Da sitze ich nun seit 2 Stunden hier am Computer, und zermartre mir das Gehirn, nur um einen halbwegs brauchbaren Artikel für die schwedische Zeitungslandschaft zu Papier zu bringen. Und was kommt raus nix, mir fällt nichts ein. Und für was das alles? Für läppische 0,3 TK, die ich am letzten Spieltag unbedingt benötigen werde, um Meister aller Schweden zu werden. Das ist ganz schön anstrengend, nicht nur das Meisterwerden, sondern das Schreiben.
Was macht man in solchen Fällen, wenn einem nix einfällt? Man plaudert übers Wetter, oder man ruft (s)eine beste Freundin an und zieht über den Exfreund her. Eine beste Freundin habe ich nicht, nicht mehr, früher ja, da gab’s sowas noch, daß Männer und Frauen auch beste Freunde sein konnten. Aber spätestens, wenn man im Suff an die zwei herrlichen Äpfel gefasst, und gefaselt
hatte:“ Komm sei doch nicht so, das eine Mal“ wars mit der besten Freundschaft vorbei. Und die beste Freundin, die man nicht unsittlich „berührt“ hatte, verliebte sich irgendwann in ihren Traumtypen, der es natürlich nicht wollte, daß ich mehr über sie wußte als er. Dann zog sie weg und Jahre später auf dem Klassentreffen mußte ich mir dann anhören, daß ich all die Jahre zu schüchtern gewesen sein.
Also bleibt nur das Wetter. In Södertälje sind zurzeit 21°C, das ist ja wärmer als in Deutschland. Dazu leicht bewölkt, die Sonne kitzelt auf der Nase und das Eis schmeckt lecker. Nicht weit entfernt sitzen zwei junge Mädchen und kichern, wenn sie zufällig zu mir herüber schauen. Die wollen so einen alten Sack natürlich auch nicht als besten Freund haben, obwohl ich heute nicht mehr allzu schüchtern bin.
Nachdem letzte Woche alle schwedischen Erst- und Zweitligatrainer zum Coopertest nach Göteborg gerufen worden, und nach dem auch alle Trainer mehr oder weniger gut (Dr. Peter P. hatte mindestens 4 Kilo verloren) bestanden hatten, sollte am letzten Abend die Saison-Eröffnungsparty auf Markert-Mannor steigen. Zur großen Verwunderung von Dr. Pacult und Roquinho ging die Party ohne die beiden ab. Trotz mehrmaliger Versuche, den Nacktscanner neu zu kalibrieren, erschien bei beiden jedesmal das rote X. Nicht zufällig handelte es sich bei den beiden draußen stehenden um die wohl am jüngsten aussehenden Trainer der schwedischen Fußballzunft. Ob das nun an den Nachwirkungen des Cooper-tests oder an den täglichen Einheiten Fitness und Körperpflege der beiden lag sei dahingestellt. Sie wurden von dieser blöden Maschine, die ja letztendlich auch nur von Menschen aufgestellt und bedient wurde, für zu jung befunden und der Einlaß wurde verweigert.
Leider konnte man auch
durch die schmutzigen Fenster des Schloßes nicht sehen, was darin vorging. Trotz einer Stunde Räuberleiter, meine Schultern schmerzen immer noch, konnte Roquinho nicht das geringste Detail erkennen. Wahrscheinlich machten die sogar noch Witze über uns. Am Ende kam heraus, daß Florian Eberle, als schwedischer Vertreter an irgend so einem französischen Pokal teilnehmen soll. Also, Alkohol muß es ganz schön viel gegeben haben, anders ist die "Wahl" nicht zu erklären.
So sitze ich nun allein hier zu Hause, bei einer Tasse Pfefferminztee und bereite mich auf den ersten ZAT vor. Da geht es gleich gegen den Heimkehrer Claudino, mit ihm ist auch eine Riesenportion Tradition und Historie zurück gekehrt, herzlich willkommen.
Hier noch die Auflösung des Rätsels aus der letzten Ausgabe, leider konnten keine richtigen Lösungsvorschläge gezählt und premiert werden. War wohl zu schwer für Euch. Gesucht war: die Zahnbürste. Eigentlich ganz leicht, aber einige hatten wohl was anderes gedacht.
Zum Saisonabschluß noch ein frivoles Rätsel, das ich bei der Auswertung der Haushaltumfrage zugeschickt bekommen habe. Ohne Absender versteht sich, der Brief war in Göteborg abgetempelt. Die Antworten können mir per Ingamemail zugesendet werden. Die Auflösung gibts im nächsten Zeitungsartikel.
Wer bin ich?
Ich bin ca. 20 cm lang. Meine Funktion wird von beiden Geschlechtern genossen. Normalerweise findet man mich hängend, stehend oder baumelnd immer bereit für eine sofortige Aktion.
Ich schmücke mich mit einem Büschel kleiner Haare an einer Seite und an der anderen mit einem kleinen Loch.
Bei Gebrauch werde ich fast immer, manchmal langsam, manchmal schnell in eine warme fleischige und feuchte Öffnung geschoben.
Dort werde ich hinein
gestoßen und wieder herausgezogen immer und immer wieder, viele Male in Folge, oft schnell und begleitet von windenden Körperbewegungen. Jeder der zuhört wird sicher die rhythmischen,
pulsierenden Geräusche erkennen, die durch die gut geschmierten Bewegungen entstehen.
Wenn ich schließlich herausgezogen werde, hinterlasse ich eine saftige, schaumige, klebrige, weiße Substanz von der etwas von der
Außenseite der Öffnung und etwas meinem langen,
glänzenden Schaft abgewischt werden muss.
Nachdem alles erledigt und meine Reinigung vollzogen ist, kehre ich in meine frei hängende Ruhelage zurück, bereit für eine sofortige Aktion.
Ich hoffe zwei bis dreimal am Tag in Aktion
treten zu können, aber meist ist es seltener.
Haushaltsumfrage in Schweden – (Auswertung, 3.Teil)
Oder die Ode an den Java Jim.
Da man nicht alle 100 Fragen und alle 500 Antwortmöglichkeiten hier aufführen kann, möchte ich an dieser Stelle nur eine Auswahl, der meistgenannten Antworten darlegen.
Diesel mal sollte es ja um den Java Jim, und die Kriminalität im Allgemeinen gehen. Die Schweden mit schweizerischem Migrationshintergrund antworteten: „Ach ja, der Java Jim, der gehört zum schwedischen Fußball wie die Löcher zum Käse“. Die Schweden mit sächsischem Migrationshintergrund antworteten: „Nuja der Tschawa Tschim, das iss schon ä gudder Schunge, also wenn der weggehn täte, das wär wie es bissel schade for uns alle“. Die Schweden mit schwedischem …, also die Schweden halt, die antworteten fast unisono: „Also der Java Jim passt zu Schweden wie Arsch offs Töppel“ Alle Männer antworteten: „Ohne Java Jim in Schweden wäre es bestimmt langweiliger, trauriger, triester“, alle Frauen antworteten: „ der zweitschönste Trainer Göteborgs darf doch nicht einfach das Land verlassen, ohne sich
persönlich bei jeder von uns zu verabschieden“.
Zur Kriminalität im Allgemeinen. Nicht überraschend für P. Pacult – das Thema Sicherheit in Hammarby entpuppte sich wieder als Topthema in der Stadt. „Kampf der organisierten Kriminalität und weiterhin Einsatz für einen hohen Polizeistand in der Polizeiinspektion Kalmar“ rangiert somit als Top 1 auf der präsentierten Ergebnisliste – dieser Punkt ist den Menschen dort am wichtigsten. Gefolgt von „Polizeipräsenz in öffentlichen Verkehrsmitteln sowie Bahnhöfen in Solna“, „weiterer Ausbau des sozialmedizinischen Pflegedienstes in Gefle“, „Forderung an das Innenministerium nach einer Verringerung des Stands von Asylwerber/Innen in Södertälje auf max. 300 Personen“ und „auch in Zukunft Essen auf Rädern in Jonköping“. Dieses waren die Grundtenöre der Einwohner der jeweiligen Städte. In Falkenberg hatte man keine Meinung zur Kriminalität, denen ist alles Wurst. Hauptsache das Schminkköfferchen wird nicht geklaut. Das wars für heute.
Haushaltsumfrage in Schweden – (Auswertung, 3.Teil) ...
... entfällt.
Aus Zeitnot muß die Auswertung Teil 3 leider um eine Woche verschoben werden. Bin diese Woche wirklich sehr kurz angebunden. Nun muß ich mir auf irgend eine Art und Weise die 0.3 TK erschleichen.
Schnell an meine Jugendzeit gedacht, und eine Episode von El-Torno und mir erzählt.
Ein Vater (P. Pacult) möchte seinem 8-Jährigen Sohn (El-Torno) die Tiere im Wald zeigen. Wir stiegen auf einen
Hochsitz. Ich beobachtete den Süden und erblickte eine sonnenbadende, nackte, natürlich blutjunge Frau. Der kleine Torno schaute nach Norden und sah zwei Füchse, die in der Sonne balgten und sich gegenseitig neckten. Daraufhin El-Torno ganz aufgeregt zu mir:
Figgse, Babba, Figgse!
Darauf ich:
Nu gudd, aber nur, wennde dor Muddi nüscht saachst.
Haushaltsumfrage in Schweden – (Auswertung, 2.Teil)
Da man nicht alle 100 Fragen und alle 500 Antwortmöglichkeiten hier aufführen kann, möchte ich an dieser Stelle nur eine Auswahl, der meistgenannten Antworten darlegen.
Der Abschnitt 1 befasste sich mit Liebe, Sex und dem Kennenlernen.
Auswertung 2 mußte letzte Woche wegen April, April leider ausfallen. Befassen wir uns heute mit dem Einkaufsverhalten und den sportlichen Betätigungen der Schweden im Allgemeinen. Wir hatten ja 40000 Haushalte befragt und die rechte Hand, sowie ein gefesselter Reporter des Slätterkarl hatten ja beim Aufreißen der Antwortumschläge geholfen.
Was kaufen die Schweden am häufigsten? Elchhack, Fischstäbchen, Vanilleeis, Apfelmus, Eierlikör, so und in dieser Reihenfolge erfolgten die meisten Antworten. Was würden sie nie, nie, niemals kaufen, auch wenn es im Sonderangebot wäre. 95% der Schweden antworteten: eine völlig überteuerte, im Absterben befindliche Fernsehserie, wie z. Bsp. die „Kellerjungs frisch aufgepeppt“. Ja, das kann man verstehen, aber dieser Ladenhüter ist ja weg. Es war übrigens schon wieder Werbung im Briefkasten, jemand wollte uns wieder einen gefälschten Pokal verkaufen. Wir haben sie gleich mit den Gartenabfällen hinterm Haus verbrannt.
Zur sportlichen Betätigung gibt es nicht viele Varianten zur
Auswahl. Wenn Schnee liegt, laufen 97% aller Schweden Ski, hüpfen von der Schanze oder rasen den Berg hinunter. Die restlichen 3% würden das auch gerne tun, liegen aber gerade im Krankenhaus, mit Schlüsselbeinbruch, Kreuzbandriß und ähnlichem. Sobald der Schnee weg ist wird Ball gespielt in allen nur erdenklichen Variationen. Von Fußball über Tischtennis, Bowling, Taschenbillard bis hin zu Softball ist alles dabei. Auch Beachvolleyball ist sehr beliebt, vor allem bei den männlichen Zuschauern. Warum, darüber wurden keine Angaben gemacht.
Auf die Zusatzfrage, welchen Platz trauen sie dem schwedischen Team bei der Fußball-WM in Südafrika zu?, antworteten 57% ja Platz 3-5 ist schon drin, 23% zweifelten, ob Schweden überhaupt eine Nationalmannschaft hat, 10% sagten Letzter, 7% antworteten die WM ist doch 2011 in Deutschland, nur 3% lagen richtig und sagten: Schweden ist doch gar nicht dabei. Das muß besser werden. In beiderlei Hinsicht.
Hier noch eine knifflige Frage, für unseren Kolumnisten, der er mal nachgehen kann. Eine Thermoskanne hält im Winter warm, und im Sommer kalt. Doch woher weiß sie, wann Sommer und wann Winter ist?
Das wars für heute. Nächste Woche Auswertung Teil 3. Dann widmen wir uns den Antworten auf die Frage, wer braucht schon Java Jim? Oder so ähnlich.
Haushaltsumfrage in Schweden – (Auswertung, 2.Teil) April April
Obwohl noch nicht alle 40000 Rückantworten in Södertälje eingetroffen sind, so ist der Einsendeschluß doch verstrichen und die Auswertung kann, ja muß weitergehen. Da man nicht alle 100 Fragen und alle 500 Antwortmöglichkeiten hier aufführen kann, möchte ich an dieser Stelle nur eine Auswahl, der meistgenannten Antworten darlegen.
Der Abschnitt 1 befasste sich mit Liebe, Sex und dem Kennenlernen.
An dieser Stelle sollte Abschnitt 2 erscheinen. Darin sollte es um die sportlichen Betätigungen und das Einkaufsverhalten der Schweden und Schwedinnen gehen. Aber heute erscheint hier nur ein April, April
Leider habe ich es nicht geschafft, weitere Veröffentlichungen für die Zeitung vorzubereiten. Erstens hat mich die Suche
nach den Antworten auf die Quizfragen zu sehr in Anspruch genommen. Zweitens hatte mein Nachbar gestern 50. Geburtstag, so daß die Buchstaben immer noch ganz schön hüpfen und erst gebändigt werden müssen. Man nennt das wohl Haarwurzelkatar. Zum Dritten klingelte unversehens ein Aushilfsreporter der schwedischen Kolumne an meiner Tür und wollte mir ein Ohr abkauen. Die rechte Hand und ich waren gerade dabei, die restlichen 20000 Briefumschläge aufzuschlitzen, als der Reporter seine schlüpfrigen Fragen stellte. Ich hatte zu tun die rechte Hand zu bändigen, die auch gleich den Kommunisten äh Kolumnisten aufschlitzen wollte.
So bin ich nun etwas in Verzug geraten und veröffentliche den 2.Teil der Auswertung nächste Woche. Versprochen.
Haushaltsumfrage in Schweden – (Auswertung, 1.Teil)
Obwohl noch nicht alle 40000 Rückantworten in Södertälje eingetroffen sind, so ist der Einsendeschluß doch verstrichen und die Auswertung kann, ja muß sogar beginnen. 93% aller verschickten Fragebögen sind ausgefüllt wieder zurück gekommen, die restlichen 7 % werden nun Abend für Abend angerufen und nach befragt.
Da man nicht alle 100 Fragen und alle 500 Antwortmöglichkeiten hier aufführen kann, möchte ich an dieser Stelle nur eine Auswahl, der meistgenannten Antworten darlegen.
Der Abschnitt 1 befasste sich mit Liebe, Sex und dem Kennenlernen.
Wer hat den ersten Schritt gemacht als Sie sich kennen gelernt haben? Antworteten 10% mit Er, 11% mit Sie, 9% mit weiß ich nicht mehr, 10% mit wieso erster Schritt, ich bin damals nur gestolpert und die restlichen 60% mit Scheiß erster Schritt, wäre ich doch damals nur weiter gelaufen. Wer ist besser im Bett? Antworteten 15% er, 12%
sie, 13% pari, pari, 15% der/die Nachbar/in, 45% Wie jetzt, im Bettenmachen? Oder was meinen sie jetzt? Mit welcher bekannten Persönlichkeit, des öffentlichen Lebens in Schweden würden sie gern mal schlafen. Antworten der männlichen Befragten 47% Prinzessin Madeleine, 23% Agnetha Fältskog, 15% Marie Fredriksson, 14,995% Ingrid Bergman, 0,005% Wendolene Maulwurf. Antworten der weiblichen Befragten 0,0025 Peter Pacult, 0,0025 Hans Maulwurf, 0,0025 Fubini, 0,0025 Einar Gehtnochrein, 99,99% Florian Markert.
An dieser Stelle möchte ich erst mal unterbrechen, denn es macht schon ganz schön viel Arbeit, die 40000 Rückantwortumschläge aufzureisen. Mir fehlt eben noch ein richtiger Aufreiser, vielleicht möchte mir jemand helfen. Nächste Woche dann der 2. Teil, vielleicht sind dann die Antworten auf die Frage, ob Java Jin in Schweden noch oder überhaupt erwünscht ist oder nicht, auch schon ausgezählt.
Haushaltsumfrage in Schweden – (Wie wichtig sind Streusel auf Leberwurstkuchen?)
In der kommenden Woche werden 40000 Haushalte in Schweden per Telefon und Faltblatt zu ihrer Heimatstadt befragt werden. Neben der Zufriedenheit zur Einkaufssituation werden auch Fragen zu sportl. Aktivitäten, Ärzteversorgung, sozialem Wohlbehagen, Kriminalität und Essgewohnheiten usw. gestellt werden. Unter anderem werden die Bürger befragt, ob ein Streuselbelag auf Leberwurstkuchen sehr wichtig (5 Punkte) oder eher unwichtig (0 Punkte) ist. Weiterhin erscheint unter 100 Fragen auf Platz 76 die Frage: Wie wichtig ist ein Java Jim als Trainer für einen Göteborger Fußballverein? Frage 77: Wie wichtig schätzen Sie Java Jim für die Allsvenskan ein? Von Unabdingbar
für diese Liga (5 Punkte) bis Was soll diese Leberwurst hier (0 Punkte) können sich die 91100 Befragten in den 40000 Haushalten äußern. Eine getrennte Auswertung nach Männern, Frauen, Kindern ist geplant. Die 91100 Einwohner sind genau 1% der Einwohner Schwedens und wird daher vom veranstaltenden Pacultschem Meinungsforschungsinstitut als repräsentativ angesehen. Es ist nach „Miss Tittie 2009“ und „Schweden sucht den Oslo-Star 2010“ die 3. vom Pacultschen Institut durchgeführte Meinungsumfrage.
Ausnahmsweise einmal eine Umfrage, die für einen selbst relevant sein könnte, falls die Ergebnisse dann auch dementsprechend verwendet werden.
Britische Wissenschaftler vom University College London haben einen Zusammenhang zwischen dem häufigen Empfinden von Langeweile und einem frühzeitigen Tod heraus gefunden. Zwar sei mit Langeweile an sich kein gesundheitliches Risiko verbunden, also es ist noch keiner während er sich langweilte vom Stuhl gekippt. Doch wer sich gelangweilt fühlt, rauche und esse mehr und sei auch nicht motiviert, auf
körperliche Betätigung und einen herzschonenden Lebensstil zu achten.
Da wir in Södertälje nicht möchten, daß beim Lesen dieser Zeilen, der erste schwedische Trainer schlappmacht und vom Hocker fällt, machen wir an dieser Stelle Schluß, mit einem Zitat des schwedischen Trainers und Hobby-Wissenschaftlers Dr. P. Pacult: Wer früher stirbt ist länger tot. Das hat doch was.
Mit Befremden muß man in Södertälje feststellen, daß die Alkoholexzesse einiger Trainerkollegen ungeahnte Auswüchse treiben. Maßgeblichen Anteil daran hat wieder mal ein berühmt-berüchtigter Trainerkollege aus Göteborg. Nicht nur, daß er seit Jahren in der Allsveskan getarnt als Java Gin zu tief in die Flasche schaut, daß er freie Trainerstellen in Sambia, getarnt als Kalle Grabowski an ehemalige und derzeitige Saufkumpane, alias Popi verschachert, nein jetzt hat er sich auch noch als Skinny Norris, mit anderen Schnapsdrosseln (Dugarry, Roque, Chrille, Vlad) zusammengetan und vergibt Preise für besonders süchtige Kollegen. Gold für Bier, Silber für Ouzo oder andersrum, und auch für Bronze wird sich
wohl bald ein alkoholisches Getränk gefunden haben, daß man, unter dem Vorwand der Auszeichnung bzw. Siegerehrung, in Rauen Mengen genießen sollte. Während in manchen deutschen Bundesländern, der Ausschank und Verkauf des Alkohols ab 22:00 zurecht verboten wurde, wird hier in Schweden dem Verzehr desselbigen gehuldigt, und der Alkohol selbst noch als Preis für besondere „Verdienste“ ausgelobt. Ich glaube die Alkoholsucht wird Olympisch. Sodom und Gomorra sind ausgebrochen, bleibt nur zu hoffen, daß durch unseren obersten Olympioniken, Sportfreund Andre Eliot schnellstmöglich eine mündliche und schriftliche Verwarnung folgt, wir haben schließlich auch minderjähriger Mitspieler, die geschützt werden müssen.
Internationale Wissenschaftler, also sozusagen Amtskollegen von Dr. P. Pacult, fanden letzte Woche heraus, Laute Sänger sind für Zebrafinken-Weibchen offensichtlich attraktiver als leisere Artgenossen.
Das haben Forscher des Max Planck Institutes für Ornithologie herausgefunden. Das sind Menschen, die sich mit Vögeln aller Art beschäftigen und auskennen. Sie boten den Weibchen in einer Versuchsreihe vier Gesänge eines Zebrafinkenmännchens in unterschiedlicher Lautstärke über Lautsprecher an. Fast alle Weibchen fanden das lauteste Lied am anziehendsten. Für die Studie hatten die Vogelforscher die Weibchen in goldene Käfige gesetzt, in denen sie durch das Drücken von Tasten mit ihrem Schnabel unterschiedlich laute Gesänge selbst abrufen konnten. Manche Zebrafinken Weibchen betätigten die Tasten über 1000-mal am Tag. Dabei pickten die Vögel mit ihrem Schnabel sehr viel öfter auf die Tasten mit dem lauten Gesang als auf andere. Die Forscher schlossen daraus, daß die Vogelweibchen auf laute Sänger stehen. Eine Erklärung dafür könnte sein, daß lauter Gesang die Neuronen im Gehirn der Weibchen stärker stimuliert, und
dadurch für die Weibchen attraktiver wird. Zebrafinkenweibchen suchen sich wie viele andere Arten ihre Paarungspartner auch nach dem Gesang aus. Dabei achten sie nach Angaben der Forscher darauf, wie oft ein Männchen singt, wie groß sein „Repertoire“ ist oder wie lange ein Lied dauert. Die jetzige Untersuchung habe den Beweis erbracht, daß auch die Lautstärke für die Paarung eine Rolle spielt.
Was hat das nun alles mit der Allsvenskan zu tun? Wir haben Wendolene, genannt Wendy, zugegeben sie ist kein Zebrafinkenweibchen aber sie ist ein Weibchen. Und wir haben einen überaus lauten Florian Markert. Dazu einen Käfig, eine Hüpfburg, Musik usw. Dies alles läßt den wissenschaftlichen Schluß zu, Herr Markert macht in Göteborg so laut, weil er sich paaren will. Und das natürlich mit Wendy, denn sie ist ja unser einziges Weibchen in der Allsvenskan. Aufs Schloss in den Käfig gelockt wurde sie ja auch schon.
Meine Aufgabe als Wissenschaftler ist es nun, Herrn Markert das Handwerk zu legen, nach dem nächsten ZAT sofort nach Atvidaberg zu reisen und Wendy mal so richtig anzuschreien. Auf daß sie sich von mir umpaaren, äh umpolen lässt.
Ein Boulevardblättchen zitierte letzte Woche die Worte eines Stadtbekannten B-Promis. „Wenn ein toller Mann und zwei schöne Frauen ein solches Schloss bewohnen - das ist das GEILSTE auf der Welt!“
Eben, das gilt aber nur, wenn ein toller Mann und zwei schöne Frauen ein solches Schloss bewohnen. Ich war unter der Woche mal da, in blau-gelber Uniform getarnt als Postbote. Ich will es mal diplomatisch ausdrücken, die zwei schönen Frauen hab ich gesehen. Und einen mittelalterlichen Gockel in ausgeschlapperten Jogginghosen. Ich hätte ihn fast nicht wiedererkannt, Gott sei Dank
hatte er seine Initialen FM, mit grünem Garn auf seine Hose gestickt. Aber da ich schon mal da war, kratzte ich beim Hinausgehen noch schnell 4 Pröbchen von der Außenhaut des so genannten Schlosses. In der Bundesschatzkammer lies ich sie flux untersuchen und man staunt was da alles so zu Tage kam. 2 x Gold, 1 x Silber, 1 x Bronze, das ist nicht nur die Ausbeute der deutschen Olympioniken am heutigen Tage, das ist das Ergebnis der sogenannten Goldpröbchen vom sogenannten Markert Manor. Mein lieber armer Herr Markert, sie wurden nicht nur von der Mutter Natur beschissen, sondern auch von ihren Handwerkern.
Welcher englische Song, der für die Fußball Weltmeisterschaft produziert wurde, erreichte in den deutschen Media Control Charts immerhin als beste Platzierung den 21. Platz?
Peter Pacult saß da, mit Kopfhörern auf den Ohren und hatte diese Woche gar keine Zeit sich um einen ordentlichen Artikel für die schwedische Zeitung zu kümmern. Er hörte Musik, mußte Musik hören, den an der Beantwortung der Frage: Welcher englische Song, der für die Fußball Weltmeisterschaft produziert wurde, erreichte in den deutschen Media Control Charts immerhin als beste Platzierung den 21. Platz?, hatte er am Anfang ganz schön zu knappern. Dann kam ihm die zündende Idee. Man mußte sich ja nur die paar Lieder, die seit 1945 auf Platz 21 gelegen hatten besorgen und anhören. Da würde man schon auf das richtige Lied, bzw. Song stoßen.
Auf die deutschen Lieder von kurz nach dem Krieg, wie „mein Führer liegt im Bunker“, „meine Heimat, das sind nicht nur die Staädte und Dörfer“, „schwarz-braun ist die Haselnuss“, usw. konnte man ja verzichten, denn gesucht wurde ja ein englisches Lied, also Song. Es blieben also von 1950 bis 2009, also 60 Jahre x 12 Monate + 2 Monate
2010 = 722 englische Liedsongs die man sich reinziehen mußte, um am Ende, wenn man richtig lag, 0,1 TK zu erwerben. Das ganze durch 7 Tage geteilt, machte 103,143 Lieder äh Songs pro Tag, bis Freitag 18:45, dann mußte man die Antwort haben. Gehen wir mal davon aus, daß ein Song im Schnitt 3,5 Minuten lang ist, so sind das 6 Stunden am Tag, die man genau hinhören mußte um diese 0,1 zu erhaschen.
Heute ist Mittwoch und man war bei Lied äh Song 450 angelangt, und Peter Pacult mußte feststellen, daß sie doch irgendwie alle gleich klangen. Entweder die klauen voneinander, oder seine Ohren und das ganze Drumherum hatten schon ein wenig gelitten.
Nebenbei ist ihm auch noch aufgefallen, daß ein gewisser „Cetta“ das Lied wiedermal in fremden Foren suchen läßt, und hat dieses natürlich sofort an die Herren Brad Pott und El-Torninho weiter gemeldet.
So, jetzt muß er sich mal ein bissel hinlegen, ihm tut plötzlich der Kopf weh, einen Artikel für die Zeitung kann er diese Woche wirklich nicht schreiben.
Kaum ein paar Tage wieder zu Hause, aufgeräumt und Feuer gemacht, klingelte das rote Telefon bei Dr. Peter Pacult. Brad Pott vom Club Deportivo Maldonado war am Apparat und ersuchte um Amtshilfe, bei der Jagd nach dem meistgesuchten und meistverruchten Copa-Trainer-Gesellen nach Gerd Müller. Eine kleine aber feine Trainerrunde hatte sich gebildet, um dem berüchtigten Copa-Quiz-Unterwanderer den Garaus zu machen. Dieser Inter hat es sich zur Aufgabe gemacht, sämtliche geheimen Fragen des Copa-Quiz zu kopieren und öffentlich in andern Foren des WWW zur Schau zu stellen. Er gibt also nicht nur geheime Informationen der Copagemeinde preis, nein er verschafft sich somit auch noch einen Wissensvorteil gegenüber anderen redlichen Copatrainern. Und das kann ja nicht sein. Am Ende wird dieser Inter auf Grund dieses illegalen Wissensvorteils irgendwo in der Copawelt Meister, Championleagueteilnehmer, ja wohl möglich noch Awardpreisträger.
Zuerst
muß geklärt werden, ob es sich bei Inter etwa um Inter Nazionale, Inter Vision, Interieur, oder einfach nur um einen ausgedachten Spaßnamen handelt. Dann muß ermittelt werden, aus welcher Liga dieser Inter oder Nichtinter stammt. Es ist anzunehmen, daß er im letzten Jahr auf Grund seines Wissensvorteils sehr weit oben im Quizranking angesiedelt war. Da kämen eigentlich nur Chris, Picknick und der schwedische Trainer Roquinho in Betracht. Um eben diesen Roquinho soll ich mich nun kümmern. Mit verstellter Stimme rief ich gestern bei ihm an und fragte, woher er denn seine ganzen Antworten beim Copaquiz bekomme. Nichtsahnend und aufrichtig antwortete er: „Internet“. Ha wußt ichs doch, daß ich den richtigen Fisch an der Angel hatte. Telefon und Internet ist schon verwanzt. Es wird nicht mehr lange dauern, bis diesem sogenannten Fußballtrainer das Handwerk gelegt werden wird.
Herr Pott, wir bleiben in Verbindung.
Ich möchte hier kurz vor Anstoß öffentlich darstellen, das ich zu dem Artikel gegen Florian Markert gezwungen worden bin. Und zwar mit Geld. Es lag in einem Briefumschlag ohne Absender unter meinem Abstreicher.