Die Mannschaft des HJK Helsinki ächzt dem Saisonende entgegen. Trainer Semon Lehtola hat seit einigen Wochen die Zügel fest angezogen und noch in der Rückrunde die Vorbereitung für die 45. Copa-Saison begonnen. Nun stehen für die Hauptstädter statt Trainingssteuerung und Regeneration in erster Linie Konditionseinheiten auf dem Programm. Kein Wunder, dass die Spieler vor den letzten Partien auf dem Zahnfleisch
daherkommen.
Nachdem eine kurzfristige Eröffnung der zweitklassigen Ykkönen ausgeschlossen werden kann, da im Gegenteil über eine abermalige Reduktion der Veikkausliiga diskutiert wird, muss man sich in Helsinki auch keine Sorgen vor den "Abstiegsplätzen" machen. Drei Wochen bleiben den Verantwortlichen nunmehr Zeit, den erfolglosen Kader auf die Probe zu stellen. Sechs Mal spielt die Mannschaft sozusagen auf Bewährung.
Ein 5:0 gegen Vaasa, eine 1:3-Niederlage gegen HJK und weiterhin reichlich Gesprächsstoff: Bei Turun Palloseura bleibt es turbulent – und die litauische Vergangenheit von Trainer Ridiculous rückt wieder in den Fokus.
Nach dem 1:5 gegen Tabellenführer AC Oulu meldete sich TPS mit einem eindrucksvollen 5:0 gegen Vaasa PS zurück. Die Hoffnung auf eine Trendwende währte allerdings nur kurz: Gegen HJK Helsinki setzte es anschließend ein 1:3. Der Tabellenkeller bleibt damit vertrautes Terrain, auch wenn die Offensive gelegentlich daran erinnert, dass Fußball durchaus in beide Richtungen funktionieren kann.
Während aus Oulu wohlwollende Durchhalteparolen zu hören sind, lohnt sich ein Blick in die
Vergangenheit. Ridiculous feierte um die Jahrtausendwende mit Inkaras Kaunas Meisterschaften in Litauen. Die Verbindung ins Baltikum ist also keine bloße Erfindung der Gerüchteküche. Sherlock van Lezz darf seine Ermittlungen folglich fortsetzen.
Vielleicht lockt tatsächlich eine Rückkehr zu alten Wirkungsstätten. Andererseits könnte Ridiculous auch versuchen, in Turku an frühere Erfolge anzuknüpfen. Ein Meistertitel wäre dort derzeit zwar eine ambitionierte Perspektive – aber immerhin müsste man dafür nicht erst das Wörterbuch bemühen, um „Litauen“ auf „Vertrauen“ zu reimen.
Bis zur Entscheidung bleibt TPS vor allem eines: unberechenbar. Manchmal sogar im positiven Sinne.
(325) Die Meisterschaft ist für Allianssi Vantaa so gut wie gelaufen, da macht man sich keine Hoffnungen mehr. Das gesamte Augenmerkt dürfte daher für den Rest der Saison (hoffentlich) auf dem internationalen Geschäft liegen. Wiederholt hat man hier mal wieder das Halbfinale in der Europa-League erreicht, spielt dort nun gegen Real Madrid. „Das ist unsere Kragenweite, da gehören
wir hin!“ so Trainer Pippo. „Die Liga ist mehr oder weniger unwichtig, und wenn es für den europäischen Wettbewerb wieder reichen soll, wechseln wir zu einem trainerlosen Verein. Da brauche ich mich hier in der Liga nicht sonderlich anstrengen,“ sprach’s und verschwand mit einem Augenzwinkern in den Katakomben des Stadions… (Zählung geht nächste Woche weiter, Anm. d. Red.)
Ganze zwanzig Tore hat die Elf von MyPa in den vergangenen vier Partien kassiert, dabei wichtige Spiele gegen die Konkurrenz verloren, sodass man nun bereits 9 Punkte hinter Oulu liegt. Da stellt sich die Frage: Ist der Sauneofen aus oder zu heiß gelaufen? So oder so: nach Titelverteidigung sieht es nun wirklich nicht mehr aus.
Währenddessen wabert ein anderes Gespenst durch die
Veikkausliiga. Es sind Vil(de) Nius über mögliche Trainerwechsel ins Baltikum. Kann man den Quellen Vertrauen, besteht die Gefahr, dass weitere Trainer Finnland in Richtung Süden verlassen. Und was reimt sich auf Vertrauen? Richtig! Litauen. Und was sich reimt, das stimmt.
MiKu reaktiviert derweil schon einmal seine alte Wohnung in Budva. In Zukunft wird die finnische Liga wohl am Balkan gewonnen.
AC Oulu gewinnt 5:1 auswärts bei Turun Palloseura, bleibt Tabellenerster und hat weiterhin reichlich Gesprächsstoff zu bieten. Auch abseits des Platzes, wie die jüngsten Ausführungen aus Turku zeigen.
Denn offenbar wurde der Trainer dann doch etwas falsch verstanden. Überhaupt wolle man nicht, dass der liebgewonnene Kollege die Veikkausliiga verlasse. Natürlich laufen diese und letzte Saison bei TPS nicht. Aber das selbe kann auch Semon mit HJK behaupten. Und der bekommt weit weniger Gegentore.
Es macht ganz und gar keinen Bock so viele Gegentore zu bekommen. Aber das heißt noch lange nicht, dass es immer so bleiben muss. Schließlich bekam letzte Saison AC Oulu auch nur ein Gegentor weniger als TPS und hat es diese Saison geschafft bislang die wenigsten Gegentore zu erhalten. Warum soll das nächste Saison nicht auch in Turku möglich sein? Gib nicht auf!
Und was ist nun mit Litauen? Und warum will der Kollege genau zu diesem Verein? Woher kommt diese Connection? Sherlock van Lezz bleibt wachsam.
Turun Palloseura verliert 1:5 gegen AC Oulu, bleibt Tabellenletzter und hat weiterhin reichlich Gesprächsstoff zu bieten. Auch abseits des Platzes, wie die jüngsten Ausführungen aus Oulu zeigen.
Nach dem hoffnungsvollen 5:2 gegen Mariehamn folgte für TPS die Ernüchterung. Die 1:5-Niederlage gegen AC Oulu unterstreicht einmal mehr die defensiven Schwächen des Traditionsklubs. Mit 36 Gegentoren bleibt Turku die Schießbude der Liga – ein zweifelhafter Rekord, der sich offenbar hartnäckiger hält als jede Aufholjagd.
Bemerkenswert ist allerdings, dass man sich in Oulu nicht nur mit der eigenen Tabellenführung, sondern auch mit den
Karriereplänen des Turkuer Trainers beschäftigt. Dessen litauische Wechselabsichten scheinen dort für besondere Heiterkeit zu sorgen.
Dabei ist der Gedanke keineswegs abwegig: Wer in Finnland regelmäßig fünf Gegentore kassiert, darf durchaus über neue Horizonte nachdenken. Vielleicht lockt Litauen ja mit einer Liga, in der die Abwehrarbeit weniger als unverbindliche Empfehlung verstanden wird.
Ob der Trainer tatsächlich neue Wege einschlägt, bleibt abzuwarten. Sicher ist nur: Turku hat derzeit genügend Gründe, über einen Wechsel nachzudenken – und Oulu offenbar genügend Zeit, sich darüber Gedanken zu machen.
Einem gewissen Hang zum Masochismus macht sich Semon Lehtola in der aktuellen Veikkausliiga-Saison schon verdächtig. In aller Regelmäßigkeit tritt er gegen die serbische Patenkonkurrenz ins Fettnäpfchen bzw. die Bärenfalle. Und dann kommen auch noch so Spaßmacher wie Pippos Vorstädter nach Helsinki und steigern sich in einen selbstmörderischen Torerausch.
Sein Saisonziel hat der HJK Helsinki längst aus den Augen verloren. Selbst der neunte Rang dürfte vier Wochen vor Saisonende unerreichbar und das Abrutschen auf einen Abstiegsplatz nicht unwahrscheinlich sein. Und zu allem Überfluss kreist an der Tabellenspitze mit großem Vorsprung der AC Oulu seine Bahnen - eine alptraumhafte Spielzeit.
Das letzte Mal, dass MyPa keine drei Punkte im eigenen Stadion holen konnte, ist so lange her, dass wir nicht einmal mehr wissen, wie man das Wort schreibt.
Vergangenen Freitag war es jedoch soweit und zwar mit Pauken und Trompeten. Der Tabellenführer aus Oulu möchte zwar nicht darüber berichten, hat den amtierenden Meister aber mit 6:1 aus dem eigenen Stadion geschossen.
Möchte man die letzte Haimniederlahge in der Liga recherchieren, muss man weit zurückgehen - vermutlich in das Jahr 2007. Wir schreiben den 17. Spieltag der 42. Saison. MyPa unterliegt dem Gast mit 5:6! Und wie hieß der Gegner? Na, wer ahnt es? Richtig AC Oulu...
Keine Ahnung, was man so schreibt, wenn man sich besonders unkreativ fühlt.
Sollen wir auf das 6:1-gewonnene Spitzenspiel bei MyPa hinweisen? Womöglich. Nach wie vor steht die Frage im Raum, ob das so smart von Oulu und dem Count so früh in der Saison aus dem Fenster zu lehnen mit dieser großen TK-Investition.
Oder sollen wir Pippo mit seinen Zahlenspielchen verarschen? Keiner weiß es, worauf er damit hinwill und wie er zählt.
Wir könnten uns aber auch natürlich
über die einschläfernde, uninspirierte Zeitungslandschaft hinweisen und rummeckern. Aber wir sind hier nicht in Portugal. Enttäuschend ist es dennoch. Was ist los mit Semon und Archiebald?
Auch ein interessantes Thema wäre die Vergangenheit vom Ligakollegen aus Turku und sein litauischer Wechselwunsch. Aber da wär die Frage, ob das überhaupt noch jemand interessiert?
Wir wissen das alles nicht. Vielleicht sind es auch nur Störfeuer um von der Tabellenführung abzulenken.
(324) Die finnische Nationalmannschaft ist ein glückloses Kapitel Fußballgeschichte. Noch nie konnte sie sich für ein großes Turnier qualifizieren. Noch nie? Nicht ganz: es gibt da die (vermutlich jedem Finnen bekannte) Geschichte vom Eulen-Fluch: Am 6. Juni 2007 spielte die finnische Nationalmannschaft im Olympiastadion in Helsinki in einem EM-Qualifikationsspiel gegen die Mannschaft von Belgien. Dann flog ein Uhu ins Stadion, kreiste minutenlang umher und setzte sich dann auf ein Tor. Der Spielbetrieb hörte für 8 Minuten auf, und das ganze Stadion schaute der Eule zu. Am Ende gewann Finnland das Spiel mit 2:0, ein Bann war gebrochen. Die Fans feierten den Vogel enthusiastisch,
tauften ihn auf den Namen „Bubi“ (dieser wurde auch 2007 noch Bürger des Jahres von Helsinki) und riefen im Stadion lautstark das finnische Wort für Uhu: Huuhkajat. Seitdem ist die finnische Mannschaft eng mit dem Begriff „Huuhkajat“ verbunden. Im Jahr 19 (genaugenommen 2019) qualifizierte sich die Huuhkajat dann zum ersten Mal für eine EM, die dann aber erst 2021 stattfand.
Warum erzählt man das ganze nun in einem Zeitungsartikel? Am kommenden Spieltag muss Allianssi Vantaa in eben dieses Stadion, und es wäre schön, wenn beim Duell von 22 Spielern dieses Mal dem Auswärtsteam der Sieg gelingt, um die Punkte 21-23 mitzunehmen !
5:2 gegen IFK Mariehamn – doch die Krise bei Turun Palloseura ist längst nicht überwunden.
Manchmal fühlt sich selbst ein Sieg wie eine Niederlage an. Turun Palloseura durfte nach dem überzeugenden 5:2-Erfolg gegen IFK Mariehamn endlich jubeln. Fünf Tore, strahlende Gesichter und ein kurzer Moment der Hoffnung – doch am Ende bleibt die bittere Realität bestehen: TPS ist weiterhin Letzter der ersten finnischen Liga.
Während die Offensive endlich ihre Durchschlagskraft bewies, offenbart die Defensive weiterhin erschreckende Schwächen. Mit
inzwischen 36 Gegentoren ist Turun Palloseura die Schießbude der Liga. Zu viele Fehler, zu viele zugelassene Chancen und zu wenig defensive Stabilität haben den Traditionsklub tief in den Tabellenkeller geführt.
Der deutliche Sieg hätte ein Wendepunkt sein können. Doch ein einzelner Erfolg kann die Probleme einer ganzen Saison nicht vergessen machen. Die Fans dürfen für einen Abend träumen, doch die Abstiegsangst bleibt.
Fünf Tore geben Hoffnung – 36 Gegentore erzählen die traurige Wahrheit. Für TPS beginnt der Kampf ums Überleben gerade erst.
Wenn man auf den letzten Spieltag der Veikkausliiga blickt, wird dem geneigten Beobachter beinahe schwindelig vor blauen und roten Punkten. Ebenso schwindelig wird einem wegen der ganzen Fragen, die der Count diese Woche stellt. Eine sticht dabei heraus – nicht etwa die über einen möglichen Endspurt, sondern " - Bekommen wir noch Trainernachwuchs?"
Hätten MiKu oder der Count in ihrer ersten Copa-Saison selbst
für diesen Nachwuchs gesorgt, dann wäre dieser Nachwuchs nun bereits berechtigt, eine Trainerlizenz zu erhalten. Da dies allerdings nicht der Fall ist, warten wir weiter auf neue Kollegen.
Aber weg von den bunten zu den dicken Punkten: diese werden an diesem Wochenende im Duell eben jener Trainer vergeben. Manch einer spricht hier schon von der Vorentscheidung der Meisterschaft, doch dafür ist es vielleicht noch zu früh.
(323) Man darf sich schon ein bisschen wundern, oder eher bewundern? Trainer Pippo lässt seine Mannschaft im Stich und macht als Wahl-Rheinland-Pfälzer derzeit schon Herbstferien- Urlaub in einem 5-Sterne-Bunker in Griechenland auf der sonnenverwöhnten Insel Kos. Lässt er seine Mannschaft deswegen im Stich? Mit Nichten (und eigenen Kindern und Frau)! Was als Desinteresse an der Mannschaft und dem finnischen Fussball
angekreidet werden kann, sollte höchst beachtet werden, denn die Mannschaft wird vom 25 Grad warmen Baden im Meer, All-In mit vielen Cocktails am Pool und bei der Abendshow im Hotel perfekt eingestellt. Ein Verschwinden aus der Liga? Für Pippo undenkbar! Mit Ü-18 ist man sich seiner Verantwortung bewusst und lässt auch in wirklich schwierigen Zeiten seine Mannschaft und die finnische Liga niemals im Stich! Ouzo, parakalo! Jammas!
Noch zehn Spiele bis zum Ende der 44. Saison und wir werden Gewissheit über so viele Fragen erhalten:
- Schafft es AC Oulu tatsächlich mal nicht Sechster zu werden?
- Werden wir eine Renaissance des AC Ouropokals erleben?
- Wird MyPa -47 unter Urlaubsrückkehrer nun in den Saisonendspurt starten und Oulu noch abfangen?
- Schicken wir trainerlose Teams in den Ouropapokal?
- Wird Pippo erneut die finnische
Ehre in Ouropa verteidigen?
- Schafft es Semon sein Saisonziel zu erreichen?
- Kämpft sich TPS aus dem Keller noch heraus wie letzte Saison?
- Wird die Zeitungslandschaft endlich mal wieder interessanter?
- Bekommen wir noch Trainernachwuchs?
- Kommt Andi von Hideta wieder zurück?
Wir werden es sehen. Und ups, schon wieder 500 Zeichen voll. Leider wurde dadurch aber auch die Zeitung nicht viel interessanter...
Die Sorgen in der härtesten Liga der Welt wachsen. Trainer um Trainer geht, kaum einer traut sich noch, sich dieser Herausforderung zu stellen. Und dann wurde es plötzlich still um MiKu. Erst veröffentlicht er keine Artikel mehr, dann wird er plötzlich an den Flughäfen von Singapur, Kuala Lumpur und Saigon gesichtet. Beim Verein weiß man indes wenig von der
Remote-Arbeitszeit des Meistertrainers.
Heute erfolgte dann die Erleichterung. Er ist zurück! Ein wenig zu braungebrannt für den finnischen Herbst, aber mit einer klaren Aussage: "Mein Platz ist in Finnland!"
Die Vergangenheit bei Mogren Budva könnte ihm dieser Tage zusätzliche Vorteile bringen, dennoch wünscht man sich auch bei MyPa mehr finnische Trainer zurück.
Eine Hinrunde zum Vergessen liegt hinter dem HJK Helsinki. Ihren krönenden Abschluss fand sie vergangenen Freitag bei der 2:3-Auswärtsniederlage gegen - wie so oft - ein serbisches Patenteam. Auf den anderen drei Kontinenten kassierte man eine 0:1-Auswärtsniederlage, ausgerechnet! Die vier weiterhin trainerlosen Teams, immerhin ein Drittel der Veikkausliiga, schlagen in Finnland wie anderswo aufs Gemüt des glücklosen Copatadores. Entsprechend wenig Enthusiasmus ist seit Wochen für das Verfassen von kreativen Zeitungsartikeln übrig, mit denen Lehtola seine Mitstreiter sehr gerne unterhalten würde.
Jeder Spieler hat die Möglichkeit Berichte für die Zeitung zu verfassen. Für jeden Bericht gibt es bis zu 0,3 Punkte auf das TK deiner Mannschaft.
Bonusstaffel:
ab 150 Zeichen + 0,1 Punkte
ab 250 Zeichen + 0,2 Punkte
ab 500 Zeichen + 0,3 Punkte
Werden pro Runde mehrere Berichte verfasst, wird nur der Erste vergütet.
Für jede Liga ist ein Kolumnist möglich, der regelmäßig Berichte zur Lage der Liga verfasst. Wenn Du Interesse daran hast, schicke eine kurze Mail ans CopaTeam.
Achtung:
Bitte beachte, dass nur ein Bericht pro Spielrunde vergütet wird.
Kopierte oder unsinnige Artikel werden kommentarlos von der Redaktion zensiert.
Im Wiederholungsfall behält sich der Spielleiter strengere Maßnahmen vor, die im individuellen Fall auch bis zur Entlassung führen können!
Gleiches gilt für das Veröffentlichen von selben Berichten für mehrere Accounts oder in der Liga und dem Pokal.