Nun ja, was soll man vom Ende der Hinrunde halten? Für einmal hatte man sich absolut nicht taktisch betätigt, sondern die Würfel zum Rollen gebracht. Offenkundig ist man in der Tabelle wieder nach vorne gespült worden, doch wenn der Riese aus Floripa sich den Ärger gegen das Timão von der Leber geschossen hätte, wäre alles natürlich ganz anders herausgekommen.
Doch nun ist dies ja
alles nicht eingetroffen und Xerez hat sich in den letzten Wochen auch nicht mit Ruhm bekleckert. Dennoch ist man - eigentlich völlig unverständlich - von der Oddsettern bis anhin in der Gunst der Stunde. Deren böses Erwachen wird nicht lange auf sich warten lassen. Xerez kuckt nun mal noch auf seinen halbvollen Caipirinha und freut sich, dass Weihnachten in Brasilien nur als weiterer Grund dient, sich ordentlich auszulaugen...
Der Sisu-Effekt scheint vorbei zu sein, die Portuguesas befinden sich im freien Fall. 'Ja, ich weiss, gehört alles zur Taktik. Das Ziel ist noch immer das Gleiche, wir wollen nun mal einfach nicht Meister werden. Damit wir dies erreichen müssen wir ein paar wirklich schlechte Runden hinblättern, ansonsten sind wir auf einmal zu stark'. Es scheint zwar niemand zu wissen warum der Erfolglose unter den Erfolglosen diese Strategie wählt aber wenigstens scheint sie voll aufzugehen. Die Portuguesas verlieren
immer deutlicher und scheinbar immer unmotivierter und man schliesst schon wetten ab, wie lange sie noch von einem Abstiegsrang entfernt bleiben werden. Sisu lässt sich allerdings nicht in die Karten schauen. ?Abstieg, warum nicht? Das bedeutet ja auch immer eine neue Chance. Reaktion auf die aktuellen Resultate, warum nicht? Vielleicht überraschen wir ja zwischen Weihnachten und Neujahr die Liga, wer weiss?'. Nun gut, wahrscheinlich eher nicht, aber wir lassen uns gerne überraschen, so wie schon die gesamte Saison lang...
Nachdem man sich endlich wieder einmal von der positiven Seite in São Paulo zeigen konnte, sind natürlich mehrere Fragen aufgeworfen worden: Weshalb ist man nun auf einmal mit einem Auswärtsvierer erfolgreich, und warum macht man dies nicht jede Woche?
Fragen, die die Welt zwar nicht bewegen, aber durchaus helfen können, die Luhmannsche Systemtheorie besser verstehen zu können. Durchaus selbstreferentiell, was der Xerez mal wieder seinen werten Lesern vor die Nase schmeisst. Nun ja, eigentlich solls ja auch an seiner unausgewogenen Ernährung liegen, dass er bisweilen fabouliert. Um dem entgegenzuwirken, ist ihm nun erst einmal ein tägliches Glas Holundersiroup verschrieben worden. Obs hilft?...
Wünsche an ... den SCI: Vor allem dem Stadtrivalen wünscht man, dass er da unten wieder rauskommt.
...DonMarco: allzeit guten Flug.
...die internationalen Starter: einen guten (und vor allem langen) Aufenthalt in den Wettbewerben.
Ich wünsche mir von...Mastermind: dass endlich mal wieder ne schöne Kolumne kommt (schon lange her, dass das Bilderbuch mit Tischfussballpics die Zeitungsseite schmückte)
...Andi: dass du den Neighboursoccer-Cup endlich ins Leben ruft...ich hoffe du erinnerst dich noch.
...Roquo: das alles so bleibt wie es ist! Zum Glück hat noch keiner gemerkt, dass die Rückrunde für uns nur Beiwerk ist - viel Erfolg dafür trotzdem ;)
Nachdem das sichere Aus besiegelt zu sein scheint in der Copa Libertadores, hoffen die Mannen um Startrainer Andi von Hideta zum einen auf ein gutes Abschneiden der brasilianischen Vertreter in der Copa Americana und zum anderen bleibt damit die volle Konzentration auf die Meisterschaft die letzte Chance, sich kommende Saison revanchieren zu können. Gut schaut´s schon aus nach der bisherigen Bilanz. Das übliche
Bild zeigt sich an der Tabellenspitze. MIt minimalem TK kuscheln eng umschlungen Roque und Fitch auf den ersten beiden Plätzen. Doch das wird natürlich ein Zustand sein, der maximal bis zum 38. Spieltag anhält. Denn dann ist die Zeit gekommen, dass sich die wahren Favoriten oben zeigen. Und da wollen wir natürlich dabei sein. Bis dahin heißt es, zu Hause schön eintüten und auswärts ruhig bleiben.
Sechs Spiele in Serie nicht nur nicht gewonnen sondern alle samt und sonders verloren. Der talentfreie Trainer Sisu muss sich bereits warm anziehen wenn er den Brasilsommer 2014 noch erleben möchte. Es gehen Gerüchte um, dass es sinnvoller wäre einen Besenstiel auf die Trainerbank zu setzen als die alte Schnappsdrossel. Holz arbeite wenigstens, so die Aussage einiger Kenner welche nicht namentlich ernannt werden möchten. Für Sisu beginnen stürmische Zeiten in Brasilien...und er muss nun rasch die Wende einleiten ansonsten könnte er sich schon bald in aussichtsloser Position auf dem Transfermarkt wieder finden. Aber in irgend einer Amateurliga in Zentralafrika oder auf einer Insel gibt es sicher auch noch Arbeit für den Taktikabstinenzler.
Vor Stunden noch regte sich Fitch auf, dass die ganze Liga den EC Bahia so leicht an der Tabellenspitze gewähren lassen würde. Nun erfolgte prompt der Absturz auf den sechsten Rang. Niemand geringeres als der Meister stürzte den alten Spitzenreiter mit dem ersten Auswärtsdreier der Saison. Damit befindet sich SE Palmeiras nun erstmals in dieser Saison in der ersten Tabellenhälfte. Der Vollständigkeit halber sollte allerdings nicht verschwiegen werden, dass Bahia auch ohne die Heimniederlage nicht mehr auf dem Platz an der Sonne stehen würde. Der Clube do Remo punktete beim 1:1 ebenfalls dort. Leider lief es für die Mannschaft von Startrainer Andi von Hideta international nicht so gut. Das Aus droht.
schreiben wir zu diesem Zeitpunkt der Saison eigentlich immer das gleich?...zu faul nachzugucken.
Guter Start, kleiner Ausrutscher, ordentlich weitermachen, finales Versagen: so oder so ähnlich zieht man die letzten Jahre so durch. Zum Glück hat man beim Heimspiel nur ein Törchen geopfert, H-Niederlage ist trotzdem immer mies. Nun bräuchte man mindestens 5, besser 6
Auswärtssiege für die Meisterschaft. Besser Sieben, mit der Donmh-A6 im Sinn.
Derweilen fragt man sich, warum die komplette Liga den EC Bahia gewähren lässt - eintönige Taktik seit Jahr und Tag mit neuem Etikett: das zieht plötzlich? Nun gut... in 4 Stunden werde ich wieder Wunder seiner Werke, ich tippe ja auf H1 / A2; der alte Haudegen hat sich beim letzten mal doch bloss verklickt.
Das Publikum sieht solche Spiele nicht gerne. Das brasilianische schon gar nicht. Aber im Sinne des Erfolg muss es schon einmal sein, dass ein Trainer seine Mannscahft eher defensiv einstellt und dann aus dieser Position den Erfolg per Konter sucht. Die Ergebnisse geben Ruud Gullit Recht, der in der letzten Woche gerade gegen den abgeschlagenen, aber durchaus formstarken Gegner Avaí FC mal richtig Beton anrühren
ließ. Das 1:0 bringt aber auch drei Punkte. Beim 4:1 gegen den Klub des großen Pele, den Santos FC wurden die Fans aber zumindestens etwas entschädigt. Insgesamt wurden die sechs Punkte auf recht sparsame Art erwirtschaftet. International ist man leider raus. Drücken wir die Daumen unserem Startrainer Andi von Hidete, der als einziger noch die brasilianische Flagge in der Copa Libertadores hochhält.
Nun ja, der Fussball in Brasilien scheint so vor sich hin zu tröpfeln. Nachdem die grosse Sause in Costa de Sauipe nun vorbei ist, kann man sich wieder auf die wesentliche Taktik konzentrieren, welche derzeit vornehmlich durch die Wüfel diktiert wurde. EC Bahia scheint beflügelt vom Gerichtsurteil, welches den Bahianas nun das Recht einräumt, auch während der WM ihre Köstlichkeiten vor dem Stadion zu verkaufen - statt
den unsäglichen Frass der Multis à la McDonalds. Das freut auch Xerez.
Noch mehr freut ihn natürlich, dass die Schweiz ausgerechnet gegen Frankreich in Salvador spielen wird. Das wird - sofern möglich - ein absolutes Must-see. Schliesslich ist Salvador noch immer eine der ganz grossen Liebesgeschichten des Dons und zum entspannen nach den wilden Nächten, werden auch ein paar Tage in Morro de São Paulo drinliegen.
Schlecht gestartet und noch nicht davon erholt. So könnte man die bisherige Saison des brasilianischen Meisters zusammenfassen. Doch es ist noch längst nicht aller Tage abend für SE Salgaocar, nur weil man sich im Hinterfeld der Tabelle eingruppiert hat. Die Mannschaft hat noch genug Reserven, um hinten heraus noch einiges an Plätzen zu gewinnen. Doch noch diktieren andere die Spitzengruppe der Liga. Besonders erwähnenswert sind natürlich
die beiden Spitzenmannschaften Guarani FC und Portuguesa de Desportos, die mit 25 Punkten erst einmal klar in Front liegen. Der Tabellenzweite profitiert dabei von neuen Trainer Sisu, während der Spitzenreiter bereits die fünfte Saison mit seinem Trainer Don Hansen spielt. Bisher meist ohne großen Erfolg. Doch wenn er sich mit seinem Alter Ego aus Algerien ausgetauscht hat, dann kennt er jetzt vielleicht ein paar Erfolgskniffe mehr.
Der selbstverliebte Trainer schaute nachdenklich in die Zeitung. 'Das ist nicht gut, das ist einfach nicht gut' sagte er und blätterte die Seite mit dem Horoskop um. Dann sah er die Fussballresultate. Und bestellte sich einen Schnapps. Hat er denn die Resultate nicht schon gesehen? Wo denken Sie hin, ich war an keinem Spiel. Fussball, Fussball und nochmals Fussball, wenn ich da jedes Spiel besuchen würde, wo käme ich dann hin?'. Nun ja, so wird das ein harter Weg für die Jungs von Sisu. Die ersten Ohrfeigen wurden ausgeteilt, nun ist eine Reaktion gefragt möchte man den Trend noch stoppen. Aber seid wieder Ski gefahren wird kann der Schweizer dem Fussball nicht mehr viel abgewinnen.
Das sah letzte Saison noch ganz anders aus. Alfred J. Kwack, als Co-Trainer und Spielerbeobachter für die Ente noch sehr erfolgreich, manövrierte seine Mannschaft geradewegs auf den letzten Platz. Aber das lag auch an der Ausgangsbasis. Die war Entenscheiße. Entschuldigung. Doch jetzt läuft es wie geschmiert. Der erste Auswärtssieg wurde groß gefeiert. Gremio oder Trainer Fitch vielmehr hat bestimmt nicht schlecht gestaunt, als dieses kleine Fluminense zum Höhenflug angesetzt hat und vorbei zog. Das sage noch mal einer, Enten wären langsam. Doch nun gilt es, das Erreichte zu bewahren. Es sind noch so viele Spiele.
So wie alle Protagonisten der Spitzengruppe der vergangenen Saison hängt auch der Clube nur im Mittelfeld herum. Doch zu diesem Zeitpunkt der Saison war das auch nicht anders erwartet worden. Die Mannschaft weiß um die Dauer und Härte der Saison und teilt sich ihre Kräfte nach Maß ein. Da ist es nicht verwunderlich, dass man mit ausgeglichenem Punktekonto dasteht. So langsam geht es in die Mittelphase der Saison über. Das
Abtasten sollte vorbei sein und die ersten Versuche werden wohl gestartet von dem einen oder anderen, der sie noch nicht gestartet hatte. Eigentlich haben wir es ja auch schon versucht. Gegen Figu. Aber die haben sich ja nicht übertölpeln lassen. Dann muss man also auf der Hut sein, um nicht unter die Räder zu kommen in den kommenden Wochen. Doch die Mannen von Startrainer Andi von Hideta sind stark genug, um jede Gegenwehr halten zu können.
Das waren souveräne Spiele welche dem Jubilar Sisu gelegen kamen. 'Tolles Gefühl wenn am Tag vor dem Geburtstag alles aufgeht. Diese 9 Punkte sind redlich verdient und ich bin sehr stolz auf meine Jungs. Das haben sie prima hingekriegt, auch ohne mich'. Wie bitte? Wir haben doch Sisu auf der Trainerbank gesehen? 'Nein nein, das war eine Pappfigur. Sie müssen wissen, dass ich
am Wochenende Geburtstag feierte und nun 40 Jahre zähle, da kann ich doch nicht an Fussball denken. Ich war feiern und habe dann via Handy die Resultate gekriegt. Nun gehe ich mit der Mannschaft auch noch feiern, mal schauen ob es dann am nächsten Spieltag nochmals so aufgehen wird', so der erfolglose Trainer. Auf einmal scheint sich das Blatt zu wenden. Kann aber auch sehr gut wieder kippen.
Beschwingt sollte er eigentlich sein, der neues Übungsleiter im Pacaembú, doch seine Strin liegt voller Sorgen. Gegen die Tricolor, dem zweiten grossen Rivalen in der eigenen Stadt, gab es eine deftige Niederlage. Zudem stürzte ein Kram beim Stadionneubau Arena Corinthians in der Zone Leste bei einen tragischen Unfall aufs Stadiondack. Doch was hat dies bloss mit Politik zu tun?
Die Antwort
liegt zwar nicht auf der Hand, an der Spielplan ist - wie so oft - des Rätsels Lösung: Die Sippe der Globalisierungsgegner aus Porto Alegre kommt zum Gastspiel. Hierbei dürfte vor allem der Gedenkenaustausch auf dem Programm stehen, ist doch die Arena von Grêmio schon bereit für die bevorstehende WM. Hoffen wir, dass ob dieser Agenda das gepflegte schönste Spiel der Welt nicht von den Paragraphentigern tangiert wird.
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