Ja, es ist wahr. Estudiantes La Plata ist seit 23 Spieltagen ohne Trainer. Eine Anfrage von Olivia Jones, Reporterin bei der Salta Gazette, blieb unbeantwortet, auch nach einer freundlichen Erinnerung. Die Gerüchte geben kein klares Bild. Die einen sagen, der Trainer ist am 9. ZAT angesichts der aussichtslosen Tabellensituation von sich aus gegangen, andere sagen, das Präsidium von Estudiantes La Plata hat den Trainer deswegen gefeuert. Aber man liest auch von einer einvernehmlichen Trennung. Fakt ist: Der neue Arbeitgeber ist der brasilianische
Erstligist AA Anapolina. Ausgerechnet Brasilien. Positiv für Estudiantes La Plata ist aber die Tatsache, dass es seitdem bergauf ging: Derzeit ist die Mannschaft auf Platz 7. Doch diese Platzierung wird wackeln, da noch sechs Spieltage ausstehen. Davon profitieren könnte Centro Juventud Antoniana, die dadurch möglicherweise noch vom 9. auf einen besseren Platz vorrutscht, der dann in der nächsten Saison zur Teilnahme am internationalen Geschäft berechtigt. Das Saisonziel ist für Trainer Christian A. Schmidt noch greifbarer geworden.
Am vergangenen Freitag wurden die Instituten während der beiden Auswärtsspiele bei den Newell´s Old Boys und Atletico de Rafaela ins Kreuzfeuer genommen und mussten sich dem Kugelhagel kampflos ergeben! Zwei mal 0:6 gab´s zu ertragen für die ambitionierten Cordobanianer! Der Reverend schickte ein Stoßgebet nach dem anderen zu Manitou um den Schaden zu begrenzen, aber dieser war den Instituten nur im Heimspiel gegen Gimnasia la Plata gnädig, sodaß sie mit einem 3:0 in die Kabine gehen konnten und wenigstens noch 3 Punkte aus dem Spieltag mitnehmen durften! Nun geht es auf die Zielgerade der Saison zu und es stehen am Freitag wieder drei Topspiele auf dem Programm! Boca Juniors, CA Lanus und Club Almagro warten auf den Reverend! Glück auf!
Mit nur einem Sieg aus drei Spielen fällt Tiro Federal Argentino auf den achten Platz zurück. Dieser würde in dieser Saison noch für die Qualifikation für den internationalen Wettbewerb reichen, aber danach beginnt eben auch schon das grausame Mittelfeld der lauernden Konkurrenz, die mit Sicherheit noch einmal angreifen wird.
Aber noch versucht man ruhig zu bleiben und baut auf die gute Ausgangsposition für die Schlussphase dieser Saison. Man kann es wieder schaffen. Daran glauben hier alle, egal ob es sich um Fans oder Verantwortliche handelt.
Lotto sollte man spielen. Schon wieder ein 6er. Im eigenen Stadion! (Und das wohl kaum zum letzten Mal! Der Freund von den Argentinos hat schon früher,als er noch bei Juve tätig war und Francesconi bei Bologna, keine Gelegenheit ausgelassen auswärts 6 Tore und überschüssiges TK abzuladen.) In dieser verfahrenen Lage helfen auch alle Motivationsversuche von Trainer
Francesconi nichts. "Gspiats eicha Gspia" hat er wohl sich selbst in einem Akt der Verzweiflung zugerufen, und dann doch 4:6 gegen Gimnasia verloren.
Aber Francesconi hat natürlich noch einen Plan: Es stehen noch 6 Spiele aus, wenn die eherenwerten Gegner dafür bitte einen NMR einplanen könnten, dann wäre die Saison doch noch zu einem versöhnlichen Ende zu führen.
Den W. hat's runtergespült. Anstatt sich nach oben gespielt zu haben, hat es ihn auf seinen üblichen Platz und was rundherum zu erwarten ist, hingespült. Und nun kommen wieder die TK-Monster auf ihn zu. Der W. hasst TK-Monster und einmal hat er es heuer gegen ein solches schon verschissen, weil er gedacht hat, es wäre nur Drohgebärde. Doch das passiert dem Tausendmalrotweissgestreiften Helden nicht nochmal: Auf in den Kampf und im Drachenblut gebadet, so heisst die Devise bei den Andinisten...die Scherben auflesen und dann spülen kann man immer noch...So, nun hat der W. die 500 Zeichen auch schon in die Tasten getippt, nun noch brav die Spülung betätigen und dann wieder ab an die Arbeit...
Meine Mannschaft, der CA Lanus, war sicher zu gut plaziert in der Tabelle. Nun nach dem vergangenen Spieltag ist die Sache wieder etwas zurecht gerückt worden. Aber nach den schwierigen Situationen in den vergangenen Saisons, kann die Mannschaft diesmal recht entspannt in die Schlussrunden steigen. Wenig Chancen hatten die Spieler in der Begegnung gegen den Tabellenführer, die Boca Juniors. Aber als Reaktion musste natürlich in der zweiten Begegnung gegen Gimnasia La Plata ein gutes Resultat her, um dann recht ausgepumpt in das Spiel gegen den Club Almagro zu steigen.
Ganz düster sieht es für den gelegentlichen Spitzenclub Gimmasia La Plata aus. Der Abstieg wird immer wahrscheinlicher, auch, weil das Abstiegsduell im Derby gegen Estudiantes La Plata mit 1:2 im eigenen Stadion verloren wurde. Gegen einen verdammten Paten. Nicht nur, dass Estudiantes nun schon 5 Punkte weg ist. Die Old Boys haben sich auch aus dem Abstiegskampf verabschiedet. Und wenns doof läuft und Atlético de Rafaela noch vorbeizieht, muss man in den verbleibenden 9 Spielen 3 Teams
überholen. Eigentlich hatte man sich vorgenommen, Belgrano noch zu überholen. Aber denen wird der Nichtabstieg fast schon hinterhergeworfen. 2 Auswärtstore reichten für 4 Punkte. Mit 3 Treffern konnten diese also 7 Punkte holen und sind nun ebenfalls 5 Punkte vor La Plata. Da passt es doch, dass jetzt der Tabellenführer zu uns kommt und den Abstieg perfekt machen kann. Letztendlich hat man sich aber alles selbst zuzuschreiben. Bei 4 Heimniederlagen, 3 davon mit einem Tor Unterschied, wäre es auch verdient.
Club Almagro hat das Saisonziel Klassenerhalt so gut wie erreicht. Somit kann man getrost den nächsten Spieltagen entgegensehen. Alles was man erreichen wollte ist geschafft. So entspannt konnte man schon lange nicht mehr den nächsten Spieltagen entgegensehen. Alles ist möglich, aber nichts ist wirklich mehr wichtig. Also Spass haben und spielen. Alles weitere kommt von selbst oder halt auch nicht. Am Ende der Saison gibt es aber so oder so eine riesen Party, da ein Abstieg sicherlich nicht mehr vorkommen wird.
Tiro Federal Argentino holt sich die nächsten wichtigen Punkte im Kampf um die internationalen Plätze und bestätigt damit die bisherigen sportlichen Erfolge in der Liga. Ganz wichtig hierbei war die mittlerweile verinnerlichte Erkenntnis, dass man einfach keinen Aufsteiger zu Hause unterschätzen darf. Wieder kassierte man nämlich die obligatorisch anmutenden zwei Gegentore. Dieses Mal dachte man aber daran, etwas mehr für die Offensive zu tun als in der jüngeren Vergangenheit, und durfte dafür den Heimsieg feiern. Das war super, das war elegant.
Abgesiegen? Wir? Oder spielt das Gespür von dem Z. verrückt? (Nebenbei: Gratulation zum klaren und verdienten Sieg.) Oder fehlt eher dem F. das vielzitierte Gespür? Und muss man hier wirklich nochmal den naheliegenden Gespür-Geschwür-Kalauer bringen? Oder ist für derart flache Scherze nicht längst eine Gebühr (also quasi eine Gespür-Geschwür-Gebühr oder auch Geschwür-Gespür-Gebühr) zu entrichten?
Jedenfalls haben die Italiener beschlossen nicht abzusteigen und in den nächsten Heimspielen auch keine 6 Tore mehr zu bekommen und überhaupt nicht mehr so oft zu verlieren, weil das bereitet einfach kein Plaisisür.
Avellaneda - CA Independiente- Coach Prenzlauerbergo hat nach übereinstimmender Beurteilung aller, die ihn kennen, wenige Talente. Oder waren es keine? Da die letzte Abstimmung dazu vom ADAC (Assoziazion deutsch-argentininscher Copatadores) veröffentlicht wurde, weiß man nicht so recht, was man glauben kann.
Doch eines hat Prenzlauerbergo sich in langjähriger Arbeit angeeignet: Das Gespür für den richtigen Moment. Bzw. ganz genau gesagt: Das Gespür, zu erkennen, wann man diesen richtigen Moment gerade verpasst hat. Doch fragen wir P. doch selbst, was es damit auf sich hat: "Wie, ein Geschwür? Ja, da hab ich eins, da unten, wollen Sie mal sehen... echt nicht? Schade. Sie wissen nicht, was Sie verpassen."
Ja ab und zu greift auch mal der Graf ins Klo und holt dabei einen ordentlich großen Klumpen raus. Der scheint aber dieses Mal aus Gold zu sein: Das 1:0 bei Velez Sarsfield könnte der wichtige Befreiungsschlag gewesen sein: Zum einen hat sich der Gegner mit dem NMR selbst ins Aus befördert und zum anderen hat NOB einen enorm wichtigen Auswärtssieg gelandet.
Wenn man davon ausgeht, dass Sportivo Italiano abgestiegen ist, worüber wir traurig sind und das Geisterteam
Estudiantes La Plata ebenfalls sicher weg vom Fenster ist, dann könnte es sich schon ausgehen. Ebenfalls stark abstiegsgefährdet sind Belgrano Cordoba, Chacarita Juniors, Atletico Rafaela und Gymnasia La Plata. Aber keiner will ja, dass der Jährig absteigt. Er sollte sich anstrengen.
Man könnte ja auch zu träumen beginnen und verdeutlichen, dass der Rückstand auf den letzten Copa Americana-Platz nur vier Punkte beträgt. Aber man darf sein Glück auch nicht überstrapazieren.
Vinnie Armando Jones ist als Spieler und Trainer einer, der nicht immer nur mit dem Kopf denkt, sondern der seine Inspiration auch gerne mal von unterhalb der Gürtellinie bezieht und sich dessen auch nicht schämt. Daher bekundet der Boca-Übungsleiter auch ganz freimütig: "Ich hab das so im Morgenurin-Mittelstrahl, daß das mit der Tabellenführung nicht mehr lange so bleiben
wird. Da sind doch einige Teams, die von hinten ziemlich stark drücken und das drückt mir nicht nur auf die Luftblase. Insofern gehen wir davon aus, daß die Saison am Ende nicht gaaaanz oben enden wird, wir aber dennoch eine gute Rolle spielen werden. Wie gut, das werden die nächsten Wochen zeigen, denn ein paar Punkte müssen, wollen und werden wir noch holen, da bin ich sicher!"
Der W. hat sein Gespür für den Paten verloren. Hat der W. Patenzüge einstmals als einfachen 3-Punkter durchgezogen, egal ob zu Hause oder Auswärts, so muss er sich nunmehr in den Spiegel sehen und sagen: "Himmel, Arsch und Zwirn, ich habe das Gefühl für Patenzüge verloren!"
Der Pate ist bekanntermassen einfach zu schlagen. Denn beim Paten fällt jede psychologische Befangenheit aus der eigenen Liga weg: Überlegungen wie "nächste Woche geht's gegen den minderwertigkeitskomplexbehafteten Grafen mit seinem Riesen-TK, da ist eine 6 recht und gut" oder "für Jähnig sind wir Angstgegner, da tut's auch die Heim-null" fallen beim Paten weg. Jedwedes trügerische Rache-, Angst-, oder Überlegenheitsgefühl fehlen beim Patenzug und das macht ihn auch so einfach.
Der Pate ist rein mathematisch-analytisch zu sehen und schlagen: Quadrat aus eigenem minus Paten-TK plus dem Quadrat aus der Differenz der Tabellenplätze, und daraus die Wurzel ziehen - und das setzt man dann. Und bisher hat der W. das in einmaliger Weise gekonnt. Doch seit geraumer Zeit geht ausgerechnet bei den Paten alles schief.
Was ist also mit dem W. passiert, dass er sein Gespür für den Paten verloren hat. Er weiss es selbst nicht. Das C.A.L.A.-Präsidium hat den einstmaligen "Herrn des Patenzuges" (so nannten sie ihn), deshalb zu einem Psychiater namens 'Dr. Zahl' geschickt. Abgesehen davon, dass dem W. der Psychiater von irgendwoher bekannt vorkommt und ihm auch sein Name irgendwie verdächtig ist, liegt der W. jedoch nur auf der Couch und weint. Denn er weiss: bei Copa ist es wie beim Reggae-Tanzen: "a Gspia, des lernt ma nia..."
Centro Juventud Antoniana ist aktuell auf den 10. Platz der Primera Divisón. Bis zum achten Platz, der zur Teilnahme am internationalen Geschäft berechtigt, fehlen nur lächerliche zwei Punkte. Zwei Punkte, die gegebenenfalls gar nicht so leicht aufzuholen sein werden. Denn es stehen noch neun Spiele aus. Und es steht in den Sternen, ob das Team von Christian A. Schmidt am Ende den CA Los Andes sowie River Plate hinter sich lassen wird oder nicht. Beide Mannschaften werden von erfahrenen Trainern betreut, die all ihr Können nutzen werden, um ebenfalls in der nächsten Saison international Spielen zu können. Es wird also am Ende eng werden. Und wer auch immer dann nicht auf Platz 8 sein wird, hat hier das Nachsehen.
Ich bin überrascht wie schwach sich meine Mannschaft, der CA Lanus, in der Defensive anstellte am vergangenen Spieltag in den beiden ersten Begegnungen. Elf Gegentore, da muss ich als Trainer schon hart arbeiten, das sich das noch verbessert. Gegen den sehr aufsässigen CA Velez Sarsfield brauchte es den letzten Einsatz, um am Schluss doch noch die Punkte holen zu können. Allerdings gegen Atlético de Rafaela klappte absolut nichts mehr und die Spieler mussten leiden, bis endlich der Schlusspfiff Erlösung brachte. Jetzt mussten die Spieler aber reagieren in der dritten Begegnung gegen den CA Los Andes.
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