Ein ganz normaler Spieltag für Pepeke Lumumba. Auswärts verloren, zu Hause gewonnen – und die Konkurrenz macht ihm langsam die Meisterschaft kaputt.
Bei den Golden Arrows herrscht dieser Tage eine bemerkenswerte Form der Zufriedenheit. Trainer Pepeke Lumumba blickt auf einen Spieltag zurück, der sportlich wenig Überraschendes bot, tabellarisch allerdings durchaus für Schweißperlen sorgen dürfte.
Zunächst setzte es auswärts eine knappe 0:1-Niederlage. Da wäre durchaus mehr drin gewesen, allerdings offenbar nur theoretisch. Lumumba zeigte sich nach Abpfiff ungewöhnlich ehrlich: „Der Gegner hatte uns trotz des knappen Sieges stets im Griff. Ein verdienter Sieg.“ Mehr Analyse brauchte es offenbar nicht. Man muss schließlich auch wissen, wann man besser die Klappe hält.
Zu Hause lief es anschließend deutlich besser. Mit einem souveränen 4:0 meldeten sich die Arrows zurück und demonstrierten, dass zwischen Auswärtsfahrt und heimischem Rasen offenbar ein gewaltiger Qualitätsunterschied liegt. Lumumba durfte zufrieden sein und die Fans konnten jubeln.
Doch während in den eigenen Reihen Normalität einkehrt, zieht die Konkurrenz davon. Allen voran Maritzburg, wo Trainer Mr. Freak nach dem
Vizemeistertitel der vergangenen Saison offenbar beschlossen hat, dass Silber zwar schön glänzt, Gold aber besser aussieht. Seine Mannschaft marschiert, punktet und vermittelt zunehmend den Eindruck, dass sie sich mit dem zweiten Platz nicht beschäftigen möchte.
Lumumba nahm die Entwicklung sportlich. „Das hat er sich verdient“, lautete sein knappes Statement. Ob darin Respekt, Resignation oder bereits die Vorbereitung auf den nächsten Urlaub steckt, blieb offen.
Dahinter lauern die Black Aces. Noch etwas grün hinter den Ohren, aber durchaus ambitioniert, heizen sie den Zweikampf um die Spitzenplätze kräftig an. Während Maritzburg vorneweg galoppiert, scheinen die Aces zumindest schon einmal die Steigbügel gefunden zu haben.
Und die Golden Arrows? Die liegen auf Rang drei und bemühen sich auffällig darum, das Wort Meisterschaft möglichst nicht mehr in den Mund zu nehmen.
„Sechs Punkte Abstand sind in dieser Phase der Meisterschaft durchaus aussagekräftig. Wir konzentrieren uns auf die Qualifikation für einen internationalen Wettbewerb“, erklärte Lumumba. Ein Satz, der nach realistischer Zielsetzung klingt – oder nach einem eleganten Rückzug aus einem Rennen, bei dem die anderen bereits die Ziellinie sehen.
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