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COPA NEWS

Pressemitteilung zur Freiheit, den eigenen Verbündeten zu zerlegen
Es folgt ein Pressestatement von Grasshopper Zürich zur bedrohten Freiheit des FC Basel und zum Zustand seines Bündnispartners, des Schaffhauser Schafs.

Mit großer Verwunderung haben wir zur Kenntnis genommen, dass eine Abstimmung über Herbies Konto die Schweiz in ein totalitäres Abhängigkeitssystem führen soll. Wir waren bislang davon ausgegangen, dass dieses System bereits besteht. Es nennt sich Batman und Robin. Einer erklärt, wer das Böse ist. Der andere soll sich darum kümmern.

Zunächst bestätigen wir ausdrücklich: Basel hat keine Schulden. Herbie hat investiert. Unter anderem fünf Tore in seinen Bündnispartner. Dass dieser anschließend noch zur Verteidigung der Basler Freiheit antritt, spricht für eine bemerkenswerte Kundenbindung.
Das Bündnis selbst müssen wir nicht erfinden. Herbie hat es veröffentlicht.
Am 13. Oktober erklärte er sich und danfire zur guten Seite, beschwor den rheinländischen Zusammenhalt und kündigte gemeinsame Aufkleber gegen den Vampir an. Die Grasshopper wurden im selben Artikel verdächtigt, den dunklen Mächten zuzuarbeiten. Offenbar beginnt das Böse in dieser Liga dort, wo jemand ein Ergebnis erzielt, das Herbie nicht bestellt hat.

Zum beschworenen Zusammenhalt erlauben wir uns eine Ergänzung: Auch Nouri kommt aus dem Rheinland. Herbies Heimatliebe endet offenbar dort, wo ein Landsmann seine Punkte selbst behalten möchte.

Am 16. Oktober gewann Schaffhausen gegen uns mit 1:0. Ärgerlich für Nouri, erfreulich für danfire und im Titelkampf durchaus praktisch für Basel. Wir haben deshalb keine Bürgerrechtsrede gehalten. Wir hatten einfach schlecht Fußball gespielt.
Am 21. Oktober wurde Herbie deutlicher: «Auch Baumeister gilts zu besiegen».
Gemeint war Nouri. Getroffen hat es zwei Tage später zunächst danfire. Dieser hatte null Tore nach Basel mitgebracht. Falls das ein Geschenk an den Bündnispartner sein sollte, um die eigenen Kräfte dafür aufzusparen, Nouri beim nächsten Aufeinandertreffen den Arsch vollzuschießen, wäre die Rollenverteilung klar: Herbie kassiert die Punkte, Batman & Robin sparen die Munition, der Baumeister soll später bezahlen.
Dann wäre Herbie allerdings zu blöd gewesen, das Geschenk zu erkennen. Für die drei Punkte hätte ein Tor gereicht. Vier weitere brauchte er offenbar, um dem Schaf anschließend das Investieren zu erklären. Robin hält ihm die Tür auf, und Batman fährt zur Demonstration seiner Überlegenheit durch die Hauswand.

Basel gegen Schaffhausen: 5:0. Robin war zur Nachbesprechung angekündigt. Batman führte vor, wie man einen Verbündeten so gründlich umarmt, dass anschließend der Mannschaftsarzt nachzählen muss. Nach diesem ZAT lag Schaffhausen zwölf Punkte hinter Basel. Die Allianz hatte einen Tabellenführer und einen ziemlich ramponierten Mitstreiter.
Besonders aufschlussreich wurde es am 28. Oktober. Herbie erklärte über danfire: «Wie man richtig investiert, hat man ihm am Freitag gezeigt.» Unmittelbar danach erinnerte er daran, dass Robin mit dem Baumeister noch eine Rechnung offen habe.
Gemeint war unser 6:1 in Schaffhausen vom 28. August.

Wir halten die zeitliche Abfolge fest: Die alte Rechnung stammt aus Zürich. Die frische Abreibung stammt aus Basel. Der Mann, der sie gerade verteilt hat, zeigt seinem Freund anschließend sehr fürsorglich, auf wen er stattdessen wütend sein könnte.

Und dann folgt tatsächlich noch dieser Satz:
«Es wird sich jedenfalls noch zeigen, wie dynamisch das Duo aus Batman-Käfer und Robin-Schaf wirklich ist und ob das Gute am Ende in der Schweiz siegen wird.»
Herbie sei skeptisch. Das muss man sich leisten können: Erst dem eigenen Partner fünf einschenken, dann dessen alte Wunde gegen Nouri aufkratzen und anschließend besorgt fragen, ob das gemeinsame Gute wohl noch siegen wird.
Aus Zürcher Sicht liest sich das so: Robin soll die Niederlage gegen Batman als Unterricht verstehen, die Niederlage gegen Nouri dagegen als unerledigten Auftrag. Für den einen Gegner gibt es

Verständnis. Für den anderen eine offene Rechnung. Die Unterscheidung übernimmt freundlicherweise der Mann, der gerade selbst zugeschlagen hat.
Herbie nennt das ein dynamisches Duo. Wir erkennen vor allem einen sehr beweglichen Zeigefinger. Er zeigt zuverlässig von Basel weg.
Der Schaffhauser Trainer ist selbstverständlich frei, dieses Bündnis fortzusetzen und gegen die Schuldenbremse zu stimmen, wie am 29. Oktober geschehen. Der Vorstand von Grasshopper Zürich empfiehlt lediglich, sich die Adresse des Schuldigen nicht auch noch von Herbie diktieren zu lassen.
Danfire hat selbst festgestellt, dass Herbie keine Personalhoheit über seine Schafherde besitzt. Es wäre erfreulich, wenn sich diese Erkenntnis gelegentlich auch auf die Entgegennahme öffentlich erteilter Arbeitsaufträge auswirkte.

Wir kommen damit zur eigentlichen Freiheitsfrage.
Herbie möchte seine Reserven ungestört verwenden. Zugleich erklärt er Nouri, weshalb sich ein Angriff in Basel finanziell nicht lohne und erinnert danfire öffentlich daran, wo noch Vergeltungsbedarf bestehe. Die freie Entscheidung der Konkurrenz scheint ihm ausgesprochen wichtig zu sein, solange er vorher die Gebrauchsanweisung liefern darf.

Unsere eigenen Hintergedanken verschweigen wir nicht: Basel hat 51 Punkte, St. Gallen 48, wir 46. Natürlich möchten wir Herbie einbremsen. Wir nennen das Eigeninteresse. Für eine neue Weltordnung fehlt auf der Terrasse ohnehin der Platz.

Vor diesem Hintergrund bietet der Vorstand von Grasshopper Zürich dem FC St. Gallen erneut ausdrücklich eine Zusammenarbeit an. Dieses scheinheilige Bündnis aus Basler Belehrungen und Schaffhauser Gefolgschaft verdient gemeinsamen Widerstand. Wenn sich seine Gegner gegenseitig die Reserven aus dem Leib prügeln, übernehmen sie dessen Drecksarbeit auch noch kostenlos.
Baumeister und Bademeister wären dafür eine durchaus geeignete Verbindung. Die Nadel wäre in St. Gallen bereits vorhanden; eine Leiter könnte aus Zürich gestellt werden. Herbies Höhenflug verdient eine gemeinsame Betreuung.
Entsprechende Bündnisgespräche würden am Beckenrand stattfinden. Nouri ist Nichtschwimmer. Sollte ihm dieselbe Behandlung zugedacht werden wie Robin durch Batman, bestünde der Zürcher Vorstand wenigstens auf festem Boden unter den Füßen.

Am kommenden ZAT treffen die drei Titelkonkurrenten unmittelbar aufeinander. Für den anschließenden Besuch der Grasshopper in Basel gilt: Wer dem Baumeister die Plane entreißen möchte, sollte sein eigenes Festgeldkonto gut abdecken. Sollten beide anschließend mit derselben dürftigen Quittung dastehen, könnte der Vampir seine Nadel stecken lassen. Die Löcher hätten die beiden Freiheitskämpfer dann eigenhändig besorgt.

Da Basel unseren Trainer bereits zu Nouri Berlusconi ernannt hat, erlauben auch wir uns abschließend ein politisches Zitat. Silvio Berlusconi erklärte:
«Manchmal bedaure ich, dass ich kein Diktator bin, aber leider bin ich es wirklich nicht.»
Der Vorstand kann hinsichtlich Nouris Machtbefugnissen beruhigen: Selbst der e-Mähbie-53 ignoriert seine Anweisungen. Die Übernahme der Schweiz wurde deshalb bis zum nächsten Softwareupdate vertagt. Eine Volksabstimmung erschien bis dahin als zumutbare Zwischenlösung.
Aus den genannten Gründen stimmen wir weiterhin mit einem deutlichen JA.

Die Ausnahme für die Champions League bleibt bestehen. Gegen Österreich unterstützen wir Herbie ausdrücklich. Wir hoffen lediglich, dass er Unterstützung diesmal nicht wieder mit einer Einladung zur Abreibung verwechselt.

Diese Pressemitteilung ist ohne Unterschrift gültig. Bei der nächsten Bündniserklärung wird Schaffhausen trotzdem die Lektüre des Kleingedruckten empfohlen.

Hochachtungsvoll
Nouri Berlusconi
Für den Vorstand von Grasshopper Zürich

Eidgenössische Abstimmung vom ZAT 12

Bundesgesetz über eine Schuldenbremse für den FC Basel

Höchstbetrag je ZAT: 6,0 TK · gültig ab Spieltag 28 · Ausnahme: Champions League

☒ JA
☐ NEIN
29.10.2026 23:45 - Nouri - Grasshopper Zürich (0.0 TK)
 


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