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COPA NEWS

Bierce und der Mann vom Daily Telegraph
Nach einer schönen, warmen Hinrunde, die weniger durch spektakuläre Ereignisse als durch strukturierten Fußball aufgefallen ist, soll die Geschichte weitergehen, als wenn sie unendlich wäre. Strukturiert in Mexico? Ein verkappter Adliger staunt über sich selbst.

Denn eigentlich ist der Graf Franz von Moor nur ein angeheirateter Adliger und hat somit kein blaues Blut in seinen Adern. Schwarzes allerdings auch nicht. Wahrscheinlich. Vielleicht.

Seine Frau, die seinerzeit eine fabelhafte Partie darstellte, weniger durch ihre dickliche Figur und ihr bescheidenes Aussehen, als vielmehr durch ihr Bankkonto und ihren Stammbaum. Hatte der heutige Trainer von León das wirklich nötig, wird man sich fragen. Eigentlich nicht, wird er sagen, aber es kam halt so. Manchmal muss man die Scheiße auslöffeln, die einem das Leben ins Klo stellt.

Ebendiese, seine

Angetraute, verschied in der letzten Woche eines natürlich unnatürlichen Todes. Sie war zwar von ihrem Gewicht, und dem damit verbundenen astronomischen Cholesterinspiegel, her ein mehr als potenzielles Opfer für den Tod, hat sich aber dann doch bei einem Reitunfall das Genick gebrochen, in welches sie Sekunden zuvor getroffen wurde. Und zwar mit einem Pfeil. Nein, nicht von Robin Hood.

Nach diesen Begebenheiten sitzt nun der Graf auf einem nicht endenden Vermögen, was für einen Mann wie ihn, der Geld verabscheut, gar nicht so besonders willkommen ist. Allerdings könnte er jetzt den kleinen tric adoptieren, wenn der das noch möchte.

Wer hat nun aber die gute Frau umgebracht? War es tric? Oder tic? Oder Rose Bierce, das Unterwäschemodell? Und wie stark muss das Pferd gewesen sein, das die Gräfin von Moor tragen konnte? Der Daily Telegraph bleibt dem Ganzen auf der Spur.
18.03.2010 08:53 - Graf Franz von Moor - León AC (Archiv)
Ein Schauspiel mit Chören
Der Wind pfiff dem halbfrischgebackenen Trainer von León AC um die Nase, der Duft der Kuchenstücke von der Ehrentribüne zog ihm in selbige, die Kehle schnürte sich aus Ermangelung an Wasser wie ein Paar Militärstiefel zu und das Dach des Vereinsheims waberte im grellen Licht der Sonne. Wiedermal stand ein Fußballspiel auf der Tagesordnung und abermals musste die mittägliche Siesta verschoben werden. Schon hart so ein Job als Semiprofifußballcoach.

Letztendlich hat der LAC verdient gewonnen, auch wenn sich fast niemand an das Endergebnis erinnern konnte, hatte die Hitze doch gar zu sehr den Nerven zugesetzt, von der Konzentration ganz zu schweigen.

Es war einer dieser Tage, wo man es verflucht und sich dann wieder glücklich schätzen kann, dass man keinen richtigen

Beruf erlernt hat. Verflucht, weil man in so ein Spiel nur mäßig eingreifen kann und sich auf die eigenen Leute blind verlassen muss. Glücklich schätzen allerdings, weil es vielen Menschen zu eben derselben Zeit wesentlich schlechter geht.

Dann stellt man sich vor, dass man bei diesen Temperaturen auf ein Dach klettern müsste, wenn man Zimmermann wäre, oder auf einer mit Hitze-, Schweiß- und Biergeruch aufgeladenen Baustelle Steine hauen müsste, wenn man Bauarbeiter wäre, oder in irgendeiner gottverlassenen Innenstadt Mexikos sitzen müsste, weil man einfach arm ist und sich nicht mal das Nötigste im Leben leisten kann.

Dann und spätestens dann sollte man einsehen, dass man als Fußballtrainer nicht das schlechteste Los gezogen hat. Egal, ob man gewinnt oder verliert.
10.03.2010 08:58 - Graf Franz von Moor - León AC (Archiv)
Mrs. Tambourine Woman
Der Fleck ist weg, die Stimmung ausgelassen und -getrunken, die Mannschaft in einer verhältnismäßig guten Verfassung und nur die schönste Musik weht über das Trainingsgelände des LAC. Wer will jetzt noch schwarz malen? Wer will jetzt noch den Winter zurück?

Einen großen Vorteil hat Mexico: Es schneit dort nicht. Deshalb ist der Graf ja auch so gerne hier und trainiert nicht in Finnland, Norwegen oder Schweden. Da ist es auch viel zu kalt.
Dann lieber nen ordentlichen Sonnenstich unter dem

Sombrero als Frostbeulen an der Jacke. Und genau in diesem Klima gedeihen die Früchte der harten Arbeit am besten.

Hier kann man einfach Tag und Nacht trinken und schlafen und man fällt gar nicht auf. Dann ist man mal wieder halb nüchtern beim Training oder gar bei einem Spiel und schon kann man sich wieder ausruhen. Mexico ist schon schön.

Und hier wird man auch nicht einfach mal Serienmeister, wie das in manchen anderen südamerikanischen Ländern der Fall ist. Paraguay ist nicht Mexico. Zweite Liga ist nicht Bundesliga.
03.03.2010 10:16 - Graf Franz von Moor - León AC (Archiv)
Das Gespenst von Leónville
Derzeit tritt man bei León nur auf dem Fleck, auf diesem blöden Fleck, der einfach nicht weggehen will. Als würde jemand jede Nacht aufstehen und diesen Fleck neu malen und León damit in die alte Verdamnis zurückführen. Am Ende dieser Saison soll sich der Fleck zumindest mal verfärbt haben, sonst droht Ungemach.

Neben dem Platz läuft alles gut. Der Trainer geht seiner Arbeit nach, ist pünktlich und einigermaßen höflich, vielleicht zu höflich. Vielleicht ist genau das der Punkt, warum es einfach nicht aufwärts geht.

Aufgestiegen ist er als ein

absoluter Kotzbrocken, schlecht gelaunt, übel stinkend, usw. Nun änderte sich dieses Leben. Möglicherweise zum Nachteil des Vereins. Damit wäre der einzige Ausweg: Griff zur Flasche oder freiwillige Änderung zum Schlechten, um dem Club Gutes zuzuführen.

Irgendwas scheint auf jeden Fall, sei es die Persönlichkeit des Trainers oder sonst irgendeine Geheimzutat, im Topf des Erfolges zu fehlen, ohne das man niemals nach oben, sondern am Ende sogar in eine nicht vorhandene zweite Liga absteigen könnte.

Aber malen wir die Geister, oder auch Gespenster, mal nicht an die Wand bzw. den Fleck.
23.02.2010 15:21 - Graf Franz von Moor - León AC (Archiv)
Stockende Reproduktion
Welchem Redakteur ist das noch nicht passiert? Man schreibt einen Artikel, befindet ihn für gut genug, um ihn der Welt zu präsentieren, geht nur mal kurz aufs Klo bevor man ihn veröffentlicht und die blöde Katze bugsiert ihn direkt in den Reißwolf. Kann es eine größere Tragödie geben?

Klar kann es, aber in diesem einen Moment, in diesem Moment in dem die Zeit still zu stehen scheint, in diesem Moment wo man nichts mehr wahrnimmt von seiner Umwelt, in diesem Moment möchte sogar der gestandenste Copatrainer am liebsten ein paar kleine Tränen verdrücken.

Denn nicht nur, dass alles was man sich

mühselig ausgedacht und in gründlichster Arbeit zusammengeschustert hat weg ist, all der schöne Text der direkt von den Fingern auf den Bilderschirm gelaufen ist, man muss es auch nochmal schreiben bzw. etwas anderes.
Oder man verzichtet auf den Zeitungsbonus, aber das ist in dieser engen Liga einfach nicht drin. Also rafft man sich auf, lässt ein paar Tage vergehen, denn einen gewissen Abstand braucht es einfach, und dann erzählt man in einem ebenso langen Bericht wie der alte, verschwundene war, seine traurige Geschichte und hofft, dass zumindest einer, der das liest, den Schmerz mitfühlen kann.

In Erinnerung an meinen verlorenen Bericht.
18.02.2010 11:59 - Graf Franz von Moor - León AC (Archiv)
Marx und Moritz
Ein antikapitalistisches Buch in 17 Bildern.

Der Graf lässt sich so manches einfallen, um sich von den sportlichen Querelen des Trainerdaseins abzulenken. In dieser Woche gibt er in kleiner Auflage eine Art Erstlingswerk heraus, das in den letzten Wochen und Monaten neben dem grünen Rasen, auf dem weißen Blatt, entstanden ist.

Er verspricht sich einen reißenden Absatz und arbeitet mit minimalen Erfolgsaussichten auch schon am

nächsten Band, obwohl der erste noch gar nicht erschienen ist. Freitag ist es soweit.

Das Ligageschehen ist wie immer, und daher auch mit alten Fußballweisheiten zu beschreiben: Der Ball ist rund. Ein Elfmeter dauert 90 Minuten. Der frühe Maier fängt den Vogel.

Abstieg ist nur hinten doof, vorne geht er. Getreu diesem Motto hält sich León zwar in der Nähe, aber nicht in der Abstiegszone auf. Was für ein Glück.
09.02.2010 17:42 - Graf Franz von Moor - León AC (Archiv)
Wer von seinem Tag nicht zwei Drittel für sich selbst hat, ist ein Sklave
Das dachte sich auch der neue Trainer seines alten Clubs Graf von Moor und schickte alle Spieler noch vor Beginn des Trainings nach Hause. Er gestand später, dass er einfach keine Lust hatte und seine Freizeit lieber anders gestalten wollte. Die Kritiker wetzen schon die Messer.

Auf die Frage nach dem "Warum?" kam nur ein müdes Lächeln und die kurze Antwort: "Hab ich irgendwo gelesen." Und schon sauste er in Richtung Hotel, wo er seit ein paar Tagen wohnt. Innerbeziehungstechnische Auseinandersetzungen mit Handgemenge, so beschreibt es ein Freund der Familie.

Klar, dass er da keine Lust auf Fußball hat. Aber wofür wird er denn dann eigentlich bezahlt? Fürs "Spongebob" gucken?
Wenn man das noch als Konkurrentenanalyse begreiflich machen kann, dann ist man einer der besten Worteverdreher und Phrasenschleuderer den die Welt gesehen hat.
Selbstredend kann das nicht alles sein. Also schwingt er sich nochmal aus dem uralten Ohrensessel, denn ein gutes Hotel kann er sich nicht leisten, und fährt direkt in das Einkaufscenter des

Ortes.
Dort wird die Sache nun allerdings interessant: Während sich der Lord äh Graf (oder wie auch immer) noch in der Wahl der richtigen Zahnpasta schwer tut, erscheinen urplötzlich zwei seiner Trainerkollegen unabhängig voneinander ebenfalls im zuvor noch nicht erwähnten Supermarkt.
Was natürlich noch weniger Sinn macht, wenn man bedenkt, dass dieser in Léon ist und sich somit eigentlich kein anderer Mensch hierhin verirrt als die ortsansässigen Einwohner.

Das Problem an der Sache ist nun Folgendes: Der Graf kann sich an keinen der beiden Trainer mehr erinnern, noch daran was sie dort wollten. Denn im Zahnpflegegang wurde gerade 5 Minuten vorher gewischt und nach einem gekonnten Rutscher lag der Trainer von Léon AC auch schon flach.
Die Ereignisse der letzten 24 Stunden waren wie weggeblasen. Deshalb startet er nun eine Suchaktion, um Zeugen dieser Szene zu finden. Wer kann und will helfen?

Anmerkung: Natürlich bleibt die Frage, wie er sich überhaupt noch daran erinnern konnte, um Nachforschungen zu betreiben. Aber ein paar Ungereimtheiten gibt es immer.
01.02.2010 10:09 - Graf Franz von Moor - León AC (Archiv)
Auf den Schienen alten Daseins
Dass dieser Wechsel geklappt hat und so reibungslos über die Bühne ging, ist eigentlich schon fast sensationell. Als wäre die Zeit um Jahre zurück gedreht. Tatsächlich war man das letzte Mal im Jahre 2006 am Ruder von León AC und hat durchweg gute Erinnerungen an diese Zeit.

Ach, man könnte fast sentimental werden, war dies doch die erste Station in Amerika überhaupt. Man fühlt sich zurückversetzt an die eigene

Anfangszeit von Copa. Ein Abenteuer begann damals und dieses soll nun fortgesetzt werden.

Dennoch wird man natürlich jetzt nicht anfangen zu weinen, denn die Konkurrenz in dieser Liga ist groß und stark und es haben sich schon einige illustre Gäste zusammengefunden. Da wäre solch ein Gefühlsausbruch zu Beginn schon fast tödlich.

Diese Saison beginnt also abermals eine neue Zeitrechnung und es scheint alles wie früher zu werden. Hoffentlich dauerhaft.
23.01.2010 08:20 - Graf Franz von Moor - León AC (Archiv)
Korken knallen, Dirnen fallen
Nach den letzten Spielen ist der Aufstieg nun praktisch fix. Nur den Meistertitel der zweiten Liga wird es wohl nicht geben. Negativ stoßen in diesem Zusammenhang wieder die später eingestiegenen Trainer auf. Aber was will man machen?

Jedem ist ja selbst überlassen wie er sein TK verteilt. Aber zu doof, um alles loszuwerden? Den anderen sollte doch bewusst sein, dass man nichts in die nächste Saison mitnehmen kann.

Dass man am Ende wohl mit

den meisten Gegentoren aufsteigt, ist doch die größte Anerkennung. Mit wenigem Gegenwind kann ja jeder aufsteigen. Auf Wattebällchen Richtung Liga 1? Nicht mit uns.

Natürlich freut man sich nun auf das Oberhaus, war es doch im Unterhaus manchmal gar zu unterirdisch und langweilig. Endlich gegen richtige Trainer, endlich große Herausforderungen.

Na das waren doch nochmal eklige Worte zum Abschied. Aber wer den Graf kennt, der wird sich nicht wundern.
09.01.2010 15:36 - Graf Franz von Moor - Universidad César Vallejo (Archiv)
Endspurtspurt
Die Saison biegt auf die Zielgerade ein, ohne Wenn und Aber, ohne Netz und doppelten Boden, einfach, direkt und unerbittlich: Entweder man steigt auf oder bleibt noch ein weiteres Jahr in dieser trostlosen zweiten Liga.

Will man sich von eben dieser Tristesse befreien, so sollte man möglichst die restlichen Heimspiele gewinnen und auf Schützenhilfe hoffen. Ersteres dürfte nicht allzu schwer werden,

zweiteres schon eher.

Ganz nebenbei ist der Abgang des Grafen nun sicher, wenn man nicht aufsteigen sollte. In der letzten Woche vermeldete man noch das Gegenteil. Nun aber hat sich der Trainer selbst geäußert.
Die gesamte Copakarriere soll demnach sogar auf dem Spiel stehen. Wenn das nicht wegweisende Tage und Wochen sind.

Der Zug fährt unaufhaltsam Richtung Ziel. Nur die Weichen sind noch nicht gestellt.
02.01.2010 20:57 - Graf Franz von Moor - Universidad César Vallejo (Archiv)
More Moor
Wer bei Vallejo derzeit Punkte entführen will, der muss schon tief in die Tasche greifen. Zwar scheinen sie auswärts das Spielen verlernt zu haben, dafür knallt es daheim aus allen Rohren. Dabei ist die Rechnung ganz einfach.

Wer gewinnt, der holt Punkte, und wer Punkte holt, der steht vorne, und wer vorne steht, der steigt auf, und wer aufsteigt ist toll.

Doch wer will schon toll sein? Oder in der ersten Liga spielen? Graf von Moor

scheinbar nicht, denn es wird über seinen Abgang bei Aufstieg gemunkelt und das Geflüster ebbt nicht ab.

Tatsache ist, dass er keine Lust auf erste Liga hat und vielleicht sogar eine Ausstiegsklausel bei Aufstieg besteht.

Ausstieg bei Aufstieg? Auch nicht ganz normal. Aber eben Moor.

Dementi des Vereins: Es wird keinen Abgang des Grafen geben und es bestehen keine Kontakte in die USA.

USA? Verplappert? Vielleicht. Wer weiß das schon.
29.12.2009 08:48 - Graf Franz von Moor - Universidad César Vallejo (Archiv)
Last Minute, Babe!
Für was gibt es überhaupt Terminkalender, Erinnerungsfunktionen oder Butler? Obwohl all diese Dinge besitzend, verpasste der Graf trotzdem fast den ZAT und der Aufstieg wäre wohl passé gewesen. Gut, dass man ja auch noch so etwas wie ein eigenes Hirn hat.

So wie man verlassen ist, wenn man sich auf andere Menschen verlässt, so ist man erst Recht verlassen, wenn man sich auf Maschinen und Programme verlässt.
Jeder sollte doch mutig genug sein sich

seines eigenen Verstandes und Erinnerungsvermögens zu bedienen. Unterscheidet uns das nicht von den leblosen Gerätschaften? Macht uns nicht das zu Menschen?

Vielleicht.

Vielleicht aber auch nicht. Und vielleicht ist die Zeit auch schon zu weit fortgeschritten und wir sind schon in dem Sumpf des Fremddenkens ertrunken oder erstickt.
Und dennoch kann man sich immer wieder von allem was belastet befreien und zu früheren Dingen zurückkehren.

Fast immer. Nicht immer.
22.12.2009 18:07 - Graf Franz von Moor - Universidad César Vallejo (Archiv)
Spät einkaufen leicht gemacht
Es gibt solche und solche Trainer in der zweiten peruanischen Liga. Die einen sind schon die gesamte Saison bei ihrem Verein, haben sich mit ihm identifiziert, haben außerdem Blut und Schweiß in dessen Verbesserung gesteckt, Rückschläge und Niederlagen überwunden und ganze Arbeit geleistet. Und andere haben einfach gar nichts gemacht und sich nun einfach ein Team herausgesucht, das weit oben steht und noch über eine starke Kondition verfügt und wollen so nun billig an den Aufstieg kommen.

Ein bisschen könnte einem diese

Art schon sauer aufstoßen, denn was hat eigentlich der geleistet, der sich so in ein gemachtes Nest setzt? Was kann derjeinige vorweisen? - Nichts.
So kurz wie einfach ist die Antwort. Nur die Folgen könnten größere werden. Denn am Ende spielen wohl diejenigen nächste Runde erstklassig, die am wenigsten dazu getan haben. Und lassen sich dafür noch beglückwünschen.

Eigentlich müsste man sich an solcherlei Übel im Fußball und der Welt an sich längst gewöhnt haben. Doch dem ist nunmal nicht so. Zum Glück.
14.12.2009 15:41 - Graf Franz von Moor - Universidad César Vallejo (Archiv)
Bingo-Bongo
Manchmal könnte man meinen, dass die Spiele der zweiten Liga in Peru eher einem Bingowettbewerb oder einer Memorieveranstaltung gleichen. Jedenfalls spielen die Vereine ohne Trainer ständig mit den gleichen Anweisungen. Und wer am Ende am wenigsten darunter zu leiden hat, der schreit: Bingo-Bongo.

Eigentlich übelst schlecht gespielt und effektiv keine Punkte geholt, konnte man doch

irgendwie zufrieden sein mit dem letzten Spieltag. Weiterhin oben und auch weiterhin ohne gröberen Schnitzer.

Dass man nicht jedes Spiel gewinnen kann ist klar und am Ende steigen die Mannschaften auf, die ihre Kräfte in idealer Weise verteilen konnten.

Ein hoher Sieg ist Schall und Rauch, die Punkte spielen die Musik. Jedes noch so schöne Fußballfest gibt nur drei magere Punkte und mehr nicht.
08.12.2009 18:18 - Graf Franz von Moor - Universidad César Vallejo (Archiv)
From the Muddy Banks of the Wishkah
In dieser Woche meldet sich die Redaktion von Universidad Cesar Vallejo aus einer Außendienststelle, da man in den Urlaub zu fahren beabsichtigt. Für die sportliche Vertretung ist gesorgt (die kleine Schwester wird den ZAT leiten), doch das Schriftliche muss wie jede Woche aus den Fingern des Grafen gesogen werden und fließen.

Lange Rede, kurzer Sinn: Der alte Moor nimmt sich Urlaub zur Feier der Herbstmeisterschaft. Und da ja nur ein Spiel zu

bestreiten ist, ist das Ganze auch nicht weiter schlimm und er wird sich die Spiele im Fernsehen anschauen.

Wo es hingeht bleibt allerdings geheim. Gewisse Spekulanten sagen zwar Panama, aber die haben wohl zu viel Janosch gelesen.
Jedenfalls meldet man sich hiermit ab und ist zum Stechen am Mittwoch Morgen wieder zurück.
"Ach was, Stechen! Ich bin hier der Chef, ich brauch nicht stechen!" Sagte es und kassierte postwendend den Rüffel der Vereinsführung.
27.11.2009 08:38 - Graf Franz von Moor - Universidad César Vallejo (Archiv)
In 80 Tagen durch Mexico
Während der Spielbetrieb in der ersten mexikanischen Liga voll im Gange ist, nimmt sich der Trainer einfach mal eine Auszeit und bereist Mexico. Die Mannschaft kann sowieso ohne ihn mehr und die Taktik macht der kleine El Pino. Wird schon schief gehen.

Die eingeschlafenen Füße haben den Grafen aus seiner Art Winterschlaf aufgeschreckt und nun will er endlich mal was Produktives machen. Reisen ist ja auch immer ne gute Sache. Gesagt, getan.

Tequila saufen, Treppen laufen, in Ecken kotzen, Weiber glotzen: Die Reise scheint vielversprechend zu werden und eigentlich sollte den Grafen auch ein Kamerateam begleiten, aber dies wurde dann doch von der höchsten mexikanischen Instanz abgelehnt. Aus Jugendschutzgründen.
25.03.2010 21:52 - Graf Franz von Moor - León AC (Archiv)


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