Immer wenn man denkt, ein Stück nach vorn gekommen zu sein, muss man anschließend enttäuscht feststellen: War wohl doch nix. Der Meister Gimnasia La Plata konnte sogar 6 der letzten 8 Spiele für sich entscheiden, bleibt aber dennoch auf dem 3. Platz hängen. Weil die Konkurrenz von Boca Juniors und CA Independiente aber auch alles gewinnt. Man fühlt sich irgendwie in alte Zeiten vor ein paar Saisons
zurückversetzt. Und nun pirscht sich auch noch der Ex-Meister CA Lanús an einen heran. Bei diesen 3 Konkurrenten muss man hoffen, die Saison nicht punktgleich zu beenden. Denn das würde gleichzeitig ein Platzverlust bedeuten bei diesen Unterschieden. Auch vom Ligensystem fühlt man sich ein wenig verarscht. Da bekommt man schon eine Nachricht, dass der nächste Gegner einen neuen Trainer hat. Und was ist? Es geht doch gegen den Magnum.
Da gibt es - so ist zu hören - einige Gemeinsamkeiten zwischen Papst Benedikt XVI. und Thomas Magnum: Beide kommen aus Deutschland, möglicherweise sogar aus Bayern. Letzteres kann leider nicht überprüft werden, da der Wohnort von Thomas Magnum leider nicht gekannt ist. Beide haben im Vorfeld einen Rücktritt zum Termin angekündigt: Der Papst tritt am 28. Februar von seinem Pontifikat zurück, Thomas Magnum im März - nach Abschluss der 37- Saison - von seinem Amt als Trainer von Talleres de Cordoba. Beide treten zurück, weil sie amtsmüde sind und enttäuscht wurden:
Papst Benedikt XVI. hat - auch aufgrund seinen hohen Alters und seines Gesundheitszustands nicht mehr die Kraft, das Amt gemäß seinen Ansprüchen auszuüben. Weiter hat ihn sein direktes Umfeld in den vergangenen Jahren ins
offene Messer laufen lassen, anstatt ihn auf mögliche Fallstricke aufmerksam zu machen.
Thomas Magnum ist die Lust auf seinen Trainerjob vergangen. Trotz guter Platzierungen in den vergangenen Saisons sowie des Gewinns eines Preises bei den 15. Copa Awards für seine herausragenden Leistungen bei der Copa Argentina hat es doch nie zu einer Meisterschaft in Argentinien gereicht. Weiter hat sich über die langen Jahre als Trainer bei Talleres de Cordoba Frust angestaut, verursacht durch die regelmäßig wiederkehrenden Auswärtssechsen zum Saisonausklang, so dass die Motivation, das bisher nicht Erreichte in der nächsten Saison in Angriff zu nehmen, offensichtlich nicht mehr vorhanden ist.
Es ist aber ein Gerückt, dass sich Thomas Magnum - wie Papst Benedikt XVI. - in ein Kloster zurückziehen wird, um dort sein weiteres Leben ohne Fussball zu verbringen.
Es läuft einfach nicht rund im sonst so erfolgsverwöhnten Cordoba! Bei Talleres hängt die Trainerfrage wie ein Damoklesschwert über Thomas Magnum und keiner weiß wie lange er noch auf der Bank sitzen wird! Und beim Instituto gelingt einfach nix! Der Reverend versucht immer wieder einen entscheidenden Treffer zu landen, aber das Glück ist nicht auf seiner Seite! Daß Prenzlauerbergo soviel Schiss in der Buxe hat, sodaß er seine Mannschaft zu 6 Tore gegen die Instituten antreibt konnte wirklich keiner ahnen. Aber auch die Newell´s Old Boys haben nochmal die alten Knochen sortiert und 6 mal eingenetzt! Wenigstens das einzig verbliebene Heimspiel konnten die Instituten gewinnen! Der Reverend ist mit seinem Latein am Ende!
Herr Kollege Magnum, solche Scherze sind bekanntlich für die Saisonpause reserviert. Fahnenflucht aus Argentinien gibts sowieso nicht, und wenn jeder, der von Kinski oder Zahl eine nicht nachvollziehbare A6 reingedrückt bekommt, beleidigt die Liga verließe, würden hier schon seit dem Copa-Neustart 18 englische Paten eine Premier League-Schattenliga ausspielen.
Soviel zu dem Thema. Zu CA Independiente, falls das jemand lesen möchte, ist noch zu sagen, dass man zwar mal wieder in der Spitzengruppe angekommen ist, aber um mit dieser Schlagzahl weiterzumachen, dürfte die Saison wie so häufig zu früh fürs Rest-TK zu Ende sein. Den ein oder anderen Nadelstich möchte man aber schon noch setzen.
Zu Ehren des trainerbankmüden Thomas Magnum griff Vinnie Armando Jones zu einem probaten Mittel: TIERE. Auch wenn sich hier nicht wie in Asien oder Australien jeder zweite Verein mit einem vierfüßigen Tiernamen schmückt - putzige Hunde ziehen immer!
VAJ: "Zu Ehren und zur Animation des abwanderungswilligen Magnum werden ab sofort vor der Gästekabine zwei Dobermänner aufgestellt, die wir direkt ´Zeus´ und ´Apollo´ getauft haben. Zum Einen natürlich insbesondere zu
Ehren des Kollegen Magnum, damit er sich mal geschmeichelt fühlt - zum Zweiten, um damit auch die Talleres so zu schmeicheln, daß diese bei den anstehenden Spielen, zum Beispiel gegen Lanus oder Gimnasia La Plata, zumindest wohlwollend an uns denken. Und zum Dritten - bescheidener Nebeneffekt - werden Zeus und Apollo nicht gefüttert, damit der allerdringendste Hunger vielleicht in den nächsten Wochen auch mal am Unterschenkel einer unserer Gästespieler gestillt werden kann. Die Jungs wollen ja auch leben!"
Das war sicher ein Befreiungsschlag, was sich für meine Mannschaft, dem CA Lanus, am Spieltag des vergangenen Wochenendes abgespielt hatte. Mit einem Blick immer wieder rückwärts schauend, konnte die Mannschaft sich nun etwas nach oben hochschaukeln, was sicher den Spielern etwas Ruhe verschafft. Ein Nervenspiel war die Begegnung gegen den CA Gimnasia Esgrima de Jujuy, wo die Mannschaft immer knapp zurücklag, aber ein Doppelschlag nach einer Stunde drehte die Begegnung. Gegen die Estudiantes von La Plata lief in der ersten Halbzeit gar nichts. Erst die zweite Hälfte brachte die Tore und den gewünschten Erfolg, bevor man dann gegen Ferro Carril Oeste wieder das Nachsehen hatte.
Hey Tom Magnum, Mann, was soll das? Du wirst doch nicht abhauen und mich hier alleine lassen. So wie in Japan? Hör endlich auf zu lamentieren und steh deinen Mann. Dies hier ist Argentinien. nur echte Männer kommen hier durch. Verhaltenskreative Mitspieler hin oder her, sowas gibt es Überall, sogar in der SM! Du hast 40 Runden, um auf deinem Pferd die Sporen zu geben, also mach was aus deinem argentinischen Leben. Diese Liga ist ein Privileg! Vamos !
Wie man sieht, ist der W. etwas observiert (oder wie heisst das?) ob der Ankündigung seines Freundes aus Cordoba, dass er sein
Traineramt niederlegen will. Und auch ob der hier anwesenden Headlines scheint er etwas pikiert, möchte er doch mit der Kreativität, die hier an den Tag geliegt wird, auch etwas mitanhalten. Am Ende steht dann am Anfang immer nur nicht nur eine Überschrift, die auch lustig sein soll, so wie die von den Kollegen von Boca oder den alten Buben (3:2 ey, Herr Graf, hast wirklich geglaubt, ich weiss nicht, dass du auch mit einem Scheis-TK noch auf die Überraschung hoffst hehe...). Doch oft geht es dann in die Hose und manchmal auch auf den Keks und überhaupt: warum ist Schifahren eigentlich so öde geworden?
Thomas Magnum hat absolut keinen Bock mehr auf Fussballtrainer in Argentinien. Zu dieser traurigen und bitteren Erkenntnis ist er mal wieder bei seinen regelmaessigen Sinntagen auf seinem Weingut gekommen. Es fehlt einfach die Lust sich mit den anderen zu messen, aber es ist auch ein wenig Frust der mitschwingt. Dieser kommt hauptsaechlich von verhaltenskreativen Mitspielern die einem in regelmaessigen Abstaenden (jede
zweite Saison) ohne ersichtlichen Grund eine Auswaertssechs reinstellen unnd sich damit in der Regel auch selbst ein Bein stellen. Tja, solche Noobs gibt es halt leider in Argentinien und deshalb zieht letztendlich die Konsequenz und legt sein Amt zum Saisonende nieder. Aber dies ist natuerlich nicht der einzige Grund. Es fehlt einfach insgesamt die Motivation. Diese Saison wird Thomas Magnum jedoch noch geregelt zu Ende spielen.
Ja, der Jähnig wird langsam etwas brutal. Mit dem 3:6-Auswärtssieg bei River Plate musste der nächste die ganze Offensivkraft von Gimnasia La Plata erfahren. Damit konnte sich der Meister sogar auf den 3. Rang vorpirschen, der besten Saisonplatzierung. Aber das ist natürlich nur ein Teil der Wochenmeldung. Für viel mehr Aufsehen sorgt der vielleicht-vielleicht-auch-nicht-neue-Meister CA Independiente, der nun ein Kampf zwischen Gimnasia La Plata und den Boca Juniors um
den Titel erwartet. Allerdings erinnert mich die Situation eher an die 30. bis 35. Saison. Und da es seit fast 20 Saisons keinen argentinischen Titelverteidiger mehr gab, reden wir uns schonmal raus. Ein großer Schritt Richtung erneuter internationalen Teilnahme war das vergangene Wochenende allerdings trotzdem. Wobei nach den letzten Auftritten von Gimnasia La Plata man es sich vielleicht nochmal überlegen sollte, wieder international anzutreten. Aber es kann ja noch viel passieren...
San Salvador de Jujuy Auf der Rückfahrt im Zug von Buenos Aires nach Jujuy tritt Trainer skua81b hinein ins Abteil, wo seine Mannschaft mit niedergeschlagenen Köpfen dasitzt: "Männer und Lamas, so etwas darf uns nicht wieder passieren." Vorausgegangen waren zwei Niederlagen am Stück. Die eine auswärts war ja zu verkraften, doch die 3:4 Heimniederlage gegen Lanus war eine bittere Pille, die noch immer irgendwo in der Speiseröhre steckt. "Wir müssen die Klasse halten, um in der nächsten Saison eine Antwort parat zu haben", so der Trainer weiter. Die Spieler und das Lama finden die Idee gut und wollen sich anstrengen, die Klasse auch wirklich zu halten. Am Abend gab es ein freiweilliges Extratraining.
Wie Herr Christian A. Schmidt es hier in unsere Copa Zeitung reinkopiert hat, so steht es in allen Gazetten: der Papst ist zurückgetreten! Däh! Eine großartige Chance für den Reverend endlich seine lang ersehnten Loorbeeren zu erhalten, denn der Reverend hat sich entschieden: ISCH KANDIDIERE! Als erfahrener Leiter des Instituto de Cordoba hat sich der Reverend als Südamerica Missionar seine Sporen verdient und will nun ich die Fußstapfen des Kollegen Ratze treten! "Es wird Zeit für einen jungen, dynamischen Mann, wie ich es bin!" sagt der Reverend der neugierigen Presse! Alle Augen sind jetzt nach Rom gerichtet, denn wenn rosa-braun-schwarz karierter Rauch aufsteigt hat der Reverend die Wahl gewonnen! Halleluja!
Avellaneda - CA Independiente- Coach Prenzlauerbergo ist außer sich. "Ich habe es dem Typen in Singapur hundertmal gesagt, sogar schriftlich hab ichs ihm gegeben: Die Old Boys dürfen drei Tore schießen, River Plate eins. Was macht dieser Schwachmat? Old Boys ein Tor, River drei."
Mit den Konsequenzen (Meistertitel für die Boca Juniors oder Gimnasia La
Plata) muss Argentinien nun klarkommen. Wie kann man eigentlich Wettmafiaboss werden, wenn man nichtmal unfallfrei bs drei zählen kann, eine in der Tat berechtigte Frage. Andererseits, warum sollte ein Wettmafiaboss bis drei zählen können müssen in einem Land, wo man mit Exceltabellenscreenshots oder Artikel über Päpste und die Biervielfaltigkeit ... ach, ist doch auch egal.
Paukenschlag in Rom! Papst Benedikt XVI. hat für den 28. Februar seinen Rücktritt angekündigt. Während eines öffentlichen Konsistoriums für die Seligsprechung von zwei süditalienischen Märtyrern sagte der Heilige Vater, er spüre nicht mehr die Kraft für sein Amt. Er habe lange über diese Entscheidung nachgedacht und sie aus Rücksicht auf die Kirche getroffen. Papst Benedikt XVI. war im April 2005 zum Nachfolger des verstorbenen Johannes Paul II. gewählt worden. Er ist mittlerweile 85 Jahre alt.
Der Rücktritt vom Pontifikat ist in der Kirchengeschichte extrem selten. In den vergangenen 2000 Jahren ist nur ein einziger Rückzug eines Papstes bekannt: Am 13. Dezember 1294 gab Papst Coelestin V. nach nur fünf Monaten aus Gewissensgründen sein Amt auf. Sein Nachfolger Bonifaz VIII. ließ ihn einsperren. Er starb 1296 in Gefangenschaft.
Der Rückritt ist im Kanon 332, Paragraph 2 des Kirchenrechts geregelt. Dort steht, dass der Papst zurücktreten darf, wann immer er will. Er muss dafür niemanden um Erlaubnis fragen.
Im Finale der Copa Argentina steht Tiro Federal Argentino vor einer schweren Prüfung. In den ersten beiden Spielen gelang der Mannschaft zwar immerhin ein Sieg, doch fragt sich so mancher, ob jeder dem großem Druck auch gewachsen ist. Viele vor allem jüngere Spieler agierten doch sehr verhalten und verkrampft auf dem Platz. Darüber kann auch nicht der klare Heimsieg hinwegtäuschen. Trainer PrimaDrauf wird aber versuchen, noch einmal als Motivator die Jungs heiß zu machen. Die letzten Erfolge in der Liga sollten da als gutes Beispiel dienen können.
"Es gibt überhaupt nichts, was man dem Team vorwerfen kann, ein geradezu perferktes Wochenende!" (500 Zeichen schon voll - nein, eher noch nicht!)
Vinnie Armando Jones, Voll- und Herzblut-Trainer seiner Boca Juniors, kann sich daher auch nicht über die Erfolge der Mitbewerber von CA Independiente und Gimnasia La PLata ärgern: "Ja, meine Herren, das sind halt gute Teams, die wissen, wie das Spiel funktioniert. Und als Trainer in Argentinien spielt man nunmal gegen die Besten, nicht gegen irgendwelche Laufkundschaft aus Peru oder Uruguay. Und daß man daher nichts geschenkt bekommt, macht die Sache doch nur reizvoller. Fakt ist: Unsere Saison läuft bisher großartig, aber es liegen noch große und kleine Wackersteine im Weg!"
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