenannten Antworten darlegen.
Der Abschnitt 1 befasste sich mit Liebe, Sex und dem Kennenlernen.

Wer hat den ersten Schritt gemacht als Sie sich kennen gelernt haben? Antworteten 10% mit Er, 11% mit Sie, 9% mit weiß ich nicht mehr, 10% mit wieso erster Schritt, ich bin damals nur gestolpert und die restlichen 60% mit Scheiß erster Schritt, wäre ich doch damals nur weiter gelaufen. Wer ist besser im Bett? Antworteten 15% er, 12%

sie, 13% pari, pari, 15% der/die Nachbar/in, 45% Wie jetzt, im Bettenmachen? Oder was meinen sie jetzt? Mit welcher bekannten Persönlichkeit, des öffentlichen Lebens in Schweden würden sie gern mal schlafen. Antworten der männlichen Befragten 47% Prinzessin Madeleine, 23% Agnetha Fältskog, 15% Marie Fredriksson, 14,995% Ingrid Bergman, 0,005% Wendolene Maulwurf. Antworten der weiblichen Befragten 0,0025 Peter Pacult, 0,0025 Hans Maulwurf, 0,0025 Fubini, 0,0025 Einar Gehtnochrein, 99,99% Florian Markert.
An dieser Stelle möchte ich erst mal unterbrechen, denn es macht schon ganz schön viel Arbeit, die 40000 Rückantwortumschläge aufzureisen. Mir fehlt eben noch ein richtiger Aufreiser, vielleicht möchte mir jemand helfen. Nächste Woche dann der 2. Teil, vielleicht sind dann die Antworten auf die Frage, ob Java Jin in Schweden noch oder überhaupt erwünscht ist oder nicht, auch schon ausgezählt.
23.03.2010 12:04 - Dr. P. Pacult - Assyriska Föreningen (Archiv)
Haushaltsumfrage in Schweden – (Wie wichtig sind Streusel auf Leberwurstkuchen?)
In der kommenden Woche werden 40000 Haushalte in Schweden per Telefon und Faltblatt zu ihrer Heimatstadt befragt werden. Neben der Zufriedenheit zur Einkaufssituation werden auch Fragen zu sportl. Aktivitäten, Ärzteversorgung, sozialem Wohlbehagen, Kriminalität und Essgewohnheiten usw. gestellt werden. Unter anderem werden die Bürger befragt, ob ein Streuselbelag auf Leberwurstkuchen sehr wichtig (5 Punkte) oder eher unwichtig (0 Punkte) ist. Weiterhin erscheint unter 100 Fragen auf Platz 76 die Frage: Wie wichtig ist ein Java Jim als Trainer für einen Göteborger Fußballverein? Frage 77: Wie wichtig schätzen Sie Java Jim für die Allsvenskan ein? Von Unabdingbar

für diese Liga (5 Punkte) bis Was soll diese Leberwurst hier (0 Punkte) können sich die 91100 Befragten in den 40000 Haushalten äußern. Eine getrennte Auswertung nach Männern, Frauen, Kindern ist geplant. Die 91100 Einwohner sind genau 1% der Einwohner Schwedens und wird daher vom veranstaltenden Pacultschem Meinungsforschungsinstitut als repräsentativ angesehen. Es ist nach „Miss Tittie 2009“ und „Schweden sucht den Oslo-Star 2010“ die 3. vom Pacultschen Institut durchgeführte Meinungsumfrage.
Ausnahmsweise einmal eine Umfrage, die für einen selbst relevant sein könnte, falls die Ergebnisse dann auch dementsprechend verwendet werden.
15.03.2010 12:39 - Dr. P. Pacult - Assyriska Föreningen (Archiv)
Wer sich oft langweilt, stirbt früher!
Britische Wissenschaftler vom University College London haben einen Zusammenhang zwischen dem häufigen Empfinden von Langeweile und einem frühzeitigen Tod heraus gefunden. Zwar sei mit Langeweile an sich kein gesundheitliches Risiko verbunden, also es ist noch keiner während er sich langweilte vom Stuhl gekippt. Doch wer sich gelangweilt fühlt, rauche und esse mehr und sei auch nicht motiviert, auf

körperliche Betätigung und einen herzschonenden Lebensstil zu achten.
Da wir in Södertälje nicht möchten, daß beim Lesen dieser Zeilen, der erste schwedische Trainer schlappmacht und vom Hocker fällt, machen wir an dieser Stelle Schluß, mit einem Zitat des schwedischen Trainers und Hobby-Wissenschaftlers Dr. P. Pacult: Wer früher stirbt ist länger tot. Das hat doch was.
10.03.2010 19:01 - Dr. P. Pacult - Assyriska Föreningen (Archiv)
Alkoholsucht wird olympische Sportart!
Mit Befremden muß man in Södertälje feststellen, daß die Alkoholexzesse einiger Trainerkollegen ungeahnte Auswüchse treiben. Maßgeblichen Anteil daran hat wieder mal ein berühmt-berüchtigter Trainerkollege aus Göteborg. Nicht nur, daß er seit Jahren in der Allsveskan getarnt als Java Gin zu tief in die Flasche schaut, daß er freie Trainerstellen in Sambia, getarnt als Kalle Grabowski an ehemalige und derzeitige Saufkumpane, alias Popi verschachert, nein jetzt hat er sich auch noch als Skinny Norris, mit anderen Schnapsdrosseln (Dugarry, Roque, Chrille, Vlad) zusammengetan und vergibt Preise für besonders süchtige Kollegen. Gold für Bier, Silber für Ouzo oder andersrum, und auch für Bronze wird sich

wohl bald ein alkoholisches Getränk gefunden haben, daß man, unter dem Vorwand der Auszeichnung bzw. Siegerehrung, in Rauen Mengen genießen sollte. Während in manchen deutschen Bundesländern, der Ausschank und Verkauf des Alkohols ab 22:00 zurecht verboten wurde, wird hier in Schweden dem Verzehr desselbigen gehuldigt, und der Alkohol selbst noch als Preis für besondere „Verdienste“ ausgelobt. Ich glaube die Alkoholsucht wird Olympisch. Sodom und Gomorra sind ausgebrochen, bleibt nur zu hoffen, daß durch unseren obersten Olympioniken, Sportfreund Andre Eliot schnellstmöglich eine mündliche und schriftliche Verwarnung folgt, wir haben schließlich auch minderjähriger Mitspieler, die geschützt werden müssen.
04.03.2010 11:45 - Dr. P. Pacult - Assyriska Föreningen (Archiv)
Markert entlarvt - er will sich paaren!
Internationale Wissenschaftler, also sozusagen Amtskollegen von Dr. P. Pacult, fanden letzte Woche heraus, Laute Sänger sind für Zebrafinken-Weibchen offensichtlich attraktiver als leisere Artgenossen.
Das haben Forscher des Max Planck Institutes für Ornithologie herausgefunden. Das sind Menschen, die sich mit Vögeln aller Art beschäftigen und auskennen. Sie boten den Weibchen in einer Versuchsreihe vier Gesänge eines Zebrafinkenmännchens in unterschiedlicher Lautstärke über Lautsprecher an. Fast alle Weibchen fanden das lauteste Lied am anziehendsten. Für die Studie hatten die Vogelforscher die Weibchen in goldene Käfige gesetzt, in denen sie durch das Drücken von Tasten mit ihrem Schnabel unterschiedlich laute Gesänge selbst abrufen konnten. Manche Zebrafinken Weibchen betätigten die Tasten über 1000-mal am Tag. Dabei pickten die Vögel mit ihrem Schnabel sehr viel öfter auf die Tasten mit dem lauten Gesang als auf andere. Die Forscher schlossen daraus, daß die Vogelweibchen auf laute Sänger stehen. Eine Erklärung dafür könnte sein, daß lauter Gesang die Neuronen im Gehirn der Weibchen stärker stimuliert, und

dadurch für die Weibchen attraktiver wird. Zebrafinkenweibchen suchen sich wie viele andere Arten ihre Paarungspartner auch nach dem Gesang aus. Dabei achten sie nach Angaben der Forscher darauf, wie oft ein Männchen singt, wie groß sein „Repertoire“ ist oder wie lange ein Lied dauert. Die jetzige Untersuchung habe den Beweis erbracht, daß auch die Lautstärke für die Paarung eine Rolle spielt.
Was hat das nun alles mit der Allsvenskan zu tun? Wir haben Wendolene, genannt Wendy, zugegeben sie ist kein Zebrafinkenweibchen aber sie ist ein Weibchen. Und wir haben einen überaus lauten Florian Markert. Dazu einen Käfig, eine Hüpfburg, Musik usw. Dies alles läßt den wissenschaftlichen Schluß zu, Herr Markert macht in Göteborg so laut, weil er sich paaren will. Und das natürlich mit Wendy, denn sie ist ja unser einziges Weibchen in der Allsvenskan. Aufs Schloss in den Käfig gelockt wurde sie ja auch schon.
Meine Aufgabe als Wissenschaftler ist es nun, Herrn Markert das Handwerk zu legen, nach dem nächsten ZAT sofort nach Atvidaberg zu reisen und Wendy mal so richtig anzuschreien. Auf daß sie sich von mir umpaaren, äh umpolen lässt.
25.02.2010 18:02 - Dr. P. Pacult - Assyriska Föreningen (Archiv)
2 x Gold, 1 x Silber, 1 x Bronze!
Ein Boulevardblättchen zitierte letzte Woche die Worte eines Stadtbekannten B-Promis. „Wenn ein toller Mann und zwei schöne Frauen ein solches Schloss bewohnen - das ist das GEILSTE auf der Welt!“

Eben, das gilt aber nur, wenn ein toller Mann und zwei schöne Frauen ein solches Schloss bewohnen. Ich war unter der Woche mal da, in blau-gelber Uniform getarnt als Postbote. Ich will es mal diplomatisch ausdrücken, die zwei schönen Frauen hab ich gesehen. Und einen mittelalterlichen Gockel in ausgeschlapperten Jogginghosen. Ich hätte ihn fast nicht wiedererkannt, Gott sei Dank

hatte er seine Initialen FM, mit grünem Garn auf seine Hose gestickt. Aber da ich schon mal da war, kratzte ich beim Hinausgehen noch schnell 4 Pröbchen von der Außenhaut des so genannten Schlosses. In der Bundesschatzkammer lies ich sie flux untersuchen und man staunt was da alles so zu Tage kam. 2 x Gold, 1 x Silber, 1 x Bronze, das ist nicht nur die Ausbeute der deutschen Olympioniken am heutigen Tage, das ist das Ergebnis der sogenannten Goldpröbchen vom sogenannten Markert Manor. Mein lieber armer Herr Markert, sie wurden nicht nur von der Mutter Natur beschissen, sondern auch von ihren Handwerkern.
17.02.2010 14:41 - Dr. P. Pacult - Assyriska Föreningen (Archiv)
Welcher englische Song, der für die Fußball Weltmeisterschaft produziert wurde, erreichte in den deutschen Media Control Charts immerhin als beste Platzierung den 21. Platz?
Peter Pacult saß da, mit Kopfhörern auf den Ohren und hatte diese Woche gar keine Zeit sich um einen ordentlichen Artikel für die schwedische Zeitung zu kümmern. Er hörte Musik, mußte Musik hören, den an der Beantwortung der Frage: Welcher englische Song, der für die Fußball Weltmeisterschaft produziert wurde, erreichte in den deutschen Media Control Charts immerhin als beste Platzierung den 21. Platz?, hatte er am Anfang ganz schön zu knappern. Dann kam ihm die zündende Idee. Man mußte sich ja nur die paar Lieder, die seit 1945 auf Platz 21 gelegen hatten besorgen und anhören. Da würde man schon auf das richtige Lied, bzw. Song stoßen.
Auf die deutschen Lieder von kurz nach dem Krieg, wie „mein Führer liegt im Bunker“, „meine Heimat, das sind nicht nur die Staädte und Dörfer“, „schwarz-braun ist die Haselnuss“, usw. konnte man ja verzichten, denn gesucht wurde ja ein englisches Lied, also Song. Es blieben also von 1950 bis 2009, also 60 Jahre x 12 Monate + 2 Monate

2010 = 722 englische Liedsongs die man sich reinziehen mußte, um am Ende, wenn man richtig lag, 0,1 TK zu erwerben. Das ganze durch 7 Tage geteilt, machte 103,143 Lieder äh Songs pro Tag, bis Freitag 18:45, dann mußte man die Antwort haben. Gehen wir mal davon aus, daß ein Song im Schnitt 3,5 Minuten lang ist, so sind das 6 Stunden am Tag, die man genau hinhören mußte um diese 0,1 zu erhaschen.
Heute ist Mittwoch und man war bei Lied äh Song 450 angelangt, und Peter Pacult mußte feststellen, daß sie doch irgendwie alle gleich klangen. Entweder die klauen voneinander, oder seine Ohren und das ganze Drumherum hatten schon ein wenig gelitten.
Nebenbei ist ihm auch noch aufgefallen, daß ein gewisser „Cetta“ das Lied wiedermal in fremden Foren suchen läßt, und hat dieses natürlich sofort an die Herren Brad Pott und El-Torninho weiter gemeldet.
So, jetzt muß er sich mal ein bissel hinlegen, ihm tut plötzlich der Kopf weh, einen Artikel für die Zeitung kann er diese Woche wirklich nicht schreiben.
10.02.2010 12:35 - Dr. P. Pacult - Assyriska Föreningen (Archiv)
Copa Quiz - Auf der Suche nach Inter
Kaum ein paar Tage wieder zu Hause, aufgeräumt und Feuer gemacht, klingelte das rote Telefon bei Dr. Peter Pacult. Brad Pott vom Club Deportivo Maldonado war am Apparat und ersuchte um Amtshilfe, bei der Jagd nach dem meistgesuchten und meistverruchten Copa-Trainer-Gesellen nach Gerd Müller. Eine kleine aber feine Trainerrunde hatte sich gebildet, um dem berüchtigten Copa-Quiz-Unterwanderer den Garaus zu machen. Dieser Inter hat es sich zur Aufgabe gemacht, sämtliche geheimen Fragen des Copa-Quiz zu kopieren und öffentlich in andern Foren des WWW zur Schau zu stellen. Er gibt also nicht nur geheime Informationen der Copagemeinde preis, nein er verschafft sich somit auch noch einen Wissensvorteil gegenüber anderen redlichen Copatrainern. Und das kann ja nicht sein. Am Ende wird dieser Inter auf Grund dieses illegalen Wissensvorteils irgendwo in der Copawelt Meister, Championleagueteilnehmer, ja wohl möglich noch Awardpreisträger.
Zuerst

muß geklärt werden, ob es sich bei Inter etwa um Inter Nazionale, Inter Vision, Interieur, oder einfach nur um einen ausgedachten Spaßnamen handelt. Dann muß ermittelt werden, aus welcher Liga dieser Inter oder Nichtinter stammt. Es ist anzunehmen, daß er im letzten Jahr auf Grund seines Wissensvorteils sehr weit oben im Quizranking angesiedelt war. Da kämen eigentlich nur Chris, Picknick und der schwedische Trainer Roquinho in Betracht. Um eben diesen Roquinho soll ich mich nun kümmern. Mit verstellter Stimme rief ich gestern bei ihm an und fragte, woher er denn seine ganzen Antworten beim Copaquiz bekomme. Nichtsahnend und aufrichtig antwortete er: „Internet“. Ha wußt ichs doch, daß ich den richtigen Fisch an der Angel hatte. Telefon und Internet ist schon verwanzt. Es wird nicht mehr lange dauern, bis diesem sogenannten Fußballtrainer das Handwerk gelegt werden wird.
Herr Pott, wir bleiben in Verbindung.
01.02.2010 14:32 - Dr. P. Pacult - Assyriska Föreningen (Archiv)
Endlich wieder zu Hause!
Nach mehreren einsamen Wochen auf der Insel Öland und endlosen 394 km auf der Landstraße ist Peter Pacult endlich wieder zu Hause. Zu Hause in Södertälje. Doch was mußte er zu Hause zu seiner Überraschung feststellen? Die 27. Saison in der Allsvenskan ist Geschichte. Der Meister wurde ohne ihn gekürt. In Abwesenheit und wahrscheinlich weil er sich nicht wehren konnte, wurde er zu Platz 10 verurteilt. Hans Maulwurf ist der erste schwedische Meister der neuen Zeitrechnung. Wer ist das eigentlich? Hat der schon mal früher in der Zeitung gestanden? Florian Eberle und Java Jim sind immer noch Mitglieder der ersten Liga, obwohl sie da sicher nicht hin gehören. Als er von der Brücke fiel, waren beide noch

auf dem Weg in die Superettan. Da wird wohl ein Batzen Geld die Söder runter geflossen sein. Lord von Kidderminster vertritt Schweden im internationalen Geschäft, obwohl er sich gar nicht dafür qualifiziert hat. Miku und Dan Solo haben fluchtartig das Land verlassen. Sodom und Gomorra sind ausgebrochen in Schweden. Der Briefkasten auf Pacults Landsitz quillt über. Drei Mahnbescheide sind auch dabei, da Pacult in seiner Abwesenheit ja seiner Räum- und Streupflicht nicht nachgekommen war. Was sollte bloß werden? Pacult erinnerte sich eines alten sächsischen Spruches aus Kindertagen. „Es werd schun wärn mit der Mutter Baern, mit der Mutter Horden iss`es och geworden“. Hauptsache endlich wieder zu Hause.
28.01.2010 17:46 - Dr. P. Pacult - Assyriska Föreningen (Archiv)
Daisy fegt über Öland
3 Wochen hängt Peter Pacult jetzt schon auf dieser einsamen Insel Namens Öland fest. Letzte Nacht fegte die Daisy über die Insel hinweg, Peter konnte deswegen kaum schlafen. Zum einen weil der Sturm so laut war, zum anderen aus Angst er könnte im Schlaf erfrieren. Jetzt ist es 12:00 Uhr Mittags, die lauwarme Mittagssonne steht im Zenit, es mögen so -5° C sein und der Sturm hat sich gelegt. 35 cm Schnee ziert die umliegenden Felder, selbst hier am Strand sind es immer noch ca. 15 cm. Peter Pacult fasst einen Entschluß, er will durch die Ostsee schwimmen um endlich das Festland zu erreichen und nach Hause zu kommen.
Das Eis am Ufer ist nicht dick, es ist mit einem Ast schnell zerschlagen. Er zieht sich nackig aus und stopft seine Sachen in eine vom Sturm der letzten Nacht angewehte Alditüte. Die Tüte zwischen die Zähne geklemmt und die Angst vor dem Herzkasper verdrängt, taucht er seinen rechten Fuß ins Wasser. Es fühlt sich seltsam geschmeidig an, aber nicht unangenehm. Tapfer steigt er in die Ostsee hinein. Das Wasser ist knapp einen Meter tief, als er in die Hocke geht und bis zu den Schultern eintaucht. Das Gefühl ist vollkommen irreal. Kein Zittern, kein Schmerz, wirklich frieren würde er wohl erst wenn’s etwas wärmer wäre. So jedoch betäubt ihn das Adrenalin. Er stakst umher

und kichert wie ein Kleinkind vorm Affengehege. Den Kopf sollte er nicht untertauchen, sonst liefe er Gefahr sein Nervensystem durch Gehirnfrost zu überfordern. Er hält es ca. 2 min aus, dann beschließt er diesen Zustand bedenklich zu finden und steigt wieder aus der Ostsee ans Ufer. Am Strand stehen Eingeborene mit Norwegermützen und nicken ihm anerkennend zu. Dann kommt das schlimmste, der Gefrierbrand. Ein Gefühl als piksten ca. 1 Million glühende Nadeln in seine Haut. Als er sich abtrocknet fühlt sich sein Körper an wie ein knorriger, alter Holzscheit. Nach weiteren zwei Minuten weiten sich seine Gefäße und ihm wird angenehm warm. Seine Zehen melden sich erst nach 30 Minuten wieder. Die Eingeborenen mit den Norwegermützen klopfen ihm anerkennend auf die Schulter und sagen, daß würden sie auch fast jeden Tag im Winter machen.
Als Peter Pacult ihnen zu erklären versucht, daß er schon 3 Wochen auf dieser Insel festsitzt und er eigentlich durch die Ostsee ans andere Ufer schwimmen wollte, wundern sich die Eingeborenen sehr über ihn und fragten: „ Aber warum nehmen sie nicht die Fernstraße? Wir sind doch über die S137 mit dem Festland verbunden.“ Das hält er nicht aus. Peter Pacult bricht zusammen und weint jämmerlich. Ach wäre er nur letzte Nacht erfroren.
10.01.2010 18:48 - Dr. P. Pacult - Assyriska Föreningen (Archiv)
Quo Vadis Allsvenskan?
Es ist arschkalt geworden in Schweden. Gut daß Peter Pacult kein Thermometer mit hatte auf dieser freudlosen Insel. Sonst hätte er ablesen können, warum ihm letzte Nacht so der Arsch gefroren hat. Auch die restlichen Körperteile waren recht steif, als er heute früh erwachte. -11°Celsius sollen es gewesen sein. Davon wußte er aber nichts. Der Markert befreit, der Unterclown abgestiegen, auch davon wußte er noch nichts. Würde er es je erfahren? Der Jahreswechsel war auch ohne ihn von statten gegangen, das konnte er anhand der in der Ferne aufsteigenden Raketen erahnen. Würde er

jemals diese Insel verlassen können. Um hinüber ans Festland zu schwimmen, müßte er wohl noch bin Ende April warten, wenn er bis dahin nicht verhungert war. Was blieb ihm weiter übrig als zu hoffen und ein wenig zu reimen. Irgendwie mußte man ja die Zeit tot schlagen. Hier ein Jahresabschlußreim für Euch:

Ein neues Jahr tritt froh herein,
mit aller Welt in Frieden;
vergiss wie viel der Plag und Pein
das alte Jahr beschieden!

Du lebst: sei dankbar, froh und klug,
und wenn drei bösen Tagen
ein guter folgt, sei stark genug,
sie alle vier zu tragen.
05.01.2010 17:43 - Dr. P. Pacult - Assyriska Föreningen (Archiv)
Heilig Abend in der Allsvenskan
Es ist noch kälter geworden in Schweden. Wie jedes Jahr am Heiligen Abend um 17:00 Uhr sitzen alle schwedischen Trainerinnen und Trainer in Markert Manor unterm Weihnachtsbaum und warten auf den roten Gesellen mit den Geschenken. Wendolene hat zur Feier des Tages Zimtsterne und Marzipanplätzchen gebacken und reicht diese herum. Als sie dabei wie zufällig den Arm des Trainerkollegen Hans Maulwurf streift, funkeln seine Augen in Wendys Richtung. Eine alte Liebe scheint neu aufzuflackern, oder war es nur das Flackern der Kerzen, die sich in seinen Augen spiegelten? Der alte Peter Pacult sitzt im Lehnstuhl am Kamin, auf dem Schoß den kleinen Flo Eberle und liest ihm eine Weihnachtsgeschichte vor. In der Ecke sitzen Java Jim, Fubini, der Markert Flo und Einar G. und kloppen eine Runde Skat. Fast könnte man denken das Kartenspiel heißt nicht Skat sondern „Hättste“, denn nach jeder ausgespielten Runde wird ausgewertet. Hättste die Karte gespielt, dann hätten wir den Stich bekommen, dann hätten wir das Spiel gewonnen, usw. Überm Kamin hängt ein Kupferkessel mit dampfendem weißem Glöck, aus dem Padding Lutscher nun schon die vierte Runde herum reichte. Für die kleinen Pippo und Miku hat Wendolene Kakao gekocht. Dan Solo, Roquinho und Nili spielen Verstecken und stellen auch sonst die ganze Zeit nur Blödsinn an. Gegen 17:30 Uhr kommt Nili ganz aufgeregt angerannt und berichtet Dan Solo hätte sich in der Küche im Backofen versteckt, und man bekäme die Tür nicht mehr auf. Beim Versuch das Licht im Ofen anzuschalten hätten sie versehentlich auf 220° geschalten, und nun weinte der Solo jämmerlich. Hans Maulwurf befreite ihm aus seiner

mißlichen Lage, und Wendy drückt den kleinen Frosch ca. 5 min an ihr Herz, bzw. an ihren Busen. Als der kleine Frosch dann auch noch geküßt werden wollte, wußten alle, daß es ihm wieder gut ging. Die Zeit vergeht wie im Fluge. Der rote Geselle scheint sich heute ein wenig zu verspäten, oder hat ihn die Jugoslawen-Mafia wiedermal aufgehalten, um den Sack mit Geschenken zu durchwühlen? Einmal, es muß mittlerweile 19:00 Uhr gewesen sein, schallten laute Klopfgeräusche durchs Schloß. Alle hielten leicht erschrocken inne, Flo Markert sah kurz aus dem Fenster und winkte ab. Eine weihnachtlich geschmückte Kokosnus hämmerte unten gegen das Tor und wollte auch mitfeiern, da man ihn nirgends wo anderes haben wolle. Bei uns war alles voll, versuchs in Norwegen, oder Österreich, da gibt’s bestimmt noch ein paar Plätze. Es war spät geworden, der Alte kam wohl nicht mehr. Der Pacult war im Lehnstuhl eingeschlafen. Die anderen Männer hatten sich mit einem Whiskey in die Bibliothek zurückgezogen, Wendy räumte noch etwas auf und die Kinder spielten nun im ganzen Schloß Räuber und Gendarm. Bis auf einen, der kleine Flo Eberle sollte im Kaminzimmer noch etwas Rechtschreibung und Grammatik üben. Doch der Schlingel saß mit einem Feuerzeug in der Hand immer noch auf Pacults Schoß und versuchte dessen Nasenspitze anzukokeln.

Peter Pacult wacht auf und blickt in einen klaren kalten schwedischen Morgenhimmel. Es war der 25.12. und er liegt immer noch am Strand der kleinen Insel Öland und hat sich durch die ersten starken Sonnenstrahlen wahrscheinlich die Nase verbrannt. Er hatte also wieder mal nur geträumt, der Heilige Abend war vorbei und es hatte wieder mal niemand an ihn gedacht.
28.12.2009 15:41 - Dr. P. Pacult - Assyriska Föreningen (Archiv)
Seherische Kräfte oder total verblödet?
Es ist immer noch kalt in Schweden. Peter Pacult wacht auf und blickt in einen klaren kalten schwedischen Morgenhimmel. Er liegt am Strand der kleinen Insel Öland und ist pitschnass. Was war nur passiert? Woher kamen diese Kopfschmerzen? Wilde Gedanken kreisten in seinem Kopf. Ja, er wollte Schluß machen, alles hinter sich lassen. Dann kam dieser Anruf von Andre Eliot, es wäre doch bald Weihnachten, er sollte es sich doch nochmals überlegen, er bekäme auch 2 Heimspiele hintereinander. 2 Heimspiele hintereinander? Das bedeutete ja mindestens 6 Punkte, weg vom Tabellenende, am nächsten Spieltag nochmals sechs und man war vorn wieder mit dabei ja sogar mittendrin. Das Leben und seine Trainertätigkeit hatten wieder einen Sinn. Nicht weit von ihm sah er ein Auto vorbei fahren, vielleicht konnte der Fahrer ihn mit nach Södertälje nehmen. Als er sich umdrehte, um nach Hause zu gehen, da brauste dieser Zug heran. Zu Tode erschrocken, vergaß Pacult, daß er auf einer Brücke stand und sprang gekonnt ein zwei Meter zurück, leider ins Bodenlose. Als er sich gedanklich schon auf das Eintauchen in eisiges Ostseewasser einrichtete, da schlug er mit dem Kopf auf irgend so ein Plasteboot, das irgendwelche Rotzer am Ufer losgebunden hatten, und das durch den rauen Wind bis unter diese Brücke getrieben war. Dann wurde es Nacht.
Im Traum spielte Peter Pacult

Karten mit Florian Markert und Patrick Staudt. Und der Verlierer mußte immer eine Runde ums Boot schwimmen. Als Florian nach der 10. Runde wieder zurück ins Boot wollte, da stieß ihn Patrick mit aller Kraft die er besaß wieder ins eisige Wasser zurück, und wieder und wieder tauchte er ihn unter. Und wie er dabei lachte, das konnte nicht sein ehemaliger bester schwedischer Kumpel sein. Nach 5 Minuten sah Pacult, wie Florian regungslos abtrieb. Auf seine steil nach oben stehende Nase hatte sich bereits eine Möwe gesetzt und putzte ihr Gefieder. Als sich Patrick nun Pacult zuwandte, zögerte der keine Sekunde, er sprang in die kalten Fluten und schwamm und schwamm, was die Arme hergaben.
Nun liegt er mit Kopfschmerzen hier am Strand und überlegt, ob er das alles nur geträumt hat, oder ob er wirklich Patrick Staudt gesehen hat. Oder es war ein Zeichen, daß er ihn endlich vergessen sollte. War er doch nicht der gute Freund gewesen, für den er ihn immer gehalten hatte. Und was war mit Florian Markert? Lag er auch hier auf dieser Insel? Oder war der in die andere Richtung getrieben worden? Lebte er überhaupt noch oder hatte ihm die Möwe ein Leid angetan? Man stelle sich nur vor, sie hätte alles an gepiekt, daß aus dem Wasser heraus ragte. Und wie sollte er vor allem von dieser Insel runterkommen? Jetzt, da er wieder Meister werden konnte.
21.12.2009 14:46 - Dr. P. Pacult - Assyriska Föreningen (Archiv)
Dezember heißt Abschied nehmen
Es ist kalt geworden in Schweden. Peter Pacult fröstelt etwas als er da ganz allein auf der Eisenbahnbrücke steht, die über die Ostsee von Kalmar nach Öland führt. Hierher hatte er sich zurück gezogen, um allein zu sein, um über alles Zurückliegende nach zu denken. Was hatte man alles erreichen wollen in Schweden, und was hatte man erreicht? Nichts. Es war alles so sinnlos. Ja am Anfang, da herrschte noch eitel Sonnenschein in Södertälje, als mit Hilfe der markertschen Taktik der Aufstieg in die Allsvenskan schon im 2.Jahr geschafft wurde. Ja nun konnte man ja offen drüber sprechen, der Aufstieg wurde nur geschafft, weil man dieselbe Setztaktik wie Florian Markert ein Jahr vorher verwendet hatte. Die Göteborger AIS sind sozusagen zweimal aufgestiegen, nur mit anderem Namen. Alleine hätte man das nie hin bekommen, und keiner hat´s gemerkt. Dann hatte man schnell in Patrick Staudt einen Freund gefunden, mit dem man durch dick und dünn gegangen ist, in guten wie in schlechten Zeiten. Schon damals, als Patrick in den unendlichen Weiten des WWW verschwand,

spielte Peter Pacult mit dem Gedanken Schluß zu machen. Es hatte doch alles keinen Sinn mehr. Nichts machte mehr Spaß. Der Beste wollte man einst werden, was war geblieben? Eine evtl. Champions League Teilnahme, dann kackte das Spiel, bzw. der Spielleiter ab. Wenn würde es scheren wenn man nun einfach im weiten WWW verschwinden würde, niemanden. Keiner würde weinen, keiner würde rufen, bleib doch, man war doch nur wie ein Kerzenlicht im Wind, wenn aus dann aus. Die vielen Briefe meiner Patienten und Fans gaben mir noch mal ein bisschen Auftrieb. Doch auch diese Energie war nun verbraucht. Ausgelacht von serbischen Trainerkollegen, fertig gemacht von anonymen trainerlosen Vereinen, im Fußball und beim Pokern alles verloren was man besaß, was sollte man noch hier? Hier in Schweden, hier auf dieser Eisenbahnbrücke, hier auf dieser Welt? Jetzt stand man am Ende der Tabelle, am Ende des Jahres, am Ende seiner Kariere. Am Ende des Lebens? Ein Güterzug näherte sich laut ratternd dem fröstelnden Peter Pacult. Was sollte er tun? Einen Schritt nach vorn oder zwei zurück?
13.12.2009 17:02 - Dr. P. Pacult - Assyriska Föreningen (Archiv)
Was ist los mit Schwedens Trainern?
Seit Wochen wird in Schweden über Unter- und Oberclöwne diskutiert, es wird über Wendys Ober- und Unterweite gefachsimpelt und sogar Florian Markert wird aus seinem angestammten Wohnsitz vertrieben. Seit Wochen steht ein trainerloses Team an der Tabellenspitze der Allsvenskan aber keinen scheint es zu stören, so nach dem Motto: „denen wird schon die Luft ausgehen“. Zu guter Letzt soll die Allsvenskan unterwandert und womöglich in Privathand verkauft werden, meldete sich doch unlängst der serbische Staatschef Fenris Broz Tito und wedelte mit längst verschollen geklaubten Parteifinanzen. Im Besitz dieser schwarzen Konten meinte er dem allmächtigen FIFA-Präsidenten Andre Elliot die Allsvenskan

abkaufen zu können. Und die schwedischen Trainer und -innen lächeln weiter vor sich hin, als hätte man ihnen was in den Pausentee getan. Sowas hätte es zu Zeiten des Patrick Staudt nicht gegeben. Auch ein starker Java Jim hatte die Zügel einst fest in der Hand, jetzt ist er nur noch ein Schatten seiner selbst. Der Frosch hupft aller Forze lang in den Backofen, und jedesmal findet sich ein Dämlack, der ihn wieder rausholt. Was ist los Leute, wehrt Euch endlich. Zieht das Trainingspensum an, stürzt den Tabellenführer, sagt der SM Eure Meinung.
An Fenris Broz Tito gewandt möchte ich abschließend sagen: „Ich vergesse nie ein Gesicht, aber in Deinem Fall will ich mal eine Ausnahme machen“
07.12.2009 10:51 - Dr. P. Pacult - Assyriska Föreningen (Archiv)
Richtigstellung!
Ich möchte hier kurz vor Anstoß öffentlich darstellen, das ich zu dem Artikel gegen Florian Markert gezwungen worden bin. Und zwar mit Geld. Es lag in einem Briefumschlag ohne Absender unter meinem Abstreicher.
19.02.2010 16:04 - Dr. P. Pacult - Assyriska Föreningen (Archiv)


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