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Express-Diagnose: Tabelle stabil
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Was war das nicht für eine Woche... immer weiter wurde der schräge Bogen aufgespannt. Für sie, für uns, für den Plot.
Und nicht nur das: blicke ich in die Zeitung der Primera División und entdecke, wie meine eigene Projektion zur direkten Wahrnehmung wird: „Roquo, der Starpsychologe von den Pumas, zückt interessiert sein Notizbuch…“
Und was passiert nicht noch alles. Da presst Don Limón seine sauren Pachuca-Limonen in klebrige Limonade für die Massen, während die Fehde zwischen Herbster und Pepeke endgültig in den Bereich der Wahnpathologie abdriftet.
Genauer: Nach dem leicht unterkühlten 5:6 des Hinspiels fliegen hinterher erst einmal gar keine Bälle mehr. Stattdessen bewerfen sich zwei erwachsene Trainer lieber mit parfümierten Briefkuverts, fingierten Liebesbeweisen und verletztem Stolz.
Dazu: Monterrey schickt geruchsintensive Botschaften mit Jasminnote, die Tigres wetzen die Krallen im Tequila-Dunst, und zwischen Chivas-Hörnern und Atlas-Schultern trägt jemand schwer an seinen eigenen Neurosen.
Ein fantastisches Schauspiel.
„Doch was bringt uns dies, wenn doch das alles nur eine fantastische Scheinwelt in der Zeitung ist?“
Ich wende den Blick auf den Bildschirm, um das |
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vermeintlich objektive Urteil der Realität einzuholen: Ein 6:6. Beide versenken sich im kollektiven Rausch, und am Ende stehen sie punktgleich im grauen Mittelfeld, vereint im selben Wahnsinn.
Scheinbar geht es hier in Mexiko wirklich nicht um Ergebnisse, sondern nur um die Show. Loco. Lucha Libre Mexicana.
Also schnell zurück zum eigentlichen Tagewerk: der gar nicht mal so unwichtigen Psychologie. Denn was, wenn am Ende nur herauskommt: „Starpsychologe Roquo vernichtet die Akten und starrt ungläubig auf das Tableau.“
Und während ich so in mich gehe, dämmert es mir: Am Ende sind die Tabellenpunkte womöglich gar nicht die nackten Ergebnisse, sondern das dahinter.
Deshalb, und hier spricht der Psychologe: El nueve de octubre ist kein profanes Datum, sondern ein Bewusstseinszustand. Der nächste Termin wird im Kalender vielleicht anders beziffert sein, doch in Wahrheit wird er wieder und wieder el nueve de octubre sein. Ende der Diagnose: Wir sind alle gleich.
„Ein 6:6 nach einem 5:6? Völlig unauffällig. Natürlich brauchte es erst meine analytische Brillanz, um zu erkennen, dass die Herren hier dezent übertreiben“, murmelte Roquo, klappte mit einem trockenen Schnappen seine Notizen zu und goss sich langsam ein Glas Tequila ein. |
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09.10.2026 22:21 -
Roquo -
UNAM Pumas
(0.3 TK)
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