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COPA NEWS

ARRIBA ALIANZA #230
Es wird wieder <b>HARDKORE</b> in Peru, der wandelnde Lautsprecher ist zurück und verkündet ungefragt seine alberne Botschaft von Kampfansagen und Aufstiegsambitionen. Also alles wie gehabt? Nein, denn etwas hat sich geändert. Während der alte Hardkore Trainer eines Erstligisten oder zumindest eines Erstligaabsteigers war, so ist er jetzt zwar wieder beim selben Team wie damals, doch das Spielpotenzial hat sich gewandelt. Anstelle von Copa-Libertadores-tauglichen Tretern und Schienbeinzertrümmerern kicken im FBC Melgar dieser Tage nur noch Schöngeister in rosa Tütüs. Acht Punkte aus den bisherigen Zweitligaspielen sprechen eine deutliche Sprache, stehen sie doch 23 Besuchen bei klassischen Konzerten, Ballett- und Operaufführungen sowie weiteren kulturellen Events gegenüber. Wie soll Hardkore mit solchen Spielern arbeiten? Schließlich gilt Hardkore als der Meister der verbalen Blutgrätsche, doch schon zur Bildung eines einzigen sinnvollen und nicht-aggressiven Satzes braucht der einstige Herrscher über die einzige noch existente

Uruk-Hai-Dynastie Südamerikas außerhalb Uruguays ein Wörterbuch (nicht etwas in Quechua, sondern in nordischem Hochdeutsch, sein komisches Singsang-Gossendänisch versteht ja kein Mensch!). Aufstieg heißt das Ziel in Arequipa, doch wann? In 100 Jahren, in 200 oder sogar noch später? Realisten unter den Fussballkennern rechnen bereits in Äonen, jedenfalls solange Hardkore die Sambatänzer in schwarzrot weiterhin anführt. In jedem Fall war das Gelächter in Lima groß, als Hardkore ankündigte, schon bald werde man Alianza wieder vom Platz fegen!

Das Foto zeigt übrigens Hardkore (im Hintergrund, nicht zu erkennen) beim ersten Training mit seinem Team. Offenbar versucht er gerade, einem seiner SPieler die richtige Körperspannung im Zweikampf zu vermitteln.
23.03.2006 09:11 - Florian Markert - Alianza Lima (Archiv)
ARRIBA ALIANZA #228
Schon wieder hat Alianza ein Derby verloren, gegen die Teams aus dem unmittelbaren Umfeld bekommt der hochgelobte Titelverteidiger einfach kein Bein auf den Boden. Das 0:5 bei Sporting Cristal war mittlerweile die dritte Derbypleite in Folge, davon zwei vor heimischem Publikum. Dass Alianza dennoch nur unwesentlich an Boden verloren hat, hängt wohl allein damit zusammen, dass der etwas unbedarft nach vorne stürmende Aufsteiger Sport Coopsol trotz dreier Treffer nicht die nötige Routine hatte, das Spiel nach Hause zu schaukeln. Der zweite Auswärtssieg

Alianzas in dieser Saison war zugleich der zweite gegen einen Aufsteiger. Um Meister zu werden, müssen aber auch starke Gegner bezwungen werden. In der kommenden Woche bietet die Partie bei Coronel Bolognesi nun noch einmal die Chance, in diese Richtung etwas zu unternehmen. Doch gerade dort ist man im letzten Jahr geradezu peinlichst harmlos aufgetreten, das 0:1 war die logische Folge. Damit es auch im fünften Spiel bei dieser einen und einzigen Niederlage bleibt, ist eine gute Offensivleistung vonnöten. Sporting Cristal sollte vorgemacht haben, wie es geht.
21.03.2006 08:29 - Florian Markert - Alianza Lima (Archiv)
ARRIBA ALIANZA #227
Um einer fortschreitenden Entwicklung entgegen zu wirken, soll dieser Artikel die spitze Feder eines der größten literarischen und poetischen Genies unserer Zeit wiederbeleben, eine Feder, die über die Jahre eingetrocknet und stumpf geworden ist. Die Zeit der kleinen, aber feinen Nadelstiche ist einer sich immer auf neue wiederholenden Beliebigkeit gewichen, wie man zuletzt jahrelang schmerzhaft erfahren musste.

Aus einem fernen Land mit einem wachen Geist und flinker Feder, aber nur unwesentlich mehr poetischem Talent, stammt das folgende Gedicht - eine reimhaltige Lehrstunde in acht Akten. Einem Akt für jeden Stern des einst so großen Meisters.


Am Río de la Plata,
da wo die Maus regiert,
wird jede Woche wieder
ein falscher Reim serviert.

Am Río de la Plata,
da wo die

Maus regiert,
wird jede Woche wieder
ein alter Spruch probiert.

Am Río de la Plata,
da wo die Maus regiert,
wo sich in steter Folge
Esprit und Witz verliert.

Am Río de la Plata,
da wo die Maus regiert,
hat keiner je begriffen,
das so nichts funktioniert.

Am Río de Plata
wird alter Ruhm verwaltet,
der Grund ist, dass die Maus dort
beliebig tut und waltet.

Am Río de la Plata
wird neuer Ruhm erträumt,
Die Maus, man mag es hoffen,
schon bald den Sessel räumt!

Am Río de la Plata
nur eins die Maus noch hält,
die alten, klugen Spitzen,
wie nicht von dieser Welt.

Die Tradition beleben,
das Alte neu entdeckt,
die Maus ist's, die mit Freuden
die Lebensgeister weckt!
13.03.2006 15:03 - Florian Markert - Alianza Lima (Archiv)
ARRIBA ALIANZA #226
Verkehrte Welt in Lima, nachdem man bisland alle Heimspiele zu null gewann und auswärts stets zu null verlor, schaffte die Mannschaft nun beim 4:0 gegen Aufsteiger Alcides Vigo endlich den ersten Auswärtssieg der Saison. Doch gleich im nächsten Spiel wurde dieses Erfolgserlebnis durch das demütigende 1:5 im Derby gegen Universitario wieder zunicht gemacht. Es war erst die zweite Heimniederlage seit anderthalb Jahren, aber wieder war es ein Derby, in dem man daheim unterging. Es bleibt also zu ergründen, warum der Heimvorteil gegen Teams aus Lima nicht greift. Ist es der kurze Anreiseweg für die Fans der Gästeteams? Dann wäre die logische Folge, dass man die gegnerischen Fans nicht mehr wie bisher mit ausgesuchter Freundlichkeit behandeln sollte, sondern sich stattdessen an der kolumbianischen Umgangsform orientiert, die Alianza Lima in der diesjährigen Copa Libertadores drei Punkte kostete. Oder sind die Hauptstadtteams einfach die besseren Mannschaften? Dafür spricht, dass wie schon in der letzten Saison die beiden Limaer Teams Alianza und Sporting Cristal die Tabellenspitze bilden und die Rekordtitelträger der Liga darstellen. Dann stellt sich aber im Folgenden die Frage, warum

Alianza dann so selten auswärts gegen die Stadtrivalen gewinnt. An dieser Stelle ist Trainer Florian Markert gefordert, der auch gleich nach dem Abpfiff ankündigte, Universitario im Rückspiel noch deutlicher zu schlagen, als es der eigenen Mannschaft diesmal widerfahren war. Allerdings darf man nicht übersehen, dass man bereits am kommenden Freitag die Chance hat, die schwarze Auswärtsserie gegen die Stadtrivalen zu beenden. Die Partie gegen den Tabellenführer und Vizemeister Sporting Cristal könnte schicksalhafte Auswirkungen auf den verbleibenden Saisonverlauf haben. Zumindest kann man beruhigt alles riskieren, mit Alcides Vigo und Somos Aduanas scheinen die Absteiger bereits frühzeitig festzustehen.

Eine Reaktion auf die Wortmeldungen des unaussprechlichen Trainers von Sport Coopsol wurde vergeblich gewartet, Markert ließ lediglich verlauten, dass man beeindruckt sei, wie stark der Aufsteiger sich zu Beginn präsentieren konnte, dass man aber die Priorität eher auf das andere Auswärtsspiel legt, wie ja bereits die Tabellenkonstellation nahelegt. Vielleicht kann man im Rückspiel näher auf den neuen Kollegen eingehen, der aktuelle Zeitpunkt ist eher ungünstig.
13.03.2006 13:51 - Florian Markert - Alianza Lima (Archiv)
ARRIBA ALIANZA #224
"Schon wieder Alianza und Sporting Cristal oben? Laaangweilig!" - Das waren die Worte von Juan Aurichs Trainer Chris, doch zumindest den Dritten des Vorjahres sucht man an der Tabellenspitze vergeblich. Man muss mit den Augen schon sehr weit die Tabelle nach unten wandern, um den einstigen Meister wiederzufinden. Wer gegen IMI zuhause eine solche Klatsche kassiert, ist nicht erstligareif, da kann Chris noch so viel von Bestechung, Klüngel und Korruption faseln. Vorne scheint die Sache hingegen eine ein- ..ähem, zweiseitige Angelegenheit zu werden. Meister und Vizemeister stehen einträchtig an der Spitze und genießen das Treiben der Konkurrenz von ganz oben. Eine nette Angelegenheit, wie auch Alianza-Coach Markert zugeben

musste. Vor dem Derby gegen Universitario könnte die Stimmung beim Titelverteidiger kaum besser sein, nur die Truppe von dolten04 schwebt wie ein Damoklesschwert über der blauweißen Wolke 7. Vor katzmax hat man bei Alianza jedenfalls keine Angst. "Katzmax ist ein toller Coach und wird noch viel erreichen, aber zuhause sind wir eine Macht, da wachsen die Trauben eindeutig zu hoch für ihn!", tönte Alianzas Zeugwart Limpio Puzzipuzzi, während er die berüchtigten Kettenhemden für ihren nächsten Einsatz polierte. Dieser wird allerdings erst in der Copa Libertadores anstehen, in der Liga trifft man ja schließlich diesmal auf zwei sportlich faire Gegner, was tollen Fussball und viele Tore verspricht!
07.03.2006 17:00 - Florian Markert - Alianza Lima (Archiv)
ARRIBA ALIANZA #221
Chris hatte wie immer die Hosen voll, die Null der Gäste war keine große Überraschung. Um so größer war die Freude der Zuschauer im restlos ausverkauften Estadio Alejandro Villanueva, als ihre Mannschaft nach dem 1:0 die Bemühungen nicht einstellte, sondern ein Exempel an den Gästen statuierte. In dieser From ist Juan Aurich ein heißer Anwärter auf den Award für die Enttäuschung des

Jahres, der Abstieg ist nur noch einen Tabellenplatz entfernt. In Lima wird hingegen nach dem zweiten Heimsieg der Saison tüchtig gefeiert, schließlich rückt eine erfolgreiche Titelverteidigung mit jedem Sieg näher. Weitere Skandale oder interessante Neuigkeiten gibt es aber nicht vermelden, Trainer und Mannschaft müssen sich noch vom Karnevalstrip nach Trinidad erholen, ehe es auf dem Platz wieder zur Sache gehen kann.
02.03.2006 14:10 - Florian Markert - Alianza Lima (Archiv)
ARRIBA ALIANZA #220
Als die müden Versuche einer verbalen Attacke aus Chiclayo endlich in Lima eintrudelten, war das Alianzas Coach Florian Markert nicht mehr als ein kurzes Gähnen wert. Kommentar des GröTaZ zu seinem Kontrahenten: "Ein gutes Pferd springt nur so hoch, wie es muss. Und Chris hat doch jetzt schon wieder die Hosen voll, der hat in Lima noch nie ein Tor geschossen. Wir werden also ganz locker mit 1:0 gewinnen und uns für die Spiele gegen etwas ernster zu nehmende Gegner konzentrieren."

Ach ja, nun zu wichtigerem: Die Partie bei Defensor Villa del Mar ist erwartungsgemäß verloren gegangen, offenbar waren die Kettenhemden doch hinderlicher für die Bewegungsfreiheit, als man zunächst vermutet hatte. Aber zumindest ist keiner der Spieler zu Schaden gekommen, sämtliche Wurfmesser und herumfliegenden Granatsplitter von Seiten der

gastgebenden Zuschauer verpufften angesichts der dichten Metallkonstruktion nahezu wirkungslos. Lediglich Alianzas Torwart musste kurz behandelt werden, nachdem eine Messerklinge seinen Bauch ausgerechnet an der "bauchfreien" Lochung zu Beatmung der Speckschwarte durchtrennt hatte. Die anschließende Behandlungspause wurde von Seiten der Gastgeber dazu genutzt, das Spiel fortzusetzen und mal eben beide Tore zu erzielen. Fairness sieht anders aus. Immerhin konnte der Torwart kurz darauf weiterspielen, das Gewicht der von oben herabdrückenden Fettmassen hatte die Wunde zuverlässig abgedichtet. Nur Springen war nicht mehr möglich, was aber angesichts der Treffgenauigkeit der Defensorstürmer auch nicht notwendig war. Wie gut, dass der Torhüter sich kommenden Woche erstmal schonen kann, Torschüsse des Gegners sind dann bekanntlich kaum zu erwarten.
18.02.2006 18:11 - Florian Markert - Alianza Lima (Archiv)
ARRIBA ALIANZA #219
Die Guerrilla-Taktik scheint sich für Alianza Lima ausgezahlt zu haben, zum Auftakt konnte die "graue Maus" der Liga aus Sullana im Alianza-Duell mit 2:0 nach Hause geschickt werden. Ein tadelloser Start also für den Titelverteidiger. Doch die nächste Aufgabe dürfte ungleich schwieriger werden. Bei Defensor Villa del Mar hat man die 5:6-Heimpleite gegen Alianza noch nicht vergessen, welche Alianza die Meisterschaft sicherte und Defensor Platz zwei kostete. Auf Alianza wartet demnach mit Sicherheit eine aufgeheizte und aggressive Atmosphäre im Estadio Municipal Iván Elias Moreno. Zudem wird man im Gegensatz zum letzten Heimspiel die vollautomatischen Schießprügel zuhause lassen müssen, die Ordner und Sicherheitskräfte an den Toren des Stadions in Villa del Mar werden sich wohl kaum mit dem Hinweis auf die Sicherheit ihrer Arbeitsplätze überzeugen lassen. Experten zufolge hält man als Reaktion auf

Alianzas rigide und bei der Konkurrenz höchst unbeliebte "Sicherheits-Politik" in Heimspielen nun bei Gastspielen in der Fremde gewalttätige Übergriffe auf den amtierenden Meister für hochwahrscheinlich. Um sich und seine Spieler besser zu schützen, plant Markert - statt in den gewohnten blau-weißen Versace-Trikots aufzulaufen - diesmal auf Nummer sicher zu gehen. Das neue Alianza-Kettenhemd (siehe Foto) kommt von der Puma-Eigenmarke "Pink Puma" und soll Bewegungsfreiheit mit guter Luftzufuhr, Schutz vor Wurfgeschossen und einer stylischen Optik vereinen. Ein echtes Multitalent also, das mittlerweile auch von Juan Aurich, IMI und dem Zweitligisten Unión Minas bestellt worden sein soll.
11.02.2006 16:28 - Florian Markert - Alianza Lima (Archiv)
ARRIBA ALIANZA #218
Endlich darf Alianza Lima eine Saison wieder standesgemäß beginnen, nämlich mit einem (M) hinter dem Vereinsnamen. Klar, dass Entrenador Florian Markert der neuen Herausforderung freudig entgegenblickt. Doch eines ist schon von vornherein klar: Unter der erneuten Meisterschaft läuft es nicht, das soll auch Alianza Atlético gleich zu Beginn zu spüren bekommen. Um die Mannschaft für die Titelverteidigung wieder in Form zu bekommen, ist das gesamte Team heute ins Trainingslager nach Kolumbien aufgebrochen, wo man nach den guten Erfahrungen des letzten Jahres wieder im Guerillero-Camp für die konditonellen Grundlagen ackern und die Treffgenauigkeit beim Schießen verbessern will. Zum Abschluss des fünftägigen Traingslagers steht dann noch ein Spiel gegen die kolumbianische Guerilla-Nationalmannschaft (siehe Foto) auf dem Programm - natürlich vom Regierungsseite nicht gern gesehen, verschafft es den Revolutionären doch viel positive Aufmerksamkeit. Mit einem kleinen Scheck an die richtige Stelle ließ sich aber auch dieses

Problem lösen. Der besondere Reiz des Vergleichs mit den Revoluzzern liegt darin, dass diese vor wenigen Tagen ein unter Anweundung von "sanfter" Gewalt erzwungenes "Freundschafts"-Spiel gegen den neuen kolumbianischen Meister Centauros Villavicencio mit 7:0 gewinnen konnten. Und gegen eben diesen Meister darf Alianza in der Vorrunde der Copa Libertadores ran. Nur eines bereitet Markert noch Sorgen: Schon vor zwei Jahren verfehlte das Trainingslager seine Wirkung aufgrund des massiven Kokainkonsums der Alianza-Kicker, und die Mannschaft wurde am Ende nur Dritter. Damit das sich nicht wiederholt, steht nun auf Koksen die Höchststrafe: Der Sünder wird bis zum Saisonende nach Uruguay ausgeliehen und darf sich dort mit der Creme de la Creme des personifizierten Mangels an Talent auseinandersetzen.
03.02.2006 20:02 - Florian Markert - Alianza Lima (Archiv)


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