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Intensivstation statt Reformstau: Das Jahr des Im-Hier-und-Jetzt-Seins
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Man liest in diesen Tagen viel Schönes in der schwedischen Fachpresse, oder genauer gesagt: Larmoyanz. Es wird tiefschürfend über Reformstaus doziert und die beruhigende, fast schon philosophische Wirkung des absoluten Tabellenmittelfelds gepriesen.
Ein intellektueller Kuschelkurs, den wir hier bei Åtvidabergs FF aus der Ferne durchaus amüsiert, aber unbeteiligt beobachten.
Für derart entspannte Langzeitdiagnosen fehlt uns schlichtweg der Ruhepuls. Wir praktizieren aktuell stattdessen die reinste Form der sportlichen Notfallmedizin.
Unser jüngstes 4:4-Spektakel gegen Djurgårdens IF liefert dafür die perfekte Krankenakte. Defensive Brandrodung, ein offener Schlagabtausch und ein Puls auf der Trainerbank, der den Monitor bedenklich flackern |
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Wer sich im grauen Einheitsbrei wohlfühlt, mag das als leichtsinnig abtun. Wir nennen es die erfolgreiche Reanimation eines Fußballspiels.
Um der naheliegenden Diagnose direkt vorzugreifen: Ja, ich verpulvere bewusst sämtliche noch vorhandenen TK-Reserven. Das ist eine kühle, berechnende Therapie im medizinischen Sanatorium der Allsvenskan.
Denn für mich ist klar und da rede ich mir prophylaktisch schon mal meine Saison schön: Wer im oberen Drittel unerwartet mitoperiert, schont sein Inventar nicht. Er verheizt es mit Stil und denkt nicht an das Alter ... ich meine natürlich: an den Rest der Saison.
Überlassen wir das theoretische Sinnieren über die Zukunft also getrost den Kollegen. Wir holen uns den maximalen Adrenalinschub im Hier und Jetzt. |
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18.10.2026 08:05 -
Roquinho -
Åtvidabergs FF
(0.3 TK)
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