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Zwischen Rache und Realitätsverlust
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Dino Lambretta gilt in Fachkreisen als der wahre und bislang einzige Weltklassetrainer, den diese Liga jemals erlebt hat. Seine strategische List und Tücke sind legendär – zumindest in jenen Kreisen, die seine Pressekonferenzen bis zum Ende verfolgen können. Im Vergleich dazu wirkt Don Crespo, der Übungsleiter von Atlético Madrid, beinahe wie ein Schachspieler, der seine Figuren nach dem Zufallsprinzip aufstellt und anschließend den Gegner für die eigene Niederlage verantwortlich macht. Umso schwerer wiegt das jüngste Derby-Ergebnis: Atlético gewann gegen Real Madrid mit 5:3. Ein Resultat, das nach Lambrettas eigener, vermutlich streng wissenschaftlicher Analyse genau andersherum hätte lauten müssen. Dass die Anzeigetafel anderer Meinung war, dürfte für den Altmeister lediglich ein bedauerlicher Irrtum der modernen Technik sein. Schließlich kann man ein Spiel verlieren – aber niemals die strategische Überlegenheit eines Dino Lambretta.
Doch während Real noch mit der Derby-Niederlage beschäftigt war, erlebte Atlético selbst einen denkwürdigen Absturz. Gegen Real Oviedo setzte es ein unfassbares 0:6. Ob Lambretta dieses Ergebnis mit einem Glas Rotwein gefeiert hat, ist nicht überliefert. In Madrid erzählt man sich allerdings, er habe in einer bekannten Bar die Wiederholung des Spiels verlangt und nach dem sechsten Gegentor so zufrieden genickt, dass der Barkeeper vorsichtshalber die Rechnung brachte. Eine frei erfundene Geschichte natürlich – aber eine, die zum eigenwilligen Charakter des Trainers passen würde.
Sportlich bleibt Real Madrid vorerst auf Rang sieben. Nach 22 Spieltagen stehen 31 Punkte, neun |
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Siege und ein Torverhältnis von 37:34 zu Buche. Der Abstand zu Terrassa auf Platz vier beträgt fünf Punkte, während Valencia direkt vor den Königlichen ebenfalls nur einen Zähler vorausliegt. Die Tür nach oben ist also keineswegs verschlossen. Allerdings muss Real dafür mehr zeigen als einen knappen 1:0-Erfolg gegen Getafe. Der Sieg war wichtig, aber kein Ergebnis, das in Madrid schon die nächste Parade auf der Plaza de Cibeles auslösen dürfte.
Die kommenden Aufgaben haben es in sich: Zunächst empfängt Real Madrid Real Oviedo, das Atlético gerade mit 6:0 demontiert hat. Danach wartet Terrassa CF auswärts. Zwei Spiele gegen direkte Konkurrenten im Kampf um die oberen Tabellenplätze – und damit eine Gelegenheit, die eigene Saison wieder in eine angenehmere Richtung zu lenken. Lambretta dürfte wissen, dass große Worte keine Punkte bringen. Wobei man ihm durchaus zutraut, eine Pressekonferenz mit einer ausführlichen Erklärung darüber zu eröffnen, warum sechs Tore gegen Atlético zwar erfreulich, aber taktisch noch nicht vollkommen überzeugend seien.
Auch im Madrider Nachtleben soll der Trainer weiterhin seine Spuren hinterlassen. Ein weiteres Gerücht besagt, Lambretta habe nach dem Derby eine spontane nächtliche Krisensitzung einberufen, bei der sämtliche Teilnehmer zunächst ihre Sicht auf die ideale Atlético-Abwehr darlegen mussten. Die Veranstaltung soll erst geendet haben, als der letzte Gast eingeschlafen war. Ob das stimmt? Natürlich nicht nachweisbar. Aber wer Lambretta kennt, weiß: Bei ihm kann selbst ein gemütlicher Abend an der Bar in eine taktische Grundsatzdiskussion ausarten. |
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14.10.2026 11:44 -
Dino Lambretta -
Real Madrid
(0.3 TK)
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