Chilenische Frühlingstage beinhalten immer etwas mehr. Nun ja, es ist im Moment zwar Herbst im chilenischsten aller Andenländer, aber der Frühling kommt bestimmt auch wieder nach Santiago oder so. Falls die Welt in 2012 nicht doch untergeht.
Der Untergang war ein deutscher Film über die letzten Tage des dritten Reiches. Die letzten Tage von Pompeji war auch ein Film darüber, allerdings spielte der in Italien – und war auch über ein anderes Reich. Dann gab es da noch die 30 Tage von Sodom. Insgesamt betrachtet, gab es also schon viele Filme über viele Enden. Und dazu noch die ganzen Lieder über das Ende oder auch zwei Enden, wie zum Beispiel die zwei Enden der
Wurst. Oder zwei Himmelhunde auf dem Weg zur Hölle.
Egal wie man es dreht und wendet, alles geht zu Ende. Sogar der Schluss hört irgendwann auf. Und auch die Hoffnung auf eine chilenische Meisterschaft, die lange vorhanden war bei dem südamerikanischen Lieblingsclub aller rassigen Schönheiten, dem CD O Higgins.
Zurück zum Frühling, da hört man Vögel zwitschern und Zwitscher vögeln, dazu ein kühles Blondes und eine heiße Brünette. Und nach einer oder zwei Stunden im Vollrausch und Ekstase, die einem aus den Ohren schon wieder rauskommt, keimt dann auch wieder Hoffnung auf. Hoffnung auf einen Meistertitel. Doch auch hier gilt: Das Ende ist nah.
Über Chile kann man viel Gutes berichten, wenn man will. Leider auch weniger Gutes. Heute im Telekolleg werden wir uns der Geschichte Chiles zuwenden und Nützliches und Unnützes erfahren. Ganz im Sinne des chilenischen Sprichwortes „Was Du heute lernen kannst, hat die Katze schon in der Maus gelesen, als sie den Schmied in den Brunnen warf!“
Chile ist eine pseudoaristokratische Oligarchie im Südnorden des antarktischen Archipels. Das Land grenzt im Westen an Mikronesien, im Osten an die Karpaten. Die Nord- bzw. Südgrenze sind bisher wenig erforscht; man vermutet hier jedoch andere Länder. Daneben gehören die in diversen Ozeanen verstreuten Karnevalsinseln und das Pappnasenarchipel zum Staatsgebiet. Die Herkunft des Landesnamens ist nicht eindeutig geklärt. Eventuell stammt der Name aus der Sprache der Ureinwohner, den Andenern, chilli,
und bedeutet etwa Land der scharfen Weiber.
Vor etwa 354.000 Jahre siedelten die ersten Braun- und Katzenbären im heutigen Chile. Schon 220.000 Jahre später entstand zwischen den Tälern des Balzgebirges die erste Hochkultur Chiles, die der Argonattern, deren Reichtum sich auf einer Mischung aus Menschenopfern und dem Abbau von Silbermoos gründete.
Nachdem die Argonattern um 1000 n. Chr. Die alte Welt entdeckten, nahmen sie die iberische Halbinsel als Kolonie in besitzt. Durch ablativen Wissenstransfer erlernten sie von den iberischen Ureinwohnern den Fußballsport. Dieser setzte sich auch im Mutterland als Volkssport durch und führte um 1800 zur ersten Neukaledonischen Weltmeisterschaft in diesem Sport.
Im nächsten Teil wenden wir uns der Geschichte Chiles nach der ersten Fußballschuhkrise und der folgenden Abwehrschlacht zu.
Ente gut, alles gut – so heißt eines der überstrapaziertesten Sprichwörter unserer Zeit. Neben anderen, goldenen Redewendungen, die der volkstümliche, deutsche Wortschatz hervorgebracht hat. In dieser Ausgabe wollen wir beleuchten, was ein Sprichwort zu einem Sprichwort macht – und wie man die moralisch-ethisch-ontologische Lehre aus so einem Sprichwort auf den Gegenstand unseres täglichen Sehnens übertragen kann: auf Fußball.
In der Einleitung sind die Schlagwörter dieses Diskurses schon gefallen: Sprichwort, Moral, Ethik, Ontologie, Fußball. Nebenbei bemerkt: Es heißt nicht Sprichworte, sondern Sprichwörter. Die Mehrzahl –worte, wie auch Worte, verwendet man in anderen Zusammenhängen; es würde den Rahmen dieses Artikels sprengen, wenn dies auch noch erläutert werden sollte.
Wie auch immer, die aus dem Mittelalter stammenden Sprichwörter, wie auch die aus anderen Sprachen übernommenen, (oft über den Umweg des altniedernordischen) eingedeutschten
Redewendungen wollen etwas mitteilen. Man spricht solch eine Redewendung ja nicht bar jeden Zusammenhangs, sondern versucht eine allgemeingültige Lehre, eine Moralvorstellung oder einen gewissen ethischen Anspruch zu vermitteln. Hierzu ein Beispiel:
Der Zweck heiligt die Mittel: Ausgehend von einer nicht näher spezifizierten Zielrichtung, einem Gegen- oder Zustand, den man erreichen möchte (im folgenden McGuffin), wird hier bei der Weg hin und auf den McGuffin zu, als belanglos betrachtet, ja darüber hinaus sogar mit einem transzendenten Glanz beleuchtet. Solange der McGuffin die entsprechende moralische Höhe besitzt, einen ethisch-ontologischen Standpunkt spezifiziert, der auch der kritischen Vernunft genügt, ist die Wahl der zum Erreichen notwendigen Anstrengungen – auch in einer nicht den Ansprüchen an den McGuffin genügenden Art und Weise – einer gewissen Wahllosigkeit untergeordnet.
Übertragen auf Fußball bedeutet das: Für drei Punkte kann ich auch mal die Blutgrätsche ausfahren.
Vollmond über den Anden und die Trainer werden zu Tieren - z uWerwölfen! - , die, ohne Ansehen des Gegners, auf den Lieblingsklub der Vampire einschlagen und dabei nicht nur die eigene Gesundheit, sondern auch die des Gegners ruinieren.
Da kann man schon am Verstand der Übungsleiter zweifeln. Zweifel kommt übrigens vom germanischen Wort "twîfla", was wohl "gespalten"
und "zweifach" bedeutete. Und genau hier kommt ein Schuh im Pfeffer zu liegen: Die gespaltenen Persönlichkeiten, die hier nicht einfach, sondern zweifach rumballern, ohne wirklich zu erkennen, dass die gesamte Anstrengung letztendlich nur ein Handkäs in der Kurve sind, sollten sich eigentlich in Therapie begeben.
Eines jedoch sollte diesen Trainern klar sein: fubini ist Team Jacob - oder Team Edward!
Wir schreiben das Jahr 2012. Dies sind die Abenteuer der Fußballmannschaft CD O Higgins, die in ihrer vier Jahre andauernden Mission versuchen will, neue Welten zu entdecken und Meister zu werden in einer Art, die nie zuvor ein Mensch gesehen hat.
„Kapitän in der Kabine?“
„Jawohl, kommen Sie rein… Was gibt es?“
„Hüllenbruch beim Verteidiger.“
„Wie?“
„Naja, es waren die Bork...“
„Was?!“
„Die beiden Brüder Amon und Nathanael Bork. Der eine von rechts, der
andere von links, die Plasmawaffen im Anschlag und – zack – Bein kaputt…“
„Und nun? Wer ist denn der Physiotherapeut?“
„Scotty.“
„Heißt der wirklich so?“
„Nein, nur wegen seiner Vorliebe für Scotch Whisky…“
„Ah. Und was sagt er?“
„Er bekommt ihn in vier Wochen wieder fit.“
„Vier Wochen? Ich geb ihm zwei…“
„Dann macht er’s in vier Tagen….“
„Alles klar, fertigmachen zum Beamen… Jim Beamen…“
Wenn es um eine der beliebtesten Sportarten der Welt geht, spaltet sich die Gesellschaft in verschiedene Teile – das ist beim Fußball nicht anders. Diese Bruchstücke sind nicht notwendigerweise disjunkt, es gibt Individuen, die zu mehr als einer Gruppe gehören oder auch solche, die sich auf der Grenze zweier Teilmengen bewegen und nicht eindeutig zuzuordnen sind.
In unseren wilden Zeiten, als wir noch selber jeden zweiten Tag hinter dem Ball herjagten, uns neue Tricks und Dribblings überlegten oder auch mal den Nachbarsjungen mit einem gezielten Tritt vom Torschuss abhielten (es hätte ja ein Tor geben können und dann wären wir traurig und enttäuscht ob einer – vermeidbaren – Niederlage ohne Appetit nach Hause gekommen, und hätten mit schlechter Laune unsere Hausaufgaben erledigt, die natürlich eher mangelhaft ausfielen, da die Gedanken immer noch um dieses unnötige Gegentor kreisten; die Folge wären schlechte Noten in der Schule gewesen und somit ein schlechter Schulabschluss, kein Studium, sondern eine Ausbildung zum Gebäudereiniger,
Kanalarbeiter oder Gerüstbauer, ein keifendes Weib, unselige ADHS-Kinder und somit der soziale Abstieg und schließlich Harz IV oder Freitod! Dann lieber Diskussionen und eine zünftige Keilerei wegen eines gut gezielten Fußtritts – das der soziale Abstieg unsere damaligen Gegner traf, wurde uns erst später bewusst…), konnten wir noch den Traum von einer großen Fußballerkarriere träumen (wenn wir denn gewonnen hatten) oder zumindest uns wünschen, wir könnten so spielen, wie die Großen, die in unseren Paninisammelbildalben fein säuberlich aufgeklebt waren.
Heute dagegen träumen wir von einer sicheren Rente und das der Chef nicht wieder tobt, wenn wir den ganzen Montag von der Bundesliga reden. Oder von der AllSvenskan Ergebnisse twittern, die mit der eigentlichen Realität nichts zu tun haben. Na, und in der Rente denken wir darüber nach, wie wir unsere Enkel im Fußball verbessern können und geben ihnen den Tipp mit dem gezielten Tritt im richtigen Moment.
Eine Abhandlung über Einrichtungen zur Torkontrolle an der Schnittstelle Mensch-Ball und weitere Ausführungen über Maßnahmen nach einem Kontrollverlust und ebensolche bei einem Eigentorstörfall oder einem Torstörfall durch Einwirkung Dritter.
Diese Abhandlung betrachtet zum Einen die Torkontrolle an der Schnittstelle Mensch-Ball, also das aktive Verhindern eines Gegentores durch Interaktion verschiedener, zuständiger Personen der beteiligten Gruppen; hierbei speziell die Möglichkeiten
a) Der Abwehrspieler
b) Des Torhüters (vulgo Torwart, oder (speziell bei kleinen Kindern) Torbart)
Des Weiteren werden die Schutz- und Trutzmaßnahmen bei
Eigentorstörfall, also einem Störfall durch ein Gegentor aufgrund der Einwirkung des sogenannten Innentäters, eines Täters aus der eigenen Mannschaft, sowie der Torstörfall durch Einwirkung Dritter, also eines Spielers der gegnerischen Mannschaft.
Als Ergebnis werden die Voraussetzungen zur Vermeidung und – bei Eintreten eines Störfalls die wirkungsvollen Gegenmaßnahmen bis hin zum Befördern des Balles in das Tor der gegnerischen Mannschaft durch anstoßen des Balles mit dem Fuß oder – in Ausnahmefällen – mit den Kopf, dem Rumpf oder anderen Extremitäten mit Ausnahme der Hand, des Arms und der Zunge. (Die Zunga wäre legal, aber schmerzhaft…)
April: Carla Bruni trennt sich von Sarkozy, der anschließend behauptet, sie sei ihm zu klein gewesen; Dortmund erschließt das Erdölfeld, die Aktie steigt auf 200 Euro; Uli Hoeneß sagt, Bremen sei ein Karnevalsverein mit Fischgeruch; die Bild-Zeitung deckt auf, dass Spielmaño eine Frau ist; Franz Beckenbauer schimpft auf den AB von Kai Dieckmann, dass die Isar überschritten ist; Christian Wulff tritt nicht zurück, obwohl bekannt wird, dass er das Saarland als Sicherheit für einen Kredit hinterlegte; der 1 FC Köln kauft Lukas Podolski für 17 Millionen von den Bolton Wanderers.
M ai: ein You-Tube-Video zeigt, wie Merkel und Sarkozy in einer Besenkammer verschwinden; Dortmund kauft Gazprom Gelsenkirchen und benennt den Verein um – dieser heißt nun Stan-Libuda-seine-Frau-ihr- Karnevalsverein; Christian Wulff tritt nicht zurück, obwohl bekannt wird, dass er einen Kredit nicht bedienen konnte und das Saarland jetzt Warren Buffet gehört; Uli Hoeneß sagt, Hamburg sein ein Karnevalsverein, der nach Fischbrötchen stinkt; der Problemyeti wird gestellt: es ist Reinhold Messner, die Kuh Yvonne bleibt unauffindbar.
Juni: der BVB kauft mit den Erdölmillionen Arsenal London und Real Madrid; Angela Merkel spricht auf den AB von Kai Dieckmann, und fragt nach, wer nach Wulff Bundespräsident werden soll; Uli Hoeneß sagt, Mönchengladbach sei ein Karnevalsverein; das Saarland erlebt eine wirtschaftliche Blütezeit, daraufhin bietet sich Berlin als Sicherheit für einen Kredit von Christian Wullf an – dieser tritt überraschend nicht zurück; der 1. FC Köln verkauft Lukas Podolski für 23 Millionen an En Avant de Guincamp; die Kuh Yvonne wird
gefunden und gesteht Reinhold Messner ihre Liebe, dieser rasiert sich und wandert nach Tibet aus; Bayern trennt sich von Deutschland, Horst Seehofer spricht von einem „Problemland“, daraufhin marschiert die Bundeswehr ein und besetzt München.
Juli: Uli Hoeneß sagt, Frankfurt sei ein Karnevalsverein, der nach Handkäs stinkt; Bayern kehrt zu Deutschland zurück unter der Bedingung, als nächstes als Sicherheit für einen Kredit von Christian Wullf zu dienen; Dortmund tritt der OPEC bei, die Aktie steigt auf über 500 Euro; die Bundeswehr stellt den Münchner Oberbürgermeister fünf Fragen, worauf dieser erbost auf Kai Dieckmanns AB spricht; Franz Beckenbauer trennt sich von Christian Wullfs Frau, die er als Sicherheit für einen Kredit erhalten hatte – dieser tritt nicht zurück. August: Köln kauft Lukas Podolski aus Frankreich zurück – für 23 Millionen Euro; die Yetis in Tibet erkennen, dass Reinhold Messner gar kein Fabeltier ist; Uli Hoeneß sagt, Stuttgart sei ein Karnevalsverein mit unterirdischem Bahnhof; das Erdölfeld unter dem Signal-Iduna-Park stellt sich als Speiseölvorrat von Rainer Calmund heraus, als Folge drosselt Dortmund die Förderung; Christian Wulff tritt nicht zurück, obwohl bekannt wird, dass er einen Anrufbeantworter als Sicherheit für Kai Dieckmann hinterlegt hat; Franz Beckenbauer wird als möglicher Nachfolger vorgeschlagen; Merkel und Sarkozy verbringen ihren gemeinsamen Urlaub auf St. Helena, Fotos der beiden in Badezeug verursachen einen Massentumult, es kommt zu Protesten und Demonstrationen, auf St. Helena wird die „Oben-Mit“-Pflicht eingeführt.
weiter in Algerien
http://copamundial.eu/stadion/zeitung.php?auswahl=59&artikel=30089
Zweiter Spieltag, die Spannung ist fast unerträglich, heute entscheidet sich, wer Meister wird. Die Underduck aus dem Süden oder doch der Schmelzkäse aus dem Norden? Man weiß es noch nicht...
Aber wahrscheinlich wird es auch nach den nächsten Spieltagen noch nicht ganz klar sein, wer die Nase vorn hat. Wobei natürlich einige der Matadoren besonders große Nasen haben. Die Durchschnittsnase eines zivilisierten Mitteleuropäers hat ja
5,8 Zentimeter. Und ich meine wirklich die Nase, die im Gesicht.
Wie dem auch sei, der Gesichtsälteste der Liga hat auch noch Chancen auf die Schale. Ein schaler Geschmack bleibt allerdings, ist man doch eigentlich voller Vorfreude auf eine Meisterfeier in den exklusiven Klubräumen des CD O Higgins. Dort sollen die Vorbereitungen schon Laufen, einige Medien berichten davon, weltbekannte Animierdamen aus Südafrika seien schon bei Lap-Dance-Training gesichtet worden...
Und wie aufs Wort kommt da gleich ein zweitklassiger Mathematiker um die Ecke: der abgehalfterte und unwirtschaftliche fubini gibt sich - versprochen ist versprochen - die Ehre und glänzt mit kleiner aber feiner Pressearbeit.
Das man die letzte Saison punktgleich mir dem Meister dann doch als erste Niete abschließen musste, hat wohl zum umdenken geführt: Pressearbeit kann sich auszahlen. Ein
zweitklassiger Mathematiker, der darauf gestoßen wird, merkt das irgendwann auch von ganz alleine.
Wie dem auch sei, es geht wieder um Punkte, um Tore und darum, das schimmelige Kraut - in der letzten Saison ohne viel Power - wieder dahin zu hauen, wo es eigentlich hingehört: in die Mitte. Links Handkäs, rechts Musi. Und dazu 'nen Äppler und mit viel grüne Sauce.
Ich könnt eigentlich mal wieder nach Frankfurt...
Da die aktuelle Saison nun zu Ende geht und offensichtliches nicht nur offensichtlich sondern auch ganz klar zu sehen ist, hier eine kleine Entschuldigung.
Tatsächlich habe ich nicht so viele Artikel in Chile geschrieben, wie ich eigentlich vorhatte. Einen guten Grund habe ich zwar, aber das ist ja nun nicht das alles entscheidende. Wie dem auch sei, ich werde versuchen in der nächsten Saison meine Pulitzerpreisverdächtigen Worthülsenaneinanderreihungen auch wieder in Chile erscheinen zu
lassen.
Warum?
Naja, zum einen habe ich durch optimiertes Zeitmanagement herausgefunden, wie ich mehr in der Zeit schaffen kann, die mir zur Verfügung steht. Zum andern werde ich nicht mehr mit allen Frauen rummachen, die mir über den Weg laufen. Gut, das spart jetzt nicht sehr viel Zeit, weil so gut wie keine Frau mit mir rummachen wollte, aber das fragen dauerte immer so lange, da ich ja die Reha-Klinik nach der Prügelei mit ihrem Freund dazu zählen muss.
Letzter Platz, ohne Hoffnung, ohne Mittel und vor allem ohen Konzept dümpelt der ehemals so große und großartige Verein dahin. Der Trainer eine Flachzange, die Spieler ein Rudel Gurken und der Ball wohl ein Feind, mit dem man nicht umgehen kann.
Der Torwart verliert gegen ein Garagentor, die Viererkette denkt, sie sei ein Schmuckstück. Das Mittelfeld agiert eher mittel und
vorne, also im Angriff, wo die Tore geschossen werden sollen, eigentlich, da ist gar keiner. Die nominellen Stürmer sind nur kleine Windhauche und richten gar nichts aus.
Wie bei sowenig Professionalität die Klasse erhalten werden soll, ist im Moment noch nicht klar, aber der Vorstand tut alles, um die Spieler weg zu bringen von illegalten Pokerturnieren, Strip-Shows, Alkohol und ... ich muß weg.
Im Andenstaat, der die langen Jahre der Diktatur schmerzhaft in Erinnerung hat, gibt es noch mehr Grund für Schmerzen. Zumindest für den Kaktus unter den Orchideen, den Katastrophentouristen fubini . Die alte Trockenpflanze hat durch Urlaub den Starttag der neuen Saison verpasst und sich damit gleich Freunde auf der ganzen Welt gemacht.
Trotz aller guten Vorsätze passierte wieder mal das vorhersehbare und der Lothar Matthäus der chilenischen Trainer hat schon wieder alles über den haufen geworfen, was noch vor den Festtagen auf seiner Agenda stand. Aber
die Zeit der Ausreden ist vorbei, jetzt zählen nur noch Taten und Punkte. Und wie es der Zufall will, man kann versuchen, den Schaden in Grenzen zu halten und clever und smart das verlorene Terrain wieder aufrollen.
Man kann. Nicht fubini. Der alte Tropf schüttet das Kind mit dem Bade aus verliert noch den letzten Tropfen an Reputation durch quasi zufällige Mannschaftsaufstellungen und Taktiken, die einem Fuchs gut stehen würden, wenn er denn Angeln lernen wollte. Man muss eine wachen Blick haben, aber nicht auf O’Higgins. Da passiert diese Saison nichts.
Ohne einen Funken Verstand in der Birne versucht der erfolgloseste Erfolgstrainer des amerikanischen Kontinents, der inkontinente fubini, eine Mission zu Ende zu bringen, die von Anfang an zum Scheitern verurteilt war.
Doch nicht der Titelgewinn oder ein internationaler Startplatz war das Ziel der Operation Bikini aus, sondern einzig und allein ein Tabellenplatz vor dem abgehalfterten, unsäglich arroganten, vor Verdummung strotzenden, überschätzten und völlig fehlentwickelten Powerkraut jr. und seiner Ansammlung von grenzdebilen Strassnräubern.
Wie es aussieht entscheidet sich der Kampf dieser beiden Titanen (also fubini als Titan,
Powerkraut mehr als Titanic) am letzten Spieltag und die gazetten und Boulevardblättter in ganz Chile sterilisieren diesen Kampf zut Entscheidungsschlacht um die glanzvolle Krone der besten mannschaft Chiles. Keiner interessiert sich für die Meisterschaft, die Kumpels aus dem Loch sind vergessen, es geht nur um diesen einen Moment: am Schluß der Saison vor dem Haßgegner zu stehen, dem Abschaum der Menschheit, dem Spaltpilz der Liga, dem Kackstuhl der Fußabtreter, der Opiumhöhle des guten Geschmacks, der Oberweite der Hells Grannies, dem Motorblock des zerbrochenen Dreirads, der Lackfarbe eines Opel Calibras...
Wie dem auch sei, Bahn frei für die Operation Bikini aus!
Ausgebrannt, ohne Energie, schlapp und schlapper - der Zustand des einzigen Erfolgstrainers ohne Erfolg, des ausgelutschten fubinis, gleicht einer Tube Zahnpaste nach der Überfahrt einer Dampfwalze. Dafür strotzen die Kicker nur so vor Selbstbewusstsein.
Dies spiegelt sich leider nicht in den Ergebnissen wieder und so wird - das ist leider jetzt schon abzusehen - diese Saison als Saison der verpassten Möglichkeiten in die Historie
der sympatischen, südamerikanischen Mannschaft eingehen.
Ausserdem bleiben aus dieser Saison Bilder hängen, die man sich eigentlich gar nicht vorstellen will. Was das genau ist, weiss keiner so genau. Fakt bleibt, die Spielkunst ging genauso verloren, wie die Kunst der pointierten Auseinandersetzung via Pressestube. Hier muß gearbeitet werden. Die psychologische Ebene eines gut geschriebenen Artikels... ach, was soll's, liest ja eh keiner...
Endspielspurt könnte man sagen. Oder auch nicht, die Zeichen stehen jedenfalls sehr schlecht.
Nach einer - wieder mal - sehr schlechten Saison taumelt man zwischen der Hure Mittelfeld und der Schlampe Abstieg und kann sich nicht richtig entscheiden. Nur der Zuhälter mit seinem runden Lederei steht jedes Wochenende seinen Mann und verlangt Höchstleistungen. Kein Wunder, dass da so mancher mit einer Leistenprellung oder einem Sehnenabriss am Schambein auf der Strecke bleibt.
Am Ende bleibt eh alles auf dem Strich und verdient haben nur die, die oben stehen und kassieren. Die Kassierer sozusagen. Alles bekannt.