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Warum im Tynecastle gerade der ganz normale Wahnsinn herrscht
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Es gibt Spieltage, da fragt man sich an der Gorgie Road, ob in den Katakomben des Tynecastle Park eigentlich heimlich Starkbier statt Isotonie ausgeschenkt wird. Wer die jüngsten Auftritte von Heart of Midlothian verfolgt, braucht vor allem eins: starke Nerven, einen stabilen Blutdruck und die Bereitschaft, jegliche taktische Lehrbuch-Logik spontan über den Haufen zu werfen.
Da wird der große Rival aus Glasgow, die Rangers, vor atemberaubender Kulisse mit einer derart unbändigen Wucht und Offensivlust mit 4:0 aus dem Stadion gefegt, dass ganz Edinburgh kopfsteht. Brian Clough stand an der Seitenlinie, die Arme verschränkt, das Gesicht eine gewohnte Mischung aus britischem Understatement und stoischem Stolz – und auf den Rängen keimte augenblicklich die Hoffnung auf das ganz |
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große Ding in dieser Saison.
Und was passiert nur wenige Tage später? Die Mannschaft reist nach Kilmarnock, und plötzlich bricht das kollektive Defensiv-Gedächtnis aus. Ein vogelwilder Ritt, bei dem die Hintermannschaft der Hearts löchrig wie ein schottischer Schafskäse agierte und am Ende ein bitteres 2:5 von der Anzeigetafel leuchtete.
Der Lohn für diese emotionale Achterbahnfahrt? 41 Punkte. Platz zwei. Nur einen mickrigen Zähler hinter Spitzenreiter Motherwell FC.
Eines steht fest: Langweilig wird es unter Clough garantiert nicht. Die Hearts berichten dieser Tage nicht über Ergebnisse, sie inszenieren Dramen. Und solange die Tabellenspitze in Greifweite bleibt, verzeiht man an der Gorgie Road wohl auch den nächsten defensiven Betriebsausflug. |
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23.10.2026 15:54 -
Brian Clough -
Heart of Midlothian FC
(0.3 TK)
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